Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Krimine:
Ein anheimelnder Wohlfühlroman mit kleinen Schwächen
Der kleine Teeladen zum Glück von Manuela Inusa
In der Valerie Lane, einer romantischen Gasse in Oxford betreibt Laura Harper einen kleinen Teeladen, in dem ihre Kunden nach Herzenslust stöbern und probieren können. Aber nicht nur das Ausschenken von Tee bereitet der sympathischen Ladenbesitzerin viel Freude, sondern Laura ist auch immer mit dem Herzen dabei, wenn sie jemandem helfen kann.
Nur mit der Liebe will es nicht so richtig klappen, obwohl Laura bereits seit einem halben Jahr von dem smarten Teelieferanten Berry träumt. Doch so unbeholfen, wie sie in diesen Dingen ist, gibt es kaum eine Chance, mit Berry glücklich zu sein. Ein Dilemma, dass ihre Freundin Orchid erkennt und für das sie auch gleich eine Lösung weiß.
"Der kleine Teeladen zum Glück" ist ein anheimelnder Wohlfühlroman, der am besten auf der heimischen Couch mit einer Tasse Tee zu genießen ist. Denn das erfrischende Getränk und jede Menge Herzensangelegenheiten bilden den Mittelpunkt des turbulenten Geschehens, das mit viel Gefühl, einer kleinen Portion Humor und mit einigen Lebensweisheiten in Szene gesetzt worden ist. So geht es in diesem Roman vor allem darum, Menschen glücklich zu machen und wenn es nur mit einer warmen Strickjacke oder einem Lieblingsessen ist. Denn neben Lauras Liebesproblem kümmern sich die fünf in der Valerie Lane ansässigen Ladenbesitzerinnen auch darum, dass ein Obdachloser ein Stück Heimat findet und eine alte Frau nicht mehr so einsam ist.
Als Auftakt einer neuen Reihe funktioniert "Der kleine Teeladen zum Glück" wunderbar. Bereits nach einigen Seiten fühlt sich der Leser in der Valerie Lane zu Hause und nimmt Anteil an den Ereignissen, die eine quirlige Geschenkeverkäuferin, eine aufopferungsvolle Antiquitätenhändlerin, eine als graue Maus zu bezeichnende Wolladenbesitzerin, eine begnadete Pralinenherstellerin und die bereits hinlänglich erwähnte Lauri als Teeladenbesitzerin erleben. Angenehm flüssig erzählt, mit sympathischen Charakteren und einer interessanten Geschichte über die Namensgeberin der Straße versehen, versteht es dieser Roman gut zu unterhalten. Allerdings dauert es etwas zu lange, bis die eigentliche Story in Fahrt gerät, die dann auch noch viel zu plötzlich ein Ende findet.
Fazit:
Mit vielen Gefühlen und der Aussicht auf weitere Besuche in der Valerie Lane hat es "Der kleine Teeladen zum Glück" verstanden, den Leser für sich zu gewinnen und mit einigen interessanten Teerezepten aus Laries Lädchen zum Nachkochen und Selberprobieren zu verführen.
Rezensionen von rewa:
Pepe auf Verbrecherjagd
Pepe S. Fuchs - Mumienjäger von Steffen Schulze
Pepe S. Fuchs wacht in einem Zimmer des Bundeswehrkrankenhauses in Berlin auf. Eine neben ihm liegende von Kopf bis Fuß in Verbände gehüllte Person, fleht ihn stumm um Hilfe an. Doch am nächsten Tag ist die ,,Mumie´´ verschwunden und keiner weiß etwas von deren Existenz.
Währenddessen verschwindet das modernste Kampfflugzeug der chinesischen Luftwaffe bei einer Pariser Luftfahrtschau.
Auf Guernsey gelingt es dem ehemaligen Reporter Harry Zimmermann davon Fotos zu machen, nichts ahnend, dass schon bald der chinesische Geheimdienst seine besten Agenten schickt, die mit allen Mitteln an die Fotos herankommen möchten.
Pepe wird immer mehr in gefährliche Aktionen verwickelt, wo er selbst und auch seine Cousine Bianca nur knapp mit dem Leben davon kommen. Was hat die brutale Motorradrockerbande die Nachtwölfe mit Bianca zu tun? Und warum ist Han, Agentenführer im chinesischen Auslandsgeheimdienst, zufrieden damit, dass ihr Kampfflugzeug verschwunden ist? Erst in die Nähe des Fliegerhorsts Holzdorf kommt es zum spannenden Showdown.
