Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Julia:

Trauerbewältigung mal anders

Hinter den Sternen ganz nah von Patra Bartoli y Eckert

Felizitas ist 15, als sie ihre ältere Schwester bei einem Autounfall verliert. In ihrer Trauer verkriecht sie sich, lässt niemanden an sich ran und bekommt dann auch noch Sozialstunden im Altenheim aufgebrummt. Der einzige Mensch, dem sie sich anvertraut ist ihre tote Schwester. Denn auch wenn sie ihr nicht mehr antwortet, in ihrem Chat kann Felizitas ihr weiterhin alles erzählen, was gerade in ihrem Leben passiert und wie sie sich dabei fühlt.

Trauerbewältigung in Form eines Chats, tatsächlich ist das Thema für mich nicht ganz befremdlich, da ich selbst eine Freundin kenne, die Social Media für einen Teil ihrer Trauerbewältigung genutzt hat. Dennoch war es zu Beginn für mich etwas schwierig in das Buch reinzukommen, da es tatsächlich nur als einseitiger Chatverlauf aufgebaut war. Ich hatte dabei etwas die Befürchtung , dass durch die einseitige Sicht Teile von der Geschichte verloren gehen könnten, aber diese Befürchtung war total umsonst, denn Petra Bartoli y Eckert hat es mit ihrem Schreibstil perfekt geschafft, die Geschichte und Gefühle von Felizitas greifbar zu machen.

Großartig fand ich auch die Freundschaften, die sich im Zuge der Trauerbewältigung entwickelt haben. Denn so schwer das Thema auch ist, so toll wird hier gezeigt, dass auch wieder gute Zeiten kommen. Nur an manchen Stellen hatte ich mit Felis Verhalten leider ein paar Probleme, da sie mit fast 16 teils Entscheidungen getroffen hat, die ich eher jemand jüngerem zugeordnet hätte. An anderen Stellen hingegen sieht man dann wieder, wie erwachsen sie handeln kann. Vielleicht kann man das auch einfach als Teil ihres Gefühlschaos abstempeln.

Alles in allem ein sehr schöner Roman, der ein so schwieriges und trauriges Thema richtig gut behandelt und auf jeden Fall empfehlenswert ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Julia

Rezensionen von Julia:

Fleischlose Schwarzwaldküche

Schwarzwald Reloaded 4 von Jan Pettke; Daniel Fehrenbacher; Klaus-Werner Wagner; Anton Wagner; Ronny Loll; Mike Germershausen; Lisa Rudiger; Volker Hupfer; Zora Klipp; Antje de Vries; Christoph Trienen; André Tienelt; Francesco D'Agostino; Andreas Sondej; Ben Kindler; Gerhard Volk; Heiner Haseidl; Iven Huber; Ulf Tietge

Wenn man an den Schwarzwald denkt, so denkt man doch eher an leckere, aber auch fleischlastige, Hausmannskost. Das es bei diesem Buch etwas anders ist erkennt man schon am Cover, bei dem ein Blumenkohl als Braten herhalten muss. In „Schwarzwald Reloaded 4“ finden sich jedoch ausschließlich vegetarische und vegane Rezepte.

Die Rezepte selbst stammen von verschiedenen Spitzenköchen, die die Region wohl am besten kennen. Typischerweise findet man in diesem Buch alles von Vorspeise über Hauptgericht bis hin zum Nachtisch. Außerdem wird noch ein Augenmerk auf die verschiedenen Jahreszeiten gelegt, sodass man immer saisonale Rezeptideen hat.

Neben den Rezepten finden sich auch einige Hintergrundinformationen im Buch, zum Beispiel wer die Rezepte beigesteuert hat und wie es überhaupt zu diesem Buch kam. Auch optisch macht das Buch einiges her und wirkt sehr hochwertig, wenn man es in den Händen hält.

