Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Büchermarkt in Bagdad
Palast der Miserablen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Abbas Khider
Der in Bagdad geborene Autor Abbas Khider beschreibt in seinem neuen Roman „Palast der Miserable“ das Leben im Irak.
Der Roman beginnt in den 80er Jahren im Südirak. Zu Zeiten Saddam Husseins
Der Junge Sham Hussein erzählt erst von seiner Kindheit und daneben von den Jahren später, als Häftling.
Die Familie erlebt den Krieg zwischen den Gruppen. Als der Vater von den eigenen Soldaten mitgenommen hatte und miterleben musste wie mehrere Männer hingerichtet wurden, ziehen sie aus dem Dorf n nach Bagdad.
Er studiert und dann kommt er auf den Buchmarkt.
Abbas Khider zeichnet das Leben der Iraker und da er vieles selbst erlebt hat ist es noch dramatischer. So leben zu müssen ist unvorstellbar. Leider ist das Buch etwas langatmig.
Torsten Flassig ist ein Schauspieler am Theater. Er ist der Sprecher des Hörbuchs, das macht er gekonnt und mit angenehmer Stimme und Betonung.
Interessanter Einblick in die Kosmetikindustrie
Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung von Bomann Corina
Von der Autorin Corina Bomann habe ich schon viele Bücher gelesen. Ihr neuer Roman „Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung“ ist der Band 1 der Sophia – Saga.
Es beginnt 1926 in Berlin. Die junge Chemiestudentin Sophia wird von ihrem Vater verstoßen, weil sie ein Kind erwartet und nicht verheiratet ist.
Sie zieht zu einer Freundin. Als die einen Job als Tänzerin in Paris bekommt, zieht Sophia mit. Ganz schön mutig, als Hochschwangere.
Sie bietet einer Probe zu Helena Rubinstein an.
So kommt sie nach New York. Sophia kämpft.
Corina Bomann versteht es gut uns in die Kosmetikherstellung zu integrieren. Sie lässt und am Leben Sophias Leben teilnehmen. Sie schreibt wieder eine interessante Geschichte. Ihr Schreibstil ist wie immer gut. Dieser Roman ist wieder gut lesbar, mit einem offenen Ende. Da ist es ratsam auch die nächsten Teile zu lesen.
Hilfe für Frauen
Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani
Die Autorin Laetitia Colombani hatte schon mit ihrem Roman Der Zopf große Erfolge. Nach der Lektüre dieses Romans hatte ich jetzt große Erwartungen an dem neuen Roman „Das Haus der Frauen“, und ich wurde nicht enttäuscht.
In Paris steht der Palast, das ist ein Haus, in dem Frauen Zuflucht nehmen können.
Die Anwältin Solene fängt nach einer Lebenskrise als Schreiberin dort an, um den Frauen zu helfen. Nach einem holperigen Anfang, geht sie in ihrer Aufgabe auf.
Abwechselnd werden Selenes Erlebnisse, und über Blanche Peyron, die dieses Haus gründete, erzählt. Sie ist eine besonders engagierte Frau, die sich nicht schont.
Als junges Mädchen tritt sie der Hilfsarmee bei. Es ist beeindruckend sie bei ihrer Aufgabe zu begleiten.
Laetitia Colombani gelingt es großartig die beiden Frauen mit Charakter und Charme zu versehen. Dieser Roman ist auf jeden Fall lesenswert und ich freue mich auf weitere Romane dieser Autorin.
Ein etwas anderer aber guter Stil
Nach Mattias von Peter Zantingh
Der niederländische Schriftsteller Peter Zantingh hat mich mit seinem Roman „Nach Mattias“ gut unterhalten.
Es werden Geschichten von 8 Personen, die irgend etwas mit Mattias zu tun haben erzählt. Nach dem ersten Stück mit Ambers Trauer war ich kurz irritiert, das plötzlich jemand anderes zu Wort kam.
Lange Zeit fragte ich mich, was eigentlich mit Mattias los ist. So richtig klar wurde es mir nie, nur das er plötzlich tot war.
Besonder war die Geschichte um Quentin und den blinden Chris. Für den wortkarge Quentin wurde es eine große Herausforderung mit dem Blinden Chris zu laufen.
Die Mutter erzählt aus der Kindheit Mattias. Dadurch verstand man ihn etwas besser.
Auch die Großeltern sind gut getroffen. Die Beiden sind mir ans Herz gewachsen.
Ungewöhnlicher Roman
Milchmann von Anna Burns
Die irländische Autorin Anna Burns schreibt mit „Milchmann“ einen ungewöhnlichen Roman. 2018 bekam sie für diesen Roman den Booker Prize.
Dieses Buch ist ein einziges Vielleicht.
Die Handlung findet während des Nordirlandkonflikts in den 70er und 80er Jahre statt. Es ist ein Roman ohne Namen und wird von einem Mädchen erzählt.
Da gibt es den Milchmann. Den Chefkoch, vielleicht Freund , Tablettenmädchen, erste, zweite und dritte Schwester. Milchmann scheint ein gefährlicher Man zu sein.
Die Protagonistin fantasiert vor sich her. Zwar zeigt sie uns auch die Turbulenzen der Zeit, aber so anonym ist es für mich etwas schwierig zu lesen. Ich konnte mich langsam in den Roman einlesen und war dann doch noch einigermaßen zufrieden.
Über dieses Buch sollte sich jeder seine eigenen Gedanken machen.
