Kunden em pfehlungen
Rezensionen von marcialoup:
Ein Roman mit Finger in den Wunden
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen
Ein Roman über verbrauchtes Vertrauen und eine schmerzhafte Analyse der Fehler im Leben, oder dem Fehlen an sich.
Die Protagonistin Erika erfährt am letzten Abend ihres Urlaubs, dass ihr Mann Jan seit längerer Zeit schon eine Affäre hat. Sie selbst liebt ihren Mann und hätte gern viel mehr körperlichen Kontakt mit ihm als er es zuließ in den vergangenen Jahren.
Sie selbst hatte auch einmal eine Affäre, zu Beginn ihrer Beziehung... Nur nicht so intensiv wie Jan...
Beide sind nun Mitte 60 und blicken zurück auf ihr langes gemeinsames und ihr eigenes Leben. Nähe, die sie immer hatten, ließ Berührungen selten zu. Warum?
Alltag?
Es tut weh, mitzuerleben, wie sehr das Geständnis ihres Mannes Erika umhaut, ein großer, aber leiser Knall in ihrem Inneren, womit sie nicht gerechnet hat, vor allem, da sie gern mit ihm intim gewesen wäre, immer wieder, doch nun hat sie die Erklärung seiner Ablehnung.
Wie geht man damit um?
Eine Paartherapie soll helfen, aufgewühlte, verzweifelte, zerbrochene und doch immer noch liebevolle Gefühle aufzuarbeiten. Wir nehmen teil an den Sitzungen und es integriert uns an der ein oder anderen Stelle mit Sympathien für Erika oder für Jan oder für keinen von beiden.
Tiefschürfende Verletzungen mit klaffenden Wunden wühlen sich ans Licht.
Was hätte man früher tun können, als noch nicht alles ins Uferlose abgerutscht ist?
Erika verliert sich gern in ausweglosen Zukunftsgeschichten die sie vor sich sieht, aber auch in bildhaft schmerzvollen Vergangenheits- und Möglichkeitsgeschichten die sie sich erspinnt.
Jan bleibt zurückhaltend, schiebt seine Schuld in verschiedene Richtungen, zeigt sich als hilfsbereit bis auch bei ihm Gefühle aufbrechen.
Das missbrauchte Vertrauen schwebt über einer gescheiterten Beziehung die anstrengend versucht, sich noch zu retten.
Über den Klappentext hätte man etwas anderes erwartet. Als Studie einer alternden langjährigen Beziehung mit verbrauchtem Vertrauen liest es sich stellenweise wiederholend.
Das Buch hätte nicht länger sein müssen mit knapp 200 Seiten.
Das Schweigen im Moos...
Moosland von Katrin Zipse
Es ist ein ruhiger Roman, der die Geschichte Elsa's beschreibt, die als eine von vielen Frauen nach dem zweiten Weltkrieg von Deutschland nach Island schifft, um dort auf einem Bauernhof zu arbeiten.
Natürlich sind Frauen auf der Insel begehrt, da Männer in der Überzahl auf heiratsfähige Kandidatinnen hoffen.
Doch Elsa führt so etwas gar nicht im Schilde...
Sie schweigt. Sie kann kein isländisch, auch englisch nicht so wie die Söhne des Bauern es hofften.
Das Schweigen Elsa's ist Merkmal des Romans, denn man kann ihn nicht gerade als dialogreich bezeichnen. Sehr wenige Worte fallen, und wenn, dann spricht die Familie natürlich isländisch untereinander. So lernt auch der Leser einige Worte isländisch. Elsa versucht klarzukommen. Naturverbunden liebt sie es, draußen zu sein. Auch hat die Autorin eine wortreiche Sprache, sodass man nicht stark auf Dialoge angewiesen ist, trotzdem hat man das Gefühl, dass sehr wenig gesprochen wird...
Dafür sind die Naturbeschreibungen fühlbar und intensiv. Das Leben zu der damaligen Zeit in einem hochnorddischen Land ist bildreich wiedergegeben.
