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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Sophies Geheimnis

Keeper of the Lost Cities - Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1) von Shannon Messenger

Diese neue, magische und phantastische Buchreihe, wurde groß angekündigt und hat im englischsprachigen Raum wohl schon viel positive Beachtung gefunden. Der Haupthandlungsort dieses Buch ist eine Elfenschule. Sophie wusste lange nichts von ihrer Zugehörigkeit zu diesem Volk und hat ihre Fähigkeit Gedanken zu lesen für sich behalten.

Bis sie auf Fitz trifft und dann geht es los zur Elfenschule. Allerdings muss sie dafür ihre menschliche Familie verlassen. Und auch auf der neuen Schule ist sie anders und es stellt sich die große Frage, warum sie überhaupt in der menschlichen Umgebung geradezu versteckt wurde. Hier an der Schule gibt es tolle Fächer, es geht manchmal hoch her und recht actionreich, dann gibt es wieder ruhigere Momente; eine gute Mischung, um alles kennen zu lernen. Aber natürlich gibt es auch Geheimnisse aufzudecken. Ich fand es gut, dass der Band nicht mit einem allzu gigantischen Cliffhanger endet, sondern dass hier schon viel geklärt wurde. Aber ich bin schon gespannt auf weitere Abenteuer aus dieser Reihe.

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Ninas Bemühen

Das Versprechen Løftet von Steffen Jacobsen

Nina wird überraschend vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, doch das geht ihr gehörig gegen den Strich, denn sie fühlt sich verantwortlich für die junge Gabriela, die gemeinsam mit ihr verhaftet wurde. Selbst eine spontane Aktion am Vorabend der Entlassung reicht nicht aus. Und so kommt sie bei der Familie ihrer Schwester unter, die sie seit Jahren nicht gesehen hat.

Ihr Neffe und ihre Nichte wussten noch nicht einmal von ihrer Existenz. Die Vergangenheit von Nina wird erst nach und nach gelüftet und so hat man das Gefühl, ein Puzzle wird nach und nach zusammen gesetzt. Zwischendurch geht es recht brutal zur Sache. Insgesamt gesehen fehlte es mir jedoch manchmal ein wenig an Spannung; vielleicht lag es auch an der Kürze des Hörbuchs oder daran, dass einige Seitenstränge auch noch recht viel Platz einnahmen. Doch immer wieder geht es um die Befreiung von Gabriela. Der Sprecher Josef Vossenkuhl gefiel mir gut, auch wenn ich ihn bisher noch nicht kannte. Ich konnte seiner angenehmen Stimme gut folgen.

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Paula ermittelt

CD Die stumme Tänzerin von Glaesener Helga

Hamburg, 1928. Paula Haydorn, Tochter aus gutem Hause, möchte aber selbstständig sein und arbeiten. Eher zufällig kommt sie zu ihrer Arbeit als Sekretärin bei der Weiblichen Kriminalkommission. Und hier ist sie nicht nur Sekretärin, sondern ist bald mittendrin bei den Ermittlungen zu einem bestialischen Mord an einer Frau, deren Leiche auf einem Friedhof gefunden wurde.

Martin Broder gefällt es gar nicht, dass er hier mit Frauen zusammen arbeiten muss. Paula geht unkonventionelle Wege und es kommt bald zu weiteren Mordfällen. Doch was ist das Motiv und vor allem wer steckt hinter den Morden? Kennt Paula etwa den Mörder? Neben den Mordermittlern lernt man viel über das Leben in Hamburg mitten in der Weimarer Republik; die politische Situation verschärft sich langsam, die Rechten lassen mehr von sich reden. Doch neben der Politik erhält man auch Einblicke in das Familienleben und die Stadt und vieles mehr. Helga Glaesener beweist wieder einmal Geschick, eine interessante Geschichte mit historisch fundierten Fakten zu verbinden und wartet mit einer überraschenden Aufklärung auf. Ich würde sehr gerne weitere Fälle mit Paula, Caro und Co lesen oder hören. Christiane Marx macht aus diesem Buch ein ganz besonderes Hörvergnügen und ich höre immer wieder gerne ihre Stimme.

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Martins Geschichte

Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte

In einem nicht näher bestimmten Dorf, zu einer nicht näher bestimmten Zeit, vermutlich gegen Ende des Mittelalters oder in der Frühen Neuzeit, zur Zeit einer der vielen Kriege und kriegerischen Auseinandersetzungen. Martin ist elf Jahre alt und Waise seitdem sein Vater seine gesamte Familie und sich selbst hingerichtet hat; nur der kleine Junge hat überlebt und einer schwarzer Hahn, der seit Jahren bei ihm lebt.