Der Autor Steffen Schulze knüpft mit seinem Roman ,, Pepe S. Fuchs – Mumienjäger ´´ nahtlos an seinen ersten Band ,, Pepe S. Fuchs – Feldjäger´´ an. Die Geschichte bietet Spannung, feinen Humor, ausgeklügelte Handlungsabläufe und Überraschungseffekte. Zu erwähnen ist, dass es einige Handlungsstränge gibt, die immer wieder abwechseln. Man kann mit bis zu ca. 6 verschiedenen Erzählsträngen rechnen, die sich aber wie bei einem Puzzle Stück für Stück zusammen setzen, bis am Ende ein Gesamtbild entsteht. Es hat mich immer fasziniert, wie es der Autor geschafft hat, scheinbar unwichtige Begebenheiten einfließen zu lassen, die aber letztendlich wichtig für die Handlung waren. Seine Protagonisten bieten alles, was das Leserherz begehrt. Vom liebenswürdigen Tollpatsch, über geheimnisvolle Frauen bis zu wahre Helden.
Ein flüssig und schnell zu lesender Roman, der einen von Beginn an gleich gefangen nimmt und wo man es kaum erwarten kann, welch geniale Einfälle als nächstes den Leser erwarten. Eine Fortsetzung ist unbedingt erwünscht.
Rezensionen von Natascha Chiara:
„wöll töll völl“ – ein Ötztal-Buch der etwas anderen Art mit Weltneuheit
Wöll Töll Völl - Mythos Ötztal von Stecher Bernhard
Einmal Lehrer, immer Lehrer. Das dachte sich wohl auch der Ötztaler Autor Bernhard Stecher, der dieser Tage sein Buch „wöll töll völl“ auf den Markt gebracht hat. Wie unschwer zu erkennen, geht es in diesem um den Ötztaler Dialekt mit seinen für ihn charakteristischen Umlauten, aber eben nicht nur.
Stecher geht es ganz offensichtlich um mehr. Und deshalb strickt er wie ein guter Pädagoge den roten Faden zu einem Geflecht, zu etwas, das einen in den Bann zieht und bei dessen Gebrauch man vergisst, dass man lernt. Unterhaltung als Weiterbildung.
„Ich stand vor der Frage, wie man unseren einzigartigen Dialekt einem breiteren Publikum schmackhaft machen könnte“, erinnert sich Stecher an den Beginn der Arbeiten zu „wöll töll völl“. Außerdem war es ihm ein Anliegen, dass Leser des Buches die Sprachsequenzen auch anhören können und nicht nur vor sich sehen. Herausgekommen ist eine unterhaltsame Mischung aus Geschichten zum Lachen, die etwa von Missverständnissen handeln, anregenden Gedanken und eine bewusst kritische Sichtweise auf das vom Massentourismus geprägte Tal. Zielsicher nimmt der Autor diverse Namensgebungen aufs Korn, die von wenig Beschäftigung mit der Materie zeugen. Dazwischen gibt es immer wieder Hörsequenzen, welche die Sache auflockern, ebenso wie die vielen Handzeichnungen, von denen der Autor in dem für ihn typisch trockenen Humor meint, sie müssten vermutlich von einem Ausländer stammen. Schließlich habe es in holprigem Deutsch geheißen, „Selbst ist der Mann (der die Zeichnungen gemacht hat)“. Ein Buch also der etwas anderen Art und Weise, fern von Folklore und Mainstream, welches die Agentur www.bp10.at herausgebracht hat, und das in den Tyrolia-Buchhandlungen (auch online) oder im Ötztal etwa im Geschenkstadl (Längenfeld- Au) oder im Umhauser Postladele erhältlich ist. ISBN 978-3-200-05132-4, 19,95 €.
Bezirksblätter, Ausgabe Imst
Rezensionen von yellowdog:
Warmherziger Roman
Herrn Haiduks Laden der Wünsche von Florian Beckerhoff
Bei dem kurzen Roman fällt zunächst die Erzählperspektive auf. Die Ichfigur ist ein Schriftsteller, dem der Ladenbesitzer Herr Haiduk eine Geschichte erzählt. Fasziniert hört der Schrifsteller zu, und mit ihm wir Leser. Es die Geschichte um den Lottogewinn und die verlorene Quittung dafür.
