Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Tee mit der Queen
Teatime mit Lilibet von Holden Wendy
"Teatime mit Lilibet" entführt uns in den Buckingham Palace der 30er Jahre - als Prinzessi Elisabeth noch ziemlich klein war. Man lernt sie hier auf eine ganz neue Art kennen, wirft aber durch die Augen von Marion auch einen sehr kritischen Blick auf das Königshaus.
Marion Crawford will eigentlich in den Elendsvierteln Kinder unterrichten, um ihnen zu helfen.
Durch ein paar Zufälle wird sie aber schließlich die Lehrerin von Prinzessin Elisabeth und ihrer Schwester Margaret. Nun will sie den beiden Prinzessinen den Blick für die Welt öffnen, dass diese es einmal besser machen. Sie fährt mit ihnen U-Bahn, geht in öffentliche Schwimmnäder und macht Weihnachtseinkäufe. Doch nicht nur die Prinzessinen, auch sie wird sich ändern.
Es macht einfach Spaß, diese Geschichte zu lesen und hinter die Kulissen der Royals in England zu blicken. Man erfährt viel Verborgenes und auch Dinge, die man sich gar nicht vorstellen kann. Ich mag, dass man das alles durch die Augen von Marion sieht, weil es so keinen verklärten Blick auf diese Welt gibt. Zudem ist das Buch wirklich gut geschrieben.
Das Buch ist wirklich toll und eröffnet einem ganz neue Welten und Blicke. Es steckt auch mit Kritik nicht zurück. Deswegen gebe ich gerne fünf Sterne.
Überraschungen auf jeder Seite
Von riesengroß bis klitzeklein von Klee Julia
"Von riesengroß bis klitzekein" ist ein wirklich interessant gestaltetes Kinderbuch, das auf jeder Seite neue Überraschungen bereithält. Der Zoomeffekt ist wirklich total gelungen und das Buch hat zudem auch noch eine wichtige Botschaft.
Die Aufmachung des Buchs ist wirklich gut gelungen.
Es fängt mit einem "normalen" Bild an, das auf der nächsten Seite schon Teil etwas viel Größeren ist. Nur ein Beispiel, um nicht zu viel vorwegzugreifen, aber das Bild von der Kuh ist nicht etwa in der Natur, wie man zunächst denkt, sondern auf einer Milchflasche abgedruckt.
Die Bilder sind schön mit Detailliebe gemalt und farbenfroh, da hat man viel zu entdecken und zu schauen. Dazu gibt es immer wieder kleine Zwei- oder Vierzeiler, die ab und zu noch etwas zum Bild beschreiben.
Neben der netten Optik vermittelt das Buch auch noch, wie wichtig Klimaschutz ist und was es für Probleme zum Beispiel mit Müll gibt - und das so klug, dass man es eigentlich gar nicht merkt.
Also wirklich ein tolles Kinderbuch, hinter dem eine kluge Idee steckt. Da gibt es nicht viel zu meckern, vielleicht hätte noch ein klein wenig Text mehr dazu gepasst.
Einmal reflektieren bitte
Das Buch eines Sommers von Bas Kast
"Das Buch eines Sommers" hat gar nicht so viele Seiten, aber jedes Wort findet einfach genau den richtigen Platz. Und es ist nicht nur zum Lesen, sondern lädt auch dazu ein, sein eigenes Leben mal zu überdenken und zu reflektieren.
Nicolas verlebt einen wunderbaren Sommer mit seinem Onkel Valentin, einen Schriftsteller, der durch eine Reihe sogar richtig berühmt wird.
Jahre später, als Nicolas schon eine eigene Familie gegründet hat, sind diese Erinnerungen verblasst. Karriere und Beruf sind in den Mittelpunkt gerückt. Doch der Tod seines Onkels lässt alte Emotionen wieder an die Oberfläche kommen - und auch ein unerwartete Gast bringt Nicolas ins Grübeln.
Dieses Buch ist zuerst eins: wunderschön geschrieben. Man fühlt sich irgendwie die ganze Zeit über gut aufgehoben, auch wenn Nicolas vielleicht oft nicht so handelt, wie man es selbst tun würde. Aber jedes Wort hat seinen Sinn, jede Wendung ist plausibel. Hinzu kommt, dass man durch das Buch einfach daran erinnert wird, was wirklich wichtig im Leben ist und das man darüber viel öfter nachdenken sollte.
