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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kapitel60:

Lebensraum Wald

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 17 - Im Wald von Sandra Noa

Worum geht’s?
Der Wald – so heißt der neueste und bereits 17. Band der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe für Erstleser. Dieses Mal geht es um den Lebensraum Wald. Auf einfache Art und Weise erfahren die Leseanfänger*innen, was unser Wald zu bieten hat. Leserätsel, Sticker und Illustrationen sorgen für Abwechslung.

Cover, Schreibstil, Illustrationen:
Die einfachen Texte und die übersichtliche Gliederung sorgen dafür, dass auch Leseneulinge den Inhalt gut verstehen. Die Illustrationen sind kindgerecht und zahlreich vorhanden – was bei Erstleserbüchern besonders wichtig ist. Die Leserätsel sind gut durchdacht und helfen dabei, den Inhalt noch besser zu erfassen.

Fazit:
Wir haben schon einige Bücher dieser Reihe. Das Thema Wald interessiert meine Lesekinder sehr, und wir wurden nicht enttäuscht. Besonders toll finden die Kinder die Seite mit den Stickern und die lustigen Sprechblasen. Mir gefällt die Baumgrafik sehr gut. Obwohl wir viel im Wald unterwegs sind, haben wir definitiv noch etwas dazugelernt.

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Rezensionen von Julia:

Düster und Fesselnd

Der Kissenmörder (Bajetzky & Kuper - Thriller 6) von Gunnar Schwarz

Mit den Büchern von Gunnar Schwarz verbinde ich normalerweise spannende und fesselnde Lesestunden, auch wenn mich die letzten Werke leider nicht vollständig überzeugen konnten. Der Kissenmörder hingegen hat mich wieder vollkommen abgeholt. Die Geschichte hat mich von Beginn an gepackt, und besonders das Ermittlerduo Alex und Emma konnte erneut überzeugen.

Beide sind mir sehr ans Herz gewachsen, und der kurze Gastauftritt einer Figur aus einer anderen Reihe des Autors war ein schönes, überraschendes Detail.

Die Grundidee der Geschichte ist gut durchdacht und behandelt ein Thema, das sicherlich nicht für jede Leserin und jeden Leser leicht ist. Alex und Emma gehen jeder Spur akribisch nach, selbst wenn sie wissen, dass diese möglicherweise ins Leere führen könnte. Schritt für Schritt decken sie dabei die komplexen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Opfern auf, was die Spannung konstant hochhält.

Der Schreibstil ist – wie man es von Gunnar Schwarz gewohnt ist – packend und bildhaft. Obwohl die Ermittlungen klar im Vordergrund stehen, kommt auch der private Teil der Charaktere nicht zu kurz und ist genau richtig dosiert. Für mich ist Der Kissenmörder ein rundum gelungener Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehle.

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Rezensionen von Claudia R.:

saurierstarkes Abenteuer

Dino + Ricky (1) und die schinkenbrötchenfressenden Räuber von Peter Kruck

Klappentext / Inhalt:

Wie bitte? Du hast keine Ahnung, wer Dino + Ricky sind? Also, dann sollten wir daran SCHLEUNIGST etwas ändern. Dino + Ricky sind zwei Dinosaurier-Jungs, die zusammen dieselbe Schule besuchen.
Am Anfang mögen sie sich überhaupt nicht. Denn unterschiedlicher können zwei Jungs wohl nicht sein.

Aber dann, als sie durch einen dummen Zufall und Rickys Trotteligkeit Hals über Kopf in ihr erstes großes Abenteuer stürzen, raufen sie sich notgedrungen zusammen. Von diesem legendären Moment an sind sie – ob gewollt oder nicht –unzertrennlich. Sie meistern gemeinsam die verrücktesten Aufgaben, begegnen einigen merkwürdigen Wesen und reisen durch Raum und Zeit.
Begleite die beiden durch ihre spannenden und superwitzigen Abenteuer zum Lesen und zum Hören!
Dino + Ricky ist eine sich fortsetzende Kinderbuchreihe für Kinder ab ca. 6 Jahren.

Cover:

Das Cover ist klasse umgesetzt und zeigt einige Dinosaurier und auch im Hintergrund haben sich so einige versteckt. Optisch und farblich ist das Ganze toll umgesetzt und das Cover weckt auf jeden Fall die Neugier und das Interesse auf diese Geschichte.

