Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Walking a mile in parallel universe shoes
Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen von Neal Shusterman
Ash ist eigentlich nur ein durchschnittlicher Schüler, bis er plötzlich zum Mittelpunkt des Universums wird und seine Entscheidungen die Welt verändern können. Zuerst versteht er gar nicht, warum Stoppschilder plötzlich blau sind, und auch später hat er kaum Kontrolle über diese unheimliche Macht, die das Leben der gesamten Menschheit beeinflussen kann, und die Auswirkungen werden immer größer.
Ich möchte gar nicht zu viel darüber verraten, welche Veränderungen Ash im Laufe des Buches auslöst, aber ich habe diese Geschichte als Allegorie dafür verstanden, wie viel auch kleine Entscheidungen und Taten bewirken können. Es geht hier immer wieder darum, sich buchstäblich auch mal in eine andere Lage hineinzuversetzen, damit man endlich versteht, wie es Menschen geht, die ein anderes Leben führen. Hier werden verschiedene Arten der Diskriminierung thematisiert und es geht immer darum, Empathie zu zeigen, andere Lebensweisen anzuerkennen und Vorurteile abzulegen.
Ash gehört keiner Minderheit ein und glaubt, er weiß, was Diskriminierung ist. Dabei ist er nicht absichtlich ignorant, es betrifft ihn einfach nicht und darum setzt er sich nicht weiter damit auseinander. Zwischendurch merkt er schon mal, wie unwissend er ist und fühlt sich schlecht, weil er eigentlich ein besserer Mensch sein will. Ich fand sein Abenteuer als Mittelpunkt des Universums schon spannend, aber wichtiger waren seine Erkenntnisse und Entwicklung mit all diesen neuen Erfahrungen.
Ich fand die ganze paranormale Ebene ziemlich verrückt, aber trotzdem gelungen und auch verständlich erklärt. Ashs Umgang mit dieser Verantwortung, seine Angst und die riesige Last, weltbewegende Veränderungen auslösen zu können, konnte man gut spüren. Natürlich war es auch spannend zu verfolgen, wie Ash reagiert und man fragt sich, was er wohl als nächstes anstellen wird, dabei waren die Ausgänge sowohl bedeutungsvoll als auch unterhaltsam.
Fazit
Insgesamt hat mir "Game Changer" wirklich gut gefallen. Ash ist ein sympathischer Protagonist, der sich angesichts all dieser Lektionen in Empathie und Akzeptanz wirklich gut weiterentwickelt und lernt, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sein Abenteuer als Mittelpunkt des Universums ist spannend, unterhaltsam und lehrreich.
Durchschnittliche Geschichte und es fehlt an Spannung
THE MAGPIE SOCIETY - Die Nächste bist du von Zoe Sugg; Amy McCulloch
Im Mittelpunkt steht hier das mysteriöse Ableben von Lola während der Abschlussfeier im letzten Jahr, denn das Thema ist noch in den Köpfen aller Schüler und dann gibt es plötzlich auch noch einen Podcast, der von Mord spricht.
Audrey ist neu in der Schule und möchte mit diesem Drama eigentlich nichts zu tun haben, kann sich der Sache aber auch nicht entziehen.
Ivy ist zielstrebig, arbeitet hart für ihre guten Noten und ist direkt von ihrer amerikanischen Mitbewohnerin genervt. Neben dem Todesfall geht es insbesondere um die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen, die trotz ihrer Unterschiede auf einer Wellenlänge sind, und die Entwicklung ihrer Zusammenarbeit fand ich ganz gut umgesetzt.
Alles andere konnte mich aber nicht so richtig packen. Der Podcast war doch ziemlich oberflächlich und auch die mysteriöse Magpie Society konnte kaum Eindruck machen. Sie war einfach nicht präsent genug, um beim Leser die Neugier zu schüren, die die Schüler scheinbar empfanden.
