Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LadyIceTea:
Dieses Buch weckt Fernweh nach anderen Ländern und einem anderen Ich
Nur ein Tag von Forman Gayle
Allyson ist ein braves Mädchen. Eine Einser-Schülerin. Auf ihrer Städtereise, die sie mit ihrer Freundin Melanie vor dem College macht, lernt sie Willem kennen. Einen jungen Weltenbummler. Ein Abenteurer. Er weckt in Allyson Lulu. Ihr abenteuerliches Ich. Das Mädchen, das sie gerne sein würde. Sie fahren spontan nach Paris und erleben einen rauschhaften Tag zu zweit.
Allyson verliebt sich sofort. Doch auch Zweifel plagen sie. Warum tut Willem das? Was will er von ihr? Meint er es ernst? Als Willem dann plötzlich verschwunden ist, packt Allyson die Angst und sie flieht nach Hause. Dort fällt sie in ein tiefes Loch, aus dem sie erst wieder hervor kommt, als sie sich auf eine Suche begibt. Auf eine Suche, die ihre Welt verändern wird.
Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Ich konnte und wollte es nicht zur Seite legen. Der Schreibstil ist locker, angenehm und fließend. Wie das Lieblingssommerkleid, das man gar nicht ausziehen mag. Die Protagonisten sind alle sehr unterschiedlich. Wir haben die bevormundenden Eltern, Mädchen in der Selbstfindungsphase, Weltenbummler und viele herzliche Personen, die die Geschichte mal mehr und mal weniger kreuzen. Man hat gemerkt, dass die Autorin sich zu jedem Einzelnen viele Gedanken gemacht hat.
Die Geschichte kommt ohne viel Geschnulze aus. Klar gibt es auch hier viel Gefühl und gebrochene Herzen aber auf eine tolle sparsame Art. Also wer großes Geknutsche und viele Liebesbekundungen und rosa Herzchen sucht, ist hier nicht richtig. Aber alle anderen, die gerne Gefühle erfahren, die ohne das Ganze leben, der hat hier ein tolles Buch gefunden.
Am besten haben mir die Parisszenen gefallen. Ich habe selten so viel Fernweh nach einer Stadt wie hier. Ich möchte am liebsten sofort in den Flieger steigen, nach Paris fliegen und mich absichtlich verlaufen und mich auch irgendwie wiederfinden.
Ich habe das Buch sehr genossen.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
Krimi mit sympathischem Pathologen und viel Provence-Flair
Schwarzer Lavendel von Eyssen Remy
Eine mumifizierte Leiche, die Provence im Herbst, der Verdacht auf das Wirken eines Serientäters und deutsch-französische Befindlichkeiten sind nur Teile der Zutaten zu diesem Buch, das der zweite Band einer Reihe um den aus Frankfurt stammenden Pathologen Leon Ritter mit französischer Mutter ist.
Ich kannte Teil 1 nicht und konnte problemlos ?einsteigen?.
Warum Ritter nach Frankreich gegangen ist, wird im Laufe der Lektüre erklärt ? er trägt zwar durchaus sein Bündel herum, ist aber angenehm entfernt vom gängigen Klischee des ?beschädigten Ermittlers? ? er hat halt eine Vergangenheit mit einem Anteil an Tragik.
Remy Eyssen versteht es, sowohl spannend zu schreiben ? bezüglich des Täters habe ich im Verlauf der Lektüre mehrfach meine Meinung geändert und war letztlich trotzdem überrascht ? als auch perfekt die Atmosphäre einzufangen. Sowohl über den Rosé der Region als auch über Pétanque, über die Landschaft und die kulinarischen Genüsse weiß er in einer Art zu berichten, dass ich bei der Lektüre am liebsten sofort losfahren wollte. Dabei wirkt die Schilderung auf mich nie wie eine reine Aufzählung oder gar belehrend, selbst die Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich, die einen deutschen Leser sonst irritieren würden, vermag er quasi im Nebensatz kurz zu erläutern ? so die unterschiedlichen Zuordnungen der verschiedenen Abteilungen der Polizei oder die Besonderheiten beim Grund- und Hausbesitz, die in der Handlung eine Rolle spielen. Es gibt eine anständige Anzahl an skurrilen Nebenfiguren aus dem Ort und sehr sympathische Hauptpersonen. Am besten gefällt mir Lilou, die aufgeweckte pubertierende Tochter der Kommissarin Isabelle Morell, bei der Ritter wohnt und mit der er beruflich oft zusammen arbeitet.
