Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
Knallharter Thriller
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest von Helen Callaghan
Katie, frustrierter Teenager, läuft von zuhause fort und wird gekidnappt.
Die Polizei stellt die Suche bald ein. Zur gleichen Zeit erhält die Lehrerin Margot mysteriöse Briefe einer vor 15 Jahren ebenfalls Entführten. Sie betreut einer Zeitungskolumne für Jugendliche und soll mit Hilfe dieser Briefe das Opfer finden und retten.
Ein Ermittler nimmt Kontakt mit Margot, die unter dem Pseudonym Amy schreibt, auf. So erfährt sie, dass Katie eines von mehreren entführten Mädchen ist. Weitere Spezialisten werden hinzugezogen. Margot steht unter Spannung, hat sie doch gleichzeitig fiese Attacken ihres Mannes, der sie betrogen hat, zu ertragen und fürchtet um ihren Job, da sie einige Jugendsünden verschwiegen hat. Und weitere, immer dringender werdende Briefe der vor langer Zeit verschwundenen Bethan erreichen Margot.
"Dear Amy", ein packender Psychothriller von Helen Callaghan. Aus Sicht von Margot, der entführten Katie und des Entführers erzählt. Einige Details scheinen anfänglich unstimmig, klären sich aber später. Schön, dass der Leser langsam, aber nachvollziehbar, auf die richtige Spur gelenkt wird. Gut zu lesen, faszinierende Unterhaltung.
Rezensionen von S.:
Alle Achtung
Sweetgirl von Mulhauser Travis
Percy, 16. Das Mutter-Tochter-Verhältnis ist hier umgekehrt: Percy sorgt für ihre drogensüchtige Mutter. Diese verschwindet immer mal wieder, Percy sucht sie, bringt sie heim. Diesmal nicht. Während ihrer Suche bricht ein Schneesturm aus. In einer abgelegenen Ranch findet sie: zwei total weggetretene Junkies, einen verwesenden Hund und Baby Jenna, verwahrlost, in einem schneeverwehten Bettchen.
Mit dem Baby macht sie sich auf den Weg zu einem Krankenhaus. Unmöglich ohne Hilfe, da ihr Auto im Schnee feststeckt. Portis, früherer Lebensgefährte der Mutter, jetzt abgestürzt, soll helfen. Tut er auch und so beginnt die Flucht vor dem Drogenhändler, der den Säugling zurück haben will. Dramatische Ereignisse folgen, der Schneesturm wird heftiger, die Kleidung ist unzureichend, die Babynahrung reicht nicht, skrupellose Mitjäger verfolgen die drei.
Sehr spannend; man fiebert mit Percy, Portis und Jenna mit, und kann es kaum fassen, wie viel Pech sie haben. Nebenbei: kaum fassen konnte ich auch, nach welch enormen Drogenkonsum die Verfolger noch handlungsfähig waren....
In einem Rutsch durchgelesen, für packend befunden. Empfehlenswert
Rezensionen von S.:
Wahnsinn!
Totenrausch von Bernhard Aichner
Wow, was für ein Buch! Immer wieder neue Überraschungen, Blum tut, was man keiner Frau so zutraut. Auch ohne genaue Kenntnis der Vorgeschichte ist man schnell im Geschehen: Brünhilde Blum ist auf der Flucht; mit zwei Kindern, wenig Geld und ohne Papiere. Ihre Situation wird unhaltbar, also "verkauft sie ihre Seele dem Teufel".
Bietet an, für ein neues Leben einen Mord zu begehen. Und da ist Einer, der ihr Angebot annimmt.
Das Buch aus der Hand zu legen, ist enorm schwer. Die beherrschende Frage ist: Wie geht es weiter? Was muss Blum noch durchmachen, wie könnte sie es jemals schaffen, ihre Pläne umzusetzen? Aber - ich hatte sie unterschätzt...
Fesselnd geschrieben; kurze Sätze, knackige Gespräche ohne schmückende Langweiligkeiten, beherztes Handeln. Ein packender Thriller.
