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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Charmant & amüsant

Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire von Volker Klüpfel; Michael Kobr

„Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire“ ist der erste Band einer neuen Reihe des Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Handlungsort ist Südfrankreich direkt an die Côte d’Azur. Als der Kleinganove Guillaume Lipaire eine Männerleiche findet, wittert er seine Chance an großes Geld zu kommen, da er bei dem Toten ein Geheimnis vermutet, das ihn zu einem Familienschatz führen wird.

Das Rätsel löst er aber nicht alleine, mit dabei sind der Wassertaxifahrer Karim Petitbon, die Eisverkäuferin Jacqeline, der Ex-Fremdenlegionär Paul, Delphine, die in einen Handyladen arbeitet und Lizzy, eine alte 84-jährige Dame. Diese sechs sind die Unverbesserlichen von der Côte d’Azur und eine Truppe, die man einfach mögen muss und der längst nicht alles so gelingt, wie sie es gerne hätten.

Der Schreibstil der Autoren liest sich wie gewöhnt flüssig und leicht, so dass ich die knapp 500 Seiten in kürzester Zeit gelesen habe. Die Atmosphäre der Côte d’Azur kam direkt bei mir an, die landschaftlichen Beschreibungen haben direkt Urlaubsfeeling hervorgerufen. Ich mag den Humor des Duos und auch wenn sie sich hier einiger Klischees bedient haben, ich musste einfach lachen. Damit wäre dann wohl auch gesagt, dass es sich nicht um einen brutalen und/oder blutrünstigen Krimi handelt, sondern um amüsanten Cosy-Crime.

Die Charaktere der sechs Protagonisten sind gut herausgearbeitet. Besonders der schlitzohrige Guillaume Lipaire und die agile Lizzy gefielen mir gut.

Ich hatte Spaß an dem Krimi und freue mich auf Weiteres von den Unverbesserlichen. Wer Frankreich und amüsante Krimis mag, wird sicherlich gefallen an diesem Buch finden.

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Eine stimmungsvolle, weihnachtliche Geschichte mit einem tollem Setting

Love Songs in London - All I (don't) want for Christmas von Tonia Krüger

„Love Songs in London - All I (don’t) want for Christmas“ ist der ersten Band der Love Songs in London-Reihe der Autorin Tonia Krüger.

Die Literaturstudentin Febe Baines kommt aus Oxford und lebt im Westen London. Normalerweise würde sie die Weihnachtsfeiertage alleine mit ihrem Hund verbringen.

Da der Spieleentwickler Liam Harrison für das Weihnachtsfest mit seiner Familie eine Fake-Freundin benötigt und Fabe gut Geld für ihren Silvestertrip gebrauchen kann, gehen die beiden einen Deal ein. Liams Ziel ist es seine Ex-Freundin Charlotte, die inzwischen mit seinem Bruder zusammen ist, eifersüchtig zu machen.

Febe und Liam könnten kaum unterschiedlicher sein, harmonieren aber zusammen trotzdem ganz wunderbar. Ich mochte beide und es ist richtig schön. Ihre Dialoge über über Shakespeare und Gaming sind einfach klasse, auch wie sich die beiden gegenseitig unterstützen und sich langsam näher kommen, hat mir gut gefallen. Auch die übrigen Charaktere wirken authentisch und Liams Bruder Matt, seine Mutter Joan und seine Großmutter Flora sind mir richtig ans Herz gewachsen. Lediglich mit Charlotte habe ich mich schwer getan.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, so dass ich durch diesen weihnachtliche Wohlfühlroman nur so durchgerutscht bin. Die Autorin hat für mich genau die richtige Mischung an Humor und Romantik getroffen, aber auch ernste Themen angesprochen. Die Familienszenen waren toll dargestellt, voller Emotionen und so wie man sich das in der Vorweihnachtszeit vorstellt.

Das Ende kam leider ein wenig plötzlich, aber da es der erste Band ist, hoffe ich im nächsten noch mehr darüber zu erfahren, wie es für Febe und Liam weitergeht.

Es ist einfach ein ganz zauberhaftes, emotionales und rührendes Buch, das mich schon jetzt ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzt hat.

