Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Landbiene:
Stell Dir vor, dass ich Dich liebe
Stell dir vor, dass ich dich liebe von Niven Jennifer
Eigene Inhaltsangabe:
Libby und Jack haben beide ein Problem. Doch Jack versteckt es, während Libbys Problem mehr als offensichtlich ist. Libby ist stark übergewichtig und daher zur Zielscheibe von Mobbing wird. Jack gehört zu den coolsten Typen der Schule. Doch in Wahrheit überspielt er nur seine Krankheit Prospagnosie.
Jack kann nämlich keine Gesichter erkennen und damit nicht Freund oder Feind auseinander halten. Nur bei Libby fühlt er sich verstanden und kann endlich nur mal er selbst sein. Doch ist Jack stark genug zu Libby zu stehen?
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin Jennifer Niven lässt sich locker und flüssig lesen. Sprachlich ist es einfach gehalten, wie man es meist von Jugendbüchern gewohnt ist. Die Geschichte wird im Wechsel aus Libbys und Jacks Sicht erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen und hat die Geschichte lebendig und spannend gemacht. Die Kapitel sind meist sehr kurz und es gibt viele leere bzw. nur halbgefüllte Seiten, sodass das Buch sehr schnell ausgelesen ist. Die Autorin schreibt zwar bildlich, aber überschüttet den Leser nicht mit Details um das Buch in die Länge zu ziehen. Das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Allgemeine Meinung:
Eigentlich hab ich bei diesem Buch etwas ganz anderes erwartet. Das Cover und der Titel liessen mich vermuten das es sich um eine kitschige Liebesgeschichte handeln wird. Allerdings wurde ich eines besseren belehrt. Libby ist eine schlagfertige, selbstbewusste und liebenswerte Protagonistin die man einfach mögen muss. Sie hat schon 140 kg abgenommen und wiegt immer noch über 150 kg. Dafür wird sie natürlich zur Zielscheibe ihrer Mitschüler. Doch Libby lässt sich nicht unterkriegen und kämpft sich immer wieder hoch. Jack hingegen ist eher unsicher und versucht seine Krankheit durch Humor und Coolness zu vertuschen. Auch wenn Jack hin und wieder nicht der Netteste ist, konnte ich mich gut in ihn und sein Handeln hinein versetzen. Im Prinzip haben beide ein großes Problem. Die Geschichte vermittelt wichtige Werte wie Toleranz, Freundschaft, Stärke und Vertrauen. Aber auch das Thema Mobbing und seine Auswirkungen werden behandelt. Die Geschichte vermittelt eine wichtige Botschaft und dies gefiel mir sehr gut. Deshalb finde ich es auch schade das das Cover knall pink ist. Denn das Buch ist für Mädchen und auch Jungs geeignet. Nur das wohl kein Junge es auf Grund von Titel und Cover lesen wird! Schade!
Rezensionen von FlipFlopLady007:
Verlorene Dinge
Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge von Hogan Ruth
Anthony Peardew hat es sich zur Aufgabe gemacht Dinge zu sammeln, die andere verloren haben. Er bewahrt jedes dieser Dinge sehr sorgfältig beschriftet in seinem Arbeitszimmer auf, in der Hoffnung es dem Besitzer irgendwann einmal wiedergeben zu können. Doch soweit kommt es nicht, denn bevor er diese Aufgabe angehen kann, stirbt er.
In seinem Testament überträgt er seiner Erbin Laura diese Aufgabe.
Inhalt:
Der Inhalt dieses Buches hat mir außergewöhnlich gut gefallen. Das Leben von Anthony Peardew ist außergewöhnlich und auch sein Haus scheint magische Kräfte zu besitzen. Die Geschichte hat mich sofort gefesselt und auch erst wieder losgelassen, da als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Die Geschichte, die das Buch erzählt, hat einfach alles, das eine gute Geschichte braucht: Ein bisschen Liebe, ein bisschen Magie, Geheimnisse und ganz tolle Figuren.