Rezensionen von Ela_Ela:
Nicht so ganz meins
Bourbon Kings von J. R. Ward
Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familiendynastie großen Reichtum und viel Anerkennung eingebracht. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich verbotene Liebschaften, skrupellose Machtspiele, Verrat, Intrigen und skandalöse Geheimnisse.
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Vom Inhalt her klingt dieses Buch eigentlich ganz interessant und für mich auch sehr interessant, doch ich habe über 200 Seiten gebraucht mich mal in diesem Buch zurechtzufinden. Das finde ich für so einen dicken Schmöker eigentlich zu viel.
Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt nur das Erzählen von so vielen Personen am Anfang war vielleicht ein bisschen überfordernd, kaum hat man sich an jemanden gewöhnt, schon hat ein anderer seine Geschichte erzählt.
Die Sichtweise von Lane und Lizzy kam am öftesten vor und die beiden mochte ich auch ganz gerne, ebenso wie Edward, Grete, Miss Aurora auch Mia ein wenig. Doch William den Vater der Kinder konnte ich auch echt nicht ausstehen, deshalb hat mich das was am Ende passiert ist nicht wirklich gestört.
Fazit: Ein Roman mit einem langatmigen Anfang aber einigen Überraschungen im Mittelteil und am Ende. Im Großen und Ganzen hat es mir schon sehr gut gefallen. Es ist irgendwie wie eine Soap aufgebaut. Eine reiche Familie die mit einigen Vorurteilen und Intrigen rechnen müssen. Bin mir nicht sicher ob ich die weiteren Teile lesen werde, das werde ich wahrscheinlich spontan entscheiden. Ich vergebe 3,5 Sterne.
Serie:
1. Bourbon Kings
2. Bourbon Sins (erscheint im Juni 2017)
3. Bourbon Lies (erscheint im November 2017)
Rezensionen von StefanieFreigericht:
Das perfekte Buch für die Zeit NACH den Plätzchen, Braten?
Easy. Überraschend. Low Carb. von Bettina Matthaei
Low Carb haben die meisten schon gehört ? prinzipiell erwartet den Esser eine speziellere Form der vielen Ausprägungen von Trennkost (älter: Atkins, neuer: Schlank im Schlaf). Low Carb heißt dann - möglichst nie/wenig Kohlenhydrate.
LCHF kannte ich noch nicht - VIEL Fett essen? Echt jetzt? Ketogene Diät ist ein anderer Name.
Durch viel Fett soll die Sättigung verbessert werden. Durch Tricks verspricht die Autorin dieses Buchs einen guten Ersatz von Kohlehydraten mit Gerichten wie Spätzle, Knödeln, Pizzaböden etc. Letzteres liegt mir sehr.
Buch:
Das Buch ist hochwertig gestaltet (riecht toll!), sehr großformatig und mit Schutzumschlag und wirkt fast wie ein Bildband. Dabei sind Rezepte meist auf einer Doppelseite (Ausnahme: einige der kleineren Sachen wie Aufstriche teilen sich die Doppelseite) dargestellt - sehr praktisch, da man so nicht mit klebrigen Fingern blättern muss. Das Format ist mir generell eher etwas zu groß für ein Kochbuch, da kaum für eine Buchstütze geeignet.
Die Erklärungen zum Konzept sind im Buch knapp gehalten, es ist mehr ein Praxisbuch. Zur Langzeitwirkung kann ich noch nichts sagen, ich hinterfrage schon die generellen Verteufelungen bestimmter Lebensmittel je nach Mode. Für kürzere Aktionen jedoch erscheint mir das Konzept plausibel. Ballaststoffe sollte ich über Gemüse ausreichend erhalten.
Zutaten
Die Zutaten bekam ich einfach - man sollte allerdings grob vorplanen.
