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Rezensionen von jiskett:

Einfühlsam erzählte Liebesgeschichte

Die Farben meines Herzens von Noa C. Walker

"Die Farben meines Herzens" erzählt eine sehr ruhige Liebesgeschichte. Es geht um Filomena, die seit Jahren von einem schrecklichen Trauma belastet wird, und Mika, einen Forstwirt, der plötzlich in ihr Leben tritt. Die beiden finden einander von Anfang an interessant, doch die Beziehung zwischen ihnen reift nur allmählich heran, in kleinen Schritten.

Filomena fällt es schwer, andere Menschen an sich heranzulassen, und Mika ist sich bewusst, dass er behutsam vorgehen muss, um sie nicht zu überfordern oder sie - ohne es zu wollen - zu verletzen.

Die Geschichte hat mir gut gefallen. Ich mochte, wie einfühlsam der Gefühlszustand der Protagonistin dargestellt wurde und dass die Autorin klar gezeigt hat, welche Auswirkungen ein solch einschneidendes Ereignis auch Jahre später noch haben kann. Mikas rücksichtsvolles Verhalten war toll und es war schön zu sehen, wie sehr er sich bemüht hat und wie sie einander langsam näher gekommen sind. Allerdings fand ich auch gut, dass seine Geduld nicht endlos war und er Fehler gemacht hat, da es mir realistischer vorkam als wenn er im Umgang mit ihr vollkommen perfekt gewesen wäre. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass es in ihrer Entwicklung Rückschritte gab und nicht automatisch alles gut wurde, nur weil sie sich kennen und lieben gelernt haben. Das wäre zu kitschig und unglaubwürdig gewesen.

Beide waren mir sehr sympathisch und es war leicht, sich in sie hineinzuversetzen und ihr Denken und Fühlen zu verstehen. Die Nebenfiguren waren ebenfalls gut ausgearbeitet und sie haben die Geschichte auf jeden Fall bereichert, sei es durch ein paar erheiternde Momente oder tragische Szenen. Auch Religion spielt durch die Präsenz eines Mönchs, der den beiden mit Ratschlägen zur Seite steht, eine Rolle, aber diese war überschaubar und hat gut zu dem Rest der Handlung gepasst.

Von mir bekommt "Die Farben meines Herzens" vier Sterne. Es ist eine schöne, einfühlsame Liebesgeschichte, die sich nur langsam entwickelt, aber dadurch in Anbetracht der Situation der Protagonisten sehr überzeugend wirkt.

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Tolle Liebesgeschichte

Die Farben meines Herzens von Noa C. Walker

"Kissing Madeline" erzählt die Liebesgeschichte von Madeline, einer angehenden Journalistin, und Daren, dem neuen Star der NFL. Beide haben vor kurzem wenig erfolgreiche Beziehungen beendet und während sie so verletzt wurde, dass sie sich nie wieder auf einen professionellen Sportler einlassen möchte, will er sich eigentlich erst einmal auf seine Karriere konzentrieren.

Dennoch können sie nicht ignorieren, dass es zwischen ihnen gewaltig knistert und sie sich zueinander hingezogen fühlen.

Die Protagonisten sind dem Leser bereits aus den vorherigen Bänden bekannt und obwohl der Eindruck, den man in "Loving Clementine" von Daren gewinnen konnte, nicht hundertprozentig positiv war, war er mir hier sehr sympathisch. Sein vergangenes Fehlverhalten wird nicht entschuldigt, doch die Autorin hat es trotzdem geschafft, dass man mit ihm mitfühlen kann. Sie hat sehr gut beschrieben, was in ihm und in Madeline vor sich geht und wie sie einander näher gekommen sind. Die Chemie zwischen ihnen stimmt von Anfang an und so ist es kein Wunder, dass sie schließlich mehr als einmal im Bett landen, aber noch wichtiger ist, dass sie sich necken, ernsthafte Gespräche führen und einfach so Zeit miteinander verbringen können. Die Entwicklung ihrer Gefühle füreinander wurde realistisch dargestellt und ich fand gut, dass sie meistens ehrlich und aufrichtig miteinander kommuniziert haben. Ihr Verhalten wird oft von Altlasten aus ihren früheren Beziehungen belastet und natürlich gibt es, wie in vielen Liebesromanen, Missverständnisse, doch diese haben sich organisch aus der Handlung heraus entwickelt und passten zu den Figuren und ihren bereits vorhandenen Unsicherheiten und Konflikten.