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Ein großartiger historischer Roman über Bücher und Liebe

Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer

„Die Bücher, der Junge und die Nacht“ ist ein fesselnder, zeitgeschichtlicher Roman des Autors und Journalisten Kai Meyer.

Die Handlung beginnt 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Leipzig. Es wird direkt spannend und dramatisch. Ein zehnjähriger Junge schafft es in letzter Minute mit der Hilfe eines unbekannten Mannes, für den er ein Buch retten soll, ein bombardiertes, brennendes Haus zu verlassen.

Anschließend folgt ein Zeitsprung in das Jahr 1971 nach München. Das Buch bleibt durchgehend im Mittelpunkt der Handlung.

Die Story erstreckt sich über insgesamt drei – 1933, 1943 und 1971 - Zeitebenen, die nach und nach miteinander verwoben werden. Hier wurden reale historische Ereignisse geschickt in die Handlung eingebaut. Die Charaktere wirken authentisch, ihre Dialoge sind lebendig und machen sie nahbar.

Mich hat das Buch berührt, erschüttert und erfreut. Es steckt voller Rätsel und hat eigentlich alles, was ich mir von fesselnder Unterhaltung wünsche. Der Schreibstil von Kai Meyer ist einer, der mich immer wieder bannt und mit Büchern, Geschichte, den Städten Leipzig und München hat er mich mit thematisch und mit dem Setting direkt abgeholt.

Ich habe schon einige Bücher von Kai Meyer gelesen, meine Erwartungen waren hoch und der Autor hat es tatsächlich geschafft diese nochmals zu übertreffen.

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Komplex - düster - ungewöhnlich

Todesspiel. Die Nordseite des Herzens von Dolores Redondo

„Todesspiel. Die Nordseite des Herzens“ ist ein ungewöhnlicher und komplexer Thriller der spanischen Autorin Dolores Redondo.

Der Komponist ist ein gnadenloser Serienmörder, der Naturkatastrophen nutzt, um - in dem vom Wetter verursachten Chaos - Familien zu ermorden und diese nach seinem Schema zu drapieren.

Als sich der Hurrikan Kathrina ankündigt, rechnet das FBI damit, dass der Komponist erneut zuschlägt. Special Agent Dupree zieht die spanische Kommissarin Amaia Salazar - die sich sich gerade zu einer Weiterbildung beim FBI befindet - zu diesem Fall hinzu.

Amaia ist eine etwas eigenwillige Protagonistin, die mit ihren feinen Antennen Dinge wahrnimmt, die anderen entgehen. Durch Rückblicke auf ihre Vergangenheit in Spanien erfährt man nach und nach mehr über ihre Kindheit und ihre Familie.

Special Agent Dupree ist ebenfalls ein interessanter Charakter, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.

Mit ihrem rasanten Schreibstil und den kurzen, wechselnden Kapiteln hatte mich Dolores Redondo schnell gefesselt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, gegen das Wetter und gegen den Komponisten. Durch verschiedene parallel verlaufende Handlungsstränge und durch die Rückblicke in die Vergangenheit ist dieser Thriller komplex und fordernd. Die Spannung ist hoch und bleibt durchgehend erhalten.

Auch wenn ich bisher noch keinen Hurrikan erlebt habe, so hatte ich alles durch die detaillierten Beschreibungen der Autorin direkt vor Augen. Die Verwüstungen und das Chaos durch Wind und Wasser wurden lebendig.
Auch die Atmosphäre davor und danach wurde gut eingefangen. Dies alles wirkte – zusätzlich zu dem Serienkiller – sehr beängstigend und bedrückend. Geschickt wurden hier die Verwüstungen, das Leid, die Verbrechen und Plünderungen, die der Hurrikan Katrina im Jahr 2005 mit sich brachte, in die Handlung integriert. Allein das sorgt schon für Gänsehaut und Entsetzen.

Von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend Spannung, das habe ich noch nicht oft erlebt und musste nach diesem fesselnden Leseerlebnis erst einmal tief Luft holen. Aber wer gute Nerven hat, diese gerne austestet, Entsetzen und Gänsehautfeeling liebt und ein wenig Mystik mag, für den ist dieser Thriller genau richtig.

