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Rezensionen von tweedledee:

Wo ist Jennifer?

Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum von Malin Stehn

Schauplatz Malmö: Es ist Silvesterabend, bei Lollo und Max steigt eine Party mit vielen Freunden. Lollo hat auch ihre ehemaligen Schulfreundinnen Nina und Malena nebst Anhang eingeladen. Nina kommt mit Fredrik und den beiden Jungs, Malena hat mal wieder einen neuen Lover dabei. Lollos 17jährige Tochter Jennifer ist bei Tinas Tochter Smilla, dort steigt eine Teenager-Party.

Der Silvesterabend läuft einigermaßen entspannt an, doch dann gibt es einen Eklat, als sich Max fremdenfeindlich äußert und die Stimmung ist dahin.

Am nächsten Tag sind alle verkatert und stehen spät auf, nachmittags ruft Lollo bei Tina an, sie will wissen wann Jennifer nach Hause kommt. Doch Jennifer hat die Nacht nicht wie abgesprochen bei Smilla verbracht, sie hat die Party noch vor Mitternacht verlassen und keiner weiß, wo sie ist. Lollo bekommt Panik und informiert die Polizei. Die Suche nach Jennifer beginnt.

Der Schreibstil ist locker, nach und nach erfährt man mehr über die einzelnen Protagonisten. Wobei die Charaktere ganz gut skizziert sind, aber allesamt nicht wirklich sympathisch rüberkommen. Lollo ist oberflächlich, ihr ist ihr Facebook- und Instagram-Account wichtiger als ihre Tochter, über die sie nicht wirklich viel weiß. Das wird ihr erst klar, als sie verschwunden ist. Max ist ebenso oberflächlich, Arbeit und Geld sind ihm wichtiger als die Familie. Nina und Fredrik sind Familienmenschen, wirken aber irgendwie unscheinbar, austauschbar. Aus den unterschiedlichen Sichtweisen baut sich nach und nach ein Gesamtbild auf, ich fand es aber irgendwie anstrengend, den jeweiligen Strängen zu folgen, im Mittelteil gibt es Längen und die Spannung flacht ab. Das Ende hat es dann nochmals rausgerissen, aber insgesamt hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt.

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Klimawandel?

Dark Clouds von Thilo Falk

Extremwetterlage in Deutschland und Europa, Starkregen der ganze Gegenden überflutet. Der Klimawandel schlägt gnadenlos zu. Oder doch nicht?

"Dark Clouds" von Thilo Falk ist ein Klima-Thriller ganz im Stil von diversen Cinema-Blockbustern. Viele verschiedene Handlungsstränge, die sich dann irgendwann treffen.

So wird die Handlung bzw. das Wetterphänomen aus verschiedenen Blickwinkeln aufgerollt.

Wir lernen Fjella Lange, eine Wolkenkundlerin kennen, Philipp Graf, der für eine Versicherung tätig ist und dort Schäden begutachtet. Sowie den IT-Spezialisten Arian Fischer und Jan Bauman, der ein Bed&Breakfast betreibt und eine kleine Tochter hat. Die Kapitel wechseln sich ab, sind jeweils mit der Ortsangabe, Zeit und einem Piktogramm zur aktuellen Wetterlage versehen, was mir soweit gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist in Ordnung, flüssig zu lesen, aber die Story dümpelt lange vor sich hin, bis endlich Spannung aufkommt. Eine Kürzung um 100 Seiten könnte das Buch gut vertragen, dann würde evtl. auch mehr Dynamik entstehen.

Das Thema Klima ist aktuell, aber die Umsetzung in diesem Thriller nur mäßig, hier wurde das Potential nicht ausgeschöpft. Schade.