Mir hat ebenfalls gefallen, dass sowohl die Schwierigkeiten, die Madeline in ihrem Job hat, als auch Darens Beruf für die Handlung relevant waren und die potentiellen negativen Seiten aufgezeigt wurden. Ein weiterer Pluspunkt war, dass mit Clementine und Gavin sowie Jax und Dani die Pärchen aus den ersten beiden Bänden oft vorkamen und die Freundschaften der Charaktere untereinander eine wichtige Rolle spielten.

Das Ende ist ein bisschen kitschig, aber ein schöner Abschluss des Buches, der gut zum Rest der Geschichte gepasst hat.

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Schöpft sein Potential nicht richtig aus

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Ich war sehr gespannt auf "Children of Blood and Bone: Goldener Zorn". Die Inhaltsangabe klang richtig gut und gerade den afrikanischen Touch fand ich reizvoll und interessant; dazu kamen noch die ganzen positiven Rezensionen zur Originalausgabe, sodass ich recht hohe Erwartungen an das Buch hatte.

Leider wurden diese nur teilweise erfüllt.

Als Leser wird man ohne größere Erklärungen direkt in die Geschichte geworfen und deshalb hat es am Anfang eine Weile gedauert, bevor ich ein Gespür für die Welt, in der die Handlung spielt, bekommen hatte. Danach fand ich sie faszinierend und die Autorin hat ihre Welt gut ausgearbeitet, gerade, was die verschiedenen Arten von Magie und den Konflikt zwischen den sogenannten 'Maji' und jenen, die Magie vernichten wollen betrifft. Beide Positionen waren dabei verständlich, obwohl man für eine Seite mehr Sympathie entwickelt und die Extreme, zu denen die anderen greifen, nicht gutheißen kann.

Das Buch wird zum einen von Zélie erzählt, deren Mutter eine Maji war und getötet wurde, und zum anderen von Amari und Inan, den Kindern des Königs, der die Magie auslöschen möchte. Dadurch wurden unterschiedliche Einblicke in die Situation ermöglicht, was gerade in Bezug auf den großen Konflikt hilfreich war. Trotz dieser Einsichten in das Denken und Fühlen der Protagonisten war ihr Handeln für mich aber nicht immer nachvollziehbar, was für mich ein großer Kritikpunkt ist. Gerade Inans Charakterisierung kam mir inkonsistent vor; ich konnte ihn gegen Ende nicht mehr verstehen oder begreifen, was ihn wirklich antrieb und das hat dazu beigetragen, dass ich seine Kapitel eher frustrierend fand.

Weiterhin haben sich meiner Meinung nach einige Aspekte der Handlung zu schnell entwickelt, gerade, was die Beziehungen unter den Charakteren betrifft. Dadurch waren sie für mich nicht immer glaubwürdig und ich konnte die an sich schönen Szenen nicht richtig genießen. Auch in anderen Bereichen schreitet die Geschichte rasch voran. Die Protagonisten kommen nur selten zur Ruhe und obwohl das Buch mich durch das hohe Tempo fesseln konnte, ging mir trotz aller Hindernisse einiges zu glatt, da sie quasi von einem Problem zum anderen gingen und diese oft beinahe zu leicht gelöst wurden. Das fand ich schade, da so ein wenig der Tiefgang gefehlt hat. Dazu kommen noch Entscheidungen der Figuren, die teilweise nicht wirklich logisch waren und manchmal ein wenig konstruiert wirkten, so als seien sie einfach nur ein bequemer Grund, um einen bestimmten Handlungsstrang einzuleiten oder voranzutreiben.

FAZIT:
Die Bewertung von "Children of Blood and Bone: Goldener Zorn" ist mir sehr schwer gefallen, doch letztlich würde ich 3 bis 3,5 Sterne vergeben. Das Buch hat mich trotz aller Kritik gut unterhalten, ich fand es an sich fesselnd und recht interessant, die Charaktere waren mir weitgehend sympathisch und das Ende macht definitiv neugierig auf mehr. Das Handeln der Figuren war für mich allerdings nicht immer verständlich und viel ging mir zu schnell, was meinen Lesespaß ein wenig getrübt hat.