Dieses Buch ist auf jeden Fall sehr lesenswert.
Hochspannung mit Escape-Feeling
Raum der Angst von Marc Meller
Dieser Thriller hat seinen Namen wirklich verdient. Schon vom ersten Kapitel an gibt es viel Spannung und in so ein Escape-Room-Spiel will wirklich niemand geraten. Ich vergebe auf jeden Fall fünf Sterne für "Raum der Angst".
Acht Teilnehmer (sieben freiwillig, eine gezwungen) neben an einem Escape-Room-Experiment teil.
Was sie nicht wissen: Dass es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie handelt, sondern sie in die Fänge von "Janus" geraten, der sein ganz eigenes Experiment spielt. Und als der erste Teilnehmer stirbt, wird aus Spaß ein Spiel auf Leben und Tod.
Ich habe von der ersten Zeile an an diesem Buch gehangen und konnte es kaum noch aus der Hand legen, weil es so spannend war. Der Thriller wechselt ständig zwischen den Personen hin und her und man gewinnt so viele verschiedene Ansichten. Ich fand es auch im genau richtigen Maß, sodass es nicht verwirrend wurde. Da ich von Escape Rooms fasziniert bin, fand ich auch die Beschreibung im Roman faszinierend, man ist immer ein bisschen mit dabei, die Rätsel zu lösen, was zusätzliche Spannung mit hineinbringt. Zudem kommt die sympathische Hannah, eine der Hauptpersonen, mit der ich besonders mitgefiebert habe.
Ich fand das Buch rundum gleungen (nur eine kleine Frage bleibt leider offen) und hochspannend, das ist auf jeden Fall ein tolles Buch für alle Thriller- aber auch für alle Escape-Room-Fans.
Eine Geschichte voller Wärme
Ein Sonntag mit Elena von Fabio Geda
"Ein Sonntag mit Elena" hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, vor allem wegen dem Erzählstil der Geschichte, der etwas ganz Besonderes ist. Und auch die Handlung und die Personen gehen einem schnell ans Herz.
Die Geschichte wird von einer Tochter erzählt, dessen Vater Ingenieur ist und, um Brücken zu bauen, um die ganze Welt reiste.
Seine drei Kinder leben nun bis auf eins, weiter weg, seine Frau ist gestorben. Mit dem Sohn in Finnland hat er manchmal Kontakt, seine Älteste kommt ab und an mit ihrer Familie bei ihm vorbei. Mit der Jüngeren, die diese Geschiche erzählt, hat er zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt. An einem Sonntag, als die älteste Tochter doch nicht zum Mittagessen kommt, lernt er Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie spontan zu sich ein.
Schon an der Beschreibung der Geschichte merkt man, dass es hier um starke Bindungen innerhalb von Familien aber auch zu völlig fremden Leuten geht. Und diese werden wunderbar transportiert.
Am besten an dem Buch hat mir der Erzählstil gefallen, weil ganz nebenbei nicht nur die gegenwärtige Geschichte, sondern auch viel aus der Vergangenheit und der Erinnerung der Tochter erzählt wird. Das ist wirklich sehr gelungen.
Man verliebt sich einfach von der ersten Seite an in dieses Buch und kann es nicht mehr weglegen.
Emotionale Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg
So weit die Störche ziehen von Theresia Graw
"So weit die Störche ziehen" ist das zweite Buch, dass ich von Theresia Graw lese. Während "Mit Hanna nach Havanna" noch ein locker leichtes Urlaubsbuch war, nimmt das hier eine ganz andere Ebene ein. Was man dem Buch besonders anmerkt ist, dass es von wahren Begebenheiten aus Graws Familie inspiriert ist.
Es geht einfach direkt unter die Haut. Dafür vergebe ich gerne fünf Sterne.
