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Rezensionen von jiskett:

Schöne Liebesgeschichte voller Gefühlschaos

Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms von Rebecca Raisin

In "Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms" geht es um Anouk, die ein Antiquitätengeschäft betreibt und sich voll und ganz auf ihre Arbeit konzentriert, die sie aufrichtig liebt. Für eine romantische Beziehung bleibt da nicht viel Platz... doch da ihr Exfreund sie ausgenutzt und betrogen hat, ist sie in Bezug auf Männer unglaublich vorsichtig geworden und nicht bereit, wieder jemandem so zu vertrauen und sich zu verlieben.

Anouk ist eine sympathische Protagonistin, allerdings war es manchmal schwer zu lesen, wie sehr sie sich selbst im Weg stand. Sie ist eindeutig ein gebranntes Kind und es ist offensichtlich, dass sie verletzt wurde und Angst hat, dass dies wieder passieren könnte, vor allem, da ihr Exfreund nach wie vor versucht, ihr Leben zu sabotieren. Deshalb ist sie skeptisch und abweisend, als sie Tristan kennen lernt, der offen Interesse an ihr zeigt, jedoch Geheimnisse zu haben scheint. Ihr innerer Zwiespalt war sehr gut dargestellt und ich konnte verstehen, wieso sie immer gleich das schlechteste dachte und nicht riskieren wollte, dass ihr das Herz wieder gebrochen wird, gerade, weil Tristan sich lange bedeckt hält und nicht unbedingt öffnet. Zugleich war ich aber ganz der Meinung ihrer Familie und Freunde, die ihr geraten haben, in die Zukunft zu blicken. Ich habe definitiv mit ihr mitgefiebert und auf ein glückliches Ende für sie gehofft und die Liebesgeschichte hat mir dann auch gut gefallen.

Besonders interessant fand ich jedoch die Arbeit mit den Antiquitäten und die verschiedenen Geschichten, die hinter all den Gegenständen stecken. Es war faszinierend zu sehen, wie Anouk versucht hat, für jedes Objekt einen neuen Besitzer zu finden, der es auch tatsächlich wertschätzen kann, und ihre Leidenschaft für diesen Beruf war offensichtlich und fast schon ansteckend. Zudem gibt es hier noch einen recht spannenden Handlungsstrang um rätselhafte Vorkommnisse, der zwar etwas vorhersehbar, aber gut mit der Romanze verknüpft war und zu ein paar Spekulationen angeregt hat.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne. Es hat mich gut unterhalten, ich mochte die Protagonistin sehr und die Liebesgeschichte konnte mich ebenfalls überzeugen.

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Eine schöne, realistische Liebesgeschichte

Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms von Rebecca Raisin

"Herzflüstern" erzählt die Liebesgeschichte von Julian, der der Ich-Erzähler ist, und Markus. Die beiden begegnen sich zufällig im Park, nur um sich dann wiederzusehen, als Markus ein Praktikum an Julians Schule beginnt. Das verkompliziert die Situation zwischen ihnen natürlich, aber auch so ist die Situation verwirrend, denn der Protagonist hat sich noch nie zuvor zu Männern hingezogen gefühlt und weiß deshalb nicht, wie er mit den Emotionen umgehen soll, die er nun plötzlich hat.

Die Autorin hat dieses Gefühlschaos sehr gut dargestellt; Julian hat sich damit nicht unbedingt wohl gefühlt und hat einige Zeit gebraucht, um sie wirklich zu akzeptieren, aber das fand ich realistisch. Er hatte Probleme damit zu verstehen, was in ihm vorgeht und was alles bedeutet und der Weg zu seiner Erkenntnis war meiner Meinung nach sehr echt beschrieben. Ich konnte auf jeden Fall mit ihm mitfühlen und sein manchmal widersprüchliches, aufgewühltes Handeln nachvollziehen. Markus war dagegen lange eher undurchschaubar, da er sich gerade in Bezug auf seine Vergangenheit nicht geöffnet hat, aber er war mir trotzdem von Anfang an sympathisch.