Die Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet und auch die Bilder dazu machen auf jeden Fall Lust aufs Nachkochen. Dabei gibt es aufwändigere und weniger aufwändigere Gerichte. Auch Fleischesser kommen hier auf ihre Kosten und wem es doch zu vegetarisch ist, der ersetzt eben das verwendete Ersatzprodukt, wie zum Beispiel die vegane Weißwurst, mit einer normalen Weißwurst.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Julia

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungener Reihenauftakt

Mit kalter Präzision von Prof. Dr. Michael Tsokos

Nachdem Forensiker Dr. Fred Abel den Dienst in der Rechtsmedizin quittiert hat, wird Sabine Yao seine Nachfolgerin als Professor Herzfelds Stellvertreterin. Sie ist nun der Hauptcharakter der neuen Reihe rund um die Rechtsmedizin in Berlin.

Der erste Fall hat es ziemlich in sich, denn die Ehefrau des Schönheitschirurgen Dr.

Roderich Kracht wird tot aufgefunden. Da Kracht mit wichtigen Leuten aus Politik und Wirtschaft bestens vernetzt ist, wird gleich eine Soko gegründet, der Sabine Yao zugeteilt wird, zumal bei der Bestimmung des Todeszeitpunktes Ungereimtheiten aufgefallen sind. Obwohl Dr. Kracht ein offensichtlich wasserfestes Alibi hat, durchleuchtet Yao seine Biografie und stößt auf eine biografische Lücke von zwei Jahren.

Wenig später taucht bei einem vier Jahre zurückliegenden, angeblichen Selbstmord einer Frau, der Name Kracht abermals auf. Zufall? Sabin Yao glaubt an viel, aber nicht an Zufälle. Unterstützung erhält sie von anderen Teammitgliedern, was sie allerdings nicht vor Alleingängen bewahrt, die sie in Lebensgefahr bringen.

Meine Meinung:

Mit diesem Reihenauftakt ist Michael Tsokos ein fesselnder Thriller gelungen. Wir erfahren viele technische Details aus der Welt der Forensiker sowie erhalten das Vorurteil über IT-Nerds bestätigt (detailverliebt, unrasiert, schlampig gekleidet, dicke unmoderne Brille und ziemlich eigenwillig im Umgang mit anderen Menschen). Allerdings, und das ist meiner Ansicht die große Stärke von Michael Tsokos‘ Büchern, ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Mitarbeiter bis auf wenige kleine Sticheleien sehr gut. Es gibt diesmal keine nervigen Polizeipräsidenten, Journalisten oder Kollegen, die auf den Job des anderen lauern. Das gefällt mir sehr gut! Ich bin es langsam leid, über menschliche Wracks in den Polizeidienststellen zu lesen. Ja, der Job ist fordernd und die Scheidungsrate sehr hoch. Fred Abels hat für sich und seine Familie die Konsequenzen gezogen, und den Job an den Nagel gehängt. Er fährt damit, wie wir Leser erfahren werden, sehr gut.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Auftakt der neuen Reihe mit Sabine Yao als Hauptperson 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Bellis-Perennis:

regt zum Nachdenken an

Am Ende wird alles sichtbar von August Schmölzer

Dieses Buch von Autor und Schauspieler August Schmölzer spielt in der Nachkriegszeit in einem nicht näher bezeichneten Bergdorf.

Die Menschen sind ob der schlechten Wirtschaftslage und durch den Krieg misstrauisch. Und so begegnen sie Josef, dem Kriegsheimkehrer mit Argwohn. Josef, selbst traumatisiert durch die Ereignisse, die er als Kriegsberichterstatter erlebt und fotografiert hat, arbeitet als Totengräber.

Eine Arbeit, die niemand im Dorf machen will, die ihm aber die Möglichkeit gibt, mit Michael, jenem Kind, das er gleich zu Beginn seiner Karriere als Kriegsberichterstatter nicht retten konnte. Ob als Sühne oder um in Ruhe gelassen zu werden - beides ist möglich.

Als dann noch ein kleiner Junge ermordet wird, brechen die alten Vorurteile der Dorfbewohner wieder auf, und Josef, der mit seinen eigenen Dämonen kämpft, wird scheel angesehen. Es ist der zweite Junge, der in diesem Dorf ermordet wird, doch sein Tod wird anders betrauert als der des anderen Kindes. Denn das war ja nur der Sohn eines Deserteurs aus einem Nachbardorf. Die Fremdenfeindlichkeit ist ein bösartiger Charakterzug dieser Dorfbewohner. Auch der Gemeindearzt ist zugezogen und erdreistet sich, dem amtierenden Bürgermeister mit einer neuen Partei das Amt streitig zu machen und bemerkt mehrmals, dass den unruhigen Geistern ein Krieg fehle. Und dann stirbt das dritte Kind, das Steine nach Josef geworfen hat, und man macht Jagd auf den Gemeindearzt.

