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Rezensionen von liesmal:

Vom Suchen und Vergessen

Erinnerungen des Waldes von Mickaël Brun-Arnaud

Schönrinde liegt mitten im Dorfwald. Hier führt Archibald Fuchs mit viel Liebe und Sorgfalt die Buchhandlung, die er von seinem Vater übernommen hat. Bereits an dieser Stelle muss ich meine Begeisterung für die Illustrationen der Künstlerin Sanoe weitergeben. Die Buchhandlung befindet sich direkt in einer uralten Eiche, und die ist ganzseitig abgebildet und sieht zauberhaft aus.

Man kann sich gut vorstellen, dass der Buchhändler hier glücklich ist und seine Arbeit liebt.

Aber dann kommt Ferdinand Maulwurf zu ihm. Der ist tieftraurig und in großer Not, weil er spürt, dass er immer vergesslicher wird. Für Archibald Fuchs steht fest, dass er jetzt als Freund und Helfer für Ferdinand da sein muss, und die beiden machen sich auf die Spurensuche nach der Vergangenheit von Ferdinand.

Der Autor Mickaël Brun-Arnaud erzählt eine spannende Geschichte zum Thema Demenz. Bei Ferdinand ist es die „Alles-vergessen-Krankheit“. Dass man mit dieser Krankheit Freunde braucht und Menschen, die einem zur Seite stehen und helfen, das weiß der Autor sehr wohl. Und es ist berührend und bewegend, wie einfühlsam er das Thema in die Tierwelt überträgt und es dadurch nicht nur für Kinder leichter zugänglich macht. Die vielen großen und kleinen farbigen Illustrationen sind eine zusätzliche Bereicherung für die zu Herzen gehende Geschichte.

Ein großartiges Buch, in dem es neben dem Vergessen auch um Erinnerungen, um Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Verständnis und ganz viel Liebe geht.

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Jagd nach dem fehlenden Stück

Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer

Dass Sarah und ihre Schwester ihre Eltern verloren haben, ist natürlich traurig. Doch welch ein Glück, dass sie dann bei ihrer Tante Amalia aufwachsen durften! Dadurch hat Sarah ihre Leidenschaft entdeckt und ist Bücherjägerin, Kartensammlerin und Restauratorin geworden.

Die Tatsache, dass Sarah besser mit Büchern als mit Menschen umgehen kann und auch die sonstigen Beschreibungen bringe ich mit dem Asperger-Syndrom in Verbindung.

Mir gefällt Sarah! Gut, dass sie Manuskripte und Landkarten liebt, so dass sie sich auf das Abenteuer einlässt, mit Ben, den sie kaum kennt, nach dem fehlenden Stück der Tabula Peutingeriana zu suchen.

„Tabula Peutingeriana“ – davon habe ich nie vorher gehört und ich hätte es schon fast als fiktiv abgestempelt, doch meine Neugier hat mich dazu getrieben, mal nachzuschlagen. Die Tabula Peutingeriana mit dem fehlenden Teil ist tatsächlich real und interessant!

Zum größten Teil gefällt mir die Geschichte gut, vor allem, weil Ben so einfühlsam ist und mit Sarahs doch manchmal etwas ungewöhnlicher Art gut umgehen kann.

Worauf ich gern verzichtet hätte, sind an mehreren Stellen die vielen Aufzählungen, manchmal sogar mit Spiegelstrichen versehen.

Noch etwas hat mich gestört, wofür die Antwort, warum die Autorin so formuliert hat, leider erst am Ende des Buches stand: die geschlechtergerechte Sprache. Schade, dass der Hinweis darauf nicht am Anfang stand, dann wäre mein Augenmerk wahrscheinlich nicht ständig an den unterschiedlichen Formen hängengeblieben.

Dennoch hat mich die Geschichte mit dem leichten Humor, vielen Gefühlen und der Liebe zu Büchern berührt und ich konnte unterhaltsame Lesestunden genießen.

