Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Das Leben auf Juist
Die Schule am Meer von Sandra Lüpkes
„Die Schule am Meer“ von Sandra Lüpkes ist ein Roman der 1925 auf Juist beginnt.
Ein paar Lehrer gründen eine Privatschule und Internat auf Juist. Paul und seine jüdische Frau Anni Reiner gehören zu ihnen. Der Pianist Eduard Zuckmayer war als Musikerzieher an der Schule.
Die Insulaner geben sich der Schule feindlich gegenüber.
Das Klima auf der Insel ist hart, im Winter ist sie oft vom Festland abgeschlossen. Besonders im Jahr 1929 werden die Lebensmittel knapp.
Die verschiedene Charaktere der Schüler beleben den Roman.
Dann kommt auch noch die politische Lage ins Spiel. Es ist alles realistisch nachvollziehbar.
Die Autorin zeigt die Emotionen vieler Personen. Mit humorvoller und auch ernster Sprache webt sie eine interessante Geschichte über einige Personen die tatsächlich in der Schule am Meer lebten.
Das Buch ist eine gute Erinnerung, das wirklich lesenswert ist.
Venedig erfahren
Der freie Hund von Wolfgang Schorlau; Claudio Caiolo
„Der freie Hund“ ist ein Venedig – Krimi von
den Autoren Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo. Es ist das erste gemeinsame Werk und wieder hoch politisch.
Der sizilianische Commissario Antonio Morello wird zu seiner Sicherheit nach Venedig versetzt. Er wird Der freie Hund genannt.Er hat gegen die Mafia gearbeitet.
Die Kollegen sind erst nicht so begeistert. Morello setzt sich durch. Er ist ziemlich eigenwillig und handelt oft auf eigene Faust.
Mann erfährt, das es die Mafia auch in Venedig gibt und ihre Machenschaften bis hoch in die Regierung bringt. Es ist interessant Morello zu begleiten.
Die beiden Autoren schaffen es gekonnt uns in diese Atmosphäre hinein zu bringen. Ich war von dem Krimi gefangen und zitterte bei einigen Stellen.
Zum Schluss muss ich das tolle Cover von dem Buch loben.
Eindrucksvoll
Das Mädchen von O'Brien Edna
In dem Roman „Das Mädchen“ schreibt die Schriftstellerin Edna O`Brien über nigerianische Schulmädchen, die in die Fänge der Boko Haram gerät. Das ist eine islamische Sekte, die alles westliche und andersgläubiges ausrotten will.
Maryam, die Icherzählerin und ihre Freundinnen werden aus ihrer Schule entführt und ein unvorstellbares Leben müssen sie aushalten.
Da wird massenhaft vergewaltigt.
Dann gelingt ihr die Flucht mit ihrem Kind und ihrer Freundin Bukki. Eine unwahrscheinlich gefährliche Zeit beginnt.
Mann kann sich gar nicht vorstellen, solch ein Leben zu ertragen.
Edna O`Brien schreibt eindrucksvoll und verschweigt nichts. Sie ist eine besonders große Schriftstellerin.
Erschreckende Zustände
Glanz der Ferne von Iny Lorentz
Das Autorenehepaar Iny Lorentz führt und mit dem Roman „Glanz der Ferne“ nach Berlin in den Jahren 1897 bis 1900.
Glanz der Ferne ist Teil 3 der Berlin – Saga.
Mit bewährter Raffinesse führen sie uns durch die Jahre. Natürlich gibt es auch in diesem Roman viele dramatische Situationen.
Es gibt wieder gute und böse Charaktere.
Die Familien von Hartung und von Gentzsch haben einen Feind.
Besonders wird Vicky Gentzsch behandelt.
Sie erfährt schon mit ihrer Stiefmutter und dem Vater keine gute Kindheit. Dann muss sie auch noch als Opfer herhalten.
Erschreckend sind die sexuellen Übergriffe an jungen Frauen, die hoch in die regierenden Männer ein Spaß sein sollen.
Der Roman ist ein typischer Iny Lorentz Roman, spannend. Ich freue mich immer wieder über neue Lektüre von ihnen.
Glanz der Ferne ist ihnen gut gelungen.
Sylter Geschichte
Die Strandvilla von Sina Beerwald
Die Strandvilla ist ein Roman, der 1913 auf Sylt spielt, geschrieben von „Sina Beerwald“.
Im ihren historischen Romanen hat sie die Frauen in immer wieder verschiedenen Berufen dargestellt. Ich habe schon einige Romane von ihr gelesen.
Die Protagonistin Moiken Jacobsen ist Zuckerbäckerin. Sie hatte schon einige Schicksalsschläge erfahren müssen.
Sie hütet aber auch so ihre Geheimnisse.Nach dem Tod ihres Mannes wird sie von dem Hotelier Theodor von Lengenfeldt aus Westerland engagiert. Die leckeren Kuchen, die sie da backt, lassen mich auf den Geschmack kommen. Nur kann ich nicht verstehen, warum sie und ihre Tochter in Keitum so armselig lebten.
Die Autorin schreibt viel Verwicklungen in diese Geschichte.
Am Ende erklärt sie noch an welche Personen ihre Figuren angelehnt sind und was historisch belegbar ist.
Lesenswertes Buch.
