Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Eva Hafner, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Perfekt!
Rico, Oskar und die Tieferschatten (Rico und Oskar 1) von Andreas Steinhöfel
Eines der besten Kinderbücher überhaupt! Gehört in jede Bibliothek und sollte verpflichtend in Schulen gelesen werden!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eva Hafner, Buchhandlung HEYN, KlagenfurtRezensionen von Eva Hafner, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Spannend!
Eruption von Michael Crichton; James Patterson
Sehr spannend, liest sich in einem Rutsch! Wer typisch amerikanische Thriller mit Mysterien mag, liegt mit diesem Buch genau richtig.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eva Hafner, Buchhandlung HEYN, KlagenfurtRezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Eine ganz besondere Freundschaft!
Malnata von Beatrice Salvioni
In ihrem Debütroman erzählt die Autorin die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft.
2 junge Mädchen, die sich im Italien des Jahres 1935 um ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpfen müssen. Nicht leicht in einer patriarchalen Gesellschaft, in der Religion, feste Traditionen ebenso sehr das Leben bestimmen wie Aberglaube und Scheinheiligkeit.
Dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln – der Stil ist klar und ausdrucksstark, die Geschichte atmosphärisch eindringlich erzählt. Man spürt die Wut, die Machtlosigkeit der Mädchen... und manchmal auch ihren genussvollen Erfolg. Ich habe mitgelebt, mitgefiebert, mitgetrauert und mich manchmal auch mitgefreut!
Dass die einzelnen Charaktere ganz eindeutig in „gut“ und „böse“ aufgeteilt wurden, ohne Zwischentöne und Ambivalenzen ist zwar schade, tut dem Lesegenuss jedoch keinen Abbruch!
Für mich ist dies eindeutig eines der Lesehighlights dieses Jahres und freue mich schon auf weitere Bücher von Beatrice Salvioni!
Empfehlenswert!
Rezensionen von Danislesestube:
Ein gelungener Auftakt mit einem fiesen Cliffhanger
A Breath of Winter von Carina Schnell
Passend zur Jahreszeit habe ich ein winterlich angehauchtes Buch für euch. Anfang Dezember wurde meine Anfrage bei Netgalley bestätigt. An Heiligabend kam ich in den Genuss des Buches. Zuvor wollten noch ein paar andere Bücher gelesen werden. Nun liegt es gelesen vor mir und wartet darauf, rezensiert werden.
Wie fast immer muss ich mich nach einem Buch von Carina Schnell wieder etwas beruhigen, um nicht ausschließlich positiv zu berichten. Denn nur weil das Ende der Knaller war, muss das nicht für das gesamte Buch gelten. Wobei es bisher bei anderen Autoren oft andersherum war. Tolle Handlung, spannende Nebenereignisse, aber maues oder zu schnelles Ende. Oder die Charaktere waren mir zu Klischeehaft. Warum so viele Schreiberlinge bereits verwendete Charaktere bzw. deren Eigenarten so oft verwenden ist mir ein Rätsel. Dass es anders geht, beweist z.B. Carina immer wieder aufs Neue. Der Fokus liegt da wohl bei jedem anders.
Hier haben wir das Glück, dass sich meine Lieblingsautorin, was sie nicht ohne Grund ist, auf die richtigen Dinge in ihrer Handlung konzentriert hat. Angefangen bei der tragischen Geschichte von Smilla. Es wurde erst gar nicht versucht, die vergangenen Ereignisse großartig dramatisch in Szene zu setzen. In knackigen Rückblenden wird erzählt, wie es dazu kam und warum Rache der sinnvollste Weg für unsere Hexe ist. Wo hingegen nicht an Details gespart und sich dementsprechend Zeit gelassen wurde, ist die Beschreibung der Charaktere und der Umgebung. Oft reichte es aus, nach ein paar Absätzen, die Augen zu schließen, um in die Welt von Smilla und Gent tauchen zu können. Egal, ob der Angriff der Walküren, die sich mit ihren Krallen tief ins Fleisch ihrer Gegner bohren und verheerenden Schaden anrichten oder die Anziehung zwischen unseren beiden Hauptcharakteren. All das und noch viel mehr konnte ich beim Lesen nicht nur spüren, sondern auch in Gedanken sehen. Wo es an Details mangelte, half die eigene Fantasy nach. So muss das bei einem Fantasy Roman sein. Wäre auch langweilig, wenn Leser alles auf einem Silbertablett serviert bekämen.
