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Rezensionen von rewareni:
Morde und andere Verbrechen
Darf´s ein bisserl Mord sein? - Wahre Verbrechen von Franziska SInger
,,Darf`s ein bisserl Mord sein- Wahre Verbrechen“ fragt die Autorin Franziska Singer im gleichnamigen Buch über Verbrechen , die rund um die Welt passiert sind. Egal ob in Deutschland, Österreich oder in den USA gemordet wurde, als Leser war man hautnah dabei bei teils kuriosen und manchmal auch schon sehr skurrilen Geschichten.
Die Autorin hat dabei gut recherchiert und wahre Gusto Stückerl dabei herausgesucht. Für manche Leser mag der manchmal nüchterne Schreibstil, der oft an Polizeiprotokolle erinnert vielleicht nicht so gefallen, aber mir hat er sehr gut gefallen, da man dabei das Gefühl hatte der Polizei über die Schultern zu schauen, wie sie Schritt für Schritt dem Verdächtigen auf die Spur kommen. Es sind sowohl berührende und tragische Geschichten dabei, wie auch skurrile und brutale Morde und Verbrechen. So findet man einen kleinwüchsigen Japaner, der gerne Menschenfleisch essen würde, oder fanatische Sektenmitglieder, die selbst vor Misshandlungen nicht zurückschrecken oder Mary, die nichts ahnend ihre ansteckende Krankheit über viele Jahre weitergibt an andere, die daraufhin sogar sterben. Die bunte Mischung der vielen Geschichten hat mir sehr gut gefallen und war eine spannende und interessante Reise in die Welt der Verbrechen und Morde.
Schicksalshafte Begegnungen
Zur falschen Zeit am falschen Ort von Fenna Willams; Dana Schwarz-Haderek; Ursula Schmid-Spreer; Jan-Mikael Teuner; Maiken Brathe; Brigitte Lamberts; Kerstin Lange; Sibyl Quinke; Carmen Mayer; Petra K. Gungl; Yvonne Keller; Renate Nolden; Edith Anna Polkehn; Martin Arz; Petra Scheuermann; Gitta Edelmann; Brigitte Vollenberg; Ingrid Werner; Daniel Raifura; Jennifer B. Wind
Wer kennt das nicht, dass man immer wieder einmal das Gefühl hat am falschen Ort zur falschen Zeit zu sein. So ergeht es auch den Protagonisten in den Kurzgeschichten ,, Zur falschen Zeit, am falschen Ort“ in denen die Autorin und Herausgeberin Brigitte Lamberts gemeinsam mit anderen AutorInnen dieser Frage nachgeht.
Ich mag Anthologien, weil es interessant ist, wie Autoren ihre Intension einer Geschichte ihren Lesern kurz und kompakt näher bringen möchten. Hier ist es 20 AutorInnen wunderbar gelungen sowohl Spannung, Emotionen und Humor in ihren Geschichten unterzubringen.
Man findet berührende Geschichten, die als Hintergrund wahre Ereignisse haben wie den Anschlag auf das World-Trade-Center oder den verheerenden Tsunami der in Thailand viele Todesopfer forderte. Aber auch Geschichten, die zum Nachdenken anregen und zeigen, dass man auch in den eigenen vier Wänden nicht immer am richtigen Ort ist und die Zeit die dabei verloren geht schicksalshafte Wendungen annehmen kann. Trotz Tragik und Verzweiflung in manchen Geschichten findet man immer wieder kleine Hoffnungsschimmer, die zeigen, dass das Leben weitergehen muss und auch kann. Die Kurzgeschichten sind wie kleine Wundertüten, wo man nie weiß, welche Überraschung man darin finden wird. Ein interessantes Thema, das auch immer wieder humorvoll und witzig aufgearbeitet worden ist. Die bunte Mischung der 20 Kurzgeschichten haben wunderbar miteinander harmoniert und ich bin froh, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit an der Leserunde teilgenommen zu haben.