Turbulente Karriere
Die Königin von Berlin von Roth Charlotte
Die Roman der Autorin Charlotte Roth lese ich immer wider gerne.
Bei den neuen Buch „Die Königin von Berlin“ hatte ich erst bedenken, ob mich das Thema interessiert. In der Vorkriegszeit geht die Geschichte meist traurig aus.
Die Schauspielerin Carola Neher war mir völlig unbekannt. Die Autorin bringt sie richtig gut in Szene.
Wie Carola sich in die Filmszene einbringt ist witzig und spannend.
Für ihre Kariere gibt sie alles. Sie arbeitet für Berthold Brecht, der in dieser Geschichte viel vorkommt.
Ihre Liebe und Heirat mit dem Dichter Alfred Henschke wird turbulent und kurz.
Ihr Sohn Georg kommt in diesem Roman auch zu Wort, dessen Leben nicht so einfach war.
Charlotte Roth hat sich für diese interessante Lebensgeschichte gut informiert und brillant inszeniert.
Es ist wieder ein unterhaltsamer lesenswerter Roman.
Bücherbus in Schottland
Happy Ever After - Wo das Glück zu Hause ist,2 Audio-CD, 2 MP3 von Jenny Colgan
Die Autorin Jenny Colgan schreibt schöne Sommerromane. Ihr neuer Roman ist der erste Band „Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist.“
habe ich als Hörbuch gelesen. Es wird von
Vanida Karun mit angenehm einfühlsamen Stimme gelesen.
Die Bibliothekarin Nina zieht aus Birmingham nach Schottland.
Da versucht sie ein neues Geschäft aufzuziehen. In einem Bücherbus verkauft sie Bücher, da ist sie in ihrem Element. Die Einrichtung ist bildhaft geschrieben, ich fühlte mich gleich richtig wohl.wohl.Sie kann die Kunden gut beraten, denn sie liebt Geschichten besonders.
Das Stadtmädchen erlebt das Landleben.
Jenny Colgan versteht es gut die Atmosphäre Schottlands einzufangen. Sie konnte mich einfangen und ich wurde gut unterhalten.
Dieser Wohlfüllroman ist zu empfehlen.
Panorama Afrikas
Das kann uns keiner nehmen von Matthias Politycki
Der Autor Matthias Politycki schreibt beeindruckend, humorvoll, tragisch und lebensnah. Das Buch „Das kann uns keiner nehmen“ fing für mich etwas schwierig an, aber je mehr ich las, je besser kam ich in die Geschichte hinein.
Witzig fand ich die teilweise in Mundart geschriebenen Dialoge.
Am Kilimandscharo treffen der Hamburger Hanns und der Bayer Tscharli aufeinander.
Die Beiden gewöhnen sich aneinander. Tscharli war eine besondere Type. Seine Art ist besonders im Umgang mit den Einheimischen eindrucksvoll. Tscharli gibt sich gegenüber Tscharli geheimnisvoll.
Von Hanns erfährt man viel aus seiner Vergangenheit.
Der Autor zeigt uns mit diesem Roman, wie man in Afrika reist. Seinen Protagonisten hat er besondere Charaktere gegeben. Sein Schreibstil macht Spaß zum Lesen.
Der Roman ist teilweise ein schöner Reisebericht und dann wieder mit ernstem Hintergrund. Ich wurde gut unterhalten.
Familie von Braun
Stille Post von Christina von Braun
Die Schriftstellerin Christina von Braun beschreibt in ihrem Roman „Stille Post“ über die Frauen ihrer Vorfahren.
Aus Briefen und Tagebüchern trägt sie die Erlebnisse der Familie zusammen.
Aufschlussreich ist das Leben ihrer Großmutter von Braun, die ein Gut in Schlesien haben. Was sie da nach dem Krieg bis zur Vertreibung erleben ist interessant.
Dann schreibt die Autorin an die andere Großmutter fiktive Briefe.
Mir hat der Roman gut gefallen, denn ich beschäftige mich mit der Genealogie und habe selber eine Großmutter die vertrieben wurde.
Die Autorin schreibt spritzig und flott. Ihr Roman konnte mich gut unterhalten.
Etwas traurig aber wunderschön
Marianengraben von Jasmin Schreiber
Jasmin Schreiber hat einen gefühlvollen Debütroman „Marianengraben“ geschrieben.
Es ist ein Roman um das Sterben und Trauern.
Paula trauert um ihren kleinen Bruder Tim, der mit 10 Jahren ertrunken ist. Dann begegnet sie Helmut, der die Urne seiner Helga stiehlt um ihre Asche an verschiedenen Stellen zu verstreuen.
Paula begleitet ihn auf der Reise.
Ihre Unfälle mit der Urne und wie Helmut damit umgeht, sind grandios.
Obwohl es ein trauriges Thema ist, macht der Roman auch Mut und gibt Hoffnung zum Weiterleben. Außerdem zeigt es, das sich Alt und Jung Trost geben können. Die Protagonisten sind glaubhaft und sympathisch.
Die Autorin schreibt mit Herz und viel Gefühl eine traurig und auch lustige Geschichte.
Auf was für Ideen sie hier kommt ist schon gekonnt. Der Roman ist berührend schön geschrieben.











