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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Spatz und Krähe

Skyborn – Die Goldflügel-Prüfung von Jessica Khoury

In einer Welt, in der die Menschen auch Vögel sind, lebt Ellie, die ein Spatz ist und somit ganz weit unten in der Hierarchie steht. Außerdem ist sie eine Waise und hat ihre Eltern verloren, als diese sie verteidigt habe. Sie hat nur überlebt, weil ein weibliches Mitglied der Goldflügel-Ritter sie damals gerettet hat und seitdem verehrt sie die Goldflügel und möchte unbedingt an der Goldflügel-Prüfung teilnehmen, was noch nie ein Spatz gemacht hat.

Ausgerechnet ihr Freund nimmt sie nicht ernst. Allerdings schafft sie die Prüfung dann doch nicht, aber nur, weil sie einen Krähenjungen rettet, der ihr dafür jedoch überhaupt nicht dankbar ist, sondern einfach verschwindet.
Eine überaus interessante Geschichte, erzählt aus der Sicht von Ellie und aus der von Nox, der sich mit Gaunereien und als Dieb über Wasser hält. Eine Geschichte, bei der man hinter die Kulissen schauen muss und wo "nicht alles Gold ist, was glänzt".

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Eine Bücherei in einer U-Bahn-Station

Die Bibliothek der Hoffnung von Kate Thompson

Ein Buch über eine Bücherei in einer U-Bahn-Station in London während des Zweiten Weltkrieges, die es tatsächlich gegeben hat? Das hat schon bei der Lektüre des Klappentextes meine Neugierde geweckt und als ich das Buch erhalten habe, habe ich mich auch sofort darauf gestürzt und es in nur anderthalb Tagen durchgelesen.

Mit leichtem Bedauern habe ich Clara und Ruby, aber auch alle anderen verlassen. Am Ende des Romans wird es noch einmal ganz besonders emotional, aber auch vorher gibt es viele Stellen, die mir sehr nahe gegangen sind.
Gut gefallen hat mir auch das Nachwort der Autorin mit den Fotos von der Bücherei und wie sie etwas zur reellen Geschichte dieser Bibliothek schreibt und was von ihr erfunden wurde.
Eine Leihbücherei im East End, die Leute hier sind arm und durch den Krieg wurden sie noch ärmer, aber ein Buch bedeutet so viel - und das hat auch die Bibliothekarin Clara festgestellt. Auch wenn sie immer wieder Widerstand von ihrem Chef bekommt, gibt sie nicht auf und fährt mit ihrer Freundin und Assistentin Ruby die Fabriken mit dem Bücherbus ab, macht Vorlesestunden für die Kinder und berät viele Frauen, denn es sind vor allem Frauen und Kinder, die zu ihr kommen, was die Männer nicht immer gerne sehen. Aber auch Clara hat es nicht einfach, ihr Mann Duncan ist tot, das Verhältnis zu Mutter und Schwiegermutter sehr schwierig. Die quirlige Ruby verbirgt auch ein schweres Trauma und kämpft sich durch, gibt sich stark, für ihre Mutter und auch andere.
Ein unglaublich starkes Buch.

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Meisterhaft

Die spürst du nicht von Daniel Glattauer

Als ich gesehen habe, dass es einen neuen Roman von Daniel Glattauer gibt, habe ich mich schon sehr darauf gefreut.
Sophie Luise Strobl-Martinek kommt aus einem "guten Elternhaus" wie man es so umgangssprachlich nennt. Geld ist zuhauf vorhanden, aber Sophie ist in der Klasse eine Außenseiterin und hat sich mit Aayana angefreundet, die aus ihrem Heimatland Somalia geflüchtet ist und ebenfalls eine Außenseiterin in der Klasse ist.

Aayana darf mit in den Familienurlaub der Strobl-Martinek (allein dieser Name!). Doch der Urlaub in der Toskana, gemeinsam mit einer anderen Familie, gerät zur Katastrophe, als das Mädchen bereits am ersten Abend im Pool ertrinkt.
Aus immer wieder wechselnden Perspektiven und auch Presseberichten erzählt der Autor im folgenden wie mit dieser Katastrophe umgegangen wird. Schuld im juristischen Sinn, ja, aber auch die moralische Schuld spielt eine Rolle.
Eine neue Meisterleistung.

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Emerald Ink

Die Geschichtenwandler - Magische Tinte,1 Audio-CD, 1 MP3 von Kristen Perrin

Ennas Mutter hat eine gemütliche, kleine Buchhandlung, in der es manchmal dann doch etwas chaotisch zugeht. Eines Tages sieht Enna, dass ein Mann etwas in ein Buch schreibt - das geht ja mal gar nicht! Vor allem, weil es sich um eine teure Erstausagabe handelt. Und dann sind auf einmal alle Taxis in der Stadt rot und nur Enna scheint das aufzufallen, während ihre Freundin davon überzeugt ist, dass die doch schon immer so aussahen.