Eigentlich ist der Schriftsteller ein neutraler Zuhörer, aber das wird sich im Verlaufe der Handlung noch ändern.
Zentrale Figur ist eigentlich Alma, die die Lottoscheinquittung gefunden hatte und zusammen mit Her Haiduk und seinem Gehilfen Adamo versucht, den wahren Besitzer und Gewinner zu identifizieren. Viele Bewerber finden sich im Laden ein. Jeder will der echte Gewinner sein und präsentiert seine dafür passende Story über den Verlust. Darin liegt für mich der Kern des Romans. es geht um die Menschen.
Durch den sympathischen Mr.Haiduk wird gewertet, aberr er ist tolerant, verurteilt nicht. das aht mir gut an dem buch gefallen.
Alma ist kritischer, sie glaubt, die Lügen sofort durchschauen zu können, aber das wird mit der zeit immer schwieriger. Alma ist eine zurückhaltende, junge Frau, die meist schweigend durchs Leben geht.
Durch die Situation öffnet sie sich ein wenig und das ist ein weiteres wichtiges Thema des Romans.
Über den weiteren Verlauf möchte ich hier noch nicht zu viel verraten.
Herr Haiduks Laden der Wünsche ist ein warmherziger Roman, der in einer Tradition vergleichbarer und beliebter Romane steht, zum Beispiel Mr.Peardews Sammlung der verlorenen Dinge.
Rezensionen von Rebecca1493:
Hatte mir mehr erhofft
Herrn Haiduks Laden der Wünsche von Florian Beckerhoff
In meinen Augen ist das Cover ein Blickfang und im Zusammenspiel mit dem Namen der Autorin konnte das Buch relativ schnell mein Interesse wecken. Allerdings ist mir nicht so ganz klar, weshalb eine Rose abgebildet ist, denn damit hat die Geschichte wenig zu tun. Ein Hochzeitskleid wäre in Anbetracht des Inhalts vermutlich aussagekräftiger gewesen.
In den letzten Tagen habe ich in sehr kurzer Zeit inklusive des Buches "Deadly Ever After" drei Bücher der Autorin Jennifer Armentrout bzw. J. Lynn gelesen. Auch wenn die vorherigen beiden Geschichten nicht dem Genre "Sexy Crime" angehört haben, habe ich doch die ein oder andere Formulierung bzw. Thematik wiedererkannt, weshalb ich vielleicht deswegen einen gewissen Überdruss verspürt habe. Meine Erwartungen waren ebenfalls enorm, da ich schon einige Wochen auf das Buch gewartet und es unbedingt mein Eigen nennen wollte. All das kann vielleicht erklären, dass ich entgegen vieler anderer Leserstimmen kein Loblied über die Geschichte anstimmen kann.
Ganz gewiss lag es nicht am Schreibstil, der wie immer sehr gut von der Übersetzerin aufgenommen wurde und in der deutschen Sprache das Lesen zu einem kurzweiligen Erlebnis gemacht hat. Wie auch bei ihren vorherigen Romanen werden die Geschehnisse ausschließlich aus der Sicht der weiblichen Hauptperson, in diesem Fall Sasha, erzählt. Allerdings kommt wie in vielen anderen Romanen des Genre "Erotischer Thriller" der Täter zu Wort um die Spannung zu steigern. Diese Vorgehensweise war mir durch Romane der Autorin Nora Roberts bekannt. Wer also Bücher dieser Kategorie gerne liest, ist definitiv gut aufgehoben.
An Spannung mangelt es auf keinen Fall. Bis kurz vor Schluss konnte ich nicht wirklich einen Tipp abgeben, wer der Täter sein könnte, auch wenn es im Vorfeld den ein oder anderen Verdachtsmoment gegeben hat. Warum auch immer konnte mich die Geschichte trotz des Spannungsbogen nicht wirklich in Beschlag nehmen. Gewisse Aspekte wirkten auf mich doch etwas zu konstruiert. Außerdem waren es mir dann doch etwas zu viele Todesfälle, die schlussendlich zu beklagen waren. Für zarte Gemüter ist das vielleicht doch etwas zu viel des Guten. Aber auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen, da sie starke Ähnlichkeit mit dem "Beziehungsdrama" hatte, das im Buch "Fire in you" von J. Lynn (alias Jennifer Armentrout) vorkam. In diesem Falle wäre es wohl besser gewesen, ich hätte die beiden Romane mit einem gewissen zeitlichen Abstand zueinander gelesen. Vermutlich hätte ich die Geschichte "Deadly Ever After" dann in einem anderen Licht gesehen.
