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Rezensionen von yellowdog:
Saphira und Das Lied der Wölfe
Wolfspferd von Sabine Giebken
Wolfspferd ist ein nahezu klassischer Jugendroman und gerade für Tierliebhaber etwas besonderes.
Das Mädchen Tala lebt mit ihrem Stamm und den Pferden in der Wildnis und führen eine archaische Lebensweise als Jäger. Sie sind eine geschlossene Gesellschaft. Tala will sich als Häuptlingstochter beweisen und mehr als nur Mädchensachen machen.
Mit den Bogen ist sie besser als ihre Brüder und auch reiten kann sie gut. Ihre Stute Saphira ist ihr ein und alles.
Das außergewöhnliche ist, dass auch aus der Perspektive des Pferdes erzählt wird. Saphira empfindet manche Erlebnisse sensibel.
Als der Stamm in Not gerät, macht sich Tala kurz entschlossen mit Saphira selbst auf den Weg, begleitet von Jacob, einem kleinen Jungen, der aus der Zivilisation stammt und seine Eltern verloren hat. Ein kleines sympathisches Team, dem der Leser auch gerne folgt.
Auch Wölfe spielen eine Rolle, größtenteils zunächst mehr aus der Distanz. Der Winter ist hart, die Tiere hungrig.
Der Gesamtmix erzeugt viel Atmosphäre, die große Stärke des Romans.Wolfspferd ist ein nahezu klassischer Jugendroman und gerade für Tierliebhaber etwas besonderes.
Das Mädchen Tala lebt mit ihrem Stamm und den Pferden in der Wildnis und führen eine archaische Lebensweise als Jäger. Sie sind eine geschlossene Gesellschaft. Tala will sich als Häuptlingstochter beweisen und mehr als nur Mädchensachen machen. Mit den Bogen ist sie besser als ihre Brüder und auch reiten kann sie gut. Ihre Stute Saphira ist ihr ein und alles.
Das außergewöhnliche ist, dass auch aus der Perspektive des Pferdes erzählt wird. Saphira empfindet manche Erlebnisse sensibel.
Als der Stamm in Not gerät, macht sich Tala kurz entschlossen mit Saphira selbst auf den Weg, begleitet von Jacob, einem kleinen Jungen, der aus der Zivilisation stammt und seine Eltern verloren hat. Ein kleines sympathisches Team, dem der Leser auch gerne folgt.
Auch Wölfe spielen eine Rolle, größtenteils zunächst mehr aus der Distanz. Der Winter ist hart, die Tiere hungrig.
Der Gesamtmix erzeugt viel Atmosphäre, die große Stärke des Romans.
Der Traum von der Schauspielerei
Wolfspferd von Sabine Giebken
Das Buch liest sich wie eine Biografie, aber anscheinend ist der Icherzähler Luc Bodtmar, der als jugendlicher als Halbjude, schwere Zeiten in den dreißiger Jahren durchmachen musst, fiktiv und das Buch ein Roman. Erstaunlich dann, diese Form zu wählen. Das trägt dazu bei, dass es sehr sachlich erzählt wird.
Sprachlich war ich daher nicht unbedingt beeindruckt.
Der Protagonist wirkt auf mich auch erstaunlich emotionslos, außer wenn es um reale Bedrohung geht, z.B. als der Großvater abgeholt wurde (und später ermordet) oder wenn es um seine Leidenschaft, der Schauspielerei geht. Als Halbjude durfte er nicht auftreten, aber in der Nachkriegszeit bekommt er seine Chance. Aber leider nicht als Hamlet, sein Traum. Ein guten Erfolg hat Luc dann als Shylock.
Eine wichtige Rolle spielt auch seine komplizierte Familiengeschichte. Schauplätze sind Hirschberg in Schlesien, Breslau und Berlin, kurz auch mal die USA.
Für mich entwickelte das Buch immer dann Wirkung, wenn die Gesellschaft der Zeit eingefangen wird. Auch in der Nachkriegszeit gab es noch viel Antisemitismus.
Vielleicht ist das sachlich-unaufgeregte der Hauptfigur dann doch auch der Grund, dass der gesellschaftliche Zustand gut eingefangen wird. Insgesamt ein interessantes Buch!
Tochter der Bettlerin
Die Tochter der Bettlerin von Nora Berger
Nora Berger hat ihren historischen Roman Die Tochter der Bettlerin Mitte des 18.Jahrhunderts rund um Friedrich den Großen angesiedelt. Ein vielversprechendes Setting und die Hauptfigur Trenck, Leibgardist von Friedrich, wirkt in seinem Auftreten und Verhalten glaubwürdig. Mir gefällt es gut, wenn die Figuren den Zeiten entsprechen.