Noch unheimlicher wird es, als sich die Statue von Peter Pan wandelt und Peter Pan doch tatsächlich in dem Roman erwachsen geworden ist. Hier geht doch etwas nicht mit rechten Dingen zu! Als sie an eine Einladung zur Emerald Ink Gesellschaft kommt, wird einiges klarer. Nun soll sie doch tatsächlich selbst etwas umschreiben. Aber nur so kann sie den Geheimnissen auf die Spur kommen und vielleicht sogar ihrer geliebten Großmutter helfen, die immer mehr wirres Zeug redet. Oder sich zumindest davon ablenken lassen.
Dieses Buch brauchte einfach sehr lange, um Fahrt aufzunehmen und recht viele Handlungsstränge hatten am Ende dann kaum noch eine Bedeutung, was sehr schade war. Gegen Ende wird das Tempo allerdings noch einmal richtig angezogen und es gibt überraschenden Einblicke und Wendungen, so dass ich nun doch neugierig darauf bin, wie es wohl weitergehen mag. Die Sprecherin Nina Reithmeier kenne ich bereits aus anderen Produktionen und auch hier hat sie wieder einen tollen Job gemacht. 3,5 Sterne

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Eigene Ernte

Homefarming: Das Kochbuch von Judith Rakers

Schon das erste Buch von Judith Rakers, "Homefarming", hat mir gut gefallen. Wie sie alles aufgebaut hat und verwertet. Und hier gibt es nun das passende Kochbuch dazu. Wieder wunderschön bebildert und interessant geschrieben. Es beginnt nach einer kurzen Einleitung mit dem Monat März und was nun vorgezogen werden sollte.

Die Tomaten nämlich, ganz wichtig - und daran werden wir im späteren Verlauf des Buches erinnert, was wir dann mit den Pflänzchen machen sollen. Es gibt auch eine Übersicht, was wir jetzt noch vorziehen oder vielleicht gar schon im Freiland aussäen können. Und dann geht es los mit den Rezepten, zum Beispiel einem Vampir-Smoothie, einer leckeren Quiche,... Die Gänseblümchen-Eiswürfel fand ich einen tollen Hingucker und der Tipp zu gekauften Kräuterölen hilfreich. Dann werden wir noch mitgenommen zu Sterneköchen und es gibt immer wieder ein paar interessante Hintergrundetails. Die Blütenbrötchen haben mir besonders gut gefallen. So vergeht ein ereignisreiches Jahr mit viel Inspiration und Arbeit. Tolle Rezepte, super Aufmachung - einfach lecker!

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Alwyn Scribe

Der Paria von Anthony Ryan

Ein neues Buch von Anthony Ryan - allein den Autorennamen auf dem Buch zu lesen, hat mein Interesse geweckt. Doch auch das Cover zusammen mit dem Buchtitel haben mich neugierig auf diese neue Welt und Reihe gemacht.
Der Protagonist Alwyn Scribe nimmt uns mit in seine Vergangenheit und sein wechselhaftes Leben.

Ein Waise, der in einem Hurenhaus aufwächst und später auf die schiefe Bahn gerät und ausgenutzt wird. Dann wird er verhaftet. Er trifft im Laufe seines Lebens auf ganz unterschiedliche Frauen.
Eine Welt, die angelehnt ist an mittelalterliche Strukturen, es gibt viel Krieg und Gewalt, Ungerechtigkeiten und Mangel, alles wirkt sehr düster. Gut geschrieben, aber dennoch reicht - zumindest dieser erste Band der neuen Trilogie - für mich nicht an die früheren Werke von Anthony Ryan ran. Vielleicht waren meine Erwartungen aber auch einfach zu hoch gesetzt? Ich bin dennoch schon neugierig auf die Folgebände und ob ich mich einfach nur "reinlesen" musste.

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Schöne neue Welt?

Equilon von Sarah Raich

Diverse Klimakatastrophen haben das Leben auf der Erde immer schwieriger gemacht. Weite Teile der Erde sind unbewohnbar geworden. Die Menschen sind zu viele und so ist ein Programm entwickelt worden, dass per Algorithmus entscheidet, wer nach New Valley ziehen darf und zu der einen Milliarde gehört, die auf der Erde leben bleiben dürfen und das im Luxus.