Kommen wir zu Gent. Dem scheinbar brutalen und gnadenlosen Anführer der Söldnergruppe, welcher sich Smilla zu Beginn der Handlung angeschlossen hat. Um ihn ranken sich viele Gerüchte. Nicht ohne Grund, wie man im Laufe der Geschichte erfährt. Von seiner weichen, fast schon feinfühligen Seite wird hingegen kaum berichtet. Zugegeben, bisher schaffte es keine Frau, außer Smilla, diese hervorzuholen. Sein Misstrauen ihr gegenüber verfliegt, zum Glück, nicht direkt auf den ersten Blick, und auch danach bleibt es bis zu einem gewissen Grad bestehen. Das ist eine Sache, die ich bei Carina liebe. Es gibt für sie keinen Grund, warum ihr Hauptcharakter alles stehen und liegen lassen sollte, nur weil er eine interessante Frau sieht. Er kennt sie nicht. Wer sagt denn, dass diese ihn nicht hintergeht? Eben. Auch sein engster Mitstreiter ist sich nicht sicher, was Smilla im Schilde führen könnte. Sie tauchte aus dem Nichts auf und schweigt lange Zeit über ihren wahren Grund, warum sie sich der Gruppe angeschlossen hat. Wer riskiert schon freiwillig sein Leben? Jetzt mal den Mord ihrer Familie ignoriert.
Die grundsätzliche Handlung und der langsame Einstieg haben mir gefallen. Nicht zu kompliziert, keine dramatischen Schicksale und was weiß ich. Die Geschichte von Middangard füllt die wenigen leeren Passagen mühelos aus. Der Hauch von nordischer Mythologie passt hier perfekt rein. Was auch an der Optik der Umgebung, der Gebäude und auch der Charaktere zu sehen ist. Gleiches gilt für die mystischen Kreaturen. Hier hat sich Carina reichlich bedient.
Selbstverständlich hat sie auch darauf geachtet, uns einen abwechslungsreichen und rasanten Showdown zu liefern. Der Plottwist gegen Ende rundete alles erlebte perfekt ab. Hier wurde noch einmal hinterfragt, ob sich die Reise für alle gelohnt hat. Vor allem aus welchen Gründen der Hexenschlächter seine Jagd auf Hexen eröffnet hat. Seine Familie wurde jedenfalls nicht von diesen ausgelöscht.
Noch ein paar Worte zum Magiesystem. Dieses ist simpel wie effektiv. Spannend, was man alles mit Knochen machen kann. Woher die Kraft aus diesen kommt und wie diese genutzt wird, hat die Autorin gleichmäßig auf verschiedene Situationen, in denen eine bestimmte Kraft benötigt wurde, verteilt. Auch hier wurde der Lesefluss nicht durch ausschweifende Erklärungen gestört.
Was hat es eigentlich mit den Raben auf sich? Hier muss man als Leser etwas genauer hinschauen. Diese werden nicht nur für Maßeinheiten genutzt. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, bietet sich an, das Buch zu lesen. ????
Um langsam zum Ende zu kommen. Mir hat das Buch bzw. der Auftakt der Dilogie ausgezeichnet gefallen. Alles ist da, wo es sein soll, der Einstieg ist ein Träumchen. Zum Meckern gibt es eigentlich nichts. Wenn ich es darauf anlegen würde, dann hätte ich mich darüber beschwert, dass es zu wenig Informationen über die restlichen Mitglieder der Gruppe gegeben hat, oder was Leif (Gents engster Vertrauter) für ein Problem mit Smilla hat, oder warum Charaktere so sind, wie sie sind. Aber das sind Dinge, die mich kaum bis gar nicht stören. Es ist, wie es ist. Eventuell bekommen wir mehr Informationen in Teil zwei. Wer weiß das schon? ????
Rezensionen von Danislesestube:
Schwächer als seine Vorgänger, aber gut lesbar
Der Polizistenmörder: Ein Kommissar-Beck-Roman von Maj Sjöwall; Per Wahlöö
Früher wie heute bin ich bei „Der Polizistenmörder“ zwiegespalten. Einerseits haben mir die rasanten Szenen, die im Vergleich zu den anderen Teilen häufiger vorkamen, wirklich gut gefallen, andererseits wurde recht wenig über das eigentliche Thema gesprochen. Der Vergewaltigungsteil nahm viel Raum in der Handlung ein.