Ich mochte das Buch stellenweise ganz gern. Elsa's Ankunft und Einleben in die Familie war nett zu lesen, aber im späteren Verlauf war ich dann irgendwie doch froh, bald die letzte Seite gelesen zu haben. Es hat mich also nicht vollends überzeugt...
Das Cover ist einfach gehalten, doch durch die verwischten Grüntöne und Pastellfarben passt es perfekt zum Titel MOOSLAND und vermittelt Weite und unberührte Natur.
Ein mutiger, emotional starker Versuch
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve
Die Autorin hat einen sehr ehrlichen und offenen autobiografischen Roman geschrieben über den Tod ihres Mannes, der namenlos nur A genannt wird... und das Leben danach.
Es schweben Melancholie und Schwere in den Seiten, gespickt mit den Feinheiten der Zwischentöne, die zu Lebzeiten so oft überhört wurden sowie gefühlsintensive Momente, die an die Oberfläche strömen, weil sie zuvor unter dem Teppich der Distanz, der Entfremdung und des Alltags waberten.
Nur muss die Autorin dies alles allein erfühlen, da ihr Mann A. verstorben ist. Dabei erkennt sie, dass sie auch zuvor schon fast alles allein erfühlen musste, weil die Nähe zueinander leise davongewandert war.
Und nicht nur das. Als Ehe in den 70ern und folgenden Jahren erlebte die Protagonistin die Zeiten vor und während der Emanzipation, hatte sie doch einen sehr guten Job, ist Professorin und musste ob der geringen Wertschätzung der Frau trotzdem viel einstecken.
Rücksichtnahme.
Anpassung.
Patriarchat?
Was hatte sie alles aufgegeben in den ersten Jahren der Verliebtheit!
Wie sehr hatte sich das alles schleichend verändert!
Wie viele Ängste und Sorgen durchlebte sie allein, doch an der Seite ihres Mannes!
Wie sehr lief immer alles so wie ihr Mann es wünschte!
Wie sehr stellte er sich seinen eigenen Problemen nicht!
Und wie sehr muss sie sich jetzt neu definieren, sie... allein.
Sie durchwühlt neben ihren Gefühlen die Hinterlassenschaften ihres Mannes, räumt das Haus auf, das plötzlich eine andere Ausstrahlung ausübt, jetzt, da er nicht mehr da ist. Sie findet Dinge, die sie nicht kannte wie auch Bekanntes, das ihr fremd vorkommt.
Eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit mit Ausblick auf eine eigene Zukunft... schmerzhaft, wütend, traurig, zaghaft, verständnisvoll und auch liebend. Wer wird sie sein? Wer war sie mit ihm und warum so? Wer war er?
Ihre Erinnerungen schwelgen in Schönem, das vernachlässigt wurde, schweifen ab in Probleme, die er hatte und ihr Verständnis dafür, ihre Sorgen und ihr Umgang mit allem. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab, verschwimmen ineinander. So zeichnet die Autorin ein Bild von ihrem Mann, indem sie analysiert warum er zu dem wurde und war, und bildet dabei ein Bild auch von sich ab.
Ein emotional tiefgängiges, hinterfragendes Buch, das nachwirkt, das spiegelt, das weh tut.
Anfangs kommt das Buch etwas schwerfällig in Gang, die Autorin wirkt kühl und distanziert, doch die Mauer bröckelt und als Leser taucht man Schicht für Schicht tiefer ein. Auf subtile Art ist es rührend und herzzerreissend. Und dadurch sehr gelungen!
Klares Nein und seine Folgen
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross
Hazel sagt Nein... gleich zu Beginn, als erste Antwort auf die unglaubliche, absurde Frage ihres Direktors der neuen Schule, ob sie mit ihm Sex haben wird. Er ruft sie in sein Büro und erklärt ihr, dass er sich jedes Jahr ein Mädchen "aussucht" mit dem er Sex hat. Und das wird jetzt Hazel sein!