Martin ist genügsam, er hilft allen, bekommt jedoch nur wenig Lohn und auch nur in Naturalien. Doch er bleibt freundlich und hilfsbereit. Intelligent und mit einem guten Blick für das, was vor sich geht, hält er sich jedoch manchmal mit seiner Meinung zurück. Der Hahn spricht auch manchmal - und so sind wir mittendrin im märchenhaften Geschehen. Eines Tages verlässt Martin sein Dorf und geht mit einem Maler auf Wanderschaft. Ein Mädchen wurde geraubt und er konnte es nicht wiederfinden, fühlt sich jedoch verantwortlich. Die Geschichte ist oft düster, jedoch gibt es auch Hoffnungsschimmer. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen; es ist ein Buch, das man genießen sollte und immer mal wieder innehalten. Ich würde mich sehr über weitere Bücher der Autorin freuen.

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Schwestern

SCHWEIG! von Judith Merchant

Es ist kurz vor Weihnachten. Bei Esther und ihrer Familie muss noch viel erledigt werden. Ob der Sohn wohl daran denkt, den Turnbeutel aus der Schule mit zu nehmen? Und Tochter Ella packt das Geschenk für die Tante ein, aber warum kann sie eigentlich keine Schleife binden? Solche und andere Belanglosigkeiten gehen Esther durch den Kopf und natürlich die Liste mit den Dingen, die noch erledigt werden muss.

Da muss der Bio-Weihnachtsbaum abgeholt werden, aber wichtig ist jetzt erstmal, dass sie zu ihrer Schwester Sue, "Schnecke", fährt, die sich von ihrem Mann getrennt hat und ganz alleine in einem großen Haus im Wald wohnt. Eigentlich hätte sie lieber, dass Sue zu ihnen kommt, aber schon letztes Jahr gab es eine Katastrophe bei ihrem Besuch. Sue hingegen genießt die Einsamkeit und Stille in ihrem auf nötige Dinge reduzierten Haus im Wald. Da stört der Besuch der Schwester nur, aber die will einfach nicht wieder fahren. Dabei will sie das eigentlich schon. Denn mehr und mehr tauchen wir in die Gedankengänge der Schwestern ein, erfahren viel über ihre Gefühle, ihre Geschichte und Geschichten, die sie so unterschiedlich empfunden haben. Was ist Sein, was ist Schein? Immer mehr Geheimnisse treten ans Licht, die Vergangenheit muss immer wieder angepasst werden, je mehr man erfährt. Später im Buch gibt es noch einige Abschnitte aus Sicht von Martin, Esthers Ehemann, und dann noch die Gedanken eines Kindes. Am Ende ist dann doch alles anders als gedacht. Psychologisch meisterhaft aufgebaut.
Beim Hörbuch fand ich es sehr gelungen, dass die Schwestern von unterschiedlichen Sprecherinnen gesprochen werden. Christiane Marx und Ulrike Kapfer haben das sehr gut gemacht, wie auch Tim Gössler, der Martin eine Stimme gegeben hat.

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Reihenstart

Das Kreuz des Pilgers von Petra Schier

Ich kenne bereits so einige historische Romane aus der Feder von Petra Schier und habe mich darum sehr gefreut, dass es nun eine neue Reihe von ihr gibt. Ich kenne jedoch die Kreuz-Trilogie (noch) nicht, dessen Fortsetzung hier gewissermaßen geschrieben wird. Allerdings war das kein Problem für mich bei der Lektüre.

Die Autorin baut immer wieder gerne Querverweise zu ihren anderen Romanen ein und so war ich sehr erfreut, einige wieder zu entdecken. Der Roman spielt in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts vorrangig in Koblenz. Es beginnt dramatisch mit dem Überfall auf eine Reisegruppe und dem Tod von Gottfried, dem Mann von Reinhild. Sie muss nun alleine zurecht kommen als Witwe, hat jedoch viel Unterstützung von ihrer Familie, aber vor allem ist sie eine starke Persönlichkeit, die weiß, was sie will. Neben Reinhild stehen noch Palmiro und Conlin im Vordergrund der Geschichte. Die beiden Freunde sind gerade von einer Pilgerreise aus dem Heiligen Land zurück gekehrt und Palmiro hat von dort eine Kreuzreliquie mitgebracht. Diese Reliquie bringt einen Hauch von Übernatürlichem in das Buch, was mir persönlich nicht so gefallen hat, da ich bei einem historischen Roman nicht damit gerechnet habe. Insgesamt ist dieses Buch nur der Beginn der Geschichte und das Ende sehr offen gehalten.

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Unterwegs auf den Zimniks

Eis. Abenteuer. Einsamkeit von Richard Löwenherz

Im Frühjahr 2017 begibt sich Richard Löwenherz auf seine nächste Winterradtour, ein großes, nicht ungefährliches Abenteuer, aber nur, wenn die Zimniks, die Winterstraßen, geöffnet sind, ist es überhaupt möglich, diesen Weg zu fahren, denn er führt über weite Strecken über Flüsse und am Ende über das gefrorene Polarmeer.

