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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PucKker:

Emotional

The Freedom Clause von Hannah Sloane

Ich liebe dieses Buch! Das Cover allein ist schon ein Hingucker, aber der Inhalt hat mich wirklich gefesselt. Zu Beginn hatte ich ein bisschen Sorge, dass die Abmachung zwischen Daphne und Dominic, einmal im Jahr mit einer anderen Person zu schlafen, nur zu Drama und Schmerz führen würde. Die Idee der „Freiheitsklausel“ kam mir am Anfang auch ziemlich einseitig vor – als ob Daphne nur Dominic zuliebe zustimmen würde.

Doch gerade deswegen war es so schön, Daphne auf ihrer Reise über die Jahre hinweg zu begleiten.

Es hat richtig Spaß gemacht, in ihre Gedanken und Erlebnisse einzutauchen und dabei auch ihre Rezepte zu entdecken, die sich wie kleine Überraschungen im Text verstecken. Hannah Sloane hat mit ihrem Debütroman etwas geschaffen, das sich überraschend leicht und flüssig lesen lässt. Die Geschichte ist packend und gleichzeitig einfühlsam erzählt – eine Mischung, die ich selten so gut umgesetzt finde. Ich freue mich schon auf zukünftige Bücher von ihr und bin echt froh, dass ich über dieses hier gestolpert bin!

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Ehrlich

Strong Female Character von Fern Brady

Fern Brady schreibt in diesem Buch wie in einem Tagebuch über ihr Leben mit unentdecktem Autismus. Schonungslos legt sie ihre Erlebnisse offen und zeigt, was ihr alles widerfahren ist – und lässt einen dabei fragen, wie anders ihr Leben wohl mit einer frühen Diagnose verlaufen wäre. Sie erzählt von traumatischen Kindheitserfahrungen, hilflosen Menschen um sie herum und Psychiaterinnen, die ihr nicht helfen konnten oder wollten.

Alles kommt ungeschönt und roh zur Sprache.

Doch trotz dieser Ehrlichkeit bleibt Fern oft unsympathisch. Ich vertrete zwar nicht die Ansicht, dass Frauen immer besonders liebenswürdig und angepasst sein müssen, trotzdem brauche ich einen moralischen Kompass. Brady schreibt über ihre eigenen Erfahrungen, als ob sie für alle Frauen mit Autismus gelten würden. Dabei vermittelt sie auch, dass ihr Moralverständnis kaum existent ist: Fremdgehen und Körperverletzung sind für sie offenbar kein Problem, und sie sagt explizit, dass sie das nicht bereut. Auch Frauen gegenüber ist sie urteilend und abwertend. Sie scheint ihre eigenen sexistischen und ableist Denk- und Verhaltensweisen nicht zu bemerken. Für eine Autobiografie einer Frau in den Dreißigern wirkt sie erstaunlich wenig reflektiert – und witzig ist der Schreibstil auch nicht.

Insgesamt ist es ein schonungsloses Buch, das einen Einblick in Ferns Welt gibt. Es zeigt, wie sie mit Neurodiversität und Sexismus kämpft, doch die starke, fast selbstgerechte Darstellung ihrer Sichtweise lässt Fragen offen und schließt andere Erfahrungen aus.

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Zäh

Das mörderische Christmas Puzzle von Alexandra Benedict

Edie, die Weihnachten hasst und Kreuzworträtsel für Zeitungen schreibt, wird nach einem Mord unfreiwillig dazu auserkoren, eine Reihe bevorstehender Morde aufzudecken. Das klingt vielleicht spannender, als es tatsächlich ist. Denn ähnlich wie ein Kreuzworträtsel zieht sich die Handlung zäh dahin, mit vielen Wiederholungen und wenig Spannung.

Es ist eher eine Beschäftigung für zwischendurch als etwas, das wirklich fesselt.

Edie und ihr Großneffe Sean nehmen die Geschehnisse erstaunlich gelassen hin. Weder scheinen sie Angst zu haben, noch lässt sich bei ihnen echte Besorgnis erkennen. Dabei wären ein bisschen Panik und Mitgefühl durchaus angebracht, um die Situation ernst zu nehmen und den Figuren eine menschliche Note zu verleihen. Doch stattdessen bleibt Edie in ihrer Rolle gefangen: mürrisch und alt (sie macht wirklich sehr viele Anspielungen auf ihr Alter). Sean bleibt genauso flach und blass. Die einzige Figur, die wenigstens noch ein bisschen interessant wirkt, ist RIP, weil RIP eben Menschen tötet. Aber selbst RIPs Motiv und die gesamte Auflösung der Geschichte sind so unlogisch, dass man sich am Ende nur wundert. Neue Informationen, die plötzlich aus dem Nichts auftauchen, führen schließlich zur Lösung des Falls – keine cleveren Hinweise oder Spuren, die man als Leserin selbst hätte mitverfolgen können.

