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Rezensionen von Streiflicht:
Lesespaß!
Lesewald, Der Zauber erwacht: Buch zum Lesen lernen mit der magischen Eule Ada | Erstleserbuch mit Treppenwörter-Methode für Leseerfolg statt Frust | von Alexandra Wagner
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, denn mein Neffe kommt im Herbst in die Schule und ist schon voller Vorfreude. Er ist ganz wild darauf, lesen zu lernen und so haben wir das Buch voller Begeisterung durchgeblättert.
Ada, die bunte Leseeule hat uns sehr gut gefallen und es macht Spaß, gemeinsam mit ihr, Lea und Tim das Lesen im magischen Wald zu entdecken.
Aber was ist, wenn man – wie Lea – keine Lust auf das Lesen hat. Oder sich nicht traut? Auch dafür findet sich eine Lösung und plötzlich ist es dann ganz einfach. Und nach der Mutprobe, die doch gar nicht so schlimm ist, ist es Zeit zum Feiern.
Ein wunderbares Buch für Leseanfänger und alle, die den Zauber des Lesewaldes kennenlernen möchten. Die bunten Illustrationen ergänzen die Geschichte ganz wunderbar und sind einfach schön. Bunt und farbig, ohne schrill oder grell zu sein, fröhlich und unterhaltsam.
Eine schöne Idee sind die Tipps, was man mit dem Kind machen kann, damit es in die Geschichte eingebunden wird. Zum Beispiel „Tanzt zu Eurem Lieblingslied“, wenn es um das Feiern mit Musik geht, oder einen Schluck Wasser zu trinken, wenn das auch im Buch getan wird.
Uns hat der Ausflug in den Lesewald sehr gut gefallen – wir werden ihn sehr gerne noch öfter wiederholen!
Achtung, hier herrscht Suchtgefahr!
Flora Magica (Band 3) - Die Macht der Weltenweide von Vanessa Walder
Nachdem ich schon einige Bücher der Autorin Vanessa Walder gelesen hatte, bin ich letztes Jahr auf diese wunderbare Reihe unter dem Titel Flora Magica gestoßen. Schon nach wenigen Seiten im ersten Buch war ich total gefangen und gefesselt und hätte die Bücher am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt.
Da war klar, dass ich nach 1 und 2 auch Nummer 3 lesen musste!
Ist ja klar, dass ich wissen wollte, wie es mit den vier Jugendlichen weitergeht, was Tierra, Sol, Avia und Zacharias in diesem finalen Abentuer erwartet. Floras Urenkel lieben ihr Erbe, kämpfen aber auch immer noch damit. Dazu kommt die Sorge um die mexikanische Mutter der Zwillinge Sol und Tierra - werden sie ihr wirklich mit Hilfe der Pflanzen helfen können? Und was passiert, wenn man sich nicht einigen kann, wie es weitergehen soll? Was zählt am Ende wirklich? Diese und viele andere Fragen haben mich beschäftigt und offensichtlich auch die Autorin. Ein wunderbares Buch, bei dem man die eine oder andere Träne wegblinzeln muss.
Ich liebe auch die wunderschönen Illustrationen von Marie Beschorner, die das Buch auch optisch zu einem Highlight machen. Die Zeichnungen passen perfekt zum Erzählten und zur ganzen magischen Geschichte.
Achtung! Wer einmal das Buch Flora Magica aufschlägt, wird bis zum Ende lesen und diese ganz besondere Welt magischer Pflanzen und einer unglaublichen Familie nicht mehr verlassen wollen! Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!
Berührende Zeitreise
Das Haus in Charlottenburg von Beate Sauer
Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich neugierig. Ich kenne Berlin ganz gut, eine Freundin hat in Potsdam studiert und ich habe sie damals oft besucht. Ich mag Bücher, die mich in vergangene Zeiten entführen - vor allem auch, wenn es um Deutschland geht, denn oft kennen wir ja unsere eigene Geschichte gar nicht so gut.
Das Kaiserreich war eine spannende Zeit mit vielen Umbrüchen. In dieser Welt leben Elise und Johann, die sich durchbeißen müssen.
