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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Dystopischer Roman mit Realitätsnähe

Unsre verschwundenen Herzen von Celeste Ng

"Unsre verschwundenen Herzen" ist eine dystopische, aufwühlende Familiengeschichte der Autorin Celeste Ng .

Die Schriftstellerin Margaret Miu ist die Mutter des zwölfjährigen Bird, den sie bei seinem Vater - einem Bibliothekar - zurückgelassen hat, da sie nur das Beste für ihren Sohn möchte.

Margaret hat asiatische Vorfahren und asiatische Menschen werden per Gesetz diskriminiert. Bird lebt mit seinem Vater in Harvard. Dieser versucht ihn zu schützen und möchte, dass Bird stets vorsichtig ist, um mit seinem Aussehen nicht aufzufallen. Als Bird einen Brief von seiner Mutter erhält, macht er sich auf die Suche. Er will verstehen warum sie ihn und seinen Vater verlassen hat. In den Bibliotheken endeckt Bird einen Ort, in dem sich Widerstände gegen das System regen.​ Celeste Ng gelingt es innerhalb kürzester Zeit eine beängstigende, bedrückende Atmosphäre zu schaffen. Die USA sucht nach Gründen für die wirtschaftliche Krise und sieht diese in den Mitbürgern mit asiatischen Wurzeln. Alles was nicht amerikanisch ist, ist verdächtig und unerwünscht.

Es geht um Diskriminierung, Einschüchterung, Verfolgung und Ausgrenzung von Menschen, die nicht der Norm entsprechen. Auch wenn es sich hier um eine Dystopie handelt, ist zu spüren, dass die Gegenwart hier mitschwingt. Neben der düsteren Grundstimmung gibt es aber auch einige Lichtblicke, durch Menschen, die helfen und heimlich Botschaften weiterreichen.

Das Buch lässt sich nicht leicht lesen, es ist eher schwere Kost, die ein wenig Zeit benötigt, was ich aber für das Thema als angemessen empfinde. Es ist eine erschreckende Dystopie, die berührt, erschreckt und auch zum Nachdenken anregt.

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Spannender und charmanter Reihenauftakt

Die Dreitagemordgesellschaft von Colleen Cambridge

„Die Dreitagemordgesellschaft“ ist der erste Band einer neuen Krimiserie mit der Protagonistin und Amateurermittlerin Phyllida Bright von der Autorin Colleen Cambridge. 

Phyllida Bright lebt als Haushälterin von Agatha Christie und deren Mann Max Mallowan auf dem Anwesen Mallowan Hall. Phyllida hat eine Menge zu tun, da Agatha und Max einige Freunde eingeladen haben, die mit ihrer Dienerschaft angereist sind.

Am Tag nach deren Ankunft findet Phyllida eine Leiche in der Bibliothek. Diese gehört weder zu den Gästen noch handelt es sich um den Journalisten als der sich der Mann tags zuvor in das Haus eingeschlichen hat. Constable Greensticks und Inspector Cork beginnen zu ermitteln, aber Phyllida – deren großes Vorbild ist Hercule Poirot – kann das besser und beginnt ebenfalls damit Nachforschungen anzustellen. 

Der Schreibstil von Colleen Cambridge liest sich toll. Sie trifft genau die richtige Mischung aus Spannung und Humor. Ihre Charaktere sind jeder für sich einzigartig und sie werden detailliert beschreiben. Schnell hatte ich ein gutes Bild der Haushälterin vor Augen. Neben ihr gibt es zahlreiche weitere Angestellte. So ist da beispielsweise noch Mr. Dobble - der Butler - der einen guten Gegenpol zu der Haushältern darstellt. Phyllidia ist neugierig, clever, unangepasst mutig und steht ihrem Vorbild, wenn es um eine gute Beobachtungsgabe geht, in nichts nach. Mr. Dobbble ist dagegen ganz „Old School“, ein Butler wie man ihn sich vorstellt. Natürlich findet Phyllidias Verhalten nicht sein Wohlwollen. 

Die Atmosphäre auf Mallowan Hall kam direkt bei mir an. Jeder im Anwesen hat seine Aufgabe und auch die Räumlichkeiten konnte ich mir gut vorstellen. 