Meinung:

Es ist der erste Band der Dino und Ricky Reihe und es geht hier auf jeden Fall sehr spannend zu. Dino Gino und sein kleiner chaotischer Mitschüler Ricky sind schon sehr verschieden. Und man mag es kaum glauben, aber Dino ist der vernünftigere der beiden. Was die beiden anstellen und erleben, erfahrt ihr in diesem tollen Buch.

Inhaltlich möchte ich hier noch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig lesbar. In Charaktere und Situationen findet man sich gut hinein. Es wird gut und verständlich beschrieben und durch die bildliche Erzählung kann man sich auch alles sehr gut vorstellen. Die beiden ungleichen Charaktere sind sich anfangs nicht wirklich grün. Sie durchleben aber so manches Abenteuer, Chaos und manche Peinlichkeiten, so dass dies sie stärkt und zusammenwachsen lässt. Ein tolles Buch voller Spannung und Humor.

Die Anfänge sind gut erkennbar, die Überschriften passend gewählt, ohne zu viel zu verraten und die Gestaltung und Gliederung ist auch sehr schön gewählt. Die bunten Illustrationen runden das Ganze perfekt ab und die Bilder geben die Situationen gut und vorstellbar wieder. Die Illustrationen sind klasse gewählt und machen es rund.

Klasse und dinostarke Geschichte, die nicht nur Dinofans gefallen wird. Besonders für Grundschulkinder geeinigt, die hier sehr gut abgeholt werden und ihre Freude mit diesem Abenteuer und Humor haben werden. Für Mädchen und Jungen gleichermaßen ansprechend.

Ich fand die Geschichte klasse umgesetzt und hatte damit auf jeden Fall meinen Spaß.

Fazit:

Spannendes und humorvolles Dinoabenteuer mit tollen Illustrationen und klasse Charakteren.

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Rezensionen von Julia:

Spannender Auftakt, mit Luft nach oben

Imperia - you let the fire in von Cleo B. Moon

Ich schwankte lange zwischen drei und vier Sternen, habe mich letztlich aber für vier entschieden – auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es sich hierbei um das Debüt der Autorin handelt.

Imperia entwirft eine äußerst spannend konstruierte Welt, in der Jara aufwächst und zunächst allem Glauben schenkt, was ihre Mutter – die Anführerin – ihr vermittelt.

Gleichzeitig spürt man von Beginn an diesen kleinen Funken Zweifel in Jara, der nie ganz erlischt. Als ihre beste Freundin Tohru, die sich offen gegen das System stellt, verhaftet wird, begibt sich Jara auf eine Rettungsmission. Diese führt sie nicht nur aus Imperia heraus, sondern schon bald in eine völlig andere Welt.

Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, und der Einstieg fiel mir leicht. Jara ist ein gut ausgearbeiteter Charakter, der mir sofort sympathisch war, und ich habe ihren Weg in diese neue Welt gerne verfolgt. Allerdings empfand ich einige Entwicklungen als etwas zu schnell. Der Wechsel in ein komplett anderes System geschieht sehr abrupt, und obwohl Jara durchaus mit sich hadert, findet sie sich meiner Meinung nach fast zu schnell zurecht. Zudem hatte ich beim Lesen stellenweise das Gefühl, dass es kleinere Logiklücken gibt, auf die ich hier ohne zu spoilern nicht näher eingehen kann.

Das Buch richtet sich offensichtlich eher an ein jugendliches Publikum, zu dem ich selbst nicht mehr gehöre. Das erklärt vermutlich auch die häufigen Wiederholungen, die ich mir persönlich lieber durch eine detailliertere Ausarbeitung ersetzt gewünscht hätte. Was mir für einen Jugendroman wiederum etwas zu viel war, sind die spicy Szenen. Nicht, weil sie zu explizit wären – im Gegenteil, der Hinweis zu Beginn des Buches, welche Kapitel betroffen sind, ist sehr gelungen – sondern weil sie in ihrer Häufigkeit für mich den Fokus verschoben haben. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere mehr mit ihrer eigenen Befriedigung als mit ihrem Kampftraining beschäftigt sind. Das ist am Ende aber sicherlich auch Geschmackssache.

Trotz dieser Kritikpunkte habe ich Imperia insgesamt gerne gelesen. Das Ende lässt uns mit einem fiesen Cliffhanger zurück, und ich habe definitiv Lust, in den Folgebänden noch mehr über die verschiedenen Welten und Magien zu erfahren.