Mich hat fasziniert, wie nah die Autorin uns an die Figuren herangeführt hat, wie sehr man mitgefühlt hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, teilweise sind die Seiten richtig geflogen. Ich fand es toll, wie Elise ihre Ziele verfolgt, sich weiterentwickelt und immer mutiger für sich und die ihren kämpft. Man erfährt nicht nur, wie wenig die Menschen aus den unteren Schichten verdienen, sondern auch, was "trockenwohnen" bedeutet, warum so viele Menschen krank waren und nicht alt wurden, wie wenig sich diese Unterprivelegierten sich wehren konnten und was sich die Adeligen und diejenigen mit Geld alles erlauben konnten. Ein beeindruckendes Bild des Kaiserreichs um 1890, das mich tief in seinen Bann gezogen hat!
Gleichzeitig war es auch spannend, mehr über die sozialen Ungerechtigkeiten in dieser Zeit und die Wohnungsnot - die ja zum Teil wieder aktuell ist - zu lesen. Klar, die vielen Gebäude mit Hinterhöfen in Berlin kannte ich schon, aber nicht ihre Geschichte, die zum Teil so traurig und krass ist. Umso faszinierter habe ich das Buch gelesen, dessen Geschichte zwischen den prächtigen Villen und den Elendsvierteln Berlins angesiedelt ist.
Spannend und sehr berührend
Tief von Rebekka Moser
Nachdem ich das erste Buch "Unten" um Kommissar Heinzle schon sehr gerne gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit ihm und wie er sich bei seinem nächsten Fall schlagen wird. Schlagen kann man hier wortwörtlich nehmen, aber psst, zuviel will ich nicht verraten.
Wer bereits das erste Buch gelesen hat, weiß, dass die Autorin Rebekka Moser gerne die Finger direkt in die Wunde legt bzw. mit der Schreibfeder ganz tief bohrt und zeigt, wo die Probleme liegen. Schon in "Unten" hat mich das begeistert und fasziniert, hier noch mehr. Gleichzeitig berührt sie mit dem Schicksal der Figuren sehr. An so mancher Stelle musste ich das Buch mal zur Seite legen und tief durchatmen. Geschickt und ganz nah bringt sie ihre Leser in die Geschichte, sodass man gar nicht anders kann als mitfühlen. Und gleichzeitig zeigt sie, dass es nicht nur schwarz und weiß, gut und böse gibt, sondern viele, viele Grautöne, dass auch gute Menschen Böses tun können, und dass es eben nicht nur zwei Seiten gibt. Denn es geht irgendwann nicht mehr nur um Ben, das tote Kind - was an sich schon schrecklich genug ist - sondern um viele andere Menschen, denen das Schicksal und andere Menschen übel mitgespielt haben.
Dieses Buch ist viel mehr als nur ein Krimi. Es ist ein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft, in der wir wieder lernen müssen, aufeinander zu achten und aufzupassen, andere Meinungen gelten zu lassen und zu verstehen, dass es nur gemeinsam geht.
Kommissar Heinzle ist eine wunderbare Romanfigur, die ich zu gerne noch öfter begleiten würde. Auch seine Mitstreiter, allen voran Sense und Heinzles Tochter Christina. Bitte mehr davon!
Unterhält, macht gute Laune und bietet viel Wissenswertes
DUMONTs Fantastische Rätselreise Japan von Jens Bey; Annik Aicher
Japan finde ich schon lange total spannend und würde gerne einmal dorthin reisen. Umso mehr, seit mein Mann mehrere Dienstreisen in das Land der aufgehenden Sonne gemacht hat und total begeistert und fasziniert war. Seitdem lesen wir alles über Japan, was wir in die Finger kriegen, und reisen zumindest in Gedanken immer wieder auf diese Insel.
