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Persönliche Lese- tipps

Andrea Scheiber empfiehlt:

Was der Fluss erzählt von Diane Setterfield

Entlang der Themse mit seinen Nebenflüssen, Ende des 19. Jahrhunderts, haben die Bewohner der Dörfer nichts anderes, als sich gegenseitig Geschichten zu erzählen. An einem rauen, kalten Winterabend kommt ein verletzter Mann durch die Tür der alten Gaststätte, mit einem Mädchen im Arm. Zuerst glauben alle es ist tot.

Viele Vermutungen werden im Anschluss gemacht, aber was ist die Wahrheit? Wer vermisst dieses Kind? Und woher kommt der Mann? Geheimnisvoll und fesselnd wie dieses Mädchen ist der Roman.

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Robert Renk empfiehlt:

Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte von Jonas Jonasson

Skurrile Ideen, ein samtener Humor und ein untrügliches Gespür für seine Figuren, hinein bis in die kleinsten Details jeder Nebenfigur, das zeichnet Jonas Jonasson seit seinem Debüt und Welterfolg „Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand“ aus. Nun geht er noch einen wunderbar respektlosen Schritt weiter und macht einen kenianischen Massai-Krieger zur Hauptfigur und die europäische Geldgier und Präpotenz – in Form eines schwedischen Galeristen, der für Geld über Leichen geht – mit Witz zu geißeln.

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Maria Leitner empfiehlt:

Der französische Skandalroman von 1884, jetzt erstmals in deutscher Übersetzung!

Monsieur Vénus von Rachilde

Der französische Skandalroman von 1884, jetzt erstmals in deutscher Übersetzung! Die Pariser adlige Raoule de Vénérande verliebt sich in einen armen Kunstblumenhändler. Aufgrund seiner vielen femininen Qualitäten sieht sie in ihm die perfekte Frau und möchte diese Attribute verstärken. Raoule erzieht den jungen Mann zu ihrer Geliebten, schließlich sogar zu ihrer Frau und überschreitet damit alle gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit.

Ein seltsames, durch und durch faszinierendes Buch.

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Andrea Scheiber empfiehlt:

Der Fremde aus Paris Roman von Isabella Hammad Henning Ahrens

1914 reist der junge Palästinenser Midhat nach Frankreich um dort Medizin zu studieren, und somit fängt sein Geschichte an. Er verliebt sich, heiratet, aber fühlt sich nicht zuhause. Kehrt nach einigen Jahren wieder nach Palästina, wo er sich auch fremd vorkommt. Fesselnd von Anfang an und detailliert erzählt die junge Autorin über das Leben zwischen den Kulturen, Verrat an Liebe, ein großes Land im Umbruch, Zeitgeschichte, die uns heute noch prägt.

Ein lebendiger historischer Roman.

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empfiehlt:

Der Halbbart von Charles Lewinsky

Geschichten waren mächtig in einer Zeit, als Engel und Teufel ganz gegenwärtig waren, man Hexen verbrannte und Kinder nicht zur Schule gingen. So wie der Erzähler Sebi, ein Träumling mit gutem Gedächnicht für Wörter. Als der geheimnisvolle Halbbart auftaucht, bricht die Geschichte in das enge Schweizer Dorf ein.

Niemand kann sich ihr entziehen, auch Sebi nicht, der lieber beobachtet als mitmacht und erfahrn muss, dass eine Geschichte, die oft genug erzählt wird, zur Wahrheit gerinnt. Sehr aktuell!

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empfiehlt:

Malé von Roman Ehrlich

Die Malediven sind längst untergegangen. Frustrierte Westler haben sich dennoch die ausgezählte Hauptstadt Malé zum Paradies auserkoren: eine Versuchsanstalt für Utopie mitten im indischen Ozean. Fern von allen gescheiterten Ideologien scheint ein Neuanfang möglich. Der Schein jedoch trügt, die reine Idylle ist auch hier nicht zu haben.

Sehnsucht und Scheitern, lakonisch kühl erzählt: nichts für zartbesaitete Seelen, viel für jene, denen „dass Schöne nichts als des Schrecklichen Anfang ist“

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Maria Leitner empfiehlt:

Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz von Kathrin Lange

In der Hoffnung, ihre vor fünf Jahren spurlos verschwundene Schwester Alice wiederzufinden, folgt Jessa einem mysteriösen Hinweis. Dieser führt sie zum verfallenen Herrenhaus High Moor Grange und den beiden Brüdern, die dort leben – aber nicht zu Alice. Anstatt ihre Schwester zu finden, gerät Jessa dort in die Fänge desselben jahrhundertelangen Fluchs, dem schon Alice zum Opfer fiel.

.. Eine düstere, atmosphärische Neuerzählung von „Die Schöne und das Biest“, die sofort in ihren Bann zieht!

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Helena Töchterle empfiehlt:

Russland und wir / Eine Beziehung mit Geschichte und Zukunft

Russland und wir von Hugo Portisch

Hugo Portisch zählt zu den bedeutendsten Journalisten Österreichs und erarbeitet hier seine Perspektive auf Russland und seine komplizierte Geschichte, das ebenso komplizierte Verhältnis zu Europa und die Zukunftsperspektiven. Denn bestehen kann man im internationalen Wettbewerb nur gemeinsam. Portisch gelingt eine einzigartige Darstellung eines schwierigen aber durchaus chancenreichen Verhältnisses.

Er schafft es, das historisch gewachsene Russland für Europäer begreifbar zu machen.

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Maria Leitner empfiehlt:

Meine dunkle Vanessa

Meine dunkle Vanessa von Kate Elizabeth Russell

Vanessa ist 15, als sie zum ersten Mal mit ihrem Englischlehrer schläft. Als dieser 17 Jahre später von einer ehemaligen Schülerin wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt wird, soll auch Vanessa gegen ihn aussagen. Doch sie ringt mit sich – Wie kann das, was sie damals hatten, Missbrauch gewesen sein, wo sie doch in ihn verliebt war? War sie nun seine Geliebte oder sein Opfer? Ein faszinierender, verstörender und unglaublich wichtiger Pageturner, der unter die Haut geht.

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Robert Renk empfiehlt:

Das abenteuerliche Leben / Eine Biographie von Richard & Isabel Burton

Das abenteuerliche Leben von Mary S. Lovell

Richard Burton kennt man aus dem grandiosen Roman Der Weltensammler von Ilija Trojanow. Hier kommt nun die äußerst ausführliche Biographie von Mary S. Lovell, die von Alfred Goubran mit Liebe zum Detail übersetzt wurde. Interessant dabei ist, dass man auch nahezu alles über Isabel Burton erfährt, die ihren Mann auf unzählige Reisen begleitet hat und sein Vermächtnis ausgewählt weitertrug.

Authentisch, einfühlsam und mit gebührendem Respekt hat Mary S. Lovell ein mitreißendes Porträt zweier Leben verfasst.

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