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Rezensionen von manu63:
Gut eingefangener Zeitgeist
Das Jahrhundertversprechen von Richard Dübell
Mit dem Buch Das Jahrhundertversprechen schließt der Autor Richard Dübell seine Jahrhundertsturm Trilogie ab. Die Familie von Briest hat den ersten Weltkrieg überstanden aber das Gut steht kurz vor dem Bankrott. Sie durchleben die Zeit der Weimarer Republik und das Aufkommen der Nationalsozialisten.
Max Brandow wird von den von Briest vor einem Leben in der Gosse bewahrt und ihn bindet ein Versprechen an die von Briests, so sind die Schicksale aller miteinander verwoben und auch die alte Feinschaft mit der Familie von Cramm erlebt einen neuen Höhepunkt.
Dem Autor ist es gelungen den Zeitgeist gut einzufangen und das Erstarken der Personen rund um die Nationalsozialisten glaubhaft darzustellen. Die Charaktere der Hauptpersonen wachsen an ihren Aufgaben und persönlichen Niederlagen und Triumphe. Da man als Leser Einblick in die Gedankengänge der Protagonisten erhält, werden viele Handlungen verständlich und die Geschichte gewinnt an Tiefe.
Die Rennszene der damaligen Zeit nimmt einen Teil der Geschichte ein und ist interessant mit eingebaut, einige geschichtliche Personen sind mit eingewoben und geben dem Roman einen persönlichen Anstrich und ich habe mehrfach nach Informationen zu diesen Charakteren gesucht.
Der Erzählstil ist interessant und flüssig und ich habe mich an keine Stelle gelangweilt, sondern war animiert weiter zu lesen. Selbst wer die beiden Vorgängerbände nicht kennt, wird gut in die Geschichte finden, da es immer wieder kleine Informationen zur Vorgeschichte gibt, die aber nicht ausufern und Kenner der beiden ersten Bände langweilen würden.
Interessant und informativ fand ich auch die kleinen geschichtlichen Erklärungen der jeweiligen Situation und die Auswirkungen die einige Ereignisse hatten. Dabei ist es dem Autor gelungen in knappen Worten die damalige politische Lage zu umreißen und den Leser an die Lage der Bevölkerung heranzuführen.
Insgesamt ist Das Jahrhundertversprechen ein gelungener Ausflug in die Zeit von ca. 1920 bis 1930.
Der verlorene Junge
Ein MORDs-Team - Band 20: Der verlorene Junge von Andreas Suchanek
Band 20 der Ein Mordsteam Reihe des Autors Andreas trägt den Titel Der verlorene Junge. Immer noch ringt Alice mit dem Leben und benötigt eine Spenderniere um zu überleben. Helfen könnte ihr dabei der verlorene Zwillingsbruder doch der ist nicht auffindbar. Das 2016er Team macht sich auf die Suche und stolpert dabei wieder von einem Abenteuer in das nächste.
Die Reihe geht spannend weiter und der Autor schafft es durch humorige Einlagen und gut gesetzte Spannungsbögen einen reizvollen Mix in die Geschichte hineinzubringen. Mason ist chaotisch wie immer und auch Socke mischt kräftig mit. Tony aus der Schweiz hat einen Gastauftritt und bringt Mason mächtig ans überlegen.
Der Schreibstil ist wieder flüssig und rasant und die Geschichte endet einmal mehr mit einem starken Cliffhanger. Ein Mordsteam sollte in Reihenfolge gelesen werden, da die Bände aufeinander aufbauen und dem Leser sonst wesentliche Informationen fehlen.
Eine Ehefrau für Cole
Ein MORDs-Team - Band 20: Der verlorene Junge von Andreas Suchanek
Homebase fürs Herz ist der sechste Band der Baseball Love Reihe der Autorin Saskia Louis. Diesem Mal geht es um Cole Panther dem neuen Chef der Dolphins. Dieser möchte eine Ehefrau, möglichst unkompliziert und aus gutem Haus. Nachdem er selber nicht so gut in der Auswahl der Kandidatinnen war, betraut er Savannah Thomas mit der Aufgabe die Richtige für ihn zu finden.
Eigentlich ist das gar nicht ihre Aufgabe da sie nicht Coles Assistentin ist, aber sie erklärt sich dennoch bereit dieses Aufgabe zu übernehmen.
Die Autorin hat eine flüssig lesbare Geschichte entworfen die von guten Dialogen getragen wird. Die Wortgefechte von Cole und Savannah sind witzig und originell. Es machte Spaß diese zu lesen. Die Geschichte selber hat mir gut gefallen und ist bisher die in meinen Augen beste der Reihe. Schön war es auch einige der Charaktere aus den Vorbänden zu treffen und zu lesen wie sie sich entwickelt haben. Das die Reihe noch weiter geführt wird merkt man am Cliffhanger, der auf den letzten Seiten zu finden ist. Ich wurde durch dieses Buch einige Stunden gut unterhalten.