Die fantastische Rätselreise Japan von Dumont hat mich gleich auf den ersten Blick angesprochen. Denn ich liebe auch Rätsel und Ratespiele. Ich liebe das farbige Cover mit der Winkekatze, den Gebäuden und Fahnen und den kleinen Hinweisen darauf, dass es sich um ein Rätselbuch handelt. Bücher, die aus dem Rahmen fallen, habe ich immer schon besonders geliebt. Mit der Rätselreise kann man nicht nur das Land besser kennenlernen, sondern nebenbei auch ganz wunderbar knobeln, rätseln und raten. Mehr als 200 Rätsel warten auf alle Japanbegeisterten. Zur Auswahl gibt es Quizfragen, Rätselgeschichten, Sudokus, Labyrinthe, Fehlersuche, Bildervergleiche und vieles mehr. Da findet jeder den passenden Zeitvertreib. Ein richtig cooles Buch, das so ganz nebenbei viel Wissen und Wissenswertes vermittelt und bestens auf eine Japanreise vorbereitet oder unterwegs gegen Langeweile hilft!
Ein spannender Auftakt
Minnesota von Jo Nesbø
Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Bücher von Jo Nesbo. Überhaupt mag ich die nordischen Autoren sehr, ihn ganz besonders. Seine Reihe um Harry Hole habe ich regelrecht gefressen, nun also gibt es was Neues. Klar, da musste ich wieder an den Start! Und ich muss sagen, dass mir das Buch echt gut gefallen hat.
Ich brauchte ein bisschen, um reinzukommen. Die Figuren machen es einem nicht so richtig leicht, aber gerade das macht ja auch mal Spaß. Da kann man dann froh sein, dass es Romanpersonal ist und nicht die Nachbar ...
Jedenfalls gefällt mir der Auftakt dieser neuen Reihe sehr gut und ich freue mich auf viele weitere Bände, die hoffentlich noch folgen werden. Zuviel mag ich nicht verraten und finde das bei Krimis sowieso immer schwer, um nicht aus Versehen zu viel auszuplaudern. Nur soviel: Es war spannend, interessant und wirklich lesenswert!
Gute Fortsetzung
Der Kuckucksjunge von Søren Sveistrup
Da ich das Vorgängerbuch "Der Kastanienmann" mit großer Begeisterung gelesen habe und nordische Krimis und Thriller sowieso insgesamt sehr gerne mag, war ich natürlich sehr neugierig auf das neue Werk des Autors Soren Sveistrup. Ich mag es, Fortsetzungen zu lesen, wenn man die Figuren schon kennt und mag.
Auch hier präsentiert sich wieder eine interessante Geschichte, die die Leser mitnimmt nach Dänemark. Leider war das Buch nicht ganz so spannend wie sein Vorgänger und hatte einige Längen. Da habe ich mich gefragt, ob man nicht ein paar Seiten kürzen hätte können, wenn ein Buch sowieso schon fast 700 Seiten hat. Aber abgesehen davon habe ich auch diese Fortsetzung gerne gelesen.
Neben dem schrecklichen Fall kämpfen die beiden Ermittler auch mit jeder Menge privater Probleme. Das mag ich an sich schon, weil es die Protagonisten menschlicher macht, hier hätte es an der einen oder anderen Stelle auch ein bisschen weniger sein können.
Insgesamt eine gute Fortsetzung.
Spannend, aber brutal
Revenge von Svenja Diel
Auf dieses Buch war ich total gespannt, die Kurzbeschreibung und der Plot haben mich neugierig gemacht. Gleichzeitig aber auch der Titel und der Untertitel, die ja schon ein bisschen in eine Richtung deuten ...
Wie krass, wenn man sich vorstellt, dass man eigentlich nur was Süßes an der Tankstelle kaufen wollte und dann in so eine Geschichte verwickelt wird.
Ein aboluter Horror. Und dann noch für so junge Menschen.
Das Buch liest sich gut und flott und unterhält gut. Ich war an einigen Stellen erstaunt über die Brutalität - sowohl physisch wie auch psychisch, weil es sich ja hier eigentlich um eine Jugendbuch handelt. Aber vielleicht sind junge Leser nicht so empfindlich, wie ich es bin. Immerhin gibt es am Ende des Buchs jede Menge "Triggerwarnungen".