Spezialzutaten:
Kaufland führt seit neuestem Konjak-Nudeln. Chia (die dunklen) und Leinsamen habe ich bei Kaufland, Rewe und tegut gesehen - mahlen kann ich selbst (es gibt wirklich günstig Handmühlen für den Einstieg, teils Aufsätze für Küchenmaschinen - ungemahlene Produkte sind länger haltbar). Für den Rest bin ich im Bioladen fündig geworden - für Leute aus der Region als Tipp: Das Paradieschen in Gelnhausen liefert auch ;-)
Das Buch setzt gemahlene Mandeln (günstig, überall erhältlich, fettreich) wohl gleich mit Mandelmehl (dem, was übrig bleibt, wenn man das Öl aus den Mandeln presst - fettarm, teurer, eher nur im Bioladen). "Spezialzutaten" werden alle in eher geringeren Mengen eingesetzt, was für mich den Preis relativiert, und sind meist gut haltbar. Dafür sind die "sonstigen Zutaten" eher günstiger: andere Diäten wünschen Putenfleisch, viel Lachs, Rindfleisch, teurer als z.B. Schwein. Dazu fettarme Produkte, die häufig nur "funktionieren" durch viel Wasser, Bindemittel und Auszugsverfahren. Nicht so hier: Doppelrahmfrischkäse, gemischtes Hack, Fetakäse usw. Das gibt?s überall und günstiger als die low fat - Varianten.
Milch wird nicht wegen des Milchzuckers abgelehnt (es gibt wenige, aber doch sehr aussagekräftige Internetseiten zu verschieden strengen Auslegungen des Konzepts - teils wohl bedingt durch unterschiedliche Reagibilität der LCHF'ler auf Kohlenhydrat-Anteile im Essen).
Rezepte
Die allgemeine Gestaltung finde ich toll - "Beilage" und "Hauptzutat" sind separat mit den Nährwerten deklariert, so dass man leichter tauschen kann, dafür finden sich auch Vorschläge. Während low carb Diäten sehr fleischlastig sind, funktioniert LCHF gerne auch vegetarisch LC war mir da zu viel des Guten, toll hier. Gleich die ersten Versuche gelingen und sind schmackhaft - die mediterranen Frikadellen überzeugten auch den Diät-feindlichen Mann (einfach Rezept lesen lassen: wieso Diät? Butterschmalz? und Fetakäse vollfett?), der Sellerie mit Knobi dazu ist lecker. Lasagne bzw. die Soße - ein Genuss. Und Brote, die auch so aussehen.
Ich werde wohl einiges Vorkochen /-backen und einfrieren zur zeitlichen Ersparnis.
Und jetzt beginnt der längerfristige Praxistest?
Rezensionen von yesterday:
Solider Krimi mit glaubwürdigen Charakteren
Rabenschwarzer Winter von Georget Philippe
Inspecteur Gilles Sebag klebt das Pech an den Füßen. Alles an seinem Beruf, seinen Ermittlungen scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Es reicht nicht, dass der Haussegen schiefhängt, die Verbrechen im winterlich kalten Perpignan erinnern ihn zudem den lieben langen Tag daran. Glücklicherweise kommt er im Verlauf des Buches damit klar, als ihm so manche Begegnungen und Ermittlungsergebnisse die Augen öffnen und kann sich dann wieder darauf konzentrieren, der gefeierte, intuitiv arbeitende Polizist zu sein, der er eigentlich ist.
Der Autor entfaltet hier eine grob gesehen ähnliche Geschichte wie in Band 1 (Dreimal schwarzer Kater), wenn auch Motivation und viele Details der Handlung ganz anders gelagert sind. Er rückt damit aber ein sehr verbreitetes Problem, Betrügereien zwischen Partnern, ins Rampenlicht. Es lässt die vielen daran beteiligten Charaktere sehr unterschiedlich und damit authentisch damit umgehen und lässt auch den Täter am Ende glaubwürdig wirken.
Auch nach diesem dritten Band der Reihe (mein zweites Buch von Georget) werde ich mit Gilles Sebag nicht richtig warm, auch wenn von allen anderen Hauptcharakteren weniger Privates angesprochen und weniger ihrer Gedanken für den Leser sichtbar werden, finde ich sie alle doch greifbarer als Gilles. Mit seiner weinerlichen Art, die nicht ganz zu seinem beruflichen Erfolg passen mag und seinem Alkoholzuspruch kann er bei mir nicht punkten. Zumal er zwischendrin viele Klischees bedient und das teilweise selbst anspricht.
