Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Leichte Lektüre
Eine verhängnisvolle Versuchung lautet der Titel einer Historical Love Geschichte der Autorin Patricia Cabot. Kate Mayhew hat durch einen Brand ihre Eltern und ihre gesellschaftliche Stellung verloren und muss nun als Gouvernante ihren Lebensunterhalt bestreiten. Dabei trifft sie auf den Marquis von Wingate der mit seiner heranwachsenden Teenager Tochter völlig überfordert ist.
Eine Mutter hat das Mädchen nicht mehr, seitdem der Marquis seine Frau mit einem Liebhaber erwischt hat und die Scheidung eingereicht hatte. Von den Frauen enttäuscht hat sich von Wingate dazu entschieden sein Herz nie wieder an eine Frau zu hängen oder gar eine neue Ehe einzugehen. Kate und Burke treffen aufeinander und der Marquis bereut nicht nur einmal das er dem Drängen seiner Tochter nachgibt und Kate als Anstandsdame einstellt. Vor allen Dingen als Kate von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Die Geschichte beginnt locker und leicht und überzeugt mit unterhaltenden Dialogen. Nach und nach schleicht sich dann immer mehr Ernst in die Situation und die Leichtigkeit verfliegt ein wenig. Als dann noch recht langatmige Beschreibungen der körperlichen Vereinigungen von Kate und Burke hinzukommen wird bei mir der Lesefluss immer langsamer. Da hätte die Autorin weniger detailreich beschreiben sollen. Durch diese längeren Passagen verfliegt die Spannung und es kommt bei mir Langeweile auf. Wer solche detailreichen Beschreibungen mag wird auf seine Kosten kommen, ich selber mag diese Szenen lieber etwas kürzer und mehr Freiraum fürs eigene Kopfkino.
Die Geschichte selber ist recht vorhersehbar aber dennoch, bis auf die vorgenannten Ausnahmen, unterhaltsam. Eine typische Liebesgeschichte mit Happy End. Das Zeitgefühl und die damaligen Anstandsnormen werden gut eingefangen und durch die Gedankengänge der Protagonisten werden Handlungen erklärt die für die heutige Zeit eher unverständlich wären. Insgesamt eine leichte Lektüre zur Entspannung und für Mußestunden.
Lieben lernen
Zum Verlieben verführt (Chick Lit, Liebe) von Dolores Mey
Zum Verlieben verführt ist eine kurze Liebesgeschichte der Autorin Dolores Mey. Die Autorin lässt die Leserinnen teilhaben am Leben der Rechtsanwältin Barbara Erdmann. Dieser hat nach der Trennung von ihrem Freund Andreas keine Lust sich auf ein Abenteuer einzulassen. Auch nicht mit gut aussehenden Männern die sich in ihrer Mittagspause zu ihr an den Tisch setzen.
Aber sie hat nicht mit dem Charme von Niklas gerechnet, der sich alle Mühe gibt sich in ihr Herz zu schmuggeln.
Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig. Es macht Vergnügen diese kleine Geschichte zu lesen. Zwar kann man sich schon denken wie es enden wird, aber die Autorin schafft es dennoch das Interesse an der Geschichte warm zu halten. Körperliche Begegnungen werden zurückhaltend geschildert und lassen den Gedanken der Leserinnen freien Spielraum. Am Ende des Buches bekommt man einen Ausblick auf Band zwei und eine Leseprobe.
Für mich war die Geschichte locker leichte Unterhaltung für einen lauen Sommerabend.
Bemüht Jugendlich
Doktorspiele von Jaromir Konecny
Doktorspiele heißt ein kurzer Roman des Autors Jaromir Konecny in dem er das Chaos erzählt in dem sich Andi befindet. 16 Jahre jung, männlich, voller Testosteron und verliebt in die süße Kati aus der Nachbarklasse und dann wird noch der Besuch von Lilli angekündigt. Andi hat Lilli das letzte Mal gesehen als sie sechs Jahre alt waren und Doktorspiele veranstaltet hatten.
Nun will Andi zeigen das er kein Schlappschwanz ist und versucht alles um Lilli zu beeindrucken.