„Wenn wir die Wahl gewinnen, werden wir die Dinge nicht mehr schleifen lassen. Dann wird wieder Ordnung in unserer Stadt einkehren. Ordnung, wie wir sie verstehen!“

Dieses durchaus als Drohung gemeinte Statement macht es für Josef und seine nun verwitwete Jugendliebe Ragusa leicht, das Bergdorf zu verlassen und einen Neuanfang zu wagen.

„Bedenken Sie aber, dass wir uns nur weiterentwickeln, wenn wir aus der Vergangenheit lernen, wenn wir fähig sind, sie anzunehmen.“

Meine Meinung:

Dieses, nur 144 Seiten dünne Buch hat es in sich. Nicht die Anzahl der Seiten ist gewichtig, sondern der Inhalt. Viel mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.

Der gleichnamige Film, in dem August Schmölzer den Postenkommandanten spielt, hat kommt Mitte November 2023 in die österreichischen Kinos.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das durch seine geschliffene Sprache und Eindringlichkeit besticht, 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungener True-Crime-Krimi

Der Todesengel von Wien von Nina Jelinek

Autorin Nina Jelinek ist, eigenen Angaben zufolge, bei einem Besuch des Wiener Kriminalmuseums auf die Geschichte der Martha Marek, die 1938 wegen mehrfachen Mordes verurteilt und mittels Fallbeil hingerichtet worden ist.

Wer ist also diese Martha Marek, die den Beinamen „Der Todesengel von Wien“ erhalten hat?

Heinrich Truttenberger reist zum Begräbnis seiner plötzlich verstorbenen Mutter nach Wien, nur um zu erfahren, dass diese ihr ganzes Leben umgekrempelt und ihr Vermögen einer Martha Marek vermacht hat, in deren Villa sie zuletzt als Gesellschafterin in Untermiete gewohnt hat.

Heinrich kommt das komisch vor und wird bei der Kriminalpolizei vorstellig. Zunächst will man Truttenbergers Verdacht nicht nachgehen, doch dann erinnert man sich an die schöne Martha, die schon wegen Versicherungsbetruges vor Gericht gestanden ist.

In zahlreichen Rückblenden erfahren wir die sicherlich schwierige Kindheitsgeschichte der Martha Marek, die eigentlich Karolina Löwenstein heißt und aus begütertem Haus kommt.

Meine Meinung:

Ich kenne die kriminelle Biografie der Martha Marek sowohl aus dem Kriminalmuseum als auch aus dem Buch „Die wilde Wanda und andere gefährliche Frauen“ von Gabriele Hasmann und Sabine Wolfgang.

Jahrelang hat Martha Marek die Welt rund um sich herum gehörig an der Nase herumgeführt und manipuliert. Dabei sind ihr ihre Schönheit und ihre erotische Ausstrahlung behilflich. So schafft sie es, im Prozess, um den Versicherungsbetrug, die meisten Schöffen einzuwickeln, damit sie und ihr Mann ein mildes Urteil erhalten.

Nina Jelinek gelingt es ausgezeichnet, das manipulative Wesen der Martha Marek herauszuarbeiten. Sie stellt sich als die Arme hin, der immer Unrecht zugefügt wird, sei es, dass sie als Jugendliche von ihrer Mutter einem um fünzig Jahre ältern Mann verkuppelt worden ist oder, dass man so unfreundlich zu ihr ist. Gleichzeitig erweist sie sich in den Verhören als dermaßen kaltblütig und abgebrüht, was selbst die erfahrenen Ermittler erstaunt.

Neben der Geschichte rund um die Martha Marek sind auch die Lebensumstände der Menschen nach dem Ersten Weltkrieg dargestellt.