Alles in allem aber ein solider Krimi, der dem aufmerksamen Leser die Freiheit gibt, schon ein wenig früher als die Polizei, mögliche Zusammenhänge zu sehen. Aber noch nicht so früh, dass der Rest des Buches langweilig werden könnte.
Rezensionen von yesterday:
Bodensteins persönlichster Fall
Im Wald von Neuhaus Nele
Hier haben wir einen sehr kurzen, prägnanten Titel, der aber einfach wunderbar zum Buch passt. Mit zwei Worten sind fast alle für Verbrechen wichtigen Orte in diesem Krimi zusammengefasst und noch so einiges mehr passiert im Wald, der das Örtchen Ruppertshain umgibt.
Dort lebt mit Oliver von Bodenstein jener liebenswert-grummelige Kommissar, der schon an den Vorgängerbänden an Pia Kirchhoffs (nun Sander) Seite war.
Er hat hier in mehrfacher Hinsicht eine besondere Rolle bekommen. Zum einen finden die Taten in und um Ruppertshain statt und stehen mit dem Großteil der Gemeinschaft eng in Verbindung. Bodenstein kennt fast alle Beteiligten sehr gut, ging mit ihnen zur Schule oder war sogar mit einer liiert. Doch nicht nur das zieht ihn tief in den Fall hinein und er überlegt mehr als einmal, wegen Befangenheit nicht weiter zu ermitteln. Aber gerade deshalb, auch weil er durch seine Ortskenntnis unverzichtbar ist, bleibt er im Team und arbeitet interimistisch unter Pia.
Dass Pia früher oder später selbst Ermittlungen leiten wird, konnte sich ja jeder Fan dieser Reihe schon denken. Nun hat das alles noch einen interessanten Beigeschmack, denn es könnte vorerst der letzte gemeinsame Fall mit Bodenstein sein. Nele Neuhaus entfaltet neben der tief in der Vergangenheit verwurzelten Krimigeschichte ganz sacht einen anderen Plot ? die Geschichte und das freundschaftliche Verhältnis zwischen Oliver und Pia wird spürbar und die Unsicherheit beider, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zwischen den schwierigen Ermittlungen gibt es dadurch immer wieder beinahe melancholische Momente.
Hervorheben muss man auch die Übersichtskarten und das Personenregister am Anfang des Buches, welche vor allem zu Beginn der Geschichte ?überlebensnotwendig? sind und dem Leser das Gefühl, den Überblick zu verlieren, ein wenig nehmen können. Gerade die große Anzahl an ? in irgendeiner Weise ? involvierten Personen ist nicht einfach zu bewältigen, bringt aber einen sehr authentischen Touch in die Geschichte, die von der Ortsgemeinschaft und der Verschwiegenheit der Leute lebt. Dennoch erscheinen die Charaktere nicht oder nur sehr selten klischeehaft und auch die eine oder andere Wendung hält das Buch parat und den Leser wachsam.
Rezensionen von Ivy:
Das Erbe der Macht
Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen von Andreas Suchanek
Der erste Eindruck (Buchcover und Titel):
Die Optik des Buches ist natürlich das, was einem immer als erstes ins Auge springt. Bei diesem Buch hatte mich das Buchcover direkt angesprochen.
Das Buchcover scheint auf den ersten Blick ganz schlicht gehalten zu sein, wenn man es sich genauer betrachtet entdeckt man jedoch einige schöne Details.
Durch den Titel und das Aussehen des Buches hatte ich auf ein Fantasybuch mit magischen Elementen gehofft - genau das hatte ich auch bekommen.
Sowohl Titel als auch das Aussehen passen sehr gut zu der Geschichte.
Das Hardcover hat zudem, was eher ungewöhnlich ist, einen ganz glatten Buchrücken. Mir persönlich gefällt dies sehr gut.