Schreibstil und Aufbau:
Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Es lässt sich super lesen und hat meine Fantasie beflügelt. Die Bilder vor meinen Augen entstanden praktisch automatisch, da die Autorin eine tolle bildliche Erzählweise hat. Die Handlung wird niemals langweilig, denn immer wieder gibt es ein Geheimnis oder ein unerwartetes Problem taucht auf. Ein bisschen Spannung ist also immer dabei.
Das Buch unterteilt sich in recht viele Kapitel angenehmer Länge. Das Interessante dabei ist, dass es zwei Erzählstränge aus unterschiedlichen Zeiten gibt, die erst am Ende des Buches zusammen laufen.
Charaktere:
Die Charaktere finde ich allesamt sehr gelungen. Sie sind alle einzigartig und haben etwas besonderes an sich. Da wäre zum Beispiel Sunshine, die kleine Nachbarin von Anthony, die am Down Syndrom leidet und eine tolle Freundin für Laura wird und sie bei ihrer Aufgabe, die verlorenen Dinge zurück zu geben tatkräftig unterstützt.
Cover und Klappentext:
Das Cover des Buches passt perfekt zu diesem außergewöhnlichen Buch. Es hat mir auf den ersten Blick gefallen, denn es hat etwas besonderes an sich.
Der Klappentext hat sofort meine Neugier geweckt. Aus meiner Sicht hält er, was er verspricht und verrät nicht zu viel über den Ausgang dieses Buches.
Fazit:
Dieses Buch ist eines der besten, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Es erzählt eine außergewöhnliche Geschichte, die mich berührt hat.
Rezensionen von Gaby 2707:
Spannende Kurzkrimis und interessante Freizeitipps
Mörderisches Lipperland von Christian Jaschinski
Mörderisches Lipperland ? darunter hatte ich mir, wie bei vielen anderen Krimibüchern mit Freizeittipps aus dem gmeiner Verlag eine Vielzahl von Kurzkrimis von verschiedenen Autoren vorgestellt. Aber hier führt mich Christian Jaschinski selbst an all die mörderischen und interessanten Stellen des ehemaligen Fürstentums Lippe.
Elf Krimis zu einer Story verwoben ? hat mir sehr gut gefallen.
Auf den ersten Seiten erhalte ich einen kleinen Einblick über die geografische Lage und den historischen Verlauf des Lipper Landes. Die Fotos auf der angegebenen Internetseite machen schon vorab Lust auf diese kleine, bemerkenswerte Stelle in Deutschland. Vor jedem neuen Fall wird der Ort oder die Stadt näher vorgestellt. Auch die ?bekannten Kinder? der Stadt werden erwähnt.
Tara Wolf, eine Richterin, die an ihrem Hochzeitstag in der Kirche ihren Mann Angus Buchanan durch einen feigen Anschlag verloren hat, spielt hier die Hauptrolle. Zusammen mit einem Freund, den ich, da er ein großer Jonny Cash und Western Fan ist, gleich gemocht habe, sucht sie nach dem Attentäter. Außerdem bin ich dabei, wie sie einen Golfkurs absolviert und an einer Oldtimerralley teilnimmt.
Der eingestreute Kurzkrimi zum selber basteln hat mir auch sehr gut gefallen.
Ein Freizeitführer durchs Lipper Land der etwas anderen, aber sehr guten Art. Mich hat er angeregt, diesen Flecken Deutschlands endlich auch einmal zu besuchen.
Rezensionen von Tarika:
Viel mehr als nur eine Liebesgeschichte
Stell dir vor, dass ich dich liebe von Niven Jennifer
Jack ist eigentlich ein ziemlich cooler Kerl, sieht gut aus und wird von allen geliebt und begehrt. Obwohl er nach außen so perfekt erscheint, hat er ein großes Problem: Er ist nämlich gesichtsblind und erkennt nicht mal geliebte Personen oder die eigenen Familienmitglieder. Für ihn sieht ein Gesicht aus wie jedes andere.