Ich konnte mich nicht so ganz entscheiden, wie ich das Buch bewerten soll, weil es als Jugendbuch ja auch an ein jüngeres Publikum gerichtet ist. Die Altersempfehlung ist aber "ab 14 Jahren" und dafür war es mir dann zu simpel gestrickt und nicht spannend genug. Alles ging nur langsam voran und die vielen Geheimnisse waren auch nicht so interessant. Ich habe schon einige Geschichten mit Schulen bzw. Internaten gelesen, in denen es um Geheimgesellschaften oder Schüler geht, die in einem ernsthaften Fall ermitteln, und in dieser Kategorie hat dieses Buch einfach nicht viel zu bieten und schafft es nicht, Spannung zu erzeugen und zu erhalten.
Fazit
"The Magpie Society - Die Nächste bist du" geht es um Mordermittlungen, die geheime Magpie Society und andere Mysterien, aber trotzdem ist die Geschichte kaum spannend. Abgesehen von der Freundschaft zwischen den Protagonistinnen Audrey und Ivy können die Beziehungen zwischen den Charakteren nicht überzeugen und die Story blieb ziemlich oberflächlich.
Teilweise spannend, aber zu einfach gelöst
Kaleidra - Wer die Liebe entfesselt von Kira Licht
Enthält Spoiler zu den Vorgängern!
Emilia setzt wie gewohnt ihren Kopf durch, schmeißt oft impulsiv alle Bedenken über Bord, wenn es darum geht, jemandem zu helfen, den sie liebt. Es werden zwar Pläne geschmiedet, und obwohl diese selten wirklich gut durchdacht sind, gelingen sie doch irgendwie dank Emilias Fähigkeiten, da sie nicht nur begabt, sondern auch scheinbar unglaublich clever ist.
Auch ihre Romanze mit Ben geht weiter, denn auch bei einer drohenden Apokalypse muss über Gefühle geredet werden. Diesmal konnte mich die Liebesgeschichte der beiden nicht mehr so ganz überzeugen, weil es die ganze Zeit nur das gleiche Hin und Her war.
Nach dem spannenden und überaus dramatischen Ende des Vorgängers ging es mir hier schon etwas zu langsam voran. Der Quecksilberorden ergreift die Macht und überall greifen Crux Städte an. Das klang für mich fast nach Zombieapokalypse, und dass unsere Helden sich erstmal erholen und beraten, hat meiner anfänglichen Begeisterung erstmal einen kleinen Dämpfer verpasst. Aber danach geht es eigentlich wieder gewohnt spannend weiter. Die Magie der Alchemie, Kämpfe mit Crux und feindlichen Alchemisten, uralte Geheimnisse und verbotene Liebe bieten dabei viel Abwechslung, aber manchmal lenkt es auch von der Handlung ab.
Es gab viele Handlungsstränge, die hier nun ihr Ende finden mussten, und auch wenn ich jetzt keine offenen Fragen mehr habe, fand ich die vielen Rätsel oft zu einfach gelöst und es kam immer mehr Magie hinzu, statt mit den bereits gegebenen Elementen zu arbeiten.
Fazit
"Kaleidra - Wer die Liebe entfesselt" bietet schon ein ganz gutes Finale, aber ich hätte mir von dieser vielversprechenden Welt mehr erhofft. Auch wenn ich den Mittelteil schon spannend fand, haben mich besonders der langsame Start und die einfachen Lösungen der vielen Konflikte eher enttäuscht.
Süße Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren
Regenglanz von Anya Omah
Simon hat eine furchtbare Beziehung hinter sich, von der ihm ein scheußliches Tattoo geblieben ist, das nun ein Cover Up bekommen soll. Eigentlich soll es möglichst niemand zu Gesicht bekommen, aber bei seiner Tätowiererin Alissa kann er das ja kaum vermeiden. Und dazu ist sie auch noch so faszinierend, dass Simon sich sehr auf seine Termine bei ihr freut .