Die Entwicklung der Beziehung der beiden hat mir gefallen. Es gibt einige sehr süße und generell viele emotionale Momente zwischen ihnen und man hat gesehen, dass sie zusammen passen. Toll fand ich vor allem, dass der Altersunterschied von 6 Jahren thematisiert wurde, und die sich daraus ergebenden Unsicherheiten waren glaubwürdig dargestellt. Auch, dass Julian zu Beginn noch minderjährig ist, spielt eine Rolle, ohne dass die Dynamik zwischen den Charakteren dadurch problematisch gewesen wäre. Die beiden gehen liebevoll miteinander um und die romantischen Szenen waren einfach schön. Es war ein bisschen schade, dass sie gelegentlich Kommunikationsprobleme hatten oder etwas überzogen reagierten, aber das lässt sich auf die Jugend der Figuren zurückführen und hat mich deshalb nicht gestört.

In "Herzflüstern" werden auch Themen wie Homophobie angesprochen und die potentiellen Konsequenzen eines Coming Outs wurden realistisch und meiner Meinung nach einfühlsam dargestellt. Aus der Inhaltsangabe geht ja schon hervor, dass die Mutter des Protagonisten nicht von der Vorstellung angetan ist, dass ihr Sohn schwul sein könnte, und in diesem Zusammenhang gibt es ein paar Szenen, die nicht gerade leicht zu lesen waren. Es ist schade, dass das Coming Out noch immer eine große Sache sein kann, aber mir hat gefallen, wie die Autorin damit umgegangen ist. Die Liebesgeschichte, die sie in diesem Buch erzählt, ist insgesamt wirklich schön und auf jeden Fall bewegend.

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Ein fesselndes, spannendes Buch

Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms von Rebecca Raisin

In "Iron Flowers: Die Rebellinnen" geht es um zwei Schwestern, die sehr unterschiedlich zu sein scheinen. Serina wurde zu einer sogenannten 'Grace' erzogen, die anmutig, unterwürfig und vor allem schön sein soll, während Nomi rebellisch und mit der aktuellen Situation nicht zufrieden ist.

Trotz all dem stehen sie sich nahe und die enge Verbindung zwischen ihnen war immer präsent, egal, was passiert ist.

Im Laufe der Handlung werden beide mit Situationen konfrontiert, die sie bis an ihre Grenzen und darüber hinaus bringen, und mir hat gut gefallen, wie die Autorin damit umgegangen ist. Die Protagonistinnen haben Probleme und wissen oft nicht, was sie tun sollen, aber sie stellen sich den Herausforderungen, wachsen wiederholt über sich hinaus und entwickeln dabei eine ganz neue Stärke. Gerade von Serinas Charakterentwicklung war ich begeistert und sie ist mir rasch ans Herz gewachsen, doch Nomi war mir ebenfalls sympathisch. Ich konnte mit beiden mitfühlen und die unterschiedlichen Kämpfe, die beide ausstehen mussten, waren sehr gut dargestellt. Die Kapitel, in denen es um Serina ging, fand ich einfach ein wenig fesselnder.

Das Tempo der Geschichte ist rasant und sie schreitet schnell voran. Das Buch ist definitiv packend und mitreißend, es passiert dauernd etwas und die Figuren erleben nicht nur eine Achterbahn der Gefühle, sondern müssen auch einiges durchstehen und können kaum zur Ruhe kommen. Einerseits fand ich dies gut, da man so immer weiter lesen wollte, um zu sehen, was als nächstes passiert; andererseits hätte ich mir zu ein paar Ereignissen weitere Details gewünscht und gerade das World Building kam mir zu kurz. Die Welt, die Banghart erschaffen hat, scheint sehr faszinierend, wenngleich auch unfair und in vielerlei Hinsicht schrecklich, zu sein. Das, was man erfährt, macht neugierig auf weitere Einzelheiten und die Autorin hätte hier wirklich in die Tiefe gehen können, doch stattdessen liegt der Fokus auf den Protagonistinnen und dem Vorantreiben der Handlung. Besonders über die systematische Unterdrückung der Frauen bekommt man zwar einige Informationen, aber ich wollte trotzdem mehr und mir hat hier leider etwas gefehlt. Ebenso sind mir die Nebenfiguren ein wenig zu blass geblieben, auch wenn aus der Entwicklung der Geschichte hervorgeht, warum dies der Fall ist - deshalb hoffe ich, dass man im zweiten Band mehr über sie erfahren wird.

