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Rezensionen von Gertie G.:

Eine Leseempfehlung

Der Bonbon-Mord zu Köln von Eva-Maria Silber; Kirsten Wilczek

Dieser zweite Krimi rund um Bas Sello und Mathilde von Tabouillot bringt uns Leser in den März des Jahres 1848 nach Köln zurück. In der Stadt geht die Angst um. Zum einem, weil zahlreiche revolutionäre Gedanken wie allgemeines Wahlrecht für alle, Presse- und Meinungsfreiheit sowie Bildung für alle auf Kosten der öffentlichen Hand gefordert werden, die der Stadtrat nicht billigt und Soldaten aufmarschieren lässt, und zum anderen, weil vergiftete Schokoladebonbons in der Stadt verteilt werden.

Die Folgen? Ein kleiner Junge stirbt, zahlreiche Personen zeigen Vergiftungssymptome und die Schokoladenmanufaktur Manhardt geht pleite.

Die Kölner Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter und kann eine Frau, Christine Edmund, dingfest machen, die von mehreren Zeugen als diejenige identifiziert werden, die die Bonbons verteilt hat. Sie leugnet die Tat, verwickelt sich aber immer wieder in Widersprüche. Das Motiv ist schwer auszumachen.

Mit der Verhaftung des Täters/der Täterin endet im allgemeinen nun ein Krimi. Doch dieser hier, leitet nun zur Gerichtsverhandlung über. Die Verdächtige wird von Bas Sello und seinem Kompagnon Dr. Venedey verteidigt, da ihr der Tod durch die Guillotine droht. Eigentlich sehr fortschrittlich, denn üblicherweise werden Todesurteile durch den Strang vollstreckt. Im Zuge der Gerichtsverhandlung tritt mehrmals eine eigenartige Verhaltensänderung der Angeklagten auf, was auf eine mögliche Geisteskrankheit hinweist.

„War sie im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten, so ist sie ein Ungeheuer der Verworfenheit. Angenommen aber, sie wäre ein Opfer einer krankhaften Befangenheit des Geistes gewesen, so würden die Beharrlichkeit, die List, die unvernünftige Vernünftigkeit ihres Verhaltens genau den gewöhnlichen Eigentümlichkeiten solcher Wahnsinnigen entsprechen.“ (Vermischte Nachrichten vor Kap. 41)

Christine Edmunds Mutter wird als Zeugin und zählt neben zahlreichen Krankheiten ihre Tochter, eine lange Reihe von Verwandten auf, die in geistiger Umnachtung verstorben sind. Ist es das, worauf die Frau hinaus will? Überstellung in ein Kloster oder ein privates Sanatorium woraus sie leicht ausbrechen könnte? Dass Bas Sello und Dr. Venedey auf mangelnde Schuldfähigkeit plädieren, klingt mich sehr modern. Ist ihrer Mandantin nicht klar, dass ein Irrenhaus zu jener Zeit kein Wellness-Hotel ist?

Meine Meinung:

Dem Autorinnen-Duo Eva Maria Silbe und Kirsten Wilczek ist nach „Der Blutmensch zu Köln“ abermals ein interessanter historischer True Crime gelungen. Mir hat besonders gut gefallen, dass hier der Prozess mit allen seinen vorbereitenden Arbeiten wie Gegenüberstellung der Zeugen sowie das Verfahren selbst in den Mittelpunkt gerückt wird. Für mich liest sich der Prozess sehr modern. Mit dem Rheinischen Gerichtswesen, das doch von der französischen Rechtssprechung beeinflusst ist, kenne ich mich leider nicht aus. Aber mussten der/die Beschuldigte damals nicht ein Geständnis ablegen, um überhaupt vor Gericht zu landen? Es war doch die Zeit, wo man Geständnisse aus den Menschen herausgeprügelt hat. Die forensischen Möglichkeiten waren ja sehr beschränkt. Immerhin hat man das Rattengift nachweisen können.

Wie im Nachwort zu lesen, habe alle Romanfiguren bis auf den Sergeanten Hans Baudewin eine historische, reale Entsprechung. Mathilde von Tabouillot, die im Laufe der Geschichte ihren zweiten Ehemann Fritz Anneke heiraten wird, kenne ich aus Sachbüchern wie „Vorkämpferinnen“ von Bianca Walther.