Das Geistermädchen
Zur falschen Zeit am falschen Ort von Fenna Willams; Dana Schwarz-Haderek; Ursula Schmid-Spreer; Jan-Mikael Teuner; Maiken Brathe; Brigitte Lamberts; Kerstin Lange; Sibyl Quinke; Carmen Mayer; Petra K. Gungl; Yvonne Keller; Renate Nolden; Edith Anna Polkehn; Martin Arz; Petra Scheuermann; Gitta Edelmann; Brigitte Vollenberg; Ingrid Werner; Daniel Raifura; Jennifer B. Wind
Die 14 jährige Jana ist zwar gerne bei ihrer Oma, aber nicht, wenn sie die Weihnachtfeiertage lieber mit ihrer Band verbringen würde. Bis zu dem Tag als sie bei einem Spaziergang einen Holzengel findet und ein Geistermädchen sie von nun an jede Nacht um Hilf bittet. Durch ein Baumportal im Wald landet Jana plötzlich im Jahr 1838, wo sie nun ein unsichtbarer Geist ist, der eine wichtige und nicht immer ungefährliche Aufgabe zu lösen hat.
Doch ihre neu gewonnen Freunde, wie der Straßenjunge Matthias oder der sympathische Arzt Konstantin Heydenreich helfen ihr sich in ihrer fremden Umgebung zurecht zu finden. Auch wenn Jana ihre Oma jeden Tag anlügen muss und weiß, dass ihr keiner glauben würde, wie sie ihre Zeit verbringt, fühlt sie sich verpflichtet, jeden Tag diese Zeitreise zu unternehmen, denn sie spürt, dass nur sie es schaffen kann dem Geistermädchen zu helfen.
,, Das Tor ins Anderswann“ von Sabine Kruber, entführt den Leser in eine winterlich/weihnachtliche Geschichte in 24 Kapiteln. Es ist eine abenteuerliche und fantasievolle Reise in die Vergangenheit, die von der Autorin sehr schön und auch einfühlsam erzählt wird. Jana ist ein taffes und neugieriges Mädchen, das stets auf der Seite der Schwachen und Hilfesuchenden steht. Dass sie dabei ständig ihre Oma anlügen muss, damit sie heimlich verschwinden kann, hat mich ein wenig gestört, denn vielleicht hätte es ihre Oma sogar verstanden, denn in der Vergangenheit, haben sich die Menschen auch sehr schnell an Jana als ,,Geist“ gewöhnt. Die Geschichte liest sich flüssig und Spannung und Einfallsreichtum findet man darin immer wieder. Es werden auch unschöne und berührende Szenen geschildert, wo die Autorin gut beschrieben hat, wie damals mit Menschen, die anders waren, umgegangen wurde.
Es ist eine schöne Geschichte, wo man mit Jana mit fiebern kann. Es stehen sich immer wieder sympathische und unsympathische Protagonisten gegenüber, wo man stets hofft, dass das Gute siegen wird. Der Aufbau der Geschichte, die sich über die 24 Kapiteln erstreckt, ist gut gewählt und man kann als Leser bis zum Schluss mit fiebern, ob es Jana gelingen wird, das Geheimnis von dem Geistermädchen zu lösen. Eine fantasievolle Reise in die Vergangenheit, die ein doch unerwartetes Ende für den Leser parat hält.
Liebesgeschichten
Amors Pfeil traf eine Katze von Brigitte van Hattem
Wer wissen möchte wo, wann und warum plötzlich die Liebe zuschlagen kann, dem möchte ich das Buch von Brigitte van Hattem ,,Amors Pfeil traf eine Katze“ ans Herz legen. Hier findet man 21 Liebesgeschichten, die sich auf vielfältige Art und Weise mit diesem Thema beschäftigen.
Oft sind es zufällige Begegnungen, sei es bei einem Ausflug wo ein verlorenes Handy unerwartetes Liebesglück beschert oder eine Katze, die von liebevollen Menschen aufgenommen wird und dabei unerwartet Amor spielt.
