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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

WEr ist meine Familie?

Der Apfelbaum von Berkel Christian

Eine Reise in die Vergangenheit. Christian Berkel auf dem Weg, seine Familiengeschichte kennenzulernen.
Otto und Sala kennen sich von Kindesbeinen an. Otto ist sicher: er heiratet Sala. Doch der Krieg hat anderes mit ihnen vor. Sala, Halbjüdin, wird in ein Lager interniert und flieht später nach Argentinien.

Otto gerät als Kriegsarzt in russische Gefangenschaft. Auf die Entfernung verlieren sie sich aus den Augen, doch als Sala mit ihrer Tochter Ada wieder nach Deutschland zurückkehrt, trifft sie sich erneut mit Otto.

Eine Lektüre, die mich sehr gefordert hat. Teilweise autobiographische Szenen, teilweise im Romanstil gehalten, ist das Buch nicht einfach zu lesen, weil man zu Beginn eines Kapitels erst ein paar Sätze braucht, um zu wissen, wer hier nun erzählt. Auch die vielen Namen (teilweise doppelt) erschweren es ein wenig, der Handlung zu folgen. Die jedoch hatte mich schnell gepackt. Sala im Lager, Otto in Gefangenschaft. Das entbehrungsreiche Leben, die Verfolgung der Juden. Im Grunde nichts Neues, aber Berkel packt die Geschehnisse in Persönliches, was das Ganze noch anschaulicher wirken lässt.
Ein wenig schwer tat ich mich mit dem Berlinerischen und dem Französischen, aber gerade so wird die Handlung, die über mehrere Länder führt, noch authentischer. Was mir am Ende gefehlt hat, war, was aus Ada wurde.
Fazit: Ein Personenstammbaum wäre hilfreich, damit man sich beim Lesen besser zurechtfindet. Ansonsten solide Romankunst, die aber teilweise etwas verwirrend ist.

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was wäre wenn?

NSA - Nationales Sicherheits-Amt von Eschbach Andreas

Helene arbeitet als Programmiererin beim Nationalen Sicherheitsamt. Zusammen mit Kollege Lettke ist sie dafür zuständig, Unregelmäßigkeiten in der Bevölkerung aufzudecken und somit versteckte Juden aufzuspüren. Doch als die Abfrage persönlich wird, gerät Helene in Schwierigkeiten. Sie manipuliert die Programme.

Auch Eugen Lettke verwendet die Abfragen zu seinem eigenen Vorteil. Können die beiden ihre Mauscheleien verheimlichen oder trifft sie doch der Boomerang, indem sie selber schon in die Maschen der Abfragen geraten sind?

Eschbach entwirft ein fiktives Szenario, das erschrecken und aufrütteln soll. Denn das, was er Anfang des 2. Weltkrieges ansiedelt, ist leider teilweise schon grausame Realität. Jeder Mensch, der einen Computer, EC-Karte oder Handy benutzt, ist gläsern. Eschbach geht hier aber noch einen Schritt weiter, indem er den Abfragen einen Namen gibt: was damit alles möglich ist und wie schnell man sich dadurch verdächtig machen kann.

Helene macht im Laufe des Buches eine Wandlung durch: von der unbedarften „Programmstrickerin“, hin zu jemand, der auch mal hinterfragt, was er überhaupt durch seine Arbeit anrichtet. Mir gefiel die Stelle, als Helene endlich aufwachte sehr gut. Dann nämlich, als die Opfer Namen bekamen, bzw. als ihr aufging, dass auch ihr Glück in Gefahr sein könnte.

Verbindungen zu Anne Frank und Die weiße Rose machen das Buch noch authentischer und fassbarer.

Eugen war mir von Anfang an unsympathisch. Seine Art, mit Frauen umzugehen, war einfach nur widerwärtig.

Das Ende hätte ich mir persönlich anders gewünscht, allerdings ist es in der Form, die Eschbach wählt, realistischer.