Interessante Familiengeschichte
Die Bagage von Monika Helfer
Die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer verarbeitet in dem Roman die eigen Vorfahren und prekäre Verhältnisse im Bauernhof in Vorarlberg, in denen sie lebten.
Der Roman „Die Bagage“ spielt vor 100 Jahren. Die Großmutter Maria ist eine schöne Frau, die angefeindet wird. Dann wird es die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter.
Maria Moosbrugger wird angefeindet, weil sie schön ist. Die Männer sehen ihr nach, aber sie ist ihrem Mann Josef treu.
Josef muss in den Krieg ziehen, als er wieder kommt hat er er einen neue Tochter. Er wird noch von dem Pfarrer aufgehetzt und der Bürgermeister ist auch nicht ehrlich.
So mag er dieses Mädchen nicht und spricht nicht mit ihr, als wenn sie was für seine Zweifel kann.
Monika Helfer beschreibt die schwere Kindheit ihrer Mutter, die sich nicht natürlich entwickeln konnte. Die Ereignisse zeigen Folgen bis in die Gegenwart.
Das Buch hat nur 160 Seiten, die aber dicht geschrieben sind. Man liest es nicht so schnell, sondern lebt die Geschichte intensiv mit. Es ist eine interessante lesenswerte Familiengeschichte.
Was Tränen sagen wollen
Sommer ist trotzdem von Dekko Espen
Der norwegische Kinderbuchautor und Puppenspieler Espen Dekko konnte mich mit dem Roman „Sommer ist trotzdem“ begeistern. Es ist für Kinder ab 10 Jahren, gefällt aber auch die Älteren.
Das Mädchen erzählt ihren Sommer. Ihr Vater war krank und ist gestorben, das macht ihr noch Alpträume.
Die Oma holt sie ab und sie fahren ans Meer, wo der Opa auf sie wartet. Sie fragt ihn wann fängt der Sommer an und er antwortet wenn du kommst. Das gefiel mir gut. Es wird ein aufregender Sommer.
Espen Dekko lässt seine Personen und ihre Empfindungen lebendig werden.
Der Roman ist zu empfehlen.
Ein gutes Debüt
Die Galerie am Potsdamer Platz von Alexandra Cedrino
„Die Galerie am Potsdamer Platz“ ist der Debütroman der Autorin Alexandra Cedrino.
Der Roman beginnt in Berlin im Jahr 1930 und sie hat die Stimmung besonders gut und stimmungsvoll erfasst.
Alice will nach dem Tod ihrer Mutter, von deren Mutter wissen, warum sie ihre Tochter verstoßen hat.
Sie kommt von Wien nach Berlin, die Brüder ihrer Mutter freuen sich sie kennen zu lernen. Dann lernt sie Johann kennen und lieben, aber daneben gibt es noch Erich, der ein Auge auf sie geworfen hat.
Die beiden Männer gehören verschiedenen Parteien an. Die Autorin hat die verschiedenen Ansichten reell berichtet. Man erlebt den Aufstieg der NSDAP und die Überlegungen, ob man für die Vorteile mitschwimmen will.
Die Familie besitzt eine Galerie und will sie wieder öffnen. Alice wird mit einbezogen.
Die Autorin schreibt detailreich und flüssig. Ihre Figuren hat sie verschieden und nachvollziehbar dargestellt.
Die Geschichte gefällt mir sehr gut.
Es ist ein empfehlenswertes Buch.
Von Paris nach New York
Die Kleider der Frauen von Natasha Lester
Die australische Autorin Natasha Lester konnte mich mit ihrem Roman „Die Kleider der Frauen“ gut unterhalten.
1940 lebte die junge Schneiderin. Estella mit ihrer Mutter in Paris. Durch Zufall kam sie in eine Mission der Résistance. Sie wurde zu ihrer Sicherheit nach New York geschickt.
Versehen mit einem Koffer und einer tragbaren Nähmaschine beginnt sie ihre Karriere.
Der Anfang ist schwer. Sie will ansehnliche alltagstragbare Mode schaffen.
2015 lernen wir ihre Enkelin Fabienne kennen.
In der Familie gibt es viel Verschwiegenes, das zu einigen Ungereimtheiten kommt.
Estellas berufliche Geschichte hat mich am Meisten interessiert.
Die Autorin hat einen flotten Schreibstil. Für mich ist es hauptsächlich ein unterhaltender Liebesroman.
Lebensfragen
Der brennende See von John Düffel
Von dem Schriftsteller John von Düffel habe ich schon lange nichts mehr gelesen.
Sein Roman „Der brennende See“ hat mir wieder total gefallen. Er hat viele Fragen angesprochen und man wird immer neugieriger.
Als Überschrift der Abschnitte gibt es einen Wetterbericht. Hannahs Vater, ein Schriftsteller, ist gestorben.
Sie kommt in ihren Heimatort, in einem Buch findet sie ein Foto einer Frau und es stellte sich die Frage, wer das ist. Sie trifft eine Jugendfreundin wieder.
Hannahs Art ist etwas eigenartig, ihr Verhältnis zu ihrem Vater war distanziert und jetzt versucht sie das aufzuarbeiten.
Der Autor flicht aktuelle Themen in die Geschichte ein. Da gibt es die Freitagsdemonstrationen.
John von Düffel ist eindeutig ein brillanter Autor. Er hat mich wieder total gefesselt und ich kann es nur empfehlen.











