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Rezensionen von Beavielleser:

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe

Für Polina von Takis Würger

Fritzi wird ungewollt schwanger und entscheidet sich ihr Kind alleine groß zu ziehen.  Nach der Geburt finden die beiden bei Heinrich Hildebrand ein zu Hause. Er lebt in einer alten Villa in einem Naturschutzgebiet. Dort verbringen die beiden eine wunderbare und harmonische Zeit.
Günes, die zur gleichen Zeit ein Mädchen entbindet, und Fritzi werden Freundinnen.

Mit zunehmend Alter wird auch die Verbindung zwischen den Kindern, Hannes und Paulina, immer inniger.

Hannes ist ein sehr stilles Kind, am Besten kann er sich durch sein Klavierspiel ausdrücken.
Nach dem lötzlichen Tod seiner Mutter ist es Hannes nicht mehr möglich zu spielen. Als sich dann auch noch die Lebenswege von Hannes und Polina trennen,  breitet sich in ihm eine große Leere aus.

Ich habe diese Buch geliebt. 
Es steckt voller Liebe und Zärtlichkeit, Verlust und Einsamkeit. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.  Es hat den direkten Weg in mein Herz gefunden.

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Eine Zugfahrt mit Folgen

In einem Zug von Daniel Glattauer

Ein Mann und eine Frau sitzen zufällig im gleichen Zugabteil und kommen über Belanglosigkeiten ins Gespräch. Die Zugfahr geht von Wien nach München und dauert 4 Stunden.

Er ist ein Schriftsteller, der seit Jahren eine Schreibblockade ist. Sie ist eine Frau im mittleren Alter und von Beruf Psychotherapeutin.

Eduard ist von Natur aus eher introvertiert und beschränkt sich in der Kommunikation auf das Notwendigste. Deshalb hofft er anfangs darauf, das Catrin bald aussteigt. Doch mit der Zeit findet er Gefallen an den Gesprächen. Eduard schwärmt von seiner langjährigen und glücklichen Ehe, während Catrin von Langzeitbeziehungen eher nichts hält.
Was auffällt ist, dass Catrins Fragen teilweise sehr provozierend sind und Eduard deutlich mehr von seinem Leben Preis gibt als Catrin.

Dieser Roman lebt durch sein Sprache, wobei mir Catrin manchmal schon sehr auf die Nerven ging. Das Ende fand ich sehr gelungen und dadurch wurde der Sinn der Dialoge deutlich.

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Spannend, aber der Schluss hätte mehr Potential gehabt

Dorn. Hotel der Angst von Jan Beck

Simon Dorn lebt in Bad Gastein in einem verlassenen  heruntergekommenen Hotel, das er von seinen Eltern geerbt hat. Er verlässt dieses nie und es gibt die verschiedensten Spekulationen über ihn.

Lea Wagner ist eine junge Ermittlerin , die wegen einem kleinen Vorfall suspendiert wird.

Als eine österreichische Beamtin des Bundeskriminalamt ermordet  wird, die Lea kannte, ermittelt  Lea auf eigene Faust und findet eine Verbindung zu Simon Dorn. Kurz entschlossen macht sie sich auf den Weg nach Bad Gastein.

Obwohl die eigentliche Ermittlungsarbeit erst in der zweiten Hälfte des Buches beginnt,  ist es von Anfang an spannend.
Allerdings fand ich die Vielzahl der anderen Ermittler verwirrend, vorallem weil sie nur eine untergeordnete Rolle hatten.

Unterschiedliche Erzählperspektiven, kurze Kapitel und ein flüssiger Schreibstil,  sorgen für gute Unterhaltung.
Die Auflösung war mir jedoch zu kurz.  Mehr Tiefgang bei der Motivation und der Person des Mörders wäre hier wünschenswert gewesen.  Da hat was gefehlt.

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Eine gut konstruierte Geschichte

Minus 22 Grad von Quentin Peck

Laura will sich bei einer Radtour bei eisigen Temperaturen entspannen. Doch dann wird sie von einem SUV gejagt und zum Stürzen gebracht.  Sie wacht in einem abgeschlossen Raum aus Plexiglas wieder auf  - sie ist gefangen.
Ihre Mutter,  eine Landrätin, bekommt eine Barbiepuppe zugeschickt und das geplante Todesdatum.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.  Kommissar Lukas erkennt bald,  dass Laura nicht das nette Mädchen war,  wie es anfangs schien.

Die anfängliche Spannung wird durch das ganze Buch gehalten.  Und ich war überrascht als die, anscheinend unabhängigen Erzählstränge, zusammen geführt wurden.

Eine sehr gut inszeniert Geschichte,  ohne Action und  Effekthascherei.  Es geht um Verlust, tiefe Trauer,  Schmerz und Machtmissbrauch .

Ein Thriller,  den ich wärmstens empfehlen kann.  Das Ende macht Hoffnung,  dass es einen weiteren Band geben wird.

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Ein starkes Buch über eine starke Frau

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Vom Cover schaut mich eine mutige, wütende und trotzige Frau an, der man ansieht,  dass sie kein leichtes Leben hatte. Und ich sehe ein große Traurigkeit in ihren Augen.  Alles zusammen, eine beeindruckende Frau.

Honora musste während der schrecklichen Hungersnot unglaubliches Leid erfahren.

Doch im Gegensatz zu vielen anderen hat sie überlebt.  Sie verlässt Irland schweren Herzens und wandert nach Amerika aus, in der Hoffnung dort ein besseres, freieres  Leben zu finden. Aber auch dort erwartet sie ein hartes Leben, das ihr viel abverlangt.

Ein starkes Buch mit einer bildhaften und feinfühlig Sprache.  Man merkt,  dass sich die Autorin mit dieser Hungersnot und  dem Marsch der verzweifelten Menschen intensiv auseinander gesetzt hat.

Ein Buch, das zeigt wie viel ein Mensch aushalten kann, wenn der Wille und der Kampfgeist dazu vorhanden sind.

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