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Rezensionen von begine:

Familie

Die Schwestern von Colm Tóibín



Der irländische Schriftsteller Colm Tóibin hat einen flüssigen einfühlsamen Schreibstil.

Die Schwestern, wurden von ihrer verwitwen Mutter nach Argentinien verpflanzt.
Warum der Autor eine Mutter mit drei Kindern n und ohne Geld von Catalanien nach Argentinien versetzt, kann ich nicht so nachvollziehen.

Die Schwestern entwickeln sich sehr verschieden.
Als die Drei fünfzig Jahre später von einer Tante in der alten Heimat ein Haus erben, fahren sie gemeinsam hin und da kommen sie sich wieder nahe.
Der Autor hat die Atmosphäre und die Charaktere interessant beschrieben. Das alles lässt er die jüngste Tochter Montse erzählen. Ihre Leben und ihre Gedanken bekommen wir so am besten mit. Da konnte er mich mit dieser Geschichte gut fesseln.

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Einfach gut

Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher



Birgit Birnbacher schreibt vielschichtig und intensiv.

In ihrem Roman, Sie wollen uns erzählen, gibt es viele Krisen. Das Hauptthema ist ADHS.
Sie beschreibt ihre Personen so feinfühlig und Lebensnah, das ich glaube, ich kenne die Personen.
Hier geht es um den neunjährigen Oz, der an ADHS leidet.

Er hat einen Brief seiner Lehrerin dabei und hofft irgendwas passiert, das seine Mutter kein Zeit für ihn hat.
Dann ist seine Mutter Ann und wirklich total aufgeregt. Sie hat gerade erfahren das die seine Großmutter verschwunden ist.
Also machen sie sich gleich auf den Weg, um sie zu finden.
Jetzt kommt noch dazu, das die Großmutter immer vergesslicher wird. Sie wartet immer wieder an der Haltestelle. Außerdem such sie Haus, in dem sie früher mal wohnte.
Dann lässt die Autorin noch ein Unwetter mit gesperrten Straßen erleben.
Da lässt sich Oz doch einiges einfallen, der Großmutter zu helfen.
Der Roman ist wieder einmalig liebevoll gestaltet.

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Ein Leseerlebnis

Die Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger



Der Schriftsteller Stefan Kutzenberger entführt uns in seinem Buch, Liste der Lebenden, in den Atlantik.
Er schreibt über echte Personen, denen er ein tolle Geschichte zuteilt.
Es geht ins Jahr 1858.
Da ist Hans Christian Andersen, der tolle Märchen erfand. Er ist mit Henriette Wulff befreundet.

Die reist von Stockholm nach Amerika. Das Schiffsunglück des Dampfers Austria war tatsächlich im September 1858. Das Schiff brennt. Henriette rettet sich auf eine Tür und denkt sich Briefe an Hans Christian aus. Das ist an vielen Stellen witzig zu lesen.
Zuhause erhält Hans Christian Andersen Listen der Geretteten. Die Namen will er erst gar nicht lesen, er will das Henriette überlebt hat.
Das alles hat der Autor besonders gut zu Papier gebracht. Teils hat er gut recherchiert und dann das besondere Etwas dazu gedichtet. So wird es ein spannendes fesselndes Leseerlebnis.

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Na Ja

Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau



Es war nicht anders möglich, ist der Debütroman der Schachaluspielerin Svenja Liesau.
Das Cover ist schon düster und zeigt auch die Düsterheit der Geschichte. Der Titel gefällt mir auch nicht so, es geht immer anders, warum auch nicht. Der Klappentext hatte mich angesprochen. Die Leseprobe gab mir schon zu denken, aber ich dachte, es kann ja noch werden.

So richtig warm kann ich mit der Protagonistin Martina nicht werden.
Gut ihre Kindheit war nicht gerade ideal, aber inzwischen ist sie Mitte Dreißig, da müsste sie ihr Leben ja in den Griff bekommen haben. Aber wenn sie immer Unmengen Wodka in sich hineinschüttet klappt nichts.
Langsamfänge sie ja wirklich an zu spinnen, kein Wunder, das sie da in der Klapse landet.
Das Leben in der Anstalt hat die Autorin ganz witzig, aber auch tieftraurig passieren lassen.
Es wurde dann noch ein ganz passabler Roman.

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Brillant

Unter Gästen von Caroline Roger



Unter Gästen, ist das Debüt der Caroline Roger.
Sie lässt ihre Erzählerin zurückdenken, an ihre Kindheit. Die hat sie zwischen den Gästen des Bistros ihrer Mutter und dem Restaurant ihres Vaters erlebt.
Ihre Mutter hatte einen guten Draht zu ihren Gästen, sie lies sie sich aussprechen und war immer freundlich.

Der Vater ging immer wieder fremd. Als es dann darauf ankommt zieht die Erzählerin auf die Seite der Mutter.
Die Autorin versteht es gut, diesem Roman einen besonderen Flair einzuhauchen. Solche Wirtinnen wie die Mutter habe ich auch noch erlebt. Für uns Gäste war es immer sehr heimelig. Für die Kinder eher nicht, für die war nicht viel Zeit. Die Erzählerin war mir sehr sympathisch. Ich konnte ihre Eindrücke sehr gut nachempfinden.
Das hat die Autorin sehr gut dargestellt und ich habe den Roman genossen.
Da hätte ich immer weiter lesen mögen.