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Aber Alissa hat sich vorgenommen, sich nie wieder mit einem Kunden einzulassen und eigentlich will sie da für Simon auch keine Ausnahme machen, aber sie sind einfach auf einer Wellenlänge und tragen ähnlichen Ballast mit sich herum. Seit Alissa als Kind ihre Mutter bei einem Unfall verloren hat, ist ihr Verhältnis mit dem Rest ihrer Familie, also ihrem Vater und ihrer Schwester, eher schlecht. Daher hat sie nicht nur Schuldgefühle, weil sie ihre Mutter nicht retten konnte, sie fühlt sich auch ziemlich einsam.
Neben der Liebesgeschichte zwischen Simon und Alissa, die ich süß, wenn auch nicht weiter außergewöhnlich fand, geht es hier vor allem darum, wie Alissa ihren Verlust und die abweisende Art ihrer Familie verarbeitet, und das fand ich wirklich schön und gefühlvoll umgesetzt. Man konnte ihre Liebe zur Kunst und wie diese Leidenschaft sie ihrer Mutter näherbringt, gut nachempfinden. Ich war zwar noch nie in Hamburg, aber die Stadt wird wirklich so liebevoll und detailreich beschrieben, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Fazit
"Regenglanz" bietet eine süße Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren, die versuchen, ihre seelischen Wunden zu verarbeiten. Die Geschichte ist sogar teilweise ziemlich spannend, sehr gefühlvoll und ich habe sie sehr gerne gelesen.
Spannend von Anfang bis Ende, in Vergangenheit und Gegenwart
The Girls I've Been von Sharpe Tess
Nora wurde als Tochter einer Trickbetrügerin schon sehr früh in die fiesen Machenschaften ihrer Mutter hineingezogen, aber seit fünf Jahren führt sie ein beinahe normales Leben. Bis sie Geisel bei einem Banküberfall wird und noch mal zeigen muss, was sie draufhat.
Für ihre Mutter war Nora oft nur ein Mittel zum Zweck, ein Accessoire, das ihre falsche Identität noch etwas aufpeppt und ihr so sogar neue Türen öffnet.
Die kleine Nora schlüpft von einer Rolle in die nächste, darf nie sie selbst sein, lernt Menschen zu analysieren und auszunutzen. Aber sie selbst ist es, die die meisten emotionalen Narben davonträgt. Ich fand ihre Geschichte wirklich absolut mitreißend. Man konnte spüren, wie all diese Täuschungen und Manipulationen sie verstören und ihr die Kindheit rauben. Aber ich mochte ihre clevere, vorausschauende Art sehr und auch, wie geschickt sie ihre Rollen immer gespielt hat.
Die Geschichte hat eine ganze Menge zu bieten, sowohl an Gefühlen als auch an Spannung. Man verbringt einige Zeit in Noras Kindheit und lernt die fünf Mädchen kennen, die sie gespielt hat und wie diese oft furchtbaren Erfahrungen sie geprägt haben. In der Gegenwart hingegen landen sie eben mitten in einem Banküberfall, aber auch die komplizierten Beziehungen zwischen Nora, ihrem Ex-Freund Wes und ihrer Freundin Iris bringen zusätzliche Spannung ein. Ich hätte aber noch etwas mehr vom Banküberfall erwartet, der hat mich hier noch am meisten enttäuscht, weil ich auf noch mehr Tricks von Nora gehofft hatte. Da fand ich ihre Vergangenheit deutlich spannender.
Fazit
"The Girls I've Been" war spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ihre Kindheit als Tochter einer Trickbetrügerin konnte mich wirklich mitreißen und auch ihr aktuelles Abenteuer mit ihrem Ex und ihrer neuen Freundin konnte mich gut unterhalten.