Die Geschichte beginnt 1939 in Ostpreußen, wo Dory Twardy auf dem Pferdegestüt ihrer Familie aufwächst und ihr Leben genießt. Doch schon bald wirft der Krieg die ersten Schatten auf ihr Leben, erst noch in der Ferne, ihr Vater und ihr Bruder werden eingezogen, dann erreichen sie immer mehr Schrecken. Hinzu kommt noch die Liebe, bei der gleich zwei Männer eine große Rolle spielen.
Mir hat die Geschichte von Anfang an super gefallen, vor allem wei die Hauptperson, Dora, so lebendig ist und den Leser direkt für sich einnimmt. Sie ist eine Person, die ihre Gefühle sehr stark auslebt, was auch viel Gefühl mit in die Geschichte hineinbringt.
Das Buch ist richtig gut geschrieben, man legt es ungern aus der Hand. Trotzdem hat das Buch natürlich auch seine Schattenseiten, es ist immer wieder grausam, über die Schrecken dieser Zeit zu lesen und was die Menschen dort durchmachen mussten. Ich hoffe, solche Bücher sind den Leuten eine Warnung, dass so etwas nicht wieder geschehen darf.
Wie sich eine Familie verliert
Was uns verbindet von Shilpi Somaya Gowda
In dem Buch „Was und verbindet“ geht es um eine ganz besondere Familiengeschichte, in der vieles schief geht. Genau das macht dieses Buch so besonders. Es geht nicht um Friede, Freude, Eierkuchen, sondern darum, wie sich eine Familie verliert.
Jaya lernt Ende der 80er Keith kennen, mittlerweile haben sie zwei Kinder Karina und Prem.
Doch dann wird die Familie von einer unerwarteten Tragödie erschüttert und entzweit. Das Leben ist nicht mehr das, was es vorher war, und jedes Familienmitglied geht anders damit um. Ob sie irgendwann wieder zusammenfinden können?
Was mir an dem Buch gut gefallen hat, ist, dass es aus den Sichten von allen Familienmitgliedern erzählt wird und dass es auch schon in der Kindheit von Karina und Prem beginnt und sich dann über mehrere Jahre hinfort zieht. So entsteht ein komplettes Familienbild und man kann die vielen verschiedenen Facetten erfassen. Trotzdem konzentriert sich das Buch irgendwann mehr auf Karina, was auch gut ist, weil sie die spannendste Geschichte zu erzählen hat.
Ich fand das Buch gut zu lesen, der Sprachstil ist richtig gut. Man ist auch emotional – vor allem bei der Tragödie – total mit dabei und leidet und lebt mit den Charakteren mit. Die Geschichte hat mich auch immer wieder zu Tränen gerührt. Ein paar Momente gab es bei mir, wo ich etwas gestockt habe, weil ich nicht wusste, worauf die Autorin hinauswollte. Aber am Ende gab es doch ein rundes Bild. Deswegen gebe ich für das Buch 4 Sterne und eine Leseempfehlung für die, die sich auch mal mit einer etwas traurigeren Familiengeschichte auseinandersetzen wollen.
Von Mania zur Wissenschaftlerin
Madame Curie und die Kraft zu träumen von Susanna Leonard
„Madame Curie“ hat mich von Beginn an restlos überzeugt. Ich habe das Buch nur so verschlungen, weil es so spannend war, über diese Frau zu lesen und ihre Geschichte kennenzulernen. Zudem ist das Buch auch vom Aufbau her sehr intelligent geschrieben und zeichnet ein wunderbares Bild von der jungen Mania (ihr Spitzname in der Familie) bis zur Wissenschaftlerin.
Ich bin hellauf begeistert und würde gerne noch mehr als fünf Sterne geben.
Ich denke, fast jeder kennt den Namen Marie Curie und weiß, dass sie großes in der Wissenschaft geleistet hat. Aber über ihr Leben und was genau sie getan hat, weiß man dann vielleicht doch nicht. Nachdem man dieses Buch gelesen hat, hat man das Gefühl, sie richtig zu kennen und auch viel über ihre Persönlichkeit zu wissen. Sehr nett fand ich, dass Marie ihr Leben in Rückblicken erzählt, die etwas mit ihrer Gegenwartsgeschichte zu tun haben. So lernt man ihr Leben quasi in verschiedenen Blöcken kennen. Gleichzeitig erfährt man schon etwas von der älteren Marie Curie.