Fazit: Was wäre wenn? Wenn es im 3. Reich schon Computer gegeben hätte? Dieses „Wenn“ erzählt Eschbach spannend, logisch und aufrüttelnd.

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sommerliebe

Die Sonnenschwestern von Rees Tracy

Eine Erzählung auf zwei Ebenen, Gegenwart und Vergangenheit, die mir sehr gut gefallen hat. Nora will ihr Leben verändern und fährt in das Dorf, in dem ihre Mutter aufgewachsen ist. Dort lernt sie die aufgeweckte Kaitlin kennen und findet heraus, dass es ein Geheimnis in ihrer Familie gegeben hat.

Dieses möchte sie unbedingt aufdecken.

Ein sehr schöner Roman. Rees‘ Schreibweise ist lebendig und anschaulich und lädt stellenweise zum Träumen ein. Vor allem die Sommer in Chloes‘ Kindheit fand ich toll. Hier merkt man die Liebe der Autorin zu dem Flecken in England. Außerdem fand ich die Entwicklung von Nora sehr gelungen. Von der hektischen Geschäftsfrau mit Psychosen hin zur gelösten Frau, die auch wieder offen für Neues ist. Der Wechsel der Perspektiven hat für eine leichte Spannung gesorgt, außerdem kam man so als Leser in den Genuss, mehr zu wissen als Nora. Ich fand beide Stränge sehr schön zu lesen.
Ein wenig schwer fiel mir allerdings der Einstieg ins Buch, der war mir ein wenig zu langatmig.

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bisschen schwierig

Stern des Nordens von John D.B.

Ein etwas anderer Schauplatz in einem Thriller! Allerdings macht es das Lesen auch etwas anstrengend, man braucht Vorkenntnisse.
Korea, 2010. Die strenge Trennung zwischen Nord- und Südkorea birgt jede Menge Konflikte. Herrscher Kim-Jong-Il unterdrückt die Bevölkerung und will mit seinen Raketentests die USA in die Knie zwingen.

Jenny, deren Schwester vor einigen Jahren verschwunden ist, lässt sich vom CIA rekrutieren, um diese Situation zu entschärfen. Ihre Recherchen zeigen ihr ein geheimes Lager. Wird sie ihre Schwester hier finden?
Spannend geschrieben, es dauert aber schon eine Zeit, bis die Handlung Fahrt aufnimmt und auch gegen Ende fand ich das Ganze etwas langgezogen. Der Autor war selbst vor Ort, was man dem Thriller auch anmerkt. Sehr gut recherchiert. Besonders gelungen fand ich die Schilderungen der armen Bevölkerung und somit die Geschichte von Bäuerin Moon. Auch die Zwangsentführungen fand ich sehr interessant.
Ein wenig holprig waren für mich – aber das liegt an mir – immer die politischen Verwicklungen und die internen Strukturen des CIA. Die Story konnte mich größtenteils fesseln und war mit dem Schauplatz Korea einmal erfrischend anders.
Das Ende war ein wenig unglaubwürdig. So schnell erholt man sich doch normalerweise nicht von einem schlimmen Erlebnis. Im Anhang finden sich weitere Infos zu Korea und den Zwangsentführungen von jungen Frauen und Männern. Mit diesem Wissen reflektiert man das Buch dann noch auf eine ganz andere Art und Weise.

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Genial

Rachewinter von Andreas Gruber

Wien. Evelyn Meyers kommt einem dubiosen Fall auf die Spur: warum gesteht Michael von Kotten einen Mord, den er nicht begangen hat? Bei ihren Nachforschungen stößt sie in ein Wespennest.
Zeitgleich hat es in Leipzig Kommissar Walter Pulaski mit rätselhaften Todesfällen zu tun, in die alle eine Frau mit einem roten Kleid verwickelt zu sein scheint.

Persönlich wird der Fall durch den Tod des Vaters einer Schulfreundin seiner Tochter und dass die beiden Mädchen sich neugierig auf die Suche nach dem Mörder machen. Und bald überschlagen sich die Ereignisse.

