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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ulgu1978:

Nachts im Museum

Zwei in einem Bild von Morgan Pager


Claire ist Reinigungskraft in einem Museum und verliebt sich nicht nur in ein Bild, sondern in den jungen Mann Jean, der in diesem Gemälde mit einem Buch in der Hand sitzt. Sie entdeckt mehr oder weniger zufällig ihre besondere Begabung, in das Bild hineinspringen zu können und damit beginnt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Claire und Jean erzählt.
Liebesgeschichten gehören normalerweise nicht zu den Büchern, die ich bevorzugt lese, aber dieses Thema hat mich doch interessiert. Was geschieht nachts im Museum, wenn alle Besucher/innen gegangen sind? Die Idee, dass die Personen in den Gemälden ihre Plätze verlassen und in den anderen Bildern umherwandern können, hat mir gefallen.
Und trotzdem konnte mich das Buch nicht durchweg fesseln, so dass ich die Passagen, die die Corona-Pandemie betrafen, nur quer gelesen habe. Dafür fand ich die Kapitel über das Tagebuch sehr interessant und denke, dass die Autorin dieses Thema statt der Pandemie viel weiter hätte ausschmücken können.
Wer Liebesgeschichten mag, wird hier meiner Meinung nach gut unterhalten.

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Blutige Ferien

Meeresdunkel von Till Raether


Zwei Familien treffen wegen einer Doppelbuchung in einem Ferienhaus auf Mallorca aufeinander und beschließen, gemeinsam eine Woche Urlaub dort zu verbringen. Anfangs scheint sich alles zu fügen, obwohl sich das Ferienhaus in einem desolaten Zustand befindet. Aber mit der Zeit wird klar, dass die Partnerschaften langsam bröckeln.

Die Zwillinge Esmé und Finn freunden sich mit Juri und Mathilde an und verbringen die Zeit miteinander.
Teil eins des Buches beschreibt die ersten gemeinsamen Ferientage, in denen schon leichte Spannungen aufkommen, die von Henrikes Bruder Freddy gekonnt überspielt werden. Als ein Mord passiert, kommen Dinge aus der Vergangenheit zutage, die einige von ihnen gerne in der Versenkung gelassen hätten.
Auch wenn das Buch erst spät zu einem Thriller wird, fand ich es spannend zu lesen, wie die beiden Familien versuchen, aus dieser ungewöhnlichen Situation das Beste zu machen. Interessant ist auch die Erzählung aus verschiedenen Sichtweisen.
Besonders sympathisch finde ich Freddy, der sich immer zum richtigen Zeitpunkt um das leibliche Wohl kümmert und damit aufkommende Spannungen entschärft. Und auf jeden Fall ist noch Juris Mathilde mit ihren Bemerkungen erwähnenswert, die erstaunlicherweise von Esmé und Finn "akzeptiert" wird.
Obwohl ich die Ereignisse aus der Vergangenheit etwas konstruiert fand, hat mich der Roman gut unterhalten.

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Drei Frauenschicksale

Die Riesinnen von Hannah Häffner


Das fiktive Dorf Wittenmoos ist Schauplatz in diesem Roman, der über das Leben drei starker Frauen erzählt: Liese, Cora und Eva. Liese, hochgewachsen, mager mit leuchtend roten Haaren vererbt ihr Erscheinungsbild an ihre Tochter (Cora) und an ihre Enkelin (Eva) weiter. Wir begleiten die drei Frauen bei ihren unterschiedlichen Lebenswegen, die aber immer wieder, manchmal freiwillig, manchmal unfreiwillig, nach Wittenmoos führen.

Alles wird von Hannah Häffner ganz und gar unaufgeregt erzählt. Manchmal ist die Beschreibung einiger Ereignisse sehr distanziert, und die Protagonistinnen kamen mir manchmal etwas sehr kühl und emotionslos vor. Trotzdem hat es mich gefesselt wie die drei Frauen die Hürden in ihren Leben gemeistert haben.
Fazit: Eingefleischten Krimi-Fans fehlt hier vermutlich die Spannung, aber wer sich für Familien- bzw. Mutter-Tochter-Geschichten interessiert, kommt hier auf seine Kosten.

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Känguru-Aufklärung

Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling


Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling ist inzwischen das 5. Buch, in dem das Beuteltier meistens unbequeme Wahrheiten aufzeigt und den Finger ... ach nein, die Pfote in die ein oder andere Wunde legt. Und hier werden auch ehemalige und amtierende Politiker nicht davon verschont kritisiert zu werden.