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Aufarbeitung einer Kindheit

Unterwasserblau von Petra Hucke



Unterwasserblau, ist ein Beziehungsroman von Petra Hucke.
Die Geschichte ist geprägt durch eine einsame etwas lieblose Kindheit.
Jessica hat im Kleinkindalter ihre Zwillingsschwester verloren. Das macht wohl auch die Mutter so grantig. Mir ihrer Halbschwester Sandra gibt es auch keine Nähe.
Als sie Ingwer heiratete hatte sie endlich eine liebevolle Familie.

Als ihr Vater stirbt, wird sie gezwungen sich auch um ihre Mutter zu kümmern.
Außerdem bringt sie nach zwanzigjähriger Ehe diese in Gefahr.
Jessica muss sich jetzt einen Weg suchen, um auch allein zurechtzukommen. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung.
Die Autorin hat das in einem ruhigen einfühlsamen Stil geschrieben.
Der Roman zeigt, das nicht immer ist wie es scheint.
Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.

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Drastisch

Sommer der schlafenden Hunde von Laura Dürrschmidt



Der Roman, der schlafenden Hunde, von Laura Dürrschmidt ist nicht schlecht geschrieben.
Aber ich bin dafür wohl doch zu alt. Mir wird da viel zu viel Alkohol getrunken und mit ordinären Wörtern um sich geworfen.
Am Ende Schulzeit von Lena, Trice und Sascha ergibt es eine Dreiecksbeziehung mit Eifersüchteleien.

Wie die drei miteinander umgehen, konnte ich nicht nachvollziehen.
Dadurch kommt es dann zu einem Esklat.
Mich konnte der Roman nicht fesseln, aber ich denke das gibt genug positive Leser.

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Eine energische Frau

Der Gesang der See von Trude Teige



Der Gesang der See, ist der erste Roman der norwegischen Schriftstellerin Trude Teige.
Er wurde erst jetzt ins deutsche übersetzt. Die vorigen drei Bücher von ihr habe ich verschlungen.
Auch dieser Roman hat mich gefesselt.
Trude Teige besticht durch ihren eindruckslosen lebensnahen Stil.
Sie schreibt an Ende, das sie in einem Fischerdorf aufgewachsen, deshalb kann sie die Atmosphäre so gut einbringen.

Eigentlich wollte sie ein Sachbuch über ihre Urgroßmutter schreiben, aber sie fand nicht genug Material. So hat sie Kristiane in diese Zeit versetzt und ihr eine interessante Geschichte gegeben.
Ihr Vater befuhr das Lotsenschiff und auch ihr Mann ist Lotse. Der bleibt auf See, wie viele Männer damals. Um das lotsen recht weiter zu betreiben, muss sie innerhalb eines Jahres einen Lotsen heiraten. Da muss ihr Jugendfreund Lars den Lotsenschein machen, damit sie ihn heiraten kann. Gleichzeitig verliebt sie sich auch in Frederik. Aber Kristiane lässt die Vernunft und die Verantwortung walten und heiratet Lars.
Sie hat einen Rückzugsort, einen versteckten Felsen, da ist sie für sich und kann nachdenken. Nur ihren Lieben zeigt sie den Felsen.
Der Roman ist aufregend und wunderbar.

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Sprachlos in Island

Moosland von Katrin Zipse



Moosland ist ein Roman der Schriftstellerin Katrin Zipse.
1949 konnten Frauen aus Landwirtschaft für ein Jahr nach Island gehen.
Die Autorin hat die karge Landschaft und die Wetterbedingungen perfekt erzählt.
Die Frauen konnten kein Wort Englisch, geschweige denn Isländisch.
Eigentlich sollten die Frauen Ahnung von der Landwirtschaft haben.

Aber Elsa wurde von ihrer Freundin überredet mitzukommen. Elsa hat eine Freundin brutal nach dem Krieg verloren und allen Lebensmut verloren.
Auf ihrem Gasthof gab es zwei Söhne, die sich beide um Elsa streiten.
Der Roman ist gut gemacht.

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Erschütternd

Waisenkind von Galit Dahan Carlibach



Die israelische Schriftstellerin Galit Dahan Carlibach hat uns mit dem Roman, Waisenkind, eine besondere Geschichte gebastelt.
Sie erzählt uns von dem Waisenkind Avital. Sie wächst bei ihren Großeltern auf, das ist nicht besonders schön. Sie wird schon früh missbraucht. Sie ist schon so weit, das sie Selbstmord begehen will.

Da erzählt ihr ein Freund, wie ihre Mutter bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam.
Als sie 17 Jahre alt ist gibt es einen Brand und die Großeltern sterben.
Sie hat nicht viel Glück und sie gibt sich für vieles die Schuld.
Sie schreibt für sich Briefe an die Staatsanwaltschaft, Sie glaubt sie soll verhaftet werden.
Diese Lebensgeschichte wird einfühlsam und brillant geschrieben. Ich hoffte immer, das Avital ihren Vater findet, das ist aber sehr schwierig.
Ich war von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

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