Zu bemängeln hatte ich nur, dass es teilweise beim Lektorat Flüchtigkeitsfehler gegeben zu haben scheint (S. 19 ?beide Auge? statt beide Augen; S. 46 ?und schließ nur noch wenige Stunden? statt schlief usw.), auch gefällt mir nicht, dass bis auf die Kommissarin und Moma die meisten anderen Polizisten eher arrogante aufbrausende Selbstdarsteller sind ? diese Häufung wirkt nicht wirklich nachvollziehbar.
Insgesamt aber ein schöner Urlaubs-Krimi.
Rezensionen von rewa:
Endlich den richtigen Frosch geküsst
Schwarzer Lavendel von Eyssen Remy
In dem biografisch angehauchten Buch von Mona Frick lernen wir die sympathische und leicht chaotische Jasmina kennen. Was gibt es schlimmeres für eine Frau in den Dreißigern, die Single ist und kurz vor Silvester ohne Plan da steht was sie mit ihrem verkorksten Leben anfangen soll.
Da ihre Stimmungsschwankungen von himmelhoch jauchzend bist Tode betrübt reichen, rät ihr Psychologe ein Stimmungstagebuch zu führen, das leider sehr oft negativ ausfällt.
Doch obwohl sie sich sehr bemüht und Wünsche übers Universale Versandhaus schickt, die Wohnung nach Feng Shui einrichtet oder Handauflegen ausprobiert, der Traummann will einfach nicht erscheinen. So stolpert sie von einer Fruststimmung in die andere. Erst als ihre Märchengeschichten vom SWR Kinderfunk angenommen werden, merkt sie, wie sich dieses Ereignis positiv auf ihre Stimmung auswirkt und sie beginnt zu erkennen, dass es oft einfache Dinge sind, die das Leben schön machen.
Man leidet mit Jasmina mit wenn sie auf der Suche nach dem großen Glück ist. Dabei merkt sie oft gar nicht, dass es kleine und einfache Dinge sind, die das Leben schön machen. Witzige und pointenreiche Szenen, sowie die relativ kurzen Kapiteln, machen den Roman zu einem Lesegenuss. Jasmina kann man ohne weiteres als weiblichen Don Quijote bezeichnen. Sei es, dass sie verzweifelt mit einer Ameisenplage in ihrer Wohnung kämpft oder mit ihrem Laptop, der nicht das tut was sie gerne möchte. Immer geht etwas schief und das mit einer immer wieder kehrenden Regelmäßigkeit.
Aber das Universum hat irgendwann ein Einsehen mit ihr und schickt ihr den Mann ihrer Träume. Doch bis es so weit ist, gibt es noch einige amüsante Geschichten mit Jasmina und wer Spaß an diesem Roman hatte, freut sich sicher schon auf den Folgeroman ,,Liebe, Lust und Turbulenzen``.
Rezensionen von Ela_Ela:
Wundervoll zum Lesen und Schmunzeln :)
Schwarzer Lavendel von Eyssen Remy
Verliebt, verlobt, verheiratet? Nicht bei den drei Freundinnen Hanna, Clara und Vero. Als wäre unglücklich, verlassen und betrogen nicht schon schlimm genug, steht auch noch eine Traumhochzeit an, bei der sie weder Braut noch Brautjungfern sind. Spannend wird es allerdings beim Blick auf die Gästeliste, denn einige äußerst attraktive Männer sorgen für jede Menge Herzklopfen und absolutes Gefühlschaos ? und am Ende stellt sich eigentlich nur noch die Frage: Wer gehört hier eigentlich zu wem?
Ich habe von dieser Autorin unter ihrem Pseudonym Ally Taylor schon die Oceanside- Bücher gelesen und da diese mir echt gut gefallen haben, habe ich mir gedacht warum nicht auch noch andere Bücher von ihr lesen und so kam ich zu "Eigentlich Liebe".