Die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen, zum Ende hin zu dramatisch
April & Storm - Stärker als die Nacht von Karen Ashley
April ist mit ihrem Freund nach San Francisco gezogen, um Osteopathie zu studieren, doch ihr Freund hat sich schon bald neu orientiert und plötzlich steht sie allein da - und sucht eine Mitbewohnerin. Storm lässt sich davon nicht abschrecken und bewirbt sich trotzdem und nach einem mutigen Einsatz seinerseits kann April ihn nicht mehr abweisen.
Eigentlich wollte April Medizin studieren, aber dann lag sie plötzlich selbst im Krankenbett. In Amerika wollte sie einen Neuanfang wagen und sie kommt auch alleine ganz gut klar. Storm hat eine dunkle Vergangenheit und versteckt sich nun hinter seinen Narben, die seine wahre Identität zumindest etwas verbergen können. Sein altes Leben hat er hinter sich gelassen und fängt auch neu an, mit seiner treuen Gitarre und einem verletzten Fuß, den April nicht ertragen kann. Obwohl sie angeblich kein Helfersyndrom hat, versucht April doch, ihn zu heilen und will es immer jedem recht machen.
Die Liebesgeschichte der beiden konnte mich kaum mitreißen, weil mich die Charaktere einfach nicht so sehr interessiert haben. Sie haben zwar beide viel durchgemacht, wofür sie mein Mitgefühl hatten, aber darüber hinaus war da nicht viel.
Einige Situationen in diesem Buch fand ich schon wenig nachvollziehbar, besonders Storms Taten, aber insgesamt fand ich den Schreibstil sehr angenehm. Die Geschichte fand ich eigentlich auch nicht unbedingt schlecht, aber schon etwas langweilig und zum Ende hin viel zu dramatisch, übertrieben und nicht wirklich spannend.
Fazit
In "April & Storm - Stärker als die Nacht" haben beide Protagonisten schwere Lasten zu tragen, aber ihre Liebesgeschichte konnte mich leider nicht wirklich überzeugen und das Ende war mir viel zu dramatisch. Ich kann noch nicht sagen, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.
Sympathische Protagonistin, Machtspielchen und Jahreszeitenmagie
Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.) von Kim Nina Ocker
Bloom ist zwar Mitglied einer der vier magischen Herrscherfamilien der Jahreszeiten, aber da sie keine Gabe hat, war sie nie interessant für die Familie. Doch als ihr Cousin stirbt und sich plötzlich doch eine magische Begabung bei ihr bemerkbar macht, wird sie zum Hüter des Winters erwählt und soll das Amulett der Jahreszeiten übergeben, um den Frühling einzuleiten.
Leichter gesagt als getan, denn Bloom ist überhaupt nicht vorbereitet. Sie war eine Außenseiterin in ihrer eigenen Familie, auch wenn sie so eine normale Schule besuchen konnte, hat sie gespürt, dass sie weniger wert war, und hat auch immer nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Und sie wurde nicht wie ihre Cousins ausgebildet, ist ziemlich überfordert von der Situation und auch gar nicht einverstanden damit, wie diese ungewollte Pflicht plötzlich ihr Leben verändert.
Vier Familien und vier klassische Jahreszeiten, doch im Buchtitel ist von einer fünften Jahreszeit die Rede. Bloom wird in die Machtspielchen der ziemlich arroganten Familien hineingezogen und muss ziemlich schwierige Entscheidungen treffen. Dabei entwickelt sie Gefühle für jemanden, der eine ganze Menge von ihr erwartet und das alles setzt Bloom mächtig unter Druck.
Die Geschichte ist teilweise schon spannend, aber sie konnte mich auch nicht so richtig überzeugen. Bloom, ihre Gefühle und ihre magischen Fähigkeiten haben mir hier am besten gefallen, alles andere fand ich eher durchschnittlich.