Insgesamt hat "Iron Flowers: Die Rebellinnen" mir gut gefallen. Es ist ein fesselndes, spannendes Buch, die Protagonistinnen fand ich beide sympathisch und bei den Nebenfiguren gibt es einiges Potential. Ich hätte es toll gefunden, noch mehr über die Welt an sich zu lesen, doch davon abgesehen hat die Geschichte mich wirklich überzeugt und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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Schöne Liebesgeschichte

Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms von Rebecca Raisin

Liebesgeschichten, in denen auch Sport eine Rolle spielt, lese ich normalerweise gerne, weshalb ich gespannt auf "Going for the Goal" war - vor allem, da ich die Dynamik zwischen Jillian und Nick vielversprechend fand. Das Buch hat mir in dieser Hinsicht genau das gegeben, was ich erwartet hatte; die Autorin hat das Knistern zwischen den Protagonisten toll dargestellt und zudem gezeigt, wie leicht sie sich auf emotionaler Ebene näher kommen und welcher Konflikt sich aufgrund ihrer beruflichen Verbindung ergibt.

Ich konnte auf jeden Fall verstehen, wieso Jillian zögerte, eine Beziehung mit ihrem Klienten einzugehen, und diese Situation wurde gut und von allen Seiten dargestellt. Man hat deutlich gesehen, wie sehr sie ihren Job liebt, wie wichtig er ihr ist und wie schwer sie es als Frau in einer von Männern dominierten Welt hat.

Generell hat mir gefallen, dass die Arbeit der beiden neben der Liebesgeschichte eine wichtige Rolle spielte, und das nicht nur, weil sie einen Einfluss auf die Romanze hatte. Die Autorin hat die Kampagne, die gestartet wurde, um Nicks Image zu verbessern, und das Spiel an sich interessant geschildert. Zwar war es für mich ein bisschen unrealistisch, wie schnell der 'Punisher' gereift ist, aber andererseits sieht man die ganze Zeit, dass er ein guter Mensch ist und all das schon in ihm steckte, sodass das nur ein kleiner Kritikpunkt ist. Er war definitiv durchgängig ein sympathischer Charakter, ebenso wie Jillian. Ich mochte sie sowohl als Paar als auch jeden für sich sehr und konnte leicht mit ihnen mitfühlen. Besonders toll fand ich aber Ben, den Bruder des Protagonisten, und Jaime, deren Geschichte wohl im zweiten Band erzählt wurde; dieses Buch möchte ich nun unbedingt lesen und ich hoffe, dass es noch übersetzt werden wird.

Die Handlung und die Entwicklung der Beziehung zwischen den Charakteren fand ich realistisch und an sich gut dargestellt. Das Drama kurz vor Ende war meiner Meinung nach jedoch ein wenig überflüssig, da die Figuren schon davon abgesehen genug Probleme hatten und es traurig war, beide leiden zu sehen. Davon abgesehen war die Liebesgeschichte schön, da die beiden wirklich gut zusammen passen und ihre ganzen Wortgefechte unterhaltsam waren.

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Schöne Liebesgeschichte, aber die emotionale Verbindung kommt etwas zu kurz

Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms von Rebecca Raisin

"Cream of the Crop: Erste Sahne" erzählt die Liebesgeschichte von Natalie, eines 'It-Girls', das ihre Stadt liebt, und Oscar, der eine Molkerei besitzt und auf dem Land lebt. Den scheinbaren Kontrast der beiden fand ich interessant und ich war gespannt, wie die Autorin ihn in ihrem Buch umsetzen würde, vor allem, da es hier einiges an Konfliktpotential für eine eventuelle gemeinsame Zukunft gab.