Die Mischung die die Autorin dabei dem Leser präsentiert reicht von humorvoll und witzig, bis emotional und zum Nachdenken anregend. Bei manchen Geschichten ahnt man zwar bereits wie es ausgehen wird, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Dafür gibt es dann wieder Geschichten, wo ich den Ausgang so nicht erwartet hätte.
Wer es sich also mit kleinen, aber feinen Liebesgeschichten die Zeit vertreiben möchte, der wird mit ,,Amors Pfeil traf eine Katze“ sicher seine Freude haben.
Mörder unter sich
Liebe und Verbrechen von Gerd Raguß
Der junge Staatsanwalt Arnulf Kraß lebt nach dem brutalen Mord an seiner geliebten Frau sehr zurückgezogen. Für ihn gibt es nur die Arbeit und er ist sich sicher, dass er nie wieder eine Frau lieben könnte. Bis zu dem Tag, als die attraktive Praktikantin Aurea Schneider bei ihm zu arbeiten beginnt.
Hin und hergerissen zwischen verborgen geglaubten Gefühlen und einem dunklen Geheimnis, kommen sich beide näher und Arnulf muss dabei Entscheidungen treffen, die für sein weiteres Leben von großer Bedeutung sein werden.
Es gibt selten Bücher, die mir nicht gefallen, bei diesem war es aber wieder einmal so. Der Roman ,, Liebe und Verbrechen – Arnulf und die gefährliche Neugier der Aurea Schneider“ von Gerd Raguß hat mir zwar vom Klappentext her gefallen, aber die Umsetzung hat mir leider gar nicht zugesagt. Angefangen mit den beiden Protagonisten Arnulf und Aurea, die mir beide extrem unsympathisch waren. Arnulf, der sich nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau zurückgezogen hat, hätte ich ja noch verstehen können, aber sein Selbstmitleid, das sich Seitenweise dahin zieht, war mir dann doch zu viel. Immer wieder rollen ihm Tränen übers Gesicht, als er sich für Aurea zu interessieren beginnt, weiß er nicht was er machen soll, vor allem, was könnten die Kollegen denken, wenn sie ihm gefällt. Also lässt er sie nach anfänglicher Sympathie erst einmal wieder links liegen. Ebenso hat mich gestört, dass immer wieder erwähnt wurde, dass er das geerbte Familienunternehmen unter der Voraussetzung weiterführen soll, dass er heiratet und eigene Kinder dazu bekommt, denn z.b adoptierte würden dabei nicht gelten. Aurea war zum Schluss ganz unten durch bei mir, denn wenn jemand es toll findet, dass man Mörder und andere Verbrecher ebenfalls umbringt und sie nichts anderes erwartet hat und im Grunde darauf stolz ist, muss ich leider sagen, dass dieser Roman ganz und gar nicht meinen Vorstellungen entspricht. Der Schreibstil und die Dialoge waren für mich ebenfalls nicht zielführend um Spannung zu erzeugen, denn mit Sätzen wie ,, Seitdem die Erde ihren Platz im Universum gefunden hat, geht jeden Morgen die Sonne auf, so auch heute....“ habe ich nicht viel anfangen können.
Was spannend und interessant geklungen hat konnte mich leider nicht überzeugen.
Der Tod und ich
Mohnblumen von Markus Szaszka
Während die 9 jährige Linh abends durch das Krankenhaus streift um das Zimmer ihrer Mutter wieder zu finden, begegnet sie plötzlich einer jungen Punkerin namens Mori, die sie bei ihrer Suche begleitet. Was Linh aber nicht weiß ist, dass der Tod in Moris Gestalt bei ihr ist um einen Auftrag zu erfüllen.
In den nächsten Stunden lernt Linh vieles über das Leben und trifft Menschen, deren Schicksal sie zum Nachdenken anregt. Eine abenteuerliche Nacht beginnt, die Linh nicht so schnell vergessen wird.