Der abschließende Epilog passt zwar irgendwie zum Stil der Autorin Jennifer Armentrout, hätte aber in meinen Augen nicht unbedingt den Abschluss des Buches bilden müssen. Gewisse Aspekte kann man auch der Fantasie des Lesers überlassen.
Fazit: Das Buch ist durchaus ein gelungener Sexy Crime Roman, allerdings erschienen mir einige Situationen zu konstruiert. Der Funke konnte leider nicht gänzlich überspringen. Aber für Liebhaber dieses Genre auf jeden Fall empfehlenswert.
Rezensionen von Caroline :
Wie lebt man ohne Erinnerungen und nur mit Tagebuch
Memory Game - Erinnern ist tödlich von Yap Felicia
Ein Mono ist ein Mensch, der sich nur an den letzten Tag erinnern kann. Ein Duo dagegen erinnert sich an die letzten zwei Tage. Die Menschen führen deshalb akribisch Tagebuch. Früher handschriftlich und nun mit Hilfe eines iDiarys. Da versuchen sie die Fakten so gut wie möglich auswendig zu lernen.
Claire ihres Zeichens Mono, öffnet eines Tages die Tür und vor ihr steht ein Polizist, der ihren Mann Mark, ein Duo, zu einem Mordfall befragen will. Im nahe gelegenen Fluss Cam wurde eine Frauenleiche entdeckt. Diese Frau soll ein Verhältnis mit Mark gehabt haben und nun steht er im Focus der Ermittlungen.
Claire erfährt nun Dinge, die sie bisher nicht gewusst hat oder kann sie sich einfach nicht daran erinnern? Erzählt Mark ihr die Wahrheit, oder ist er ein Lügner und Betrüger?
Wie hat es mir gefallen?
Zuerst möchte ich mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, für die gelungene Bloggeraktion und den organisierten Live-Chat mit der Autorin.
Beim Lesen dieser Geschichte musste ich öfter innehalten und nachdenken. Schließlich geht es in dem Buch, um Menschen, die nicht das gleiche Erinnerungsvermögen haben wie wir.
Es ist wichtig, hier zwischen Erinnerung und Gedächtnis zu unterscheiden.
Erinnerung: Fähigkeit, sich an etwas zu erinnern, Besitz aller bisher aufgenommenen Eindrücke; (Quelle: Duden)
Gedächtnis: Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen oder psychische Vorgänge (im Gehirn) zu speichern, sodass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können; Vermögen, Bewusstseinsinhalte aufzubewahren, zu behalten, zu speichern und sich ins Bewusstsein zurückzurufen, wieder zu beleben; (Quelle: Duden)
Erzählt wird die Geschichte vom vier Personen: Claire, Mark, Sophia (das Opfer) und Hans (dem Polizisten). Langsam lernen wir alle Figuren kennen. Sie erzählen aus ihrer Gegenwart und lesen aus dem Tagebuch vor. So erhalten wir Einblicke in die Vergangenheit, die manchmal auch schmerzhaft sein kann.
Alte Tagebucheinträge können neu interpretiert werden, der Spielraum für neue Sichtweisen ist groß. Wie ehrlich ist der Schreiber des Tagebuchs zu sich selbst? Da die Erinnerung spätestens nach zwei Tagen dahin ist, sollte alles Wesentliche aufgeschrieben werden. Aber wie geht man mit traumatischen Erinnerungen um?
Der Autorin ist eine spannende Geschichte gelungen, die uns in eine gegenwartsähnliche Welt versetzt. Diese unterscheidet sich durch das verminderte Erinnerungsvermögen der Menschen. Distanzierte Schilderungen von Ereignissen aus der Vergangenheit bilden die Grundlage und ergänzen so die Erlebnisse der Gegenwart.
Dachte ich mir anfangs noch, dass es eine eher gefühlsarme Geschichte zu sein scheint, wurde ich eines Besseren belehrt. Mit Fortgang der Story erstellt man Vermutungen, über das Wieso, Warum und Wer. Es ist ein Roman zum Mitraten und Miträtseln, doch seid gefasst auf ein paar Wendungen.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von Caroline :
Ein wundervoller Winterroman
Sternenwinternacht von Karen Swan
Banff in den Rocky Moutains ist bekannt für sein Mountain Filmfestival im Oktober/November. Es ist ein Paradies für Wintersportler und im Sommer für Wanderer.
