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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von britta70:

Temporeicher Thriller vor der Kulisse Südafrikas

Cobra von Meyer Deon

Ein neuer Fall für die südafrikanische Polizei und das Ermittlerteam rund um Bennie Griessel: Auf einem südafrikanischen Weingut werden Tote gefunden. Als Hinweis auf den Täter bleiben Geschosse zurück, auf der eine Cobra und die Initialen NM eingraviert sind. Hinzu kommt noch eine Entführer; die Ermittler haben alle Hände voll zu tun, während zeitgleich der Taschendieb Tyrone in den Strudel der Ereignisse hineingezogen wird.

Erzählt wird dieser Thriller aus zwei Perspektiven: zum einen aus der Sicht von Tyrone, dem Taschendieb und zum anderen aus jener des Ermittlungsleiters, Bennie Griessel. Obwohl "Cobra" Teil einer Thrillerreihe ist und ich die Vorgängerbände nicht kenne, hatte ich keinerlei Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Das Buch fesselte mich von der ersten his zur letzten Seite. Aufgrund des rasanten Tempos und einer stetig ansteigenden Spannungskurve konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ein spannender Fall, ein tolles Ermittlerteam, ein atmosphärischer plot sowie eine brilliante Konstruktions- und Erzählweise - Thrillerherz, was willst Du mehr? Die Antwort: mehr Bücher aus der Feder von Deon Meyer! Dies war mein erster, sicherlich aber nicht letzter Thriller diesen Autoren.

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Rezensionen von buchina:

Spannung ohne Pause

Cobra von Meyer Deon

Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass ist mein erster Deon Meyer Roman. Und trotz das es schon einige Romane zu Bennie Griessel und sein Team gibt, kann man den Roman sehr gut auch für sich lesen.

Griessel wird zu einem Weingut gerufen, wo drei Tote auf ihn warten. Alle wurden sehr professionell getötet.

Griessel weiß fast sofort das da sehr viel mehr dahinter steckt als ein einfacher Überfall. Die gefundenen Patronenhülsen mit eingravierter Cobra führt ihn zu internationalen Verwicklungen. So müssen sich sein Team bald nicht nur gegen Profikiller wehren sondern auch gegen Überwachung und Einmischung von ganz oben.

Nach und nach öffnet sich daneben noch ein zweiter Handlungsstrang. Tyrone Kleinboonie ist ein Taschendieb mit einem guten Herzen, denn mit dem gestohlenen Geld unterstützt er seine Schwester, die Medizin studieren will. Also kann man ihm kaum böse sein. Man ahnt schon zu Beginn, dass er mit seinem "Job" noch große Schwierigkeiten bekommt. Aber erst nach und nach kommen die Handlungsstränge zusammen.

Aber auch ohne den Wechsel der Handlungsstränge schafft Deon Meyer es die Spannung die ganze Zeit auf hohem Niveau zu halten, ich konnte das Buch kaum weglesen. Wenn die Vernunft nicht gesiegt hätte, hätte ich den Roman in einem Rutsch gelesen. Auch der natürlich Schreibstil macht es einfach dem Buch zu folgen. Zu Beginn hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit den verschieden Namen und Spitznamen der Protagonisten und ihre Aufgaben, das ging aber nach einiger Zeit. Trotz der komplexen Handlung kommt die Charakterzeichnung nicht zu kurz. Allen voran Bennie Griessel, über dem man auch einiges aus dem Privatleben erfährt. Er ist ein sympathischer Typ mit Ecken und Kanten. Aber auch die werden dabei so spannend beschrieben, dass ich glatt einen eigenen Roman über sie lesen würde. Das wird auf alle Fälle nicht mein letzter Deon Meyer sein. Ein kleiner Kritikpunkt zum Schluss, das Ende war sehr schnell und für mich blieben ein paar Fragen offen, die ich gerne noch geklärt hätte.

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Rezensionen von Leselady:

Ein Thriller, der höchste Konzentration vom Leser einfordert, ihn aber mit genialen Figuren belohnt!

Cobra von Meyer Deon

Heissa! Was für ein ungewöhnlicher Thriller!