Ich gestehe, ich habe die ersten vier Bücher nicht gelesen und kann deshalb keinen Vergleich zu den Vorgänger-Bücher anstellen.
Ich hatte auf den ersten Seiten etwas Probleme, mich an den Schreibstil zu gewöhnen und musste erst über die ersten 80 Seiten hinwegkommen.
Die Themen, die Marc-Uwe Kling anspricht, sollen die Leserschaft aufklären und ihnen die Augen für das ein oder andere Ungleichgewicht in unserem Land und auf der Welt öffnen. Dass er vieles durch das Känguru sagen lässt, ist ganz witzig und meiner Meinung nach eine gute Idee. Bei allem Witz bleibt einem aber manchmal das Lachen im Hals stecken, weil vieles leider nicht erfunden wurden, sondern Tatsachen sind.
Ich kann dies Buch allen empfehlen, die sich über politische und wirtschaftliche Themen unterhaltsam informieren wollen.

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Pärchenurlaub

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt von Dita Zipfel


Felix und Eva, Matze und Linn verleben einen gemeinsamen Urlaub in einem Ferienhaus in Südfrankreich. Felix hat seinen besten Freund Matze mit Linn hierzu eingeladen. Die Lebensdituationen beider Paare können gegensätzlicher nicht sein: Felix ist im Gegensatz zu Matze gut situiert und gewohnt, alles zu bekommen was er möchte.

Eva ist zweifache Mutter und in Linns Augen in jeder Hinsicht perfekt. Linn selbst versucht seit Jahren verzweifelt schwanger zu werden und hat das Gefühl in allem nicht gut genug zu sein. Vielleicht deshalb schießt sie mit mehreren Aktionen über das Ziel hinaus.
Das Thema Pärchenurlaub fand ich interessant und auch der Anfang des Buches versprach eine unterhaltsame Lektüre zu werden. Aber leider wurde die Geschichte zum Ende hin immer unglaubwürdiger. Auch war der Schreibstil sehr gewöhnungsdürftig, da nicht immer sofort erkennbar war, aus wessen Sicht gerade erzählt wird und ob es in der Vergangenheit oder in der Gegenwart spielt.

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Ein neuer Fabian Risk

Wellengrab von Stefan Ahnhem


Der 7. Fall mit Fabian Risk nimmt sich ein aktuelles Thema vor. Ein Blackout, unerklärliche Morde, verschwundene Kinder, Straftaten von unbescholtenen Menschen - alles ist in diesem Krimi auf 620 Seiten vorhanden.
Ein Zusammenhang zwischen all diesen Ereignissen ist anfangs nicht erkennbar, klärt sich aber auf.

Ich habe nicht alle Fabian-Risk-Romane gelesen. Das ist kein Problem, da die Story in sich abgeschlossen ist. Lediglich bei der Familiengeschichte von Fabian Risk fehlt einiges Hintergrundwissen, das aber für die Geschichte an sich nicht wichtig ist.
Ein spannender Krimi, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Zum Ende hin waren allerdings einige Szenen für meinen Geschmack zu brutal beschrieben und mehrere Szenarien unlogisch und zu konstruiert. Auch konnte ich zwischen dem deutschen Titel "Wellengrab" und dem Romangeschehen keinen Zusammenhang erkennen. Der Originaltitel passt sehr viel besser zu diesem Buch.
Trotz dieser kleinen Schwächen kann ich guten Gewissens 5 Sterne für ein paar spannende Stunden vergeben.

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Hanna, die Blumenbinderin

Schwebende Lasten von Annett Gröschner


Annett Gröschner beschreibt in "Schwebende Lasten" das Leben von Hanna, die 1913 in Magdeburg geboren wurde und dort ihr gesamtes Leben verbringt. Sie erlebt zwei Kriege und hat mit ihrem Mann Karl sechs Kinder, die mehrfachen Abtreibungen nicht mit eingerechnet. Die Leserschaft erlebt mit Hanna wie das Leben in Magdeburg nach dem Krieg weitergeht.

