Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Japanliebe zum Wegträumen
Japan - Das große Ausmalbuch nach Zahlen von Shanshan Zhu; William Bonhotal
In dieses Buch habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Mein Mann war dienstlich schon mehrfach in Japan und seitdem wollen wir gerne privat dorthin reisen. Wir lieben es, alles über dieses ganz besondere Land zu lesen und anzuschauen. Die unnachahmliche Mischung zwischen Tradition und Moderne, Gegenwart und Vergangenheit finden wir so spannend und interessant.
Da war ja klar, dass ich dieses Buch haben muss. Ich male schon immer sehr gerne und zeichne auch. Die tollen Illustrationen von Xishan Studio machen einfach schon nur beim Durchblättern Lust, sie auszumalen und farbig zu gestalten. Alle Seiten sind zum Heraustrennen und am Ende gibt es sogar ein großes Bild in Postergröße. Auf dieses freue ich mich schon ganz besonders, noch habe ich es mir aufgehoben, auch wenn ich schon einige Bilder koloriert habe.
Und das Ausmalen ist ganz einfach. Einfach Buntstifte parat legen und los geht’s! Dabei hat jedes Bild maximal 13 verschiedene Farben, die unten mit Zahlen und einem farbigen Kasten als Beispiel dargestellt sind. So kann man sich die Buntstifte bereits am Anfang passend aussuchen. Wer unsicher ist, wie das Bild aussehen wird, oder gerne neben dem Original malt, kann sich die entsprechenden Malvorlagen hinten im Buch heraustrennen und danebenlegen oder auch einfach nur vorab oder zwischendrin anschauen. Sehr interessant finde ich auch die kurzen Infos, die zu jedem Motiv hinten auf dem Blatt stehen. Das ist das Tüpfelchen auf dem i.
Ich habe mit Buntstiften gemalt, die man alle noch mit Wasser zu Aquarellfarben vermalen kann. Da das Papier wunderbar dick ist, geht das gut Mir hat das Malen großen Spaß gemacht und ich bin regelrecht süchtig nach den Bildern geworden. Zum Glück habe ich noch ein paar Bilder vor mir und dann gibt es ja auch noch das Ausmalbuch mit Bildern aus Italien und eines mit Illustrationen aus den USA!
Wie eine Freundin ...
Drei kleine Buchläden am Ende der Welt von Ruth Shaw
Nachdem ich erst vor Kurzem das erste Buch von Ruth Shaw „Der Buchladen am Ende der Welt“ gelesen habe, war ich natürlich begeistert, als ich gesehen habe, dass es eine Fortsetzung gibt. Schon das erste Buch hat mich gut unterhalten, aber es ist phasenweise sehr traurig und düster, weil die Lebensgeschichte von Ruth es eben ist.
Dieses zweite Buch ist deutlich positiver und hat mir daher auch noch ein bisschen besser gefallen. Es ist, als würde eine Freundin aus ihrem Leben erzählen und immer wieder schöne Geschichten aus ihrer Vergangenheit erzählen.
Am besten haben mir immer die Geschichten gefallen, in denen es um Tiere geht, oder diejenigen, die aus dem Alltag in den Buchläden erzählen. Ich stelle mir gerne vor, ich hätte auch so einen Buchladen, das wäre sicherlich einfach schön. Zu gerne würde ich die drei Buchläden am Ende der Welt mal sehen und Ruth und ihren Mann Lance dort in Neuseeland besuchen.
Die Reise durch das Leben von Ruth und ihren Lieben, die Geschichten aus den Buchläden und ihr Kampf für die Natur und Tierwelt Neuseelands haben mich wieder bestens unterhalten. Ein warmherziges Buch über eine starke Frau, die man gerne kennenlernen würde!