Missverständnisse, die dadurch entstehen, versucht er mit Coolness zu überspielen, auch wenn er öfters mal in ein Fettnäpfchen tritt. Und dann begegnet er Libby, einer Person, wie sie anders nicht sein könnte. Denn Libby ist übergewichtig und hat mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Dennoch erkennt sie, was hinter der Maskerade von Jack steckt. Endlich kann er bei zumindest einer Person er selbst sein?
»Niemand hat das Recht, dir zu sagen, was du tun kannst und was nicht. Du selbst auch nicht.« (S. 276)
?Stell dir vor, dass ich dich liebe? von Jennifer Niven konnte mich wunderbar unterhalten. Zunächst ist mir besonders der angenehme Schreibstil aufgefallen, der den Leser schnell in seinen Bann zieht. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Jack und Libby erzählt. Die Kapitel sind oft sehr kurz, was mich allerdings nicht gestört hat. Ganz im Gegenteil, so hat man schnell mal mehr gelesen, als man eigentlich vorhatte.
Aber nicht nur der Schreibstil konnte mich überzeugen, auch die Geschichte an sich. Die Charaktere von Jack und Libby sind wirklich hervorragend gezeichnet und ich muss gestehen, dass ich mich schon ein klein wenig in die beiden verliebt habe. Auch wenn Jack mir manchmal ein wenig mit seiner Art auf die Nerven ging, so konnte man dennoch mit ihm fühlen. Er lässt zwar oft den Coolen raushängen, ist aber in Wahrheit ein wirklich liebeswerter Kerl. Hier kommt auch die Erzählung aus der Ich-Perspektive zugute, denn man so erfährt man wirklich viel über den männlichen Protagnisten, seine Emotionen und Gedanken. Noch besser als Jack hat mir aber Libby gefallen. Sie hat ein wirklich schweres Los, aber ihr Mut, ihre Stärke und ihr gefestigter Charakter haben mich nicht nur begeistert, sondern auch nachhaltig beeindruckt. In den beiden Protagonisten steckt wirklich viel Liebe zum Detail, wohingegen alle Nebencharaktere in der Hauptsache tatsächlich nebensächlich bleiben und man nur hier und da ein kleines Detail gestreut bekommt. Dieser Fakt hat mich persönlich nun nicht gestört, da für mich Jack und Libby sowieso immer im Vordergrund standen.
Auch die hier vorliegende Thematik ist ein wichtiges Thema, das von der Autorin einfühlsam, aber dennoch mit der Härte der Realität behandelt worden ist. Deshalb empfand ich es umso wichtiger und wertvoller, wie Libby sich dem Leben stellt und auch ihre Stärke zeigt, auch wenn es für sie nicht immer so einfach ist. Weiterhin ist eine weitere wichtige Lektion, sich selbst so zu lieben wie man ist, sich selbst zu akzeptieren.
Dieses Buch ist viel mehr als nur eine Liebesgeschichte zwischen Teenagern, sondern auch eine Geschichte, sich selbst zu lieben! Wunderbar geschrieben und mit zwei unglaublich starken Protagonisten. ?
Rezensionen von nuean:
Tolles Buch über zwei Teenager, die trotz oder wegen ihrer Probleme zueinander finden
Stell dir vor, dass ich dich liebe von Niven Jennifer
Klappentext:
Der eine Mensch, der dein Leben verändert ? Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus.
Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein. Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen? Eine Geschichte über die eine wahre Liebe, die dir das wunderbare Gefühl schenkt, mit all deinen verdammten Fehlern perfekt zu sein.
Cover:
Mir ist das Cover sofort anhand der Farben aufgefallen. Ich liebe pink und es hat mir gut gefallen. Den Bezug zum Buch sehe ich allerdings nicht.