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Solider Thriller

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

"Zu nah" ist ein solider Thriller. Die Handlung hat sich meiner Meinung nach am Anfang ein bisschen gezogen, aber später fand ich sie dann fesselnder und gerade gegen Ende gab es durchaus spannende Momente. Der Fall war interessant und recht komplex - die Autorin hat einige überzeugende falsche Fährten gelegt und die Auflösung war überraschend und unvorhersehbar.

Sie schien beinahe aus dem Nichts zu kommen, obwohl sie stimmig wirkt. Die Ermittlungsarbeit selbst war gut dargestellt, auch wenn es für mich ein paar glückliche Zufälle zu viel gab und die Intuition von Frankie Sheehan teilweise fast schon zu gut war. Es war dadurch manchmal schwer, ihre Eingebungen richtig nachzuvollziehen.

Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass es sich um einen späteren Band einer Reihe handelt, da die Hintergründe zu Frankies Trauma erst nach und nach enthüllt wurden und es stellenweise so wirkte, als würde vorausgesetzt, dass man diese Informationen schon hat. Stattdessen bekommt man sie nach und nach und erfährt so immer mehr über die Protagonistin. Gut gefallen hat mir, dass die Nachwirkungen eines solchen Ereignisses nicht ignoriert, sondern ausgiebig behandelt werden. Man merkt, wie sehr die vergangenen Ereignisse das Handeln der Protagonistin nach wie vor beeinflussen, vor allem, da der Fall, an dem sie arbeiten, Erinnerungen an ihre eigenen Erlebnisse weckt. Sie trifft nicht immer wohl überlegte Entscheidungen und hat teilweise ziemlich düstere Gedanken; ich mochte, dass hier nichts beschönigt wurde. All das ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Charakterisierung, ebenso wie ihr Wunsch, nicht nur auf die Opferrolle reduziert zu werden. Nach den Vorkommnissen in diesem Buch bin ich auf jeden Fall gespannt, wie es ihr im zweiten Band ergehen wird. Im Vergleich zu ihr sind die Nebenfiguren eher blass geblieben, doch es gibt hier definitiv Potential.

Trotz aller Kritik hat das Buch mir gefallen; es war weitgehend fesselnd und hat mich unterhalten, Frankie ist ein interessanter Charakter und der Fall war gut aufgebaut.
3,5/5 Sternen

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Schöne Liebesgeschichte, die sich am Anfang etwas in die Länge gezogen hat

Verliebt bis in die Fingerspitzen von Sarah Morgan

Da es im vierten Band der Reihe einige Andeutungen über die gemeinsame Vergangenheit von Fliss und Seth gab, war ich gespannt darauf, ihre Geschichte zu lesen. Sie haben jung geheiratet und obwohl ihre Ehe gescheitert ist, empfinden sie noch immer etwas füreinander; diese Dynamik versprach eine emotionale, aufwühlende Liebesgeschichte.

Die komplexen Emotionen hat Morgan auf jeden Fall geliefert, nur hat das Buch mich trotzdem nicht richtig bewegt. Ein Grund dafür war definitiv die Protagonistin selbst.

Fliss war mir insgesamt sympathisch, gerade, weil sie immer versucht die Menschen, die sie liebt, zu beschützen. Es hat jedoch eine Weile gedauert, bevor ich mit ihr warm wurde. Sie hat eine sehr harte Schale und gibt sich große Mühe, den weichen Kern dahinter zu verbergen; um sich selbst zu schützen ist sie auch bereit, vor ihren eigenen Gefühlen davonzulaufen. Das war zugegebenermaßen frustrierend, aber aufgrund ihrer Vergangenheit verständlich. Sie hat Angst, erneut verletzt zu werden, vor allem, da sie und Seth sich schon einmal getrennt haben. Trotzdem schien sich das Buch für mehrere Kapitel ein wenig in die Länge zu ziehen, da die beiden keinen Schritt nach vorne machen, die Protagonistin sich sehr sträubt und sie Seth aus dem Weg geht. Dafür hat mir gefallen, wie entschlossen er war, nicht erneut aufzugeben.