Die düsteren Schatten der Vergangenheit
Zurück unter Mördern von Michael Jensen
Schon beim Blick auf das Cover mit dem spannenden Titel und die Kurzbeschreibung war es um mich geschehen. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen und muss nun sagen, dass es der perfekte Jahresauftakt war. Ich lese ziemlich schnell und viele Bücher, aber dieses ist eins, das lange nachhallt. Und es ist in diesem Jahr das erste, das in mein Regal einziehen darf - längst können aus Platzgründen leider nicht ehr alle Bücher bei mir bleiben.
Über die Zeit vor und nach dem Krieg weiß ich leider immer noch viel zu wenig. Es fällt mir oft auch schwer, mich mit diesen schwierigen und belastenden Themen auseinanderzusetzen. Aber gerade jetzt ist es meiner Meinung nach wichtig, dass wir unsere Vergangenheit bzw. die unseres Heimatlandes kennen und es in Zukunft besser machen. Wie der Autor am Ende des Nachwortes schreibt: "Natürlich trifft die heute Lebenden keine Schuld an den Ereignissen von damals. Aber wir alle tragen Verantwortung für das, was kommt."
Henry Mahler ist keine bequeme Figur, aber eine, der man gerne durch den Roman folgt. Er hat seine ganz eigenen Dämonen und manchmal scheint die Düsternis in ihm überhand zu nehmen. Gleichzeitig stecken aber auch Mut, eine herrliche Portion Naivität - trotz allem -, Freundschaft, Lebenslust und vieles mehr in ihm. Das alles mit ihm gemeinsam zu entdecken, hat mir großen Spaß gemacht. Er kämpft sich durch und kämpft dann auch noch für die jüdische Familie Lassally, die fast ausradiert wurde ...
Ein Roman, der nah an der Realität erzählt, nichts Schlimmes, Erschreckendes oder Unbequemes auslässt und manchmal hart an der Grenze dessen ist, was man in einem Unterhaltungsroman lesen möchte. Und gleichzeitig ist genau das so wichtig. Dass wir am Schicksal einzelner merken, wie schrecklich die Kriegszeit war, aber auch schon die Jahre davor. Und leider auch danach. Ein faszinierender Roman über eine Zeit, über die wir lieber schweigen - bis heute. Gerne würde ich hiervon eine Fortsetzung lesen!
Spannende Erkenntnisse
Der Cortisol-Code von Svea Golinske; Peter Heilmeyer
Dieses Buch hat mich total angesprochen, weil die Fragen genau meine sind ... Müde trotz Schlaf, Bauchfett trotz achtsamer Ernährung, Gereiztheit, Erschöpfung, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme. Schon länger frage ich mich, warum das alles so ist und was ich dagegen tun könnte. Liegt es vielleicht wirklich am Cortisol, das bei mir aus dem Gleichgewicht geraten ist?
Die Lektüre empfand ich als sehr spannend und trotz des medizinischen Themas durchaus angenehm.
Ich interessiere mich schon immer für Biologie und Medizin, daher bin ich da ein bisschen im Thema, aber ich denke, den Autoren ist es gelungen, das Thema sehr alltagstauglich darzustellen. Das hat mir gut gefallen, denn es ist ja ein Sachbuch, das jeden Interessierten abholen soll.
Besonders spannend fand ich am Anfang die Einführung ins Thema. Obwohl Cortisol so wichtig für unseren Körper und die Abläufe im Alltag ist, war auch mir vieles nicht bekannt - genau das, was die Autoren auch schreiben, dass viele das gar nicht so genau kennen oder wissen. Ich habe wirklich viel Wissenswertes gelesen und mich an vielen Stellen wiedererkannt. Ich finde es auch super, dass das Buch dann auch Lösungsansätze vorschlägt und sogar einen Reset. So soll man in nur 30 Tagen wieder zu eienm ausgeglichenen Cortisol-Haushalt kommen. Ob das wirklich immer funktioniert, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber das kann ja jeder auch mit seinem Arzt besprechen.
Für mich jedenfalls ein Buch, das mir an mancher Stelle die Augen geöffnet hat und das ich sicherlich noch öfter in die Hand nehmen werde. Bin gespannt, ob es auf Dauer hilft, wieder fitter, wacher und gesünder zu werden!
