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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

Spannend und emotional

Das Finale der spannenden Urban Fantasy Serie rund um die Londoner Totenbändiger gibt nochmal alles. Die vierte Unheilige Nacht steht bevor und somit auch das letzte Ritual, um die verborgenen Zwillinge ihren Trägern Cam und Blaine zu entreißen. Zwar ist Cam gegenüber Blaine wissentlich im Vorteil und weiß, was das Ende des Rituals noch für ihn bereithalten würde, doch ist fraglich, ob seine Freunde und Familie ihn rechtzeitig aus Cornelius Carltons Gefangenschaft befreien können.

Jeder Menge Action, Spannung und tragischen Momenten folgen im Anschluss noch Szenen aus dem Leben der Hunts und ihrer Freunde, welche die Serie angenehm ausklingen lassen. Mit diesem finalen Band schafft die Autorin es, am Ende ein wohliges Gefühl zu hinterlassen und dass keine weiteren Fragen offen bleiben. Ein wunderschönes Ende einer sehr gelungenen Serie!

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Gute Idee völlig unrealistisch umgesetzt

Die versteckte Apotheke von Sarah Penner

London, Ende des 18. Jahrhunderts: Für die Probleme der Frauen gibt es einen Geheimtipp, eine versteckte Apotheke, in welcher Nella die passenden Mittelchen unter der Hand an ihre Kundinnen verkauft. Egal, ob es sich um Migräne, Menstruationsbeschwerden oder den untreuen Ehemann handelt, für alles weiß Nella eine Lösung, welche den Frauen Linderung verschafft.

Manchmal auf radikale Weise. Auch die 12-jährige Eliza benötigt ein Mittel für ihre Hausherrin, deren Gatte immer mehr zum Problem wird. Fasziniert von der Möglichkeit der vielen Reagenzien steht Eliza schon bald erneut bei Nella im Raum.
London, Gegenwart: Die Amerikanerin Caroline reist allein nach London, um den Kopf frei zu bekommen. Sie steht vor einem Umbruch im Leben, an welchem nicht nur ihr untreuer Ehemann Schuld trägt. Doch erst ein Zufallsfund beim Mudlarking in der Themse weckt ihr über die Jahre eingeschlafenes Interesse, historische Details zu recherchieren. Hierbei stößt sie schon bald auf Nellas Vermächtnis.
Ich freue mich über Bücher, in denen starke Frauen Geschichte schreiben, gern auch im Wechsel mit Szenen in der Gegenwart. Die Beschreibung deutete darauf hin und der Einstieg hatte auch zunächst einen gewissen Sogeffekt auf mich. Was dann folgte war leider enttäuschend. Die vermeintlich intelligenten Frauen wurden mal wieder unnötig dämlich präsentiert. Da wär z. B. Nella, die aus persönlichen Gründen anderen Frauen eine giftige Revanche gegenüber der Männerwelt ermöglichen will und verständlicherweise im Geheimen arbeitet. Dann aber notiert sie sich detailliert, welcher Frau sie welches Gift für welches Opfer mitgegeben hat - bei einer Entdeckung das Todesurteil für die halbe Londoner Damenwelt! Warum macht sie solch einen Blödsinn, aus romantischer Verklärtheit? Mir völlig unverständlich. Ebensowenig wie Caroline, die in die Hausfrauenfalle getappt ist und für ihren Ehemann und dessen Karriere sämtliche eigenen Zukunftspläne auf Eis legte, bis dieser andere Frauen interessanter fand. Und nun versinkt sie in Selbstmitleid und findet einen geheimen Raum mitten in London gelegen, welchen die letzten 200 Jahre niemand entdeckt haben soll? Zu blöd, bei nächtlichen Erkundungen eine Taschenlampe mitzunehmen oder wenigstens ihr Smartphone vorher aufzuladen ist sie zudem, was die Frauenwelt selbst in der Gegenwart mal wieder unnötig dämlich wirken lässt. Als sie dann auch noch auf die primitive Mitleidstour ihres Ehemanns hereinfiel wär mir fast der Kragen geplatzt, ebenso dass sie Bestätigung von anderen benötigte, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Sind Frauen in den Augen der Autorin so? Ich hoffe nicht!
Stilistisch wird die Handlung aus den Perspektiven von Nella, Eliza und Caroline erzählt, was eine angenehme Abwechslung mit sich bringt. Dass alle drei Frauen unnötig naiv und theatralisch präsentiert werden in verschiedenerlei Hinsicht zeichnet enttäuschenderweise ein veraltetes Frauenbild, nach welchem das weibliche Geschlecht zu blöd ist, um vorrausschauend zu planen oder logisch zu denken und am Ende sowieso auf die Männerwelt hereinfällt. Diverse weitere unlogische Details unterstreichen das Ganze noch zusätzlich. Positiv zu erwähnen wär lediglich noch der Anhang mit ein paar von Nellas Rezepten, die sind ganz unterhaltsam zu lesen.
Naive Klischeecharaktere und eine unrealistische Handlung werden hier leider dem Versuch, ein starkes Frauenbild zu präsentieren, in keinster Weise gerecht.

