Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Spannendes über Hannah Arendt
Was wir scheinen von Keller Hildegard E.
Wer etwas über die berühmte Hannah Arendt wissen will, ist mit diesem Buch sehr gut dran. Ich fand es sehr spannend, ihre Gedanken und Gefühle an verschiedenen Stationen in ihrem Leben kennenzulernen. Dafür gebe ich vier Sterne.
Das Buch erzählt von Hannah Arendts Reise 1975 in die Schweiz, wo sie viele Urlaube verbracht hat.
Aber von dort erinnert sie sich in ihren Gedanken an bewegte Stellen in ihrem Leben, zum Beispiel zum Eichmann-Prozess nach Jerusalem, nach Berlin und Paris, nach Marseille und in die USA.
Das Buch ist in drei Teile eingeteilt und wechselt zwischen den verschiedenen Orten und Jahren hin und her. Die Wechsel sind gut gelungen, ich habe mich damit nicht überfordert gefühlt. Die Abwechslung erhält die Spannung der Geschichte und es wird nicht langweilig. Ein bisschen Probleme hatte ich mich den ganzen Nebenfiguren, ich weiß nicht, ob ich mich da nicht genug konzentriert habe, oder ob es einfach zu viele sind, aber ich war mir gerade bei den männlichen Namen nie so ganz sicher, wer es wirklich war. Aber groß gestört hat mich das nicht.
Der Schreibstil ist dem Buch angemessen, finde ich, also schon nicht ganz so einfach aber trotzdem gut zu lesen. Das Buch hat auch 500 Seiten, also allzu schnell ist man nicht durch. Am interessantesten war es einfach, diese tolle Frau näher kennenzulernen und verschiedene Facetten von ihr zu sehen. Ich wusste vorher noch nicht allzu viel von Hannah Arendt und finde dieses Buch sehr gut, um einiges von ihr zu lesen, auch wenn natürlich ihre Biografie noch deutlich vielfältiger ist. Deswegen gebe ich gerne eine Leseempfehlung.
Authentisch, aber mit Schwächen
Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern von Nuala O'Connor
„Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern“ hat nicht ganz meine Erwartungen erfüllt, ist aber trotzdem ein gutes Buch. Der Anfang ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, aber dann wird es immer besser. Dennoch bleibe ich bei drei Sternen.
Als Nora Barnacle James Joyce kennenlernt, ist es schnell um sie geschehen.
Zusammen lassen die beiden Irland hinter sich und versuchen ihr Glück in anderen Ländern Europas. Dabei muss Nora die Familie zusammenhalten, obwohl James sie nicht heiratet. Das Geld ist knapp und James ist entweder am Schreiben oder am Trinken. Bald kommen auch Kinder hinzu und die Reise geht an viele verschiedene Orte.
Wie oben schon geschrieben, ist der Anfang wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Nora und James benutzen ziemlich vulgäre Ausrücke als Liebkosungen. Irgendwie ist das authentisch, weil beide aus „einfacheren“ Häusern kommen, aber manchmal wäre vielleicht weniger mehr gewesen. In Nora kann man sich auf jeden Fall von Anfang an hineinversetzen und als das Vulgäre weniger geworden ist, habe ich die Geschichte auch immer lieber gelesen.
Was mir am meisten an der Geschichte gefallen hat, war der Blick in das Leben von diesem bekannten Autor und natürlich vor allem seiner Frau, die oft keinen einfachen Stand hatte. Sie war auf jeden Fall eine sehr starke Frau und ich finde es toll, dass ich sie kennenlernen durfte. Sie hat sicher einiges zum Erfolg von Joyce beigetragen.
Was mir auch nicht ganz so passend erscheint, ist der Titel. Zwar liest Nora mal ein paar Groschenromane und im übertragenen Sinne könnte man die „Liebe zu den Büchern“ damit übersetzen, dass sie ihrem Mann den Rücken freigehalten hat, damit er schreiben kann. Aber das erscheint mir doch eher sehr weit hergeholt. Der Titel der Originalausgabe hätte mir besser gefallen.