Gut gefallen hat mir auch die privaten Einblick in das Leben von Bas Sello und Dr. Venedey. Allerdings ist mir eine Riesenwut aufgestiegen, als ich über das weiter Schicksal von Agnes Grau gelesen habe. Genaueres verrate ich jetzt nicht. Allerdings hoffe ich, dass Agnes in einer Fortsetzung doch abermals eine Rolle spielen darf.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen True-Creme-Krimi aus Sicht der Verteidigung, 5 Sterne.

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Die Wahrheit muss ans Licht

Hitlers Gefolgsmann von Axel Spilcker

Die Wahrheit muss ans Licht

Robert Ley (1890-1945) war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Steinerne Zeuge ist der 4 km lange Gebäudekomplex der Prora auf Rügen, der von Ley in Auftrag gegeben worden ist. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess als Nummer 4 in der Hierarchie rund um Hitler einer der 24 Hauptangeklagten.

Seinem (Todes)Urteil in den Kriegsverbrecherprozessen entzieht sich Robert Ley 1945 durch Selbstmord.
Autor Axel Spilcker ist Historiker und Enkel von Robert Ley. In diesem Buch erzählt er vom Aufstieg des Robert Ley in den innersten Kreis um Hitler, von Intrigen, Korruption und fanatischem Antisemitismus, den Ley bis zu seinem Tode nicht abgelegt hat. Selbst als man ihm Beweise über die Verbrechen der NS-Zeit vorgelegt hat, behauptet er, Hitler hätte davon nichts gewusst. Axel Spilcker berichtet an Hand von exklusiven Dokumenten, wie den unveröffentlichten Memoiren von Leys letzter Lebensgefährtin Madeleine Wanderer, über seinen Großvater.

Wir erfahren wie Ley seine erste Frau und die gemeinsame Tochter Renate schnöde verlassen hat, um mit der von Hitler gefeierten Sopranistin Inga Hansen, die später in Morphiumsucht und Depressionen versinkt und sich 1942 das Leben nimmt, eine zweite Ehe einzugehen aus der drei Kinder, darunter sein eigener Vater Inger-Wolf Spilcker hervorgegangen ist. Die drei Kinder werden nach Ende des NS-Regimes in der Obhut der Großeltern, die ihren Namen in Spilcker geändert haben, getreu den Vorgaben des NS-Regimes aufwachsen: Ausgezeichnete Schulbildung nur für den Sohn und Stammhalter, für die Töchter muss eine Lehre genügen.

Axel Spilcker erzählt davon, wie man Robert Ley innerhalb der Familie nach wie vor verehrt. Besonders Renate, einer anerkannten Professorin und Feministin, hält an der „Heldenverehrung“ fest.

Daneben erfahren wir, dass die Familie einen jahrelangen Rechtsstreit um die Rückgabe des Vermögens, zu dem auch umfangreiche Immobilien geführt hat und, man glaubt es kaum, Recht bekommt, während die Nachfahren von enteigneten und ermordeten Juden leer ausgehen. Das Inger-Wolf Spilcker das Erbe verlieren wird, weil er mit Geld nicht umgehen kann, ist nur eine klitzekleine Genugtuung.

Meine Meinung:

Die Aufarbeitung von Familiengeschichten, die tief in der NS-Zeit verstrickt sind, ist Aufgabe der Enkel und Urenkel. Wie auch bei dieser Spurensuche ist deutlich zu sehen, dass die Kinder der Täter viel zu nahe an den Ereignissen dran.

Dieses Buch gewährt uns einen interessanten und sehr persönlichen Einblick in eine Familie, die mit der Last der Vergangenheit leben muss. Dabei spart Axel Spilcker seine eigenen Gefühle nicht aus.
Mögen noch mehr Enkel und Urenkel den Mut haben, sich mit der Geschichte ihrer Familien auseinanderzusetzen, zumal die Demokratie wieder unter Druck gerät, weil allenthalben nach einem starken Mann gerufen wird und das Wissen um die NS-Zeit leider (wieder) in Vergessenheit gerät. So wird in rechtsradikalen Kreisen behauptet, dass es sich bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen um Willkür der Siegermächte gehandelt habe. Solchen Behauptungen muss energisch entgegen getreten werden.
Für uns Wienerinnen und Wiener möchte ich anmerken, dass die Leystraße in der Brigittenau, dem 20. Bezirk Wiens, nach dem Bezirkspolitiker Konrad Ley (1801-1881) benannt ist.
Wenn Axel Spilcker meint, die Wahrheit gehöre ans Licht, kann ich ihm nur beipflichten.
Fazit:

Gerne gebe ich dieser lesenswerten und aufwühlenden Familiengeschichte 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Sepp Herbergers Traum vom der Auferstehung des deutschen Fußballs

Herbergers Kandidaten von Fabian Siegel

Dieses Buch, das im Jänner 2025 erschienen ist, passt perfekt zu der im Juni 2026 stattfindenden Fußball-WM.