Ich möchte nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen, weil ich denke, dass man bei dieser Geschichte ganz schnell viel zu viel verraten kann. Allerdings kann ich sagen, dass die Wendungen zum Teil doch ziemlich unerwartet waren und sich die Verbindungen zwischen den Jugendlichen auch als sehr interessant erweisen.
Ein gutes Buch, das sich angenehm lesen lässt, auch wenn ein Hauch von Schock zurückbleibt, wenn man sich vorstellt, dass jungen Menschen all das wirklich zustoßen könnte.
Runder Abschluss
Ein Aperol in Moll von Heidi Troi
Schon seit dem ersten Buch über den ganz besonderen Ermittler Lorenz Lovis verfolge ich das Schaffen der Autorin Heidi Troi. Immer wieder lese ich ihre Bücher mit Begeisterung – ich gebe zu, die Liebesgeschichten habe ich ausgelassen – und hatte immer eine gute, spannende und bereichernde Lesezeit und Lektüre.
Dann ging es mit „Zum Limoncello eine Leiche“ an den Gardasee und ich war sehr neugierig. Schon nach wenigen Zeilen war ich damals mittendrin in der Welt von Bianca Rossi. Sie hat es in der männerdominierten Welt der italienischen Polizei nicht leicht, noch weniger mit ihrem gewalttätigen Ex, der andere mit seinem Charme blendet.
Klar, dass ich dann auch Band zwei verschlungen habe und nun sehnsüchtig auf den dritten Teil gewartet habe. Für mich hätte das Buch auch gerne doppelt so dick sein dürfen, ich wollte nicht Abschied nehmen. Gleichzeitig verstehe ich aber, dass die Autorin hier einen Abschluss geschrieben hat. Es passt zur Geschichte und zu Bianca und macht die dreibändige Reihe rund.
Über den Inhalt möchte ich lieber nicht zu viel verraten, aber wer die anderen beiden Bücher mochte, wird sich auch hier wieder wohlfühlen. Auch wenn das Thema bisweilen schwer ist. Der Gegensatz zum lieblichen Gardasee, Aperol und Zitronenbäumchen könnte nicht größer sein. Jedenfalls war ich wieder begeistert und empfehle auch dieses Buch gerne. Allerdings würde ich empfehlen, mit dem „Limoncello“ zu starten, da sich die Geschichte entwickelt und so in der Dreiteilung noch viel besser wirkt!
Spannender Auftakt
Waldmann von Thomas Ziebula
Da ich bereits einige Bücher von Autor Thomas Ziebula mit großem Interesse und Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich auch wieder gespannt auf sein neues Werk. Ein neuer Protagonist, von dem ich gerne noch öfter lesen würde. Waldmann, wie auch das Buch heißt, ist ein interessanter Charakter, den man gerne begleitet.
Der Untertitel "Flucht in den Tod" ist leider Programm. Auch in Anbetracht der aktuellsten Ereignisse war mir das Buch manchmal fast zu realistisch, aber so ist die Welt nun mal.
Auch in diesem Buch ist es Thomas Ziebula wieder gelungen, eine spannende Geschichte zu erzählen, mit Protagonisten, mit denen man mitfiebert. Er nimmt seine Leser mit auf lebensgefährliche Reise, die nicht für alle gut enden wird. Ich möchte nicht zuviel über den Inhalt verraten, um nicht zu spoilern.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, sind die drei Hauptfiguren, die auch schon im Klappentext genannt werden. Durch sie erleben wir die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und ich konnte mit jeder Figur mitfühlen und oft auch sehr gut nachvollziehen, was sie bewegt und zu ihren Handlungen treibt. So kommt man recht schnell durch das Buch, das lange nachhallt. Gerade weil es Fiktion ist, aber auch sehr nah an der Realität ist. Man fragt sich, was alles so im eigenen Umfeld passiert - was man selbst nicht mitbekommt.
Gerne würde ich mehr von Waldmann lesen und ihn noch ein Stück weiter begleiten, wenn er seinen nicht einfachen Lebensweg beschreitet! Für mich ein toller und spannender Auftakt und wieder eine gelungene Lektüre!