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Neue Verbündete und alte Feinde

Das Erbe der Macht - Band 33: Aschezeit von Andreas Suchanek

Noch immer stehen Alex und seine Freunde vor dem Problem der aufgesplitteten Zeitlinie, was den Monstern des Anbeginns von Minute zu Minute mehr in die Klauen spielt. Neuen Schwung bringen weitere Charaktere in die Handlung, von denen eine Person bereits früher am Rande Erwähnung fand, während Edisons Agent Oliver nun endlich aus der Versteinerung befreit werden kann.

Entsprechend geht die Handlung zum Teil diesmal in der düsteren Zukunft voran, in welcher Max und Titik mit ihren Freunden festhängen. Überraschungen gibt es natürlich wieder in jedem Handlungsstrang, das Auge benötigt mal vor Lachen und mal vor Entsetzen ein Taschentuch gegen die Tränen und so manche kleinen Ziele werden hart erkämpft, während an anderer Stelle neue Baustellen und Verluste zutage treten. Für Spannung und Überraschungen sorgt auch diese Folge wieder auf voller Länge sowie für ein wenig Entchaotisierung im Raumzeitgewirr. Garantierter Lesespaß inbegriffen!

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Gefährliches Abenteuer neben oberflächlichem Hintergrund

Keeper of the Lost Cities - Die Flut (Keeper of the Lost Cities 6) von Shannon Messenger

Sophies menschliche Eltern wurden von den Neverseen entführt - nach Nightfall, dem mysteriösen Ort, welcher mit Keefe und seiner Mutter in Verbindung zu stehen scheint. Der Ort, welchen Sophie und ihre Freunde bislang vergeblich gesucht haben. Hilfe erhalten sie ausgerechnet von der gegnerischen Seite: Keefes Mutter ist bereit, gegen einen Deal zu helfen.

Doch was die Elfen bei ihrer Suche an Geheimnissen herausfinden, sprengt jegliche Vorstellungskraft.
Mit dem Alter der Protagonisten wird auch deren Abenteuer nun etwas reifer. Im Gegensatz zu früher arbeiten die Kinder und Erwachsenen immer mehr im Team zusammen und auch die Aufgaben und Entdeckungen werden anspruchsvoller. Der Versuch der Autorin, mit den Vorurteilen gegen die Oger aufzuräumen, gelingt leider nur bedingt, da sie kurz darauf erneut den Ogerkönig mit einem üblen Klischee belegt, ziemlich enttäuschend. Dafür bringt eine neue Ogerfigur frischen Wind in die Erzählung, da diese, neben Sophies menschlicher Schwester, die Elfenwelt mit kritischen Augen als das sieht, was sie wirklich ist: Die Autorin lässt die arroganten Elfen leben, als sei jeder Tag Kindergeburtstag mit Glitzer, tollen Klamotten und Essen, welches nach Süßigkeiten und Fast Food schmeckt. Ein Umstand, wodurch diese Kitsch-Welt nie anderen Fantasiewelten das Wasser reichen wird.

