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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lisam:

guter Start einer Jugendbuchreihe

Der 13-Jährige Ethan erwacht überraschend am ersten Highschooltag als blondes Mädchen. Seine Eltern erklären ihm, dass er ein ?Changer? ist und ab jetzt jedes Mal zu Schulbeginn die Identität wechseln wird. Nach den vier Jahren kann er sich dann einen von den Identitäten aussuchen und mit dieser weiterleben.

Ethan muss somit ab dem ersten Schultag in der neuen Stadt als Mädchen Drew leben. Drew muss mit der Lebensweise von einem Mädchen und den Regeln der Changers vertraut werden. Es darf aber niemand wissen, dass sie ein Changer ist, da es auch Gegner gibt...

Mir hat der Start der Jugendbuchreihe gut gefallen. Im Tagebuchstil lebt man die wichtigsten Stationen mit Ethan/Drew mit und kann den Gedankengängen und Schwierigkeiten gut mitfühlen. Wie wäre es gewesen mit 13 die Identität zu wechseln und dann vielleicht auch noch das Geschlecht? Und dann auch noch jährlich? Man hat es sich vielleicht gewünscht, aber die Wirklichkeit anhand von Drews Schicksal sieht dann doch anders aus. Ich hätte mir aber bereits im ersten Band mehr Hintergrundwissen zu den Changers erwartet. Es fällt mir schwer die Gruppe und ihre wahren Ziele einzuschätzen. Aber aus der Sicht von Drew ist es wahrscheinlich nicht anders zu erwarten. Ich warte gespannt auf den nächsten Teil und freue mich am Leben der nächsten Identität teilzuhaben.

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Rezensionen von Lisa Thamer:

Ich jage dich Kriminalroman. Joona Linna, Bd. 5 von Kepler Lars

Rezensionen von Lisa Thamer:

Das Büro der einsamen Toten von Bolt Britta

Rezensionen von Wanderpfa.de:

Handliches Taschenbuch für den ambitionierten Radsportler

Das große Rennradtouren-Buch Tirol von Willi Hofer

Tirol ist ein Land für Sportbegeisterte. In erster Linie kommen hier Bergsportler voll auf ihre Kosten. Egal ob wandern, bergsteigen oder klettern ? für jeden ist etwas dabei. Aber auch für Radfahrer bietet diese Gegend viele Möglichkeiten. Für all diejenigen, welche die Landschaft zwischen Arlberg und Kitzbühel mit dem Rennrad erkunden möchten, stellt der Tiroler Extrem-Radfahrer Willi Hofer in seinem Buch "Das große Rennradtouren-Buch Tirol" über 100 Routen vor, die sich geographisch nicht nur auf Tirol beschränken, sondern auch in die angrenzenden Gegenden führen.

Das Buch beginnt mit einigen Listen: Zunächst mit einem Tourenverzeichnis, das chronologisch alle Routen kurz vorstellt. Es schließen sich eine alphabetisch geordnete Tourenliste, ein Pässeverzeichnis, eine Sortierung nach Schwierigkeitsgraden (von Anfänger bis Profis), eine Auflistung nach Fahrtzeit (von 1 ¼ Stunden bis 13 Stunden), eine topographische Sortierung (von flach bis sehr steil) und eine Non-Stop-Uphill-Übersicht (von 2181 m auf der Strecke von Meran zum Timmelsjoch bis 208 m auf der Strecke von Weißenbach am Lech zum Gaichtpass) an. Anschließend präsentiert der Autor mehrere Rennräder ? auffälligerweise von nur einem Hersteller ?, die seiner Meinung nach für die vorgestellten Touren hervorragend geeignet sind. Ferner gibt er Bekleidungs- und Ausrüstungstipps und stellt kurz einige touristische Informationen über Tirol dar. Die beschriebenen Rennradtouren sind in sechs Kapitel eingeteilt: Innsbruck-Süd, Innsbruck-West, Tirol West, Tirol-Ost (Hier ist nicht Osttirol gemeint!) und Rennrad-Rennen. Jede Tourenbeschreibungsseite beginnt oben mit Angaben zu Fahrtstrecke, Höhenmetern und Fahrtzeit. Am Seitenrand findet der Leser Hinweise zu Schwierigkeitsgrad, Ausgangsort und Etappen. Bei Touren, die nicht in Innsbruck starten, ist eine Wegbeschreibung für die Anfahrt mit dem Auto von der Tiroler Landeshauptstadt zum Ausgangsort angegeben. Die eigentliche Routenbeschreibung erfolgt stichwortartig, während der Mittelteil jeder Seite eher für die Motivation des Lesers gedacht ist, die jeweilige Tour zu unternehmen. Bei einigen Touren hat der Autor unter der Überschrift ?Schlagzeile? persönliche Erlebnisse zur jeweils beschriebenen Route eingebracht. Des Weiteren werden bei den meisten Touren Alternativstrecken aufgeführt. Im unteren Teil veranschaulicht ein Höhenprofil die Routenanforderungen. Schließlich sind Hinweise zur maximalen Steigung, zum maximalen Gefälle, zum höchsten und tiefsten Punkt der Tour, zum Verkehrsaufkommen auf den befahrenen Straßen (von sehr wenig Verkehr bis reges Verkehrsaufkommen), zur Schönheit der Tour und zu Raststationen ergänzt. Bei einigen Touren findet man Zusatzinformationen zu besonders empfehlenswerten Einkehrmöglichkeiten. Abgerundet wird jede Beschreibung durch eine Übersichtskarte und gelegentlich mit Fotos.

