Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
„Für mich ein Buch ohne besondere Höhepunkte und ohne Anreiz, es in einem Stück durchzulesen.“
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Drei Generationen und vier Frauen als Hauptfiguren, Männer in schlicht gezeichneten Nebenrollen, viele Dialoge zwischen den Frauen, die – wenn sie miteinander reden – das sie Bewegende großteils verheimlichen, offenbar in der Sorge sonst könnte die eigene Fassade Risse zeigen. Möglicherweise sind die Dialoge und die Verhaltensweise typisch für diese drei Generationen (amerikanischer?) Frauen.
In meinen Augen ist das Buch ein gutes literarisch aufgearbeitetes Lehrbeispiel, wie durch „Aneinandervorbeireden“ eigene Probleme bestmöglich (bis zum Lebensende?) konserviert werden können; dies mit Konsequenzen wie Alkoholismus oder die intensive Beschäftigung einer Protagonistin mit Puppenhäusern (nicht, um damit die eigenen Enkel zu begeistern, sondern um bei Wettbewerben Anerkennung zu erheischen).
Die Erzählung plätschert in verschiedene Handlungsstränge verwoben hunderte Seiten schön geschrieben vor sich hin, weckt in mir aber zwischendurch nie die Neugier, wie die Geschichte denn weitergehen könnte.
Für mich ein Buch ohne besondere Höhepunkte und ohne Anreiz, es in einem Stück durchzulesen.
Rezensionen von Doris Moser:
Der Roman verbreitet ein Flair der unerträglichen Leichtigkeit des Seins und hat doch etwas mehr zu bieten als die Pendants von Rosamunde Pilcher & Co. Erholsame Lektüre.
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Unerträgliche Leichtigkeit des Seins
In den USA nennt man das wohl einen „Pageturner“, man kommt mit dem Umblättern kaum nach. Das liegt nicht an der Story, die ist für meinen Geschmack zu vorhersehbar und etwas geschwätzig. Einnehmend sind die Figuren, aus deren Perspektive abwechselnd erzählt wird: vier Frauen mit ihren großen und kleinen Geheimnissen, drei Generationen einer irisch-katholischen Mittelklasse-Familie aus Boston.
Im Mittelpunkt steht Alice, die streng gläubige Matriarchin alten Stils, deren Verfehlungen, und davon gibt es einige, prägend waren für den ganzen Clan. Wie bei derlei Romanen (oder im wirklichen Leben?) brechen die Verwerfungen während des Urlaubs im zauberhaften Strandhaus der Familie an der Südküste Maines auf. Fazit: Der Roman verbreitet ein Flair der unerträglichen Leichtigkeit des Seins und hat doch etwas mehr zu bieten als die Pendants von Rosamunde Pilcher & Co. Erholsame Lektüre.
Rezensionen von Lektorat Textwissen:
spannend, poesie- und geistreich
Münchner Feigheit von W. A. Riegerhof
Rezensionen von plschulz:
Gut geschriebenes Buch. Ist zu empfehlen.
Exponentropie von Tobias Breiner
Finde das Buch sehr interessant und auch ergreifend. Auch die Sicht aus der die Autorin schreibt, ist so als wäre man die ganze Zeit im Kopf von Line (Hauptcharakter) dabei. Die Art wie Sie die Geschichte erzählst ist unterhaltsam und wirkt trotzdem sehr stark gefühlsmäßig auf den Leser. Der Stil wirkt sehr real und authentisch.
So gut, das man ich schon fast selbst betroffen fühlt. Man fühlt schon sehr stark mit dem Charakter mit und möchte auch die ganze Zeit gerne wissen wie es weitergeht. Auch die kursiven Stellen, die ihre Gedanken zusammenfassen und nochmal aufrollen, sind spitze. Man bekommt richtig mit was sie denkt und fühlt. Denke dies kommt alles durch ihren sehr direkten und guten Schreibstil, sowie die Offenheit in ihren Texten. Und wenn man bedenkt, das solche Dinge nicht leicht zu schreiben sind, gerade wenn man sich vieles aus der Vergangenheit vor Augen führt, bewundere ich diese Art zu schreiben. Ganz besonders gut finde ich das Nachwort zum Schluss, in der sie selber von vergangenem bis zum gegenwärtigen alles aufrollt und einen runden Abschluss bildet. "Einfach Klasse". Mittlerweile hat die Autorin auch eine Webseite auf welcher interessierte Leute noch mehr Informationen bekommen und mehr über Line erfahren können. www.einschicksal-einwille.de
Rezensionen von Mag. Martina Weitlaner:
Ein wirklich spannender Thriller
Verachtung von Jussi Adler-Olsen
Ein spannendes Buch mit einem wahren historischen Kern. Toll!!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Mag. Martina WeitlanerRezensionen von Schneckenchaos:
Ja genau... einfach mal fahren, was machen, es tun...!!!
