Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gerlisch:
Sie beobachten dich
Die Verborgenen von Linus Geschke
Die Hoffmanns sind eine perfekte Familie, sie führen eine glückliche Ehe und wohnen mit ihrer Tochter in einem tollen Haus direkt an der Küste. Doch der Schein trügt. Als unbemerkt ein Unbekannter, ein Phrogger, auf ihrem Dachboden sein Lager aufschlägt, alle Sachen durchstöbert, sich an Essen und Trinken bedient und seine Psychospielchen spielt, hängt nach und nach der Familiensegen schief.
Anschuldigungen und Missverständnisse sind an der Tagesordnung und genau das ist es, was der Phrogger will.
Durch den wortgewandten Schreibstil wurde ich gleich ab der ersten Seite an die Handlung gefesselt und von Kapitel zu Kapitel baute sich immer mehr Spannung auf. Die beklemmende Atmosphäre in diesem Psychothriller garantiert so manche Gänsehaut. Allein auch durch die Vorstellung, dass es dieses "Phrogging" wirklich gibt und so etwas jedem passieren könnte.
Die Story ist in verschiedene Perspektiven aufgebaut, Sven, Franziska, Tabea und "Du" der unsichtbare Bewohner. Jeder hat ein Geheimnis und mir hat sehr gut die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere gefallen.
Beim Ende hatte ich zwar das Gefühl, dass noch etwas fehlte, aber trotzdem ein wendungsreicher Thriller den ich gerne empfehle.
Rezensionen von alicii:
Portrait einer pulsierenden Metropole
Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand
"Alles in diesem Buch ist tatsächlich genau so passiert, abgesehen von den Dingen, die ich mir ausgedacht habe" - der Autor erzählt den aufsehenerregenden Diebstahl der Mona Lisa aus dem Louvre nach, der dieses Gemälde so berühmt machte. Der Zeitrahmen der Handlung erstreckt sich dabei vom Raub 1911 bis zur Rückgabe 1913.
Der Autor füllt die Geschichte mit Details und schickt die Mona Lisa auf eine Reise durch verschiedene Pariser Gesellschaftskreise, die Anarchisten und Okkultisten geben der Geschichte neue, interessante Perspektiven.
Die Polizeiermittlungen laufen eher nebenbei, im Mittelpunkt steht vielmehr das pulsierende Leben im Paris der Belle Époque rund um die zwischenzeitlich des Diebstahls verdächtigten Picasso und Apollinaire, denen der Autor eine tragende Rolle zuteilt.
Die Geschichte ist sehr dicht, leider ist der Spannungsbogen nicht stark genug, um den Leser durch die detaillierten Beschreibungen und vielen Namen zu tragen. Erst zum Ende bin ich in einen richtigen Lesefluss gekommen. Ein Personenregister hätte bestimmt geholfen, vor allem bei den Mitgliedern der Polizei und der Anarchisten. Auch eine Karte von Paris hätte nicht geschadet.
Eine spannende Zeitreise, auf 500 gut recherchierten Seiten entsteht ein detailliertes, vielschichtiges Bild von Paris, voll Licht und Schatten.
Rezensionen von Buster:
Witzig und spannend
Therme, Morde, Sahnetorte. Das Skelett im Kurpark von Valerie Salberg
Doro muß zur Reha. Als sie in der Klinik ankommt geht irgendwie alles drunter und drüber: die Klinik und der halbe Ort sind eine Baustelle, sie muß mit einer, ihr fremden, Frau in ein Doppelzimmer. Diese ist noch ohne Gepäck, weil die Koffer noch nicht eingetroffen sind. Dann findet Doro menschliche Knochen in der Baustelle und alles nimmt seinen Lauf!
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Es ist gut geschrieben und flüssig lesbar. Der Reha Alltag wird ziemlich treffend beschrieben. Die Charaktere sind gut gezeichnet und mein Kopfkino hatte klare Bilder. Von Anfang an war ich in der Geschichte drin und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich fand es durchweg spannend und oft musste ich lachen oder schmunzeln.
Wer also einen lustigen, nicht so blutrünstigen aber spannenden Krimi sucht, dem kann ich diesen nur sehr empfehlen!!
Rezensionen von Elisabeth Breinreich:
Das Buch nimmt mit und berührt.
In seinem Element von Birgit Kubik
Ob ich wollte oder nicht, ich musste das Buch fast in einem durch lesen.