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Kopfkino pur

The Dark von Emma Haughton

Schauplatz Antarktis: Kate North tritt eine Stelle als Ärztin auf einer UN-Forschungsstation in der Antarktis an, da der bisherige Arzt bei einem Unfall im Eis gestorben ist. Kate will einen Neustart wagen, zu schmerzhaft sind ihre Erinnerungen. Doch das Zusammenleben mit der Crew ist schwierig, die Kälte, die Dunkelheit und die Einsamkeit belastend.

Als Kate dann auch noch herausfindet, dass der Unfall ihres Vorgängers kein Unfall war, eskaliert die Situation.

Endlich mal wieder ein Thriller, der die Bezeichnung auch verdient. Bei diesem Thriller passt einfach alles. Angefangen beim Setting, das für sich schon Gänsehaut verursacht. Unwirtliche Kälte, ewige Dunkelheit, eine Gruppe Menschen, die auf sich allein gestellt ist und keine Hilfe von außerhalb erwarten kann.

Ich war bei dieser Story von Anfang an in der Geschichte drin und habe mit Kate mitgefiebert. Kate hat alles, was eine interessante Protagonistin braucht. Sie hat ein traumatisches Erlebnis hinter sich, genaueres erfährt man dazu häppchenweise. Sie ist engagiert, hat allerdings ein Suchtproblem, das mich zeitweise etwas genervt hat. Aber auch das ist wichtig für den weiteren Verlauf der Story.

Wir lernen die Crew auf der Polarstation kennen, keiner spricht gern darüber, was bei dem Unfall mit Jean-Luc, dem vorigen Arzt genau passiert ist. Kate spürt nur, dass damit etwas nicht stimmt und versucht herauszufinden, was genau. Dann gibt es den ersten Toten und die Situation eskaliert immer weiter.

Die Story wird aus Kates Perspektive geschildert, der Schreibstil lässt sich schön flüssig lesen. Wirklich genial gemacht, die Spannung ist greifbar und die Spannungskurve auf hohem Niveau, die Handlung lief vor meinem inneren Auge wie ein Film ab. Der Thriller schreit geradezu danach, verfilmt zu werden. Ich habe mitgefiebert und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, es war für mich ein absoluter Pageturner.

Fazit: Begeisterte fünf Sterne für diesen mega spannenden Thriller.

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spannungsarmer Agententhriller

EAST. Welt ohne Seele von Jens Henrik Jensen

"EAST - Welt ohne Seele" von Jens Henrik Jensen ist der erste Teil einer Trilogie. Vom Autor habe ich schon einiges gelesen und war auf EAST sehr gespannt, denn der Klappentext hörte sich vielversprechend an.

Schauplatz ist Krakau, im Mittelpunkt steht der CIA-Agent Jan Jordi Kazanski, der seit dem Tod seiner Frau und Tochter mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat.

Seine Situation ertränkt er mit Alkohol, seine Karriere ist eigentlich gelaufen. Doch dann bekommt er noch eine letzte Chance: in Krakau soll er "die Witwe" finden. In Krakau bringt ihn die Mission aber mehr als einmal in Lebensgefahr, er scheint lediglich eine Schachfigur zu sein, die planlos auf dem Brett umher stolpert. Wird es ihm gelingen, die Witwe zu finden?

EAST ist ein Agentenkrimi, in meinen Augen nicht wirklich ein Thriller, da mir vor allem die Spannung fehlte, die einen guten Thriller für mich ausmacht. Positiv ist der Schreibstil, der anspruchsvoll ist und eine düstere Atmosphäre erzeugt, allerdings auch eine Atmosphäre, die beim lesen runter zieht.

Verschiedene Stränge laufen irgendwann zusammen, das hat der Autor sehr gut hinbekommen. Ich habe mich lange gefragt, wie die einzelnen Stränge zusammenpassen, aber am Ende werden sie stimmig verknüpft.

Mit den Protagonisten bin ich leider nicht warm geworden, insofern konnte auch nicht wirklich mitfiebern.