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Die Geschichte Abrahams wird lebendig

Abraham von Damaris Kofmehl

Die Bibelgeschichte von Abraham als Thriller? Da bleibt von der eigentlichen Bibelgeschichte sicher nicht viel übrig, so dachte ich. Aber ich wurde eines Besseren belehrt.

Damaris Kofmehl bleibt mit ihrer Erzählung ganz nah dran an der Bibelgeschichte. Doch mit ihrem Wissen, ein wenig Fantasie und ganz viel Leidenschaft gelingt es ihr, aus einem kleinen Abschnitt der Bibel einen großartigen Roman zu schaffen, der den Begriff „Thriller“ wohl verdient.

Wertvoll beim Lesen ist für mich die Karte „Abrahams Wanderschaft“ am Anfang des Buches. Auch die Übersicht über Personen und Namensbedeutungen gefällt mir und ist hilfreich, ebenso wie die Unterteilung in verschiedene Abschnitte, zu denen jeweils die Bibelstellen eingefügt sind.

Schon durch die Bibel habe ich Abraham für seinen starken Glauben bewundert. Die Autorin hat allerdings durch ihren ausführlichen spannenden und bildhaften Stil meine Sicht auf die Geschichte auf einen neuen Level gestellt. Das ganze Geschehen, die Orte, die Personen: Alles sehe ich vor meinem inneren Auge besser als in einem Film. Dabei finde ich gut, dass Damaris Kofmehl auch immer wieder die Ängste und Zweifel Abrahams in die Geschichte einwebt. Das bestärkt mich darin, dass auch ich Zweifel und Fragen haben darf, die aber meinen Glauben auch kräftigen.

Großartig ist außerdem, durch Abraham zu erkennen, dass niemand Angst haben muss, wenn eine Aufgabe bewältigt werden muss. Er sagt zu seinem Sohn Isaak: „Gott lädt uns nie mehr auf, als wir zu tragen vermögen. Wenn wir ihm nachfolgen, brauchen wir uns vor nichts zu fürchten.“

Übrigens, die Geschichte von Isaak … Bitte lest das Buch selbst. Von mir gibt es dafür eine absolute Leseempfehlung.

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Die Namenlosen und ein Koffer

Die Lesereise von Franz J. Brüseke

„Ein alter Mann reist durch die Lande und liest vor einfachem Publikum zu allen nur denkbaren Themen. Ein Junge wird sein Assistent und zieht den Koffer voller Manuskripte von Ort zu Ort.“ So heißt es am Anfang der Buchbeschreibung.

Ich bin begeisterte Brüseke-Leserin. Darum lasse ich mich gern mitnehmen auf „Die Lesereise“ und komme auch hier voll auf meine Kosten.

Allein wegen seiner gekonnten Wortspielereien gefallen mir die Bücher des Autors.

Die beiden Hauptprotagonisten bleiben als der Alte und der Junge namenlos, wobei der Junge in der Geschichte der Ich-Erzähler ist und dem Alten alle notwendigen Handgriffe abnimmt. So kann der sich auf seine Vorträge konzentrieren. Als ehemaliger Professor der Philosophie weiß er sich auszudrücken und auch, wenn er seine Vorträge eher für die „einfachen“ Leute hält, zu denen ich mich zähle, dann geht es mir so, wie manchmal auch dem Jungen, wenn der sagt: „Ich muss zugeben, dass ich nicht gleich begriff, worauf er hinauswollte.“

Trotz des großen Bildungsunterschiedes ergänzen die beiden sich gut und passen wunderbar zusammen. Und der Alte versteht es sehr wohl, den einfachen Menschen auch „verzwickte“ Themen zu erklären. Besonders haben mir seine Vorträge zu den Themen „Zeit“ und „Alkohol“ gefallen.

Im Roman begegnen wir vielen Dichtern und Denkern, wobei dem Autor deren Namen nicht wichtig sind. Sie sind für ihn einfach Hinz und Kunz – vielleicht daher auch der Alte und der Junge ohne Namen?