Der Schreibstil des Autors ist rasant und die Gedanken von Andi prasseln auf den Leser ein. Einige Szenen sind ganz humorig aber das Lesen wurde mir durch die derbe und in Teilen vulgäre Sprache vergällt. Andis Gedanken kreisen nur um die weiblichen Attribute und die Namen die er dafür hat haben mir nicht gefallen. Immer wieder darf der Leser daran teilhaben wie sich Andi mehrfach am Tage selber befriedigt. Im Laufe des Buches drängte sich mir der Gedanke auf, das der Autor sich bemüht eine Jugendsprache zu sprechen von der er glaubt das sich Jugendliche so unterhalten. Derb, vulgär und bemüht Pubertär. So habe ich meine Kindern und deren Freunde nie sprechen gehört.
Freunde der derben Sprache und des plumpen Witzes werden sicherlich Vergnügen an dem Buch haben, mir persönlich hat es nicht gefallen.
Wettlauf gegen die Zeit
Der Flüstermann von Catherine Shepherd
Mit Der Flüstermann setzt die Autorin Catherine Shepherd ihre Reihe um die Ermittlerin Laura Kern fort. Dieses Mal muss sich Laura um einen Mörder kümmern, der seine Opfer filmt und diese Videos dann online stellt. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn immer neue Videos mit neuen Opfern tauchen auf.
Erst spät erkennt Laura die Zusammenhänge zwischen den Morden und versucht den Täter rechtzeitig vor dem nächsten Mord zu stoppen.
Die Autor erzählt die Geschichte interessant mit guten Spannungsbögen. Die Gedankengänge von Laura zu den Taten finde ich immer wieder gut um den fFden in der Geschichte nicht zu verlieren, da die Autorin verschiedene Spuren legt um den Leser nicht sofort auf den wahren Täter zu bringen. Die Taten werden gerade so weit beschrieben das es mir als Leser eine Gänsehaut erzeugt hat, als ich diese Passagen gelesen habe. Der Wettlauf mit der Zeit ist stimmig und das Ende passend. Die Hauptcharaktere sind gut ausgebaut und auch die Nebenrollen sind gut besetzt, da hat mir vor allen Dingen die neue Figur Simon gut gefallen.
Da es sich um eine Reihe handelt sollte man die Bücher fürs volle Lesevergnügen in der passenden Reihenfolge lesen, sonst versteht man einige Gedanken und Handlungen der Akteure nicht optimal. Wer einen spannenden Thriller sucht wird bei diesem Buch nicht enttäuscht werden, man sollte sich aber darauf einstellen, das es nicht blutig und dramatisch rasant zugeht, sondern eher langsamer, aber dafür nicht weniger spannend. Durch Lauras Gedankengänge zu den Fällen kommen immer wieder ruhigere Phasen in das Buch.
Hazels Geschichte
Der Flüstermann von Catherine Shepherd
Das Erbe von Broom Park aus der Feder der Autorin J.C. Philipp erzählt die Geschichte von Hazel MacAllan, einer schottischen Fischerstochter. Hazel liebt das alte Herrenhaus, das in der Nähe ihres Wohnhauses liegt und sie besucht es so oft es geht. Als sie eines Tages wieder dort ist und im halb verfallenen Ballsaal tanzt und singt begegnet sie Lord Simon Denby der das alte Haus renovieren und beziehen will.
Hazel und Simon werden voneinander angezogen, obwohl sie in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten leben. Das Leben spielt beiden übel mit und Hazel führt ihr Schicksal bis nach Indien wo sich ihr Leben entscheidend wendet.
Der Schreibstil ist einfach und schnörkellos, die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so das ich als Leserin den Gedanken und Motivationen der Protagonisten gut folgen konnte. Die Geschichte ist in Teilen recht einfach gestrickt und enthält auch Passagen die straffer erzählt werden könnten. So z. Bsp. die Reise nach Indien und das Leben dort. Ich wartete immer wieder darauf das es mit Hazel und ihrem Leben weiter geht. Wer Beschreibungen zu Landstrichen und ähnlichem mag, wird diese Passagen mögen, ich selber finde so was eher unspannend. Hazels Entwicklung steht immer wieder unter einem günstigen Stern und sie erhält Hilfe für ihr weiteres Leben, das waren für mich zum Teil Zufälle die nicht realistisch wirkten. Geht man als Leserin jedoch unvoreingenommen an diese Geschichte heran freut man sich mit Hazel wie es sich entwickelt. Für mich war es recht weich gespült und am Ende zu viel Glückseligkeit und gute Fügung.