Das große Plus der Geschichte ist ganz klar die Protagonistin. Sie hat Übergröße, sieht darin aber kein Problem, sondern fühlt sich wohl in ihrem Körper und will sich auch nicht ändern, was ich sehr angenehm fand. Der Fokus liegt auf ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Intelligenz und darauf, dass sie weiß, wie begehrenswert sie ist und dass sie so ziemlich jeden Mann haben kann, den sie will. Zugleich hat mir gefallen, dass Oscars Gegenwart sie zwar zunächst beeinflusst und fast schon sprachlos gemacht hat, sie aber später im Umgang mit ihm sehr schnell selbstbewusst sein konnte und ihm gegenüber klar geäußert hat, was sie wollte. Sie war mir sympathisch und ich fand es interessant zu sehen, wie sie - ein 'Stadtmädchen' - sich auf dem Land immer wohler gefühlt hat.

Im Vergleich zu ihr ist Oscar mir leider lange etwas zu blass geblieben, obwohl er mir ebenfalls sympathisch war. Natalie steht als Ich-Erzählerin klar im Vordergrund und auch der Job, der sie ins Hudson Valley führte, nimmt viel Raum ein. Oscar ist dagegen eher wortkarg und es dauert eine Weile, bevor er sich Natalie gegenüber richtig öffnet, weshalb es manchmal schwer war, seine Sichtweisen zu verstehen. Trotzdem hat die Autorin gut dargestellt, wieso die beiden zusammen passen; allerdings muss ich sagen, dass es zwar eine emotionale Annäherung gibt, die Beziehung aber lange vor allem sexuell zu sein schien. Vor dem letzten Drittel spielte die körperliche Anziehungskraft eine viel wichtigere Rolle und das war ein bisschen schade, da die emotionalen Momente, die es gab, mich überzeugen konnten. Gerade gegen Ende gibt es einige wirklich schöne Szenen und den Epilog fand ich toll.

Insgesamt hat "Cream of the Crop: Erste Sahne" mir gefallen. Es lässt sich gut lesen und ist oft humorvoll, die Charaktere sind sympathisch, auch wenn der Protagonist lange etwas zu sehr im Hintergrund stand, und die Chemie zwischen ihnen stimmte auf jeden Fall. Allerdings kam mir die emotionale Verbindung lange zu kurz und ich hätte mir einen größeren Fokus darauf gewünscht.
3,5/5 Sternen

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Interessante, komplexe Handlung

Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms von Rebecca Raisin

"Der Mond des Vergessens" erzählt eine ziemlich komplexe Geschichte. Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme damit, der Handlung richtig zu folgen; man begleitet verschiedene Charaktere, die alle irgendwie miteinander verbunden sind, was den Überblick trotz des Namensregisters am Ende des Buches erschwert.

Nach einer Weile hatte ich mich aber gut eingelesen und danach war es spannend, zu verfolgen, was mit den Figuren passiert. Sehr gefallen hat mir, dass alle Protagonisten ihre ganz eigene Motivation und Ziele haben, die oft im Widerspruch zu einander stehen, sodass man als Leser nicht einfach sagen kann, dass eine Seite recht oder unrecht hat. Natürlich gab es Personen, die mir sympathischer waren als andere, aber sie waren alle recht vielschichtig und zumeist interessant.

Die Handlung ist stark von unterschiedlichen Konflikten, Kämpfen und auch Gewalt geprägt. Der Autor scheut sich dabei nicht, die Brutalität und Grausamkeit darzustellen, mit der gegen Menschen, die den Charakteren im Weg standen, vorgegangen wurde. Es gab ein paar Szenen, die ich wirklich abschreckend fand und es ist mir schwer gefallen, sie zu lesen. Sie haben allerdings wirklich demonstriert, wie ernst die Lage war und dass die Personen sich nicht scheuten, alles zu tun, um ihr Ziel zu erreichen. Zudem wird die Spannung erhöht, da man sich als Leser nicht sicher sein kann, wer verschont werden und ob es Opfer geben wird.