In dieser wundervollen Umgebung lebt Meg und bereitet ihre Hochzeit mit Mitch vor. Schon lange sind die zwei ein Paar. Nun ist es endlich soweit – genau am 1.
April möchten sie sich das Ja-Wort geben.
Während eines gewaltigen Schneesturms wird Megs Welt komplett auf den Kopf gestellt. Da ihre gemütliche Hütte ohne Telefon- und Internetempfang ist, setzt sie mittels eines Funkgeräts einen Hilferuf ab. Sie landet bei Jonas, der die Rettungskette in Gang setzt.
Nach dieser Nacht ist nichts mehr wie es war und Meg setzt ihr Leben fort, so gut wie möglich. Einzig Jonas, der so weit weg erscheint, vertraut sie sich an und gibt ihm Einblick in ihr Seelenleben.
Wie hat es mir gefallen?
Ich gebe es zu, dieses Mal habe ich mich aufgrund des Covers für das Buch entschieden. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Der Titel „Sternenwinternacht“ ist unglaublich gut gewählt, aber es ist kein wirklicher Weihnachtsroman.
Im Mittelpunkt steht Meg, die sich scheinbar sehr wohlfühlt in Banff mitten in den Bergen. Eine mögliche Karriere als Designerin hat sie zu Gunsten ihres Freunds Mitch aufgegeben. Mitch und sein bester Freund Tuck betreiben eine Firma, die hochwertige Snowboards herstellt. Seit einige Sportler damit Contests gewonnen haben, geht es mit dem Unternehmen stetig bergauf. Meg hat das Design für die Boards gestaltet.
Megs beste Freundin Lucy ist mit Tuck verheiratet und zu viert verbringen sie viel Zeit miteinander. Diese Freundschaft hat sich über die Jahre immer mehr gefestigt. Die neuen Gegebenheiten jedoch stellen sämtliche Verbindungen auf die Probe.
Als ihre Schwester Ronnie sie zu einem Besuch nach Toronto überredet, sieht Meg ihre Entscheidungen in ihrer Vergangenheit in einem völlig anderen Licht.
Die Geschichte steht und fällt mit den Hauptfiguren, die anfangs recht durchschaubar erscheinen. Jedoch täuscht dies gewaltig. Sowohl Meg, Lucy, Mitch und Tuck überraschten mich.
Liebevolle Erwähnung sollte Dolores erhalten. Ihres Zeichens Besitzerin des Outdoor-Stores in Banff. Bei ihr ist jeder Einheimische und Tourist in guten Händen, wenn es um Skifahren, Snowboarden oder Wandern geht. Sie ist eine Art Mutterersatz für Meg und steht ihr stets bei.
Ins Herz geschlossen habe ich auch Badger, Mitchs und Megs Mischlingshund. Eine treuere Seele hätte sich die Autorin nicht ausdenken können.
„Sternenwinternacht“ ist nicht nur eine einfache Liebesgeschichte. Natürlich steht die Liebe im Mittelpunkt, aber es werden noch viele andere Themen angeschnitten, die das Buch eindeutig aufwerten und vervollständigen.
Ein zusätzliches Plus sind die gelungenen Beschreibungen der Berglandschaft, des Himmels oder auch Torontos. Manch einer mag das als zu langatmig empfinden, doch mir gefielen diese Teile ganz besonders gut.
Der Winter steht vor der Tür und dieses Buch ist ein perfekter Einstieg in diese Jahreszeit. Mit Weihnachten hat es nur am Rande zu tun, aber das sollte niemanden vom Lesen abhalten.
Ich empfehle diese Geschichte allen Liebhabern von dramatischen Geschichten, die gespickt sind mit Liebe und tollen Figuren, die lebensnah und realistisch beschrieben sind.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von yellowdog:
leichte Enttäuschung
Sternenwinternacht von Karen Swan
Finster ist die Nacht konnte mich m Anfang durch seinen Drive überzeugen. Tempo mit einem spannenden Handlungsansatz und einer interessanten Hauptfigur. Die Polizistin Macy ist sympathisch,vielleicht gerade weil sie auch Schwäche hat.Als alleinerziehende Mutter ebenso wie als Ermittlerin füllt sie ihre Rolle aus.
Sie trägt den Roman!