Man schreibt das Jahr 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Das in Trümmern liegende Deutschland wird von den Alliierten besetzt und verwaltet. Doch recht bald regt sich so etwas wie ein Anflug an Normalität: Vielerorts wird wieder Fußball gespielt.

Auch Sepp Herberger, der letzte Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft will wieder eine Mannschaft trainieren und träumt von der Wiedergeburt des deutschen Fußballs. Das ist kein leichtes Unterfangen. Denn erstens wird er selbst kritisch beäugt, wie er es mit dem NS-Regime gehalten hat und zweitens gelten Spieler wie Fritz Walter, dessen Bruder Ottmar und August Klingler vermisst. Zudem ist der DFB von der FIFA ausgeschlossen und jene Spieler, die den Krieg überlebt haben, sind über die vier Besatzungszonen verstreut.

Wie es Sepp Herberger gelingt, den Traum vom ersten Länderspiel nach dem Krieg wahr werden zu lassen, hat Autor Fabian Siegel an Hand zahlreicher Zeitungsausschnitte, Interviews und sonstiger Dokumente recherchiert.

Siegel erzählt, wie Herberger sich aufmacht, die Spieler ausfindig zumachen und langsam den Spielbetrieb wieder zu starten. Zunächst sind scheitert er beinahe am Widerstand der Alliierten, die dann später, mit Ausnahme der Sowjets, ihre Unterstützung zusagen.

Am 22. November 1950 ist es soweit! Das erste Länderspiel findet in Stuttgart gegen die Schweiz statt – die deutsche Mannschaft siegt mit 1:0.

Meine Meinung:

Das Buch ist penibel recherchiert und liest sich sehr gut. Manchmal, so scheint es, zitiert Fabian Siegel wörtlich aus den Fußballreportagen der einschlägigen Zeitungen. Zahlreiche Fotos ergänzen dieses Sachbuch.

Fabian Siegel stellt uns jene Spieler vor, die als Kandidaten für die neue deutsche Nationalmannschaft unter Sepp Herberger gelten. Nicht alle werden vor dem strengen Augen des Teamtrainers bestehen. Manche dieser Namen sind beinahe vergessen. Wer erinnert sich noch an Karl Barufka oder Robert Schlienz, dem ein Arm amputiert werden musste, und der trotzdem mehrmals in der deutschen National-Elf spielt?

Auffallend sind die extrem hohen Besucherzahlen in den Stadien - 50.000 bis 90.000 Besucher in Sportstätten, die lediglich behelfsmäßig errichtete bzw. reparierte Tribünen aufweisen. Wahnsinn! Ich mag gar nicht daran denken, welche Katastrophen hier eintreten hätten können, wenn eine solche Tribüne eingestürzt wäre. Beim ersten Länderspiel am 22. November 1950 sind sogar 115.000 Menschen im überfüllten Stadion. Die Polizei ist hoffnungslos überfordert.

Interessant zu lesen ist, wie wenig die Spieler bezahlt bekommen haben. Ein paar Mark, ein paar Lebensmittel oder Teile der Ausrüstung - kein Vergleich mit dem Millionengeschäft von heute.

Fabian Siegel spart auch nicht das Intrigenspiel und die persönlichen Machtkämpfe zwischen den Verbandsmitgliedern und Herberger nicht aus.

Am Schluss findet sich eine Liste der Protagonisten und ihr weiterer Lebenslauf.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser Rückschau auf den Traum vom ersten Länderspiel und der Wiedergeburt des deutschen Fußballs 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Weimar - eine Stadt mit vielen Gesichtern

Weimar von Katja Hoyer

Wer den Namen Weimar liest oder hört, verbindet die thüringische Stadt vor allem mit Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller, der Weimarer Republik und vielleicht auch noch mit Walter Gropius und seinem Bauhaus. Doch gleichzeitg ist Weimar auch jene Stadt, die als Blaupause für die Machtübernahme und den Terror des NS-Regimes für ganz Deutschland dient(e).