Neben den gut ausgearbeiteten Figuren und einer interessanten Handlung hat mich auch das World Building überzeugt, da die Welt, die Durfee erschaffen hat, sehr facettenreich ist. Die Geschichte selbst war zwischendurch ein bisschen zäh, doch insgesamt fand ich sie fesselnd und packend und durch die ganzen geheimnisvollen Vorgänge bin ich neugierig, wie es weiter geht. Auf den zweiten Band bin ich schon gespannt.

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Ein guter erster Band

Die drei Opale 1: Über das tiefe Meer von Driver Sarah

"Über das tiefe Meer" ist der erste Band einer Trilogie, in der es um die dreizehnjährige Maus geht. Sie hat ihr ganzes Leben auf dem Meer verbracht und soll eines Tages die Nachfolge ihrer Oma als Captain des Segelschiffes 'Jägerin' antreten - doch im Laufe der Handlung wird das alles auf den Kopf gestellt und sie muss nicht nur um ihr Leben, sondern auch um ihre Familie kämpfen und ein großes Abenteuer bestehen.

Ich fand das Buch von Anfang an interessant, obwohl es ein wenig gedauert hat, bis ich mich richtig zurechtgefunden habe, da der Leser quasi direkt in die Handlung geworfen wird und die Welt und die Charaktere eher nebenbei vorgestellt werden. Zwar beginnt das eigentliche Abenteuer erst nach einer Weile, aber schon zu Beginn des Buches passiert so einiges und Maus ist bei den meisten aufregenden Ereignissen direkt involviert. Dabei erzählt die Autorin eine abwechslungsreiche Geschichte, die zwar in mancher Hinsicht etwas vorhersehbar, aber doch spannend geschrieben war, sodass ich mir nie ganz sicher war, wie es weiter gehen würde.

Besonders gefallen hat mir das World Building; die Welt, die Driver geschaffen hat, ist faszinierend und gut ausgearbeitet und ich hoffe, dass man im zweiten Band noch ein bisschen mehr über die verschiedenen Aspekte erfahren wird. Gut fand ich zudem, dass die Geschichte und die Charaktere recht komplex waren, obwohl alles kindgerecht erzählt wurde. Maus war mir als Heldin sehr sympathisch und sie ist sehr charakterstark, aber ich mochte, dass sie altersgemäß handelte und Fehler machte. Sie muss, genauso wie die anderen Figuren, einiges durchstehen, wodurch es leicht war, mit ihnen mitzufühlen, ganz zu schweigen davon, dass dadurch immer eine gewisse Spannung aufrecht erhalten wurde. Weil am Ende dieses Bandes noch sehr viel offen bleibt, ist man nach dem Lesen auch neugierig darauf, was als nächstes passieren wird und ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung.

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Anders als erwartet

Der Kaktus von Sarah Haywood

"Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte" handelt von Susan Green, einer Frau, für die ein geordnetes Leben von großer Wichtigkeit ist. Als diese Ordnung plötzlich durcheinander gerät, hat sie Probleme, damit umzugehen, doch es bleibt ihr letztlich nichts anderes übrig, als sich an ihre neuen Umstände anzupassen.