Insgesamt fühlt sich die Geschichte an wie ein Kreuzworträtsel, das man aus Langeweile an einem verregneten Nachmittag löst: eine Beschäftigung, die nicht wirklich packt und die man bald wieder vergisst. Wem Kreuzworträtsel einen richtigen Nervenkitzel bereiten und nachts nicht schlafen lassen, der könnte dieses Buch mögen.

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Atmosphärische Langeweile

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars von Ryan La Sala

Das Cover dieses Buches ist wirklich atemberaubend – wahrscheinlich eines der schönsten, das mir je untergekommen ist. Genau das hat mich dazu verleitet, nach der Leseprobe direkt in die Geschichte einzutauchen. Die Probe selbst war vielversprechend: Von der ersten Seite an war sie voller Action und Spannung, und die zentrale Frage drängte sich auf – warum greift Caroline Mars an?

Doch leider muss ich sagen, dass nach diesem vielversprechenden Einstieg die Handlung für die nächsten 70% des Buches nahezu stillsteht.

Es passiert kaum etwas, es gibt viel Atmosphäre, aber wenig Plot. Alles scheint auf dem anfänglichen Prolog zu fußen, der die Erwartungen hochschraubt, aber im Nachhinein keine tiefere Bedeutung entwickelt. Das Thriller-Element, das mich anfangs so gefesselt hat, verblasst zunehmend, weil der Plot so dünn ist.

Gegen Ende wird endlich klar, dass hinter der Gruppe, die sich die “Honeys” nennt, eine Sekte steckt, die dem Motto „Töten für den eigenen Stock“ folgt. Diese Enthüllung wirft jedoch mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Zahlreiche Plotlöcher bleiben am Ende bestehen und vieles wirkt konstruiert und unglaubwürdig. Besonders enttäuschend war, dass selbst der packende Prolog durch die spätere Aufklärung jegliche Bedeutung verliert.

Am Ende blieb für mich nur die kleine Romanze interessant. Leider konnte der Rest der Geschichte meine Erwartungen nicht erfüllen. Insgesamt ist das Buch eine YA Version von Bunny von Mona Awad.

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Wichtig für alle!

Unversehrt. Frauen und Schmerz von Eva Biringer

„Unversehrt“ von Eva Biringer hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Das Cover allein weckt eine stille Neugier – die Frau in Strumpfhose, das zerbrechende Ei in ihrem Schoß, es wirkt wie ein eingefrorener Moment voller Intimität und Zerbrechlichkeit.

Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass ich dieses Buch schnell verschlingen würde.

Der Schreibstil von Biringer ist nicht nur flüssig, sondern auch angenehm direkt, sodass ich das Buch in nur zwei Tagen beendet habe. Es liest sich leicht, doch die Inhalte hallen nach und laden zum Nachdenken ein.

Als Frau fühlte ich mich oft tief angesprochen. Viele der Themen sind so allgegenwärtig und „relatable“, dass ich beim Lesen nicht selten innehalten musste. Mehr als einmal stockte mir der Atem oder Tränen sammelten sich in meinen Augen. Doch es wäre ein Fehler, das Buch nur für Frauen zu empfehlen – auch Männer könnten viel daraus lernen. Oft bleibt ihnen die systematische Unterdrückung durch das Patriarchat unsichtbar, was „Unversehrt“ eindrucksvoll zu beleuchten weiß.

Biringer behandelt eine erstaunliche Vielzahl an Themen – von Sprache, Herkunft, Medizin, Invalidierung über Selbstverletzung bis hin zur Fetischisierung. Besonders beeindruckend ist dabei, wie klar und strukturiert sie diese komplexen Themen aufarbeitet, sie einordnet und stets auf fundierte Quellen und Studien verweist. Dieses Buch ist mehr als nur persönliche Reflexion – es ist eine gesellschaftskritische Analyse, die auf fundiertem Wissen basiert.

Einzig ein Wunsch blieb für mich offen: Ich hätte gerne noch mehr über den Schmerz von Frauen in der Medizin und in Studien erfahren. Dieser Aspekt wurde zwar berührt, doch ich hätte mir eine noch tiefere Auseinandersetzung gewünscht. Trotzdem bleibt „Unversehrt“ für mich eine wichtige und berührende Lektüre, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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Fesselnde Reise in die Tiefen der menschlichen Emotionen

Dirty Diana: Das Erwachen von Jen Besser; Shana Feste

In diesem Roman wird Diana in den Strudel ihrer Vergangenheit gezogen, als sie in ihrer unglücklichen Ehe zufällig auf ein Bild ihres ehemaligen Liebhabers stößt. Was zunächst als einfacher Rückblick auf vergangene Zeiten beginnt, entwickelt sich zu einer intensiven Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Verlangen und ihren Gefühlen, die sie längst verloren geglaubt hatte.

Das Buch ist packend geschrieben und lässt sich regelrecht verschlingen. Die vielschichtigen Charaktere wirken dabei erstaunlich real – sie sind nicht perfekt, sondern tragen ihre eigenen Schwächen und Unsicherheiten. Genau diese Authentizität macht die Figuren so lebendig und nahbar.