Das Gefühlschaos der Figuren ist durchgängig präsent und wenn sie aufeinandertreffen merkt man auf jeden Fall, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt. Ihre komplizierten Emotionen wurden gut und beinahe greifbar dargestellt, die spätere Entwicklung ihrer Beziehung fand ich ebenfalls überzeugend - allerdings kamen mir die Interaktionen der beiden zunächst zu kurz und ich hatte wie gesagt den Eindruck, dass die Handlung am Anfang nicht richtig voranging. Die Missverständnisse und Hindernisse, die sich durch die teils schmerzhafte gemeinsame Vergangenheit der Charaktere ergeben haben, waren dagegen glaubwürdig und wie ihre Kommunikationsprobleme nachvollziehbar, auch wenn durch ein paar Gespräche einiges erleichtert worden wäre. Am Ende ging vielleicht alles ein bisschen zu schnell, doch nach all den Problemen, die zuvor bewältigt werden mussten, hat mich das nicht gestört.

"Verliebt bis in die Fingerspitzen" bekommt von mir 3,5 Sterne. Das Buch hat mir gut gefallen, ich mochte die Charaktere und fand ihre Liebesgeschichte überzeugend, aber es hat eine Weile gedauert, bevor ich wirklich mit Fliss mitfühlen konnte und die Handlung hat sich für mich am Anfang ein wenig gezogen.

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Macht neugierig auf mehr, gerade, was das World Building betrifft

Prinzessin der Elfen 1: Bedrohliche Liebe von Nicole Alfa

"Prinzessin der Elfen: Bedrohliche Liebe" erzählt die Geschichte von Lucy, die erfährt, dass sie nicht nur eine Elfe, sondern sogar eine Prinzessin des Volkes ist, nachdem sie jahrelang ein völlig normales Leben geführt hat. Sie scheint in Gefahr zu schweben und vieles, was für sie bisher einfach die Realität war, ist eigentlich ganz anders.

Dazu kommt noch, dass sie mit nur sehr wenigen Informationen in einer für sie fremden Welt, Phönix, landet und damit zurecht kommen muss. Dies ist keineswegs leicht, vor allem aufgrund der vorgefertigten Meinungen über sie, die Teile ihres Umfeldes wegen ihrer Position bereits haben.

Weil Lucy selbst erst in das Leben im Reich der Elfen eingeführt werden und deshalb einiges lernen muss, bekommt der Leser viele Informationen über Phönix. Das World Building fand ich sehr gelungen und die Autorin hat hier etwas ganz eigenes geschaffen. Vieles ist allerdings noch undurchsichtig, gerade, was das komplizierte Verhältnis der Völker untereinander betrifft, und ich hoffe, dass der zweite Band alles aufklären wird. Was schon enthüllt wurde ist auf jeden Fall faszinierend, aber es wird angedeutet, dass Lucy bisher nur an der Oberfläche gekratzt hat und ich bin gespannt darauf mehr herauszufinden.

Die Handlung selbst war von Anfang an fesselnd. Man wird gemeinsam mit der Protagonistin ins kalte Wasser geworfen und mit einigen brenzligen Situationen konfrontiert, doch auch später passiert noch so einiges. Sogar die Kapitel, in denen es um eher alltägliche Dinge (wie den Schulbesuch) geht, waren interessant, da man so mehr über die Welt, in der das Buch spielt, erfahren konnte. Ich hätte zwar gerne noch mehr über Magie, Elfen und Kobolde an sich gelesen, aber dafür wird gut dargestellt, wie fremd das alles für die Protagonistin ist und wie schwer es ihr fällt, die neue Realität anzunehmen und sich einzuleben - vor allem, da nicht alle Mitschüler sie freundlich behandeln. Es war leicht, sich in sie hineinzuversetzen, und mir hat gefallen, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen, egal, welche Konsequenzen drohten. Mir war sie dadurch sehr sympathisch.

Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von der Liebesgeschichte halten soll. Die Szenen zwischen Lucy und Daan waren schön geschrieben und man kann mit ihnen mitfiebern, gerade, weil das Hindernis für eine Beziehung der beiden beinahe unüberwindbar zu sein scheint. Allerdings ist Daan auch am Ende des Buches noch schwer zu durchschauen und ich hätte gerne mehr über ihn erfahren, denn das, was man bisher weiß, macht neugierig auf mehr. Ich bin gespannt, was der zweite Band alles enthüllen wird.