Fazit: "Das große Rennradtouren-Buch Tirol" bietet Radsportfreunden, die gerne in Tirol unterwegs sind, eine sehr große Auswahl an Strecken. Die meisten Routen sind Rundfahrten oder so gewählt, dass der Hinweg nicht exakt dem Rückweg entspricht, so dass die Touren sehr abwechslungsreich sind. Dazu tragen auch die zahlreichen zusätzlich beschriebenen Varianten bei. Osttirol, das ja politisch auch noch zum österreichischen Bundesland Tirol gehört, ist jedoch bis auf eine Rennrad-Rennen-Beschreibung vollkommen ausgeklammert. Die Tourenbeschreibungen sind übersichtlich, teilweise etwas knapp, aber immer mit allen notwendigen Hinweisen verfasst. Beim ersten Lesen verwirren die vielen Symbole etwas, die für die einzelnen Informationen stehen, aber zum Glück ist im Deckel des Buches eine praktische Legende, die alle Fragen schnell klärt. Die Kompaktheit der Tourenbeschreibungen führt dazu, dass Fotos teilweise keinen, in der Regel nur wenig Platz finden. Wer ein Freund großer Bildaufnahmen ist, ist mit diesem Buch falsch beraten. Dafür passt das handliche Taschenbuch in jeden Rucksack bzw. in die Rückentasche des Trikots. Sehr interessant ist, dass Willi Hofer im letzten Kapitel des Buches Strecken von Rennrad-Rennen beschreibt, die jeder ambitionierte Radsportler somit nachfahren kann. Wie sportbegeistert der Autor ist, demonstriert er dem Leser eindrucksvoll im Buchdeckel, wo er jeden Wettbewerb, an dem er in den letzten Jahren teilgenommen hat, inklusive der erreichten Platzierung auflistet.

Buchbesprechung vom 05.04.15 © Chris im Forum von Alpic.net

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Rezensionen von Lisa Thamer:

Wald von Knecht Doris

Rezensionen von Lisa Thamer:

Heilige Kuh Roman von Duchovny David

Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:

Ausgezeichnet

Der Löwensucher von Bonert Kenneth

Eine jüdische Familie flieht in den 20iger Jahren aus Litauen nach Südafrika. Die Mutter hat ein entstelltes Gesicht, der Vater, ein Uhrmachermeister, hat sich selbst verkrüppelt, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen. Die Tochter, Rively, nutzt alle Möglichkeiten der Bildung und wandert schließlich nach Palästina aus.

Der Hauptprotagonist, der Sohn Isaac, lebt so widerspenstig, wie seine roten Haare vom Kopf abstehen.

Das Leben von Isaac ist geprägt vom großen Wunsch seiner Mutter, in einer schönen Gegend ein großes Haus zu besitzen. Um dieses Ziel zu erreichen, geht Isaac stur den Weg, scheut auch nicht davor zurück, Gelder, durch die Verwandte aus dem von den Nazis besetzten Litauen zur Flucht verholfen werden soll, zu veruntreuen.

Ein Familienepos aus der Welt der Verfolgten, Kleinen und nicht Mächtigen; getragen von der immer wieder kehrenden Frage, warum das Gesicht der Mutter so entstellt ist und welche (grauenhaften) Ereignisse in der Vergangenheit ihre Schatten auf das Handeln der Personen in der jeweiligen Gegenwart werfen.