Wieder ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat. Ich mochte es gar nicht mehr weglegen. Und das, obwohl es fast 600 Seiten hatte, mich keine Sekunde gelangweilt hat. Gruber schafft es mit seinen Büchern jedes Mal wieder, mich zu begeistern.
In Rachewinter beschreibt er einen Fall, der anscheinend unlösbar ist. Doch nach und nach kommen Pulaski und Meyers, unabhängig voneinander, auf eine Spur, die sie letztendlich in einem furiosen Finale wieder einmal zusammenführt. Ein wenig lange hat es mir allerdings schon gedauert, bis sich die Fälle schließlich trafen, so wurde man ständig zwischen Leipzig und Wien hin- und hergeschubst und besonders zu Anfang musste man schon aufpassen, welcher Mord und welcher Verdächtige gerade dran waren.
Fazit: Rachewinter ist bereits der dritte Fall von Walter Pulaski und Evelyn Meyers und ich hoffe, dass ich noch einige von ihnen zu lesen bekommen werde.

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Krimi noir

Ed ist tot von Russel D. McLean

Unfreiwillig gerät Jen Carter in Schwierigkeiten. Als sie versehentlich ihren Freund mit dem Brotmesser ersticht, zieht das weite Kreise und bald ist sie eine gesuchte Serienmörderin. Dabei muss sie sich doch bloß ihrer Haut wehren! Denn ihr Freund war im Drogenmilieu tätig und seine Auftraggeber finden es nicht witzig, dass er ihnen noch Geld und Ware schuldet, die sie jetzt bei Jen vermuten.

Zugegeben: schon ein bisschen bizarr, die ganze Handlung. Aber auch zum Schmunzeln. Wie schnell man zum Serienmörder werden kann, wenn man selber überleben möchte. Das Buch ist locker geschrieben, fast hofft man mit Jen, dass sie entkommt und ein besseres Leben beginnen kann. Wobei sie auch Dinge tut, die ich beim Lesen eher verurteilt habe. Beinahe stolpert sie von einem Mord zum Anderen und kann ja (fast) nichts dafür, dass sie alle umbringt 
Fazit: nicht ganz ernst zu nehmender Noir-Krimi, der sich aber locker lesen lässt.

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sehr schöne Geschichte

Die Charité. Hoffnung und Schicksal von Ulrike Schweikert

Eine aufregende Zeit in der Geschichte der Medizin: das frühe 19. Jahrhundert. Operationen werden ohne Betäubung durchgeführt, man kämpft gegen Wundbrand und die Cholera und Frauen dürfen sich nur als Krankenwärterinnen verdingen, statt selbst als Ärztinnen tätig zu werden.
In dieser Zeit spielt Ulrike Schweikerts neuer Roman.

Teils fiktive Personen werden mit realen Persönlichkeiten vermischt und alles zu einer sehr lesenswerten Story verwoben, die den Leser in seinen Bann zieht. Tragische Einzelschicksale, auferlegte Gesellschaftszwänge und wunderbare Erfolge in der Medizin – das alles macht die Geschichte aufregend und lädt zum Mitfiebern und Bangen ein.
Fazit: Ulrike Schweikert schafft es immer wieder, die Vergangenheit einzufangen und lesenswert aufzubereiten

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Der Absturz des DI Brennan

Er will dein Herz von Carver Tania

Rätselhafte Morde geschehen. Die Frauen werden entführt und das Herz herausgeschnitten. Ein schwieriger Fall für Phil Brennan und Maria Esposito, die auch noch mit ihrer Beziehung zu kämpfen haben.
Doch der Täter begeht Fehler, die es den Ermittlern gestatten, ihm auf die Spur zu kommen. Allerdings ist er schneller als sie und entführt eine Polizistin.