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Bewegende Geschichte mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren

Weil es dir Glück bringt von Viola Shipman

"Für immer in deinem Herzen" von Viola Shipman ist ein Buch, das mir sehr gut gefallen hatte. Die Geschichte war bewegend, hoffnungsvoll und insgesamt einfach mitreißend, weshalb ich hohe Erwartungen an "Weil es dir Glück bringt" hatte - und sie wurden nicht enttäuscht.

In diesem Buch geht es um Sam, deren Familie eine Obstplantage besitzt und seit Generationen eigene Rezepte weitervererbt.

Es ist ein eher ruhiges, beschauliches Leben - und Sam ist sich nicht sicher, ob es für sie genug sein kann. Obwohl ihr 'Traumjob' nicht war, was sie erhofft hatte, möchte sie wieder in die große weite Welt hinausziehen, ihren Horizont erweitern und unabhängig sein, doch zugleich verbringt sie gerne Zeit mit ihrer Familie, vor allem, wenn sie gemeinsam backen. Dieser Zwiespalt war gut dargestellt und es war nachvollziehbar, wieso die Protagonistin nicht wusste, ob dieses Leben sie auf Dauer glücklich machen könnte. Obwohl ich ihre recht festgefahrenen Meinungen und ihre Zerrissenheit nicht immer hundertprozentig verstehen konnte, ergab es für ihren Charakter Sinn, so zu denken und zu handeln. Da die Autorin ihre Gefühlslage so gut ausgearbeitet hat, konnte ich problemlos mit ihr mitfiebern und hoffen, dass sie herausfinden wird, was sie glücklich macht. Der Weg dahin war nicht unbedingt leicht, aber die Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen und im Laufe der Handlung baut man wirklich eine Beziehung zu den unterschiedlichen Figuren auf, weshalb das Ende ganz besonders schön war.

Die Geschichte von Sams Familie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und ich fand es interessant, in Rückblicken und Erzählungen mehr über die verschiedenen Generationen und die Hintergründe einiger Rezepte zu erfahren. Generell mochte ich sehr, dass das Backen durchgängig von großer Bedeutung war und man gespürt hat, wie sehr es die Figuren miteinander verbindet. Die Liebe, die sie füreinander und für ihr Handwerk haben, war definitiv präsent und es gab dabei anrührende, emotionale Momente, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Der Autorin ist es gelungen, die Familiengeschichte lebendig werden zu lassen und zu zeigen, wie vielfältig das Vermächtnis ist, das darin steckt. Dass die Rezepte im Buch enthalten sind, ist ein netter Bonus und bei einigen Beschreibungen kann man durchaus Lust bekommen, selbst zu backen.

"Weil es dir Glück bringt" bekommt von mir 4,5 Sterne. Die Geschichte hat zwar ein paar kleinere Schwächen und ich konnte die Protagonistin nicht immer verstehen, aber alle Figuren sind sehr liebevoll ausgearbeitet und das Buch ist auf jeden Fall bewegend.

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Ein insgesamt gutes Buch, das zwischendurch etwas zäh ist

Schwestern für einen Sommer von Cecilia Lyra

In "Schwestern für einen Sommer" geht es um Julie und Cassie, zwei Halbschwestern, die sich in ihrer Jugend sehr nahe standen, nun aber seit Jahren keinen Kontakt zu einander hatten. Nach dem Tod ihrer Großmutter müssen die beiden dank einer Verordnung in ihrem Testament gemeinsam Zeit in den Hamptons verbringen.

.. und aufgrund der Vorkommnisse in ihrer Vergangenheit sind beide nicht unbedingt begeistert davon.

