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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Beavielleser:

Richtig gut!

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3) von Marc Raabe

Dana, die Mutter der achtjährigen Milla ist seit eineinhalb Jahren verschwunden. Art Mayer, ein BKA- Ermittler sucht sie seitdem.  Da Milla bei ihrer dementen Großmutter im selben Haus wie er wohnt, fühlt er sich irgendwie verantwortlich.  Als es eine neue Spur gibt,  wird er von seiner Kollegin Nele Tschaikowsky unterstützt,  die eigentlich in Mutterschutz ist.

Zwischen den Kapiteln,  die von den Ermittlungen handeln, sind immer wieder Kapitel in denen von Danas Vergangenheit erzählt wird. Sie lebte mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrem Stiefvater in einer Wohnwagensiedlung. Ihre Jugend war von Angst, Düsternis und Aussichtslosigkeit geprägt.

Ein toller Thriller,  spannend vom Anfang bis zum Ende,  mit einem sehr sympathischen Ermittlerduo.
Ich habe die beiden ersten Teile nicht gelesen,  aber das werde ich auf jeden Fall nachholen

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Nicht schlecht, aber mit Schwächen

Das Haus der Türen von Tan Twan Eng

Lesley lebt schon seit über 20 Jahren in Südafrika,  als sie ein Buch von dem Schriftsteller W. Somerset Maugham erhält. Es liegt kein Brief bei, aber durch dieses Geschenk erinnert sich an ihre Zeit in Penang zurück,  als Willie Somerset Maugham sie und ihren Mann in Pengang besuchte.

Der Besuch war damals eine  angenehme Abwechslung und Unterbrechung für  Lesley. Maugham ist eigentlich ein Freund ihres Mannes, aber auch Lesley findet ihn sympathisch und beginnt nach und nach damit  Maugham von Ereignissen zu erzählen,  die schon lange zurück liegen und ihr Leben verändert haben.

Der Schreibstil ist ruhig und poetisch und konnte mich anfangs nicht richtig fesseln. Doch das wurde besser, als Lesley ihre Geschichte erzählt,  die 11 Jahre zurück lag. Dieser Teil ist spannend , während der Rest seine Längen hat.

Ich kann mich nicht richtig entscheiden,  ob 3 oder 4 Punkte. Aber das Gefühl tendiert eher zu 3 Punkten.

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Perfekt inszeniert

Wut und Liebe von Martin Suter

Noah liebt Camilla und Camilla liebt Noah,  aber trotzdem will Camilla sich trennen.  Sie ist es leid Noah zu finanzieren,  da er von seiner Kunst nicht leben kann.  Sie will sich einen wohlhabenden Mann suchen und deshalb trifft sie diese Entscheidung,  die auch ihr nicht leicht fällt.

Noah ist verzweifelt, er will alles versuchen um Camilla zurück zu gewinnen.  Als Noah in einer Bar die ältere Betty kennen lernt,  scheint sich für ihn ein Weg aufzutun.

Eine perfekt inszenierte Geschichte, voller Überraschungen und spannender Wendungen, die überzeugend ineinander greifen. Der Schreibstil ist flüssig und geradlinig. Das Buch lässt sich viel zu schnell lesen.  Es ist wie ein Sog, man will einfach wissen wie es weiter geht.  Am Ende überschlagen sich die Ereignisse.
Das war mein zweites Buch von Martin Suter und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht.

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Unterhaltsam, aber zu wenig Tiefgang

Vor hundert Sommern von Katharina Fuchs

2024:
Anja ist Ehefrau,  Mutter und Tochter.  In all diesen Funktionen wird sie von jedermann gefordert und keiner fragt nach ihren Bedürfnissen.  Als ihr die Leitung der Bibliothek,  in der sie arbeitet,  angeboten wird,  ist ihre Familie entsetzt.
Sie möchte gerne allen Ihren Lieben gerecht werden,  aber die neue berufliche Herausforderung würde sie auch gerne übernehmen.

Lena, eine der beiden Töchter studiert in Berlin.  Nebenbei räumt sie die Wohnung ihrer Großmutter aus, die seit kurzem in einem Seniorenheim lebt.  Dabei stößt sie auf Briefe und Dokumente von Clara. Von ihrer Großmutter erfährt sie nach und nach Clara's Geschichte.

