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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :

Literarisches Vergnügen und eine meisterhaft erzählte Familiengeschichte …

Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan

Das ideale Buch für einen Urlaub und ein entspanntes Weekend.
Literarisches Vergnügen und eine meisterhaft erzählte Familiengeschichte über einen Sommer in Maine, vier ungleiche Frauen aus drei Generationen, ihre Abgründe, Geheimnisse, bröckelnde Fassaden, über den Glauben und die Hoffnung an die Bedeutung des Verhältnisses zwischen den Generationen, dass man das Leben mit Hilfe der Erfahrungen derer, die vor einem kamen, besser verstehen und meistern könne.

Ein Buch für Frauen, die Spaß daran haben, in das Leben anderer Frauen einzutauchen, und sich daran freuen, dass das eigene Leben doch nicht so schlimm ist und wie schwierig es ist für uns Eltern, den Kindern zu sagen, wie F. Scott Fitzgerald in einem Brief an seine Tochter Frances geschrieben hat: 'Mach einfach alles, was wir nicht gemacht haben, dann kann gar nichts schief gehen.'

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:

Sprachlich ist das Buch kaum eine Offenbarung, aber als angenehme, nicht zu anspruchsvolle Urlaubslektüre durchaus lesenswert.

Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan

Vier Frauen, Großmutter Alice, ihre Tochter Kathleen, deren Tochter Maggie und Alice’s Schwiegertochter Ann Marie sehen ihre große Familie von ihrem jeweiligen sehr persönlichen Erleben.
Dies tun sie in einem Sommer, wo sie einander im Ferienhaus der Großmutter treffen mit Rückblicken über 3 Generationen.

Die vier Frauen können verschiedener kaum sein und der Kunstgriff, dieselbe Familie durch 4 Brillen zu schildern, erscheint mir durchaus reizvoll. Die Figuren sind sehr plastisch und lebendig, voll von widersprüchlichen Gefühlen.
Sie sind miteinander verstrickt, teilweise in Liebe und Zuneigung, aber auch gegenseitiger Abwertung, in Unverständnis, sogar mit Hassgefühlen.
Eine leicht zu lesende Sommerlektüre, die durchaus Tiefgang hat, was die Schilderung menschlicher Beziehungsgefüge betrifft. Die Schwierigkeit, einander so zu begegnen, dass alte Verletzungen nicht immer aufs Neue aufbrechen, ist besonders zwischen Müttern und Töchtern groß, obwohl oder weil gerade da die Liebe auch groß sein kann.
Die Unfähigkeit, sich über Wesentliches so auszutauschen, dass mehr Klarheit entsteht und das gegenseitige Unverständnis nicht zunimmt, ist vor allem im Umgang mit Alice sehr groß.
Ihr Gefühlsleben ist durch das traumatische Erlebnis in ihrer Jugend - der Tod ihrer Schwester, an dem sie sich schuldig fühlt so beeinträchtigt, dass sie wenig an sich heran lässt und sich in Religiosität und Alkohol flüchtet. Ihren Kindern konnte sie dadurch wenig Wärme geben. Partner von außen wirken da eher stabilisierend und können heilend die Familienkonflikte dämpfen. Auch die nicht gelebten Anteile des Lebens, die Enge und die Defizite des jeweils gelebten Schicksals, die Sehnsüchte und Träume werden zum Thema. Die Gestalten der Männer, die selbst nicht zu Wort kommen, bleiben eher farblos – mit Ausnahme von Daniel, dem Großvater in den Augen seiner Tochter.
Jede Leserin kann sich sicher ein Stück mit der einen oder anderen Figur identifizieren.
Sprachlich ist das Buch kaum eine Offenbarung, aber als angenehme, nicht zu anspruchsvolle Urlaubslektüre durchaus lesenswert.

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Rezensionen von Alexandra Clementschitsch:

Ich habe mir gewünscht, dass dieses Buch schon nach 20 Seiten endet … aber leider, ich durfte mich durch 508 Seiten quälen, immer in der Hoffnung auf eine Wende…

Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan

Lesen Sie gerne?
Wünschen Sie sich auch oft, viel mehr Zeit zum Lesen zu haben?
Dann wollen Sie ihre kostbare Zeit sicherlich nicht vergeuden und sich durch unzählige Seiten quälen?
Wenn doch, dann kaufen Sie dieses Buch!!!

'Man will nicht, dass der Roman endet. Man will mit den Kellehers bleiben, den ganzen August, bis der Sand abkühlt, die Segelboote verschwinden und das allerletzte Geheimnis ausgegraben wurde', so die Einleitung im Klappentext des Buches.

Ich habe mir gewünscht, dass dieses Buch schon nach 20 Seiten endet…aber leider,
ich durfte mich durch 508 Seiten quälen, immer in der Hoffnung auf eine Wende.
Leider wurden meine Hoffnungen nicht erfüllt.
Eine kitschige, klischeehafte, amerikanische Familiengeschichte mit der erzkonservativen
Alice als Patronin. Eine heile Familienwelt mit Ruhm, Erfolg und Ansehen wird nach außen transportiert. In Wirklichkeit bestimmen Lügen, Neid und Alkoholsucht das Leben. Jeder hält für den anderen eine/seine Scheinwelt aufrecht. Und nicht zu vergessen die Absolution der Kirche. Eine großzügige Schenkung und man kauft sich von all seinen Sünden frei.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

...Es geht also in diesem beeindruckenden Roman um Liebe, aber, wie in der Jahrhunderte alten Rede von Gott, um die Liebe als nicht zu Fassendes, nicht zu Benennendes … jedenfalls leichtfüßig packend für uns und liebevoll im Umgang mit den Figuren.

Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan

Ein Erzählen aus verschiedenen Perspektiven leidet oft daran, dass Aufmerksamkeit und Sympathie einer der Perspektiven parteilich zuneigen, während die anderen quasi schlechter wegkommen. Das ist hier nicht der Fall: Die Lebens- und Erinnerungswelten der vier Protagonistinnen schließen sich gegenseitig weitgehend aus, und dennoch wird jede dieser Welten im Erzählen aus der Perspektive der Figur nachvollziehbar und verständlich – jede besteht in ihrem eigenen Recht.

Sie lehnen einander ab, als LeserInnen vollziehen wir das nach und können sie doch zugleich alle vier verstehen.
Der Plot folgt in seinen Grundzügen dem Muster der „Ten Little Niggers“ (sorry für mangelnde PC, aber so lautet der Originaltitel nun mal!): Vier Frauen aus drei Generationen einer irischen Einwanderer- und Aufsteiger-Familie kommen an einem abgelegenen Ferienort zusammen; ihre Erinnerungen beziehen sich auf ein und dieselbe Familiengeschichte, deren unterschiedliche Wahrnehmung aber zum Kampf aller gegen alle führt – im Sommerhaus in „Maine“ (so der Titel des amerikanischen Originals) kommt es zum Showdown der einander ausschließenden Identitäten und ihrer Ansprüche auf Wahrheit, Recht und den Besitz des erinnerungsgeladenen Hauses.
Der große Abwesende in den Erzählungen von Mutter, Tochter, Schwiegertochter und schwangerer Enkelin ist der bereits verstorbene Ehemann, Vater und Großvater Daniel. Er vertritt in allen Erinnerungen das Prinzip der liebevollen Zuneigung, des Verstehens und Lachens über menschliche Unzulänglichkeiten. Offenbar war sein Wahrheitsanspruch nicht exklusiv wie der aller anderen Familienmitglieder in der Erzählgegenwart.
Auf der Suche nach einem Ersatz finden die vier Frauen – wenn überhaupt - so nur noch Surrogate der Liebe: eine bigotte katholische Kirche, die Anonymen Alkoholiker, einen Puppenhaus-Wettbewerb oder die fortgesetzte Suche nach einer Lebensform jenseits der hierarchisch-lieblosen Familie. Es geht also in diesem beeindruckenden Roman um Liebe, aber, wie in der Jahrhunderte alten Rede von Gott, um die Liebe als nicht zu Fassendes, nicht zu Benennendes: Zu fassen und zu benennen sind nur noch die Erscheinungsformen ihrer Abwesenheit. Eine Theologie für unsere Zeit? Jedenfalls leichtfüßig packend für uns und liebevoll im Umgang mit den Figuren.

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Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:

„Für mich ein Buch ohne besondere Höhepunkte und ohne Anreiz, es in einem Stück durchzulesen.“

Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan

Drei Generationen und vier Frauen als Hauptfiguren, Männer in schlicht gezeichneten Nebenrollen, viele Dialoge zwischen den Frauen, die – wenn sie miteinander reden – das sie Bewegende großteils verheimlichen, offenbar in der Sorge sonst könnte die eigene Fassade Risse zeigen. Möglicherweise sind die Dialoge und die Verhaltensweise typisch für diese drei Generationen (amerikanischer?) Frauen.

In meinen Augen ist das Buch ein gutes literarisch aufgearbeitetes Lehrbeispiel, wie durch „Aneinandervorbeireden“ eigene Probleme bestmöglich (bis zum Lebensende?) konserviert werden können; dies mit Konsequenzen wie Alkoholismus oder die intensive Beschäftigung einer Protagonistin mit Puppenhäusern (nicht, um damit die eigenen Enkel zu begeistern, sondern um bei Wettbewerben Anerkennung zu erheischen).

Die Erzählung plätschert in verschiedene Handlungsstränge verwoben hunderte Seiten schön geschrieben vor sich hin, weckt in mir aber zwischendurch nie die Neugier, wie die Geschichte denn weitergehen könnte.

Für mich ein Buch ohne besondere Höhepunkte und ohne Anreiz, es in einem Stück durchzulesen. 

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Rezensionen von Doris Moser:

Der Roman verbreitet ein Flair der unerträglichen Leichtigkeit des Seins und hat doch etwas mehr zu bieten als die Pendants von Rosamunde Pilcher & Co. Erholsame Lektüre.

Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan

Unerträgliche Leichtigkeit des Seins
In den USA nennt man das wohl einen „Pageturner“, man kommt mit dem Umblättern kaum nach. Das liegt nicht an der Story, die ist für meinen Geschmack zu vorhersehbar und etwas geschwätzig. Einnehmend sind die Figuren, aus deren Perspektive abwechselnd erzählt wird: vier Frauen mit ihren großen und kleinen Geheimnissen, drei Generationen einer irisch-katholischen Mittelklasse-Familie aus Boston.

Im Mittelpunkt steht Alice, die streng gläubige Matriarchin alten Stils, deren Verfehlungen, und davon gibt es einige, prägend waren für den ganzen Clan. Wie bei derlei Romanen (oder im wirklichen Leben?) brechen die Verwerfungen während des Urlaubs im zauberhaften Strandhaus der Familie an der Südküste Maines auf. Fazit: Der Roman verbreitet ein Flair der unerträglichen Leichtigkeit des Seins und hat doch etwas mehr zu bieten als die Pendants von Rosamunde Pilcher & Co. Erholsame Lektüre.

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spannend, poesie- und geistreich

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