Allein diese Tatsache ist krass!
Hazel sagt klar Nein und erzählt es als erstes ihrer Mutter, denn diese bemerkt, das etwas nicht stimmt mit Hazel.
So etwas geht nicht spurlos an einem vorbei und zieht tiefe Schatten.
Das Familienleben wird in Mitleidenschaft gezogen, alles verändert sich, der Umzug in diese Kleinstadt wird in Frage gestellt, obwohl dies nun überall hätte passieren können.
Die Öffentlichkeit erfährt davon, Hazel ist Gesprächsthema. Doch es gibt nicht nur Unterstützung und Verständnis sondern auch Anfeindungen.
Die Kapitel sind unterteilt in die Protagonisten, so bekommt man immer abwechselnd Einblicke in die Gedanken von Hazel, ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder und die Geschichte selbst verliert dabei nie den Faden.
Allerdings verliert teilweise der Machtmissbrauch des Direktors den Faden, denn es schweift stellenweise ab, was sehr schade ist, da dies ein wichtiges Thema ist auf das man mehr den Fokus hätte legen müssen.
Manche Reaktionen und Verläufe während der Geschichte waren für mich nicht nachvollziehbar.
Zu Beginn hat das Buch seinen Reiz, aber schon bald war es für mich Überwindung weiterzulesen. Ich war froh als ich die letzten Seiten erreicht hatte...
Das Cover zeigt eine Kleinstadtidylle mit eigenem Häuschen, wo Zufriedenheit und Sorglosigkeit ein Zuhause haben könnten. Doch unter jedem Dach wohnt ein ach...
Täterin oder Opfer?
Gelbe Monster von Clara Leinemann
Charlie nimmt an einem Antiaggressionstraining teil. Auch, weil ihre Freundin Ella bei der sie zeitweise wohnt, dies zur Bedingung macht, nachdem Charlie's Beziehung mit Valentin in die Brüche ging, genau deswegen.
Oder wer ist hier Täter/in und wer Opfer?
Denn Charlie taucht mit blauen Flecken und verletztem Herzen in der Antiagressionsgruppe auf.
Charlie, die trotz Widrigkeiten irgendwie auf ihre Art beinahe sympathisch ist, möchte man verstehen.
Warum hat sie diese Ausbrüche... Aussetzer? Ihre Wut ist offensichtlich und spürbar. Wäre sie in einer anderen Beziehung eine andere Charlie?
Wie trägt Valentin dazu bei?
Warum tut er sich das mit Charlie an?
Über das Beziehungsgefüge und die Entwicklung zwischen Charlie und Valentin kann ich nicht so viel sagen ohne zu spoilern, man muss es selbst erlesen, um zu verstehen.
Kann man das wirklich verstehen?
Zumindest hat Charlie Probleme in ihrem Selbstwert und vergleicht sich häufig mit anderen. Allerdings ist sie auch sehr präsent, immer im Vordergrund, irgendwie laut und polternd... während Valentin sehr still rüberkommt. Nicht viel sagt und dadurch auch dem Leser unzugänglich bleibt.
Ein kurzer Roman mit weniger als 200 Seiten handelt Themen der Abhängigkeit und Gewalt in Beziehungen ab, aber eben von der weiblichen Seite ausgehend.
Man hätte vielleicht noch mehr aus dieser Geschichte herausholen können.
Das Cover finde ich weniger ansprechend, die gelben Monster wurden auch nur ganz kurz im Buch erwähnt und sind, wie erwartet, symbolisch.
Roadtrip zu sich selbst
Die Liebe, später von Gisa Klönne
So sehnsüchtig oder neugierig, vielleicht suchend, der Blick der Frau in ein subtiles Gefüge auf dem wie in Leinwand gemalten Cover ist, so klingt auch die Erzählung der Geschichte.
Leise schwingend, subtil greifbar, bisweilen verletzt, sehnsüchtig angehaucht nach Neuem, nach Veränderung, aber auch nach Gebliebenem, Bewährtem.