Durch eine angenehm flüssige Sprache, knackig kurze Kapitel und temporeiche Wendungen, versteht es Deon Meyer sehr geschickt, den Leser nur so durch die Seiten fliegen zu lassen.

Wer mich jedoch am meisten begeisterte, war nicht Hauptprotagonist Bennie Griessel selbst, sondern die Charaktere um ihn herum.

Ganz starke Persönlichkeiten, die im Zuge der Ereignisse über sich hinaus wuchsen, sich fantastisch ergänzten, mit- und gegeneinander agierten und denen ich auf jeden Fall wieder begegnen möchte!

In Deon Meyers neuestem Thriller bewegen sich zwei Haupterzählstränge aufeinander zu, bis sie schließlich ineinander münden und im Laufe der Geschehnisse durch ?Nebenschauplätze? ergänzt werden.

Jedes der kurzen Kapitel endet so spannend, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Aber es gab auch einiges, was mir nicht so gefiel, wie zum Beispiel das ungewöhnlich aufdringliche product placement. Diese geballte Werbeplatzierung, insbesondere von Handys und Autos) habe ich in dieser Intensität überhaupt noch nie in einem Buch erlebt. Geschickt in die Geschichte integriert, aber dennoch zu maßlos, wie ich finde.

Für mich als Reihen-Quereinsteiger, war der Einstieg in die Geschichte, bedingt durch zahlreiche Namen, Kürzel, Positionen etwas verwirrend. Es brauchte etwas Zeit all dies zu verinnerlichen, aber Seite um Seite wurde es besser und die Charaktere geläufiger.

Was den einen oder anderen Erzählfaden betrifft, so wurde nicht alles konsequent gelöst und zu Ende erzählt ? einige Fragen und gewonnene Eindrücke blieben, nach meinem Empfinden, offen, bzw. gingen völlig unter.

Nichtsdestotrotz habe ich mich bestens unterhalten gefühlt!

Die Bände 1 ? 3:
Der Atem des Jägers
Dreizehn Stunden
Sieben Tage

...werde ich gewiss noch lesen, vor allem weil ich auf ein Wiedersehen mit der geballten Figuren-Riege hoffe!

Ich bin sehr froh, dieses Buch kennengelernt zu haben und kann es, ungeachtet kleinerer Schwächen, absolut empfehlen!

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Rezensionen von schidan20:

Spannungsgeladen, tolle Charaktere, genialer Schreibstil :-)

Cobra von Meyer Deon

Der südafrikanische Schriftsteller Deon Meyer hat mit "Cobra" bereits den vierten Thriller rund um Ermittler Bennie Griessel geschrieben. Aufgelegt wurde das Buch vom Rütten & Loening / Aufbau-Verlag.
Meine Erwartungen an das Buch waren hoch und diese wurden mehr als erfüllt.

Inhalt:
Ermittler Bennie Griessel wird zu einem Tatort gerufen, bei dem drei Personen getötet und einer entführt wurde.

Bei dem Entführten handelt es sich um einen berühmten britischen Mathematiker.
Nach mehreren Vorfällen soll eigentlich der südafrikanische Geheimdienst den Fall übernehmen, aber Bennie Griessel widersetzt sich seinen Vorgesetzten und bleibt weiter am Ball.
Die Täter sind skrupellos und hinterlassen nur eine Spur: Geschosse mit den Initialen N.M. und dem Motiv einer Kobra.
Ein kleiner Taschendieb aus Kapstadt könnte Bennie Griessel bei der Aufklärung des Falles behilflich sein, denn er hat etwas was die Täter wollen: ein Handy mit geheimen Daten.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich voll in seinen Bann gezogen, konnte es kaum weglegen. Die einzelnen Geschehnisse hat man bildlich im Kopf, die Schauorte sind lebhaft und authentisch beschrieben.
Anfangs waren die vielen verschiedenen Namen (vor allem die afrikanischen) der Protagonisten ein wenig schwierig. Wurde aber mit der Zeit immer besser.
Der Schreibstil ist leicht verständlich (bis auf manche südafrikanische Ausdrücke, die nicht am Ende des Buches im Glossar abgedruckt waren) und flüssig.
Die Geschichte ist wunderbar konstruiert und versehen mit einigen unerwarteten Wendungen.
Die Kapitellängen sind optimal gewählt.