Wie es dazu kommen konnte, erklärt Historikerin und Autorin Katja Hoyer in diesem aufschlussreichen Buch. Dazu hat sie in zahlreichen Archiven bislang unbekannte Quellen aufgestöbert und zudem lässt sie Bürger von Weimar der 30er und 40er Jahre zu Wort kommen. So dürfen wir im Tagebuch des Buchhändlers Carl Weirich lesen, der akribisch große und kleine Ereignisse seiner Familie sowie der Stadt festgehalten halt. Auch er wird sich, als ihn die amerikanischen Truppen am 16. April 1945 gemeinsam mit Tausenden anderen Einwohnern der Stadt durch das KZ-Buchenwald geführt wird, fragen (müssen) wie es dazu kommen konnte, dass er nichts gegen das Unrechtsregime unternommen hat. Er ist zwar nicht, wie so viele andere, der NSDAP beigetreten, gehört aber der Mehrheit der Bevölkerung an, die schweigend weggesehen hat, als man schon frühzeitig die kleine jüdische Gemeinde Weimars drangsaliert, ausgeraubt, deportiert und letztlich vernichtet hat.

Dann lenkt sie unser Interesse auf das Ehepaar Rosa und Arthur Schmidt, das das heruntergekommene Hotel Hohenzollern auch dadurch zu neuer Blüte bringt, weil sie ab 1926 den Nationalsozialisten Räume zur Verfügung stellen. Bis 1942 bleibt verborgen, dass Rosa jüdische Großeltern hat und deshalb gemäß den Nürnberger Gesetzen als Volljüdin gilt. 1944 wird sie deportiert und in Auschwitz ermordet. Arthur stirbt am 30. Jänner 1945, wenige Tage nach der Befreiung des KZ Auschwitz, an gebrochenem Herzen.

„Weimar, die Stadt, die dem demokratischen Neuanfang ihren Namen geben sollte, wurde zum Synonym für das katastrophale Scheitern dieses politischen Experiments, und das spiegelt sich in den gegensätzlichen Lebensbahnen seiner Bewohner wider. Welche Rolle spielten sie in diesem Prozess? Hatten die Amerikaner recht, mit ihrer Behauptung, dass auch sie Verantwortung trügen, weil sie sich widerstandslos in die Hände von Verbrechern und Wahnsinnigen begeben hätten? Kein Mensch kann völlig frei von den Umständen handeln, in denen er sich befindet. Das heißt jedoch keineswegs, dass die Menschen keine Entscheidungsgewalt hätten. Das Deutschland der Zwischenkriegszeit fasziniert Historiker und die Allgemeinheit, weil es die Spannung zwischen dem Individuum und dem Kollektiv, zwischen Unausweichlichkeit und eigener Verantwortlichkeit verkörpert.“

Das Buch fesselt durch die einerseits nüchterne Darstellung der Ereignisse ab 1914 sowie andererseits von den sehr persönlichen Aufzeichnungen und Schicksalen zahlreicher Weimarer Bewohnerinnen und Bewohner. Wie ambivalent sich einige Personen verhalten, zeigt sich durch Friedrich Nietzsches Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche, die um das Andenken ihres Bruders weiterhin hoch zu halten, sich Hitler & Co. geradezu anbiedert.

Jedes Mal, wenn ich in diesem Buch den Namen des Gauleiters Fritz Sauckel gelesen habe, hat mein Kopf "Saukerl" daraus gemacht ....

Heute bemüht sich Weimar seiner ambivalenten und vielschichtigen Geschichte gerecht zu werden. So werden den zahlreichen Touristen nicht nur die Wohnstätten von Goethe und Schiller sowie das Erbe von Walter Gropius‘ Bauhaus durch Museum und Ausstellung näher gebracht, sondern auch die dunkle, unrühmliche Facette der Stadt. Ich selbst war 2023 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Künstlervereinigung in Weimar. Damals hat das künstlerische Werk die NS-Vergangenheit der Stadt überstrahlt.

Fazit:

Ich kann dieses Buch, das den Weg Weimars als Stadt der gleichnamigen Klassik zur Hochburg des NS-Unrechtsregimes nur wärmstens empfehlen, weil es durch den eindringlichen Schreibstil der Autorin, die Geschichte erlebbar und erlesbar macht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Anna von Meran, geb. Plochl - mehr als die Ehefrau eines Erzherzogs

Anna Plochl von Gabriele Reiterer

Zu Anna Plochl (1804 –1885), die im Alter von 15 Jahren Erzherzog Johann (1782-1852) begegnet ist, gibt es zahlreiche romantische Filme und einige Romane, jedoch bislang kaum als historisch verbürgte Fakten einzustufende Informationen. Fast alles, was über sie geschrieben und erzählt wird (und wurde), endet mit der Hochzeit mit dem Habsburger im Jahr 1829.