Ich habe Phyllidias Ermittlungsarbeiten sehr gerne verfolgt. Auch an ihren Dialogen mit dem Chauffeur Bradford hatte ich großen Spaß. 

Der Fall wurde schlüssig gelöst und Phyllidia hat abschließend eine wirklich geniale Abschlussrede gehalten, die den gesamten Roman nochmals gelungen abgerundet hat.

Ich freue mich schon jetzt auf ihren nächsten Fall.

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Spannend und humorvoll – ein ungewöhnlicher Krimi im Mittelalter

Isengrim von Christoph Görg

„Isengrim: Sieben Tage im November“ ist bereits der dritte historische Roman des österreichischen Autors Christoph Görg mit dem Protagonisten Niki Wolff. Die Bücher lassen sich ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen.

Durch einen Unfall wurde Niki Wolff aus unserer Gegenwart in das Mittelalter zurückgeworfen und befindet sich nun im Jahr 1194.

Nachdem die Bademagd Magdalena brutalst ermordet wurde, macht sich Niki gemeinsam mit seinem gewissenhaften Adlatus Bertram auf die Suche nach dem Mörder. Aber als er dann zum Verdächtigen wird und seine Freundin Engeltrud auch noch in Gefahr gerät, muss er sich schleunigst etwas einfallen lassen, um der brenzligen Situation zu entkommen. Über ausreichend Wissen aus Zeiten, die noch vor ihm liegen, verfügt er schließlich…

Der Schreibstil von Christoph Görg liest sich toll. Alles wird lebendig geschildert und die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Es wird schnell spannend und die Atmosphäre des Mittelalters kam direkt bei mir an. So habe ich einiges über das Leben im Mittelalter und die Arbeit in einem Badehaus erfahren. Die Anzahl der Verdächtigen ist hoch und mir hat es Spaß gemacht die Ermittlungsarbeiten zu verfolgen. Durch Nikis Neuzeitwissen kommt es immer wieder zu amüsanten Momenten.

Mir hat dieser ungewöhnliche historische Krimi ausgesprochen gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Fälle mit Niki.

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Spannend – poetisch – anders als erwartet

Das Gesetz der Natur von Solomonica de Winter

„Das Gesetz der Natur“ ist der erste Band einer dystopischen Trilogie der niederländischen Autorin Solomonica de Winter.

Die Story spielt in der Zukunft in Neuamerika. Nach einer Katastrophe herrscht Chaos, sämtliche Bücher wurden vernichtet und Menschen, die nicht der Norm entsprechen oder Schäden durch die Katastrophe erlitten haben, werden wie Aussätzige behandelt, verstoßen oder hingerichtet.

Zu ihnen gehört auch Gaia. Gaia sieht sich selbst als Mutantin und ist versteckt in den Wäldern aufgewachsen. Sie kann lesen und verfügt über eine Menge Wissen aus der Natur und genau das ist es, was ihr das Leben rettet als sie von den Regierenden aufgegriffen wird. Sie bekommt die Aufgabe die letzten Bücher zu finden. 

Gaia ist eine unglaublich starke und vielschichtige Protagonistin, die ihre Rolle als Mutantin angenommen hat und im Verlauf der Handlung eine interessante Entwicklung durchmacht. Gaias Suche nach Zugehörigkeit wird gut dargestellt, sie kämpft für sich und ihresgleichen. Neben ihr gibt es viele weitere Charaktere und obwohl die Anzahl wirklich hoch ist, konnte ich diese gut auseinanderhalten, da jeder von ihnen ist unverwechselbar ist und detailliert vorgestellt wird.

Der Schreibstil von Solomonica de Winter ist ungewöhnlich und man muss sich darauf einlassen können. Einerseits wirkt er poetisch und kraftvoll, gleichzeitig sind da die knappen Dialoge, die ich als starken Kontrast empfunden habe. Dadurch entstand eine Distanz zu den Charakteren, die es schwierig werden ließ mich richtig in die Handlung hineinzufühlen. Diese ist in sechs Epochen und 175 kurze Kapitel eingeteilt. Zusätzlich gibt es durch römische Zahlen gekennzeichnet die Gesetze der Natur. Dadurch liest sich die Story sehr abwechslungsreich.