Die Beziehung der beiden Schwestern zueinander ist sehr komplex. Sie haben glückliche Erinnerungen und gerade Julie macht deutlich, dass sie Cassie immer noch liebt, aber zwischen ihnen stehen Jahre voller Schmerz, Leid und Vorwürfen und das Verhältnis der beiden ist sehr angespannt. Als Leser weiß man zuerst nicht, was zwischen ihnen vorgefallen ist, sodass man sich fragt, wieso die beiden so heftig aufeinander reagieren, doch die Autorin hat die ganzen Gefühle der Schwestern sehr überzeugend dargestellt und mir hat gefallen, wie vielschichtig die Figuren dargestellt waren. Ich fand zwar Julie lange sympathischer, doch man kann die Perspektive und das Verhalten von beiden nachvollziehen. Besonders toll fand ich dabei, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht beider Protagonistinnen erzählt wurden und die Erzählstimmen ganz anders klangen, sodass man ohne Probleme unterscheiden konnte, wer gerade an der Reihe war. Es war auch interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Realität wahrgenommen oder dass manche Ereignisse ganz anders bewertet wurden. Das hat Lyra wirklich gut geschrieben; die Schwestern sind sehr verschieden und das merkt man in jeder Hinsicht.

Die Geschichte selbst lässt sich gut lesen und nachdem die Charaktere vorgestellt worden waren, war sie weitgehend fesselnd, aber in der Mitte hatte ich das Gefühl, dass sie ein wenig zu sehr in die Länge gezogen wurde. Die Handlung ging nicht wirklich voran und das fand ich schade, da so das ganze Drama am Ende ein wenig konstruiert wirkte und etwas zu viel auf einmal kam. Hier hätte die Gewichtung anders gelegt werden können. Insgesamt wurde die komplizierte Lage aber sehr gut dargestellt, ich fand die Entwicklung der Beziehung der Schwestern realistisch und obwohl das Ende ziemlich kitschig war, hat es mir doch gefallen und es passte gut zur Geschichte. Ich mochte vor allem, dass zwar das Verhältnis von Julie und Cassie die zentrale Rolle gespielt hat, es aber auch wichtig war, dass beide zu sich selbst finden und etwas neues über sich lernen mussten.

"Schwestern für einen Sommer" bekommt von mir 3,5 Sterne. Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, allerdings fand ich es zwischendurch etwas zäh und gegen Ende gab es dann zu viel Drama.

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Eine Liebesgeschichte mit komplexen Charakteren

Vicious Love von L. J. Shen

Es ist mir schwer gefallen, "Vicious Love" zu bewerten. Dies lag vor allem an Vicious, dem Protagonisten. Er ist ein sehr komplexer Charakter, der zweifellos seine guten Seiten hat, aber insgesamt egoistisch, oft fast schon grausam und alles andere als ein sympathischer Zeitgenosse ist. Mir hat gefallen, dass dies nicht beschönigt wurde und er selbst offen zugibt, nicht umgänglich oder freundlich zu sein.

Er hat den Drang, andere zu verletzen, zu zerstören, doch zugleich gibt es Momente, in denen er zeigt, dass er neben Hass und Wut noch andere Emotionen empfinden kann und ihm nicht alles gleichgültig ist.

All diese Aspekte machen ihn zu einem interessanten Charakter, aber mir ist es deshalb sehr schwer gefallen, ihn sympathisch zu finden, obwohl ich auch nicht sagen kann, dass ich ihn gehasst habe oder wollte, dass er am Ende unglücklich ist. Es gab allerdings einige Szenen, in denen ich ihn in Gedanken beschimpft habe, vor allem, was seinen Umgang mit Emilia betrifft. Gleichzeitig hat die Autorin jedoch gezeigt, dass er ihr gegenüber auf seine Art sanft und verletzlich sein kann, und diesen Gegensatz fand ich faszinierend. Zwar ist sein Verhalten immer noch nicht zu entschuldigen, doch da er selbst nicht versucht, sich zu rechtfertigen oder so zu tun, als wäre er jemand anderes, konnte ich damit umgehen.

Die Liebesgeschichte selbst fand ich überzeugend. Mir hat gefallen, dass Emilia sich zwar sehr zu Vicious hingezogen fühlte und er oft seinen Willen bekam, sie aber nicht immer klein beigegeben hat und keineswegs eine passive Person war, die sich alles hat bieten lassen. Sie ist selbst charakterstark und die beiden ergänzen sich in vielen Aspekten gut. Natürlich knistert es gewaltig und die Chemie zwischen ihnen stimmt von Anfang an, doch Shen hat auch die komplizierten, widersprüchlichen Gefühle, die beide haben, sehr gut und echt dargestellt, sodass die ganze Bandbreite von Hass zu Liebe glaubwürdig war. Der Leser selbst ist ebenfalls hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, dass die beiden einander endlich näher kommen, und der Wut auf das immer mal wieder unglaubliche Verhalten des Protagonisten, sodass man nachvollziehen kann, was in Emilia vor sich geht und wieso sie manchmal unverständlich agiert.