„ Seine Vorstellung von einem aufregenden Abenteuer ist, sein Haar in die andere Richtung zu scheiteln.“ (Zitat S. 137)

Die Interaktionen zwischen den Charakteren machen mittlerweile richtig Spaß zu lesen, zumal hier und da auch ein paar freche Sprüche fallen, gewohnheitsmäßig von Keefe, aber auch von Tam Song. Nervig ist leider Sophies Einstellung, sich drei Jungen gleichzeitig warm zu halten, was mitterweile auch ihre Freunde kommentieren. Regelrecht erschreckend empfand ich Sophies Einstellung, ihren eigenen Spaß höher zu gewichten als die Sicherheit des Alicorns Silveny und ihrem ungeborenen Fohlen. Die Erwartung, sich nur zum Vergnügen für Sophie in Gefahr zu begeben, war mir regelrecht zuwider, zumal sie auch kein Problem damit hat, ihr Haustier allein in einem kleinen Käfig zu halten. Hier wird Tierquälerei zu Unterhaltungszwecken geduldet, ein no go!
Auch die magischen Fähigkeiten der Elfen wirken mittlerweile überzogen - wie kann es sein, das ein paar Teenager die magischen Barrieren mächtiger Elfen mal eben so im Vorbeigehen überwinden? Das Ganze hat schon den Charakter einer Elvengers-Truppe, in Anlehnung an Marvels Avengers. Ein wenig Gedankenkraft und Händeheben oder Händchenhalten, und schon fließen die Superkräfte, zumal das Unterhalten per Gedankenübertragung im Band diesmal auch Überhand nimmt. Erkennbar an jeder Menge kursivem Text. Und was die Geheimorganisation Black Swan betrifft frag ich mit, wie diese Gruppe überhaupt handlungsfähig ist, sobald die Kinder nicht mithelfen - scheinbar scheint der Laden nur aus einer handvoll Erwachsener zu bestehen, die sich u.a. als Geröllhaufen, Eisskulptur und unsichtbaren Mann zeigen. Sobald die Kinder nicht mitrecherchieren scheint da gar nichts mehr zu laufen - wie haben die das nur all die Jahre zuvor gemacht?
So unterhaltsam der Band auch ist, diese vielen Punkte verhindern leider, die Reihe auch nur annähernd mit anderen erfolgreichen Fantasyreihen zu vergleichen. Zu vieles bleibt oberflächlich, ungeklärt oder verfällt dem Superlativ. Wer sich daran nicht stört wird sich gut unterhalten fühlen.

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Gelungenes Sequel mit viel Abwechslung

Heliosphere 2278: Der Anschlag von Andreas Suchanek

Nach der erfolgreichen Serie Heliosphere 2265 darf man sich auf eine Rückkehr ins bekannte Universum samt seiner Charaktere freuen. Neben neuen Technologien und Allianzen lässt ein neuer, mächtiger Feind nicht lange auf sich warten. Beginnt das Rätsel zunächst damit, dass Admiral Jayden Cross eine plötzlich verschwundene Forscherin an einem mysteriösen Ort sucht, steht schon kurz darauf die gesamte Interstellare Allianz einer tödlichen Bedrohung gegenüber.

Das ist zwar nicht Jaydens Verschulden, jedoch liegt es mal wieder an ihm, die Bedrohung für die Menschen rechtzeitig abzuwenden, bevor es zu spät ist. Eine Aufgabe, welche zunächst unlösbar scheint.
Zwar lässt sich der Band auch ohne Vorkenntnis der Serie Heliosphere 2265 lesen, allerdings hält sich der Autor nicht lang mit der Vorstellung von Charakteren und Technologien auf, so dass LeserInnen der Serie sich schneller in der Handlung zurecht finden. Doch auch ich hätte mir zur besseren Orientierung ein Glossar mit den wichtigsten Personen, Aliens, Welten und Technologien gewünscht, um mich leichter zurechtzufinden.
Inhaltlich wird es schnell spannend und die Handlung gestaltet sich als angenehm komplex, die Bedrohung schon bald als unlösbar. Insbesondere die Interaktionen der Charaktere sind wieder eine wahre Freude zu lesen, so manche Dialoge konnten mir ein Schmunzeln entlocken. Durch gewohnte Perspektivenwechsel bleibt es abwechslungsreich und ich hatte das Gefühl, an mehreren Orten gleichzeitig dabei zu sein, ohne in einem Handlungsstrang zwischendruch den Faden zu verlieren.
Wieder ein äusserst spannendes und unterhaltsames Science Fiction Abenteuer mit einem schon bald unlösbar scheinenden Problem.

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Wer sind in Wirklichkeit die Bösen?

Als das Böse kam von Ivar Leon Menger

Bisher war es für Juno völlig normal, von der Aussenwelt abgeschottet mit der Familie auf einer Insel zu leben und sich vor den bösen Fremden in ihrem Bunker zu verstecken. Doch mittlerweile ist sie 16 Jahre alt und beginnt, die Dinge zu hinterfragen. Deswegen wagt sie es auch, sich entgegen der Anweisungen ihrer Eltern einem Mann vom Festland zu zeigen.