1924:
Clara ist eine hilfsbereite, junge Frau, die Ungerechtigkeit hasst. Weil sie  Gerechtigkeit für eine Kollegin fordert,  verliert sie zweimal ihren Job.  Obwohl sie sich nicht für Politik interessiert, hilft sie dem revolutionären Russen Aleksei, was ihre Schwester ihr nicht verzeihen kann, da es Auswirkungen auf die gesamte Familie hat.

Eine nette, unterhaltsame Geschichte  bei der mir die Tiefe gefehlt hat.  Die politischen Ereignisse von heute und damals wirken irgendwie gewollt,  sie fügen sich nicht so richtig in die Geschichte ein.

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Neuanfang

Die Frau und der Fjord von Anette Strohmeyer

Gro ist in ein abgelegenes Haus an einem Fjord gezogen. Mit dabei hat sie ihren Mann Nicklas - in einer Urne.
Nach seinem Tod hat sie ihr altes Leben aufgegeben.  Sie will keinen Kontakt zur Außenwelt.  Sie will mit ihrer Trauer allein sein und sich der rauen Natur mit ihren vielen Facetten stellen.

Gro scheint genau diese Herausforderung zu brauchen,  um ihren Schmerz zu ertragen.
Doch das Schicksal will es anders. Erst kommt Mat zu ihr,  ein kranker Vogel,  den sie gesund pflegt und dann Jens, den sie bei einem Sturm rettet. 
Langsam fängt Gro an, wieder Gefallen an der Gesellschaft anderer zu empfinden und wird in der Dorfgemeinschaft herzlich aufgenommen.

Für mich ist es unvorstellbar so einsam zu leben.  Um so mehr hat mich das Buch beeindruckt.  Es hat eine Intensität, die mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Die Beschreibung des Fjords mit seinen extremen Wetter,  seinen Jahreszeiten und dem Leben dort sind beeindruckend. Auch der tiefe Schmerz von Gro war sehr nachvollziehbar geschilderten.

Ein empfehlenswertes Buch!

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Das falsche Buch für mich

Das ist Glück von Niall Williams

Noel kommt im Jahr 1958 zu seinen Großeltern, um dort zu überlegen wie es mit ihm weiter gehen soll, nachdem er das Priesterseminar verlassen hat. Seine Großeltern leben in einem kleinen irischen Ort.

Als  Noel's Großvater das erste Telefon anschafft wird es von seiner Großmutter mit grosser Vorsicht betrachtet und der Pfarrer musste es segnen.

  Für sie war klar,  dass diese Ding nur Unheil bringt.  Doch dieses Telefon war dann unter anderem ausschlaggebend, dass Christy  der Strommann, als Untermieter bei Ihnen einzog. Christy ist gekommen, um den Strom nach Faha zu bringen, doch er brachte nicht nur den Strom,  er war auch auf der Suche nach einer alten Jugendliebe. Noel und er werden Freunde.

Sehr ausschweifend erzählt Niall Williams von dem Leben in Faha, vor dem Regen und nach dem Regen. Von den Menschen mit ihrem Glauben und Aberglauben, von der Musik , von Christys Alter Liebe und dem Versuch diese zurück zu gewinnen.  Von den Veränderungen, die der Strom brachte und noch von vielem mehr.  Ich habe mitunter den Überblick verloren bei all diesen ausführlichen Beschreibungen und nach ungefähr der Hälfte kapituliert und das Buch abgebrochen.  In all den Ausschweifungen habe ich die Handlung nicht gefunden.

Schade, ich hatte mich aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe sehr auf das Buch gefreut,  aber leider ist es gar nicht meins.

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Zwischen zwei Stühlen

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Beth und Frank sind glücklich verheiratet. Sie bewirtschaften zusammen mit Frank's Bruder eine Farm. Der Tod von ihrem gemeinsamen Sohn hat an ihrer tiefen Verbindung nichts geändert.
Als Gabriel,  Beth's erste große Liebe,  mit seinem Sohn in das Dorf zurück kommt wird es schwierig.