Ich finde es immer interessant, über historische Persönlichkeiten zu lesen, weil man da so viel von lernen kann. Ich würde zum Beispiel behaupten, dass mir Chemie und Physik viel mehr Spaß gemacht hätten, wenn man das an solchen Personen festmacht. Während der Geschichte hat es mich total fasziniert, mitzuerleben, wie Marie ihre Experimente macht und was sie alles herausgefunden hat. Auch den Menschen Marie Curie kennenzulernen war sehr interessant, gerade wie sie sich als Frau in der männerdominierten Wissenschaft behauptet hat.
Der Schreibstil war zudem ganz wunderbar und man konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Ein absolut gelungener Reihenauftakt und ich freue mich, dass es da schon bald den zweiten Teil gibt – und hoffentlich noch viele weitere.
Klangwelt
Der Händler der Töne von Verena Petrasch
"Der Händler der Töne" entführt und in eine einzigartige Klangwelt, die zu entdecken wirklich Spaß gemacht hat. Auch die Geschichte selbst ist spannend, die Charaktere schillernd, nur das Ende kommt einen Tick zu schnell. Deswegen gibt es vier Sterne von mir für dieses Buch.
Noe kann endlich mit einem fahrenden Händler in die Klangwelt ausziehen und sie kennenlernen, dabei warten viele erstaunliche Dinge auf ihn.
Und auch über den Händler gibt es noch einiges rauszufinden.
(Ein kleiner Kritikpunkt: Das Ende vom Klapptentext stimmt eigentlich gar nicht so wirklich mit der Geschichte überein, aber es macht auch nicht großartig was aus)
Die Klangwelt fand ich wirklich faszinierend ausgedacht, es macht Spaß, die ganzen Töne zu entdecken, die überall benutzt werden, ob als Heilmittel, Badezusatz (würde ich wirklich auch mal gerne ausprobieren), oder sogar zum Essen und Tee kochen, eigentlich besteht alles aus Klängen.
Es gibt viele schillernde Charaktere, die die Geschichte besonders machen, von blutrünstigen Piraten über Zirkusartisten, Hexen, die im Wald leben und so weiter. Es gibt wirklich in jedem Kapitel etwas zu entdecken.
Die Geschichte ist spannend, es kommen ein, zwei unerwartete Wendungen, nur das Ende hat mich nicht ganz so überzeugt, zumal es auch recht abrupt endet, ein zwei weitere Kapitel zum Ausklang hätten da noch gut getan.
Trotzdem war es im Großen und Ganzen ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe.
Harry Potter für Elfen
Lia Sturmgold Die Macht der Kristalle von Ley Aniela
Lia Sturmgold ist ein nettes Elfenbuch, das gerade für Jugendliche sicher viel Spaß bringt. Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten gefühlt. Dafür gibt es sehr gute 4 Sterne (den einen Stern Abzug gibt es, weil doch noch so ein kleiner Tick Außergewöhnlichkeit gefehlt hat).
Lia ist im Park, als sie auf einmal nicht mehr in ihrem eigenen Körper steckt, sondern in dem von einer Elfe.
Und die Elfe in ihrem. Um sich zurück zu verwandeln, muss sie mit dem Bruder der Elfe in das Internat Springwasser reisen. Und dort warten noch viele Abenteuer auf sie.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es ist ein bisschen wie Harry Potter für Elfen. Und das hat durchaus seinen Reiz. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Schule, die Fächer und die verschiedenen Elfengruppen kennenzulernen. Außerdem gibt es immer Neues zu entdecken und es gibt auch immer wieder spannende Stellen.
Der Schreibstil ist für ein Jugendbuch völlig okay. Lia ist eine gute Hauptperson und sie hat zum Glück auch nicht so viele Probleme damit, ihr Elfendasein zu akzeptieren. Richtig toll sind auch ihre Zimmergenossinnen, die alle ganz unterschiedlich sind und so viele verschiedene Charaktere mit in die Geschichte bringen. Vor allem, weil dabei auch noch einige Geheimnisse zu lüften sind.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Bände dieser Reihe und bin gespannt, wie es mit Lia weitergeht.