Die Befragungen vom einst verurteilten und nun in Frieden lebenden Sexualstraftäter zogen sich sehr in die Länge. Auf der anderen Seite wiederum wurde recht viel über die neue Umgebung geschrieben. Erzählerisch und vom Detailreichtum gut gelungen. Auch die Absätze, in denen Martin Beck ermittelte und mit seinem im Ort ansässigen Partner eine schöne Zeit hatte, empfand ich ebenfalls als gut.
Abwechslung gab es also genug. Viel zu kurz gekommen ist der Fall des Polizistenmörders. Nicht nur, weil dieser erst nach der Hälfte des Buches in Fahrt gekommen ist, sondern auch, weil schon von Anfang klar war, was vorgefallen ist. Somit schlich man den ahnungslosen Ermittlern hinterher, bis dann der große Showdown die Erlösung brachte.
War zumindest der Abschluss des Sexualfalles da hinfiebern wert? Ja. Bedingt dadurch, dass der Täter nicht durch die halbe Stadt gejagt werden musste und die schlussendliche Befragung friedlich ablief, bekamen wir hier einen angenehmen Ausgleich zum anderen Fall.
Ein guter neunter Teil, mit mehreren Schwächen, aber dennoch gut lesbar und unterhält für ein paar Stunden.
Rezensionen von Danislesestube:
Für Fans des Autors ein solider Thriller
Die Dämmerung von Marc Raabe
Vor etwa einem Jahr habe ich den Vorgänger „Der Morgen“ gelesen. Dieser hat mir, mal abgesehen von ein paar Kritikpunkten, recht gut gefallen. Dementsprechend war es nur eine Frage der Zeit, bis Teil zwei in meinem Warenkorb landet. Vorweg kann ich sagen: Ja, das Buch hat mir etwas besser gefallen, aber dennoch missfielen mir wieder ein paar Dinge.
Fangen wir also wie immer am Anfang an.
Dieser gestaltet sich recht rasant. Ein Wildschwein attackiert eine junge Frau. Diese kann sich gerade so retten. Während ihrer Flucht hört sie einen markerschütternden Schrei. Ein paar Meter von ihr entfernt findet sie ein Mischwesen, welches sich später als die tote Charlotte Tempel herausstellt. Bis hierhin hat mir das Buch gut gefallen. Knallharte Action. Herzklopfen. Zur Krönung eine Portion Entsetzen.
Danach ebbt das Tempo etwas ab, als Art Mayer und Nele Tschaikowski den Fall übernehmen. Was folgt, ist eine gut geschriebene und rasante Ermittlung. Die beiden Charaktere haben sich von Teil eins weg bis hierhin gut weiterentwickelt. Die Ereignisse von vor einiger Zeit stecken ihnen immer noch in den Knochen. Arts Privatleben ist turbulent wie eh und je. Seine „Ziehtochter“ haltet ihn auf Trab. Und sonst hat er immer was zu tun. Nele hingegen geht es diesmal etwas ruhiger an. Aus guten Gründen versteht sich. Dementsprechend steht sie diesmal etwas weniger im Rampenlicht. Dennoch gerade so viel, dass sie nicht wie ein Anhängsel wirkt. Außerhalb des Wahrnehmungsbereiches der beiden tut sich nicht viel. Ihre Kollegen sind etwas blass und tragen zum Geschehen nicht mehr bei als sie sollten.
Leo, die Tochter von Charlotte Tempel, hält unser Duo ordentlich auf Trab. Bedingt durch die Umstände zeigt diese sehr viele Charaktereigenschaften auf einmal. Außerdem ist ihr Handeln in der Regel unberechenbar und stellenweise brutal. Passt irgendwie so gar nicht zu ihrer Mutter. Daher ist es kein Wunder, dass sie zuerst ins Visier der Ermittler gerät. Zwischen dem aktuellen Geschehen wird eine Tonband-Aufnahme abgespielt, welche viele Fragen zur gegenwärtigen Lage beantwortet und eine durchaus spannende Geschichte erzählt. In dieser kommen zwei Charaktere vor, welche in der Handlung auch ihren Auftritt haben. Die Namen wurden jedoch geändert.
Bis es zum schlussendlichen Showdown kommt, vergeht eine Weile. Diese ist glücklicherweise nicht lange von Dauer. Denn der Schreibstil erzeugt eine recht hohe Geschwindigkeit, sodass die Geschehnisse gerade zu an einem vorbeifliegen. Was in den meisten Fällen gut funktioniert hat.
Jedoch haben mich ein paar Dinge beim Lesen gestört.