Viele andere historische Romane setzen ihre Figuren mit heutigem Verhalten in die alte Zeit und das wirkt dann nicht so gut.
Die weibliche Protagonistin Anna ging mir als verfolgte Unschuld ein wenig auf die Nerven, und dass sie als Tochter einer Bettlerin so leicht Anschluß in einer Familie von Stand findet, ist wohl auch die Ausnahme. Tatsächlich wird ihr aber übel mitgespielt.
Auch Voltaire hat einen Auftritt.
Die Liebe spielt eien Rolle. Anna leibt Trenck, Trenck liebt Amelie, obwohl er für Anna auch etwas übrig hat.. Keine einfache Situation für alle.
Es ist ein unterhaltsamer und interessanter Roman.
Ein richtig schwaches Buch
Splitter im Herzen von Amélie Duval
Dieses E-Book erfüllt nicht die Erwartungen an ein richtiges Buch.
Völlig unbedarft hangelt sich die untalentierte Autorin Amélie Duval durch das Buch. Früher hätte man über sowas gelacht, heute wird es veröffentlicht.
Sprachlich ist es zum Fremdschämen. New Orleans hätte ein reizvoller Schauplatz sein können, aber das wird auch nichts.
Ich bin sauer auf mich selbst, dass ich mir dieses schwache Buch habe andrehen lassen.
Eine schlesische Familiengeschichte
Splitter im Herzen von Amélie Duval
Ein Hörbuch, gelesen von Anne Moll, die über eine angenehme Stimme verfügt.
Es ist eine liebevolle schlesische Familiengeschichte in schlimmen Zeiten der dreißiger/vierziger Jahre. Die Sadlers auf ihrem Hof sind gute Menschen. Laurenz und Annemarie lieben sich und ihre Kinder. Die junge Kathi ist gescheit und mutig, ihre kleine Schwester Franzi aber ist leider behindert auf die Welt gekommen,
Zur Familie gehören auch die polnische Köchin Dorata und der Knecht Oleg.
Als die Zeit des Nationalsozialismus kommt, wird es schwer für sie.
Etwas fraglich finde ich, dass wieder einmal Widerständler die Helden sind. Das kommt bei so sehr vielen Romane vor. Da glaubt man fast, diese wären die Mehrheit und nicht die krasse Ausnahmen gewesen. Als Leser ist man natürlich dennoch froh, dass moralisch einwandfreie Protagonisten da sind, die man durch das Buch begleiten kann.
In vielen Passagen ist die kleine Kathi und ihr Freund Anton im Mittelpunkt, das sind unterhaltsame Episoden. Dem gegenüber steht die fatale politische Entwicklung mit weitreichender Auswirkung und dem Beginn des Kriegs.
Law and Love in London
Legal Love – An deiner Seite von J.T. Sheridan
Natürlich bietet dieser Roman das übliche des Genres und überschreitet die Regeln ebendieses nie.
Aber das sich die Handlung in London abspielt und Anwälte im Mittelpunkt stehen finde ich originell und reizvoll. Die Anwältin Nora ist eigentlich nicht damit einverstanden, dass sich die geschäftliche Richtung der Anwaltsfirma ändern soll, da sie dem verstorbenen Besitzer eng verbunden war, aber als sie erfährt, dass es der Firma finanziell schlecht geht, unterstützt sie den neuen Besitzer David, den sie schon als Jugendliche kannte.
J.T.Sheridan schreibt recht geschmeidig und es gibt einen kleinen Spannungsbogen sowie einen interessanten Handlungsverlauf Was will man mehr.
Fotografie und Liebe in Paris
Legal Love – An deiner Seite von J.T. Sheridan
Dieses Buch erzählt von der Fotografin Lee Miller und von der wichtiges Zeit der Fotografie, auch über die Kriegsfotografen.
Lee Miller war eine reale Figur, sie war mit dem US-amerikanischen Künstler Man Ray bekannt, arbeitet mit ihm und hatte eine Beziehung mit ihm. Diese Szenen, besonders in der ersten Hälfte des Romans zwischen Lee und Man Ray sind gut gemacht und man versteht, was diese Größen zur Fotografie trieb.