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Ein atmosphärischer Roman aus dem viktorianischem Zeitalter – spannend & überraschend

Zirkus der Wunder von Elizabeth Macneal

„Zirkus der Wunder“ ist das zweite Buch der in London lebenden Autorin Elizabeth Macneal, mit dem sie mich in das viktorianische England entführt hat.

Die Handlung beginnt im Mai 1866 und spielt in Südengland. Nells Haut ist von Muttermalen übersät und sie leidet darunter, da die Dorfbewohner sie wie eine Aussätzige behandeln.

Glücklicherweise hat sie ihren Bruder Charlie, der sich vor sie stellt und sie beschützt. Als sich ein Zirkus „Jasper Jupiters Zirkus der Wunder“ im Ort ankündigt, sieht Nells Vater die Chance, durch den Verkauf seiner Tochter an Geld zu kommen und verkauft Nell an den Impresario Jasper, der mit seinem Bruder Toby den Zirkus führt.

Die Handlung wird im Wechsel aus der Perspektive von Nell, Jasper und Toby geschildert. Dadurch habe ich schnell einen guten Einblick in die Gefühlswelt und die Denkweise der drei Protagonisten erhalten.
Nell ist eine liebenswerte junge Frau, die durch die Zurückweisung anderer Menschen aufgrund ihrer Besonderheit schwer verletzt wurde. Nachdem sie sich nun auch noch von ihrem Vater und ihrem Bruder verraten fühlt, ist sie zunächst tief unglücklich, sieht aber dann in dem Zirkus ihre Chance. Jasper und Toby sind zwei sehr unterschiedliche Brüder. Während Jasper stets im Rampenlicht steht, musste Toby sein Leben lang hinter ihm zurückstecken und stand in seinem Schatten.
Die Charaktere werden vielschichtig beschrieben. Keiner von ihnen ist ist durchweg positiv oder negativ belegt. Sie wirkten alle authentisch und jeder hatte seine Eigenarten.

Der Schreibstil von Elizabeth Macneal hat mich wieder begeistert. Sie beschreibt detailliert, atmosphärisch und hat mich damit direkt in das viktorianische Zeitalter versetzt. Durch die permanenten Perspektivwechsel entsteht trotz der eher ruhigen Erzählweise ein Sog, der mich gebannt weiterlesen ließ. Immer wieder geht sie dabei in die Vergangenheit der Brüder, in dem es um den Krimkrieg geht. Die Spannung um die zurückliegende Ereignisse wird nach und nach immer größer.

Das Ende hat mich überrascht, war aber passend und stimmig.

Gelungen fand ich auch das Nachwort, in dem die Autorin nochmals Bezug auf die menschlichen Wunder im 19. Jahrhundert und deren Popularität nimmt, sowie ihre Recherchearbeiten und was sie wie in ihrem Roman aufgenommen hat.

Ich bin jedenfalls gespannt auf weitere Bücher der Autorin. Mir hat bereits „The Doll Factory“ gut gefallen und von Mainstream sind beide Bücher weit entfernt. Von mir gibt es wieder eine klare Leseempfehlung.

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Eine Familie in Köln in den 80er und 90er Jahren

Für euch von Iris Sayram

Für euch“ ist ein autobiografischer Essay der Autorin, Journalistin und Rechtsanwältin Iris Sayram.

Iris wächst unter schwierigen Bedingungen in Köln auf. Ihr Vater ist Gastarbeiter und ihre Mutter Irmtraud ist bereit jeden Job anzunehmen, um für das Wohl der Familie zu sorgen. Trotz der schwierigen Umstände verzweifelt sie nicht, ganz im Gegenteil.

Sie bringt eine unglaubliche Energie auf, um ihrer Tochter ein gutes Leben zu ermöglichen damit es ihr an nichts fehlt.

In kurzen Kapiteln und Sätzen berichtet die Autorin schonungslos über ihr und das Leben ihrer Familie und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Ihre Mutter ist eine unglaublich starke Frau, die sich bedingungslos für ihre Familie einsetzt und ein Leben im Hier und Jetzt führt.

Der Autorin gelingt es gut ihre Vergangenheit liebevoll und kritisch zugleich zu sehen. So schildert sie den sozialen Abstieg der Eltern, ihre Scham für ihre Familie, die sie aber nicht daran hindert die Vorteile anzunehmen.