Familienbande
Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe von Corina Bomann
Agnetas Erbe ist der Auftaktband der Reihe Die Frauen vom Löwenhof von der Autorin Corina Bomann. Die Autorin verfasst mit dieser Trilogie eine Familiensaga die in Schweden angesiedelt ist und die mehrere Jahrzehnte umfasst.
Agneta lebt ein freies und unabhängiges Leben als Kunststudentin als sie von ihrer Mutter auf den elterlichen Hof zurückgerufen wird.
Bruder und Vater haben einen Unfall erlitten und Agneta stellt sich nun die Frage, ob sie das Erbe ihres Vaters antreten soll oder nicht. Der Löwenhof befindet sich seit Generationen in Familienhand.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1913 und endet 1915 und wird aus Agnetas Sicht erzählt. Die Autorin entwirft eine Familiensage die alles beinhaltet was für mich eine gut erzählte Saga ausmacht, Liebe, Freundschaft, Leid und Freude innerhalb einer Familie welche die Leser über mehrere Generationen verfolgen kann. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und die Charaktere werden gut dargestellt. Die Geschichte selber ist stimmig und fängt gut den Zeitgeist ein. Agnetas Sorgen und Nöte sind nachvollziehbar und das Ende macht neugierig auf den weiteren Gang der Geschichte. Ein Buch das ich gerne gelesen habe und das mich einige Stunden fesseln konnte.
Orchidee
Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe von Corina Bomann
Eine Kurzgeschichte des Autors Lyl Boyd trägt den Titel Orchidee. Anne hat einen neuen Job, zieht in eine neue Stadt und auch eine neue Liebe kreuzt ihren Weg. Doch das Glück wird überschattet.
Der Schreibstil der Geschichte wirkt auf mich distanziert und aufzählen und auch etwas kühl. Eine interessante Mischung die mich in den Sog der Geschichte gezogen hat.
Auch den Hinweis auf das Buch Das Mädchen Orchidee der Autorin Pearl S. Buch fand ich passend, dafür muss man dieses Buch jedoch kennen um den Hinweis in Gänze zu verstehen. Eine Kurzgeschichte die das Thema Liebe und warum sie manches mal hinfällt und doch wieder aufstehen will ganz gut eingefangen hat.
Halt die Wolken fest
Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe von Corina Bomann
Halt die Wolken fest ist ein Kurzroman der Autorin Dorothea Stiller. Harper möchte das ihr Vater sie als Geschäftsfrau anerkennt und kämpft darum mit aller Kraft. Als sie für ein wichtiges Geschäft von ihm nach New York geschickt wird, geht erst mal alles schief bis sie Hilfe vom obdachlosen Künstler Mason bekommt, der ihr in verzweifelter Lage hilft.
Als Dank möchte er nur ihren Respekt und das sie ein wenig Zeit mit ihm verbringt. Harper denkt nicht daran und speist ihn mit einer falschen Telefonnummer ab, doch plötzlich steht Mason vor ihrer Tür und fordert seine Zeit mit Harper.
Schreibstil und Geschichte haben mir gut gefallen. Masons Gründe für seine Forderung an Harper werden gut dargestellt und regen zum Nachdenken an. Harper muss erkennen das nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint und wächst als Charakter im Laufe der Zeit. Die Thematik finde ich gut umgesetzt und das Ende der Geschichte gefiel mir sehr gut. Da es ein Kurzroman ist, bleiben tiefere Einblicke in einen längeren Zeitraum verwehrt, aber das fand ich in diesem Fall nicht schlimm.
Der weite Weg
Erleuchtung inklusive von Elli C. Carlson
Erleuchtung inklusive ist ein Roman der Autorin Elli C. Carlson. Der Leser darf Liz auf ihrem Weg auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela begleiten. Auf diesen Weg ist sie per Zufall gekommen, eigentlich wollte sie ein Exklusiv-Interview mit dem Medienscheuen Unternehmer Ben ,den sie aus Schultagen kennt, benutzen um ihre Position als dienstälteste Redaktionspraktikantin los zu werden.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus de Sicht von Liz erzählt und der Schreibstil und die inneren Dialoge von Liz lassen mich immer wieder schmunzeln. Wie sie von einem Abenteuer ins Nächste fällt ist amüsant zu lesen und auch die Nebenrollen sind gut besetzt. Weitere kleine Stars der Geschichte sind zwei kleine Hunde die dem Ganzen einen gewissen Charme geben. Wer einen Liebesroman mag, der auch mal etwas unrealistisch wird aber immer charmant und witzig bleibt, wird diese Geschichte mögen. Wer alle erzählten Situationen danach abklopft ob so was möglich ist oder nicht wird die Geschichte nicht so toll finden. Ich lasse mich aber gerne auf Geschichten ein die auch mal Situationen zulassen die nicht ganz glaubhaft sind. Gerade das macht den Reiz des Lesens aus, man kann sich vom Autor auch mal in aberwitzige Lagen führen lassen.