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Rezensionen von Streiflicht:

Abenteuer Lesen

Leserabe Sonderausgaben - Deine große Leseraben Box von Cleo B. Moon

Mein Neffe kommt im Sommer in die Schule und ist schon ganz aufgeregt, dass er dann Lesen und Rechnen lernt. Er ist ein aufgewecktes Kerlchen und möchte schon jetzt immer schreiben. Seinen Namen kann er schon, auch wenn der eine oder andere Buchstabe mal noch durcheinanderkommt oder spiegelverkehrt geschrieben ist.

Also waren wir sehr gespannt auf dieses Set, das so viele schöne Sachen beinhaltet. Perfekt zum freudvollen Ausprobieren des Schreibens, so macht das Lernen Spaß.
Neben dem Buch gibt es ein Rätselheft, ein Minis-Buch, ein Kartenspiel, ein Memory, ein Puzzle, Sticker und Postkarten zum Ausmalen, ein Türschild, ein Leselineal und eine Papierfigur sowie eine Broschüre für die Eltern. Da kommt man gar nicht mehr mit dem Anschauen, Ausprobieren und Spielen. Einfach schön, was in dieser Box alles versteckt ist und zum Vorschein kommt. Damit wird mein Neffe sicherlich noch lange Spaß haben!
Der süße Leserabe macht gute Laune und zeigt uns ganz einfach, wie man mit Buchstaben, Silben und Wörtern jongliert! Auf gehts ins Abenteuer Lesen!

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Rezensionen von Lesemama:

Dateprofis unter sich

Beste Feinde daten nicht von Marit Bernson

Bewertet mit 3,5 Sternen

Zum Buch:

Jess hat eine Kolumne für Datingtipps, in der sie sich gerne über Männer auslässt, die sie datet.
Marten nennt sich selbst Der Dateprofessor und hst ebenfalls einen Böog über Dating.
Dann geraten die beiden öffentlich in ihren Blogs aneinander und schließen ein Art Wette ab, wer die besseren Dates planen kann, wobei Jess nicht weiß, das Marten der Dateprofessor ist.

Meine Meinung:

Jess/Wanda hat einen Blog, in dem sie über ihre misslungenen Dates berichtet, ist zynisch und sucht die Fehler nur bei den Männern bzw. sucht die Männer nach ihren vermeintlichen Fehlern für ein Date aus.
Marten nennt sich Dateprofessor, hat ebenfalls einen Blog und gibt anderen Männern und auch Frauen Tipps, wie ein Date funktionieren kann, was sie richtig machen. Sucht aber im Prinzip genauso wie Jess seine Dates nach Kriterien aus, wie er sie am besten zurechtbiegen und richtigstellen kann. Da haben sich zwei gesucht und ich mochte es sehr wie zu Beginn die Fetzen flogen.
Erzählt wird abwechselnd aus Jess und Martens Sicht als Ich-Erzähler, so hat man einen besseren Überblick.
Es endet wie es enden soll, die beiden haben Gefühle, können aber nicht dazu stehen. Vor allem Martens Geheimnis empfindet Jess als abtörnend, wer mag aich schon angelogen werden.
Kurzum, nett zu lesen, hat durchaus seine witzigen, humorvollen Momente und mir den besten Freunden der beiden auch ganz nette Nebencharaktere, die schnell eine wichtige Rolle spielen.

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Rezensionen von Miro:

Kaninchenliebe

Wie die Karnickel von Jasper Fforde

Wir reisen mit Jasper Fforde ins beschauliche Much Hemlock in England. Ein ruhiges kleines Dorf, wo der Tratsch noch im Kramladen weitergegeben wird.

Peter Knox lebt hier mit seiner Tochter ein unspektakuläres Leben bis ins Nachbarhaus eine Kaninchenfamilie einzieht. Jahre zuvor wurden durch ein "Ereignis" einige Tiere vermenschlicht und so leben nun Füchse, Dachse, Wiesel und eben Kaninchen unter den Menschen.

Doch nur die Kaninchen werden als Bedrohung wahrgenommen, weil sie sich sehr rasch vermehren.

Die Kaninchen sind extrem schlau, lernen schneller und mehr als Menschen und wollen eigentlich ein friedliches Leben führen, wie es in ihrer Natur liegt. Der Kaninchenweg könnte auch die Menschheit aus der Krise führen, wären die Menschen nur nicht so verbohrt und egoistisch.

Die Angst vor den Anderen hat eine rechtsextrem Gruppe hervorgebracht. TwoLegsGood schreckt vor nichts zurück, wenn es darum geht, Kaninchen aus dem Dorf zu vertreiben. Sie sollten alle in eine Kolonie umgesiedelt werden, die verdächtig einem Arbeitslager gleicht.