Nicht ahnend, dass sie damit das Böse auf die Insel holt. Mit tödlichen Folgen.
Die Anfangsszenerie ist schon etwas ausgefallen: Eine Familie mit zwei Kindern im Teenageralter, die fast schon sektenähnlich völlig abgeschottet und weltfremd aufgezogen werden. Dank Junos zögerlichem Aufbegehren kommt es zwar zügig zu Veränderungen und etwas später zu überraschenden Erkenntnissen, Juno bleibt dabei jedoch stets etwas naiv und bisweilen unglaubwürdig. Insbesondere, dass bei einer Lüge jedesmal ihr Finger zucken soll, empfand ich für die Handlung ziemlich zurecht konstruiert. Die Eigenart, nicht immer ganz logisch zu handeln, hat sie im Roman jedoch nicht für sich allein gepachtet, was die Handlung zusätzlich hier und da konstruiert wirken lässt. Das nimmt der Spannung, welche mit einigen Wendungen daherkommt, unnötig den Wind aus dem Segel. Ebenso wie ein paar Logikfehler, schade. Ansonsten ist der Stil zwar bildhaft und unterhaltsam, ich empfand es insgesamt doch eher auf jüngere LeserInnen zurechtgeschnitten. Zumal man den Thriller aus Junos Perspektive erlebt.
Ein Thriller mit mäßiger Spannung und nicht ganz nachvollziehbarer Handlung, der primär vom Aufdecken der Wahrheit lebt.

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Spektakulärer Fall unspektakulär umgesetzt

Violet und Bones Band 1 - Der lebende Tote von Seven Gates von Sophie Cleverly

Violet ist ein ganz besonderes Mädchen: Sie ist clever, mutig und kann die Geister Verstorbener wahrnehmen. Leider ist die Erwartungshaltung gegenüber Mädchen zu ihrer Zeit alles andere als fair: Im Gegensatz zu ihr darf ihr kleiner Bruder zur Schule gehen und ihrem Vater darf sie auch nicht bei der Bestattungs-Arbeit helfen - denn wer würde schon eine junge Dame heiraten wollen, die mit Toten arbeitet? Also lernt sie heimlich und stromert mit Windhund Bones über den Friedhof.

Als ihr Vater fälschlich wegen einer Mordserie verhaftet wird pfeift Violet auf sämtliche Maßregelungen ihrer Mutter und versucht auf eigene Faust, die Ehre ihrer Familie zu retten. An ihrer Seite Bones sowie Oliver, der neue Lehrling ihres Vaters.
Von der Beschreibung her klingt das Buch ganz spannend, schließlich widersetzt sich ein Mädchen dem gängigen Frauenbild und versucht, eine Mordserie zu klären. Überzeugen konnte mich das Buch leider nicht, dazu ist es mir zu langatmig, das gewisse Extra fehlt ebenso wie ein fesselnder Spannungsbogen. Befremdlich ist, dass der Violet zugelaufene Hund Bones kein normaler Hund ist, sondern aussergewöhnliche Fähigkeiten zu haben scheint, was niemanden wirklich wundert und vermutlich im Folgeband oder später geklärt werden soll. Ebenso stört mich, dass Oliver ziemlich minderintelligent dargestellt wird, wenn auch angenehm sympathisch. Und der Fall selbst haut mich auch nicht grad vom Hocker, der ist selbst für ein Kinderbuch viel zu einfach gestrickt und bietet keinerlei Möglichkeit, als Leser mitzuermitteln.

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Gibt es ein Leben für den Tod?

Der Tod, der mal vom Leben träumte von Lisa Maria Olszakiewiecz

Über den Tod lässt sich viel spekulieren, denn wer ihn erlebt, kann meist nicht mehr davon berichten. In ihrem Roman lässt die Autorin den Tod zu einem streng reglementierten Job für die Mitarbeiter einer Organisation werden - Fehltode sind möglichst zu vermeiden. Bisher kein Problem für Vorzeige-Mitarbeiter Nepomuk, gegen den langweiligen Arbeitsalltag helfen einfach ein paar kreative Todesursachen.