Obwohl mir klar ist, welche Verbrechen Martha Marek begangen hat und ihr Ende vorauszusehen ist, hat dem Buch an keiner Stelle die Spannung gefehlt. Die Arbeit der Kriminalpolizei wird sehr gut geschildert. Dass Martha Marek ausgerechnet an Adolf Hitler ein Gnadengesuch stellt, das von ihm kategorisch abgelehnt wird, zeigt, wie weit sie sich von der Realität entfernt hat. Am 6. Dezember 1938 wird sie als erste durch die eben aus Berlin herbeigeschaffte Guillotine hingerichtet.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem sehr gut aufbereiteten True-Crime-Krimi 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Eine fantastische Fortsetzung

Cataleya von Jacqueline V. Droullier

Leyla hat ihr altes Leben endgültig hinter sich gelassen und ist zurück im Schloss. Die Schlacht um Lichtenstein ist geschlagen. Obwohl die Bewohner der Stadt noch voller Misstrauen und Zweifel gegenüber Alastar sind, bleibt der Drache an ihrer Seite und hilft dabei, die Schäden der Schlacht zu beseitigen.

Doch die Macht des Dämonen nimmt immer mehr zu und der Fluch ist noch immer nicht gebrochen. Die Erwartungen des Volkes an Leyla sind groß und so verlässt sie, gemeinsam mit Marlo, Alastar und Fips am nächsten Morgen Lichtenstein erneut um ihrer Bestimmung zu folgen und den Dämonen aufzuhalten.

Der zweite Teil baut auf Band eins auf und es ist zu empfehlen, die Bücher der Reihe nach zu lesen.

Ich habe schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet, denn bereits der erste Teil der Dilogie hat mich begeistert.
Die Kombination aus Magie, Romance und Drachen entspricht genau meinem Geschmack und Fips hat mich mit seinen Äußerungen immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Jacqueline hat einen wunderbar lockeren und flüssigen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt und dafür sorgte, dass ich schnell wieder mitten im Geschehen war.
Im Fokus der Geschichte steht Cataleya und aus ihrer Perspektive verfolgen wir auch die Handlung.
Es fiel mir nicht schwer, mich in ihre Gefühle und Gedanken hineinzuversetzen. Sie entwickelt sich im Laufe des Plots von Seite zu Seite weiter und wird zu einer selbstbewussten und mutigen jungen Frau.
Doch auch alle anderen Charaktere sind wieder wunderbar lebendig und authentisch gezeichnet und fügen sich perfekt in die Geschichte ein. Man spürt, wie viel Herzblut die Autorin in die Entwicklung der Figuren gesteckt hat.
Auch das Worldbilding hat Jacqueline wieder Ausdrucksstark beschrieben und ich hatte alle Schauplätze zu jeder Zeit bildhaft vor Augen.

Band 2 ist nicht nur düsterer, sondern auch sehr emotional. Doch es gibt auch lustige Situationen und Momente, die mich zum Lachen brachten, wie zum Beispiel die Begegnungen mit der Familie von Fips.

Die Handlung ist zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar und ich hatte nicht einen Moment auch nur die kleinste Ahnung, wie die Geschichte enden würde.
Die Spannung blieb so die ganze Zeit auf einem konstant hohen Level.
Cataleya muss einen hohen Preis für den Frieden zahlen und das Ende der Geschichte hat mich sehr schockiert. Ich muss nochmal darüber nachdenken, ob ich der Autorin das verzeihen kann. ????

Schon Teil 1 hat mich begeistert, aber mit der Fortsetzung hat Jacqueline V. Droullier sich selbst übertroffen und dafür gibt es hochverdiente 5 Sterne +!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gilasbuecherstube

Rezensionen von Bellis-Perennis:

regt zum Nachdenken an

Gott ist Feministin von Mira Ungewitter

Mira Ungewitter ist Pastorin und Feministin. Sie kennt die Bibel, in der wenig Platz für selbstbewusste Frauen ist, ziemlich genau. Doch stimmt das wirklich? Oder liegt es „nur“ an der patriarchalischen Übersetzung und Interpretation?

