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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ulgu1978:

Am Bahnsteig

FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister


Fünf Menschen treffen mehr oder weniger zufällig auf einem Bahnsteig aufeinander und eine/r von ihnen wird in den nächsten Minuten sterben. Die Leser/innen begleiten diese fünf Menschen nicht nur in diesen Minuten, sondern es wird zu jeder Person in Rückblicken ihre Lebensgeschichte erzählt.

Und man begreift, warum sie so geworden sind. Jeder Mensch hat eine Vorgeschichte, die ihn prägt, das wird hier besonders deutlich.
Weitere Personen verfolgen die Ereignisse auf dem Bahnhof, werden allerdings namentlich nicht erwähnt. Ich vermute, damit soll verdeutlicht werden, dass sie lediglich als Staffage dienen, um die Situation lebendiger zu gestalten. Von ihnen erfahren wir wenig, nur wie sich gerade ihre jetzige Lebenssituation darstellt. Alle Beteiligten werden nicht besonders sympathisch dargestellt, so dass es mir als Leserin egal war, wer am Ende sterben wird.
Ilona Bannister hat einen flüssigen Schreibstil, der mich von der ersten Seite an fasziniert hat. Besonders gut gefallen hat mir ihr trockener Humor und ihre Art immer wieder die Leser/innen direkt anzusprechen. Zwischen den eindringlich erzählten Lebensgeschichten kehrt Ilona Bannister zu den Ereignissen am Bahnsteig zurück, und es ergeben sich immer wieder neue Situationen, in denen man glaubt zu wissen, wer am Ende nicht überleben wird.

Weiter ist mir positiv aufgefallen, dass die Autorin in ihrem Nachwort über ihre Recherche zu den verschiedenen Traumata berichtet und hierzu auf Fachliteratur verweist. Lustig fand ich, dass sie sich ausführlich mit der Pünktlichkeit der britischen Bahn beschäftigt hat und das nicht nur im Internet, sondern auch, indem sie viele Bahnreisen unternommen und auf vielen Bahnsteigen gestanden hat. Ob sie dadurch auf die Idee zu diesem Buch gekommen ist, verrät sie leider nicht.
Alles in allem ein ganz besonderes Lese-Erlebnis, dass nicht so schnell vergessen wird. Ich hoffe sehr auf weitere interessante Romane von Ilona Bannister.

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Mördersuche

Nebelbeute von Benjamin Cors


Ein neuer Mila-Jakob-Krimi von Benjamin Cors:
Mila hat es sich zur Aufgabe gemacht den Entführer mehrerer Kinder, Toblach, aufzuspüren und ihn nach dem Verbleib von Romy und Mathilda zu fragen. Sie begibt sich in ein Bergdorf, in dessen Gegend sich Toblach aufhalten soll. Und eines Tages ist Mila verschwunden und die Gruppe 4 beginnt mit der Suche nach ihr.

Der Roman ist in drei Teile aufgebaut. Im ersten Teil wird über Milas Suche nach Toblach berichtet, im zweiten Teil geht es um die Suche nach Mila und im dritten Teil wird alles aufgelöst.
Nebelbeute ist für mich der schwächere Roman in dieser Serie. Vor allem der erste Teil um die Jagd nach Toblach ist etwas langatmig, dafür ist der zweite Teil mit der Suche nach Mila wirklich sehr spannend und man fiebert mit der Gruppe 4 gemeinsam, ob sie es schaffen, Mila lebend zu finden.
Fazit: Insgesamt ein spannender Krimi mit einem doch überraschenden Ende. Trotz des schwächeren ersten Teils insgesamt ein spannendes Lesevergnügen.

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Alina und Bohm

Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber


Alina erhält von ihrer Redaktion und ihrem Kollegen Jakob die Chance, eine Reportage über einen Obdachlosen zu drehen. Eine Sozialarbeiterin gibt ihr den Tipp, den Obdachlosen Bohm anzusprechen. Auch wenn ich es mir als Leserin schwer vorstellen kann, springt bereits bei der Begegnung der beiden ein kleiner Funke über.