Im Buch finden sich ganz tolle Charaktere, z.B.
Bennie Griessel (selbstzweifelnder trockener Alkoholiker mit einigen Macken, aber sehr menschlich, sehr guter Ermittler)
Tyrone Kleinboonie (sympathischer Kleinkrimineller), etc.

Die Spannung wird in diesem Buch vom Anfang bis zum Ende hin aufgebaut und reißt kein einziges Mal ab.

Fazit:
Ein spannungsgeladenes Buch mit tollen Charakteren, genialem Schreibstil und sehr unterhaltend. Dafür gibt es von mir 5 von 5 Sternen! Auf ein Wiedersehen mit Bennie Griessel!

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Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:

Wo ein Leben nichts zählt

Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement

Schonungslos wird der Leser in die bedrohliche Welt der Erzählerin hineingeworfen, in der Drogenkartelle Angehörige entführen, foltern, töten und verschwinden lassen.
Auf authentische Weise gelingt es Jennifer Clement die unvorstellbare Realität Mexikos darzustellen und erweckt beim Leser ein tiefes Mitgefühl mit den geschilderten Schicksalen, sowie eine große Hilflosigkeit, nicht eingreifen zu können.

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Rezensionen von Herta Emmer:

Fein und still. Auf den Kapverden

Das Testament des Herrn Napumoceno von Germano Almeida

Das Testament des Herrn Napumoceno

Roman von Germano Almeida

Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann.

Warum ich dieses Buch unbedingt lesen musst, verstehe ich bis heute nicht. Es ist mir schon seit Längerem aufgefallen, wurde genommen, verworfen, wieder fast genommen, in Gedanken verworfen.

Nach vielem und langem Hin und Her dann doch: Es muss etwas haben. Es soll wohl so sein. Es muss gelesen werden.

Auf in die Welt des Herrn Napumoceno, auf der Insel Sao Vicente. (Sao Vicente ist eine kleine Insel in der Inselgruppe der Kapverden. Nachdem ich den Roman gelesen habe. Weil. Man sollte bei der Beschreibung schon wissen, wovon man spricht. ... offenbar reichts beim Lesen, sich einfach in den Text hineinzugraben... Wobei: Direkt Bildungslesen.)

Sidestep. Für alle, die gerne mehr über Orte erfahren an denen sie schon gewesen sind, wo sie gerne hinfahren möchten, oder worüber sie einfach gerne mehr wissen würden - es gibt im Unionsverlag in der Reihe, in der auch "Das Testamen des Herrn Napumoceno" erschienen ist, noch viele Romane über interessante Inseln. Kapverden, Las Palmas, Färöer, Malediven, Orkney-Inseln, Kuba, und eine unbewohnte Insel ohne Namen. Und für alle, die es noch besser wissen: Der Unionsverlag hat überhaupt Erscheinungen zu Gegenden und Orten.

Wir lernen Herrn Napumoceno nach seinem Tod kennen. Alles beginnt mit der Verlesung des überaus umfangreichen Testaments. So umfangreich, dass den Notar nach drei Stunden die Stimme verlässt.

In Rückblenden der Hinterbliebenen erfahren wir den Werdegang eines armen Jungen, der mit Nichts auf der Insel gelandet ist, nicht einmal Schuhe hatte er und der dann zu einem der wohlhabendsten Händler von Sao Vicente wurde.

An und für sich unspektakulär. Die handelnden Personen teilen sich im Großen und Ganzen auf seinen Neffen, den Doch-Nicht-Nachfolger und eine plötzlich im Testament erwähnte Tocher auf. Der Neffe, der den Erblasser für einen schrulligen Alten hält und die Tochter, die von der Existenz ihres Vaters nach seinem Tod erfährt und nun versucht, ihn über ebendieses und den entsprechenden Nachforschungen zu den dort erwähnten Personen kennen zu lernen.