In acht Kapiteln hinterfragt Mira Ungewitter alte Dogmen, Tabus und Rollenbilder:

Die erste Frau der Welt
Schlampen wie wir
Maria, Mutter Gottes und das Abenteuer
Die Pastorin und das Lustprinzip
Pille, Blut und Bibel
Pro Choice und die Jungfrau
Die Heilige Lady Gaga
Gott ist Feministin

Dabei nimmt sich die Autorin kein Blatt vor den Mund.

Mit ihrem ironisch-provokanten Schreibstil eckt sie natürlich bei einigen Kirchenvätern (sic!) an, was sie aber nicht davon abhält, eine Lanze für eine neue Interpretation der Bibel zu brechen. Zahlreiche (absichtliche?) Übersetzungsfehler aus dem aramäischen bzw. hebräischen scheinen sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem patriarchalischen Dogma manifestiert zu haben.

Ein kleines Beispiel gefällig, dass schon 700 Jahre vor Christus „Gott“ weiblich interpretiert werden kann?

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“. (Jesaja 66,13 LUT/S. 181)

Wenn die Kirche überleben will, muss sie ihre Dogmen sowie ihre Angst vor selbstbestimmten Frauen ablegen.

Fazit:

Ein durchaus ironisches Buch, dass mit seinen provokanten Thesen zum Nachdenken anregt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Jule:

Mitreißend und voller Emotionen

Böse Cops küsst man nicht von Jessica Graves

"Böse Cops küsst man nicht" ist ein Buch, das vor allem die vielfältigen Protagonisten prägen. Allesamt haben sie eine einzigartige Ausstrahlung und sorgen durch ihre Arten für Abwechslung. Besonders die Hauptprotagonisten Kate und Henry entwickeln dabei eine besondere Dynamik und schicken uns auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Es ist unvorhersehbar was als nächstes zwischen den Beiden passiert und das ist einer der Gründe, wieso das Lesen so viel Spaß macht.

Ein weiterer Grund ist der Schreibstil. Man kann nicht aufhören zu Lesen, da alles so authentisch erscheint und die Emotionen sehr gut rüberkommen. Dazu trifft Romance auf Crime und wem das gefällt, der sollte sich definitiv auf diese Geschichte einlassen, denn es geht heiß her.

Des Weiteren mag ich das Setting sehr gerne, genauso wie die kreierte Atmosphäre. London im Herbst und Winter hat einfach etwas magisches an sich und gerade die Temperaturen (sowie die Kleidung) sorgen für die ein oder andere interessante Handlung.

Festzuhalten ist, dass "Böse Cops küsst man nicht" ein Buch mit vielen Facetten ist und dazu einlädt diverse Theorien aufzustellen, wie es denn weitergeht. Doch nicht nur das. Es werden ebenfalls wichtige Themen angesprochen und es wird gezeigt, dass man manchmal seine Ängste überwinden muss, um voran zu kommen.

Von mir gibt es also definitiv eine Empfehlung und den Tipp Band zwei parat liegen zu haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Jule

Rezensionen von Gaby 2707:

Einfach grandios

Acht Wölfe von Ulla Scheler

Acht junge Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, haben einen Abenteuerurlaub gebucht, der sie in den Wood-Buffalo-Nationalpark in Alberta, Kanada, führt um dort die unberührte Natur zu erleben und die Nordlichter zu sehen. So treffen am Flughafen, wo sie von ihrem Guide Nick in Empfang genommen werden, die Schwestern Kristina und Valentina, Ole und Alexander, alle aus Deutschland; Tonya aus Chicago, Alice und Peter aus Vancouver und Jacob aus Boston aufeinander.

Sympathisch sind sie sich anfangs noch nicht. Auf ihrem Trip lernen sie Feuer machen, sich vor Bären zu schützen und Nick bringt ihnen bei, wie man Essbares findet. Sie treffen auf Bisons und die größten Kraniche der Welt. Als sie bemerken, dass Nick absolut nicht der ist, für den er sich ausgibt, dass er sogar gefährlich ist, schweben sie in allerhöchster Gefahr. Ohne Ausrüstung, ohne Orientierung und nur auf sich allein gestellt, versuchen sie der grünen Hölle und Nick mit seinen Kumpanen zu entkommen.