Es gelingt der Autorin, dass sie einen, fast so wie ihren Sohn Max, an der Hand nimmt und einen an ihrem über die Maßen Kräfte raubenden und dichten Alltag teilnehmen lässt. Dass trotz der Schilderungen aller Belastungen immer die liebevollen Beziehungen in der Familie deutlich wahrnehmbar bleiben, finde ich großartig.
In allen Hürden, aller möglichen Ungeduld und allem Genervtsein von diesen enormen Herausforderungen stecken in diesem Buch so viel Wahrhaftigkeit, so viel Authentizität und vor allem so viel Liebe. Das macht es so wertvoll und lesenswert. Das Leben mit Max beschreibt die Mutter eindringlich, mit klaren Worten und hin und wieder blitzt leise eine kleine Portion schwarzer Humor in den Schilderungen auf.
Das Buch ist gut und verständlich lesbar und allen, die gern über den eigenen Familien-Tellerrand hinausschauen, ans Herz zu legen.
Ich habe das große Glück, "den Maxi" seit vielen Jahren persönlich zu kennen und lasse ich mich immer noch gerne von seinen Fragen "löchern".
Rezensionen von Murksy:
Der Seher
Prophet von Sin Blaché; Helen Macdonald
Sunil Rao ist mit einer Gabe gesegnet oder gestraft, je nach Sichtweise. Er sieht die Wahrheit, bzw. die Echtheit in Aussagen und Dingen. Ob es nun gefälsche Bilder sind oder Lügen, Rao erkennt sie. Zumindest meistens. Diese Fähigkeit macht ihn natürlich für Geheimdienste oder das Militär sehr interessant.
Da Rao allerdings kein einfacher Charakter ist, landet er von einer Schwierigkeit bei der nächsten, bis hin zum Gefängnis. Adam, ein Soldat und ehemaliger Gefährte von Rao, holt in allerdings eines Tages aus dem Gefängnis raus, man braucht seine Hilfe. In England erscheinen Dinge aus dem Nichts, auch eine Leiche auf einer Airbase der Luftwaffe beschäftigt die Verantwortlichen. Rao erkennt sofort, dass die Gegenstände nicht richtig sind. Doch woher kommen sie? Wer hat diese Dinge erschaffen? Es beginnt eine Spurensuche, die alle Beteiligten an den Rand des Zumutbaren führen wird.
Eine spannende und mysteriöse Ausgangsgeschichte, interessante und launische Protagonisten und eine wirklich wilde Mischung aus Liebesgeschichte, Science fiction, Horrorroman, Thriller...ach herrje, zu viel des Guten? Tatsächlich könnte den Leser eine solche Mixtur abschrecken, doch den Autorinnen gelingt es meistens gut, das verworrene und mystische Netz des alptraumhaften Geschehens weiterzuspinnen. Der Leser sieht sich einer Kombination aus Akte X, Edgar Allan Poe und H.P. Lovecraft gegenüber, die Aufmerksamkeit erfordert. Leider hat das Buch auch gewisse Längen, was eine volle Punktzahl der Bewertung verhindert. Wer aber einen Mystery-Thriller der etwas anderen Strickart lesen möchte und dem Genre nicht abgeneigt ist, kommt durchaus auf seine Kosten, wenn auch einige Fragen ungeklärt, bzw. deren Beantwortung der Fantasie des Lesers überlassen werden. Und ganz hervorragend wird die psychoanalytische Verknüpfung der Hauptdarsteller verarbeitet. Durchaus lesenswert.
Rezensionen von Ruth:
In bester Erzähltradition
Diese paar Minuten von Rudolf Habringer
Der österreichische Autor Rudolf Habringer war bisher ein Unbekannter für mich, doch nach der Lektüre dieses Buches werde ich nach weiteren Veröffentlichungen von ihm Ausschau halten. Er versteht es sehr gekonnt, auf wenigen Seiten ganze Schicksale zu entwerfen. Viele der Geschichten hätten das Potential zu einem ganzen Roman.
In den insgesamt zwölf Erzählungen dieses Bandes stehen ganz gewöhnliche Menschen im Zentrum, bei denen oft ein einziger Moment ihre Lage verändern wird. Dabei greift der Autor meist nur ein kurzer Abschnitt aus dem Leben der Protagonisten auf.
Die Themenauswahl ist breit gefächert, der Grundton eher düster, die Figuren selten Sympathieträger . Es geht um Ehebruch und Affären, um Eifersucht und Rache, um Fahrerflucht mit Todesfolge, Erpressung und einen Banküberfall, ja sogar Mord kommt vor. Dabei treffen die Figuren oft fragwürdige Entscheidungen, haben Geheimnisse oder verschweigen etwas. Dem Zufall kommt mehrfach eine entscheidende Rolle zu.