Der Inhalt:
Was ist, wenn es auf dieser Welt Dinge gibt, an die Du niemals zu glauben gewagt hattest?
Was wäre, wenn Du von einem Tag auf den anderen magische Fähigkeiten besitzen würdest?
Genau damit muss sich unser Protagonist Alex auseinandersetzen.
Aufgewachsen in einer Umgebung, in welcher man wenig Chancen für ein gutes Leben hat, ist es sein Ziel seinem kleinem Bruder eine Zukunft außerhalb der Gosse bieten zu können.
Trotz seines guten Willens wird ihm ein Stein nach dem anderen in den Weg gelegt.
Doch ein einziger Tag soll sein ganzes Leben verändern.
"Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1 - Das Erwachen" Ist der Auftakt einer Fantasy Reihe über eine Gruppe junger Menschen mit magischen Fähigkeiten.
Interessant zu wissen ist auch, dass sich in diesem Buch die ersten 3 E-Books der Serie befinden. Das Buch ist nicht abgeschlossen, eine Fortsetzung scheint jedoch schon in Planung zu sein.
Meine Meinung zum Buch:
Insgesamt kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hatte.
Dadurch, dass Alex komplett neu in die Welt der Magie eingeführt wird, wird man auch als Leser direkt an die Hand genommen und lernt alles Unbekannte nach und nach sehr gut kennen.
Die verschiedenen Protagonisten haben alle unterschiedliche Wesenszüge und sind dennoch alle sehr sympathisch.
Auch alle anderen Personen, welche in dem Buch auftauchen, sind auf ihre Art und Weise sehr interessant. Über manch eine Person hätte ich auch wirklich gerne noch mehr erfahren, aber dies werde ich in der Fortsetzung bestimmt noch.
Abgesehen von Magie geht es hier auch um Freundschaft, innere Stärke, Zusammenhalt und Entwicklung.
Insgesamt muss ich sagen, dass mich das Buch von manchen Ansätzen her etwas an "Die Chroniken der Unterwelt" von Cassandra Clare erinnert hatte - jedoch auf eine viel erwachsenere Art.
Bei den Charakteren in diesem Buch handelt es sich nicht um frisch pubertierende Teenager, sondern um junge Erwachsene, welche diese Zeit schon hinter sich haben und daran gewachsen sind.
Was mir sehr gut an dem Buch gefallen hatte, war, dass es nicht vorhersehbar war. Ich hatte wirklich bis zum Ende hin mitgerätselt und besonders das Ende des Buches hatte ich als sehr spannend empfunden.
Das Buch lässt sich zudem auch sehr flüssig lesen. Als ich mit dem lesen angefangen hatte wurde ich zwar nicht direkt mit dem Schreibstil warm (woran das liegt, kann ich leider nicht einmal sagen), nach ein paar Seiten war ich jedoch vollkommen in dem Buch versunken.
Fazit:
Falls man gerne Fantasybücher liest, welche sich mit Magie beschäftigen, wird man hiermit sicherlich seine Freude haben. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Geschichte an sich ist spannend und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen und Entwicklungen der Charaktere hatten mir gut gefallen. Auf die Fortsetzung bin ich schon sehr gespannt, da gegen Ende des Buches noch einige Fragen offenbleiben.
Rezensionen von Xirxe:
Geschichten aus einer Hölle auf Erden
Der goldene Handschuh 26.02.2016. von Strunk Heinz
Wie tief Menschen sinken können, macht sich die/der DurchschnittsbürgerIn meist kaum klar. Ab und zu sieht man solche geschlagenen Existenzen auf der Straße, gelegentlich kreist eine Gruselmeldung durch die Medien, wenn verwahrloste, auch alkoholkranke Menschen aus ihren Wohnungen geholt und in eine Klinik gebracht werden.
Man schaudert sich dann wohlig beim Anblick dieser häßlichen, teils abstoßenden Gestalten und ist glücklich über das eigene, im Vergleich dazu doch schöne Leben. Doch was in diesen Menschen vorgeht, wie sie leben und fühlen, bleibt unbekannt, denn wer will schon zu solchen Personen in Beziehung treten?