Eine starke Frau im Hintergrund
Lady Churchill von Benedict Marie
„Lady Churchill“ ist ein tolles Buch über ein starke Frau, von der man eigentlich gar nichts weiß – zumindest ging es mir so. Von Winston Churchill hat man natürlich schon gehört, aber von Clementine? Deswegen bin ich sehr froh, dass Marie Benedict diese Geschichte erzählt und die Rolle, die Clementine auch für die damalige Politik gespielt hat.
Sie war nämlich viel mehr als nur die Frau eines Politikers.
Clementine und Winston Churchill fühlen sich seit ihrem ersten Treffen zueinander hingezogen und ihre Heirat ist deswegen keine Überraschung. Von Anfang an unterstützt Clementine ihren Gatten bei seinen politischen Aktivitäten, nimmt aber auch gleichzeitig die häuslichen Aufgaben wahr, versucht mit wenig Geld zu haushalten und versucht, sich um ihre fünf Kinder zu kümmern, die aber oft hinter der Politik etwas zurückstehen müssen. Hinzu kommen so einige Krisen, private wie politische, die die Familie Churchill bewältigen muss. Bei alldem kommt aber heraus, was für eine starke Rolle Clementine in der damaligen Zeit gespielt hat und dass sie auch selbst politisch sehr aktiv war.
Das Buch ist, wie auch schon Frau Einstein, der erste Teil dieser Reihe über Frauen im Schattender Weltgeschichte, sehr gut geschrieben. Der Schreibstil ist toll und man hat mit jeder Seite das Gefühl diese Frau richtig gut zu kennen. Ihre Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte werden gut und authentisch dargestellt, zum Beispiel ihre Zerrissenheit zwischen ihren Kindern und dem Drang, sich politisch zu betätigen und ihren Mann zu unterstützen. Die Ausschnitte aus ihrem Leben sind auch gut gewählt, sodass man das Gefühl hat, alle wichtigen Passagen miterlebt zu haben. Zudem ist das Buch auch sehr abenteuerlich, weil auch das Leben der Churchills sehr abenteuerlich war. Ich konnte es nur selten aus der Hand legen, weil ich so von der Geschichte und von Clementine gefesselt war. Unglaublich, dass sie für ihr ganzes Handeln so wenig Anerkennung bekommen hat und von den damaligen Politikern so kleingehalten wurde.
Ich gebe auf jeden Fall fünf Sterne für dieses Buch und hoffe, dass es bald den nächsten Teil dieser tollen Reihe zu lesen gibt.
Aus dem Leben einer Künstlerin
Die Bildhauerin von Pia Rosenberger
Eine tolle Frau, ein tolles Buch, eine tolle Geschichte. Ich habe jede Seite von „Die Bildhauerin“ genossen und mit Freude von der starken Frau Camille Claudel gelesen, die sich als Bildhauerin in einer wahren Männerdomäne behauptet. Wenn da nur nicht die Liebe zu Auguste Rodin wäre.
Denn die macht vieles schwieriger.
Camille kommt 1881 nach Paris um dort Kunst zu studieren. Auch wenn sie einige Förderer hat, weht ihr doch auch viel Wind von Männern entgegen. In einem Atelier zusammen mit Freundinnen kann sie sich mehr ausleben. Unterschiedliche Auffassungen gibt es auch in ihrer Familie, ihre Mutter ist nur daran interessiert, sie zu verheiraten. Camille jedoch hat ihre Liebe in einen gebundenen Mann gefunden: Auguste Rodin, ebenfalls berühmter Bildhauer.
Ich konnte mich sofort in Camille reinversetzen und habe ihre Geschichte aufgesogen. Sie war wirklich eine besondere Frau und ich finde es toll, wie sie sich durchsetzt. Nur ihre Liebe zu Rodin ist sehr schwierig. Man weiß, dass er nicht gut für sie ist und ihr gleichzeitig doch so viel gibt. Die Geschichte ist sehr schön aufgebaut, immer wieder gibt es Rückblicke, die einen auch in die Vergangenheit von Camille eintauchen lassen. Ganz besonders beschrieben ist Camilles Verhältnis zu ihrer Kunst, die wird dadurch richtig lebendig. Der Schreibstil ist wirklich schön.