  Beth erinnert sich an den gemeinsamen Sommer mit Gabriel vor 13 Jahren. Leo, Gabriel's Sohn wächst Beth sehr ans Herz und Frank fühlt ihr Leben durch die beiden bedroht. Beth ist hin und her gerissen zwischen den beiden Männern.

Diese Buch hat alles was ich mir wünsche.  Es ist eine interessante,  gefühlvolle Geschichte. Sehr unterhaltsam und einfühlsam geschrieben. Durch den Mordfall ausserdem unheimlich spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Eine besondere Geschichte, fesselnd, einfühlsam und stimmungsvoll erzählt, mit überzeugenden Charakteren und überraschenden Wendungen.

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Geld allein macht nicht glücklich

Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir

Eine reiche isländische Familie trifft sich in einem abgelegenen Nobelhotel, um den 100jährigen Geburtstag des Großvaters zu feiern.  Von Anfang an merkt man die Spannungen in der Familie und das Geld allein nicht glücklich macht.

Dann verschwindet jemand und es wird eine Leiche gefunden.

  Bis zum Schluss weiß man nicht,  um wen es sich handelt. Hauptsächlich wird die Geschichte aus der Sicht einiger Familienmitglieder erzählt, die alle ihre Geheimnisse mit sich rum tragen.
Es gibt zwar Kapitel in denen die Polizei ermittelt,  die sind aber sehr kurz gehalten und eigentlich überflüssig.

Bei der Familienstruktur hatte ich trotz Stammbaum meine Probleme.  Es hat bis zur Hälfte des Buches gedauert,  bis ich einigermaßen wusste wer zu wem gehört.

Flüssig und unterhaltsam geschrieben, aber so richtig hat mich das Buch nicht gepackt. Erst zum Schluss hin, wurde es richtig spannend.

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Ein exzessives Leben

Der ewige Tanz von Steffen Schroeder

Anita Berber wächst bei Ihrer Großmutter auf, ihre Mutter sieht sie nur selten,  zu ihrem Vater hat sie gar keinen Kontakt.
Anita will unbedingt Tänzerin werden,  was ihr auch gelingt.  Mit 17 Jahren hat sie ihre ersten Auftritte.  Schnell wird sie eine angesehene Tänzerin und Schauspielerin.

Anita lebte für den Moment, was am nächsten Tag sein würde,  war ihr egal.
Sie pflegte einen exzessiven Lebensstil und sorgte damit immer wieder für Aufruhr. 

1928 stirbt Anita an Tuberkulose. Während ihrer Zeit im Sanatorium blickt sie auf ihr Leben zurück.

Der Schreibstil ist flüssig,  aber die Personen bleiben nebulös,  ich konnte sie nicht packen,  sie blieben mir fremd.
Schön wäre es gewesen, zu wissen,  wann die einzelnen Handlungen stattgefunden haben.  Jahreszahlen wären hilfreich gewesen.

Ich habe lange überlegt,  ob ich 3 oder 4 Sterne vergebe. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

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Kindesentzug

Coast Road von Alan Murrin

Colette hat vor einiger Zeit Ihren Mann Shaun verlassen.  Als sie nun nach Ardglas zurückkehrt, versucht sie ihre Söhne zu sehen.  Aber ihr Mann verweigert ihr nach wie vor den Kontakt mit Ihnen.  Auch die anderen Bewohner reagieren mit Ablehnung auf ihre Rückkehr.
In ihrer Verzweiflung bitte sie Izzy, die Frau eines Lokalpolitikers um Hilfe.

  Als auch dieser Versuch scheitert wird Colette immer deprimierter,  leidet unter ihrer Einsamkeit und fängt zu Trinken an.

Die Charaktere von Colette, Izzy und auch den anderen Protagonisten sind ausdrucksstark und faszinierend. Die Lebensituationen  glaubwürdig.  Alan Murrin  beschreibt in diesem Roman eindringlich und einfühlsam wie eingeschränkt die Rechte der Frauen im damaligen Irland waren und warum viele bei Ihren Männern blieben,  obwohl das Leben mit ihnen alles andere als lebenswert war.

Die Männerherrschaft im damaligen Irland war unangreifbar.  Scheidung war nicht möglich.  Erst 1996 trat die Abschaffung des Ehescheidungsverbot in Kraft.

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