Genau wie die Gegensätze altgrün und leuchtend orange des Bucheinbands federn manche Gegen-Sätze des Lebens die Geschichte ab.
Kora, Journalistin … nach einer Herz-OP – fährt sie allein auf eine 85-jähriges Geburtstagsparty nach München. Mit Zwischenstop bei Felix, dessen Frau verschwunden ist.
Anselm, Biologe, und Kora’s Mann … seit kurzem im Ruhestand – bleibt Zuhause, widmet sich seinem Teichprojekt und begleitet Kora über Telefonate.
Kora stellt Fragen, sich selbst, konfrontiert sich mit dem Inneren ihres angeschnittenen Herzens, in dem nicht nur eine Wunde zur Narbe wurde.
Wie ein Pingpongball wirft Kora ihre Lebensabschnitte hin und her, dreht und wendet sie in Erinnerungen an die Herz-OP, die Zeiten des Jung-Seins zurück bis zur Kindheit in einer angeschlagenen Familie, ihre beginnende Liebe mit Anselm, all dies taucht in ihrer Selbstbetrachtung auf. Und sie versucht, sich in den Antworten wiederzufinden oder neu zu sortieren.
Ihre Vergangenheit, so bunt, so lebendig, so voll mit Erlebnissen, so schmerzhaft und so losgelöst von den aktuellen Momenten, dass sie sie betrachten kann wie einen Film, ihr Leben, das gefühlt fremd ist, nicht zu ihr gehört und doch so vertraut ist!
Der Schreibstil von Gisa Klönne ist ein tiefer, ein ruhiger, einer der in Wunden kratzen kann, einer der mitnimmt und Kraft schenkt und irgendwie tröstend wirkt, wenn man sich darauf einlässt!
Ich mag ihre Bücher, immer wieder!
groß-artig
Die Riesinnen von Hannah Häffner
Auf dieses Buch muss man sich einlassen und wirklich gute Zeit finden, um sich in der Welt, in der Liese(lotte) lebt, zurechtzufinden.
Ein dörfliches Leben, in der Natur des Schwarzwaldes umgibt die erste Riesin Liese, zu groß gewachsen und dünn ist sie..., beschreibt ihren Werdegang als Mutter und gleichzeitig der zweiten Riesin Cora, Liese's Tochter, sowie später deren Tochter Eva, ebenfalls Riesin.
Die Frauen sind also alle drei außergewöhnlich groß, was schon mal ein Punkt zum Auffallen im Dorf ist, und ihnen für immer anhaftet.
Schicksalsjahre nehmen ihren Lauf und verbinden die drei
Riesinnen um mehr als nur ihr Familienband. Die Suche und Abwendung von Heimat ist bei allen drei Frauen auf unterschiedliche Weise spürbar und doch haben sie mehr oder weniger ihr Zuhause... im Dorf.
Sie sind trotz aller Widrigkeiten starke Persönlichkeiten, auch wenn sie nicht immer erreicht haben was sie wollten.
Die Sprache der Autorin ist perfekt in diese beinahe hinterwäldlerische Abgeschiedenheit hineingeflossen. Sie ziert verblüffend schöne, fast poetische Satzgefüge, die man gern liest, eingearbeitet in die dörfliche Sprache, die auch ein Zeitgefühl für diesen Roman schafft und gleichzeitig Bilder zum Greifen nah entstehen lässt.
Hannah Häffner hat damit ein außergewöhnliches Buch geschaffen!
Es wird aber nicht jeden Geschmack treffen, mein Geschmack ist es eigentlich auch nicht...
Das Cover gefällt mir sehr gut, auffallend das Blatt in der Farbe blau woraus ein Blick verborgen schaut.
Verschiebung von Wichtigkeiten im Alter
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén
Bo ist 89 und er nimmt uns mit in sein aktuelles Leben, Zuahuse, mit seinem Hund Sixten, der ihm alles bedeutet - ALLES!