Geschichten von starken Frauen haben mich schon immer fasziniert und auch diese hier hat meine Erwartungen wieder weit übertroffen. Das einzige, was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein Schlusswort oder auch nicht eine kleine Erkärung der Autorin gewesen. Trotzdem gibt es klare fünf Sterne von mir.
Wieder sehr spannend
Internat der bösen Tiere, Band 3 - Die Reise von Gina Mayer
„Das Internet der bösen Tiere - Die Reise“ ist der dritte Teil dieser Reihe, die ich von Anfang an lieb gewonnen habe. Die Idee zu diesem Buch hat mir schon im ersten Teil gefallen und deswegen freue ich mich immer schon auf die Fortsetzungen, die jedes Mal neue Aspekte, neue interessante Tiere und jede Menge Spannung mitbringen.
So auch dieser Teil.
Noel ist seit ein paar Monaten im Internat der bösen Tiere und hat seitdem schon einiges erlebt. Und auch dieses Mal überschlagen sich die Ereignisse. Mrs. Moa, die Direktorin, verschwindet und ihr Abschiedsgeschenk an Noel verschwindet spurlos. Um neue Antworten über seine Herkunft zu kriegen, trifft Noel schließlich sogar die Entscheidung, die Inseln, auf denen das Internat liegt, zu verlassen.
Die Geschichte ist einfach toll und spannend und jedes Mal gibt es neben den bekannten Hauptfiguren neue tolle gefährliche Tiere, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen. An Spannung fehlt es dabei auch nie, auch in diesem Buch kommen wir Noels Familiengeschichte wieder ein Stück näher.
Schöne Illustrationen über jedem Kapitelanfang und die Übersichtskarte über die verschiedenen Inseln runden das Leseerlebnis ab (nicht zu vergessen das tolle Cover mit Loch, das jedes Mal ein Hingucker ist und über das man die ganze Zeit mit dem Finger fahren muss.
Wer die Reihe schon kennt, sollte auf jeden Fall auch diesen Teil lesen (die Leseprobe für den nächsten Band ist auch schon mit dabei). Ohne Vorkenntnisse kann man das Buch lesen, würde ich aber nicht empfehlen, es ist schon besser, die anderen Teile zu kennen, auch wenn zu Beginn einiges nochmal erklärt wird. Auf jeden Fall gibt es auch für dieses Buch wieder 5 Sterne und ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen.
Zwei Frauen, zwei Schicksale
Lebenssekunden von Fuchs Katharina
Das ist das dritte Buch von Katharina Fuchs, das ich lese – und in meinen Augen bisher auf jeden Fall das beste. Die Geschichte ist so gut und authentisch geschrieben und nimmt den Leser gefangen, dass man eigentlich gar nicht mehr mit Lesen aufhören will. Dafür gibt es von mir auf jeden Fall fünf Sterne.
In dem Buch geht es um zwei junge Frauen. Angelika lebt in Kassel und hat gerade die Schule abgebrochen. Sie träumt von einer Ausbildung als Fotografin, was sie später auch bekommt und sie schließlich als eine der ersten Frauen Fotojournalistin werden lässt. Christine wächst hingegen in der DDR auf. Sie ist eine Kunstturnerin mit viel Talent. Dafür trainiert sie hart, eigentlich sogar zu hart. Aber wenn sie die DDR bei den Olympischen Spielen vertreten will, bleibt ihr keine Wahl.
Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Angelika und Christina erzählt, was nicht nur für die Spannung sehr zuträglich ist, sondern auch sehr gut den Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland zur Geltung bringt. Da merkt man auch, dass hier eine super Recherchearbeit von der Autorin geleistet wurde.
Die beiden Mädchen schließt man von der ersten Seite an ins Herz und fiebert auf ganz unterschiedliche Weisen mit ihnen mit. Auch die Beschreibungen ihrer „Berufe“ sind sehr gut gelungen. Bei Angelika lernt man viel über Fotografie und dann später auch über den Journalismus der damaligen Zeit. Bei Christine über den Sport in der DDR. Besonders die Beschreibung der Wettkämpfe war da sehr interessant.