Heinz Strunk hat es gewagt und das Soziotop der Gaststätte 'Zum goldenen Handschuh' Mitte der Siebziger detailliert beschrieben. Hier finden sich die, die vom Alkohol bereits so zerstört sind, dass ein 'normales' Leben unerreichbar ist. Kriegsveteranen, Verlassene, Behinderte - aber auch Mancher aus der scheinbar so gut situierten Gesellschaft, wo Vieles nur Schall und Rauch ist. Allen gemeinsam ist, dass sie saufen um zu vergessen, um sich besser zu fühlen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Fritz Honka, ein erbarmungswürdiger Mensch, der zeit seines Lebens fast nur grausam misshandelt und verstümmelt wurde. Wenn er nicht arbeitet, säuft er bis knapp zur Bewusstlosigkeit im goldenen Handschuh, sodass es ihm noch gelingt, gelegentlich ein weibliches Wesen abzuschleppen, das noch weiter unten in gesellschaftlichen Skala steht (ja, das geht.) Älter sind sie, häßlich wie die Nacht und bar jeden Selbstvertrauens. Er misshandelt, missbraucht und versklavt sie, um sich selbst eine Stufe höher zu stellen.
Daneben steht die Beschreibung einer alteingesessenen, ehrwürdigen Reedersfamilie, deren Glanz jedoch lange zurückliegt. Mittlerweile herrscht nur noch Gleichgültigkeit und Heuchelei und selbst der materielle Reichtum ist nur noch ein Trugbild. Der Senior ist zerfressen von Hass und Wut und wartet nur noch auf den richtigen Augenblick, um dem Allem Ausdruck zu verleihen. Sein Sohn, in einer gleichgültigen Ehe gefangen, verwaltet in der familieneigenen Reederei nur noch den Mangel und gibt sich im goldenen Handschuh regelmäßig dem Suff hin. Und sein Schwager, ein erfolgreicher lediger Rechtsanwalt, ist ein ebensolcher Alkoholiker wie Fritz Honka, von dem ihn lediglich unterscheidet, dass er ein schöneres Zuhaus und mehr Geld hat und damit besseren Alkohol und schönere Frauen bekommt.
Kein sehr symphatisches Personal, das man in dieser Geschichte vorfindet. Und doch gelingt es Heinz Strunk, Mitgefühl für Fritz und die anderen Stammgäste im goldenen Handschuh zu wecken. Denn letzten Endes wollen sie nichts weiter, als ein bisschen Liebe und Respekt und wären mehr als glücklich, einen Menschen an der Seite zu haben, neben dem sie am Morgen aufwachen könnten. Es ist ein vulgäres, ordinäres und grausames Buch, und trotzdem gibt es immer wieder auch Szenen zum Lachen oder bei denen ich völlig gerührt war.
Auch wenn sich das Ganze liest, als käme es von einem anderen Stern, sollte man sich klarmachen, dass wir sooo weit davon nicht entfernt sind. Wie es sich der Jüngste der Reedersfamilie denkt, als er das erste Mal im goldenen Handschuh ist: 'Wieviel davon steckt auch in mir, in jedem?...Werde ich auch so, wenn ich nur lange genug hier sitze?'
Rezensionen von Janine2610:
Wenn die Suche nach dem Schuldigen zur Zerreißprobe wird.
Schuldig. von Picoult Jodi
In »Schuldig« beschäftigt sich die Autorin mit Themen wie Vergewaltigung, selbstzerstörendem Verhalten, Selbstmord, Flucht und mit den verschiedensten persönlichen inneren Dämonen.
Die Hauptfiguren in dieser Geschichte sind Daniel und seine Tochter Trixie, aber auch Laura (Daniels Frau und Trixies Mutter), Zephyr (beste Freundin von Trixie) und Jason (Exfreund von Trixie) nehmen einen erheblichen Teil in diesem Buch ein.
Jeder dieser Protagonisten erzählt abwechselnd aus seiner Perspektive rund um das Geschehen, das dazu geführt hat, dass Trixie versucht, sich aus dem Leben zu flüchten und schlussendlich sogar Reißaus nimmt, um so weit weg wie möglich von all den Menschen in ihrem Umfeld zu kommen.