Aus der Reihe ,, Großstadtballade“ von Markus Szaszka, bekommt dieses Mal der Leser im Roman ,, Mohnblumen“ die berührende und lehrreiche Geschichte von der kleinen Linh und ihrem Streifzug durch das Krankenhaus in Wien zu lesen. Es ist eine fantasievolle und trotzdem sehr emotionale Geschichte, die mit Weisheiten und wunderschönen Gedankengängen gespickt ist. Dass hier sogar der Tod menschliche Züge aufweist und alles andere als furchterregend ist, macht die ganze Handlung noch liebenswürdiger, als sie bisher schon ist. Als Leser wird man von Beginn weg in die Geschichte hineingezogen und es ist erstaunlich welch philosophische Gedanken der Autor dabei auf jeder Seite einfließen ließ. Man findet dabei so viele schöne Sätze, wo man ständig diese aufschreiben und irgendwo aufhängen möchte. Selbst traurige und nicht so schöne Erlebnisse wie Einsamkeit oder Krankheit lässt der Autor in einem anderen Licht erscheinen, wo man trotzdem dabei sogar immer wieder etwas positives herausfinden kann und man selbst sein Leben in einem anderen Licht betrachten kann. Die Handlung ist auf 140 Seiten natürlich sehr komprimiert und auch die 9 jährige Linh erscheint ob ihres Alters mit ihren Fragen und Aussagen manchmal älter als sie tatsächlich ist.
Trotzdem ist der Inhalt für den Leser nicht nur lehrreich, ohne dass er das Gefühl hat belehrt zu werden, sondern es ist auch ein Eintauchen in sein eigenes Leben, wo man vieles als selbstverständlich hinnimmt ohne darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten das Leben eigentlich bietet um es lebenswert zu machen.
Die Liebesmaschine
DIE LIEBESMASCHINE von Gabriele Behrend
In 12 verschiedenen Geschichten, wo die meisten SF angehaucht sind, nimmt die Autorin Gabriele Behrend den Leser auf eine abenteuerliche Reise mit , wo man diverse Geschichten über verschiedene Beziehungen zwischen Menschen, aber auch KI und sonstige seltsame Protagonisten begleiten darf.
Manche Geschichten sind richtig berührend, wo man Ende ob des Ausganges oft überrascht ist.
So war es schön zu lesen, dass eine KI menschliche Züge aufweist und versucht ,,seine“ Menschen glücklich zu machen.
Aber auch erschütternde Geschichten sind zu finden, wo ein Mann seinem Leben einem Ende setzen möchte und seine Beraterin ihm wieder neuen Lebensmut gibt mit einem besonderen Hintergedanken.
Auf vielfältige Art und Weise zeigt die Autorin wie Beziehungen zueinander sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben können.
Es gibt aber auch einige Geschichten, wo ich leider den Hintergedanken der Autorin nicht nachvollziehen oder auch verstehen konnte. Was es dadurch nicht leicht gemacht hat einen wirklichen Zugang zu finden.
Schön war, dass es im Grunde in fast jeder Geschichte immer wieder einen Hoffnungsschimmer gegeben hat, dass sich etwas zum Guten wenden kann und dass man aber KI nie unterschätzen sollte.
Eine bunte SF Geschichten Sammlung mit einer guten Abwechslung, wo sicher jeder die eine oder andere Lieblingsgeschichte finden kann.
Der Anschlag
Kommissar Gennat und der Anschlag auf den Orientexpress von Regina Stürickow
In der Nähe von Berlin, in der Kleinstadt Jüterbog, kommt es 1931 zu einer Zugentgleisung. Es sollte aber nicht die letzte sein. Denn einige Monate später kommt es zu einem noch tragischeren Unglück, als der legendäre Orient Express auf seinem Weg nach Wien in Ungarn ebenfalls entgleist und es dabei viele Todesopfer gibt.