Ich hätte wirklich gerne noch weiter vom Schicksal dieser beiden jungen Frauen gelesen, auch wenn das Buch an sich einen guten Schlusspunkt findet. Aber es war einfach so schön und spannend. Ein Pluspunkt ist noch die Nachlese am Ende des Buchs, wo der weitere Werdegang der Hauptpersonen beschrieben wird, sodass man da keine Spekulationen ansetzen muss.
Wunderschöner historischer Roman
Die Kannenbäckerin von Annette Spratte
„Die Kannenbäckerin“ ist ein wunderschöner historischer Roman, der super viel Freude zum Lesen bereitet: klare fünf Sterne.
Johanna verliert ihre gesamte Familie an die Pest und geht deswegen zu ihrem Onkel, den sie aber nie kennengelernt hat. Ihre Nachbarin überredet sie dazu sich als Junge zu verkleiden, um ungefährdeter reisen zu können.
Und auch bei ihrem Onkel gibt sie sich schließlich als Junge aus und darf so das Töpferhandwerk erlernen. Ob das auf Dauer gut geht?
Schon von der ersten Sekunde an war ich in dem Buch völlig versunken. Mit Johanne fühlt man sich sofort verbunden und nahe, und freut sich einfach nur, dieses Abenteuer mit ihr erleben zu können. Und Abenteuer ist genau das richtige Wort, denn an Spannung mangelt es in dem Buch sicher nicht. Immer wieder passiert etwas. Hinzu kommen die interessanten Beschreibungen des Töpferns. Ich mag es einfach, wenn solche Handwerke ganz traditionell beschrieben werden, da kann man viel lernen. Und man sieht, welche Arbeit die Autorin in das Buch gesteckt hat, weil alles sehr authentisch ist. Auch die historische Beschreibung der Zeit des 30-jährigen Krieges ist gut gelungen und der Schreibstil richtig toll zu lesen
Auch die anderen Charaktere haben mir durchweg gut gefallen. Manche sind zwar auf den ersten Blick nicht gerade einfach, aber wenn man hinter die Fassade schaut, ist wieder alles anders. Natürlich erzählt das Buch auch von schwierigen Zeiten, da muss man an der einen oder anderen Stelle schon schlucken, auch von Folter ist zum Beispiel zu lesen. Aber das hat damals nun mal dazu gehört.
Eine klare Leseempfehlung für dieses Buch!
Es hätte mehr passieren müssen
Aus der Mitte des Sees von Moritz Heger
„Aus der Mitte des Sees“ war ein gutes Buch, was mich aber doch nicht ganz so sehr abgeholt hat. Es passiert insgesamt einfach zu wenig, auch wenn es durchaus interessante Gedankengänge beschreibt. Ich vergebe hierfür drei Sterne.
Die Handlung spielt in einer Benediktinerabtei, wo sich Mönch Lukas Gedanken über sein Leben macht.
Vor allem, weil sein bester Freund im Kloster dies vor kurzem verlassen und eine Familie gegründet hat. Das bringt ihn zum Nachdenken. Dabei spielt auch die Besucherin Sarah eine große Rolle. Immer im Mittelpunkt: der Steg am See.
Was das Buch wirklich schafft, ist es, auch einen selbst zum Nachdenken anzuregen. Bei Lukas prallen gerade viele Lebenssituationen aufeinander, die man sich unwillkürlich auch selbst vor Augen führt. Da spielt auch so eine gewisse philosophische Ebene mit rein, was ich durchaus interessant fand. Trotzdem hätte es in meinen Augen von der Geschichte her spannender und interessanter sein müssen. Ein bisschen mehr „Action“ sage ich gerne, hätte dem Buch gut getan. Ich war ein paar Mal kurz vor dem Punkt, mich zu fragen, ob ich wirklich noch weiterlesen will. Obwohl es jetzt auch nicht allzu schwierig war, das Buch fertig zu lesen.