Doch nach so einigen Jahrtausenden verliebt er sich - in eine Menschenfrau. Etwas, was nicht sein darf, ja sogar verboten ist. Aber warum eigentlich? Zeit für Nepomuk, das Todessystem zu hinterfragen - mit (un)tödlichen Folgen.
Eine sehr unterhaltsame, bewegende und, trotz so mancher Tode, auch humorvolle Erzählung. Obwohl Nepomuk ein Profi darin ist, Menschen zu sterben, hat er von Menschen und ihren Eigenarten kaum Ahnung, ist in einigen Bereichen regelrecht weltfremd. Das führt zu so manch komischen Momenten, als er sich das erste Mal verliebt. Für weitere Lacher sorgt sein Sidekick Typhus, der um keinen frechen Spruch verlegen ist. Die Idee rund um Nepomuk, seine Gattung und deren Fähigkeiten ist faszinierend erdacht, die Entwicklung der Story überraschend und emotional bietet das Buch eine Bandbreite von verliebt bis verstorben.
Ein aussergewöhnlicher und überzeugender Fantasyroman rund um den frischverliebten Tod mit einer ausgewogenen Mischung aus Tragik und Humor sowie manch unerwarteter Überraschung.

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Spannendes Abenteuer mit Drachen

City of Dragons (Band 1) - Der Sturm erwacht von Jaimal Yogis

Kurz nach ihrer Ankunft in Hongkong bekommt Grace von einer Fremden ein blaues Ei geschenkt, aus welchem schon bald ein Drache schlüpft. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden aus der Schule gerät sie in ein Abenteuer, welches alte Mythen wahr werden lässt und mächtige Feinde auf den Plan ruft.
City of Dragons ist ein faszinierendes Abenteuer in Comicform, welches die moderne Welt mit alten Mythen verbindet.

In vollcolorierten Bildern erleben Grace und ihre Freunde spannende und gefährliche Abenteuer und wachsen im Kampf gegen skrupellose Feinde zu einer vertrauten Gruppe zusammen. Zwischendurch gibt es Informationen zu einer uralten Legende über den Gelben Kaiser und seine Drachenkönige sowie weitere faszinierende Legenden. Neben so manchen Überraschungen kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Charaktere, insbesondere die Kinder, sind hervorragend ausgearbeitet und die Story schlägt einen schnell in den Bann. Auch optisch ist das Buch ein wahrer Genuss.
Sehr cooler Comic-Roman für Kinder und Junggebliebene mit faszinierenden Mythen, fantastischen Abenteuern und Drachen in Hongkong.

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Schülerin entlarvt gelebten Sexismus im Schulalltag

Falling in love was not the plan von Michelle Quach

Eliza kann es nicht fassen: Seit Jahren arbeitet sie für die Schülerzeitung, hat sich zur leitenden Redakteurin hochgearbeitet und präsentiert viele produktive Ideen für das kommende Jahr - und dennoch erhält den Posten des Chefredakteurs Len DiMartile, nachdem der Neuling sich in seinem coolen Hoodie vors Team gestellt und nur dafür bedankt hat, nach seiner Sportverletzung mit dabei sein zu dürfen.

Über diese sexistische Ungerechtigkeit macht Eliza sich in einem halbfertigen Artikel wütend Luft. Doch irgendwer beendet den Artikel für sie und lädt diesen auf die Titelseite der Schülerzeitung hoch. Die Reaktion darauf ist zunächst gelebter Sexismus pur, Eliza wird ziemlich angefeindet. Doch dann wendet sich das Blatt und Eliza wird das Aushängeschild derer, die sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit stark machen. Verwirrend wird es für Eliza, als sie feststellt, dass Len gar nicht ihr Feind sein will.
Ein sehr unterhaltsames und thematisch wichtiges Buch, erzählt aus der Sicht von Eliza, die sich bereits in der Familie gegen ein veraltetes Rollenklischee stellt. Wie wenig den Beteiligten der im Alltag gelebte Sexismus bewusst ist, wird anhand der verschiedenen Charaktere, Situationen und Reaktionen sehr gut deutlich. Interessant wird es, als es zwischen Eliza und Len anfängt zu knistern, werden sie von vielen Mitschülerinnen und Mitschülern doch als die Gegner im Kampf „Feminismus vs. Patriarchat“ hochstilisiert.
Humorvoll, bewegend und sympathisch werden hier Feminismus und eine aussergewöhnliche Liebesgeschichte miteinander kombiniert. Sehr gelungen und absolut lesenswert.

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