Ich fühlte mich auf jeden Fall für einige Stunden gut unterhalten.
Es wird heiß
Burning Bad Boy von Adele Mann
Mit ihrer Geschichte Burning Bad Boy nimmt die Autorin Adele Mann die Leser wieder mit auf die Feuerwache in New York die ich schon im Buch Charming Bad Boy kennen lernen konnte. Dieses mal steht Danis Bruder Logan St. Clair im Mittelpunkt und er trifft auf Mia Fiore die als Feuerwehrfrau neu in die Wache kommt.
Beide entzünden sich aneinander und als noch ein Brandstifter sein Unwesen treibt, wird es brandgefährlich für alle Beteiligten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar, explizite Szenen werden geschmackvoll eingebaut und die Dialoge sind witzig und oft mit spitzer Zunge. Es ist zwar der zweite Band über die Feuerwache, er kann jedoch eigenständig gelesen werden. Wichtiges aus dem ersten Band wird an den richtigen Stellen eingebaut, ohne Langeweile bei denen aufkommen zu lassen, die das erste Buch schon gelesen haben.
Die Charaktere sind gut dargestellt und die Gedankengänge der Protagonisten lassen den Leser direkt am Geschehen teilhaben. Die Perspektiven wechseln und es ist immer gut erkennbar aus welcher Sicht erzählt wird.
Besonders gut gefallen hat mir am Schluss der Epilog der einige Jahre weiter spielt, aber darüber werde ich an dieser Stelle nichts weiter verraten. Ein Buch das mich gut unterhalten hat und das ich vorbehaltlos weiter empfehle.
Alles findet ein Ende
Burning Bad Boy von Adele Mann
Asche des Krieges heißt der vierte und damit abschließende Band der Geheimnis der Götter Reihe der Autorin Saskia Louis.
Nym ist weiter auf der Suche nach Antworten und sucht diese beim Volk in den Kreisbergen. Dort muss sie sich aus der Welt der Lügen befreien und ihre eigene Wahrheit erkennen und letztendlich damit leben.
Der Autorin ist es gelungen eine Geschichte voller Liebe, Trug und Freundschaft zu einem Abschluss zu bringen, der einen zum einen traurig stimmt aber auch wieder Hoffnung auf einen Neubeginn in sich trägt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Spannungsbögen werden gut gesetzt, so das die Geschichte immer weiter getragen wird ohne langweilig zu werden. Nyms Entscheidungen sind nachvollziehbar, auch wenn sie schmerzlich sind und gebrochene Charaktere zurücklassen. Sympathische Protagonisten müssen sterben und andere überleben. Eine gelungene Mischung aus Leid, Schmerz, Liebe und Freundschaft, die nicht für alle ein positives Ende findet.
Mit Hilfe kleiner Einblendungen am Kapitelanfang werden dem Leser die Zusammenhänge immer klarer und was wirklich mit einigen Figuren passiert ist. In meinen Augen eine geschickte Lösung.Insgesamt finde ich die Reihe lesenswert und kann sie empfehlen, auch wenn es an einigen Stellen doch recht traurig wird, und das mag ich im allgemeinen nicht so gerne bei Büchern, passt aber zur Geschichte.
Guter Abschluss
Burning Bad Boy von Adele Mann
Die versiegelten Hallen ist der Titel des dritten Bandes der Mederia Reihe der Autorin Sabine Schulter. Mit diesem Band endet die Geschichte rund um Lana und Gray und als Leserin muss ich mich leider von den beiden trennen.
Lana muss in die versiegelten Hallen gelangen um Mederia von der Dunkelheit zu befreien, dabei stehen ihr wieder die lieb gewonnenen Gefährten zu Seite und es kommt letztendlich zum entscheidenden Endkampf.
Wie schon in den Vorbänden finde ich die Charaktere gut getroffen und die Protagonisten entwickeln sich interessant weiter. Neue Verbündete schließen sich der Gruppe rund um Lana und Gray an und verstärken deren Kampfkraft. Die Geschichte wird gut und stimmig weiter erzählt und das Ende hat genau meinen Geschmack getroffen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und die Seiten flogen nur so dahin. Langeweile oder Langatmigkeit wurden auf keiner Seite verströmt und ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mit Vergnügen gelesen. Ich empfehle die Mederia Trilogie vorbehaltlos und fühlte mich sehr gut unterhalten mit einer stimmigen Geschichte die spannend und einfühlsam war.