~ Den meisten Laien war häufig nicht klar, dass beide, ein Vergewaltigungsopfer und das Opfer eines tödlichen Autounfalls gleichermaßen unwiederbringlich verloren waren. Mit einem Unterschied: Das Vergewaltigungsopfer musste fortan so tun, als lebte es noch. ~
(S. 100)
Für mich war dies nun schon mein sechstes Buch von Jodi Picoult und ich habe mich, da ich das letzte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, nicht besonders grandios fand und deswegen voller Hoffnung war, mal wieder ein besseres Werk zu entdecken, schon sehr auf diese Lektüre gefreut. Mein Gesamteindruck hier ist sodann recht positiv ausgefallen, auf jeden Fall besser als bei »Die Wahrheit meines Vaters«.
Aufgepeppt wird das Ganze durch eine Comicgeschichte, die Daniel gezeichnet hat und die meist jeweils am Ende eines Kapitels ein paar Seiten Platz bekommen hat. In dem Comic geht es um Duncan, einen Vater, der seine Tochter Tracy aus den Fängen des Bösen aus der Hölle befreien/retten will. Interessant daran ist, dass der Comic einen Bezug zur Geschichte im eigentlichen Buch hat, deswegen also echt gut dazu passt. Was mir an diesem Comic allerdings nicht getaugt hat, war, dass er erstens sehr dunkel und nur schwarzweiß gehalten war (ich konnte darauf nicht alles so gut erkennen bzw. auseinanderhalten) und er zweitens sehr monsterlastig, also irgendwie grausig war. Und das ist eben nicht das, was ich bevorzugt voller Freude lese oder mir gerne ansehe.
~ Zu sehen, wie die Menschen verletzt werden, die man liebt, war offenbar nicht die Hölle; nein, die Hölle war, es nicht mehr verhindern zu können, weil es zu spät war. ~
(S. 186)
Die große Frage in diesem Buch lautet: Wann ist ein Nein rechtskräftig? - Muss es verbal ausgesprochen werden, oder genügt es, wenn Mimik und Gestik ein deutliches Nein signalisieren? Hier kommt diese Frage anhand einer Vergewaltigung auf und zum Teil fand ich es wirklich schwierig, mir an Trixies Fall ein Urteil zu bilden, weil es die Autorin gut geschafft hat, mich immer mal wieder umdenken zu lassen. Gefördert wurde das zusätzlich durch die ständig wechselnden Erzählperspektiven. Es war also gar nicht so einfach, sich eine endgültige Meinung über die Schuldfrage zu bilden, da hat es schon das Ende gebraucht, um Gewissheit zu erlangen.
Einen der Schauplätze des Buches fand ich diesmal sehr aufregend: Alaska. Daniel hat seine Vergangenheit dort verbracht und ist im jungen Erwachsenenalter aus "der weißen Hölle" geflohen, aber seine eigenen inneren Dämonen hat er leider nicht zurücklassen können. Wäre ja auch zu schön, wenn man mit einem Fortgang aus dem gewohnten Umfeld alles Negative und Belastende mit ablegen könnte ...
~ Wer wusste besser als Daniel, dass jeder eine Bestie in sich trägt, die manchmal aus ihrem Versteck kam? ~
(S. 321)
Jedenfalls leben in Alaska halt die Yupik-Eskimos und von diesen Menschen und ihrem Leben wusste ich bisher noch kaum etwas. Nun bin ich glücklicherweise um einige wissenswerte Fakten über ihr Denken und ihre Traditionen und Gewohnheiten reicher.
(Nicht nur) deswegen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich hatte (bis auf die paar Comicseiten) echt meine Freude beim Lesen. Wer sich nicht nur rein unterhalten lassen möchte, sondern auch ein wenig brisanten Input zum Nachdenken in Büchern schätzt, dem kann ich »Schuldig« wärmstens empfehlen.