Es wird aber schon früh klar, das Whitney Scharer einen Künstlerroman im Unterhaltungsgenre ansiedelt. Man sollte sich als Leser seine Erwartungen darauf abstimmen. Gut möglich, dass die Autorin der historischen Figur nicht gerecht wird. Der Bezug zu Man Ray ist überbetont und die relativ wenigen Kriegsszenen finde ich zum Teil wenig überzeugend.
Für das was er ist, halte ich den Roman jedoch für in Ordnung.
Geschichte eines Buches
Legal Love – An deiner Seite von J.T. Sheridan
Die junge amerikanische Schriftstellerin Lara Prescott vermittelt aufgrund ihrer intensiven Recherche über den Background des Romans Dr. Shiwago und den Beteiligten, ein Bild über die fünfziger Jahre in der Sowjetunion.
Es ist natürlich schon ein westlicher Blick. Autoren wie Wassili Grossman oder Warlam Schalamow schaffen wohl ein realistischeres Bild dieser Zeit und den Bedingungen des Gulag.
Dennoch ist Alles, was wir sind ein spannendes Buch, geschickt konstruiert und mit guten Figuren, vor allen Olga, die eine Freundin von Boris Pasternak war und wechselnd die Rollen als Muse, Sendbotin und Mutter einnimmt.
1958 erhält Boris Pasternak den Literaturnobelpreis, doch er darf ihn nicht annehmen.
Das überwiegend nicht aus Sicht Boris Pasternak, der Autor des Doktor Shiwago, erzählt wird, ist die richtige Entscheidung. Am besten gefallen mir die Abschnitte, die von Olga geschildert werden. Aber auch die Idee mit den Stenotypistinnen ist gut.
Gut, dass dieser Roman die Entstehungs- und Publikationsgeschichte des berühmten Buches, das ja auch bekannt verfilmt wurde, einmal so umfassend darstellt.
Wistings way
Legal Love – An deiner Seite von J.T. Sheridan
Der Roman ist ein ganz und gar norwegisches Werk und ein Krimi, der nicht auf Spektakuläres setzt. Da passt es gut, dass ein Cold Case im Mittelpunkt steht.
Der Protagonist William Wisting ist tragend für den Roman. Er ist gelassen, ruhig und in sich ruhend, dabei aber auch ein erfahrener Mann, der nicht locker lässt.
Damit decken sich Hauptfigur und Stil. Es ist betont ruhig, die Sprache ungekünstelt, aber präzise. Das muss man mögen. Ich könnte mir vorstellen, dass Leser rasanter amerikanischer Krimis den Roman als zu schwerfällig empfinden.
Auch Wistings Privatleben mit seinen 2 erwachsenen Kindern Line und Thomas spielt eine Rolle. Selbst eine alltägliche Szene, die Wisting beim Einkaufen im Supermarkt zeigt, wird beschrieben. Das gibt den Roman die Spur Realismus, die ihn abheben lassen vom üblichen. Jorn Lier Horst war selber Kriminalbeamter, vielleicht wirkt deswegen sein Buch glaubwürdig. Und so gibt es schon einige Wisting-Romane und auf die Verfilmung, die demnächst ausgestrahlt wird, darf man gespannt sein.
Die fünfziger Jahre
Legal Love – An deiner Seite von J.T. Sheridan
Wunderbare Zeiten ist der Mittelteil einer Trilogie und trägt damit den Nachteil, das es weder einen Anfang noch ein Ende gibt, aber darauf lässt man sich als Leser natürlich bewusst ein.
Die Geschwister Silvie, Rike und Oskar Thalheim tragen an der nicht einfachen Vergangenheit, aber die Zeiten haben sich geändert.
Silvie steht ziemlich im Mittelpunkt. Sie hat eine Radiosendung beim RIAS. Mit dem Schauspieler Wanja hat sie eine neue Liebe gefunden, doch die erneute Enttäuschung lauert schon. Oskar trifft es auch schwer durch einen Unfall, den er selbst verursacht hat.
Nachdem mich der Anfang des Buches nicht unbedingt faszinierte, komme ich mit der Zeit doch gut in die Geschichte rein.
Brigitte Riebe setzt sehr auf Zeitbezug, z.B. werden Filme und bekannte Schauspieler der Zeit genannt. Bill Haley! Petticoats! Auch das Wunder von Bern wird da nicht ausgespart. In der Summe ist das etwas formelhaft.
Kein schlechter Roman, aber ehrlich gesagt, habe ich auch schon fesselndere Bücher über diese Zeit gelesen.