„…Wir können große Denker nicht nach ihrem Leben beurteilen. Ideen sind eine Sache, Politik eine andere … weil sie politisch oder moralisch geirrt haben.“

Was ich für mich aus den Vorträgen des Alten mitgenommen habe, ist die Tatsache, dass man häufig nur allzu leicht Vorurteile bildet und Menschen verurteilt.

Ein wunderbares Buch mit einer berührenden Geschichte neben all den interessanten Vorträgen und einem unerwarteten und sehr emotionalen Ende.

Für „Die Lesereise“ gebe ich gern meine volle Leseempfehlung!

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Manchmal kommt alles anders

Kontur eines Lebens von Jaap Robben

Louis und Frieda sind viele Jahrzehnte verheiratet. Selbstverständlich, dass er seiner pflegebedürftigen Frau beisteht und hilft. So soll es auch bleiben. Doch manchmal kommt es anders. Plötzlich ist Louis nicht mehr da und Frieda zieht in ein Pflegeheim. Inzwischen ist sie 81 Jahre alt und erst jetzt stellt sie sich ihren Erinnerungen.

Der Autor Jaap Robben erzählt Friedas Geschichte in verschiedenen Zeitebenen. Wir lesen, wie sie heute ihre Tage verbringt, dass ihr Sohn Tobias und seine Frau ihr bei vielen Dingen helfen, und erfahren viel über Louis und ihre gemeinsame Zeit. Es war eine gute Zeit.
Doch es gibt auch die Jahre, die noch weiter zurück in die Vergangenheit führen. Diese Erlebnisse hat Frieda ganz fest in ihrem Inneren verschlossen und erst jetzt ist sie bereit, sich ihren Erinnerungen zu stellen und ihre Geschichte zu teilen.
Sie ist noch nicht mal zwanzig Jahre alt, als sie in den Sechzigerjahren mit Otto ihre erste große Liebe kennenlernt. Doch die Liebe steht unter keinem guten Stern. Otto ist verheiratet, Frieda wird schwanger. Undenkbar in der damaligen Zeit, ein Kind allein großzuziehen. Mit großem Einfühlungsvermögen gelingt es Robben, die Dramatik der Situation zu beschreiben. Nicht nur, dass Otto seine Frau nicht verlässt, muss Frieda die Erfahrung machen, dass sie von ihren Eltern verachtet wird und plötzlich ganz allein auf sich gestellt ist.
Auch wenn Frieda im Alter nicht ohne Ecken und Kanten ist, so ist sie mir dennoch ans Herz gewachsen. Ihre Geschichte und die ihres verlorenen Kindes hat mich zutiefst berührt. Das hat zum größten Teil Jaap Robben mit seinem lebensnahen, emotionalen und einzigartigen Schreibstil bewirkt. Er hat mit seiner Geschichte von Frieda Tendeloo eine Geschichte geschrieben, die stellvertretend für unendlich viele Frauen steht, die damals in derselben Situation waren und Ähnliches erleben mussten wie Frieda.

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Davor, danach und dazwischen

Vom Ende der Nacht von Claire Daverley

Das Buch besteht aus drei Teilen, betitelt mit „Davor“, „Danach“ und „Lange danach“.

„Die aufwühlende und zugleich zärtliche Geschichte zweier Menschen, die nicht anders können als sich immer und immer wieder anzuziehen.“

Dieser Satz aus der Buchbeschreibung trifft es auf den Punkt, schon nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte von Rosie und Will voll im Griff.

Das ist noch „Davor“.

Mir gefällt der fesselnde Schreibstil unglaublich gut. Auch wenn es die Geschichte einer Liebe ist, so ist es doch so viel mehr als ein Liebesroman. Es werden soziale Probleme und auch ganz persönliche Themen behandelt und so realistisch erzählt, dass ich nicht mit dem Lesen aufhören mochte. So erschüttert mich das Geschehen am Ende des ersten Abschnitts total und das ganze Ausmaß des Schreckens aus dem Prolog bricht hier über mir zusammen.