Trotz kleiner Kritikpunkte hat mich diese Dystopie fasziniert. Niemand weiß wie unsere Zukunft aussehen wird, aber die Möglichkeit, dass sie so aussieht, bestände durchaus. Die Gedankengänge und Ideen der Autorin sind schlüssig und faszinierend zugleich, dennoch hatte ich mir mehr oder vielleicht auch einfach etwas Anderes von diesem Buch versprochen.

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Harry Hole ist zurück

Blutmond von Jo Nesbø

„Blutmond“ ist der 13. Harry-Hole-Krimi des in Oslo lebenden Autors Jo Nesbø. Die Fälle mit dem Ermittler Harry Hole lassen sich unabhängig voneinander lesen, da sie in sich abgeschlossen sind. Dennoch ist es interessant, die Entwicklung des Kommissars zu verfolgen.

In Los Angeles will Harry einer Bekannten bei ihren Problemen mit einem Drogenkartell helfen.

Sie hat hohe Schulden. Als Harry die Gelegenheit bekommt einen Fall in Oslo anzunehmen, um dort die Unschuld eines Millionärs zu beweisen, der verdächtigt wird, ein Serienmörder zu sein, nimmt er diesem Job an. Er stellt sich ein Team aus äußerst skurrilen Charakteren zusammen. Auf der Suche nach dem Mörder geht es in Clubs, Pubs und auf gehobene Partys quer durch Oslo.

Es hat sich nichts geändert. Harry Hole trinkt zu viel und ist eigenwillig wie immer. Aber genau das macht ihn aus und in manchen Momenten weiß ich selbst nicht warum oder was ich an diesem kaputten Menschen so gerne mag. Auch die Darstellung der übrigen Charaktere ist gut gelungen. Normal wirkt da keiner aber trotzdem ist jeder für sich authentisch.

Bis zum Ende gab es immer wieder andere Möglichkeiten wie sich der Fall auflösen könnte. Dadurch war die Spannung durchgehend enorm hoch und am Ende wurde ich tatsächlich überrascht.

Für mich war das wieder ein perfekter Harry-Hole-Krimi und ich bin schon gespannt auf seinen nächsten Fall.

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Eine packende Familiengeschichte aus dem Erzgebirge

Die Sehnsucht nach Licht von Kati Naumann

„Die Sehnsucht nach Licht“ ist ein gut recherchierter Roman über eine Bergarbeiterfamilie im Erzgebirge der Autorin Kati Naumann.

Seit Generationen arbeitet Louisas Familie im Bergwerk im Schlematal im Erzgebirge. Louisa führt Touristen durch das Besucherbergwerk um ihnen die Tätigkeiten Untertage und die damit verbundenen Gefahren näher zu bringen.

Durch die Fragen eines kleinen Jungen beschließt Louisa Nachforschungen nach ihrem Großonkel anzustellen, der vor Jahrzehnten verschollenen und nicht aus dem Berg zurückgekehrt ist.

In zwei Handlungssträngen - der eine ereignet sich in der Gegenwart und der andere beginnt im Jahr 1908 und zieht sich bis in das Jahr 1989 - berichtet die Autorin über das Leben und die Familiengeschichte der Steiners. Historische Ereignisse, wie die beiden Weltkriege, der Katastrophe in Tschernobyl bis hin zum Mauerfall, wurden hier eng mit dem Leben von Louisas Familie verbunden. Dabei wird deutlich welche Bedeutung diese für das Leben der Menschen hatten. Die sich verändernde Atmosphäre im Laufe der Jahrzehnte und auch die des Erzgebirges wurden hier gelungen eingefangen.

Ich habe einiges über das Leben der Bergleute, die historische Entwicklung des Bergbaus bis hin zur Gegenwart und die Traditionen im Erzgebirge hinzugelernt. Zudem gefiel mir der Zusammenhalt in der Familie Steiner sehr gut, da wurde keiner allein gelassen, Traditionen wurden hoch gehalten und jede Minute gemeinsam genutzt. Auf mich wirkten die Charaktere authentisch und dank des Stammbaums der Familie Steiner, der sich am Buchanfang befindet, waren die Familienverhältnisse für mich jederzeit nachvollziehbar.

