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Rezensionen von begine:

Erschreckende Vergangenheit

Geschwister im Gegenlicht von Sabine Bode



Die Schriftstellerin Sabine Bode ist eine Expertin über Kriegsfolgen.

Geschwister im Gegenlicht, ist ein Familienroman über Kinder, die nach dem Krieg geboren wurden.

Sonja ist 65 Jahre alt, eine Lehrerin im Ruhestand und Witwe.
Ihr Bruder meldet sich, er hat Dokumente seiner Eltern gefunden.

Eltern, die eine SS Vergangenheit haben, und die auch gerne erzählen, sind für Kinder eine Katastrophe.
Erschreckend wie man von solchen Eltern erwachsen werden kann.

Die Beiden hatten kein richtiges Verhältnis. Ihre Eltern hatten sie eigenartig erzogen. Erst jetzt lernen sie das gegenseitige Erlebnis kennen.

Die Autorin versteht es gut diese Situation genau zu schildern.
Der Roman konnte mich fesseln.

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Das Hochhaus am Wald

Bis wir Wald werden von Birgit Mattausch



Die Autorun Birgit Mattausch hat 10 Jahre als Pastorin gearbeitet. Sie traf etliche Personen, die als Spätaussiedler aus Sibirien kamen. Daraufhin verfasste sie den Roman „Bis wir Wald werden“.

Im Hochhaus am Wald wohnene verschiedenen Nationen.
Dwohnen sind Nanusch und ihre Babulja.
Babulja kam vor Jahren aus Sibirien, ihre Enkelin Nanusch war noch ein Baby.

Die Dialoge zwischen den Beiden sind einfach wunderschön.
Man erfährt viel aus der Erinnerung Babukjas. Jetzt im hohen Alter als ihre Kräfte nachlassen, kommen ihre Ängste aus der Heimat wieder hoch.
Von den anderen Bewohnern die hier gestrandet sind erfährt man auch einiges. Es ist wie eine große Familie.
Der Schreibststil ist voller Magie und Poesie.
Der Roman besticht durch die einfühlsame Art der Autorin.
Ich war begeistert und von der Geschichte gefangen.
Empfehlenswert.

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Gute Lektüre

Sylter Welle von Max Richard Leßmann



Max Richard Leßmann ist Sänger Podcaster und Dichter.

In dem Roman Sylter Welle erzählt er über seine Familie , besonders über seine Großeltern, Opa Ludwig und Oma Lore.
Er stellt sich selber ja ziemlich tölpelhaft dar, aber im Ernstfall ist er doch ein guter Enkel.
Er schreibt diesen Roman ganz ordentlich und ich musste einige Male lächeln.

Die Stelle als sein Vater und seine Brüder eine kleine Eule Otto adoptiert hatten, war einfach schön.
Die Frage, ob man seine Verwandten auch liebte, stellt sich mir nicht, man ist ja verwandt.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen und möchte ihn weiter empfehlen.

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Frauen in den 60er Jahren

Kontur eines Lebens von Jaap Robben



Der niederländische Schriftsteller Jaap Robben hat in seinem Roman Kontur eines Lebens ein Thema aus den 60er Jahren aufgegriffen.
Er zeigt die Probleme, wenn eine Frau unehelich schwanger wird. Man glaubt eigentlich das das noch nicht so lange her ist, aber es ist real.
Gut, es gab Familien, die ihren Töchtern beigestanden sind, aber es gab eben auch die anderen.

Dieser Roman spielt in Nimwegen, aber ich weiß, das es so auch in Deutschland zuging.
Der Autor lässt Frieda ihre Geschichte erzählen. Sie ist 81 Jahre alt, als ihr Mann plötzlich stirbt.
Nach der Beerdigung erlaubt sie sich an ihre Jugendliebe zu einem verheirateten Mann und den Folgen zu denken.
Sie hatte ihre Trauer verdrängt. Ihr Mann wusste von ihrer ersten Schwangerschaft nichts. Aber ihrem Sohn erzählt sie davon.
Mit seiner Hilfe kann sie ihre Traumata aufarbeiten.

Jaap Robben hat das in einem intensiven Stil verpackt.
Es ist ein würdiges Leseerlebnis.

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Ein Juwel

Mord auf der Insel Gokumon von Seishi Yokomizo



Seishi Yokomizo war ein großer japanischer Schriftsteller. Er gehört zu der Liga von Agathe Christy. Er lebte von 1902 bis 1981.
Der Krimi Mord auf der Insel Gokumon ist der zweite Band mit dem Detektiv Kosuku Kindaichi. Er hat insgesamt 77 Krimis mit diesem Protagonisten geschrieben.
Dieser Teil spielt nach dem Weltkrieg.

Der Autor schreibt leise und genau.
Kokumu Kindaichi ist gemeinsam mit seinem Freund auf der Heimfahrt, als der totkrank wird und ihn bittet auf die Insel Gokumo zu fahren. Seine drei Stiefschwester sind in Todesgefahr.

Der Detektiv soll berühmt sein, aber in diesem Band tut er sich schwer. Da hatte ich schon früh einen Verdacht. Zwar kam dann noch etwas mehr dazu und der Grund der Morde war mir nicht klar, aber im Grunde hatte ich recht.
Der Krimi ist etwas altmodisch, aber gerade so gefällt mir das.
Lesenswert.