Bin echt froh, dass ich es gelesen habe.
6 Männer, 3 Frauen und 1 Entscheidung
Was Hanna, Vero und Clara alles bei einer Hochzeit erleben können, kann man sich gar nicht vorstellen, noch nie war eine Hochzeit verrückter.
Alle drei Frauen erzählen dieses Buch und so kann man sich das Gefühlschaos bildlich vorstellen. Bei einigen Szenen muss man mal kurz laut loslachen, weil es manchmal einfach absurd ist, was die drei alles erleben. Kein 0815 Liebesroman der die Herzen höher schlagen lässt.
Fazit: Ein amüsantes Buch von 3 Frauen die an einem Abend mehr erleben als viele in ihrem ganzen Leben. Eine Geschichte über Missverständnisse, heimliche Lieben und wahre Lieben. : D Es wäre aber trotzdem schön gewesen wenn es mehr Seiten gehabt hätte.
Rezensionen von andrea.schuoecker@gmail.com:
Langatmig und nicht überzeugend
Nur ein Tag von Forman Gayle
Klapptext:
Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer ? überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Sofort knistert es zwischen den beiden. Als freier, ungebundener Schauspieler ist Willem all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihr nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung.
Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Nach nur einem gemeinsamen Tag wird aus dem Knistern ein Brennen ? bis Allyson am nächsten Morgen aufwacht und feststellen muss, dass Willem nicht mehr da ist.
Meine Meinung:
Es gab sehr viele langgezogene Passagen und es hat sich dabei nicht wirklich etwas herausgestellt. Die Protagonistin verhält sich im Großteil des Buches sehr kindlich und naiv. Bis ihr endlich der Knopf aufgeht, ist die Geschichte fast zu Ende. Ab dem Zeitpunkt hat sich mein Lesegefühl aber auch geändert und es hat angefangen interessant zu werden. Leider geschah dies meiner Meinung nach viel zu spät. Es hat einen deutlichen amerikanischen Touch und möglicherweise war diese Sicht auf Jugendliche einfach gar nicht mein Geschmack. Es war teils unrealistisch und nicht nachvollziehbar. Auch nicht für einen Jugendlichen. Schade, denn ich hatte mir bei weitem mehr erwartet und erhofft. Da der zweite Teil von Willem davon handelt, wie er dieses Jahr nach der Begegnung verbrachte, reizt es mich relativ wenig ihn zu lesen. Ich vermute eine ebenso in die Länge gezogene Geschichte.
Willem an und für sich fand ich halbwegs sympathisch, zwar erweckte er kurzzeitig mal den Eindruck doch ein kleiner Frauenheld zu sein. Aber da er ungebunden durch die Welt streifte, habe ich mich hier nicht abgestoßen gefühlt.
Mit Allyson hingegen konnte ich mich erst etwa im letzten drittel des Buches ein wenig ?anfreunden?. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, wie man sich so hängen lassen kann, nachdem man einen jungen Mann doch erst ein paar Stunden gekannt hat.
Das Grundgerüst der Geschichte finde ich gut, man hätte nur beide Bücher wohl besser zu einem Exemplar zusammenfassen sollen. Dann wäre es bestimmt ein größerer Erfolg geworden.
Die Covergestaltung empfinde ich als richtig gelungen und für diejenigen, denen die Geschichten gefallen ist das natürlich ein totales optisches Highlight.
Rezensionen von BooksAreGreat:
Ein Ausflug mit Folgen!
Nur ein Tag von Forman Gayle
Meinung:
Ich hatte irgendwie recht hohe Erwartungen an das Buch bevor ich es gelesen habe. Dieser wurden leider nicht alle erfüllt.
Die Geschichte an sich fand ich schon anhand der Leseprobe sehr interessant. Mich hat auch das Reiseziel sehr angesprochen. Deswegen habe ich mir einen kurzweiligen Liebesroman vorgestellt.