Ich habe die Familiengeschichte der Steiners gerne gelesen, die eng mit historischen Ereignissen verwoben ist. Für mich habe ich einiges Neues erfahren und ich lese gerne Bücher, die reale geschichtliche Aspekte spannend und unterhaltsam vermitteln.

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Dramatisch & berührend

Das letzte Versprechen von Hera Lind

​ „Das letzte Versprechen“ ist ein historischer Tatsachenromanen der in Salzburg lebenden Autorin Hera Lind.

In diesem Buch beschäftigt sich Hera Lind mit dem Leben von Anni Eckardt. Sie beginnt im Oktober 1944 und schon die ersten Seiten haben mich die Luft anhalten lassen. Was Anni erlebt, sollte kein Kind durchmachen müssen.

Auch nach dem Krieg ist ihr Leid nicht beendet und sie ist nur eines von vielen Kindern, die getrennt von ihren Familien ein Schicksal durchleben müssen, das nur schwer - wenn überhaupt - zu verarbeiten ist.

Hier wird schonungslos über das Leid von Kindern berichtet, die auf sich allein gestellt sind, keine Bezugsperson haben, Hunger leiden und schon früh lernen müssen sich durchzubeißen. Gestützt auf die Erinnerungen und Tagebücher von Anni werden hier wahre Begebenheiten mit Fiktion verbunden. Zitate und Gedichte aus den Tagebüchern tragen dazu bei, dass das Gelesene noch authentischer wird. Dadurch hat mich die Autorin mitgerissen und emotional zutiefst berührt.
Der Schreibstil ist durchgehend leicht zu lesen, die vorherrschende Gewalt, die unglaubliche Brutalität und der stets gegenwärtige Tod sind fordernd genug und ein krasser Kontrast. Es wird im Wechsel aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet, meist aus der von Anni, aber auch aus der ihrer Mutter und der der Autorin.

Im hinteren Innencover befinden sich Auszüge aus den Tagebüchern von Anni Eckardt. Jede einzelne Seite ist liebevoll gestaltet und die Schrift akkurat und gleichmäßig, so dass sie auf mich fast wie kleine Kunstwerke wirken.

Hera Lind hat hier bedrückend und fesselnd Wahrheit und Fiktion miteinander verwoben. Mich hat dieser Roman mit dem Schicksal der kleinen Anni emotional sehr berührt. Es ist ein grausames Stück Zeitgeschichte, das nicht vergessen werden darf und gelesen werden muss.

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Charmant & amüsant

Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire von Volker Klüpfel; Michael Kobr

„Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire“ ist der erste Band einer neuen Reihe des Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Handlungsort ist Südfrankreich direkt an die Côte d’Azur. Als der Kleinganove Guillaume Lipaire eine Männerleiche findet, wittert er seine Chance an großes Geld zu kommen, da er bei dem Toten ein Geheimnis vermutet, das ihn zu einem Familienschatz führen wird.

Das Rätsel löst er aber nicht alleine, mit dabei sind der Wassertaxifahrer Karim Petitbon, die Eisverkäuferin Jacqeline, der Ex-Fremdenlegionär Paul, Delphine, die in einen Handyladen arbeitet und Lizzy, eine alte 84-jährige Dame. Diese sechs sind die Unverbesserlichen von der Côte d’Azur und eine Truppe, die man einfach mögen muss und der längst nicht alles so gelingt, wie sie es gerne hätten.

Der Schreibstil der Autoren liest sich wie gewöhnt flüssig und leicht, so dass ich die knapp 500 Seiten in kürzester Zeit gelesen habe. Die Atmosphäre der Côte d’Azur kam direkt bei mir an, die landschaftlichen Beschreibungen haben direkt Urlaubsfeeling hervorgerufen. Ich mag den Humor des Duos und auch wenn sie sich hier einiger Klischees bedient haben, ich musste einfach lachen. Damit wäre dann wohl auch gesagt, dass es sich nicht um einen brutalen und/oder blutrünstigen Krimi handelt, sondern um amüsanten Cosy-Crime.