Zuerst das Offensichtlichste. Die Aufmachung der Handlung ist der im ersten Teil sehr ähnlich, wenn nicht sogar identisch. Schade, dass sich hier nichts anderes überlegt wurde. Wieder wurde darauf verzichtet, einen Charakter als Täter:in zu nehmen, den/die man kennt und welcher bereits Anzeichen gezeigt hat, dass mit ihm/ihr etwas nicht stimmt. Stattdessen wurde, böse gesagt, ein/e Statist:in gewählt, der/die mit dem Geschehen relativ wenig zu tun hat. Anwesend und etwas komisch zu sein reicht wohl aus, um als Mörder:in durchzugehen. Die Glaubhaftigkeit seines/ihres Motivs war löchriger als ein Schweizerkäse. Ich habe ihm/ihr seine/ihre Rolle keine Minute abgenommen. Schade.
Die genannten Punkte haben mir das Buch etwas madig gemacht. Fühlt sich sehr nach Recycling an. Was prinzipiell nichts Schlechtes ist. Es gibt genügend Leser:innen da draußen, die sich wohl damit fühlen ein bekanntes Schema vor Augen zu haben und nicht auf unerwartete Wendungen zu treffen. Für mich ist das leider nichts. Andere größere Autoren habe ich dafür ausreichend kritisiert. Verstehe aber, warum das so gehandhabt wird.
Trotz aller Kritik könnte das Buch, bzw. die Reihe, etwas für euch sein, wenn euch meine genannten Punkte nicht stören.
Rezensionen von Streiflicht:
So macht Lernen Spaß!
Englisch lernen für Erwachsene: 30-Tage-Kurs von Bennett Emely
Da ich immer wieder gerne was Neues ausprobiere und auch mein Englisch mal wieder aufpolieren wollte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. In nur 30 Tagen Englisch lernen für Erwachsene, das klingt doch super! Gut fand ich die Selbsttests und die Audioinhalte, die wirklich helfen. Ganz einfach via QR-Code und so hilfreich, weil ja gerade die Aussprache für Anfänger oft das größte Problem is, wenn man eine neue Sprache lernt oder weiter einübt.
Ich fand es toll, wie das Buch die Lerninhalte umsetzt. Mit Hilfe von Hannah, die nach London und damit ins Ausland reist, lernen wir in 20 Lektionen Situationen kennen, die auf einer Reise durchaus auftreten können. Immer wieder wechseln sich Erklärungen, englische Passagen, Vokabeln und mehr ab. Dadurch ist das Buch niemals trocken - auch weil man ja die Geschichte von Hannah weiterlesen möchte - und so lernt es sich gleich noch einfacher! Die Audioinhalte helfen weiter, um eine korrekte Aussprache zu lernen und das Hörverständnis zu verbessern. Auch das ist ja enorm wichtig vor Ort.
Das Buch erspricht, dass es zeigt, wie einfach man Englisch lernen kann und genau das hält es auch und das noch auf eine ziemlich unterhaltsame und angenehme Art und Weise! So macht Lernen Spaß!
Rezensionen von Danislesestube:
Eine gelungene Dystopie
Our Mechanical Hearts von Jacqueline Mayerhofer
Es ist schon eine Weile her, seit ich einen Roman aus diesem Genre gelesen habe. Nicht jede Handlung gefiel mir auf Anhieb. Viele Bücher waren mir zu klischeehaft oder zu einfach gestrickt. Dementsprechend mied ich dann irgendwann alles, was damit zu tun hatte, oder so ähnlich klang.
Nachdem ich auf der VIECC dieses Buch live vorgelesen bekommen habe, wollte ich dem Ganzen eine erneute Chance geben.
Das Cover sah vielversprechend aus, der Klappentext klang simpel und versprach nicht zu viel. Nur das Wesentliche. Da ich kein Fan davon bin, wenn ich auf der Rückseite die halbe Handlung lesen kann, war ich davon recht angetan.
Der Anfang erklärte recht flott, worum es geht. Julian Baldir wohnt zusammen mit einem Mitbewohner in einer viel zu kleinen Wohnung. Die Preise und Löhne scheinen in dieser noch weiter auseinanderzuklaffen als bei uns. Dementsprechend ist alleine wohnen für unseren Protagonisten ein Wunschtraum. Aufgrund seines Jobs wird er von Menschen, die recht wenig von den mechanischen Lebensformen halten, angefeindet und schief angeschaut. Als ob er absolut freiwillig für den „Feind“ arbeiten würde.
Von da an machte mich das Buch noch neugieriger. Das klang bisher nicht nach dem üblichen Standard Plot.