Zwischen manchen Geschichten gibt es leichte Verbindungen, sei es, dass einzelne Figuren in anderen Zusammenhängen auftreten oder dass man auf ein Detail stößt, das man aus einer anderen Geschichte kennt. So entsorgt z.B. ein Protagonist eine Leiche ziemlich skrupellos in einer Grube, auf die ein anderer in einer früheren Geschichte schon gestoßen ist.
Das alles Verbindende aber ist der Schauplatz, jenes „ Hügelland“ an der Donau, auf den im Klappentext hingewiesen wird.
Der Autor verwendet überwiegend die personale Erzählhaltung oder schreibt aus der Ich-Perspektive. Das ermöglicht ihm einen sehr genauen Blick in die Gedanken- und Gefühlswelt seiner Charaktere. Diese erzählen ihre Geschichte Freunden oder Bekannten oder sprechen den Leser direkt an. So fühlte ich mich manchmal unfreiwillig zum Komplizen gemacht.
Wie in jedem Erzählband gibt es auch hier schwächere und stärkere Texte, Geschichten, die mich mehr oder weniger berührt haben. Das offene Ende lässt Raum für die eigene Phantasie; eine Geschichte hat mich schockiert und sprachlos werden lassen. Stoff zum Nachdenken bietet aber jede Erzählung.
Dabei schreibt der Autor in einer klaren und präzisen Sprache, beinahe sachlich. Der unvermittelte Einstieg und der stark verdichtete Text erfordern konzentriertes Lesen, um alle Details aufzunehmen.
„ Diese paar Minuten“ ist ein Band mit lesenswerten Stories in bester Erzähltradition. Sie zeigen Außergewöhnliches im Alltag und nehmen die Auswirkungen und die Reaktionen der Menschen darauf in den Blick .
Rezensionen von Gaby 2707:
Malous Geschichte geht weiter
Die Reporterin - Worte der Wahrheit von Teresa Simon
Den ersten Band der Reihe um die Reporterin Malou Graf „Zwischen den Zeilen“ habe ich mit Leidenschaft verschlungen und mich sehr auf den zweiten Teil der Geschichte gefreut. Der hört ja mit einem gigantischen Cliffhanger auf und setzt nun hier genau dort wieder an.
Marie-Louise, die alle nur Malou nennen, arbeitet weiterhin als geschätzte Gesellschaftskolumnistin bei der Zeitung „Der Tag“ den Promi-Klatsch auf.
Sie hat ein so seltenes Gespür für Menschen, entlockt ihnen einiges, was die nie an andere Journalisten weitergeben würden. So zählen Romy Schneider, Roy Black, Heintje (wie habe ich ihn angehimmelt) die Rolling Stones, Udo Jürgens, Zarah Leander, Jimmi Hendrix, Esther und Abi Ofarim, die Beatles und viele andere zu den Interviewpartnern der Gräfin, wie sie von vielen liebevoll genannt wird.
Aber sie hat neben einigen persönliche Schicksalsschläge auch den Neid, die Frotzeleien und die Missgunst dreier Kollegen wegzustecken. Ich bewundere die junge Frau, wie sie ihren Weg als berufstätige Mutter meistert und sich nie unterkriegen lässt. Wie sie mit der Zeit lernt auch mal Hilfe anzunehmen. Die Liebe allerdings steht erst mal hinten an.
Das Jahr 1969 beschließt die Geschichte auf eine so wunderschöne Weise...
Ich habe mich in die zweite Hälfte der 1960er Jahre hinein fallen lassen, was mir bei dem lebendigen und gefühlvollen Erzählstil von Teresa Simon ganz leicht gefallen ist. Habe mir eine Leseauszeit genommen um die politischen und sozialen Recherchen der Autorin und ihre Geschichte um Malou richtig genießen zu können. Dabei habe ich sehr viele Bilder von damals im Kopf gehabt. Seien es die Studentenunruhen, die Mondlandung, der Prager Frühling in der ČSSR oder der Sechs-Tage-Krieg in Israel. Alles wird wie nebenbei in die Geschichte eingeflochten und macht sie rund und lesenswert.