Das trifft jedoch nicht ganz zu. Die Liebesgeschichte an sich nimmt gar nicht den meisten Raum ein. Vielmehr ist es ein Buch, in dem es um die Selbstfindung der Protagonistin geht und ihren Ausbruch aus der Spirale der elterlichen Zwänge. Dieser Aspekt hat mir sehr gefallen. Man muss eben auch berücksichtigen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt und so kann mit dem Problem des elterlichen Drucks, was sicherlich viele Jugendliche haben, umgegangen werden. Ein nicht zu verachtendes Thema. Natürlich geht es hier im weitesten Sinne auch um das Erwachsenwerden an sich. Mit solchen Themen kann man bei einem Jugendbuch nur sehr schwer falsch liegen.
So gut mir die Themenwahl auch gefallen hat, umso schwerer ist es mir gefallen diese Wandlung der Protagonistin abzukaufen. Es war mir manchmal etwas zu rückartig und plötzlich, dass sich Allyson verändert hat. Die Handlungsweise ist manchmal nur schwer nachzuvollziehen.
Die Sprache des Romans finde ich sehr ansprechend vor dem Hintergrund, dass es ein Jugendbuch ist. Es ist jugendlich geschrieben und ist flüssig zu lesen. Einzig die Spannung bleibt über einen längeren Abschnitt im Mittelteil leider auf der Strecke. Am Ende steigert die Autorin dann jedoch das Tempo und baut zusätzlich einen fiesen Cliffhanger ein, der den Leser sehr gespannt auf den zweiten Band macht, der sich mit der Sicht von Willem befasst.
Insgesamt kann ich dieses Buch jugendlichen Lesern mit gutem Gewissen empfehlen.
Rezensionen von SLovesBooks:
Eine Reise in die Welt von Zodiac
Zodiac - Weg der Sterne von Russell Romina
Meine Meinung:
Dieser Teil beginnt genau dort, wo der erste Band aufgehört hat. Auch wenn es schon ein paar Monate her ist, dass ich den Auftakt der Reihe gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme in die Geschichte reinzukommen. Was allerdings auch eine schöne Neuerung ist, ist das Glossar, welches sich im hinteren Teil des Buches befindet.
Für den Leser wäre es vielleicht etwas sinnvoller gewesen es an den Anfang des Buches zu setzten, denn es ist mir eher zufällig aufgefallen. Ich schaue nicht immer vor dem Lesen hinten ins Buch.
Die verschiedenen Orte wurden von der Autorin wieder sehr anschaulich und detailliert beschrieben. Ich konnte mich sofort in diese Welt hineinversetzen. Gerade bei, auf Science-Fiction basierenden Welten, finde ich es sehr wichtig, dass man sich die Umgebung genauestens vorstellen kann, sonst kann es schnell unübersichtlich werden. Russell kann in diesem Teil wieder ihre außergewöhnlichen Ideen überzeugend präsentieren, man erhält noch viele neue Hintergrundinformationen. Ihre Romanwelt wirkt sehr komplex und durchdacht.
Die Protagonistin Rho war mir in Teil eins gleich sympathisch. Ihre kämpferische Natur und ihre starke Ausstrahlung haben mir auf Anhieb gefallen. Ihr Charakter erfährt in diesem Band einen größeren Wandel. Durch Mathias Tod gerät Rho in eine Spirale aus Trauer und Selbstzweifeln. Im Vordergrund steht die Bewältigung dieser Probleme in Verbindung mit dem großen Druck, den sie von außen erfährt. Man kann bei ihrem Charakter klar von einer Entwicklung sprechen. Sie schafft es, dass der Leser ihre Probleme versteht und sich zeitgleich mit ihr identifizieren kann. Zum Ende der Geschichte schafft es Rho zu ihrer inneren Stärke zurückzufinden. Rho handelt insgesamt sehr authentisch und sympathisch, sodass es dem Leser nicht schwer fallen dürfte sie ins Herz zu schließen.
Auch das Thema Liebe wird von der Autorin in den Fokus gerückt. Rho trauert Mathias verständlicherweise noch nach, trotzdem entwickelt sich im Laufe der Geschichte etwas zwischen ihr und Hysan, was leider auch viele Probleme mit sich bringt. Die Liebesgeschichte konnte mich insgesamt leider nicht vollends überzeugen. Sie spielt sich, wie auch schon in Band eins, in großen Teilen eher im Hintergrund ab und erlangt somit nicht genug Raum, um sich authentisch zu entwickeln. Man nimmt ihnen ihre Liebe nicht wirklich ab. Es wirkt leider zu konstruiert und gewollt. Bei anderen Jugendbüchern kann man die Chemie und das Prickeln zwischen den Paaren richtig spüren, hier ist das leider (noch) nicht der Fall. Ich hoffe sehr, dass sich dieser Aspekt im dritten Teil noch entwickelt.
