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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Michaela:

Vielschichtige Familiengeschichte

Treibgut von Adrienne Brodeur

'Treibgut' erzählt die Familiengeschichte der Gardeners im Jahr 2016. Im Sommer wird der geniale Meeresforscher und Vater Adam 70 und möchte noch einmal alle Welt beeindrucken. Ob dies gelingt oder nicht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Daneben lernen wir auch die Künstlerin Abby kennen, welche sich mit einem Job als Lehrerin über Wasser hält.

Ihr älterer Bruder hingegen ist ein erfolgreicher Immobilien-Manager und angehender Politker.
Der Roman wird aus der Sichtweise der jeweiligen Personen erzählt, dies ist meiner Meinung nach ein gutes Mittel, um die Konflikte und Beziehungen der Protagonisten untereinander verstehen zu können. Ein Nachvollziehen der Gefühle und Beweggründe wird mir hierdurch erleichtert, auch wenn mir die Personen nicht immer sympathisch sind und ich mir bei manchen durchaus mehr Entwicklung gewünscht hätte.
Fazit: Ein Roman welcher gekonnt eine Familiengeschichte aufzeigt. Wie Ereignisse von Personen unterschiedlich wahrgenommen werden und welchen Einfluss diese haben können. Dennoch wird nicht zu sehr in die Tiefe gegangen und für mein Gefühl bliebt am Ende doch einiges offen.

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Leichter Sommerkrimi!

Der blaue Salamander von Luca Ventura

Luca Ventura versteht es die Atmosphäre von Capri abzubilden. In einer bildhaften Sprache erzählt er wie der Inselpolizist Enrico Rizzi und Antonia Cirillo im Mordfall von Rosalinda ermitteln. Mit ausreichend lokalkolorit wird der Spannungsbogen gekonnt gesetzt. Erst gegen Ende erhalten wir die ersten Hinweise auf den Täter und die Hintergründe der Tat.

Auch die agierenden Personen werden liebevoll gezeichnet und sind mir sehr sympathisch. Man erfährt einiges über diese, jedoch ohne ein verlieren in Details. Ich wurde ab der ersten Seite in die Geschichte gezogen und habe das Buch nur schwer aus der Hand legen können.
Das Cover finde ich gut gelungen und weist auf den sommerlichen Inhalt hin.
Mein Fazit: Ein gelungener, langsamer und leichter Sommerkrimi, der gemächlich voranschreitet und Urlaubsstimmung verbreitet. Perfekt für einen Sommertag im Liegestuhl.

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Ein Sommer auf Fire Island

Bad Summer People von Emma Rosenblum

Wir verbringen eine Sommer mit wohlhabenden New Yorker Familien auf Fire Island. Wir erfahren wie diese ihre Tage mit Tennis und Cocktail Partys verbringen. Im Laufe des Romans werden mehr oder weniger dunkle Geheimnisse gelüftet und schwierige Beziehungen gezeigt, welche allerdings in der Bussi-Bussi Gesellschaft entsprechend überspielt werden.

Der Schreibstil ist angenehm, dennoch habe ich oft das Gefühl seitenweise über Nebenstränge, von Nebendarstellern zu lesen, welche für die Geschichte wenig bis keine Bedeutung haben - detaillierte Wegbeschreibungen, welche Marken und Kleidung getragen wird, Ansichten und Problem von Personen welche dann kaum mehr erwähnt werden. Auch waren die aufgedecken Geheimnisse für mich nicht besonderes außergewöhnlich oder gar schockierend, irgenwie bleibt man hier dann oberflächlich. Die vielen Namen verwirren ebenso und ich brauchte eine Weile um diese richtig zuzuordnen. Leider konnte mich Bad Summer People nicht richtig überzeugen.

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Warmherzig und stimmungsvoll

Das Fenster zur Welt von Sarah Winman

Vorallem beim Lesen der zweiten Hälfte von 'Das Fenster zur Welt' bin ich ganz in die beschriebene Welt eingetaucht und konnte Florenz vor mir sehen. Der ruhige und stimmungsvolle Erzählstil hat mich voll eingenommen und ich bin in dem Buch versunken und konnte es kaum aus der Hand legen. Mir sind Ulysses, Cress, Alys, Peg, Pete und Evelyn sehr ans Herz gewachsen - ganz besondere Menschen, welche mit viel Tiefgang beschrieben werden.

Die Erzählung über Freundschaft, Liebe, Sehnsucht, Güte, Trauer und neuanfangen und neuerfinden hat mich sehr berührt und auch nach dem Lesen noch nachgehallt. Ich fühle mit den Personen - Freude, Neugier, Mut aber auch Verzweiflung und tiefe Trauer.
Das Cover spiegelt die Stimmung des Romans sehr gekonnt wider und gefällt mir ebenso sehr gut.
Mein Fazit: Ein langsamer, leiser und warmherziger Roman mit viel Gefühl. Einfach schön und zum immer wieder lesen.