Weite Teile des Landes sind überhaupt nur über diese Wege mit allem lebenswichtigen zu versorgen und so begegnet der Autor auf der Strecke auch immer wieder LKW. Das Buch beginnt quasi mittendrin, mit Tag 35. Ein gut gelungener "Appetitanreger" und Spannungsaufmacher bevor wir zurück springen zum Tag des Abflugs. Der Autor berichtet von den Begegnungen mit Menschen, die selbstlos weiterhelfen, von seiner zunehmenden Bekanntheit als der "Radfahrer", die nicht nur positive Effekte hat, von den Unbillen der Natur, aber auch von der Schönheit der Polarnächte, viele mit unglaublich faszinierendem Polarlicht. Natürlich auch von der immerwährenden Kälte und welche Tricks er anwendet, was sich bewährt hat, welche Bekleidung ihn schon lange begleitet oder was er ausgeliehen hat und welche Investitionen er vor der Reise vielleicht doch hätte tätigen sollen. Ein überaus anschaulicher Schreibstil und mit großartigen Bildern, so dass das Kopfkino viel Futter bekommt. Ein tolles Abenteuer, wunderbar bebildert.

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Trauerbewältigung

Sternflüstern von Paula Carlin

Irith trauert um ihren Freund Lunis. Sie hatten eine ganz besondere Beziehung, haben sich zwar nicht regelmäßig gesehen und auch nicht zusammen gelebt, aber dennoch waren sie tiefe Seelenverwandte, zumindist aus Sicht von Irith. Denn Lunis kam nicht gut klar mit zu viel Nähe; er hat sich dann immer wieder zurück gezogen.

Sein Tod kam für Irith viel zu früh und unerwartet. Und dann soll sie auch noch eine ihr fremde Frau suchen - Alix - und dieser dann ein Päckchen von Lunis überreichen. Doch wer ist diese Frau? Lunis hat nie von ihr gesprochen. Aber in einem Garten eines verlassenen Hauses spricht er zu ihr und dort findet sie auch Glasscherben für ein neues Mosaik und trifft auf einen Fuchs. Das erste Mosaik hat sie gemacht, nachdem sie Lunis getroffen hatte. Eigentlich arbeitet sie nämlich in einem Hotel. Dort trifft sie dann auch auf Sophie, die eines ihrer Mosaike besitzt und gemeinsam erstellen sie ein Kunstwerk für das Hotel. Ein Buch voller Zauber, eine wunderschöne Sprache, eine Ode an das Leben und eine Buch, das Mut macht.

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Eine Ehe

Der Brand von Daniela Krien

Rahel und Peter planen eigentlich einen Urlaub in den Bergen, doch kurz bevor sie die Reise antreten, wird sie abgesagt, weil ihre Ferienunterkunft einem Brand zum Opfer gefallen ist. Da erscheint es wie eine Fügung des Schicksals, dass sie in die Uckermark zum Housesitting fahren, da Viktor, der Mann von Judith, einer langjährigen Freundin von Rahels Mutter, einen Schlaganfall hatte und nun zur Reha muss und Ruth ihn begleiten möchte.

Und so verbringen Peter und Rahel ihren Urlaub dort. Während Peter sich um die Tiere kümmert, unter Anderem um einen Storch und ein altes Pferd, mit dem er immer spazieren geht, kümmert Rahel sich um den Garten. Doch es gemeinsame Aktionen kommen nicht so recht in Gang, es ist eher ein Nebeneinander als ein Miteinander. Hat das mit einem Vorfall an der Uni zu tun, an der Peter seine Lehrtätigkeit ausübt? Oder doch an den langen Ehejahren? Dann kündigt sich auch noch Tochter Selma mit den beiden Enkeln an, mit der Rahel schon immer ihre Probleme hatte; Sohn Simon war ihr immer näher. Ein eher ruhiger Roman, der Einblicke in das Leben der beiden bietet und am Ende der dritten Urlaubswoche endet.

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Genial

Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton

Nachdem ich so begeistert von der Geschichte und vor allem der Komposition von "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" war, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Stuart Turton. Dieses Mal reisen wir in die Vergangenheit, in das 17. Jahrhundert und befinden uns rasch in einem turbulenten, spannenden, überraschenden und faszinierendem Abenteuer(-roman) wieder.

Die 600 Seiten des Buches sollten niemanden vor der Lektüre abschrecken, denn die Seiten flogen nur so dahin. Allerdings muss man sich auch hier wieder auf eine komplexe Geschichte einlassen, gut aufpassen und nicht vor einer Vielzahl an Charakteren zurück schrecken. Begeben wir uns auf die Reise der Saardam, von Batavia nach Amsterdam, eine gefährliche Schiffsreise. Doch hier geht es nicht nur um die Gefahren der Seefahrt, denn an Bord befindet sich Samuel Pipps, Meisterdetektiv, jedoch angeklagt eines schweren Verbrechens. Dann geschehen mysteriöse Dinge - und schon ist man wieder in der atmosphärischen Dichte und dem gekonnten Verwirrspiel von Stuart Turton gefangen, mit dem er mich schon einmal packen und begeistern konnte. Dies ist nicht nur ein Kriminalroman, hier vermischen sich viele Genre und die Handlung und auch die Personen haben es in sich.

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