Trotz der schwierigen Lebensumstände gelingt es Iris auf das Gymnasium zu gehen und zu studieren, was zeigt, das sie genauso viel Kraft und Durchhaltevermögen hat wie ihre Mutter und dieses auch einzusetzen weiß.

Der Zeitgeist und die Atmosphäre von Köln und der Gesellschaft – die die Autorin auch durchaus kritisch betrachtet - wurden hier lebendig dargestellt.

Mich hat der Lebensmut, die selbstlose Liebe und die Energie von Irmtraud sehr beeindruckt. Aber auch der Weg, den die Autorin gegangen ist beeindruckend und unbedingt lesenswert.

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Nichts ist wie es scheint

Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum von Malin Stehn

„Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum“ ist ein dramatischer Thriller der schwedischen Autorin Malin Stehn.

Die Handlung beginnt Silvester 2018. Die drei Freundinnen Nina, Lollo und Malena feiern den Jahresabschluß schon seit der Schulzeit zusammen. Damals waren sie unzertrennlich, inzwischen ist die Bindung weniger eng, aber Silvester treffen sie sich gemeinsam mit ihren Partnern.

In diesem Jahr findet der Jahreswechsel bei Lollo und ihrem Mann Max statt. Ihre 17-jährige Tochter Jennifer will gemeinsam mit Smilla – der Tochter von Nina und Frederik – in dessen Haus eine Party geben. Zunächst sieht alles nach einem ganz gewöhnlichen Silvesterabend aus. Allerdings streiten sich Smilla und Jennifer, Jennifer fährt vorzeitig nach Hause, kommt aber nie dort an.

Die Kapitel werden im Wechsel aus der Perspektive von Frederik, Nina und Lollo geschildert. Dadurch erhält man einen gute Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Sie wirken authentisch und ihr Handeln ist nachvollziehbar. Da man recht früh meint zu wissen, was vorgefallen ist, zog sich die Handlung ein wenig in die Länge. Die Grundstimmung ist beklemmend und kurze Rückblicke in die Vergangenheit scheinen Erklärungen zu bringen. Letztendlich hat es Malin Stehn dennoch geschafft mich zu überraschen. Auch die Darstellung der einzelnen Familien, die weniger intakt waren als im ersten Moment anzunehmen war, ist richtig gut gelungen.

Obwohl ich die Handlung zwischenzeitlich ein wenig zäh fand, war ich dennoch gefesselt, da ich unbedingt wissen wollte, wann bzw. wie Jennifer auftaucht und wie die Wahrheit ans Licht kommt. Das für mich nicht vorherzusehende Ende gefiel mir richtig gut, so dass ich gespannt auf weitere Werke der Autorin bin.

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Fesselnder Regionalkrimi vor einer tollen Kulisse

Mord am Kehlsteinhaus von Felix Leibrock

"Mord am Kehlsteinhaus" ist nach „Mord am Watzmann“ der zweite Regionalkrimi des Autors und Seelsorgers der Bayerischen Bereitschaftspolizei Felix Leibrock mit dem engagierten Bergpolizisten Simon Perlinger. Die Fälle sind in sich abgeschlossen, so dass sich die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können.

Klaus Brunner arbeitet als Liftführer im Kehlsteinhaus. An seinem Arbeitsplatz angekommen, bietet sich ihm ein grusliger Anblick. In dem Lift ist alles blutverschmiert. Das Kehlsteinhaus ist ein geschichtsträchtiger Ort und der Polizeibergführer und Leiter der Kripo Berchtesgaden Simon Perlinger beginnt gemeinsam mit seiner Kollegin Luisa Sedlbauer zu ermitteln.

Der Schreibstil von Felix Leibrock liest sich angenehm. Durch die kurzen Kapitel und die knappen Überschriften, die mich stets neugierig auf das nächste Kapitel gemacht haben, fiel es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die Zusammenarbeit zwischen Simon und Lisa funktioniert gut und es macht Spaß die Ermittlungen der beiden zu verfolgen. Zunächst wurden die Fragezeichen im meinem Kopf mit jeder Seite größer und ich habe gespannt mitgerätselt, was passiert sein könnte und welche Zusammenhänge es gibt.