Fazit: Kann man lesen, muss man nicht. Meine Erwartungen waren wohl zu hoch, ich werde die Reihe jedenfalls nicht weiter verfolgen.

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Hanna Ahlanders erster Fall

Kalt und still von Viveca Sten

Hanna Ahlanders Welt zerbricht auf einen Schlag: bei der Stockholmer Polizei ist sie nicht mehr erwünscht, ihr wird nahegelegt, sich einen neuen Wirkungskreis zu suchen. Dann setzt sie ihr langjähriger Freund vor vollendete Tatsachen: Er hat eine Neue und Hanna soll innerhalb weniger Tage seine Wohnung räumen.

Für Hanna zerbricht eine Welt, sie versinkt in Selbstmitleid. Ihre große Schwester Lydia hilft, sie bietet ihr an, in ihrem Ferienhaus in Åre zu wohnen, bis sie sich neu sortiert hat. Hanna ist über das luxuriöse Haus erstaunt, genießt es aber, auf andere Gedanken zu kommen.

In Åre ist die 18jährige Amanda nach einer Party nicht zu Hause angekommen, die Eltern befürchten das Schlimmste. Die Suche beginnt und Hanna schließt sich einer Suchmannschaft an. Werden sie Amanda rechtzeitig finden?

Wow, was für ein genialer Thriller! Ich habe viel von Frau Sten gelesen, hier ist ihr wieder mal ein großer Wurf gelungen. Das Setting in der kalten Umgebung von Åre kommt perfekt rüber, beim lesen kann man die Kälte fast spüren.

Die Figurenzeichnung ist sehr gut gelungen, man lernt die Protagonisten kennen, kann sie einschätzen und erfährt auch von den Ermittlern etwas über ihr Privatleben. Hanna wirkt sympathisch, mit ihr konnte ich mitfühlen. Verständlich, dass sie auf andere Gedanken kommen muss und ihr Bestes gibt, um bei der Suche nach Amanda zu helfen. Dabei ist es von Vorteil, dass sie als Kind viele Urlaube mit ihrer Familie in Åre verbracht hat und die Örtlichkeiten kennt. Der Ort ist klein, man kennt sich untereinander und alle helfen bei der Suche nach Amanda mit. Dass sie nebenbei noch eine Entdeckung macht, ist ihrem kriminalistischen Instinkt geschuldet.

Die Story ist fesselnd, atmosphärisch und mega spannend. Ich bin begeistert und vergebe verdiente 5 Sterne.

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perfekter Thriller

Die Vergessene von Karin Slaughter

Wow, Karin Slaughter hat mich mit "Die Vergessene" wieder mal abgeholt. Ein packender Thriller, der langsam anläuft und dann kontinuierlich an Spannung zulegt. Worum geht es?

Longbill Beach im Jahr 1982: Emily Vaughn ist als Teenager schwanger, sie wird vom ganzen Ort gedisst, ein Skandal.

Emily leidet unter der Situation, aber je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto klarer wird ihr, dass sie alles für ihr ungeborenes Kind tun wird. Allerdings hat sie ein Geheimnis, das für jemanden zur Bedrohung werden könnte. Deswegen muss sie sterben. Doch ihr ungeborenes Kind kann gerettet werden.

Emilys Mutter ist Richterin, sie zieht das Kind auf, 40 Jahre vergehen. Dann erhält sie Drohungen, die ihr Leben bedrohen und fordert den ihr als Richterin zustehenden Personenschutz. Andrea Oliver wird als US-Marshal mit einem Partner zum Schutz von Richterin Vaughn eingeteilt, sie hat ein spezielles Motiv, weswegen sie Emilys Tod aufklären will.

Hier stimmt alles: Ein genialer Plot, der in zwei Zeitschienen läuft, so dass man einige der Beteiligten als Teenager und später als Erwachsene kennenlernt. Gekonnt gezeichnete Figuren die Tiefe haben, man lernt sie mit all ihren Abgründen kennen. Mit Andrea konnte ich mitfiebern, ebenso mit Emily. Der Plot ist wirklich geschickt aufgebaut, die Handlung nicht vorhersehbar. Ich weiß wieder einmal, wieso ich die Autorin schätze.