Ich hatte wie bereits erwähnt ein paar Probleme damit, wie Vicious handelte und mit den Menschen umging, die ihm nahe standen, doch trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Die Figuren waren vielschichtig und ihre Beziehung zueinander komplex, was mir gefallen hat, und ich fand gut, dass die Geschichte selbst deutlich macht, dass das Verhalten des Protagonisten nicht gerechtfertigt ist. Deshalb habe ich letztlich 4 Sterne vergeben.

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Guter Krimi mit einem interessanten Konzept

Mordsg'schicht von Julia Wallner

In "Mordsg'schicht" stößt Juliana Kallberger, die sich in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne mit Ahnenforschung beschäftigt, auf einen Eintrag, der sie neugierig macht. Dem Sterbebuch zufolge ist Joseph Mayerhofer 1902 nur wenige Tage nach dem Tod seiner Frau erhängt aufgefunden worden; da ein Selbstmord damals ein Skandal gewesen wäre, möchte sie mehr darüber herausfinde, doch bei ihren Recherchen kommen ihr Zweifel daran, dass es sich wirklich so zugetragen hat, und sie sucht weiter nach Anhaltspunkten.

Dabei fand ich sehr interessant, dass diese 'Ermittlungen' als eine Art Ahnenforschung aufgezogen wurden; die Protagonistin versucht, mehr über die Familie Mayerhofer und ihre Nachfahren herauszufinden, um diese dann zu befragen und es war faszinierend, welcher Quellen und Datenbanken sie sich bedienen konnte, um an diese Daten heranzukommen.

In der Geschichte selbst wird ihr mehrfach die Frage gestellt, ob sie wirklich glaubt, einen Vorfall, der vor so langer Zeit passierte, aufklären zu können, und es scheint tatsächlich schwer vorstellbar. Die Autorin hat es aber meiner Meinung nach recht realistisch dargestellt und ich fand es toll, welche Methoden eingesetzt wurden, um an Informationen zu kommen. Es gibt zwar ein paar Zufälle und glückliche Fügungen und ich habe mich manchmal gewundert, dass fast alle so gesprächsbereit zu sein schienen, doch das lässt sich damit erklären, dass die Angehörigen gerne mehr über ihre Vorfahren wissen wollten und deshalb hat es mich nicht gestört.

Durch die Nachforschungen der Protagonistin entsteht mit der Zeit ein immer klareres Bild von der Familie und ich fand es toll, nach und nach mehr über die verschiedenen Zweige des Stammbaums und ein paar der lange gehüteten Geheimnisse zu erfahren. Im Laufe der Handlung fallen sehr viele verschiedene Namen, da Juliana ja unter anderem versucht, einen vollständigen Stammbaum zu erstellen, doch der Autorin ist es gelungen, dies übersichtlich darzustellen. Die Einblicke in das Leben der Vorfahren und die geschichtlichen Hintergründe haben mir ebenfalls gefallen, obwohl diese eher am Rande eine Rolle spielen, und die Spekulationen darüber, wer ein Motiv gehabt haben könnte, waren interessant. Ein bisschen schade fand ich aber, dass Juliana so sehr in diesem Hobby und ihren Nachforschungen aufgeht, dass die anderen Aspekte ihres Lebens fast vollständig dahinter zurücktraten, da ich gerne mehr darüber gelesen hätte. Trotzdem war sie mir sympathisch und ich könnte mir vorstellen, weitere Bücher über sie zu lesen, obwohl es da natürlich darauf ankommt, ob glaubwürdig gemacht werden kann, wieso sie erneut ermittelt.

"Mordsg'schicht" ist ein insgesamt eher ruhiger Krimi, der den Fokus klar auf die Recherchen um die Todesumstände von Mayerhofer und die daraus entstehenden Erkenntnisse und Spuren legt, doch das Buch konnte mich definitiv fesseln. Zudem kann man durchaus neugierig darauf werden, seine eigene Familiengeschichte genauer zu untersuchen, und dazu gibt es hilfreiche Informationen im Anhang. Das hat mir sehr gefallen.

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