Die Anzahl der Charaktere, die nach und nach auftauchen, ist recht hoch, aber da sie alle gut eingeführt werden und sich vorweg ein Personenverzeichnis befindet, hatte ich damit kein Problem.

Spannung und unerwartete Wendungen gibt es hier von der ersten bis zur letzten Seite. Dabei hat der Autor die historischen Ereignisse rund um das Kehlsteinhaus geschickt in seine Handlung eingebaut. Auch die landschaftlichen Beschreibungen sind toll, da spürt man die Liebe des Autors zu den Bergen.

Mir hat auch der zweite Fall des engagierten Bergpolizisten Simon Perlinger gut gefallen und ich bin gespannt auf seine weiteren Ermittlungen vor diese tollen Kulisse.

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Eine wahre Lebensgeschichte feinfühlig und spannend erzählt

Feldpost von Mechtild Borrmann

„Feldpost“ ist ein gut recherchierter zeitgeschichtlicher Spannungs-Roman der Autorin Mechtild Borrmann.

Die Handlung beginnt in der Gegenwart. Die Anwältin Cara Russo wird in einem Cafe von einer unbekannten siebzigjährigen Dame angesprochen. Sie erzählt ihr etwas von einer vermissten Bekannten, die sie eigentlich besuchen wollte.

Unter dem Vorwand auf die Toilette zu gehen verschwindet sie und hinterlässt ihr einen alten Aktenkoffer mit vergilbten Liebesbriefe, die an eine Adele gerichtet sind. Cara wird neugierig und beginnt zu recherchieren.

Die Autorin hat einen ganz wunderbaren, intensiven und mitreißenden Schreibstil, der sich leicht lesen lässt und mit dem sie eine enorme Spannung aufbaut. In zwei Zeitebenen, erfährt man im Wechsel die Ereignisse aus der Vergangenheit, in der es um die Geschehnisse, die hinter der Feldpost stehen geht und von Caras Recherchearbeiten in der Gegenwart. Die Kapitel sind kurz und es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, da lange unklar bleibt, was es mit der vermissten Adele auf sich hat.

Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten und man merkt, dass die Autorin ausführlich recherchiert hat. Es wird wieder einmal deutlich wie viel Leid die NS-Zeit für die Menschen gebracht hat. Ich bin jedes Mal erneut erschüttert, wenn ich von einzelnen Schicksalen lese. Mit dieser tragischen und spannenden Geschichte hat Mechtild Borrmann wieder ein Stück der dunklen Vergangenheit aus dem Zweiten Weltkrieg aufgedeckt.

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Rasant & fesselnd !

Rachejagd - Gequält von Nica Stevens; Andreas Suchanek

„Rachejagd Gequält“ ist der erste Band der Rachejagd-Trilogie von den Autoren Nica Stevens und Andreas Suchanek.


Die Freundinnen Anna und Natalie wurden vor drei Jahren entführt und auf das Übelste gequält. Anna gelingt die Flucht, aber Natalie stirbt. Obwohl Anna seitdem von Gewissensbissen gequält wir, hat sie ins Leben zurückgefunden und arbeitet als Journalistin in Chicago.

Ihr Entführer wurde nie gestellt und nun erhält sie einen blutverschmierten Brief von ihm. Zusammen mit dem FBI-Agenten Nick Nick Coleman, ihrem Kollegen Zane Newton und der Profilerin Lynette McKenzie versucht Anna herauszufinden, was ihr einstiger Peiniger vorhat.


Bereits der Prolog ist so fesselnd, dass es mir schon ab diesem Moment schwer fiel das Buch überhaupt wieder aus der Hand zu legen. Die Handlung ist rasant und keineswegs vorhersehbar. Jeder Verdacht meinerseits, wurde wenig später entkräftet. Immer wieder kam es zu Wendungen, nach denen ich die Ereignisse für mich neu bewerten musste und die mich total überrascht haben, aber durchaus stimmig waren. Die Spannung steigt stetig und nichts ist, wie es zunächst scheint. Annas Angst wird regelrecht greifbar und mir blieb beim Lesen auch regelrecht die Luft weg.

Das Ende war unerwartet und ich kann es nun kaum noch erwarten den zweiten Band in den Händen zu halten.

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