Jenna hat das geschafft. Sie hat hart dafür gearbeitet und quasi Tag und Nacht programmiert und verlässt von jetzt auf gleich ihr bisheriges Leben und wird direkt nach New Valley geflogen, ohne sich von ihren Großeltern verabschieden zu können. Zuerst erscheint ihr das Leben dort wie ein wunderbarer Traum, den sie sich verdient hat. Dann doch darf sie nicht programmieren, sondern wird nur wie die Exotin behandelt. Dann verliebt sich auch noch Cory, der Chef von Equilon in sie und das ruft natürlich Neid hervor. Aber Jenna ist nicht so angepasst wie vermutet.
Auf der anderen Seite: Dorian, der seinem Leben ein Ende machen möchte, weil er es nie zu der 1 Milliarde schaffen wird, aber die junge Maggie hält ihn davon ab. Durch diese beiden lernt man die Schattenseiten dieser Welt kennen.
Zwischendurch zog sich für mich die Geschichte ein wenig, doch dann nahm sie wieder an Tempo auf. Eine erschreckend Zukunftsvision mit vielen denkbaren Ansätzen.

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Das sind meine Eier!

Mascha das Betrügerhuhn - Der verrückte Eierklau von Julia Bierkandt

Mascha ist ein Huhn und eigentlich hat sie es wirklich gut getroffen auf dem kleinen Bauernhof. Es wird für Bauch, Köpfchen und Herz gesorgt und neben der Bäuerin gibt es noch ein Schwein, eine Kuh (die komischerweise Elvis heißt) und ein Schaf. Alle arbeiten zusammen im Garten und ruhen sich aus.

Eigentlich alles ganz harmonisch. Aber dann legt Mascha ihr erstes Ei - und die Bäuerin klaut es und das kann Mascha nun gar nicht hinnehmen. Es werden verrückte Pläne geschmiedet und umgesetzt und die Illustrationen sind einfach herrlich! Genau wie die Wortspiele mit "Ei". Hier passen Geschichte und Illustrationen super zusammen und das Buch lädt dazu ein, es immer wieder anzuschauen und neue Dinge zu entdecken und zu suchen. Das große Format ist auch super, denn so sind die Illustrationen schön groß. Ein neues Lieblingsbuch!

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Stimmt nachdenklich

Wovon wir leben von Birgit Birnbacher

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen, weil ich sehr gerne schwimme und die Art der Zeichnung mit den verschwommenen Punkten interessant ist.
Die Protagonistin des recht kurzen Buches hat gerade ihre Arbeit als Krankenschwester verloren und kehrt nun mit 37 Jahren zurück in ihr Heimatdorf.

Wie soll es nun weitergehen? Wie ist es, zu den Ursprüngen zurück zu kehren? Und wird sie das hektische Arbeitsleben vermissen? Und das Leben in einer eher anonymen Großstadt? Wie soll es nun weitergehen, nachdem ihr Vater sie abgeholt hat. Im Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Alles wirkte auf mich so festgefahren und veraltet und sehr einengend. Die aus der Stadt werden nicht akzeptiert, Studierte schon mal gar nicht. Die Rollen von Frau und Mann sind hier sehr eingefahren. Aber auf der anderen Seite gibt es hier viel frische Luft, Ruhe und Natur. Ein Buch, das viele Impulse gibt.

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Emotional

Als Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige

Bisher kannte ich nur die Krimis von Trude Teige und da mir die gut gefallen haben, war ich natürlich gespannt auf diesen Roman mit der Gegenwarts- und Vergangenheitsperspektive. Zu Beginn wird Juni ausführlich vorgestellt, die vor ihrem gewalttätigen Mann in das Haus ihrer Großeltern geflüchtet ist.

Auf der kleinen Insel lebt ganzjährig nur noch der alte Nachbar der Großeltern. Gerade diese Ruhe ist nun wichtig für Juni. Ihre geliebten Großeltern sind vor einigen Jahren gestorben und nun ist auch noch ihre Mutter tot, zu der sie jedoch kein gutes Verhältnis hatte. Um sich abzulenken, beginnt Juni das Haus aufzuräumen und die Geschichte ihrer Großeltern, vor allem der Großmutter zu erforschen, denn da enthüllen sich nun doch so einige Geheimnisse. Die Geschichte von Thekla fand ich eindeutig interessanter, während die von Juni eher wie die Rahmengeschichte wirkt. Thekla verliebt sich in den Deutschen Otto und geht nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit ihm nach Deutschland, wo sie Schlimmes sehen und erleben. Ein Blick auf die deutsche Vergangenheit mal aus einer anderen Perspektive. Immer wieder erschreckend, wozu Menschen fähig sind, egal welcher Nationalität sie angehören. Und dass es doch in all dem Leid auch immer noch Hoffnung und Mitgefühl gibt.
Yara Blümel trägt dieses Hörbuch sehr gefühlvoll vor und ich habe mir gerne von ihr vorlesen lassen.

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