Aber es geht hier nicht primär um die Jagd auf die jungen Leute, sondern um deren Flucht, wie sie sich zusammenraufen müssen, zusammenhalten und sich gemeinsam durchschlagen. Wie aus 8 Individuen eine stabile, verlässliche Gruppe wird.
Für mich ist es das erste Buch, das ich von Autorin Ulla Scheler gelesen habe. Aber es wird ganz sicher nicht das letzte gewesen sein. Sie hat mich mit ihren vielschichtig angelegten Figuren, die mir anfangs alle nicht sonderlich sympathisch waren, sich aber nach und nach in eine für mich sehr positive Richtung entwickeln, sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Da die einzelnen Abschnitte immer von einem anderen der Gruppe erzählt werden, komme ich sowohl der Geschichte in ihren verschiedenen Facetten als auch den Gedanken, Empfindungen und Gefühlen der jungen Leute sehr nahe. Dadurch lerne ich sie auch immer besser kennen und finde gerade den wachsenden Zusammenhalt sehr interessant und intensiv.
Das Setting, den Wood-Buffalo-Nationalpark in Kanada, finde ich einfach genial. Ich hatte Gänsehaut, wenn irgendwo ein Ast geknackt hat und konnte mir den Blick auf eine Bisonherde sehr gut vorstellen. Die Beschreibungen der Natur dort kommen so eindringlich und greifbar rüber, genau so wie die Angstgefühle und die Beklemmung der Gruppe. Genau so gut beschrieben finde ich auch die Zeit nach dem Dschungel, als die jungen Leute feststellen, dass sie nicht mehr in die Form ihres früheren Lebens passen. Die innere Zerrissenheit gerade von Tonya hat mir richtig weh getan.
Ich habe mit der Gruppe gefroren und der Winterkälte getrotzt, gehungert und mich vor manchem Getier geekelt, gebangt, gelitten und die Hoffnung nie aufgegeben. Aber auch mal geschmunzelt und mich mit ihnen gefreut. Sie sind mir in diesen 410 Seiten so richtig ans Herz gewachsen.

Eine Geschichte, die mich berührt hat, mit jungen Menschen, die eine tolle Wandlung hingelegt haben, mit einer atemberaubenden Kulisse von einer Autorin, deren Erzählstil ich einfach wunderbar finde.
„Acht Wölfe“ ist eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Rezensionen von nuean:

Spannender Auftakt

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Ich liebe Romeo und Julia in allen Variationen nur hätte ich gern mal ein Happy End. Das Cover des Buches hat mich sofort angesprungen und auch der Klappentext klang sehr spannend. Also musste ich dieses Buch unbedingt lesen.
Joy wird von 2 Typen regelrecht von ihrem Arbeitsplatz entführt und direkt an eine Akademie nach Verona gebracht, wo man ihr erklärt sie sei eine Capulet und müsse an einem Spiel teilnehmen.

Bei den Typen handelt sich um Rhyme Capulet und Cut Montague, die Fürsten an der Akademie und Joy gerät zwischen die Fronten.
Der Einstieg ins Buch hat mir sehr gut gefallen. Man lernt direkt Joy kennen, die mir sofort sympathisch war. Sie ist humorvoll und nimmt sich selbst nicht so ernst. Rhyme und Cut sind da schon viel mysteriöser. Es gibt viele Andeutungen und Joy lässt erstmal alles mit sich geschehen. Es geht alles wahnsinnig schnell und die beiden hauen ihr die Tatsachen nur so um die Ohren. Mich hat das alles doch sehr verwirrt. Doch der Schreibstil ist toll und die Charaktere mochte ich auch sehr gern. Die Akademie ist High Society schlechthin, doch viele haben ihr Herz am rechten Fleck. Auch wenn mich alles sehr überrascht und verwirrt hat, ist es doch sehr spannend und ich kann den nächsten Band nicht erwarten.
Der Schreibstil ist flüssig und spannend, humorvoll und mitreißend. Die Seiten folgen nur so dahin und ich habe mit Joy und ihren Freunden mitgefiebert.
Fazit: Ein toller Auftakt einer spannenden Reihe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nuean