Welchen Anteil sie an den Reformen der Landwirtschaft, die Johann zugeschrieben werden, hat, enthüllt die Kunsthistorikerin Gabriele Reiterer in dieser umfassenden Biografie. Dafür hat Reiterer in unzähligen Archiven geforscht und hat erstmals Zugriff auf das Familienarchiv der Familie Meran erhalten.

Wer ist sie nun, diese Anna Plochl, die als kleinbürgerliche Posthalterstochter in eine der mächtigsten Dynastien des 19. Jahrhunderts einheiratet?

Nach dem Intro erfahren wir in zehn Kapiteln sowie einem Epilog bislang Unbekanntes aus dem Leben der Anna Plochl, die Landwirtin, Pionierin und Habsburgerin gewesen ist:

1885 Aussee - Abschied und Neubeginn
Die Dynastie am Abgrund
Das „gamsaugete“ Mädchen
Das ehelose Zusammenleben
Eine andere Art der Ehe
„Ich empfehle dir das Ganze“
Die „persona dubia“ wird Freifrau von Brandhofen
Anna, die Aristokratin
Wetterleuchten
Wende und Abschied

Aus den zahlreichen Briefen, Tagebucheintragungen und Dokumenten gewinnt die Autorin ein interessantes Bild der Beziehung zwischen Anna und Johann, die sehr modern anmutet. Johann, der Bruder des Kaisers, muss nicht für dynastischen Nachwuchs sorgen, (weil das der Kaiser selbst erledigt hat) weshalb er, nach zehn Jahren des brüderlichen Widerstandes, die nicht standesgemäße Bürgerliche endlich heiraten darf. Allerdings sind beide zahlreichen Einschränkungen unterworfen. Vor allem zahlreiche Hofschranzen lassen Anna ihre Herkunft spüren, indem man sie herablassend behandelt. Dass Kinder aus einer morganatischen Ehe keinen Herrschaftsanspruch haben, ist spätestens 1918 ohnehin obsolet. Dieses Schicksal teilt ihr Sohn Franz von Meran (1839-1891) mit den Kindern des 1914 in Sarajevo ermordeten Thronfolgerpaares Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Ehefrau Sophie von Hohenberg, geborene Chotek.

In Laufe der Jahr wird Anna Plochl zunächst als Freifrau von Brandhofen und dann als Gräfin von Meran geadelt. Welche Rolle hier der allseits bekannte (und teils verhasste) Fürst Metternich gespielt hat, kann man hier nachlesen.
Anna von Meran wird ihren Mann um 26 Jahre überleben. Letztlich werden Anna und Johann im Mausoleum auf ihrem Südtiroler Anwesen, dem Schloss Schenna, beigesetzt.

Auf Grund der ständigen Abwesenheit ihres Ehemanns „schupft“ die bodenständige Anna die weit verzweigten landwirtschaftlichen Betriebe mit erstaunlicher Wirtschaftskompetenz und ist hoch angesehen. Mit Fug und Recht kann Anna von Meran, geborene Plochl, in erster Linie als Landwirtin und Pionierin bezeichnet werden.

Das Buch, das der 11. Teil der Serie „Reihenweise kluge Frauen“ aus dem Verlag Molden ist, ist wie die anderen Biografien, als gediegenes Hardcover erschienen, und enthält zahlreiche zeitgenössische Abbildungen. Das Buch eignet sich bestens als Geschenk.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser detaillierten Biografie einer Frau, die bislang nur romantisiert dargestellt worden ist, aber in Wirklichkeit eine Pionierin des Fortschritts gewesen ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Hier ist wenig, wie es scheint

Strandopfer von Frank Goldammer

Dieser Krimi ist Auftakt zu einer neuen Reihe von Frank Goldammer, die uns an die polnische Ostsee führt wo vier befreundete Ehepaare sowie die Tochter eines Paares ihre Ferien verbringen. Die vermeintliche Idylle zerbricht, als einer der Urlauber, Joachim Hundt, tot am Strand aufgefunden wird. Weil Hundt ein Mitarbeiter im deutschen Innenministeriums war, wird Oberkommissarin Lena Schuldt vom BKA Berlin nach Swinemünde entsendet, um sicher zugehen, dass es sich hier um einen schnöden Badeunfall handelt.

Gleich bei ihrer ersten Begegnung stehen sich Lena Schuldt und ihr polnischer Kollege Adam Krawczyk mit ihren Vorurteilen gegenüber.