Meine Meinung:
Ich glaube ich habe ein Buch in diesem Umfang noch nie so schnell gelesen. Die Kapitel sind kurz und abwechselnd aus Jacks und Libby´s Sicht geschrieben und so fliegt man nur so durch das Buch. Der Schreibstil ist flüssig, locker und leicht und trotz der Ernsthaftigkeit der behandelten Themen humorvoll.
Die Charaktere haben mir besonders gut gefallen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzten. Libby ist stark, selbstbewusst und lässt sich nicht unterkriegen. Trotz des Mobbings, der Blicke und Sprüche ihrer Mitschüler kämpft sie für sich und ihren Traum. Anfangs fand ich es traurig, dass sie nach außen so stark ist, aber sie innerlich selbst fertig gemacht hat. Sie hat die Unterstützung ihres Vaters und findet Freunde und die Liebe. Sie ist mein Lieblingscharakter. Jack zu verstehen war etwas schwierig, da ich mir seine Krankheit nicht richtig vorstellen konnte, trotzdem ist er ein toller Kerl, Freund und besonders ein toller Bruder. Beide allein sind schon sehr stark und kämpferisch, aber zusammen können sie die Welt verändern.
Gut gelungen fand ich auch die Rückblicke in die Vergangenheit der Beiden, die zeigen, dass ihre Verbindung doch schon länger besteht.
Fazit:
Ein tolles Buch mit ernsten Themen, voller Emotionen und Humor.
Rezensionen von Caroline :
Ein Serienmörder geht um
Das Opfer Null von Inverni Federico
Anna ist Profilerin und bearbeitet einen schweren Fall. Es wurden 4 junge Frauen ermordet, scheinbar vom gleichen Täter. Also ist ein Serienmörder in der Stadt unterwegs. Anna braucht eine neue Sichtweise, Hilfe um den Fall schnell aufzuklären. Deshalb wird ihr Lucas vorgestellt. Sein Ruf eilt ihm voraus, denn seit er seine Familie verloren hat, widmet er sich den schwierigsten Fällen und das mit unglaublicher Effizienz.
Lucas denkt anders und sieht seine Umwelt komplett anders. Dies hindert ihn zwar oft mit anderen Menschen in Kontakt zu treffen, aber sein Geist arbeitet pfeilschnell und sehr präzise. Damit zieht er neue Schlüsse, die sie endlich in den Ermittlungen weiterbringen.
Anna und Lucas kommen dem Täter näher, aber beide schleppen einen großen Rucksack an emotionalen Problemen mit sich, die sie während der Arbeit stark behindern könnten. Die Abgründe in die sie schauen, ziehen sie immer wieder in ihre eigene Alpträume.
Wie hat es mir gefallen?
Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Dieses Jahr hatte ich bei Krimis/Thrillern nicht immer ein gutes Händchen und ich habe fast schon an mir und meiner Auswahl gezweifelt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, deshalb ging ich voller Erwartungen in die Lektüre.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Geschichte ist verworren, verwirrend, spannend und somit nicht ganz leicht zu lesen. Ich konnte es nicht so einfach weg lesen, sondern musste mich sehr konzentrieren, damit mir ja kein Hinweis bzw. Tipp entgeht.
Anna und Lucas haben mich beide staunen lassen. Anna beherrscht ihr Handwerk als Psychiaterin. Sie sieht Zusammenhänge und öffnet somit neue Ermittlungswege. Fast schon unheimlich arbeitet ihr Geist. Besonders als Frau ist es im Polizeiapparat schwierig erfolgreich zu sein. Sie kämpft um Anerkennung und Respekt. Durch ihre unglaubliche Arbeit gelingt ihr dies auch. Ihre Vergangenheit schwebt jedoch ständig über ihr und vor allem in diesem Fall, könnten ihre Dämonen die Lösung boykottieren.