Das Werk ist imposant, wenn auch auf den ersten paar hundert Seiten etwas langatmig geraten und in einigen Szenen nicht besonders überzeugend. Es hätte meinem Lesevergnügen gut getan, manche Zipfel der Decke der Vergangenheit etwas früher zu lüften, um bei mir vielleicht mehr Verständnis für die eine oder andere Handlungsweise des jüdischen Rotschopfes Isaac zu bewirken.

Hervorragend geschildert, ist das Aufwachsen und Leben im Spannungsverhältnis zwischen arm und reich, Juden und ?Grauhemden?, Schwarzen und Weißen und dabei auch die unterschiedlichen Arten der Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen zueinander. Sehr subtil arbeitet der Autor manch heftige Kritik am Verhalten des jüdischen Rotschopfes Isaac gegenüber anderen, ebenfalls nicht privilegierten Bevölkerungsgruppen heraus.

Ein absolut lesenswertes Buch, das aber Zeit zum Lesen braucht, um die Dichte der Erzählung sich ausbreiten zu lassen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:

Ein sehr dichtes Buch

Der Löwensucher von Bonert Kenneth

Der Autor, Kenneth Bonert, uebernimmt es, in der Enkelgeneration, nach Ueberlieferungen und Erzaehlungen seiner Grossmutter, eine Geschichte rund um das Pogrom in Litauen zu entwerfen.
Der Lebensweg des juedischen Emigrantenkindes Issac wird erzaehlt vor dem Hintergrund der Rassentrennung und Apartheidsregierung in Suedafrika, der Judenverfolgung, dem zweiten Weltkrieg und den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Dabei kaempft der junge Issac zwischen den Welten: Schwarz und weiss, juedisch und antisemitisch, arm und reich, den Vorstellungen seiner Mutter und jenen des Vaters, zwischen kleinen Siegen und grossen Niederlagen, Schmach, Ohnmacht, Geheimnis und Luege, Zuwendung, Liebe, Unrecht, Schuld und immer wieder Gewalt und grossem Leid.
Die Dichtheit des Buches entsteht durch die Spirale von Unrecht, Gewalt und Leid ueber die Elterngeneration hinweg und uebersteigt fuer mich beinahe das ertraegliche Mass.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

Die "Erblichkeit" von Gewalterfahrung,: ein Fallbeispiel

Der Löwensucher von Bonert Kenneth

Im metaphorischen Sinne wird die Erfahrung von Gewalt haeufig als "erblich" bezeichnet. Dass damit keine pseudo-genetischen Zuschreibungen, sondern Muster der Sozialisierung gemeint sind, fuehrt uns der suedafrikanische Autor Kenneth Bonert am Beispiel einer juedischen Familie vor Augen: Zu Beginn der 1920er Jahre aus dem post-zaristischen Litauen in das suedafrikanische Johannesburg emigriert, waehnt sich diese kleine Gemeinschaft im Rahmen des neuen Rassismus endlich auf der Gewinnerseite der herrschenden Weissen.

Dabei bleibt die Gewalterfahrung der Elterngeneration, die der Sohn muehsam aus den Verstuemmelungen und Andeutungen der Aelteren erschliesst, tabuisiert.

Unausgesprochen bleibt aber v. a. das Prinzip des Rassismus, dem der unaufgeklaert-naive Sohn immer von neuem zum Opfer faellt und fallen muss: Passiv wird er zum Opfer jenes alltaeglichen Antisemitismus der gehobenen Afrikaaner-Gesellschaft, der seine erste grosse Liebe angehoert (incl. Aufsteiger-Phantasien). Spaeter wird er zum Opfer antisemitischer "Grauhemden", der suedafrikanischen Nazi-Variante, aber auch eines aus der Pogrom-Vergewaltigung seiner Mutter hervorgegangenen und lange verleugneten mafiosen Halbbruders, dessen "Sieg" ueber einen Loewen ihm sein Leitbild fuer das eigene Fortkommen in einer Raubtier-Gesellschaft liefert.

Aktives Opfer des Rassismus wird derselbe Sohn in seiner Ablehnung und Missachtung jener Farbigen, die einst seine kindlichen Spielgefaehrten und deren Muetter waren, die (mit Billigung seiner eigenen Mutter) in die Homelands deportiert wurden und ihm erwachsen als Denunzianten und Kriminelle gegenuebertreten.