Die Charaktere der sechs Protagonisten sind gut herausgearbeitet. Besonders der schlitzohrige Guillaume Lipaire und die agile Lizzy gefielen mir gut.

Ich hatte Spaß an dem Krimi und freue mich auf Weiteres von den Unverbesserlichen. Wer Frankreich und amüsante Krimis mag, wird sicherlich gefallen an diesem Buch finden.

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Eine stimmungsvolle, weihnachtliche Geschichte mit einem tollem Setting

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas von Tonia Krüger

„Love Songs in London - All I (don’t) want for Christmas“ ist der ersten Band der Love Songs in London-Reihe der Autorin Tonia Krüger.

Die Literaturstudentin Febe Baines kommt aus Oxford und lebt im Westen London. Normalerweise würde sie die Weihnachtsfeiertage alleine mit ihrem Hund verbringen.

Da der Spieleentwickler Liam Harrison für das Weihnachtsfest mit seiner Familie eine Fake-Freundin benötigt und Fabe gut Geld für ihren Silvestertrip gebrauchen kann, gehen die beiden einen Deal ein. Liams Ziel ist es seine Ex-Freundin Charlotte, die inzwischen mit seinem Bruder zusammen ist, eifersüchtig zu machen.

Febe und Liam könnten kaum unterschiedlicher sein, harmonieren aber zusammen trotzdem ganz wunderbar. Ich mochte beide und es ist richtig schön. Ihre Dialoge über über Shakespeare und Gaming sind einfach klasse, auch wie sich die beiden gegenseitig unterstützen und sich langsam näher kommen, hat mir gut gefallen. Auch die übrigen Charaktere wirken authentisch und Liams Bruder Matt, seine Mutter Joan und seine Großmutter Flora sind mir richtig ans Herz gewachsen. Lediglich mit Charlotte habe ich mich schwer getan.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, so dass ich durch diesen weihnachtliche Wohlfühlroman nur so durchgerutscht bin. Die Autorin hat für mich genau die richtige Mischung an Humor und Romantik getroffen, aber auch ernste Themen angesprochen. Die Familienszenen waren toll dargestellt, voller Emotionen und so wie man sich das in der Vorweihnachtszeit vorstellt.

Das Ende kam leider ein wenig plötzlich, aber da es der erste Band ist, hoffe ich im nächsten noch mehr darüber zu erfahren, wie es für Febe und Liam weitergeht.

Es ist einfach ein ganz zauberhaftes, emotionales und rührendes Buch, das mich schon jetzt ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzt hat.

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Ein großartiger historischer Roman über Bücher und Liebe

Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer

„Die Bücher, der Junge und die Nacht“ ist ein fesselnder, zeitgeschichtlicher Roman des Autors und Journalisten Kai Meyer.

Die Handlung beginnt 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Leipzig. Es wird direkt spannend und dramatisch. Ein zehnjähriger Junge schafft es in letzter Minute mit der Hilfe eines unbekannten Mannes, für den er ein Buch retten soll, ein bombardiertes, brennendes Haus zu verlassen.

Anschließend folgt ein Zeitsprung in das Jahr 1971 nach München. Das Buch bleibt durchgehend im Mittelpunkt der Handlung.

Die Story erstreckt sich über insgesamt drei – 1933, 1943 und 1971 - Zeitebenen, die nach und nach miteinander verwoben werden. Hier wurden reale historische Ereignisse geschickt in die Handlung eingebaut. Die Charaktere wirken authentisch, ihre Dialoge sind lebendig und machen sie nahbar.

Mich hat das Buch berührt, erschüttert und erfreut. Es steckt voller Rätsel und hat eigentlich alles, was ich mir von fesselnder Unterhaltung wünsche. Der Schreibstil von Kai Meyer ist einer, der mich immer wieder bannt und mit Büchern, Geschichte, den Städten Leipzig und München hat er mich mit thematisch und mit dem Setting direkt abgeholt.

Ich habe schon einige Bücher von Kai Meyer gelesen, meine Erwartungen waren hoch und der Autor hat es tatsächlich geschafft diese nochmals zu übertreffen.

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