Das Buch ist gerade im letzten Drittel sehr spannend. Dort beschleunigt die Autorin zudem auch noch das Tempo, was es zusätzlich spannend macht. In der ersten Hälfte arbeitet die Autorin mehr mit den Charakteren und der Umgebung, wodurch sich nur langsam die Spannung steigert. Der Mittelteil arbeitet allerdings schon sehr stringent auf das letzte Drittel und schließlich spannungsreiche Ende zu.
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gefallen. Die Sprache ist eingängig und zügig lesbar. Die Dialoge sind interessant und teilweise mit viel Wortwitz gestaltet.
Am Ende erwartet den Leser wieder ein fieser Cliffhanger, der einen sehnsüchtig auf den dritten Teil warten lässt. Es sind noch einige Fragen offen geblieben, die hoffentlich bald geklärt werden.
Ich kann diese Buchreihe sehr empfehlen. Sie ist mal etwas Anderes als die gewöhnlichen Dystopien oder Vampirromane. Außerdem handelt es sich um eine gut durchdachte Geschichte mit einer vielschichtigen Protagonistin, deren Handlungen stets glaubwürdig sind. Insgesamt gefällt mir der Aufbau dieser Reihe sehr gut.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von SLovesBooks:
Unterhaltsames Jugendbuch
Nur ein Tag von Forman Gayle
Meine Meinung:
Die Idee des Buches hat mich sogleich angesprochen. Ich mag es, wie die Autorin die Protagonistin angelegt hat. Sie macht während des Buches eine recht große Entwicklung durch. Eigentlich war sie mir aber von Anfang an sympathisch. Allyson ist ein braves und ordentliches Mädchen, das immerzu versucht ihren Eltern alles recht zu machen und eigentlich nie selbstständige Wünsche verfolgt.
Als sie dann eine Jugendreise durch Europa antritt soll sich ihr ganzes Leben verändern. Sie lernt endlich Lust an ihrem eigenen Leben zu haben und konzentriert sich auf ihre eigenen Wünsche und Träume. Während des Buches gelingt es Forman anhand von Allyson eine Charakterentwicklung nachvollziehbar durchzuführen. Allyson schafft es zu reifen und zu einem selbstständigen Individuum heranzuwachsen, was sie nur noch sympathischer macht. Sie ist eben keine perfekte Protagonistin, sondern hat auch ihre Probleme.
Wirkliche Spannung kam für mich während des ganzen Buches nicht auf. Der Anfang und das Ende haben mir aber trotzdem gut gefallen. Im Mittelteil hat es sich leider etwas gezogen.
Der Schreibstil ist nicht besonders anspruchsvoll und lässt sich daher locker und flüssig weglesen. Forman trifft die gängige Jugendsprache sehr zielsicher.
Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, abgesehen von kleineren Schwachstellen. So kommt es trotzdem auf 3,5 Sterne. Ich kann es Jugendlichen mit Interesse an einer liebenswürdigen Geschichte und kurzweiliger Unterhaltung absolut empfehlen.
Rezensionen von HEYN Leserunde Andrée:
Unheimlich fesselnd
Am Rand von Hans Platzgumer
Das Buch lässt einen nicht aus. Sehr spannend und lädt zum Denken ein.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde AndréeRezensionen von StefanieFreigericht:
"Die Einsamkeit in uns können wir nur gemeinsam überwinden" S. 351
Vom Ende der Einsamkeit von Wells Benedict
?Vom Ende der Einsamkeit? liest sich leicht herunter und vermag dabei zu berühren und anzurühren.
Die drei Geschwister Liz, Marty und Jules Moreau verlieren durch einen Unfall ihre Eltern, als sie selbst noch längst nicht erwachsen sind. Benedict Wells schildet aus Sicht des jüngsten, des Ich-Erzählers Jules, das Leben vor und nach dem Unfall, teils fortlaufend, teils in Rückblenden.