Überrascht war ich aber, als die Handlung schließlich stagnierte, es wird lahm, die Handlung wird wenig weiter ausgebildet, von Spannung blieb wenig übrig. Über weite Strecken hat mich der Roman sogar gelangweilt.
Ein wenig benachteiligt fühlt man sich auch, wenn man die vorangegangenen Teile der Reihe nicht gelesen hat. Manche Zusammenhänge werden als gegeben und bekannt vorausgesetzt.
Das wichtige Thema der Drogenabhängigkeit von vielen US-Amerikanern durch legale Medikamente ist zur Zeit ganz aktuell, Trump hat sogar den medizinischen Notstand deswegen ausgerufen.
Doch leider bringt dieser Roman auch wenig Erkenntnisse dazu,macht zu wenig daraus, es führt letztlich mehr in Richtung konventioneller Thriller. Deswegen war ich ein wenig enttäuscht.
Dass die amerikanische Autorin Karin Salvalaggio gut schreiben kann, merkt man aber trotzdem.
Rezensionen von Janine2610:
Die wahre Bedeutung von Jesus' Worten
Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden von Laurent Gounelle
Zugegeben, der etwas mystisch wirkende Buchtitel ruft bei manchen Lesern vielleicht Unverständnis hervor, aber vor allem ist er in erster Linie eines: auffällig! In mir hat er jedenfalls gleich Neugier geweckt.
Wie man aus der Buchbeschreibung bereits weiß, geht es hier um Alice, die ihrem Jugendfreund Jérémie unbedingt unter die Arme greifen möchte, denn der ist Priester und mit sich selbst höchst unzufrieden.
Und genau da liegt auch das Problem: ein unglücklicher und unzufriedener Geistlicher wird nicht gerade erfolgreich sein, was das Messeabhalten und die Neugewinnung von gläubigen Messteilnehmern betrifft. Und hier kommt Alice ins Spiel ...
~ »Ich gehöre keiner Kirche an, Alice, ich gehöre zu Gott. Nur das Ego bringt uns dazu, dass wir uns Katholiken, Buddhisten oder Moslems nennen. Das Ego strebt nach Zugehörigkeit zu einem Lager, damit es sich von den anderen unterscheiden und Gräben schaffen kann. Jedes ernsthafte spirituelle Streben hat dagegen zum Ziel, sich von Zugehörigkeiten und den Identifikationen des Ego zu lösen und sich mit den anderen zu vereinen, mit dem Universum, mit Gott.« ~
(S. 281)
Mir persönlich haben die ersten Seiten noch nicht so gut gefallen, aber das lag nicht an den Protagonisten, denn Alice war mir ganz und gar nicht unsympathisch - im Gegenteil: sie wirkte auf mich von Anfang an wie eine äußerst reflektierte, liebevolle und offene Person. Ganz schnell habe ich sie und Jérémie liebgewonnen. Es gab auf den ersten Seiten ein paar beobachtete Situationen, in denen "Weisheiten" ausgedrückt wurden und die für mich einfach nicht so gut verpackt bzw. zu gut gemeint waren. Denn wer geht denn durch die Welt und hat andauernd Gedanken wie beispielsweise die von Jérémie: »Auch bei Wolff, dem ausgezeichneten Optiker, drängten sich zahlreiche Kunden, zweifelsohne auf der Suche nach einer besseren Sicht. Aber würden sie danach auch in ihrem Leben klarer sehen?« - Derartiges kam auf den ersten Seiten regelmäßig vor und fand ich vorerst irgendwie noch belächelnswert.
Im weiteren Verlauf beschäftigt sich Alice durch ihren Wunsch, Jérémie helfen zu wollen, sehr intensiv mit der Bibel und den Lehren Jesu. Und da fand ich ihr enormes Engagement als Atheistin ziemlich bemerkenswert. Ihre Offenheit in der Hinsicht ist alles andere als gewöhnlich. Denn Religion und der persönliche Glaube ist bei vielen Menschen in der Regel ein brisantes Thema, das die Meinungen spaltet. Man muss es Alice wirklich hoch anrechnen, dass sie mit so viel, fast schon naiver, Geduld an ihr Projekt herangeht.
Was macht sie also? - Beispielsweise vergleicht sie die Worte Jesu mit denen von Laotse (der allerdings ungefähr 600 vor Christus gelebt hat) und anderen bedeutenden Philosophen und Lehrmeistern und stellt gravierende Ähnlichkeiten fest. Diese Entdeckungen lassen Alice nur noch neugieriger werden und sie vermutet deswegen, ganz zurecht, dass es so etwas wie eine universelle Wahrheit geben muss. Und dieser möchte sie weiterhin nachgehen.