Lucas ist als Geist bekannt. Sein Mitwirken bei diversen schwierigen Fällen ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Seit er seine Familie verloren hat, hat sich sein Leben komplett verändert. Es scheint fast, dass es ihm egal ist, ob er lebt oder stirbt. An Tatorten ist er allerdings kaum zu übertreffen. Er kann diese lesen und interpretieren, wie kaum ein anderer.
Es sind diese Augenblicke, die mich unglaublich in den Bann gezogen haben. Die Beschreibungen und Schlüsse, die Lucas und Anna gemeinsam ziehen, machen die zwei zu einem genialen Ermittlerduo.
Alles in allem spielt sich die Geschichte in einem recht kurzen Zeitraum von ein paar Tagen ab. Es passiert also ständig etwas. Wir erleben sie abwechselnd aus der Sicht von Lucas und Anna, die in der Ich-Perspektive erzählt. Der Handlungsort ist Haven und ich konnte nicht genau herausfinden, wo sich dieser Ort befindet und somit ist dieser ein fiktiver Ort, der in jedem Land mit Großstädten finden könnte. Das Böse gibt es überall, wo Menschen gedrängt zusammen leben.
Als Leser wissen wir somit viel, aber leider nicht alles. Das mindert den ?Mit-Rate-Faktor? erheblich. Was ich persönlich schade finde. Deshalb ziehe ich einen Stern ab.
Rezensionen von Caroline :
Auf der Suche nach dem wahren Täter
Die Entführung von Karin Lindberg
Megan wird entführt und findet sich unvermittelt in einer gemütlichen Hütte mitten im Wald. Bald stellt sich heraus, dass Hunter ihr Entführer ist. Hunter war CFO im Familienunternehmen der Prescotts, doch dann wurde er des Betrugs überführt und entlassen. Allerdings ist er unterschuldig und möchte mit Megan gemeinsam herausfinden, wer tatsächlich hinter dem Verbrechen steht.
Die Zusammenarbeit bringt Megan und Hunter ziemlich nah zusammen und bald schon sprühen die Funken. Denn schon in der Vergangenheit fand sie einander sympathisch, wollten jedoch ihre berufliche Beziehung nicht aufs Spiel setzen.
Wie hat es mir gefallen?
Dies ist der zweite Teil der Prescott Sisters und man kann ihn auch lesen, ohne das erste Buch zu kennen. Da ich bin ja ein Verfechter des Lesens in der richtigen Reihenfolge bin, lege ich euch auch Teil 1 ans Herz.
Wieder spielt die Geschichte in Shanghai und dieses Mal steht Megan im Mittelpunkt. Die älteste Schwester, die ständig arbeitet und darüber ihr Privatleben vergisst. Die Entführung zwingt sie einige Tage ohne Arbeit, Handy und Internet zu verbringen. Diese Situation ist aber für mich der größte Kritikpunkt. Einer Entführung kann ich nichts Positives abgewinnen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht durch körperliche Gewalt erzwungen wird.
Aber wenn ich darüber hinwegsehe, dann entspinnt sich damit eine nette Krimihandlung rund um den Betrug in Megans Firma.
Hunter ist Koreaner und damit wird auch seine recht distanzierte Haltung erklärt, zwar bin ich kein Experte für asiatische Eigenschaften und Charaktereigenschaften, aber ich denke Zurückhaltung gehört auf jeden Fall dazu. Er überrascht mich aber auch bei der einen oder anderen Gelegenheit. Vor allem zum Ende hin hat er mich auf seine Seite gezogen.
Wie auch das erste Buch gefiel mir diese Geschichte und ich freue mich auf die weiteren Prescott Schwestern.