Fazit: Perfekter Thriller mit viel Spannung.

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mega spannend

Rachejagd - Gequält von Nica Stevens; Andreas Suchanek

Schauplatz Chicago: Die Journalistin Anna Jones erhält einen Brief, der böse Erinnerungen wachruft. Vor drei Jahren wurde sie zusammen mit ihrer Freundin Natalie gekidnappt, ihr Entführer hielt sie tagelang fest und quälte sie. Wobei er es auf Anna abgesehen hatte, Natalie war nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Als sich die Chance bot, konnte Anna fliegen, ihre Freundin Natalie musste sie zurücklassen, sie wurde kurze Zeit später ermordet aufgefunden. Anna macht sich bis heute Vorwürfe, der Brief macht klar: Ihr Peiniger Edward Harris ist immer noch am Leben und will sie wiederhaben. Ein Alptraum beginnt.

Das FBI greift den Fall auf, Anna trifft Agent Nick Coleman wieder, ihre damalige Jugendliebe. Unterstützt wird er von der Profilerin Lynette McKenzie. Edward Harris ist ihnen immer zwei Schritte voraus, er treibt ein perfides Spiel. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die Story beginnt mit einem Rückblick und Annas Flucht, bevor es in der Gegenwart weiter geht. In einem flüssigen Schreibstil rollt sich die Story auf, wir lernen die einzelnen Protagonisten kennen. Anna kommt sympathisch rüber, genauso wie Nick und Lynette. Ebenso ihr Kollege Zane, der Teil des Ermittlungsteams wird.

Anfangs scheint die Story klar, Harris ist zurück und will Rache, weil Anna ihm damals entkommen konnte. Doch dann gibt es diverse Twists und Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Aber alles stimmig im Gesamtbild.

Die Story ist absolut spannend, entwickelt sich zum Pageturner. Der Showdown am Ende ist gewaltig, ich bin schon gespannt wie es im nächsten Teil weiter geht.

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ein Finanzkrimi

Die Filiale von Veit Etzold

Laura Jacobs arbeitet bei einer großen Bankfiliale, als sie eines Tages einen Überfall live miterleben muss. Während ihre Kollegin, die von dem Bankräubern angesprochen wird, einfriert, handelt Laura souverän, als hätte sie einen Kunden zu bedienen. Dank ihrer Geistesgegenwart können die Täter geschnappt werden, Laura wird vom neuen Vorgensetzen die stellvertretende Filialleitung in Aussicht gestellt.

Ausgerechnet an diesem Tag bekommt sie die Kündigung ihres Mietvertrages für das kleine Häuschen, das die Bank für Mitarbeiter zur Verfügung gestellt hat. Laura erfährt, dass alle Mieter der Siedung eine Kündigung erhalten haben und schließt sich mit ihnen zusammen, sucht Rat bei einem Anwalt. Sie erfährt dass sie ein Vorkaufsrecht hat, doch die eigene Bank will ihr keinen Kredit geben und Laura ahnt dunkle Machenschaften hinter der Sache.

Ich habe vom Autor schon mehrere Bücher gelesen, mit diesem konnte er mich leider nicht überzeugen. Die Handlung ist vorhersehbar, zu viele Infos das Finanzwesen betreffend, über Aktien etc., was ich Anfang noch ganz informativ fand, mich aber zunehmend langweilte.

Für einen Thriller ist die Spannung viel zu lasch, die Protagonistin verhält sich teils naiv, so dass ich tatsächlich überlegt habe, das Buch abzubrechen. Letztlich habe ich durchgehalten, aber auf Wendungen oder Überraschungen bei der Handlung habe ich vergeblich gewartet. Schade, hier hätte ich wirklich mehr erwartet.