Der Roman bietet eine erfrischende Perspektive, die sich von typischen Geschichten dieser Art abhebt. Nach dem spannenden Cliffhanger kann ich es kaum erwarten, den zweiten Teil in die Hände zu bekommen!

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Überhasteter Anfang, aber trotzdem lohnenswert

A Song to Drown Rivers von Ann Liang

„A Song to Drown Rivers“ ist das erste Buch von Ann Lian, das ich gelesen habe. Das Cover ist wunderschön, und der Plot klang vielversprechend: Eine außergewöhnliche Schönheit wird als Braut an einen verfeindeten Königshof gesandt, um in Wirklichkeit das gegnerische Königreich auszuspionieren.

Leider ging mir der Einstieg zu schnell. Xishis Leben bei ihrer Familie und die Umstände, unter denen sie aufgewachsenen ist, werden kaum beleuchtet. Da sie aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit in der Gesellschaft eine besondere Behandlung erfährt, hätte ich mir hier mehr Tiefgang gewünscht. Die (politischen) Verhältnisse, in denen sie lebte, bleiben eher angedeutet, und auch die Beziehung zur Familie wird nur am Rande.

Nachdem Fanli auftaucht und sie für die gefährliche Spionagemission gewinnen will, fällt Xishi die Entscheidung fast überstürzt: Sie willigt nach kurzer Überlegung und ohne große Nachfrage ein. Die darauf beginnende Ausbildung zur Spionen, die nur 10 Wochen dauert, findet dann größtenteils off page statt. Obwohl dabei Kunst, Geschichte, Etikette und Instrumente gelehrt werden, sodass sie für einen Königshof gewappnet ist, soll das in gerade mal 10 Wochen passieren???? Dieser Abschnitt hätte länger dauern müssen, um auch mehr über die Charaktere zu erfahren. Etwas widersprüchliche oder unbequemere Gefühle seitens Xishi wären gut gewesen, aber Xishi denkt weder über ihre besonders veränderte Lebenssituation nach, noch denkt sie überhaupt an ihre Eltern. Große innere Zweifel hat sie auch nicht. Es fehlt an Details und an Raum für Worldbuilding.

Die Liebesgeschichte zwischen Xishi und Fanli entwickelt sich ebenso im Schnelldurchlauf und geschieht größtenteils off page. Xishis Gefühle scheinen sich lediglich auf Fanlis Äußerlichkeiten zu beziehen und wir lernen ihn kaum kennen. Ein tieferer Konflikt zwischen den beiden oder mehr Raum für ihre Gedanken und Emotionen hätten der Geschichte mehr Tiefe gegeben.

Nach einem Drittel gewinnt die Handlung im feindlichen Königreich dann aber doch noch spannende Wendungen und Xishi macht eine interessante Charakterentwicklung durch, die das Buch am Ende doch noch packend macht. Trotz der Schwächen im anfänglichen Pacing und der oberflächlichen Darstellung der Charaktere und Liebesgeschichte bietet „A Song to Drown Rivers“ einen fesselnden Plot und eine interessante Protagnistin.

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Starke Protagonistin

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1) von Ava Reid

„A Study in Drowning“ hat ein schönes Cover und bietet eine interssante Prämisse. Die Autorin schafft es, in diesem Young Adult-Roman wichtige gesellschaftliche Themen wie Geschlechterungleichheit und Opferbeschuldigung sensibel zu behandeln. Als einzige Frau in einem von Männern dominierten Architekturstudium kämpft sie mit Hindernissen, die ihr Geschlecht ihr auferlegt.

Die Schilderung ihrer Erfahrungen als Opfer von sexuellen Übergriffen und der darauffolgenden Viktimisierung verleiht der Figur Tiefe. Auch, dass sie nicht ganz angepasst ist und mitunter unfreundlich und launisch sein kann ist erfrischend.

Die Handlung ist spannend und fesselnd: Effies Reise zum Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors, um dessen Haus neu zu entwerfen, ist nicht nur eine äußere, sondern auch eine innere Reise. Mit einem Kommilitonen taucht sie tief in die Geheimnisse des Autors ein, bei der Realität und Fantasie zu verschwimmen scheinen.

Trotz der packenden Geschichte habe ich doch ein Problem mit diesem Buch: Die Feindseligkeit zwischen Effies und Prestons Heimatländern wird zwar angedeutet und auf historische Kriege zurückgeführt, bleibt aber weitgehend unausgeführt. Effies Vorurteile gegenüber Preston und seiner Herkunft werden im Verlauf der Geschichte nicht ausreichend hinterfragt oder entwickelt. Zudem ist Effie ganz offen von Vorurteilen geprägt, die, obwohl sie sich in Preston verliebt, nie tiefer behandelt werden.

Insgesamt ist die Geschichte fesselnd, ich hätte mir jedoch noch mehr Worldbuilding und eine Auseinandersetzung mit der Xenophobie Effies gewünscht.

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