Als sich herausstellt, dass Hundt ermordet worden ist und in seinem Rachen ein großer Bernstein steckt, müssen sie zusammenarbeiten. Mehrmals weist Adam darauf hin, dass Lena in Polen nicht zu sagen hat. Zumal Lena kein polnisch spricht, während Krawczyk neben polnisch auch deutsch spricht. So muss sie immer wieder warten, bis er übersetzt hat, wobei sie den Eindruck hat, er dolmetscht nicht exakt.

Die Befragung der Urlauber ergibt zum Entsetzen der Ermittler, dass Luisa, die Tochter von Silvia Lizkow wird vermisst. Sie soll, trotz Verbotes mit Joachim Hundt zum Strand gefahren sein. Der Tote tritt in den Hintergrund und die Suche nach dem Mädchen läuft an. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass sich die Ehepaare doch nicht so grün sind, wie sie behaupten. Außerdem torpedieren sie die Ermittlungen in dem sie mögliche relevante Beobachtungen verschweigen oder überhaupt lügen. Besonders die Mutter des Mädchens fällt durch eigenartiges Benehmen auf. Der Druck das vermisste Mädchen zu finden, wird stetig höher. Doch es gibt weitere Tote und die Ermittler leisten sich auf Grund ihrer gegenseitigen Abneigung einige Ermittlungsfehler.

Werden sie das Mädchen lebend finden?

Meine Meinung:

Ich kenne so gut wie alle Krimis von Frank Goldammer - seine Fußballkrimis, die Bruch-Reihe sowie die beiden Dresden-Reihen rund um Max Heller und dessen Großvater Gustav Heller. Daher habe ich einen guten Überblick über das Werk des Autors. Schon mit der Bruch-Reihe beschreitet Goldammer einen neue Richtung. Seine Ermittler haben private Probleme, sind ohne Beziehung und voller Voreingenommenheiten den anderen gegenüber. Sind es in der Reihe Felix Bruch innerdeutsche Vorurteile zwischen BRD und DDR, so sind es nun Ressentiments zwischen Polen und Deutschland, die für Spannungen sorgen.

Goldammer zeigt in diesem spannender Auftakt zur Grenzfall Ostsee Reihe, welche Vorurteile immer noch in den Köpfen vorherrschen und gleichzeitig, dass es manche Menschen sehr gut verstehen, ihr Umfeld zu manipulieren. Die Geschichte hat viel Potenzial, das leider in einem Strudel von Missverständnissen, Kompetenzstreitigkeiten sowie den Flashbacks von Lena aus ihrer Jugend eingebremst wird. Ich persönlich finde das wirklich schade, dass hier zwischen den Ermittlern kein gutes Arbeitsklima herrscht. Adam besorgt sich heimlich Informationen über Lenas Vorleben und bestätigt mit seinen eigenen Vorurteilen die ihren, die sich ständig zu bestätigen scheinen.

Insgesamt sind die Charaktere hier sehr gewöhnungsbedürftig. Die verschwundene Luisa wird von den Erwachsenen, sogar von ihrer Mutter, als Störenfried, verzogenes Gör beschrieben und hat wenig Liebenswertes an sich.
Die mehrmaligen Wiederholungen über Lenas Kindheit bzw. Jugend sind ein wenig zäh, denn man erfährt nichts wirklich neues.

Interessant zu lesen ist, dass die Hierarchie bei der polnischen Polizei ziemlich militärisch wirkt, was für die deutsche Ermittlerin durchaus irritierend ist. Nun ja, man wird sehen, wie es mit diesem ungleichen Paar weitergehen wird.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Reihenauftakt, der ein Ermittler-Duo zeigt, dass beide randvoll mit Vorurteilen dem jeweils anderen gegenüber sind, und trotzdem zusammenarbeiten müssen, 4 Sterne.

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Big Ben und Tower Bridge - England! Zauberbus Otto rollt an!

OTTO fährt los - Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger

In seiner aktuellen Reise begibt sich Zauberbus Otto gemeinsam mit seiner Ferienfamilie Papa Martin, Freda und Arthur nach England. Dort steigen noch Tante (Aunt) Lissy und deren Dackel Daisy ein.

Dass die Überfahrt nicht mittels Fähre erfolgt sondern durch den Eurotunnel, sorgt bei Otto für ein mulmiges Gefühl.

So sehen die kleinen (und großen) Leser, dass auch der Tausendsassa Zauberbus Otto nicht ganz perfekt ist. Und angst haben ist schließlich keine Schwäche, sondern ein wichtiges Gefühl.

Die Reise durch England führt die Familie an vielen bekannten Wahrzeichen vorbei. Wie schon bei den Vorgängern ist die Reise mit Otto viel zu schnell vorbei.