Fazit
"The Lie in Your Kiss" bietet ein magisches Abenteuer mit einer sympathischen Protagonistin, die vom schwarzen Schaf zur wichtigsten Person der Familie wird und plötzlich mit neuen Pflichten und neuer Verantwortung konfrontiert wird. Die Geschichte hat mich ganz gut unterhalten und es wurde zwischendurch auch ziemlich spannend, aber so richtig mitreißen konnte sie mich auch nicht. Ich bin aber trotzdem gespannt, wie es weitergeht.
Geistermagie, Liebesdreieck und Humor
Black Forest High - Ghostseer von Nina MacKay
Seven hat es mit ihrer Gabe, Geister sehen zu können, außergewöhnlich lange außerhalb der Schule durchgehalten, deswegen hält man sie schon bei ihrer Ankunft an der Black Forest High für verrückt. Aber dann ist sie auch noch besonders begabt und ein Geist ist ihr bester Freund! Doch sie findet trotzdem schon bald einige gute Freunde und denkt nicht mehr ständig daran, aufzugeben und wieder zu verschwinden.
Sie lernt eine Menge über Geister und ist auch nicht immer einverstanden damit, wie ihre Mitschüler sie behandeln, denn auch Geister haben Gefühle.
Wie schon der Klappentext erahnen lässt gibt es hier auch ein Liebesdreieck und das war mal wieder ganz nach meinem Geschmack. Die Zwillingsbrüder Parker und Crowe sehen beinahe gleich aus, sind aber natürlich ganz unterschiedlich: Crowe ist der charmante Weiberheld, der aber besonderes Interesse an der neuen Schülerin hat und Seven kann ihm kaum widerstehen. Parker ist eher zurückhaltend, geheimnisvoll und ernst, aber auch wenn er sich von Seven eher fernhält, merkt man, dass er sich Sorgen um sie macht und auch Gefühle für sie hat.
Die Black Forest High und die Magie der Geister haben mir schon sehr gut gefallen. Ich fand es vielleicht etwas übertrieben, wie unglaublich fasziniert alle Schüler von Sevens Leben sind und ständig Gespräche für sie verstummen, aber ich mochte den Humor und eigentlich auch die Charaktere. Auch das Liebesdreieck hat mir gut gefallen, auch wenn es mir da manchmal auch etwas zu schnell ging.
Der größte Teil der Geschichte wird aus Sevens Perspektive geschildert, bis zum Ende hin plötzlich ein paar Kapitel aus einigen anderen Perspektiven kommen. Ich fand diese Einblicke ja ganz nett, aber sie kamen schon unerwartet und ich weiß nicht, ob sie unbedingt nötig gewesen wären.
Fazit
"Black Forest High - Ghostseer" ist ein unterhaltsames Geister-Abenteuer mit sympathischen Charakteren, einem Liebesdreieck und spannenden Poltergeist- und High-School-Dramen. Ich freue mich auf die Fortsetzungen!
Spannend, hätte aber auch Potenzial für mehr gehabt
City of Burning Wings. Die Aschekriegerin von Lily S. Morgan
Himmelskriegerin May sollte die nächste Herrscherin werden, doch als der König bei einem Einsatz stirbt, geht seine Macht auf einen Fremden über, der noch dazu ein Flügelloser ist, der von der Gesellschaft kaum akzeptiert und sogar gefürchtet wird. Die geflügelten Himmelskrieger fürchten, dass ihnen die Flügel ausfallen könnten, wenn sie ihm zu nahe kommen .
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Luan ging mir mit seiner draufgängerischen Art vor allem am Anfang ziemlich auf die Nerven. Er interessiert sich nur für seinen eigenen Kram und handelt, wie es ihm gerade passt, ohne seine Rolle und Verantwortung richtig ernst zu nehmen. Da ich dazu auch May sofort ins Herz geschlossen habe, der die Pflichten des Herrschers so wichtig sind, war ich da absolut auf ihrer Seite, sodass mich Luans Ignoranz wirklich aufgeregt hat. Mit der Zeit wird er aber etwas vernünftiger und da fand ich ihn auch sympathischer und konnte auch nachvollziehen, wie er sich als Ausgestoßener der Gesellschaft fühlt. Jedenfalls mochte ich May insgesamt viel mehr, weil ich ihre Enttäuschung und Frustration immer gut verstehen und mitempfinden konnte.