Ein stiller Text, fein, erzählend, schöne Sprache. Nichts reißerisches, aufregendes oder außerordentlich belastendes. Eher so ein Leben mit Aufs und Abs, mit unerfüllter Liebe, ein Charakter mit Schattenseiten, eine kleine Insel gespickt mit Gerüchten und Verrufungen. Fein fein.

Hier gleich besorgen: www.buchwelten.at

Der Autor. Germano Almeida, geboren 1945 auf Boavista, Kapverden, studierte Rechtswissenschaft in Lissabon. Er arbeitet als Anwalt und führt einen eigenen Verlag auf den Kapverdischen Inseln. Die Verfilmung von Das Testament des Herrn Napumoceno erhielt den ersten Preis auf dem Festival de Gramado.

http://hertaemmer.blogspot.co.at/2014/10/das-testament-des-herrn-napumoceno-roman.html

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Rezensionen von Herta Emmer:

Kann es Liebe sein? Auch auf der Krebsstation? Mit Hoffnung?

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe von Betts A. J.

http://www.buchwelten.at/list?back=2bb69269db0c50ce8cf9ac9acdecc418&xid=9007070

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe.

Von A. J. Betts. Übersetzt von Katharina Diestelmeier und Anja Malich.

Unser Protagonist liegt in einem Krankenzimmer. Seine Mutter ist bei ihm. Nebenan zieht ein neuer Patient ein.

Er erkennt es an den Schritten, dem Öffnen der Schranktüren. Ein lauter Nachbar. Oder eine sie?

Von der ersten Seite an bin ich bei ihnen. Bei Zac und Mia. Zac, der behütete, wohl umsorgte junge Bursch mit einer Knochenmarktransplantation, Mia, die Wilde mit einer alleinerziehenden Mutter, angespannes Verhältnis. Mia, die schreit und tobt und sich wehrt. Zac, der viel lieber ihren Krebs hätte. Der ist ja zu viel höherem Prozentsatz heilbar als seiner.

Zac und Mia lernen sich klopfend kennen. Klopf Klopf an die Wand. Klopf Klopf zurück. Zac ist in Quarantäne. Mia soll operiert werden.

Als Zacs Quarantäne endet besucht ihn Mia in seinem Bett. Irgendwann in der Nacht. Wer tröstet wen? Es tut gut, nicht allein zu sein, jemanden zu spüren.

Dann hören sie lange nichts mehr voneinander.

Zac, Kind einer Farmersfamilie, sieht eines Tages unter den Streichelzootouristen - Mia. Oder war sie es nicht?

Diese Mia, die sich so wehrt, die mit der schrecklichen Konsequenz ihres Fußtumors nicht umgehen kann, die sich verweigert, wegläuft. Und Zac. Der in seiner hoffnungslosen Situation Stütze ist. Bis - ja bis sich die Rollen tauschen.

Was für ein Roman! Welche Sprache! Welches Wissen!

Die Autorin hat diesen Roman in jahrelanger Arbeit mit krebserkrankten Jugendlichen geschrieben. Die Rollen sind verfälscht. Aber es gibt sie. Die Zacs und Mias und all die anderen.

Herzerwärmend.


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Hier zum blog: http://hertaemmer.blogspot.co.at/2014/10/die-unwahrscheinlichkeit-von-liebe.html

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Rezensionen von Herta Emmer:

Wie blubbert Glück?

Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry

Das Blubbern von Glück. Von Barry Jonsberg. Übersetzt von Ursula Höfker.

Das Blubbern von Glück ist im Vorfeld schon mit großem Lob angekündigt worden. Welche nette Geschichte, welch gut durchdachter Text, wer will nicht glücklich sein?

Vordergründig - auch aufgrund des Covers - vermutet man eine leicht dahin "blubbernde" Geschichte.

Seichte Kinderunterhalten. Weit gefehlt!

Die Rezensionen auf der Rückseite "lustig" "witzig" finde ich nicht so passend. Obwohl. Meine Mutter hat sich wirklich abgelacht. Viele Szenen entbehren nicht eines gewissen grotesken Humors. Und vor allem - Candice ist ein starker Charakter.