Die Autorin Claire Daverley hat die Figuren detailliert und bildhaft beschrieben, und zwar nicht nur das Äußere, sondern vor allem auch die Charaktere mit allen Gefühlen. Vor allem sind es die Gefühle und die daraus resultierenden Reaktionen, die mich verblüffen, weil ich alles sehr gut nachvollziehen kann.

Ein großartiges Buch, das Raum gibt zum Hoffen und Bangen, zu Freude und Trauer, zum Lachen und Weinen und das ich sehr gern weiterempfehle.

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Drei unterschiedliche Frauen und doch so ähnlich

Die Unbändigen von Emilia Hart

Ich mag Debütromane, weil ich da schon so manchen Schatz entdeckt habe. Außerdem mag ich Bücher, die in verschiedenen Zeitebenen spielen. Mit „Die Unbändigen“ von Emilia Hart habe ich beides gefunden: die unterschiedlichen Zeiten und einen neuen Schatz.

In diesem Buch geht es um das Schicksal dreier Frauen.

Die Geschichte von Altha beginnt 1619, die von Violet 1942 und Kate lebt in der Gegenwart. Mit einem leichten, aber fesselnden Schreibstil erzählt die Autorin drei unterschiedliche Geschichten. Allerdings steht nicht jede Geschichte für sich, sondern in kurzen Kapiteln wechseln die Protagonisten und die Zeiten. Das hat mir außerordentlich gut gefallen und obwohl die einzelnen Kapitel häufig mit einem Cliffhanger endeten, hat mich anschließend sofort wieder der nächste Abschnitt gefangen genommen.

Das Cover, ein buntes Bild mit krabbelnden und fliegenden Tieren, mit blühenden Pflanzen und verschiedenen Früchten hat mich schon vor dem Lesen begeistert und dieses Bild hatte ich vor Augen im Weyward Cottage im Norden Englands, wo ein Großteil der Geschichte spielt. Ich sehe das Cottage als einen verwunschenen Ort, geheimnisvoll und voller Überraschungen, aber manchmal auch ein wenig gruselig…

Auch wenn die drei Frauen sich nie kennengelernt haben, weil sie in verschiedenen Zeitaltern lebten, so gehören sie doch zu einer Familie. Und obwohl Altha, Violet und Kate unter völlig unterschiedlichen Lebensbedingungen gelebt haben, so haben sie doch in aller Verschiedenheit etwas gemeinsam: ihre Liebe zur Natur und den unbedingten Willen, für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen.

Emila Hart hat mir mit ihrem Debütroman von der ersten bis zur letzten Seite eine packende Geschichte präsentiert und viele Stunden spannender Unterhaltung geschenkt. Meine unbedingte Leseempfehlung!

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Aktuelles Thema spannend verpackt

Die Spur der Aale von Florian Wacker

Die Staatsanwältin Greta Vogelsang vom Dezernat für Umweltverbrechen und Artenschutzdelikte ermittelt in dem Kriminalroman „Die Spur der Aale“ von Florian Wacker. Damit beginnt nicht nur eine neue Reihe mit einer neuen Ermittlerin, sondern für mich ist auch ein Kriminalfall rund um den Handel und Schmuggel von Lebewesen neu, hier sind es Glasaale.