Sie muss ihren geliebten Beruf als Blumenbinderin aufgeben und später als Kranfahrerin für den Lebensunterhalt der Familie sorgen.
Hanna ist eine Frau, die trotz vieler Schicksalsschläge nicht aufgibt. Obwohl ich sie dafür bewundert habe, bleibt sie für mich unpersönlich und unnahbar. Insgesamt ist das Buch eine interessante Beschreibung des Lebens einer Frau in der damaligen DDR, das bei mir keinen nachhaltigen Eindruck hinterlässt und ich immer wieder überlegt hatte, das Buch abzubrechen. Vor allem habe ich am Ende ein Nachwort der Schriftstellerin vermisst, in dem erklärt wird, ob es die Person Hanna tatsächlich gegeben hat oder ob sie stellvertretend für verschiedene Ereignisse in Magdeburg steht.

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Toxische Dreiecksbeziehung

Rückkehr nach Budapest von Nikoletta Kiss


Márta fährt zur Beerdigung ihrer Cousine Theresa, mit der sie während ihrer Jugend- und Studentenzeit eng befreundet war. Márta lebte zu der Zeit in Budapest bei ihrem alkoholkranken Vater und haderte damit, dass ihre Mutter die Familie verlassen hat. Theresa wohnte in der damaligen DDR.

Der Roman erzählt in langen Rückblicken wie Márta und Theresa damals Konstantin in der DDR kennenlernten und sich beide in ihn verliebten.
Ich hatte mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen, weil ich mich mit keiner der Hauptfiguren anfreunden konnte. Im Gegenteil, es hat mich genervt wie naiv Márta oftmals agierte. Die unsympathischste Person war für mich Konstantin und es ist mir von Anfang bis Ende unbegreiflich geblieben wie beide Frauen ihm verfallen konnten.
Interessant war allerdings die Beschreibung der Geschehnisse in der damaligen DDR und wie sie Schriftsteller behandelten, die nicht der dortigen "Norm" entsprachen. Dafür kann ich guten Gewissens drei Sterne vergeben.

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Schwacher Folgeband

The Woman in Suite 11 von Ruth Ware


The woman in Suite 11 ist der Nachfolgeband von The Woman in cabin 10.
Band 2 kann auch problemlos gelesen werden, ohne Band 1 zu kennen.
Die Journalistin Lo Blacklock erhält eine Einladung in ein Hotel in der Schweiz und hofft hier einen reichen Firmeninhaber interviewen zu können, um so einen Neustart ihrer Journalistenkarriere zu erreichen.

Im Hotel trifft sie alte Bekannte, die auch seinerzeit Passagiere auf der Aurora waren. Und überraschenderweise erklärt sich der Firmenchef ihr gegenüber zu einem Interview bereit.
Der Schreibstil von Ruth Ware ist gewohnt flüssig und lässt sich gut lesen, ist allerdings mäßig spannend. Auch in anderer Hinsicht hat mich dieser Folgeband enttäuscht. Bis auf die eine Person, von der Lo um Hilfe gebeten wird, erschließt sich mir nicht, warum noch weitere Personen des ersten Bandes in diesem Roman vorkommen. Sie haben aus meiner Sicht keine nennenswerte Funktion. Auch die naive Handlungsweise der Protagonistin hat mich immer wieder den Kopf schütteln lassen. Auch die ständigen Verweise auf den ersten Band sind meiner Meinung nicht notwendig, da die dortigen Ereignisse nichts mit dieser Geschichte zu tun haben.

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Gefährlicher Abzählreim

Der Kuckucksjunge von Søren Sveistrup


Eine Frau ist verschwunden, was das Ermittlerduo Thulin und Hess zunächst nicht aus der Ruhe bringt. Dann aber wird festgestellt, dass Silje Thomsen gestalkt und mit einem bedrohlichen Abzählreim konfrontiert wurde. Parallelen zu einem alten Fall lassen die beiden Ermittler aufhorchen und ihre Ermittlertätigkeit erhöhen.

"Der Kuckucksjunge" ist der Nachfolgeband von dem "Kastanienmann", den ich vorher nicht gelesen habe. Das ist auch meiner Meinung nach nicht notwendig, da nur wenige Ereignisse auf den ersten Band aufbauen.
Die erste Hälfte des Buches zieht sich ein bisschen in die Länge, vermutlich um die Spannung zu erhöhen. Für meinen Geschmack werden die privaten Probleme der beiden Ermittler etwas zu ausführlich beschrieben.
Dafür entwickelt sich die zweite Hälfte zu einem echten Pageturner mit einem lange nicht vorhersehbaren Ende.
Søren Sveistrup hat auf über 600 Seiten einen spannenden Thriller geschrieben, den ich trotz anfänglicher Längen allen Krimifans empfehlen kann.

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