Da ich in München lebe, ziehen die Beschreibungen der Orten, die hier vorkommen, an meinen inneren Augen vorbei. Genau so habe ich von Iffeldorf, wohin sich Malou eine Zeit lang zurückzieht, und den Osterseen Bilder im Kopf.
Die meisten Menschen, denen ich hier begegne kenne ich ja schon aus Bd. 1, weswegen ich auch anregen möchte, diesen zuerst zu lesen. Es wird doch immer wieder auf Geschehnisse zurück gegriffen, die man sonst hier nicht richtig einzureihen weiß. Die wenigen neuen Protagonisten sind genauso lebensecht und farbig gezeichnet, dass es auch bei ihnen sehr einfach war, sie mir vorzustellen. Neben Malou, die ich auch weiterhin absolut ins Herz geschlossen habe, habe ich mich gefreut ihre Freundin Roxy wiederzulesen. Auch Onkel Julius ist weiterhin ein Platz in meinem Herzen sicher. Und natürlich die kleine Leonie, die die Welt von Malou ganz schön durcheinander wirbelt.
Die Lieder der Playlist am Anfang der Geschichte kenne ich zum großen Teil noch aus meiner Kindheit und Jugend. Die beiden Zitate von Frida Kahlo und Mascha Kaléko haben mich sehr berührt.
Ich habe mich mit Malou über ihren Erfolg und später über ihr Glück gefreut. Ich habe mit ihr getrauert und hatte dabei ein paar Tränen in den Augen. Es war spannend diesen Weg mit ihr gemeinsam zu gehen und es tut mir leid, dass ich diese bezaubernde junge Frau nun gehen lassen muss.
Sie hat mich mit ihrer Geschichte bestens unterhalten und mir wundervolle Lesestunden geschenkt.
Rezensionen von Lerchie:
Eine interessante Persönlichkeit
Enid Blyton. Geheimnis hinter grünen Hecken von Maria Regina Kaiser
Ihr Vater Thomas Blyton wollte aus Enid eine Musikerin machen, was sie einige Jahre mitmachte. Doch dann wollte sie das nicht mehr und lernte Lehrerin und wurde Kolumnistin für Kinderzeitschriften. Sie wurde dann durch ihre Schreibleidenschaft zu einer international erfolgreichen Schriftstellerin. Sie nahm die Kinder ernst, wusste wovon sie träumen.
Ihre Bücher wurden millionenfach verkauft, denn sie bietet attraktive Fluchtwelten und vollem spannendes Lesefutter. Jungen sowie Mädchen tauchen seit Jahrzehnten in die Abenteuer der Fünf Freunde oder der Schwarzen Sieben ein. Auch war sie eine gute Geschäftsfrau bei der Vermarktung ihrer Titel. Sie engagierte sich karitativ, kümmerte sich um vernachlässigte schutzlose Kinder. Heute, mehr als fünfzig Jahre nach ihrem Tod stempeln viele Erwachsene ihre Werke als trivial ab, sie kritisieren Sprache und Moral ihrer Texte. Sie umwabert Rätselhaftes und Geheimnisvolles. Doch fast jeder kennt ihren Namen, hat etwas von ihr gelesen. Doch verstanden wird sie von den wenigsten.
Meine Meinung
Auch ich war eine eifrige Leserin von Enid Blytons Büchern. Doch leider kam ich erst als Erwachsene und Mutter einer Tochter dazu. Und genau diese Tochter hat mich zum Lesen von Enid Blytons Büchern gebracht. Ich frage mich, was an diesen Büchern trivial sein soll. Es ist die Sprache der damaligen Zeit. Genauso wie ich Rassismus nicht verstehe. Wenn ich einen historischen Roman lese, der z. b. in den Südstaaten spielt dann lese ich auch von Negern und Weißen, von Sklaven und ihren Besitzern. So war das eben damals und das zu verändern, verfälscht die Geschichte. Zum Glück ist die Sklaverei längst abgeschafft. Doch in diesen Büchern geht es um Kinder, um Kinder die eben so beschreiben werden wie sie damals waren. Ich fand Enid Blytons Bücher immer klasse und habe sie mit Begeisterung, als Erwachsene, gelesen. Das vorliegende Buch beschreibt nun ihren Werdegang. Wie es letztendlich dazu kam, dass es mit der Schriftstellerei doch noch klappte. Und das nach sehr vielen Rückschlägen. Denn kein Verlag wollte ihre Texte zunächst drucken. Familiär ging auch einiges schief. Zunächst bezüglich ihren Eltern und dann letzten Endes auch bei ihr selbst. Am Ende des Buches (und das beansprucht fast ein Fünftel) kann man ein Personenverzeichnis finden. Auch ein Ortsverzeichnis und noch vieles mehr. Diese Verzeichnisse sind sehr ausführlich, weshalb sie natürlich auch eben viel Platz benötigen. Das Buch liest sich sehr interessant, wenn man sich eben für Enid Blyton interessiert. Mir hat es gut gefallen. Eine Empfehlung und vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.