Dass Schmuggelgeschäfte Thema der Geschichte sind, wird schnell klar, nachdem die Leiche eines Zollbeamten geborgen wird.
Mir gefallen der lockere Schreibstil, die Länge der Kapitel und vor allem die ausführliche Beschreibung der Protagonisten. So lernt man beispielsweise Greta Vogelsang nicht nur bei ihren Ermittlungen kennen, sondern erfährt auch ganz viel über ihr Privatleben.
Ich merke schnell, dass meine Gefühle vor allem in Bezug auf die Spannung bei diesem Buch andere sind, als ich es von Kriminalromanen kenne. So finde ich zum Beispiel alles spannend, was es an Informationen zu Glasaalen gibt. Welchen Wert die Glasaale haben, was beim Transport der Tiere zu beachten ist – all das ist für mich ebenso interessant wie die Erklärungen dazu, wie ein Schmuggelnetzwerk aufgebaut ist.
Auch die persönlichen Geschichten einiger „Handlanger“ – Personen, die ziemlich gefährlich leben durch das, was sie tun oder zu tun gedenken – hat Wacker so gut eingearbeitet, dass mich ihre Schicksale sehr berührt haben.
Ein spannendes Thema, das Florian Wacker sich ausgesucht hat, und ein toller Roman, den ich sehr gern weiterempfehle.

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Zum Lachen, Weinen und Nachdenken

Mein Leben als einsamer Axolotl von Linda Bondestam

„Mein Leben als einsamer Axolotl – unten am Grund“ wird erzählt von der finnischen Autorin Linda Bodestam. Doch sie hat nicht nur das Buch geschrieben, sondern mit ihren Illustrationen die Geschichte sehr anschaulich gemacht.
Empfohlen wird sie für Kinder ab vier Jahren. Allerdings ist es aus meiner Sicht kein reines Vorlesebuch, bietet aber eine wunderbare Einstiegsmöglichkeit, um schon kleinen Kindern das Thema Klimawandel nahezubringen und dabei mit einzubeziehen, wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen.

Das Buch beginnt mit einem wunderschönen Bild, das unsere Erde kurz nach ihrer Erschaffung zeigt, mit allen Farben, mit Pflanzen, Tieren und Menschen. Doch schon eine Seite weiter gibt es ein düsteres Bild, ein Teil einer großen Stadt ist zu sehen mit vielen Menschen, die immer mehr werden und die Erde für sich beanspruchen. Den Ausdruck „Plumpiane“ für die Menschen finde ich in dem Zusammenhang sehr gelungen. - Und dann…
„TA-DAA!“ Mit einem lauten Ruf erzählt ein selten schöner Azolotl – vielleicht der letzte seiner Art – seine Geschichte.
Mir gefällt das Buch gerade durch den Ideenreichtum, mit der die Autorin ihre Erzählung mit ihren Bildern bereichert, zum Lachen, Traurigsein und Nachdenken einlädt.

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Ich bin nie allein in meinem Leid

Du bist da in meinem Schmerz von Roland Hardmeier

„Gott ist ein verborgener Gott. Aber er ist niemals ein Gott, der nicht da ist.“ Dieser Satz von Roland Hardmeier und dazu seine Aussage: „Manchmal am Boden, aber nie am Ende, manchmal verlassen, aber nie allein.“ hat mich neugierig gemacht auf sein Buch „Du bist da in meinem Schmerz“. Hardmeier bringt in diesem Buch unglaublich viele Beispiele für die Richtigkeit seiner Aussage.

Es ist ein Buch, das man nicht nur einmal liest, und auch nicht am Stück. Ich habe mir viel Zeit gelassen und festgestellt, dass es ein Buch ist, das ich immer wieder gern zur Hand nehmen werde, weil es so vielseitig ist.

Mir gefällt vor allem die Art, mit der Hardmeier seine eigenen biografischen Ereignisse – gerade auch im Umgang mit dem Schmerz – und biblische Geschichten erzählt und verknüpft. Allein die Geschichten von Hiob oder von Jeremia hat er sehr gut verständlich mit seinen eigenen Worten einfühlsam erzählt.

Vergleiche über den Umgang mit dem Leid unter dem Titel „Die Antwort der Religionen“ finde ich unglaublich spannend und interessant.

Es lohnt sich, dieses Buch häufig zur Hand zu nehmen, dabei immer wieder Neues zu entdecken und Vertrauen und Hoffnung zu gewinnen.

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