Peter Knox rutscht mehr oder weniger gewollt in den Widerstand und findet sich bald in den höchsten Rängen der Kaninchenregierung.

Die Kaninchen selbst sind vielschichtige Charaktere. Sie sind mal sympathisch, mal etwas nervig, mal ruhige und mal heißspornige Typen.

Die sozialen Konflikte im Dorf werden häufig satirisch überspitzt dargestellt, treffen aber beängstigend böse ins Schwarze. Mit dieser Satire hält uns der Autor einen Spiegel vor und zeigt uns gleichzeitig, wie wir es besser machen könnten.

Das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Daher muss ich leider einen Stern abziehen. Aber ich muss auch zugeben, dass es trotz der skurrilen Idee irgendwie realistisch ist.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich bleibe weiterhin ein Fan des Autors!

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Dieses Buch ist ein absolutes Highlight !

Wer am Ende übrig bleibt von Mark Flemming

Schon Cover und Klappentext haben mich gefesselt und nach den ersten paar Seiten, war ich wie hypnotisiert von Mark Flemmings Buch :
Die Geschichte um Anne, die mit ihren ehemaligen Mitbewohner*innen zu einem Segeltörn aufbricht, ist spannungsgeladen und fesselnd aufgebaut. Die Stimmung auf der Yacht und auch der Charaktere untereinander sind vom Autor sehr gut übertragen und ich habe mich beim Lesen ein ums andere Mal von der düsteren Atmosphäre gefangen gefühlt.

Sowohl Anne, als auch die andere Charaktere sind toll aufgezeichnet und beim Lesen ist der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr hilfreich und spannend : so wird nämlich nach und nach klar, was wirklich passiert ist und wem man aus der Gruppe trauen kann.
Sehr packend und fesselnd zugleich ist das Buch von Mark Flemming, den ich schon nach kurzer Zeit kaum aus der Hand legen konnte. Das Locked-Room-Szenario, das vom Autor beschrieben wird, verdüstert die ganze Szene und lässt einen beim Lesen sehr gut mitfühlen, wie eng und nah alle beieinander in der Zeit auf der Yacht ausharren müssen.
Absoluter Lesegenus, perfekte Spannung und eine Atmosphäre, die einem beim Lesen Gänsehaut beschert – für mich ein absolutes Highlight !

Das Buch ist am 14. Januar 2026 im Droemer Knaur Verlag erschienen, bei dem ich mich für das Rezensions Exemplar bedanke. Dies hat meine Meinung natürlich nicht beeinflusst.

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Rezensionen von peedee:

Grossartig!

Do legst di nieda! von Stephan Maria Alof

Stephan Maria Alof engagiert sich seit Jahrzehnten für die katholische Kirche. Der Glaube ist ihm seit jeher wichtig, doch sein Wunsch, katholischer Priester zu werden, war aufgrund seiner offen gelebten Homosexualität nicht möglich. Alof interessiert sich für viele Dinge und sorgt dafür, immer wieder Neues – auch oder gerade in Bezug auf die Kirche – zu wagen.

Die verlogene Doppelmoral von vielen katholischen Amtsträgern ist ihm zuwider; da er darüber nicht den Mantel des Schweigens legt, eckt er bei einigen an. Hier erzählt er aus seinem (Glaubens)Leben.

Erster Eindruck: Ein sympathischer Mann lächelt einem auf dem Cover entgegen; Buch- und Untertitel gefallen mir sehr gut.

Vorneweg (ja, immer gleich mit der Tür ins Haus stolpern): Ein grossartiges Buch! Mir ist der Glaube wichtig, aber ich bin keine grosse Kirchgängerin. Ich kenne Stephan Maria Alof nicht persönlich, aber ich konnte ihm bei so vielen Dingen einfach nur beipflichten. Was Alof aus seinem Engagement rund um die Kirche St. Maximilian in München erzählt, begeistert mich. Und aus der Zusammenarbeit mit Pfarrer Rainer Maria Schiessler (von ihm warten bereits zwei Bücher bei mir darauf, gelesen zu werden) entstehen offensichtlich wunderbare, aussergewöhnliche Dinge. Kirche darf auch Spass machen!

Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche – ein dunkelschwarzes Kapitel! Einerseits wollen die fehlbaren Personen ihren Glauben repräsentieren und die Gläubigen auf den rechten Weg führen, aber andererseits tun sie selbst schlimme Dinge, die das Leben von anderen dauerhaft verändern! Genau: Wasser predigen, Wein trinken! Das Schlimmste ist, wenn publik wird, wie viele höhere Instanzen über diese Fälle Bescheid wussten, aber alles vertuscht haben! Puh, ich sehe gerade meinen inflationären Gebrauch von Ausrufezeichen, aber dies zeigt eben auch meine Empörung. Und dann das: Frauen dürfen keine hohen Ämter in der katholischen Kirche bekleiden – weshalb nicht?
Der berufliche Weg von Alof ist nicht geradlinig, muss er aber auch nicht: Zuerst Krankenpfleger mit Wunsch, katholischer Priester zu werden, dann Gastronom (er eröffnet u.a. „Maria“, „Josef“ und „Jessas“), zurück in die Pflege und dann kümmert er sich um Bestattungen. Und dazu: ehrenamtlicher Kirchenpfleger. Hut ab!

„Und wenn die Theologen und Glaubenspräfekte der Kirche sagen: ‚Du darfst die Oblate keinem Nicht-Katholiken geben‘, ist mir das so was von wurscht. Ich halte mich an Christus und sein Vorbild. Punkt. Amen.“

Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Von mir gibt es wohlverdiente 5 Sterne.

PS: Ich habe für dieses Jahr eine Reise nach München geplant und da werde ich der Kirche St. Maximilian doch auch einen Besuch abstatten (seit Ostern 25 ist sie jedoch aus Bausicherungsmassnahmen vorübergehend geschlossen). Vielleicht schaffe ich es ja auch, einen Gottesdienst mit Pfarrer Schiessler zu besuchen – wer weiss?

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Rezensionen von nil_liest:

Ein Nein, das nachhallt – und eine ganze Stadt in Bewegung setzt

Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross

Was passiert, wenn man im falschen Moment das einzig Richtige tut? Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross ist genau dieser Roman: einer, der leise beginnt, dann unaufhaltsam Kreise zieht – durch eine Familie, eine Kleinstadt, durch moralische Gewissheiten, die plötzlich brüchig werden.
Die Blums lassen Brooklyn hinter sich und hoffen in Riverburg auf einen Neuanfang.

Mehr Platz, weniger Lärm, eine sichere Professur für den Vater, neue Möglichkeiten für die Mutter, ein überschaubares Leben. Doch gleich an Hazels erstem Schultag kippt diese Hoffnung. Der Schulleiter bittet sie ins Büro – und offenbart ein Machtspiel, das so ungeheuerlich wie erschreckend routiniert ist. Hazel sagt Nein. Kein großes Pathos, kein heroischer Monolog. Einfach ein Nein. Und genau darin liegt die Wucht dieses Romans.
Jessica Berger Gross erzählt nicht die Geschichte eines einzelnen Übergriffs, sondern die Geschichte seiner Folgen. Der Fokus verschiebt sich: weg vom Täter, hin zu den Erschütterungen, die sein Handeln auslöst. Hazel wird nicht zur Projektionsfläche eines Skandals gemacht, sondern bleibt eine junge Frau mit Plänen, Ängsten, Zweifeln. Gleichzeitig bekommen auch Mutter, Vater und Bruder ihre eigene Stimme. Diese Perspektivwechsel sind klug gesetzt: Sie zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Ohnmacht, Wut, Schuldgefühlen und öffentlichem Druck umgehen – und wie wenig kontrollierbar die Dynamiken einer vermeintlich „netten“ Kleinstadt sind.
Der Ton des Romans ist bemerkenswert: ernst, aber nicht erdrückend. Es gibt feinen Humor, absurde Momente, Alltag, der weiterläuft, obwohl nichts mehr ist wie zuvor. Gerade das macht die Geschichte so glaubwürdig. Nicht alles explodiert, nicht alles wird gelöst. Manche Dinge verlaufen im Sande, andere hinterlassen Spuren. Und genau so fühlt sich Realität an.
Hazel sagt Nein ist Bookclub-Fiction im besten Sinne: ein Roman, der Diskussionen provoziert, der Fragen stellt nach Macht, Glauben, Wegsehen – und nach dem Mut, sich selbst treu zu bleiben, auch wenn die Konsequenzen unüberschaubar sind. Kein reißerisches MeToo-Drama, sondern ein vielschichtiges Familienporträt mit gesellschaftlichem Nachhall.
Ein Debüt, das lange im Kopf bleibt. Und ein Nein, das man nicht mehr überhört.

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