Die Situation der Geschwister erinnert ein wenig an "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels" (ohne dessen Gewalt), besonders die distanzierte, analysierende Position von Jules: Die Geschwister leben fortan in einem Internat, sie haben keine Freunde (mit Ausnahme des langjährigen Freunds Toni, selbst ein Außenseiter) ?Weil wir nicht gelernt hatten, Freunde zu haben, weil wir immer uns drei hatten.? (S. 125)
Jeder der drei Moreaus geht unterschiedlich mit dem Verlust um: Liz, die älteste, antwortet mit einem wahren Hunger, auf das Leben, Männer, Experimente mit Drogen und Jobs, Marty hingegen hat Zwangsneurosen und Ängste. Jules hat sein früheres Selbstbewusstsein verloren. Einzig der Mitschülerin Alva fühlt er sich verbunden ? ohne nach deren eigenen Leid zu fragen. "Wir blieben an der Schwelle des jeweils anderen stehen und stellten keine Fragen." (S. 59) Beide haben einen Verlust erlitten und erfahren, dass das, was andere dazu sagen, oft nicht ankommt. Leider verharrt gerade Jules dadurch im Vermeiden: ?Nie den Mut gehabt, sie zu gewinnen, immer nur die Angst gehabt, sie zu verlieren.? (S. 121)
Wells wirft Fragen auf zum Thema Verlust und Liebe, dazu, was uns ausmacht, wonach wir unser Leben ausrichten anhand des inneren Monologs von Jules. ?Ich stoße ins Innere vor und sehe ein Bild klar vor mir: wie unser Leben beim Tod unserer Eltern an einer Weiche ankommt, falsch abbiegt und wir seitdem ein anderes, falsches Leben führen.? (S. 133). Erst in seinem Dialog mit Alva kommt er weiter. ?Ich: ?Dieses ständige Alleinsein bringt mich um.? Alva: ?Ja, aber das Gegengift zu Einsamkeit ist nicht das wahllose Zusammensein mit irgendwelchen Leuten. Das Gegengift zu Einsamkeit ist Geborgenheit?.? (S. 171)
Es ist Alva, an der und an deren Erkenntnissen Jules wächst: ?Um sein wahres Ich zu finden, ist es notwendig, alles in Frage zu stellen, was man bei der Geburt vorgefunden hat. Manches davon auch zu verlieren, denn oft lernt man nur im Schmerz, was wirklich zu einem gehört?Es sind die Brüche, in denen man sich erkennt.? (S. 276)
Der Autor schafft es, mit Sätzen, die in ihrer Sperrigkeit, die die Sperrigkeit gegenüber Gefühlen von Marty ist, Rührung auszulösen, ohne kitschig zu werden: ?Es ist? Wir sind von Geburt an auf der Titanic.? Mein Bruder schüttelt den Kopf, er fühlt sich bei solchen Reden unwohl. ?Was ich sagen will: Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen oder ob wir wie die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt. So wie?? Er sieht nach unten. ?So wie Alva das getan hat.? Mein Bruder will noch etwas hinzufügen, dann schüttelt er wieder den Kopf. ?Tut mir leid, ich bin einfach nicht gut in so was.? (S. 339)
So bleibt für Jules am Ende die Erkenntnis: ?Noch stärker als meine Geschwister habe ich mich gefragt, wie sehr mich die Ereignisse aus meiner Kindheit und Jugend bestimmt haben, und erst spät habe ich verstanden, dass in Wahrheit nur ich selbst der Architekt meiner Existenz bin.? (S. 337)
Ich habe spätabends nach der Lektüre in einem Rutsch noch dieses Buch mehrfach weiter empfohlen ? ich denke, es ist einfach perfekt auch für diejenigen, die sonst alles meiden, was mit ?anspruchsvoller Roman? im Zusammenhang steht. Weniger ist "Vom Ende der Einsamkeit" ein künftiger ?Meilenstein der Literaturgeschichte? als vielmehr ein wunderschönes, gut geschriebenes Wohlfühl-Buch und fantastisch geeignet zum Genießen und Verschenken.