Die Illustrationen von Stefanie sind abermals sehr gut gelungen. Mir gefällt das Grundkonzept der Bücherreihe von "Otto fährt los". Es gibt bereits vier andere Bücher über den Zauberbus, die jeweils einem europäischen Land bzw. einem beliebten Urlaubsziel in Europa gewidmet sind.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Reiseführer für abenteuerlustige Kinder 5 Sterne.

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Ein Dorf und seine Geheimnisse

Mittsommertod von Elin Blomgren

Die Sozialarbeiterin Ebba Lorenz hat gerade ihren Job verloren und braucht zudem eine Beziehungspause von ihrem Freund Andreas, der ihr in seiner Firma einen Job verschaffen will. Sie findet das übergriffig und reist kurz entschlossen von Hamburg in das kleine schwedische Dorf Björkberg, um zum einen Abstand zu gewinnen und zum anderen das alte Haus ihrer Urgroßmutter zu renovieren.

Kaum angekommen, wird der Grundschullehrer erschossen aufgefunden. Ein Jagdunfall kann recht bald ausgeschlossen werden, weshalb Kriminalkommissar Ole Lund und sein Kollege Albin Nordwall Ermittlungen aufnehmen, die sie unter anderem in eine Seniorenresidenz führen. Ebba gilt im Gegensatz zu Ole als Einheimische und kommt so recht leicht (und manchmal auch ungewollt) mit den Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern ins Gespräch.
Als dann während des Mittsommerfestes eine zweite Leiche gefunden wird, scheint es einen Zusammenhang mit einem Doppelmord an zwei jungen Frauen zu geben, der sehr lange zurückliegt. Man hat damals einen 16-jährigen der Morde schuldig gesprochen, der nach der Verbüßung seiner Haft kurz wieder nach Björkberg zurückkehrt und plötzlich verschwunden ist. Ausgewandert sei er, so heißt es im Dorf. Doch stimmt das?
Und wer ist die geheimnisvolle Gestalt, die immer wieder unerwartet auftaucht und gleich wieder verschwindet?
Meine Meinung:

Dieser Krimi, der Auftakt zu einer neuen Reihe ist, beginnt eher gemächlich. Gemeinsam mit Ebba tauchen wir in die verschworene Gesellschaft in Björkberg ein. Viel Wald, bunte Häuser - so wie sich Touristen ein schwedisches Dorf eben vorstellen. Dennoch liegt eine eigentümliche Stimmung über Björkberg. Es scheint, als hätte die Bevölkerung etwas mehr zu verheimlichen als Familienzwistigkeiten oder Alkoholprobleme. Langsam, aber stetig nimmt die Spannung zu, bis sie eskaliert.

Die Charaktere sind sehr fein herausgearbeitet. Ole Lund, der nach dem Tod seiner Frau von der Großstadt aufs Land gezogen ist, muss man einfach mögen. Er ist nicht als Wunderwuzzi oder als Ekel beschrieben, sondern als Person, die vom Schicksal ein wenig gebeutelt worden ist. Schmunzeln musste ich über die Gerichtsmedizinerin Uma Draken, von der die meisten Polizisten nur als „Drachen“ sprechen. Ja, sie ein wenig spröde, aber sehr kompetent und gibt klare Richtlinien vor. Ebba hingegen braucht noch ein wenig Zeit, sich neu zu orientieren. Ob aus den Ole und Ebba etwas wird? Ich denke, die Fortsetzung wird es uns zeigen.

Die Autorin beschreibt die Mentalität der Menschen der Provinz Värmland, die durch Wetter und karge Landschaft geprägt sind, recht gut.

Fazit:

Obwohl mir schwedische Krimi manchmal zu depressiv sind, hat mir dieser recht gut gefallen, weshalb ich 4 Sterne vergebe.

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Eine Leseempfehlung

La vie en rose von Christoph Sator

Hier werden Frankreich-Fans Ohren machen und staunen ....

Ähnlich wie Eric Pfeil mit seinen beiden Büchern („Azzurro“ und „Ciao, Amore, Ciao“) über Songs aus Italien und deren Musiker, hat Christoph Sator versucht, mit seinen 100 Favoriten die breite musikalische Landschaft Frankreichs zu beschreiben.