Macht Mut
Michael Magone und der wirkliche Mut von Thomas Brezina
Früher hab ich öfter Bücher von Thomas Brezina gelesen, dann eine ganze Weile lang nicht mehr. Nun bin ich über dieses Buch gestolpert und gerade der Bezug zu Don Bosco hat mich total neugierig gemacht. Also hab ich mich in die Lektüre gestürzt und konnte gar nicht mehr aufhöre, nachdem ich einmal angefangen hatte mit dem Lesen.
Michael und seine Bande hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Ich fand es sehr traurig, dass die Kinder selbst denken, dass sie schlechte Menschen sind, weil sie stehlen, und auch nicht glauben, eine Zukunft zu haben. Das hat mich sehr berührt. Wie schön, dass es schon damals Menschen wie Don Bosce und die alte Arianna gegeben hat, die ganz anders dachten und den Kindern von der Straße eine Zukunft geben wollten.
Das Thema ist kindgerecht aufgearbeitet und zeigt, was wirklich Mut ist. Nicht Gewalt und Gegengewalt, Machtausübung oder ähnliches, sondern Freundschaft und das Vertrauen in andere! Eine tolle Botschaft, die mir gut gefallen hat! Gleichzeitig wird über die historische Gestalt von Don Bosco erzählt, quasi nebenbei. So kann man auch Geschichtswissen vermitteln! Ein tolles Buch!
Entblättert sich erst nach und nach
The Business Trip von Jessie Garcia
Nachdem ich mehrfach von diesem Buch gehört und gelesen hatte, fand ich die Kurzbeschreibung immer spannender und wollte das Buch unbedingt gerne lesen. Kurzerhand kaufte ich es und hab es ziemlich schnell durchgelesen. Quasi fast in einem Rutsch.
Das Buch liest sich gut, erzählt interessant und spannend und ist sehr unterhaltsam.
Mich hat ein bisschen gestört, dass es trotz einiger interessanter Wendungen doch irgendwie vorhersehbar war und gleichzeitig auch einige Klischees bedient. Daher gibt es einen Stern Abzug, auch wenn ich das Buch gerne gelesen habe.
Die Story ist gut durchdacht, hat einen guten roten Faden und war umso interssanter, weil sie aus der Perspektive von verschiedenen Figuren erzählt ist. Jede bringt neue Aspekte und anderes Wissen mit rein und bringt den Leser so wieder auf neue Spuren und andere Fährten. Das war wirklich gut gemacht und hat mir gefallen. Ohne die Klischees und das von mir doch ziemlich so erwartete Ende wäre es perfekt gewesen.
Kurz und knackig
Arosa - wo auch Gauner Urlaub machen von Andreas Russenberger
Normalerweise bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber ich habe schon einige Romane von Autor Andreas Russenberger mit großer Begeisterung gelesen, sodass ich doch trotzdem neugierig war. Arosa kenne ich leider gar nicht, aber die Welt des Skifahrens und der Berge schon. Das schöne Cover zeigt die winterliche Landschaft und lädt ein auf diese unterhaltsame Krimireise.
36 kurze Geschichten machen gute Laune und unterhalten bestens! Das Buch ist perfekt, wenn man einfach nur mal kurz etwas lesen möchte und abtauchen möchte aus dem Alltag oder verschiedene Geschichten nacheinander lesen möchte. Man merkt jeder einzelnen Geschichte an, dass sie mit großer Begeisterung geschrieben wurde, dass Herzblut darin steckt. Andreas Russenberger beherrscht das Spiel mit der Sprache ganz wunderbar und lässt einen auch immer wieder schmunzeln. Jede der Geschichten ist kurz und knackig, gleichzeitig aber auch ein kleines Kunstwerk für sich. Und macht trotz aller Gaunereien und Verbrechen auch Lust auf Arosa!