Dieses Buch ist ein vorgelesenes Buch. Und somit wird dieses Buch ein Leben lang für mich ein ganz besonderes Buch sein. Ich habe es vorgelesen. In kleinen Tranchen. Und dafür eignet es sich ganz hervorragend! Nämlich vorne bei A wie Aufsatz beginnen und bei Z wie Zeitenwende enden. Meine Vorlesephase hat fast 2 Monate gedauert. Oft mussten wir auch ein Kapitel splitten. Und sehr interessant. Man verliert Candice und ihre Freunde, z. B. Erdferkel-Fisch nicht aus den Gedanken, weiß sofort worum es geht. Das zeichnet ein Buch schon aus. Nach Wochen oft wieder zur Hand genommen, und sie sind sofort wieder alle da und lebendig, die Freunde und Feinde, Familie und Lehrer unserer lieben Candice, auch Pumpkin genannt ("Warum bezeichnen Erwachsene ihre Kinder gerne mit Gemüsenamen? und meinen es auch noch nett.")

Das Blubbern von Glück beschreibt ein junges Mädchen, Candice. Sie ist etwas übergenau (was sich in hundertausendmaligen Erklärungen, warum sie dies so und nicht anders gesagt hat, was sie hier ganz genau gemeint hat, ausdrückt.), sie ist sozial zumindest etwas - gestört - sie ist die Außenseiterin in der Klasse. Sie ist leicht intro. Sie kann sich schreibend gut ausdrücken, redend eher nicht so.

Ein Kind, auf sich alleine gestellt, eine Familie, schwer irritiert, um nicht auch zu sagen, ... gestört.

Nach dem Tod der kleinen Schwester fällt ihre Mutter in eine tiefe Depression, dazu gesellt sich eine Krebserkrankung. Der Vater, ein Schweiger, der seinem Bruder nie verziehen hat, reich zu sein. Die Familie selbst lebt in prekären Verhältnissen. Und dazwischen - Candice. Candice Phee. Ein hochbegabtes Kind, aber allein.

Aber das erzählt die Geschichte nicht. Die Geschichte beginnt bei A und endet bei Z. Jedem Buchstaben des Alphabets ist ein Kapitel gewidmet, weil nämlich die beste Lehrerin der Welt - was Candice betrifft - als Hausaufgabe gestellt hat, einen Aufsatz über sich selbst zu schreiben, wobei jeder Absatz mit einem anderen Buchstaben beginnen soll. Bei Candice ist das zu wenig. Ein! Absatz pro Buchstab!e und so wird aus jedem Absatz ein ganzes Kapitel. Und was wir erleben!

Candice ist wirklich schrullig, und ihr bester Freund ebenso. (Den lernst sie später kennen, die beiden Außenseiter der Klasse finden sich.). Sie schafft es, ihr Leben zu meistern. Sie möchte alle in ihrer Umgebung glücklich machen - was sie uns vorenthält sind die Vor-Gedanken und Planungs-Gedanken - und wie sie das macht! Da geht so einiges schief, und doch ... in the end ...

Aber: selber lesen. genießen, überrascht sein, ein vordergründig anstrengendes Kind aushalten, die Umwelt verstehen und auch nicht.

Barry Jonsberg, der Autor, ist australischer Kinder- und Jugendbuchautor und wird "als einer der Renommiertesten" beschrieben.

Dieses Buch ist mit dem Children´s Peace Literature Award ausgezeichnet worden. Das heißt ja schon was.

Nun denn: An die Seiten.
Empfohlen für 10-99 Jahre

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Rezensionen von Hitzendorf:

Besser geht es nicht.

Wiener Pflegekinder in der Nachkriegszeit (1955-1970) von Elisabeth Raab-Steiner; Gudrun Wolfgruber

Als selbst Betroffener, und an dieser Studie nicht teilgenommen Habender war ich bei der Buchpräsentaion durch die beiden Autorinnen anwesend. Hoch professionell, fundierter Ein-und Überblick über die Schicksale dieser Menschen ohne jene quasi vorzuführen. Mein Dank gilt den Autorinnen und allen an der Studie beteiligten Menschen.