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Spannend mit Luft nach oben

Die Auszeit von Emily Rudolf

'Die Auszeit' fängt wahnsinnig stark an und ich war nach wenigen Seiten voll in der Geschichte. Über verschiedene Perspektiven und Zeitstränge wird erzählt, wie eine Gruppe von Influenzern einen Meilenstein feiern möchten. Dabei geschieht ein Mord und nun gilt es diesen zu klären.

Die verschiedenen Charaktere werden gut dargestellt und ich konnte mir die verschiedenen Typen gut vorstellen, auch wenn mir niemand richtig sympathisch wird.

Es werden Geheimnisse aufgedeckt, es werden mögliche Motive geliefert und schwierige zwischenmenschliche Beziehungen beschrieben. Und so schnell und intensiv die Geschichte beginnt, schleichen sich doch Längen ein. Manche Themen welche kaum zum Fortgang der Geschichte beitragen werden mir für meinen Geschmack zu intensiv beleuchtet und auch zu oft wiederholt und thematisiert.

Fazit: Ein spannender Thriller, welcher für mich nicht ganz überraschend endet, dennoch viel Raum für Spekulationen bietet.

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Eintauchen in Vidas Gefühlswelt

Was das Meer verspricht von Alexandra Blöchl

Der Schreibstil von Alexandra Blöchl gefällt mir sehr gut. Er ist kurz und prägnant und schafft es wahnsinnig gut die verschiedenen Stimmungen zu erzeugen. Ich kann beim Lesen fast Vidas Emotionen spüren.

Am Anfang war ich von der Geschichte gefesselt - die mutige, unangepasste Marie und die kontinuierlich, ruhige Vida.

Die klar ihr Leben vor Augen sieht. Wie werden sich die beiden beeinflussen? Was können sie von einander lernen? Zwischenzeitlichen dachte ich mir, wie kitschig und klischeehaft sich die Geschichte gewandelt hat und war fast etwas genervt, dass aus dem spannenden Beginn nicht mehr gemacht wurde. Um dann wieder voll in die Geschichte hineingezogen zu werden, mit Wendungen, welche für mich nicht vorhersehbar waren.

Mein Fazit: Ein guter und lesenswerter Roman, auch wenn er bei mir widersprüchliche Gefühle auslöst.

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Atmosphärisch und tiefgreifend

Das andere Tal von Scott Alexander Howard

Der Schreibstil von Scott Alexander Howards ist angenehm ruhig und unaufgeregt ohne zu langweilen. Er schafft es eine Atmosphäre zu schaffen in die man eintauchen kann. Die agierenden Personen werden mit einer Tiefe dargestellt, dass ich sie vor mir sehen konnte und mit ihnen mitlebe. Ich war von Kapitel zu Kapitel gespannt wie sich die Geschichte weiterentwickelt und konnte den Roman kaum weglegen.

Als Leserin stelle ich mir die Fragen: Warum handelt Odile in dieser Situation so? Warum nutzt sie die bietenden Möglichkeit nicht? Aber auch was würde ich in dieser Situation machen? Wie würde ich reagieren?
Mein Fazit: Ein Roman, der einen einsaugt, mit Charakteren die einen ans Herz wachsen. Aber auch ein spannendes Gedankenexperiment, was wäre wenn es die Möglichkeit geben würde, 20 Jahre in die Vergangenheit oder Zukunft zu reisen.

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Tiefsinnig und berührend

Lichtungen von Iris Wolff

Das Buch hat einen angenehmen und ruhigen Stil, welcher die ganz besondere Stimmung des Romans unterstreicht. Die Geschichte wird rückwärts erzählt, wodurch eine eigene Dynamik erzeugt wird. Ich finde es sehr spannend, wenn man erst im Nachhinein erfährt, wieso sich gewisse Situationen ergeben haben bzw.

wodurch diese hervorgerufen wurden.

Die Charaktere Lev und Kato waren mir bereits nach den ersten Seiten sehr sympathisch und vor allem Lev wird in weiterer Folge sehr tiefgründig vorgestellt.

Dem Roman gelingt es auf sehr feine Weise die Atmosphäre in Rumänien in den 80iger und 90iger Jahren darzustellen und zeigt auch die verschiedenen Herausforderungen, welche die Zeiten mit sich bringen.

In Summe ein nachdenklicher, tiefgründiger Roman über Freundschaft, Liebe und die Wirrungen des Lebens, sowie über das Dableiben, Weggehen und Zurückkommen. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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