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Museum der Erinnerung

Das Pferd im Brunnen von Valery Tscheplanowa



Die Schauspielerin Valery Tscheplanowa hat einen ordentlichen Debütroman verfasst. Es ist eine biographisch angelehnte Familiengeschichte.
Es wird über die Frauen gesprochen. Die Männer kommen nicht gut weg und sind deshalb auch schnell abwesend.
Da ist Sanja, die nach der Familiengeschichte forscht.

Sie lebt in Deutschland. Ihre !unter Lena ist mit ihr aus Nasen in Russland ausgereist. Lenas Mutter Nina wird besonders viel erwähnt. Sie und ihre Mutter Tanja sind die Grundlage der Geschichte. Die Autorin lässt die Situation in Kasan richtig bildhaft
werden. Man erlebt das Leben der Beiden von klein auf bis zum Tod. Die Charaktere sind brillant getroffen und gut nachvollziehbar.

Der Schreibstil der  Autorin ist besonders passend. Sie zeichnet jede Person mit ihren Eigenarten mit ihren Vorzügen und ihren Nachteilen. Ihre Sprache ist warmherzig und spritzig.
Man lernt Russlands Politik und die Wesensart der Personen sehr gut kennen.
Der Roman ist gut lesbar und ich kann ihn nur empfehlen.

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Tragödie einer Insel

Mattanza von Germana Fabiano



Mattanza ist das erste Buch der italienischen Autorin
Germana Fabiano, das auf deutsch übersetzt wurde.
Der Roman hat als Schauplatz die sizilianische Insel Katria.
Die Autorin stammt aus Sizilien und kennt die Mentalität der Einwohner.

Hier geht es um das Thunfischgeschäft.
Um die Tradition aufrecht zu halten gibt es den Rais, der als letzter Nachkomme jetzt weiblich ist, sie heißt Nora.

Mattanza ist die Thunfischfangmethode Italliens. Der Rais dirigiert den Fang.
Dann kenternten die Flüchtlingsschiffe und die Fischer mussten Menschen retten und es wurden immer mehr.
Die adligen Besitzer der Fischfabrik wollen am liebsten verkaufen, so gründen die Einwohner eine Genossenschaft.
Die Autorin beschreibt das mit besonderem Stil, sie zieht den Leser in die Atmosphäre ein. Es wird melancholisch.
Es ist eine interessante Geschichte, die tragisch wird.Ich war von der Entwicklung gefangen.

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Alice verabschiedet sich

Solange wir schwimmen von Julie Otsuka



Die amerikanische Schriftstellerin
Julie Otsuka hat japanische Wurzeln.

Solange wir schwimmen zeigt das Vergessen der Alice.
Der Roman wird in einer eigenartigen Art geschrieben, in die ich mich lange hineinlesen musste. Im ersten Teil wurde die Szene im Schwimmbad in wirform gesetzt. Dann wurde es etwas stereotypiere und unpersönlich in Aufzählungen über die Krankheitszeichen gehalten.

Erst später konnte ich mich mit diesem Stil anfreunden. Da wurden die Besuche der Tochter und des Mannes beschrieben und es wurde etwas persönlicher.

Alles in allem war es dann ein ganz gut gestalteter Roman.

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Fantasievoll

Die Erinnerungsfotografen von Sanaka Hiiragi



Die japanische Autorin Sanaka Hiragi schreibt den magischen Roman Die Erinnerungsfotografen.
Es ist eine magische Geschichte über Personen auf dem Weg in die Ewigkeit.
Er ist fantasievoll gestaltet.

Es beginnt mit einer 92jährigen Frau. Erst einmal kommt sie zu dem Erinnerungsfotografen, sie darf sich für jedes Jahr ein Foto aussuchen.

Ihr Leben wird noch einmal aufgespult, so wie es Personen mit Nah-tot Erlebnis sagen.

Dann kommt ein Gauner, der ermordet wurde. Auch er muss sich mit seinem Tot abfinden.

Am schlimmsten war das kleine Mädchen, das hat auch den Fotografen traurig gemacht.
Jeder erinnert sich, nur der Fotograf nicht, was ist da wohl passiert.

Der Roman ist fantasievoll und ganz witzig. Da hat sich die Autorin viel einfallen lassen.
So gefällt mir ach ein Fantasieroman.
Es ist ein guter Unterhaltungsroman, für Fans dieses Metier..

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Die Heimat der Eltern besuchen

Zweistromland von Beliban zu Stolberg



Die Autorin Beliban zu Stolberg zeigt uns in ihrem Roman Zweistromland, die Sorgen der Kurden. Sie hat ein kurdischen Vater, da hat sie eine Ahnung, wovon sie schreibt.

Der Roma zeigt die Verschwiegenheit und Geheimnistuerei einer kurdischen Familie in Nordeutschland.
Die Protagonistin ist die Rechtsberaterin Dilan.

Sie ist in den dreißigern und arbeitet in Istanbul.
Gerade ist sie in Norddeutschland zur Beerdigung der Mutter gewesen.
Die Autorin versteht es gut, die Erinnerungen Dinahs zu weben.
Wenn sie die Mutter nach früheren Erlebnissen fragte, wurde diese böse. Dinah erfuhr nichts aus der Vergangenheit der Eltern.

Zwischendurch wird sie schwanger und wird schwangt, und es gibt Probleme.

Dann lässt sie Dinah plötzlich in eine kurdische Stadt reisen, um mehr zu erfahren. Das war ziemlich mutig, denn als Kurdin in der Türkei ist gefährlich.

Das ganze ist überaus spannend.

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