Mit freundlichen Grüßen,
Franz Josef Stangl
franz-josef.stangl@chello.at

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Rezensionen von Arachnophobia:

Ein Thriller aus Südafrika

Cobra von Meyer Deon

Alles beginnt mit drei Toten und einer mysteriösen Entführung? Deon Meyers ?Cobra? bietet eine sehr aktuelle, spannende Thematik und dazu mit Bennie Griessel einen fähigen Ermittler. Wird er es mit seinem Team schaffen, den Fall aufzuklären?

?Cobra? ist der erste Roman, den ich von Deon Meyer gelesen habe.

Demnach sind mir sowohl Bennie Griessel als auch der Schauplatz völlig neu. Man merkt von Anfang an bereits deutlich, dass der Roman ursprünglich nicht auf Englisch verfasst wurde: Es sind doch trotz Übersetzung relativ viele Begriffe, aber natürlich auch Namen, aus dem Afrikaans dabei, worüber ich am Anfang häufiger gestolpert bin. Sehr hilfreich ist hier das kurze Glossar am Buchende, was einige Wörter und wesentliche Punkte der Aussprache erklärt. Insgesamt gesehen trugen gerade diese unübersetzten Ausdrücke doch viel zur Authentizität bei ? gerade verschiedene Slangs oder Umgangssprache kann man sicherlich schwer übersetzen, wenn es im Deutschen keine ungefähre Entsprechung gibt. War also etwas verwirrend, aber, wenn man sich erst einmal reingefuchst hat, keinesfalls schlecht. (Am Rande: Für die verschiedensten Personen hätte ich auch gerne eine Übersicht gehabt; man muss am Anfang echt aufpassen, nicht den Überblick zu verlieren.)

Der Schreibstil hat mir auch insgesamt sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, es gab nur sehr wenige Stellen, die sich ein wenig in die Länge zogen. Gerade ab etwa dem zweiten Drittel, als die Story richtig Fahrt aufnimmt, entwickelt es sich zu einem richtigen Pageturner. Es folgen teilweise Schlag auf Schlag neue Entwicklungen und Fortschritte in der Aufklärung des Falls, ebenfalls schnell aufeinander wechseln sich die verschiedenen Erzählstränge ab. Die einzelnen Abschnitte sind dabei meist sehr kurz gehalten, so dass man nach einem kurzen Cliffhanger am Kapitelende nie lange auf die Fortsetzung bzw. Auflösung warten muss.

Bennie Griessel ist hierbei ein sehr natürlicher Protagonist. Er ist glücklicherweise kein perfekter, fehlerloser Ermittler, sondern hat eindeutig seine Schwächen und Probleme und muss zum Teil stark jonglieren zwischen denen auf Arbeit und im Privatleben. Aber auch mit seinen Teamkollegen und dem Taschendieb Tyrone sind Deon Meyer sehr starke und vor allem abwechslungsreiche Charaktere gelungen (selbst wenn ich etwas länger gebraucht habe, um mit Tyrone warm zu werden).

Warum dann nur 4 Sterne? Weil es zwar gut war, aber tatsächlich noch etwas besser hätte sein können. Gerade das Ende hat mir nicht allzu sehr gefallen, es ging plötzlich alles zu schnell, zu einfach und ich hatte wie schon öfter auch bei anderen Büchern das Gefühl, dass der Autor nur noch fertig werden wollte.
Und zum anderen war der exzessive Gebrauch von Markenerwähnungen doch etwas zu viel des Guten. In einem gewissen Rahmen ist das sicherlich sinnvoll, um verschiedene Handys/Autos/etc. unterscheiden zu können, und gerade im Bereich der Handys hat es eigentlich auch in die Thematik gepasst ? aber es war halt sehr auffällig.
Und dann hätte ich gerne ein wenig mehr von Südafrika ?gesehen?. Thriller hin oder her, aber man sah ja wirklich nur Verbrechen und Korruption. Bisschen schade, allerdings lasse ich diesen Punkt in der Wertung außen vor.

Insgesamt dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch!

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