Kommissare aus drei Ländern, Österreich, Deutschland und Ungarn, schließen sich zusammen und versuchen den Täter zu finden. Allen voran der Berliner Kommissar Gennat und sein Freund der Reporter Max Kaminsky, der gemeinsam mit seiner Frau Lissy das Zugsunglück unbeschadet überstanden hat, sind an der raschen Aufklärung interessiert. Es gibt viele Spuren die lange nicht zum Erfolg führen, bis ein Zufall den Ermittlern dabei hilft.
,,Kommissar Gennat und der Anschlag auf den Orient Express“ ist der 3. Band aus der Reihe rund um den gemütlichen und sympathischen Kommissar Ernst Gennat. Die Autorin Regina Stürickow hat dabei wieder einmal den damals tatsächlich lebenden erfolgreichsten und begabtesten Kriminalisten Deutschlands mit einem Kriminalfall betreut, den es ebenfalls gegeben hat. Dabei hat sie gute Recherche betrieben und fiktive Ereignisse mit tatsächlichen gemischt. Am Ende des Romans findet man einen interessanten historischen Anhang zum tatsächlichen Kriminalfall. Es finden sich auch Personen wieder, die ebenfalls damals gelebt haben wie z.B die bekannte Sängerin und Tänzerin Josephine Baker.
Die Geschichte ist interessant und auch die Protagonisten haben mir gut gefallen, dass auch Lissy öfters ihre Nase in Ermittlungen gesteckt hat, hat mir nichts ausgemacht und es war eine humorvolle Auflockerung. Dass nach dem Titel nach die Ereignisse erst relativ spät im Buch stattfinden, hat mich ein wenig gewundert, da doch recht lange über das erste Attentat in Jüterbog berichtet wurde. Der Erzählstil ist teilweise recht nüchtern und man spürt dabei nicht immer wirklich Gefühle und Empfindungen der Protagonisten. Hingegen wirkt dann der Attentäter wie ein Psychopath, der sehr verwirrt erscheint und auch die Polizei vor so manches Rätsel stellt. Ein interessanter Roman wo man eintauchen kann in die Vergangenheit und man dabei so ganz nebenbei echte Kriminalfälle kennen lernt.
Tanja und Rudi
Die Kommissarin und der Metzger - Auf Messers Schneide von Bent Ohle
Die taffe und unkonventionelle Kommissarin Tanja Terholte ist im Dezernat für Schwerverbrechen in Münster tätig. Deshalb ist sie für die Ermittlungen in ihrem Heimatort in Horstmar zuständig. Wer versteckt Leichenteile auf verschiedenen Bauernhöfen? Und wo ist plötzlich der Tierarzt Dr. Stratmann? Ist er etwa der Tote? Zum Glück bekommt Tanja Hilfe von ihrem Bruder Rudi, der als begeisterter Fan von CSI Filmen und Metzger vom Beruf, bei dem Fall wichtige Hinweise liefern kann.
Da die Bewohner in ihrem Ort nicht immer gut auf sie zu sprechen sind und so mancher nicht immer die Wahrheit sagt, ist Tanja wohl oder übel gezwungen ihre eigenen Methoden anzuwenden, wenn diese auch nicht immer ihrem Chef recht sind. Und so kommt es sogar noch dazu, dass sie einem alten Familiengeheimnis auf die Spur kommt.