Rezensionen von readpassion9:
spannende Thematik
KRYO – Die Verheißung von Petra Ivanov
"Kryo - Die Verheißung" ist der erste Teil einer Trilogie. Im Mittelpunkt steht Julia, deren Sohn Michael Wild plötzlich verschwindet. Das Verhältnis zu ihrem Sohn war seit einiger Zeit schwierig, doch Julia macht sich sofort auf die Suche nach Michael. Dabei wird sie mit dem Thema der Optimierung des Menschen konfrontiert.
Ihr Sohn hatte seinen Beruf als Chirurg aufgegeben und war zuletzt als freischaffender Journalist angestellt, er wollte die Inhaber verschiedener Firmen zu diesem Thema interviewen.
Ein Unternehmen bietet die Möglichkeit, den Körper nach dem Tot zu konservieren, eine andere preist Verjüngungen mittels Blutplasma an. Und letztlich wird dran geforscht, das menschliche Bewusstsein digital zu speichern. Julias Recherchen bringen sie in Gefahr.
Die Story hat mich von Anfang an gepackt, da mich die Thematik interessiert. Der Schreibstil ist für einen Thriller anspruchsvoll und doch flüssig zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Julia ist sehr gut gezeichnet, ich konnte mit ihr mitfühlen und war bei ihren Recherchen hautnah dabei.
Man erlebt die Geschichte zumeist aus Julilas Perspektive, es gibt aber noch andere Stränge, so dass es abwechslungsreich bleibt.
Fazit: Ich fand den ersten Teil absolut spannend und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Etwas anders als erwartet
Mein schrecklich schönes Leben von Holly Smale
Nach dem Klappentext hab ich mir eine Geschichte Ala täglich grüßt das Murmeltier erwartet. Denn: Cassandra erlebt an einem Tag die Trennung von ihrem Freund und ihre Kündigung und wacht dann in einer Zeitschleife auf. Wie diese dann gestaltet wird, ist aber doch anders als beim vorhersehbaren Murmeltier.
.. Cassandra kann auch bewusst entscheiden, die Vergangenheit zu ändern und zurückzureisen. Diese Fähigkeit setzt sie auch immer wieder ein... Das macht das Buch zugegeben aber auch ziemlich verwirrend. Cassandra nimmt von ihrer Fähigkeit oft Gebrauch, manchmal fragte ich mich selbst schon, auf welcher Zeitebene etwas passiert ist und ob es noch überarbeitet wurde oder nicht. Die Hauptprotagonistin ist für mich anfangs etwas eigen,weshalb es dauerte, einen Zugang zu finden. Dass sie zusätzlich zu ihrer Zeitreisefähigkeit besonders ist, war mir bald klar - gegen Ende des Buches wird das auch nochmal aufgelöst, was für mich keine Überraschung war. Deshalb kam ich auch mit ihr gut klar. Was für mich schwerer nachzuvollziehen war, waren die Charaktere um sie herum. Bei manchen Nebenfiguren fragte ich mich, ob man so sehr sich ändern kann und warum manche Dinge gleich blieben, andere nicht. Es schien mir nicht alles schlüssig für mich. Zwischenzeitlich fand ich es wirklich mühsam, die Geschichte zu lesen; in gewisser Weise empfand ich es als langatmig in der Mitte. Im letzten Drittel würde das Buch für mich nochmal ganz anders, geht weg von der Liebesgeschichte und versöhnt nochmal in gewisser Weise. Wobei ich den Schluss wieder weniger befriedigend fand. Der Schreibstil selbst war frisch und leicht zu lesen, die Kapitellänge gut gewählt und auch die Zahl der Personen und das Setting ebenso. Besonders empfand ich die vielen Einflechtungen aus der Antike, was ich abwechslungsreich und interessant fand. Dennoch war es für mich kein Buch, wo ich behaupten würde, ich könne es nicht weglegen oder habe es verschlungen. Dafür konnte mich die Geschichte nicht so recht packen und war mit über weite Strecken dann zu abgedreht.