Doch sein Sohn Hans will ihm Sixten wegnehmen, weil seiner Ansicht nach Bo nicht mehr in der Lage sei, sich um den Hund ausreichend zu kümmern. Auch andere Unstimmigkeiten zwischen Bo und Hans belasten Bo.
Hans' Ungeduld im Umgang mit der Situation des Kümmerns ist spürbar.
Bo's Frau ist schon länger nicht mehr da, nachdem die Demenz sie ergriffen hat... Die Besuche im Demenzzentrum nehmen Bo immer sehr mit, denn die äußere Hülle seiner Frau Fredrika zu sehen, ist schmerzlich, weil ihr Inneres Bo und die Familie nicht erkennt und nicht mehr erreicht.
Bo ist aber innerlich stark mit ihr verbunden und Erinnerungen begleiten seinen Alltag, der von freundlichen Pflegekräften bunter gestaltet wird.
Sein Nachbar und Freund Ture ist ebenfalls ein steter Begleiter.
Das Buch liest sich gemächlich. Der Langsamkeit des Alterns angepasst, wird man in die Schwere und gleichzeitig beinahe schwerelose Gelassenheit eines fast 90jährigen gezogen. Man versteht, dass manche Dinge eine andere Wichtigkeit erhalten und Kleinigkeiten im Alltag unwichtig werden, die aber zum Beispiel seinen Sohn Hans im Umgang stören oder selbst die Pflegekräfte, weil es nicht der Norm entspricht.
Warum nicht kann Bo nachts einen Brief an seine Frau in den nahegelegenen Briefkasten bringen, ohne dass die Pflegekraft gleich vehement eingreift und ihn als verwirrt bezeichnet?
Wenn wir, die mitten im Leben stehen, dies tun würden, keiner würde uns fragen oder es verbieten, ist doch unsere Sache, ob wir nachts an den Briefkasten gehen!
Die von den Pflegekräften geleisteten Einträge in deren Pflichtheft über den Pflegezustand geben Auskunft über die Einschätzung Dritter zu Bo - quasi von außen betrachtet.
Losgelöst betrachtet erscheint der Ablauf der Pflege als System, in das Menschen hineingequetscht werden. Es geht ja nicht ohne Struktur, aber ein Mensch, egal wie alt, ist nicht einfach nur Struktur.
Das Buch rüttelt auf und lenkt unseren Blick in ein Leben, das wir eines Tages erreichen (können), aber wollen wir unsere Selbständgkeit abgeben bloß weil wir ur-alt sind?
So vieles ändert sich mit dem Alter/n, was auch eigener Akzeptanz bedarf, doch es scheint, als seien Veränderungen Fehltritte, die "behandelt" werden müssen. Entwürdigende Momente der Inkontinenz, Einsamkeit, Kraftverlust, Hilfsbedürftigkeit, Unverständnis...
Die gemächliche Erzählung verwandelt sich in eine Zärtliche und Traurige und regt dabei zum Nachdenken an im Umgang mit pflegebedürftiger und/oder ü80 Generation. Man sollte vielmehr ihren Geschichten zuhören, Erfahrungen von unschätzbarem Wert können Jüngeren Kraft und sicher noch viel mehr geben.
Ich lerne in diesem Buch eine andere Betrachtungsweise, auch auf die Dinge, die meine pflegebedürftige Mutter betreffen ob der Wichtigkeit zu unterscheiden.
Bo's Geschichte ist so zart und zerbrechlich, sie ist still und laut gleichermaßen und so wichtig, dass sie geschrieben wurde!
Ich wünsche mir, dass dieses Buch etwas verändert in der Gesellschaft, sodass man Pflegebedürftigen mit einem ausgewogenen Respekt begegnet, der eigenen Willen zulässt und ihnen irgendwie ganz viel Zeit schenkt!
Dieses Buch hallt lange nach, man sitzt in der Küche mit Bo, und ich bin ziemlich froh, dass die Pflegekraft Ingrid so oft bei Bo ist!