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fesselnde Story

Sturmrot von Tove Alsterdal


"Sturmrot" ist mein erstes Buch der Autorin, ihr Schreibstil und die Story haben mich auf Anhieb überzeugt.

Schauplatz Schweden: Olof Hagström ist unterwegs, er überführt ein Auto. Einem Impuls folgend fährt er spontanen bei der kleinen Stadt vorbei, in der er aufgewachsen ist. Seit zwanzig Jahren ist er weg, hat zu seinem Vater keinen Kontakt.

Als er vor seinem Elternhaus steht steigt er aus, aufgeregtes Hundegebell ist von drinnen zu hören. Wie damals findet er den Schlüssel unter Stein, wo er immer lag. Ihn erwartet eine böse Überraschung. Sein Vater liegt tot im Badezimmer, erstochen.

Die Polizistin Eira Sjödin kommt an den Tatort, sie kann sich noch gut an Olof erinnern, auch wenn er einige Jahre älter ist. Damals war Olof 14 Jahre alt und wurde beschuldigt, ein Mädchen vergewaltigt und ermordet zu haben, die Leiche von Lina wurde jedoch nie gefunden. Für die Bewohner der Umgebung steht schnell fest, dass Olof seinen Vater ermordet hat, in den sozialen Medien gibt es Hass und Hetze und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Der Plot ist vielschichtig und dicht, die Figurenzeichnung perfekt. Ich hatte die Hauptfiguren plastisch vor Augen, sie wirken lebendig und vielschichtig.

Die Story ist fesselnd und spannend und nimmt eine unvorhersehbare Wendung. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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eher ruhiger, atmosphärische Thriller

Der Sturm von Jane Harper

Kieran kehrt mit seiner Freundin Mia und der gemeinsamen kleinen Tochter in seine alte Heimat Tasmanien, nach Evelyn Bay, zurück, um seine Eltern zu besuchen. Sein Vater ist dement und soll in ein Pflegeheim umsiedeln, Kieran möchte seine Mutter unterstützen und beim packen helfen. Seit dem Sturm vor zwölf Jahren war er selten dort, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen für ihn.

Bei dem damaligen Sturm verhielt sich Kieran leichtsinnig und brachte seinen Bruder und dessen Freund in Gefahr, die beiden starben als das Boot kenterte. Zugleich verschwand ein Mädchen in den Fluten und wurde nie gefunden.
Kieran hat mit den Jahren gelernt mit seiner Schuld zu leben, seine kleine Familie gibt ihm Halt. Jetzt trifft er seine alten Freunde Ash und Sean von damals wieder, es ist als wäre keine Zeit vergangen. Nur wenig später wird die Leiche einer Frau am Strand gefunden, Kieran sieht Verbindungen zu den Geschehnissen von damals. Ihm wird klar, dass er auf Spurensuche gehen und tief in die Vergangenheit eintauchen muss.
"Der Sturm" von Jane Harper ist mein erstes Buch der Autorin und wird definitiv nicht das letzte gewesen sein. In einem angenehmen, flüssigen und zugleich anspruchsvollen Schreibstil erzählt sie die Geschichte von Kieran. Der Thriller hebt sich von der Masse ab, er überzeugt mit leisen Tönen. Er ist intensiv geschrieben, die Gedanken und Gefühle der Protagonisten sind perfekt herausgearbeitet. Die Figuren wirken lebendig, sind sehr gut charakterisiert. Dazu kommt die Atmosphäre perfekt rüber, die Landschaft und ihre Menschen sind wunderbar beschrieben, ich hatte das Gefühl mitten im Geschehen zu sein.
Es geht um Geheimnisse aus der Vergangenheit, Schuld, Vergebung und komplizierte Beziehungen. Ein Thriller, der mich überzeugt hat und den ich gern weiter empfehle.

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