Eine Lektüre für die leichte Unterhaltung und Entspannung, die Dramatik kam mir hier ein wenig zu kurz und einige Passagen waren mir zu langatmig erzählt. Die Dynamik der Geschichte hat darunter gelitten.
Nachtschatten
Der Flüstermann von Catherine Shepherd
Mit Nachtschatten endet die Trilogie Warrior of Love der Autorin Cornelia Zogg. Als letzte muss Cori ihren Wächtergeist finden und dazu müssen die Frauen ins Land der Fear reisen, welche die Verbündeten der Lichtfresser sind. Cori fühlt immer mehr Mitleid mit den Lichtfressern und dadurch kommt es zu einem großen Zwist zwischen den Frauen, der in einer großen Schlacht endet, welche Alhambra in die Zerstörung führen kann und auch die Freundschaft der Frauen scheint zerbrochen zu sein.
Cori und ihr Gefühlsleben und ihre Entwicklung stehen im Vordergrund dieses Teils und waren mir zum Teil etwas zu ausführlich, da hätte die Autorin auch etwas straffer erzählen können. Ansonsten waren Spannung und Gefühl gut ausgewogen und die Geschichte wird zu einem überraschenden Ende gebracht, das mir gut gefallen hat. Der Erzählstil ist in allen Bänden flüssig und die Sprache schnörkellos. Die Welten von Alhambra sind ein guter Mix aus verschiedenen Zutaten und wirken in sich stimmig. Die unterschiedlichen Völker passen gut in den Rahmen und runden die Geschichte ab. Die Frauen verkörpern sehr unterschiedliche Frauentypen wobei mir Josie und ihre bevormundende Art Cori gegenüber nicht so gut gefallen hat. Beth als Männerverzehrende Suchende war mir an etlichen Stellen zu aufdringlich und Tessa wirkte unterkühlt. Cori und ihre Schwächen wurden zu lange ausgebreitet so das es in Teilen langweilig wurde. Insgesamt betrachtet eine ganz nette Reihe um mal zu entspannen und einige Stunden Lesevergnügen zu haben.
Windschatten
Der Flüstermann von Catherine Shepherd
Der zweite Band der Warriors of Love Reihe der Autorin Cornelia Zogg trägt den Titel Windschatten. Die vier Freundinnen Cori, Beth, Josie und Tessa suchen weiter nach den Wächtergeistern und geraten dabei wieder in diverse Gefahren. Während der Suche wird die Kluft zwischen ihnen immer größer und Konflikte treffen immer wieder auf.
Die Autorin erzählt die Reise spannend weiter und die Charaktere werden immer detailreicher dargestellt. Das Seelenleben der Frauen erlebt neue Höhen und Tiefen und die Suche nach den Wächttergeistern birgt neue Gefahren und lässt die Frauen, welche ihren Geist gefunden haben, stärker werden. In Band zwei ist das Zickenpotential höher als in Band eins, lässt aber gut erkennen welche Probleme die Frauen miteinander haben. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz und gerade Beth lebt ihre Männervorlieben aus. Josie gerät immer wieder in Versuchung und Cori versucht ihre Schwächen in Stärken zu verwandeln. Tessa kommt sehr ruhig und organisiert daher und wirkt dadurch als Charakter in Teilen unterkühlt. Die einzelnen Welten von Alhambra werden anschaulich beschrieben und manche Teile davon würde ich als Leserin gerne mal bereisen.
Ich wurde auf jeden Fall durch Band zwei gut unterhalten und hatte einige vergnügliche Lesestunden.
Das ewige Feuer
Izara 1: Das ewige Feuer von Julia Dippel
Mit Band eins der Izara Reihe Das ewige Feuer lernt der Leser Ariana genannt Ari und ihre Welt kennen. Die Autorin Julia Dippel erzählt auf fesselnde Weise wie Ari erfährt, das ihre Welt nicht so normal ist wie sie es sich denkt. Eigentlich meint Ari sie wäre ein normales Scheidungskind, doch plötzlich trachten Mächte nach ihrem Leben und dann trifft sie auch noch auf Lucian der sie eigentlich auch töten will und dann erkennen muss, das auch er sich in Ari getäuscht hat.