~ Ego nennt man die Vorstellung, die man von sich selbst hat, dieses mentale Gebilde um einen Begriff, den man von sich selbst hat. Eine falsche Identität, die in gewisser Weise unsere wahre Natur verdeckt. Das Ego ist wie ein Teil von uns, das die Oberhand übernimmt, sich an unserer Stelle ausdrückt, für uns sieht und hört, und vor allen Dingen in uns immer mehr Raum für sich beansprucht. ~
(S. 154/155)
Was dann passiert, fand ich hochinteressant und irgendwie wunderschön zu lesen. Alice hat sich in dieser Geschichte wirklich zu einer Lieblingsprotagonistin für mich gemausert. Ihr Verhalten und ihr Mut sollte vorbildhaft sein, für jeden von uns. Sie bringt sich nämlich zum Beispiel ganz bewusst in schwierige und unangenehme Situationen, die in ihr große Scham hervorrufen. Zuerst klingt das eigentlich absolut irrsinnig, aber was sie dadurch erfahren und verstanden hat, hat sie wachsen lassen und genau deshalb war es die Überwindung ihrer Angst und Scham wert.
Alice wird also zur leidenschaftlichen Übersetzerin der Bibel und sie tut es auf eine so leicht verständliche Weise, das fand ich sehr angenehm. Für sehr rational denkende Menschen wirken ihre Übersetzungen vielleicht verwirrend oder unverständlich, aber für all jene, die den Zugang zur eigenen Intuition noch finden, dürften ihre Erklärungen und Entdeckungen zu verstehen sein.
Ich fand »Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden« wirklich lesenswert. Dieser Roman spricht nämlich ganz stark die spirituelle Seite eines Menschen an und bietet ganz viele gedankenanregende Zeilen. Auch das Ego, das in der Geschichte häufig thematisiert wird und das bekanntlich oft die Hosen an hat, sieht man nach dieser Lektüre mit anderen Augen, da man erfährt, wie man daran arbeiten kann. Für mich also eine durch und durch wertvolle Geschichte, die irgendwie auch eine Ratgeber-Funktion hat und deshalb das persönliche Wachstum vorantreiben kann. Absolute Empfehlung!
Rezensionen von heinoko:
Atem anhalten
Atemlose Stille von Meike Messal
In der Tat habe ich stellenweise den Atem angehalten. Zum einen aufgrund der Spannung, aber auch bei der Vorstellung des Apnoetauchens, insbesondere wenn dieses Tauchen als Form von Gewalt angewandt wird.
Die Mindener Kommissarin Marlene Borchert und Kommissar Benno Erdmann aus Bielefeld haben eine schwierige Beziehung zueinander, die zwischen Nähe und Distanz wechselt.
Beide werden bis ans Äußerste gefordert, nachdem eine Leiche in der Weser treibend gefunden wird, besonders als sich herausstellt, dass der Tote zum Vorstand einer Bank gehörte, ein affärenreiches Leben geführt hatte und, besonders seltsam, in Salzwasser ertrunken ist. Hin und her durch Ostwestfalen-Lippe führt die Ermittlungsarbeit, und immer zwischendrin der Versuch Benno’s, Marlene wieder näher zu kommen. Aber auch Marlene’s Vorgeschichte wird aufgrund eines Zufalls aufgerollt und führt Marlene bis ans Äußerste ihrer psychischen Belastbarkeit. Bis Benno schließlich in eine absolut ausweglose Situation und in allerhöchste Lebensgefahr gerät…
Das Buch kommt von Anfang an spannend in Schwung und lässt den Leser nicht mehr los bis zum fulminanten Ende, wobei das Ende gar kein Ende ist, sondern ehe die Brücke zum hoffentlich bald erscheinenden nächsten Band. Vielleicht tritt die dem Krimi zugrunde liegende Tat und deren Aufklärung manchmal zu sehr in den Hintergrund, wenn all die persönlichen Verstrickungen von Benno und Marlene sehr viel Raum einnehmen, aber letztlich zählt, dass man das Buch nicht weglegen kann, bevor man atemlos auf der letzten Seite angekommen ist! Absolut lesenswert!