Die Auswahl ist natürlich (s)eine sehr Persönliche. Er hat dafür seine individuelle Play List bzw. Interpreten das Alphabet von „Aznavour“ bis „Zaz“ bemüht. Nicht immer strukturiert oder chronologisch reiht er von 1945 bis 2021 Chanson an Chanson . Anders als Pfeil, der auch Opernsänger Enrico Caruso in sein „Repertoire“ aufnimmt, bleibt Sator bei der leichten Muse, was aber weder als Kritik am Musikgenre noch an der vorgenommenen Auswahl verstanden werden soll, denn nicht alle Chansons verdienen das Prädikat „leicht“, viele sind vielmehr dunkelgraue Lieder (© Ludwig Hirsch).

Ob die ausgewählten hundert Songs mit meinen persönlichen Vorlieben übereinstimmt? Ehrlich gesagt mag ich die alten Chansons einer Edith Piaf oder Jules Dassin oder Charles Aznavour lieber als die Popkultur der 2000er.

Mit Dalidas „Paroles, Paroles“ verbinde ich immer mein Scheitern im Französischunterricht. Wir mussten (1976) den Text von der Kassette auf Papier bringen. Nun, ich habe damals leider nur einen gebrauchten und eiernden Kassettenrecorder besessen, der das mehrmals überspielte Band nun mit Ach und Krach (im wahrsten Sinne der Wortes) durch den Lautsprecher gebracht hat.

Ein paar Jahre später hat mir ein bis heute unbekannter Verehrer die Single „Je t’aime“ an die Wohnungstüre gehängt.

Schmunzeln musste ich über die vielen Anekdoten, die Sator über die Interpreten zu schildern weiß, sowie Frankreichs Abscheu (?) Fremdsprachen, vor allem Englisch, gegenüber. Das eine oder andere Klischee wird liebevoll bedient. L‘amour toujours - auch wenn selbige nur die Halbwertszeit eines kurzen Sommerurlaubs hat.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser launigen Liebeserklärung an das musikalische Frankreich 5 Sterne.

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Eine Leseempfehlung

Bredouille von Martin Walker

In seinem Drang, allen helfen zu wollen, gerät der sympathische Bruno diesmal selbst in die Bredouille. Es scheint, als würde jemand versuchen, ihn zu desavouieren. Nun, der- oder diejenige hat nicht mit Brunos Netzwerk, das bis in den höchsten Gremien der französischen Regierung reicht, gerechnet - so viel sei an dieser Stelle verraten.

Auf einem abgelegenen Rastplatz entdeckt Bruno ein abgestelltes Fahrzeug mit einer toten Frau, Monique Duhamel. Obwohl alles auf einen Selbstmord hindeutet, hat Bruno das untrügliche Gefühl, an einem Suizid zweifeln zu müssen. Dieses Gefühl, etwas übersehen zu haben, beschäftigt auch Brunos Freundinnen, Fabiola, die Ärztin bei der Monique in Behandlung war, und die Richterin Annette, die Monique ebenfalls gekannt hat.

Während sich Bruno Moniques Leben durchleuchtet, gerät ein junger Rekrut der Polizeiakademie auf Abwege. Er ist korrupt und mit den sexuellen Übergriffen auf mehrere Frauen, darunter ist auch die Sekretärin des Bischofs, schlägt er dem Fass den Boden aus. Blöderweise ist er ein Neffe eines einflussreichen Generals, der seinem missratenen Verwandten die Stange hält. Wird der Rekrut zu Verantwortung gezogen werden können?

Beinahe gleichzeitig gerät Bruno in weitere Schwierigkeiten, als er versucht die Konflikte eines befreundeten Ehepaares zu schlichten. Dabei muss er wenig später erkennen, dass gut gemeint nicht automatisch gut bedeutet, vor allem wenn das allzu öffentlich passiert. Hier kann ihm Colette, die ihm als Verwaltungsassistentin zur Seite, aus der Bredouille helfen. Auch sonst erweist sich Colette als brillante Verbündete, hat sie doch selbst ein weit verzweigtes Netzwerk.

Meine Meinung:

Nach dem Bruno in seinem 18. Fall mit vereinten Kräften den diversen Bedrohungen entkommen ist, hat Autor Martin Walker beschlossen, seinem unbefriedigendem Privatleben einem Schubs zu geben. Was genau, müsst ihr selbst lesen. Schön, dass Bruno auch auf diesem Gebiet ein wenig erwachsen wird. Aber, es muss ja nicht alls perfekt sein. Vielleicht gelingt es Bruno ja, endlich eine passende Partnerin zu finden. Vermutlich werden dann Legionen von Frauen heiße Tränen vergießen. Vielleicht wird ja die eine oder andere aus Enttäuschung auch Rache nehmen? On verra!

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 18. Fall, der neue Möglichkeiten für Bruno eröffnet, 5 Sterne.

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