Atmosphärisch, düster und leider etwas vorhersehbar
Das Forsthaus von Marika Neitz
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich früher einmal im Westerwald gearbeitet habe und die Gegend sehr gut kenne und auch, weil ich die Geschichte in der Kurzbeschreibung so spannend fand. So richtig gepackt hat mich das Buch dann aber leider doch nicht ... vielleicht lag es auch daran, dass ich es als Hörbuch gehört habe.
Anfangs kam die düstere Atmosphäre sehr gut rüber, zum Teil fast zu gut, sodass ich echt immer wieder eine Gänsehaut hatte. Manchmal habe ich die Geschichte auch als sehr schwer empfunden. All die Toten, Floras leidensreiche Lebensgeschichte, dazu Katharinas aktuelle Probleme. Das passte schon alles zusammen, war mir aber in der Gesamtheit doch etwas viel. Manchmal war es, als gäbe es gar nichts Schönes mehr ...
Gleichzeitig hat mich gestört, dass ich vieles schon vorausgesehen habe. Katharinas Mann verbirgt etwas, ja, was wohl ... und was in der Vergangenheit wirklich passiert ist, habe ich leider auch schon recht früh geahnt. So waren die letzten Kapitel dann leider keine große Überraschung mehr für mich, obwohl da allerlei Geheimnisse verschiedenener Personen aufgedeckt wurden. Schade, aber da hat es leider nur noch für drei Sterne gereicht.
Stickerliebe
Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Kindergarten von Mönch Rebecca
Mein Neffe ist zwar schon fünf, aber er liebt Sticker über alles und mag diese Hefte sehr. Da er noch im Kindergarten ist, war dieses Stickerheft von Wieso. Weshalb.Warum natürlich auch spannend und interessant für ihn.
Wir haben es gemeinsam durchgelesen und geklebt. Man merkte, dass es auch schon für jüngere Kinder geeignet ist, aber trotzdem hatten wir noch großen Spaß mit dem Buch.
Auch wenn alle Aufkleber an Ort und Stelle sind, ist das Heftchen noch bestens geeignet, um es zu lesen oder durchzublättern. Mein Neffe schaut sowas dann gerne auch alleine nochmal an und ist dabei komplett konzentriert und fokussiert.
Eine wunderbare Reihe, die uns immer wieder begeistert, und die immer wieder Spaß macht. Die vielen kleinen Infos bekommt man quasi nebenbei und es fühlt sich nicht wie lernen an, sondern nach guter Unterhaltung und Lesefreude.
Wieder ein Kracher
Oxen. Interregnum von Jens Henrik Jensen
Über den ersten Band von Oxen bin ich damals quasi aus Versehen gestolpert. Ich mochte die nordischen Autoren schon immer sehr und war neugierig auf diesen für mich noch unbekannten Schriftsteller. Dann hatte ich kaum ein paar Seiten im ersten Band von Oxen gelesen und war schon ein Fan. Die Zeilen flogen nur so dahin und ich habe das Buch geliebt.
Seitdem verfolge ich mit, was der ehemalige Soldat treibt und habe jedes einzelne Buch wieder mit großer Begeisterung gelesen.
Nun also Band 7. Ein bisschen bange war mir schon, ob ich wieder so gerne lesen würde, ob mich das Buch wieder so in seinen Bann ziehen würde, ob ich Oxen immer noch so mögen würde. Alle Fragen kann ich nun mit einem klaren Ja beantworten. Wer die vorherigen Bände mochte, wird auch diesen wieder lieben. Man kann das Buch auch gut als Quereinsteiger lesen, würde ich sagen, aber wenn man die Reihe kennt, ist es natürlich noch interessanter. Ich würde es bevorzugen, in der Reihenfolge zu lesen. Aber das ist bei mir immer so.
Wieder ist Jens Henrik Jensen ein absoluter Pageturner gelungen, der nach mehr schreit. Ich hoffe sehr, dass wir bald mehr von Oxen und seinen Mitstreitern lesen dürfen!