Alinas Kollege Jakob bildet das Kontrastprogramm zu Bohm und es lässt sich wohl nicht vermeiden, dass sich der Autor hier einiger Klischees bedient.
Christian Huber beschreibt mit flüssigem Schreibstil abwechselnd, wie Alina und Bohm die Situationen aus ihrer Sicht erleben. Kollege Jakob taucht zwischendurch immer wieder als Störfaktor auf und zeigt, dass eine schöne Fassade in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht ausreicht.
Ich hatte anfangs Bedenken, mich an diesen Roman heranzuwagen, aber zum Glück wird hier nicht so sehr auf die Tränendrüse gedrückt wie ich befürchtet hatte. Vor allem Bohms Situation wird ziemlich realistisch beschrieben. Deshalb ein Buch dass ich gerne weiterempfehle.

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Ungewöhnliche Mördersuche

Noch fünf Tage von Helena Falke


Lis ist Köchin bei der Familie Harmann, die in der Silvesternacht nach der Zubereitung ihres Menüs durch Vergiftung verstirbt. Allerdings hat auch Lis das Gift zu sich genommen, hat allerdings noch fünf Tage Zeit bis zu ihrem unausweichlichen Tod. Dadurch gerät sie in den Verdacht, an der Ermordung der Familie Harmann zumindest beteiligt gewesen zu sein.

Um ihre Tochter Cosima zu schützen, versucht sie in diesen fünf verbliebenen Tagen vom Kranken-/Sterbebett aus den wahren Mörder zu finden.
Ich hatte Mühe, mich in die Protagonistin und ihre Gedankenwelt hineinzuversetzen. Die vergangenen Jahre von Lis werden in Rückblicken erzählt, wobei die Leser/innen Einblick in Welt der Reichen und Schönen erhalten. All dies bleibt aber eine klischeebehaftete Erzählung und hat nicht zur Spannung beigetragen.
Trotzdem war ich neugierig, wie die Geschichte ausgeht und habe das Buch bis zum Ende durchgelesen.

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KIM

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln von Florian Schwiecker


Charlie, eine eigenwillige, aber sympathische Hackerin mit leicht autistischen Zügen, und die von ihr erschaffene künstliche Intelligenz namens KIM, bemühen sich - überwiegend virtuell - die Welt zu retten. Cyberterroristen versuchen Geld zu erpressen, indem sie sich in Navigationssysteme gehackt haben und drohen damit, diese zu manipulieren.

Charlie und KIM machen sich auf die Suche nach dem oder den Hauptverantwortlichen und geraten in brenzlige Situationen.
Ein Krimi, in dem eine künstliche Intelligenz mit menschlichen Zügen gemeinsam mit echten Menschen einen Krminalfall löst, war für mich ein ungewöhnliches Lesevergnügen. Ungewöhnlich, aber interessant, auch wenn ich nicht alle Begriffe aus der Computerwelt verstanden habe. Ich fand es faszinierend, aber auch beängstigend, was mit künstlicher Intelligenz machbar ist. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

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Wer ist Kessy X?

Im Morgengrauen von Marc Raabe


Im Morgengrauen ist der fünfte Band mit Art Mayer von Marc Raabe.
Der Bundeskanzler ist verschwunden und Art Mayer wird verdächtigt, daran zumindest beteiligt zu sein. Dazu kursieren im Netz Videos von Kessy X, in denen sie Details zu ihrer Affäre mit dem Bundeskanzler preisgibt.
Aber was ist wahr, was ist Fake?
In Rückblicken und Erzählungen aus verschiedenen Perspektiven bleibt die Spannung sehr hoch gehalten und es ist fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Bis auf Nele agieren die Protagonisten nachvollziehbar. Mich hat vor allem irritiert und genervt, dass Nele ihre privaten Probleme vor sich herschiebt, anstatt mit ihrem Mann Tacheles zu reden.
Mir hat dieser neue Band sehr gefallen. Ich fand ihn sehr spannend die Erzählungen aus unterschiedlichen Perspektiven ist meiner Meinung nach gut gelungen. Besonders die Verzweiflung von Kessy X ist nachvollziehbar und man bangt mit ihr und hofft auf ein gutes Ende.
Fazit:
Für mich ist das Buch eine weitere gelungene Folge dieser Serie und ich hoffe, bald den sechsten Band lesen zu können.

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Schauriges Moor

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann


Band 1 der neuen Moorland-Serie von Andreas Winkelmann:
Die Zwillinge Jana und Nike Mertens verschwinden im Moor. Bis dahin klingt es noch nicht ungewöhnlich. Auch dass eine neue Kommissarin ihren Dienst in dem Ort antritt, in dem sie ihre Kindheit verlebt hat, ist nicht ganz neu.
Ich gebe zu, dass ich aufgrund des Klappentextes keine großen Erwartungen an dieses Buch hatte und habe es nur zu lesen begonnen, weil Andreas Winkelmann für mich ein Garant für packende Lesestunden bedeutet.