So zeugt alte Gewalt immer neue Gewalt, und die ueberbordende, aber unreflektierte Energie und das technische Talent eines jungen Mannes werden im Kampf um Ueberleben und Aufstieg in einer Gesellschaft verschlissen, die "Rasse" ueber das Individuum stellt und es aufgrund ihrer rassistischen Herrschaftsstruktur nicht fuer erforderlich haelt, einen Minimalkonsens ueber gemeinsame Wertvorstellungen zu entwickeln.

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Rezensionen von Lilli33:

Kriegsbericht mit einigem Witz, aber vielen Längen

Der Untergang Barcelonas Roman von Sánchez Piñol Albert

Albert Sánchez Piñols neues Buch wird in Spanien als Meisterwerk gehandelt. Vielleicht muss man Spanier sein oder aber zumindest Historiker, um dies nachvollziehen zu können. Ich kann es nicht.

Die Leseprobe - die ersten 59 Seiten des Romans - fand ich einfach genial. Sie sprühen vor Witz und lebendigen Szenen.

Daher wollte ich dieses Buch gerne lesen. Doch die Enttäuschung kam schon bald.

Der Protagonist Martí Zuviría, genannt Zuvi, diktiert im stolzen Alter von 98 Jahren einer gewissen Waltraud, seine Erinnerungen. Diese beginnen 1705, als Zuvi mit 14 Jahren die Schule des großen französischen Baumeisters Vauban antritt, um die Ingenieurskunst zu erlernen. Die Lehrmethoden sind äußerst seltsam, dafür für den Leser umso unterhaltsamer. Mit Ingenieurskunst ist vor allem die Kunst der Belagerungstechnik gemeint, also der Bau von Angriffsgräben, Mauern und Bastionen.

Schon bald befindet sich Zuvi mitten im Kriegsgeschehen, im spanischen Erbfolgekrieg. Und so begann mein Martyrium. Nicht nur die Soldaten kämpfen - nein, auch ich musste mich durch die Seiten kämpfen. Hier zeigte sich, dass es sich bei diesem Werk weniger um einen Roman als vielmehr um einen subjektiv angereicherten minutiösen Bericht über den spanischen Erbfolgekrieg handelt. Ich habe gefühlt jeden einzelnen Soldaten mit Namen kennengelernt, jede Bastion verteidigt und zig Angriffsgräben gegraben. Mir waren das einige detaillierte Beschreibungen zu viel! Das Lesen war ermüdend bis langweilig. Die Hintergründe des Krieges und die Erläuterungen zu den verschiedenen beteiligten Parteien fand ich allerdings schon interessant.

Auch Piñols Schreibstil, die Wortwahl, der Sarkasmus haben mir sehr gut gefallen. So wirkte der Bericht nicht ganz so trocken, die unzähligen Toten blieben keine Zahlen, sondern bekamen Gesichter. Trotzdem erinnerte das Buch über weite Strecken an ein ödes Geschichtslehrbuch und nicht an einen Unterhaltungsroman.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Hauptfigur Zuvi nicht unbedingt ein Sympathieträger ist, mit dem man sich gerne identifizieren würde. Er betitelt sich selbst als Taugenichts und liegt damit nicht ganz falsch. Zwar entwickelt er als Ingenieur einigen Ehrgeiz, doch sein Charakter ist nicht wirklich so, dass man ihm nacheifern möchte. Er ist ziemlich egoistisch und unbedacht. Erst recht spät beginnt er, Verantwortung zu übernehmen.

Lobend hervorheben möchte ich die von Zeit zu Zeit eingestreuten Illustrationen, ohne die ich bei manchen Beschreibungen aufgeschmissen gewesen wäre bzw. ohne die das Buch noch theoretischer geworden wäre. Denn so kann man die Anlage von Befestigungen oder Gräben mit einem Blick erfassen, wozu in Worten mehrere Seiten erforderlich wären.

Im Anhang findet man eine kurze Zeittafel mit Ereignissen des Krieges sowie ein Personenverzeichnis.

Piñol arbeitet wohl gerade an der Fortsetzung des Romans, die ich aber mit Sicherheit nicht lesen werde, zumal der erste Band mit der Niederlage Barcelonas an einem bedeutenden Abschnitt endet, man also nicht unbedingt weiterlesen muss.

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