Während seiner Schicht trifft er neben seinen menschlichen Arbeitskollegen auch auf eine Androidin, welche optisch, wie viele andere moderne Modelle auch, sehr menschlich wirkt, aber sich vom Verhalten her nicht weiter von ihrer Vorlage unterscheiden kann. Das scheint aber von der großen KI, der alle mechanischen Helferlein dienen, so gewollt zu sein. Es könnte sich durch ein freies Entfalten ein neues Bewusstsein entwickeln. Das will ja keiner. Menschen sind ja bekanntlich das beste Negativbeispiel dafür, wenn die vollständige Kontrolle fehlt.
Die alten Modelle, mit denen sich Julian nach besagtem Vorfall anfreundet, wirken dagegen sehr viel menschlicher. Nach und nach wird auch klar, dass es sogar unter mechanischen Individuen so etwas wie „Rassenunterschiede“ oder gar Rassismus gibt. Sieht man perfekt am überheblichen Verhalten der modernen Androiden. Warum sollten sich diese auch mit dem alten Schrott abgeben?
Die Art und Weise, wie die Autorin die Handlung erzählt hat, hat mir wirklich gut gefallen. Nicht zu hastig, aber nicht zu langsam. Immer der Situation entsprechend. Die grundsätzliche Stimmung fing sie ebenfalls perfekt ein. Genauso wie ich mir so eine Zukunft vorgestellt habe.
Das Ende inklusive Showdown und dem liebevoll erzählten Epilog rundeten das Gesamtwerk perfekt ab.
Wenn ihr das Buch noch nicht kennt, oder einen kurzweiligen Science-Fiction-Roman sucht, könnte es euch gefallen.
Rezensionen von Danislesestube:
Für Fans einen Blick wert
Gestehe von Henri Faber
Nach einem recht eindrucksvollen Einstieg lernen wir einen Charakter namens „ER“ kennen. Dieser scheint sehr viel Spaß dabei zu haben, seine Opfer zu quälen. Dass dieser Gedanke zu kurz gedacht ist, zeigt sich später recht eindrucksvoll. Danach ist es endlich so weit, wir lernen unseren Helden, den Star-Ermittler, Johann Winkler, Jacket kennen.
Seine Fassade. Unantastbar. Sein Lächeln. Umwerfend. Seine Vergangenheit. Futter für jeden Verlag und die lokale Zeitung. Auf den ersten Seiten empfand ich keinerlei Sympathie für ihn. Freut mich sehr, wenn Jacket von sich überzeugt ist und seit jenem Ereignis auf einem roten Teppich durch Leben läuft, aber wie kann man nur so unsympathisch und teilweise ekelhaft sein? Später wird klar, alles nur Fassade, für die Blitzlichter, für den Verlag, der seine Geschichte in Form eines Thrillers veröffentlicht hat und für ihn selbst. Denn unter dem makellosen Äußeren verbirgt sich eigentlich ein verletzlicher Mann, der mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Sprich einerseits mochte ich ihn so gar nicht, andererseits hatte ich einen Hauch Mitleid. Eher eine semi gute Basis für einen Hauptcharakter, der die Handlung tragen sollte. Dieser Eindruck bessert sich auf den nachfolgenden Kapiteln und Seiten kaum.
Dann haben wir noch Mo, welcher bisher eigentlich im Hintergrund gearbeitet hat. Seine Arbeit erledigt er immer mit absoluter Präzision. Aufgrund dieser Tatsache und weil er „Ausländer“ ist, wird er von seinen Kollegen immer wieder aufgezogen. Nicht selten auch körperlich gemobbt. Hier wurde die Rassismus-Keule so richtig schön geschwungen. Denn so ein Verhalten legten die Kollegen, trotz Mo’s Erfolg in dem Fall, nicht ab. Im Gegenteil. Es wurde mit der Zeit immer schlimmer. Besonders ein Kollege fällt durch seine „besonders kritische“ Art auf. Ich weiß nicht, ob so ein Charakter unbedingt eingebaut werden musste. Dass dieser so oft vorkam, machte es nicht besser. Natürlich ist nur Akzeptanz, Liebe und Heiterkeit in hoher Konzentration auch anstrengend, aber eine gesunde Balance hätte gereicht. Mal abgesehen davon, macht sich dieser Ermittler damit auf keinen Fall verdächtig. Niemals. ???? Immerhin bekommt Mo von seiner Freundin die Unterstützung, die er braucht, um sich behaupten zu können.