Und es wurde dann doch spannender als ich vermutet hatte. Vielleicht lag es an dem Moor, das hier als Kulisse dient, vielleicht auch an den sympathischen Protagonisten, aber wahrscheinlich auch an dem interessanten Plot.
Wie auch immer, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und freue mich schon heute auf die nächsten Bände, die ich auf keinen Fall verpassen möchte.

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Mörderisches Island

Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson


Schlafende Vulkane" - ein Krimi, den man auf keinen Fall verschlafen sollte.
Helga aus Schweden, noch neu in ihrer Position bei der isländischen Polizei, wird die Leitung bei der Ermittlung eines Mordfalls übertragen, der bald unvorstellbare Maße annimmt.
Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, zwei bereits bekannte Schriftsteller und Regisseure, haben gemeinsam diese neue Krimireihe mit den sympathischen Ermittlern Helga, Bjarki und Yvette gestartet.

Ich freue mich heute schon auf weitere Folgen mit diesem Ermittle -Trio, die ich auf keinen Fall verpassen möchte.
"Schlafende Vulkane" ist ein echter Pageturner für mich geworden. Nachdem die ersten Seiten relativ ruhig begannen, nahm die Geschichte bald an Fahrt auf und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Für Krimifans ein Muss und von mir uneingeschränkt 5 Sterne.

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Nachts im Museum

Zwei in einem Bild von Morgan Pager


Claire ist Reinigungskraft in einem Museum und verliebt sich nicht nur in ein Bild, sondern in den jungen Mann Jean, der in diesem Gemälde mit einem Buch in der Hand sitzt. Sie entdeckt mehr oder weniger zufällig ihre besondere Begabung, in das Bild hineinspringen zu können und damit beginnt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Claire und Jean erzählt.
Liebesgeschichten gehören normalerweise nicht zu den Büchern, die ich bevorzugt lese, aber dieses Thema hat mich doch interessiert. Was geschieht nachts im Museum, wenn alle Besucher/innen gegangen sind? Die Idee, dass die Personen in den Gemälden ihre Plätze verlassen und in den anderen Bildern umherwandern können, hat mir gefallen.
Und trotzdem konnte mich das Buch nicht durchweg fesseln, so dass ich die Passagen, die die Corona-Pandemie betrafen, nur quer gelesen habe. Dafür fand ich die Kapitel über das Tagebuch sehr interessant und denke, dass die Autorin dieses Thema statt der Pandemie viel weiter hätte ausschmücken können.
Wer Liebesgeschichten mag, wird hier meiner Meinung nach gut unterhalten.

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Blutige Ferien

Meeresdunkel von Till Raether


Zwei Familien treffen wegen einer Doppelbuchung in einem Ferienhaus auf Mallorca aufeinander und beschließen, gemeinsam eine Woche Urlaub dort zu verbringen. Anfangs scheint sich alles zu fügen, obwohl sich das Ferienhaus in einem desolaten Zustand befindet. Aber mit der Zeit wird klar, dass die Partnerschaften langsam bröckeln.

Die Zwillinge Esmé und Finn freunden sich mit Juri und Mathilde an und verbringen die Zeit miteinander.
Teil eins des Buches beschreibt die ersten gemeinsamen Ferientage, in denen schon leichte Spannungen aufkommen, die von Henrikes Bruder Freddy gekonnt überspielt werden. Als ein Mord passiert, kommen Dinge aus der Vergangenheit zutage, die einige von ihnen gerne in der Versenkung gelassen hätten.
Auch wenn das Buch erst spät zu einem Thriller wird, fand ich es spannend zu lesen, wie die beiden Familien versuchen, aus dieser ungewöhnlichen Situation das Beste zu machen. Interessant ist auch die Erzählung aus verschiedenen Sichtweisen.
Besonders sympathisch finde ich Freddy, der sich immer zum richtigen Zeitpunkt um das leibliche Wohl kümmert und damit aufkommende Spannungen entschärft. Und auf jeden Fall ist noch Juris Mathilde mit ihren Bemerkungen erwähnenswert, die erstaunlicherweise von Esmé und Finn "akzeptiert" wird.
Obwohl ich die Ereignisse aus der Vergangenheit etwas konstruiert fand, hat mich der Roman gut unterhalten.

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