Jetzt läuft die Zeit gegen die Ermittler…

Wieder mal ein spannungsgeladener Thriller von Tania Carver. Bereits von der ersten Seite an ist der Spannungsbogen sehr hoch und flacht auch nur selten ab. Meistens in den Szenen, in denen das Beziehungsdrama von Brennan und Esposito thematisiert wird. Das hat mich mit der Zeit etwas gelangweilt. Vor allem auch Brennans Totalabsturz und sein Verhalten den Verdächtigen gegenüber waren nicht gentlemanlike, so kenne ich ihn gar nicht.
Carver schreibt sehr flüssig und hat mit dem Vorgehen des Täters auch einen erfrischend neuen Ansatz in einem Thriller gefunden, den ich sehr gut aufgebaut fand. Die misshandelten Frauen, die nie im Frauenhaus ankamen. Leider hatte ich schon sehr bald einen Verdacht auf den Täter, hier hat sich die Autorin zu früh verraten, was mir das Lesen ein klein wenig verleidet hat.

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Grenzerfahrungen

Todeskäfig von Ellison Cooper

Ein Killer, der seine Opfer in einen Käfig sperrt und verdursten lässt. Ein ungewöhnlicher Fall für FBI-Agent Sayer Altair. Zusammen mit ihrem Team findet sie heraus, dass der Täter nicht zum ersten Mal gemordet und schon wieder ein Mädchen verschleppt hat. Die Zeit läuft!
Ein sehr spannendes Buch, wenn auch manche Szenen sehr konstruiert erschienen, vor allem das Ende.

Da wurden dann noch einige forensische „Leckerbissen“ aufs Tapet gebracht, was nicht zwingend nötig gewesen wäre.
Ich mochte das Buch sehr gerne, konnte es kaum aus den Händen legen. Mir hat Sayer als Protagonistin sehr gut gefallen, auch Vik mochte ich sehr gerne und fast verliebt habe ich mich in Toni, der strahlte so viel Positives aus. Was mich gestört hat, waren die vielen falschen Verhaftungen, aber die sind nun mal der Story geschuldet und gehören dazu. Bei der dritten habe ich allerdings nur noch mit den Augen gerollt und mir gewünscht, dass der Fall etwas anders laufen würde.
Letztendlich hat mich der Täter dann aber doch überrascht. Begeistert war ich eh von seiner Schläue und wie er all die falschen Spuren gelegt hatte. Das hat Sayer ganz schön zu beißen gegeben und auch den Leser überrascht.
Fazit: Ich freue mich auf weitere Bücher mit Sayer und ihrem Team.

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Nancy Mitford

Die Schwestern von Mitford Manor - Unter Verdacht von Jessica Fellowes

Louisa ist 19 und lebt in ärmlichen Verhältnissen. Als ihr Onkel sie prostituieren will, muss sie fliehen. Sie landet als Kindermädchen in Mitford Manor, wo sie sich gleich sehr wohl fühlt und sich mit Nancy, einer der 6 Töchter, anfreundet. Gleichzeitig beschäftigt ein Mord in einem Zug den Umkreis Londons.

Und Louisa und Nancy ermitteln heimlich. Unterstützt von Polizist Guy, der sein Herz für Louisa verloren hat.
Eine Mischung aus Krimi und Romanze, so würde ich diesen Roman beschreiben. Teilweise etwas zäh, gegen Ende recht spannend, aber so richtig fesseln konnte mich das Buch leider nicht. Erst beim Lesen des Nachwortes wurde mir bewusst, dass es die Mitfordschwestern tatsächlich gegeben hat und so habe ich die Familie gegoogelt.
Louisa mochte ich auf Anhieb, sonst blieben die Handelnden eher blass. Von Nancy hatte ich mir lt. Klappentext mehr erhofft. Die Stellen mit Louisas Onkel konnten mich immer fesseln, der Aufenthalt bei Tante Rose ebenso, aber die Stimmung auf Mitford Manor fand ich eher öde. Was weniger dem guten Schreibstil der Autorin als eher der wohl authentischen Stimmung in dem Anwesen geschuldet war.
Fazit: Der Auftaktband einer Reihe, die ich nicht unbedingt weiter verfolgen muss.

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