Zu Beginn ist es mir schwer gefallen, mit der Protagonistin warm zu werden. Sie wirkt sehr sachlich und distanziert und gute Manieren sind ihr so wichtig, dass sogar der Leser (wenn sie ihn anspricht) gesiezt wird. Zugleich tritt sie sehr bestimmt auf, beharrt auf ihrer Unabhängigkeit, sieht Gefühle als irrelevant an und sie will unter keinen Umständen die Kontrolle abgeben; teilweise kam sie mir zudem ein wenig herablassend vor. Der Buchtitel "Der Kaktus" passt meiner Meinung nach sehr gut zu ihr - sie wehrt beinahe instinktiv jeden ab, der ihr zu nahe kommen will. Durch all diese Eigenschaften hat es eine Weile gedauert, bevor sie mir wirklich sympathisch wurde, auch wenn ich die ganze Zeit mit ihr mitfühlen konnte. Gefallen hat mir, dass sie sich im Laufe der Handlung weiterentwickelt und sich geöffnet hat; sie ist quasi aufgeblüht, was wieder gut zu dem Kaktus-Motiv passt.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und die Geschichte selbst hat mir recht gut gefallen, allerdings hat der Untertitel "Wie Miss Green zu küssen lernte" bei mir in gewisser Hinsicht falsche Erwartungen geweckt. Ich hatte damit gerechnet, dass es eine Liebesgeschichte geben und diese eine große Rolle spielen würde, doch obwohl es eine Romanze gibt und mir Susans Partner auch sehr sympathisch war, ist es ein eher kleiner, beinahe untergeordneter Aspekt des Buches. Er trägt zur Entwicklung der Protagonistin bei und ist für sie wichtig, aber es geht vielmehr darum, wie Susan mit den Veränderungen in ihrem Leben zurechtkommt und lernt, sich mehr zu öffnen, während sie mit neuen Informationen und Gefühlen umgehen muss. Das fand ich auf jeden Fall interessant und ich habe die Geschichte auch gerne gelesen, aber ich hatte wie gesagt einfach etwas anderes von dem Buch erwartet. Deshalb, und aufgrund meiner anfänglichen Schwierigkeiten mit der Protagonistin, vergebe ich drei Sterne.

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Eine schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

In "Für immer ist die längste Zeit" erzählt Abby Fabiaschi eine Geschichte, in der der Tod und Trauer eine große Rolle spielen. Maddy ist erst vor kurzem verstorben und beim Blick auf ihre Tochter und ihren Ehemann muss sie feststellen, dass die beiden ohne sie nicht gut zurechtkommen und distanziert miteinander umgehen.

Deshalb versucht sie, aus dem Jenseits heraus Einfluss auf die beiden zu nehmen und sie einander wieder näher zu bringen.

Die Vorstellung, dass geliebte verstorbene Menschen noch die Macht haben, unser Leben zu beeinflussen, fand ich schön und es hat etwas beruhigendes an sich. Maddy kann vielleicht nicht viel tun, aber ihre Gedanken und Gesten sind von großer Bedeutung für die Menschen, die sie lieben und um sie trauern. Die Autorin hat das sehr gut dargestellt und ich fand es auch interessant, dass man nicht nur die Perspektive der Hinterbliebenen zu lesen bekommen hat, sondern dass auch die Tote selbst zu Wort kam. Ihre Sicht auf die Dinge ist eine ganz andere als die ihrer Familie und das hat das Buch für mich bereichert. Sie war mir sehr sympathisch und das hat wirklich verdeutlicht, welchen Verlust Eve und Brady erlitten haben. Die beiden sind mir ebenfalls ans Herz gewachsen, trotz - oder vielleicht gerade wegen - aller Ecken und Kanten, den manchmal hässlichen Emotionen und schmerzhaften Reaktionen auf Ereignisse.

Die Trauer ist in dem Buch meiner Meinung nach sehr echt dargestellt, ohne etwas zu beschönigen. Es ist ein langer Prozess, mal gibt es bessere, mal schlechtere Tage, und man empfindet dem Toten gegenüber manchmal auch negative Gefühle, fühlt sich verlassen und fragt sich, ob man irgendetwas anders hätte machen können. Gerade letzteres ist für die Geschichte wichtig und es war beklemmend zu sehen, wie Eve und Brady mit der Lage umgegangen sind, aber dafür war es auch schön, wenn es ihnen ein bisschen besser ging oder sie füreinander da waren.

Trotz des Themas und der realistischen Darstellung von Trauer ist "Für immer ist die längste Zeit" kein deprimierendes Buch. Es ist eine eher ruhige Geschichte, die einen großen Fokus auf die emotionale Lage der Figuren und ihre Entwicklung legt, doch es gibt ebenfalls schöne, liebevolle Momente und die Botschaft, die hinter all dem steckt, ist auf jeden Fall sehr wichtig. Das Buch regt zum Nachdenken an, kann aber auch unterhalten. Diese Mischung hat mir gut gefallen.

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