,, Die Kommissarin und der Metzger“ ist der erste Band aus der humorvollen Krimireihe rund um Tanja und ihrem Bruder Rudi. Der Autor Bent Ohle nimmt dabei den Leser auf einen mehr als witzigen und oft auch recht skurrilen Ausflug ins mehr oder weniger beschauliche Landleben in Horstmar mit. Wo gemordet, gelogen und reichlich Schnaps getrunken wird. Die Terholtes sind eine sehr humorvolle und ungewöhnliche Familie, die nicht zu Unrecht von den Nachbarn als ein wenig seltsam bezeichnet werden. Deshalb war es oft für Tanja nicht leicht, ihre Ermittlungen so auszuführen, wie sie es gerne wollte. Aber ihre direkte und kluge Art und Weise, wie sie andere dazu bringen konnte, die Wahrheit zu sagen, haben ihr dabei geholfen. Ihr Bruder Rudi ist vom Autor witzig dargestellt worden. Dass er als ,,Professor“ in der Rechtsmedizin mit arbeiten durfte, ist zwar nicht wirklich möglich, aber in dem Roman hat es gut hinein gepasst. Bent Ohle hat generell seine Figuren gut heraus gearbeitet und mit Stärken und Schwächen versehen, sodass im Grunde alle sympathisch waren. Selbst Elisabeth, die Mutter der Geschwister, die gerne zu einem Gläschen Schnaps greift, hat trotz ihrer resoluten Art, einen weichen Kern. Das Landleben ist hier nicht immer idyllisch und die Bewohner haben alle einen eigenen Charme. Die Geschichte bietet einige filmreife Szenen, die von Autor so bildhaft dargestellt wurden, dass man ob ihrer Skurrilität aus dem Schmunzeln nicht herauskommt. Der Krimi bietet eine gute Mischung aus Spannung, emotionalen Momenten und vor allem viel Humor. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, sodass man den Roman wunderbar lesen kann und man immer wieder von witzigen Einfällen überrascht wird. Man darf zwar nicht alles ernst nehmen, da Tanjas Ermittlungen sicherlich nicht dem Lehrbuch entsprechen, aber so wird man als Leser wenigstens gut unterhalten und man darf sich schon auf den nächsten Band freuen, wenn die Geschwister wieder auf Verbrecherjagd gehen.
Reise in die Vergangenheit
Quälgeist von Mikael Lundt
Kommissar Hausmann bekommt es mit einem sehr ungewöhnlichen Todesfall zu tun.
In einem mystischen Baumkreis im Fengerholz wird ein toter Junge gefunden, der seltsam gealtert erscheint und kurze Zeit darauf zu Staub zerfällt. Als Hausmann auch noch Bekanntschaft mit Dörte macht, die mit ihrer Wünschelrute den toten Jungen gefunden hat, glaubt er immer noch an Unfug und ihr esoterisches Getue geht ihm gehörig auf die Nerven.
Aber bald schon merkt er, dass im Fengerholz Dinge vor sich gehen, die man nicht verstehen kann. Als es auch noch Parallelen zu einem alten Fall gibt, der nie aufgeklärt werden konnte und weitere Personen verschwinden muss auch Hausmann erkennen, dass offensichtlich ein Quälgeist sein Unwesen treibt. Und dieser wird so lange keine Ruhe geben, bis er sein Ziel erreicht hat.
,, Quälgeist“ ist der zweite Fall mit Kommissar Hausmann, der dieses Mal in die Welt der Geister und Dämonen eintauchen muss. Auch ohne den vorherigen Band zu kennen, kann man problemlos in die Geschichte eintauchen und Zeuge werden, wie ein spannender Fall gelöst wird. Hausmann ist ein sympathischer Kommissar, der zwar mit den unheimlichen und esoterischen ,,Ermittlungen“ von Dörte nicht immer klar kommt, aber er merkt mit der Zeit, dass doch etwas ungewöhnliches und vor allem gefährliches dahinter steckt. Obwohl eine tragische Geschichte dahinter steckt und auch ein wenig Gruselfeeling auftritt, bekommt man als Leser auch immer wieder kleine humorvolle Szenen geliefert, die den Roman noch lesenswerter machen. Der Quälgeist hätte für mich noch öfters in Erscheinung treten können, so ist vieles doch der Fantasie dem Leser überlassen geblieben. Die Auflösung des Falles war spannend aufgearbeitet, da man langsam von den Ereignissen aus der Vergangenheit in die jetzige Zeit mitgenommen wurde. Es ist eine berührende und spannende Geschichte, wo man sich schon auf den nächsten Band mit Kommissar Hausmann freuen kann. Ich könnte mir sogar Dörte als seine ,,Kollegin“ vorstellen, da sie wunderbar zu der Geschichte dazu gepasst hat und die kleinen Plänkeleien zwischen ihnen waren schön zu lesen.