Rezensionen von rewa:
Dumm gelaufen
Die Entführung von Karin Lindberg
Für Adele ist eines wichtig- alles muss perfekt sein und nichts darf dem Zufall überlassen werden. Deshalb wünscht sie sich zu ihrem 50. Geburtstag ihr eigenes Begräbnis. Glücklich darüber, dass sie von Einladungskarten, bis zum Leichenschmaus alles organisieren kann, folgt der Höhepunkt, als sie endlich im Sarg liegend vergraben wird.
Doch der perfekte Tag verläuft dann doch anders als geplant.
Aus der booksnacks Reihe beglückt uns die Autorin Daniela Noitz mit einer bitter bösen, aber sehr humorvollen Kurzgeschichte. Die Figur der Adele wird sehr witzig und pedantisch beschrieben, fast schon krankhaft perfekt sein zu wollen. Man schmunzelt als Leser, ob der Einfälle und Gedanken, die sich Adele macht wegen ihrer eigenen Beerdigung. Man wartet auf das Ende und bekommt eines präsentiert, mit dem man eigentlich so nicht gerechnet hätte. Ein gelungener Leckerbissen für Zwischendurch.
Rezensionen von rewa:
Flammende Leidenschaft
Die Entführung von Karin Lindberg
,, Verzehrende Flammen´´ von Reiner Strunk ist bereits der dritte Fall des Pfarrer Beermann. Auch wenn man die beiden vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos diesen Kirchenkrimi lesen.
Rätselhafte Brandanschläge auf kirchliche Gebäude, bei dem sogar ein Menschenleben zum Opfer fällt, machen sprachlos und erschüttern.
Da sich Pfarrer Beermann deswegen in gewisser Weise schuldig fühlt setzt er alles daran gemeinsam mit Hauptkommissar Perler den oder die Täter zu finden. Es gibt immer wieder neue Spuren, sei es ein möglicher Stalker oder die Gruppierung ASK ? Aktion Saubere Kirche, die zu den Verdächtigen gehören, aber die richtigen Hinweise lassen sich erst im Laufe der Zeit wie ein Puzzle zusammen setzen. Dabei erfährt Pfarrer Beermann erschütternde Details und merkt immer wieder, wie schwer es sein kann wenn Menschen scheinbar aus Liebe oder falschverstandener Ideologie handeln.
Die Themen Feuer und Flammen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman. Da der Autor Reiner Strunk ein ehemaliger Pfarrer ist, hat er immer wieder biblische Geschichten wie z.b Sodom und Gomorrha oder der biblische Prophet Elia, dazu eingebaut. Aber auch geschichtliche Ereignisse aus der Vergangenheit wie z.B Napoleon und die Flammenhölle von Smolensk oder die Atombomben auf Japan. Er macht sich aber auch viele Gedanken über Themen der Gegenwart sei es Radikalisierung, Anschläge auf Flüchtlingsheimen oder Homosexualität. So werden Spannung und Alltagsgeschehnisse miteinander verbunden.
Es ist ein eher ruhiger, mehr durch Gefühle und Gedanken geprägter Roman. Kommissar Perler fällt als Charakter eher wenig auf. Pfarrer Beermann hingegen wird nicht als Übermensch dargestellt, sondern als ein Mann, der seine Fehler, Vorurteile und Schwächen erkennt und mit seinen eigenen Dämonen kämpft. Ein angenehm zu lesender Roman, der sicherlich dazu beiträgt über gewisse Dinge nach zu denken, die das Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft, sexueller Ausrichtungen, religiöser und ideologischer Ansichten betreffen.
Rezensionen von Janine2610:
Die Distanz zwischen Traum und Realität
Minnesota Winter von Elli H. Radinger
Elli H. Radinger hat mit »Minnesota Winter« einen abenteuerlichen Liebes-Wildnis-Roman geschaffen, der auch gleichzeitig ihre Autobiografie darstellt. Die (damals) in Deutschland lebende Autorin beschreibt darin ihre Liebe zur Natur und den Tieren (allen voran den Wölfen) und wie sie es geschafft hat, sich ihren Traum vom Leben in der Wildnis, im Einklang mit der Natur, zu erfüllen.