Der Schreibstil ist völlig okay, nur manchmal ein bisschen verwirrend, wenn er zwischen verschiedenen Situationen hin und her springt. Im Großen und Ganzen war es trotzdem gut zu lesen. Für Leute, die gerne Bücher zum Nachdenken lesen, ist das Buch sicher genau richtig, für rasantere Geschichtenliebhaber, könnte es ein bisschen schwierig werden.
Ein besonderes Mädchen
Elchtage von Malin Klingenberg
"Elchtage" ist in erster Linie ein Buch über das Erwachsenwerden und behandelt vor allem das Thema Freundschaft, aber auch ein bisschen Natur und Umwelt und auch ein bisschen Verliebtsein. Ich finde, es ist ein gelungenes Jugendbuch, auch wenn es vielleicht nicht ganz so im Gedächtnis bleibt.
Deswegen vergebe ich gute drei Sterne.
Johanna ist gerade in die Mittelstufe gekommen. Ihre Freundin Sandra hat aber entschieden, ihre Freizeit lieber mit den "coolen", beliebten Mädchen zu verbringen. Weswegen Johanna nur umso mehr Zeit in ihrer Hütte im Wald verbringt. Dort trifft sie eines Tages Elche, die zum Trinken an den See kommen. Und dann sind sie wieder weg. Ob ein "seltsamer Junge" ihr weiterhelfen kann?
Ich mag die Themen, die in diesem Buch angesprochen werden, die wichtig für Jugendliche sind und ihnen vielleicht helfen können, damit besser klarzukommen. Es wird gut geschildert, wie man eine schwierige Zeit überwinden kann. Johanna ist auch ein toller Charakter. Was mir gerade am Anfang des Buches ein bisschen zu kurz gekommen ist, ist noch ein bisschen mehr Abenteuer. Es war nicht unspannend, das auf keinen Fall, aber es war auch nicht ganz so mitreißend, wie ich es von anderen Büchern kenne. Aber trotzdem habe ich nie darüber nachgedacht, das Buch nicht fertig zu lesen.
Auch der Schreibstil ist nämlich sehr angenehm zu lesen. Die Beschreibungen vom Wald und den Elchen sind sehr gelungen. Ich denke einfach, dass das ein Buch ist, zu dem sich jeder selbst eine Meinung bilden muss.
Geht ans Herz
Heimweh nach uns von Helen Schreiber
„Heimweh nach uns“ ist ein sehr berührender Roman, der keine kitschige Liebesgeschichte erzählt, sondern einfach das wahre Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Dadurch wird der Liebe aber ein noch höherer Wert zugestanden. Ich habe das Buch sehr genossen und gebe sehr gute vier Sterne.
Lena ist eigentlich glücklich mit Malte verheiratet, aber seit einiger Zeit überfordert sie der Alltag mit Job und Kindern immer mehr.
Eher unfreiwillig nimmt sie einen Gutschein für einen Yoga-Kurs von ihrer Schwester entgegen, der sie zu Reik führt. Bei ihm fühlt sie sich leicht und unbeschwert, aber kann das wirklich die Lösung sein?
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und passend zur Geschichte, da gibt es nichts auszusetzen. Mit der Hauptfigur Lena konnte ich mich sofort identifizieren. Sie macht eine schwere Zeit durch, wie jeder von uns mal und das macht sie so nahbar. Auch wenn ich mich nicht in allen Situationen so wie sie entschieden hätte, war ich mit ihr immer auf einer Wellenlänge und habe mit ihr mitgefühlt. Die Kinder Mila und Jonte machen die Geschichte sehr lebendig und die Schwester Judith bringt so einen schönen ausgeglichenen Pol mit. Die Charaktere sind vielschichtig und lebensecht.
Was ich an dem Roman sehr mochte, ist die Botschaft, die er transportiert. Dass man seine Träume nicht aus den Augen verlieren darf und sich nie zu viel zumuten sollte. Außerdem lernt man noch eine Menge über Yoga und Entspannung. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall gerne weiter, weil sie einfach ans Herz geht und schön erzählt ist.