Verachtung von Jussi Adler-Olsen
Jeder von uns hat sicherlich Träume, geheime Wünsche...!
Wow, und diese kleine Familie hat sich einen großen Traum erfüllt. Einfach, oder doch sehr mutig, mal eben weg für knapp 1 Jahr quer durch Europa - mit einem alten Wohnmobil und Kleinkind an Bord.
Ein Reise-Tagebuch, so herrlich, herzerwärmend, abenteuerlich, sehr ehrlich und oft zum Schmunzeln und Staunen.
Für jeden ebenso reisebegeisterten, oder einfach neugierigen Menschen; tatsächlich auch als Mutmacher für den Einen oder Anderen zu verstehen!!!
Ja, da kann man sich inspirieren lassen, oder einfach zurücklehnen und genießen.
Rezensionen von PFIFF:
Entzückende Liebesgeschichte
Der Hirtenjunge. von Camilleri Andrea
Ein Junge aus einer armen Fischerfamilie in einem sizilianischen Dorf nimmt einen Job als Ziegenhirte in den Bergen an.
Er fühlt sich fremd. Ihm geht das Meer ab mit seiner salzigen Luft. Er muss seine Essgewohnheiten umstellen. Der Geruch der Ziegen , der Wassermangel, die Einsamkeit. Alles Dinge, an die er sich langsam gewöhnen muss.
Eine der Melkerinnen raubt ihm seine Jungfräulichkeit. Als sie gegen eine ältere Frau ausgetauscht wird, gehen ihm ihre Zärtlichkeiten ab.
Eine der Ziegen überrascht ihn durch ihre Zutraulichkeit. In Ermangelung menschlicher Ansprache wählt er sie als Gefährtin, beschützt sie vor paarungswilligen Böcken, kuschelt sich in der Nacht neben sie und hält es für eine Aufforderung, als sie sich ihm mit dem Hinterteil präsentiert. Er verliebt sich in sie und behandelt sie wie eine Gefährtin.
Camilleri erklärt und beschreibt das Verhältnis des Jungen so feinfühlig und verständnisvoll, dass der Leser nicht unangenehm berührt ist, im Gegenteil, er fühlt mit und ist gerührt.
Der junge Hirte bewährt sich, ist ehrlich und fleissig.
Als der Junge genug Geld verdient hat, damit sein Vater ein eigenes Fischerboot kaufen kann, kehrt er zurück an die Küste, genießt das Meer, den Fischfang und seine Familie.
Als er auf Wunsch seines Padrone befördert wird und zurück auf die Alm kommt, kann er gerade noch verhindern, dass seine Ziege, die inzwischen zu einem Skelett abgemagert ist, geschlachtet wird. Er päppelt sie wieder auf.
Die Tochter seines reichen Arbeitgebers kommt mit ihrer Zofe, um an einem nahe liegenden See Erholung zu finden. Es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihr und dem Jungen, nicht zuletzt durch die beiderseitige Zuneigung zu der kleinen Ziege.
Bei einem Bootsunglück ertrinkt das Zicklein, der Junge rettet das Mädchen.
Wieder zurück im Dorf erkrankt das junge Mädchen und die Hoffnung auf eine Genesung schwindet. Ihr Vater lässt den Jungen holen. Ihm gelingt es, ihren Lebenswillen wieder zu wecken. Da das Mädchen wegen eines Geburtsfehlers hinkt, hat sich ihr Vater damit abgefunden, dass ihre Heiratschancen gering sind. So ist er glücklich, dass sie den hübschen, tüchtigen Jungen liebt und gibt sie ihm zur Frau.
In der Beschreibung der Hochzeitsnacht erlebt der Leser eine große Überraschung und versteht, was die beiden jungen Eheleute verbindet.
Dieses Buch bestätigt das ungeheure Schreibtalent Camilleris, seine Feinfühligkeit mit dem Umgang von heiklen Themen. Bei ihm wirkt alles selbstverständlich und richtig.und gehört unbedingt in eine Bibliothek, in der schon einige Camilleris stehen.