Dass das Ganze auch mit einer Menge Entbehrungen einhergehen würde, war ihr erst nicht derart bewusst.
~ Wenn die Existenz auf die Basis reduziert wird, erlangen andere Dinge Bedeutung, und wir beginnen, uns selbst zu entdecken. ~
(S. 299)
Manch einer hat ja manchmal diese Anwandlung, einfach seine Sachen zu packen, wegzugehen und mitten im nirgendwo in einer Waldhütte weit abseits der Gesellschaft, und ebenso weit entfernt von Straßen- und Menschenlärm, zu leben. Dass dieses Vorhaben nicht ausschließlich romantisch ist und so ein Leben mitunter sehr anstrengend werden kann, hat die Autorin am eigenen Leib erfahren müssen. In Ellis Fall kam nämlich ein Mann hinzu, der ihr die erste Zeit des Ausstiegs zwar noch erleichtert und sehr schön gemacht hat, aber im Laufe des weiteren Kennenlernens hat sich herausgestellt, dass ebenjener Mann ziemlich engstirnig, verurteilend, kontrollsüchtig und intolerant ist, worunter Elli, je mehr Zeit sie mit ihm verbracht hat, richtig gelitten hat. Aber nicht nur das, zum Ende hin hat ihr Wildnismann sogar seine gewaltbereite Seite gezeigt ...
Wenn ich mir vorstelle, kilometerweit von der nächsten Zivilisation entfernt zu sein und ich mich mit einem unberechenbaren Mann in einer kleinen Waldhütte aufhalten würde, ohne großartige bzw. schnelle Fluchtmöglichkeit, wird mir ganz mulmig zumute. Wie sich Elli in dieser Situation gefühlt hat, kann ich mir also denken - und das wird, wie ich finde, in diesem Buch auch hervorragend von ihr rübergebracht.
~ Ich glaube, der Verlust eines Traums, der Vorstellung, wie das Leben hätte sein können, ist stets wie ein kleiner Tod, den wir betrauern müssen, um danach wie Phoenix aus der Asche zu steigen und neu zu beginnen. ~
(S. 291)
Teilweise konnte ich die Autorin aber auch nicht verstehen. Ihr Wildnismann Greg kommt hierin nämlich abwechselnd lieb und dann wieder wie ein Monster oder wenigstens wie ein äußerst unguter/unangenehmer Zeitgenosse rüber, und ich hatte so den Eindruck als würden Gregs negative Seiten deutlich überwiegen, dennoch hat Elli ihm immer und immer wieder eine Chance gegeben. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, als wäre sie masochistisch. Wer gibt sich denn noch länger mit einem Mann wie Greg, der sie so respektlos behandelt, ab? - Leben in der Wildnis hin oder her. Da wäre ich mir selbst viel zu wichtig, als dass ich das ignorieren oder drüber hinwegsehen könnte. Bei der allerersten schlechten Behandlung hätte ich schon meine Sachen gepackt und ihn verlassen. Sich so etwas auf Dauer gefallen zu lassen bzw. zu warten, bis der Mann komplett ausgereizt ist, das wäre mir nicht eingefallen ...
Jedenfalls ist es wirklich spannend zu lesen gewesen, wie Elli das alles durchgestanden und überlebt hat, ohne Schaden davonzutragen. So ein Leben in der Einsamkeit und Stille der Wildnis hat schon was Reizvolles, das muss auch ich gestehen, aber dass das auch Schattenseiten hat, muss man sich auch erst mal bewusst machen und eingestehen. Wer mit dem Gedanken spielt, auszusteigen, für den ist das Buch bestimmt was; für alle anderen, die Fans abenteuerlicher (realer) Geschichten sind, die sind mit »Minnesota Winter« wahrscheinlich ebenfalls gut beraten.