Gemeinsam versuchen sie nun mit Freunden das Rätsel um Ari zu lösen und verstricken sich dabei immer tiefer in ihre Gefühle füreinander.
Der Schreibstil der Geschichte ist klar und die Spannungsbögen sind gut gesetzt. Die Charaktere entwickeln sich im Verlauf der Geschichte weiter und auch die Nebenrollen sind gut besetzt. Ariana und ihre Welt werden gut beschrieben und durch die Perspektiven aus denen erzählt wird bekam ich als Leserin gute Einblicke in die Ereignisse. Nach und nach werden Geheimnisse enthüllt und zum Ende hin gibt es ein rasantes Finale das Lust auf den nächsten Band macht. In dieser Reihe gibt es viele Gestalten die sich auch in anderen Romanen finden, aber die Autorin hat hier mal einen neuen Ansatz für Engel, Dämonen und Co gewählt den ich recht reizvoll finde.
Zwischenspiel
Das Erbe der Macht - Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus von Andreas Suchanek
Die Chronik der Archivarin Der verschollene Mentiglobus ist ein Spin Off in der Reihe Das Erbe der Macht des Autors Andreas Suchanek. Der Band bildet ein Bindeglied zwischen Band 12 und 13 der Reihe und gibt Einblick in das Leben von Johanna von Orleans und Leonardo da Vinci. Der Leser erfährt mehr über Piero, dem Sohn von Johanna und Leonardo und seinem Schicksal, das einen großen Einfluss in der Geschichte der Magier hatte und noch immer die Geschehnisse beeinflusst.
Der Autor erzählt die Geschichte mit gekonnt gesetzten Spannungsbögen und mit gutem Einblick in das Seelenleben der Protagonisten. Alle Beteiligten müssen erkennen das die gefühlte Wahrheit nicht immer der Realität entspricht und das Entscheidungen aus den falschen Gründen getroffen wurden. Auf die weitere Entwicklung der Geschichte bin ich sehr gespannt und erwarte mit Neugierde Band 13. Durch seinen lebendigen und flüssigen Erzählstil kann mich der Autor immer wieder fesseln und die Geschichten der Reihe waren bisher nie zäh oder langweilig. Man sollte die Reihe mit Band 1 beginnen, da sich die Bände aufeinander aufbauen.
Krankenhausleben
Die Charite von Andreas Suchanek
Die Charite Hoffnung und Schicksal ist ein Historischer Roman der Autorin Ulrike Schweikert. Die Autorin beleuchtet in ihrem Buch das Leben und Wirken im Berliner Krankenhaus Charite. Das Buch setzt ein im Jahr 1831, in dem die Cholera Berlin heimsuchte. Erzählt wird die Geschichte dreier unterschiedlicher Frauen, zum einem Martha Vogelsang, eigentlich Hebamme aber sie wechselt ins Totenhaus der Charite um ihrem Sohn ein besseres Leben ermöglichen zu können.
Zum zweiten ist dann die Geschichte rund um Gräfin Ludovica, die gefangen ist in einer Ehe mit einem Hypochonder und als drittes Elisabeth Bergmann, die nicht das Schicksal vieler Frauen ihrer Zeit teilen möchte, die an einem Ehemann gebunden sind, der seine Frau nicht gut behandelt.
Das Seelenleben der Protagonisten wird lebhaft geschildert und die Behandlungen der damaligen Zeit muten heute brutal und grausam an. Die Ärzte handelten nach bestem Wissen und Gewissen, aber nicht immer unbedingt zum Wohl ihrer Patienten. Die Krankenwärter und-wärterinnen werden in der Geschichte als brutal und nicht sonderlich mitfühlend beschrieben. Die Handlung selber wird lebhaft und ohne Schnörkel beschrieben und hielten mich im Bann der Geschichte. Die einzelnen Schicksale der Frauen werden zeitgemäß dargestellt und liefern ein gutes Bild der damaligen Zeit. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und ich kann es trotz einiger unschöner Beschreibungen von Behandlungen als interessante Lektüre empfehlen.