An einigen Stellen habe ich mir gewünscht, dass man sich etwas mehr Zeit genommen hätte, um Mays Heimat Elydor zu erklären, was die Umgebung angeht, aber auch die Gesellschaft der Himmelskrieger. Zum Beispiel gibt es Rebellen, aber es ist nicht wirklich ersichtlich, was deren Ziele sind, es sind einfach typische Rebellen, die eben etwas gegen den Adel haben. In der Hinsicht war mir die Geschichte schon zu oberflächlich, trotzdem fand ich die Magie ganz interessant und ich hätte eben gern mehr davon gesehen. Die Handlung um die Himmelskrieger und ihre Magie war meistens schon spannend, aber hier wurde auch viel Potenzial verschenkt.
Fazit
"City of Burning Wings" bietet eine interessante Welt, von der ich gern noch mehr gesehen hatte. Die Protagonistin May, ihre Gefühle und Träume mochte ich schon gerne, doch ihre Liebesgeschichte mit dem flügellosen Luan konnte mich nicht ganz überzeugen.
Schokolade und Schnee, Liebe und Glück
Das kleine Chalet in der Schweiz von Julie Caplin
Mina glaubt, dass sie alles unter Kontrolle hat, aber als ihr Freund ihr das Herz bricht, öffnet ihr das die Augen. Sie ist nicht wirklich glücklich mit ihrem Job, in dem sie ihre kulinarische Kreativität nicht so ausleben kann, wie sie gern würde. Sie braucht eine Auszeit und reist in die Schweiz, zum Chalet ihrer Patentante.
Dort fühlt sie sich richtig wohl und ist fasziniert von der Art, mit der ihre Patentante sich um ihre Gäste kümmert.
Mina ist spontan und hat viel Spaß - vielleicht etwas zu viel? Nun traut sie sich kaum, sich auf den lebensfrohen, charmanten Luke einzulassen, weil sie glaubt, einen ernsteren, bodenständigeren Mann an ihrer Seite zu brauchen und Luke ähnelt zu sehr ihr selbst. Was zwar bedeutet, dass sie sich sehr gut verstehen und eine wunderbare Zeit zusammen haben, aber ihre Ziele, verschiedene Geheimnisse und die weit entfernten Wohnorte stehen einer Beziehung im Weg.
Da ich bisher nur "Der kleine Teeladen in Tokio" aus dieser Buchreihe kannte, hatte ich erwartet, dass es auch Kapitel als Lukes Perspektive gab, aber ich fand es so auch passend, weil es hier ja besonders Mina ist, die einen neuen Sinn im Leben sucht.
Auch bei diesem Buch der Autorin muss man sich einfach wohlfühlen. Die Charaktere sind alle nett und liebevoll, man hat ein gemütliches Tempo und trotz einiger kleiner Enttäuschungen fühlt man immer die Hoffnung und Begeisterung der Protagonistin. Dazu lernt man auch eine Menge über verschiedene Nahrungsmittel, da Mina Lebensmitteltechnikerin und leidenschaftliche Köchin ist, und auch über die Gegend, sodass man schon das Gefühl hat, auch dort zu sein. Besonders die einladende Atmosphäre des Chalets konnte man gut spüren.
Fazit
"Das kleine Chalet in der Schweiz" bietet eine süße Liebesgeschichte mit einer Protagonistin, die nach dem Sinn ihres Lebens sucht, und dazu eine wirklich bezaubernde Kulisse, bei der man sich wünscht, dass man auch einen schönen Urlaub in der verschneiten Schweiz machen und dabei Schokolade essen könnte.