Wer „Er“ ist, welcher einem fast schon liebevoll erzählt, was mit seinen Opfern als Nächstes passiert, und warum diese seiner Meinung nach sterben müssen, erfahren wir glücklicherweise erst gegen Ende. Denn alles andere wird uns schon ab der Hälfte des Buches serviert. Wer sich nicht von zahlreichen Wendungen und Perspektivenwechsel durcheinander bringen lässt, kommt recht schnell auf die Lösung, wer mit wem unter einer Decke steckt.
Das Lesen empfand ich allgemein als eher anstrengend. Der Anfang zog sich, dank unseres Star-Ermittlers, sehr in die Länge, die vom Autor gestreute Verwirrung, welche zu oft angewendet wurde und die angesprochenen Probleme der Kollegen untereinander, welche den Rest der Handlung ausmachte, machten es nicht besser. Für die meisten Leser, welche gerne die bekannten Bestseller Thriller lesen, wird es ein tolles Buch sein, aber für mich ist es eines von vielen, welches ich bald wieder vergessen werde.
Die schlussendliche Auflösung hat mir nicht zugesagt. Es wurde versucht sehr viel im Nachhinein zu erklären, was in den Seiten zuvor vorgefallen und dass „Sache A“ eigentlich durch „Ereignis D“ entstanden und die logische Lösung selbstverständlich „Lösung Z“ und nicht „F“ ist. Selbst nach mehrmaligem Lesen und darüber grübeln wurde es für mich nicht logischer. Oder ich bin einfach zu doof für einen solchen Plot. Das kann auch sein.
Hier möchte ich auf mein zu Anfang verwiesenes Zitat hinweisen. Es war wieder einer dieser Fitzek ähnlichen Romane, welcher für die Masse ausgelegt wurde. Nicht mehr und nicht weniger.
Zum Schluss noch ein paar positive Dinge. Den Charakter Mo habe ich bereits erwähnt. Ein toller Charakter, mit viel Ehrgeiz, mit dem Herz am rechten Fleck, welcher sich kaum aus der Ruhe bringen konnte. Die kleinen Verweise auf den tatsächlich existierenden Verlag „dtv“ und den Autor selbst haben mich zum Grinsen gebracht.
Wenn euch das Buch immer noch zusagt, lest es gerne und teilt mir eure Meinung mit. Würde mich freuen. Bis zum nächsten Mal.
Rezensionen von Danislesestube:
Ein guter Auftakt der Reihe
Diebesgut & Hexenmal - Die Abenteuer des Barden Spikero 1 von C. Gina Riot
Wie hat mir das Buch nun gefallen? Wurde ich enttäuscht oder konnte ich dem ersten Abenteuer von Spikero etwas abgewinnen?
Beginnen wir zunächst mit dem auffälligsten Merkmal des Buches. Dem Schreibstil. Dieser bedient sich dem Wortschatz aus den mittelalterlichen Gefilden. Sowohl in den Dialogen als auch in der Beschreibung der Handlung.
Zu Beginn empfand ich die Ausdrucksweisen als ungewohnt oder gar gestelzt. Befand aber mit dem Fortschreiten der Handlung, dass der Stil perfekt zum ganzen Rest gepasst hat. Manchmal schlich sich ein Schmunzeln auf meine Lippen. Die teils sehr detaillierten Beschreibungen von Spikeros Gedanken oder dessen Aussehen konnten mir stellenweise einen Lacher entlocken.
Wenn man vom Teufel spricht. Der gute Spikero spielt ganz eindeutig die Hauptrolle. Nicht nur auf seiner kleinen Bühne, sondern auch in der Handlung gibt es praktisch kaum einen Absatz ohne ihn. Dies stellte sich in den folgenden Kapiteln als gute Entscheidung der Autorin heraus. Denn die anderen Charaktere, sogar seine liebste Ber, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Letztere spielte ihre Rolle zwar noch recht gut, aber die andere Besatzung vergaß ich irgendwann sogar komplett. An sich nicht weiter schlimm.
Denn unser eitler Barde riss jeden nur verfügbaren Scheinwerfer an sich, um im Rampenlicht stehen zu können. Seine teils naive und tollpatschige Art brachten ihn in die seltsamsten und gefährlichsten Situationen, aus denen er sich zwar verbeult, aber halbwegs gesund heraus wieseln konnte.
Und sonst so? Die Umgebung, die Beschreibung der Schlüsselcharaktere und das rasante Ende haben mir wirklich gut gefallen.
Insgesamt betrachtet konnte mich das Buch überzeugen.











