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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

Fall ist Nebenschauplatz

Die Früchte, die man erntet von Michael Hjorth; Hans Rosenfeldt

Nach drei langen Jahren endlich die Fortsetzung der Kriminalreihe um Sebastian Bergman.

Ein Heckenschütze treibt in Karlshamn sein Unwesen. Drei Tote in einer Woche. Die Reichsmordkommission unter der Leitung von Vanja steht unter enormen Druck den Täter zu fassen, wollen sie doch weitere Morde verhindern.

Auf den ersten Blick gibt es keine Verbindungen zwischen den Opfern. Sebastian, der sich quasi zur Ruhe gesetzt hat und nun ausschließlich als Therapeut arbeitet wird von Vanja gebeten sich die Fälle wenigstens mal kurz anzusehen.

Das Buch war ein Wiederlesen von alten Bekannten. Es ist viel passiert in den vergangenen Jahren. Sebastian kann fast als zahm bezeichnet werden, mit dem Hintergrund, dass er als Opa für Amanda da sein möchte.
Die Kapitel sind kurz gehalten, was es leicht macht dran zu bleiben. Der eigentliche Fall ist in meinen Augen eher Beiwerk gewesen und auch nicht sehr spannend. Fesselnder war da für mich eher die Geschichte um Billy und seine Schlange.
Mir war klar, dass die Geschichte nun auserzählt sein müsste, da kam dann noch der Cliffhanger zum nächsten Band. Dieser Cliffhanger wurde jedoch ziemlich aneinandergeschustert.

Die Vorgängerbände sollten bekannt sein, da es sonst fast unmöglich scheint, die Zusammenhänge zu verstehen.
Von mir eine Leseempfehlung für Fans der Reihe um Sebastian Bergman.

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gelungener Anschlussband

Every (deutsche Ausgabe) von Dave Eggers

Every schließt an Dave Eggers Buch The Circle an und hat wieder eine Protagonistin, die sich dem System entziehen, bzw, es diesmal von Innen heraus zerschlagen möchte.

Every stellt sich als Fusion vom Circle und dem größten Online-Händler dschungel dar. Allen ist wohl klar wer oder was mit dschungel gemeint ist.

Delaney Wells hat sich große Ziele gesetzt, will sie doch every von Innen heraus zerschlagen. Hilfe kann sie von ihrem Freund Wes erwarten, der sich als Crack auf dem Gebiet von App- Entwicklungen hervor tut.
Every ist ein Kosmos für sich, die Everyones, wie die Mitarbeiter genannt werden sind von Apps abhängig und schaffen immer wieder Neue. Überwachung ist da nur das kleinere Übel. Alle Menschen können nun per app feststellen ob ihre Freunde ehrlich zu ihnen sind, in Privatwohnungen hört hereme mit, so können Gewalttaten in häuslicher Umgebung verhindert und auch geahndet werden.

Mich hat Every sehr erschreckt, da schon einige dieser Dinge durchaus gemacht werden und manches schneller möglich sein wird, als ich mir heute vorstellen kann. Dies ist im Ganzen gesehen sehr beängstigend.
Dave Eggers hat mich in eine Zukunft mitgenommen, die dermassen durchgetaktet und unlebbar erscheint, dass ich mir wünschte es sei mehr Science Fiction und weniger realitätsnah.
Das Auftauchen von Mae und den anderen Protagonisten aus Circle rundete das Buch für mich ab.

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eher ein Drehbuch

Reality Show von Anne Freytag

Unter Reality Show hatte ich mir nach dem Klappentext etwas ganz anderes vorgestellt.

Es ist Heilig Abend im Jahr 2028 als 10 einflussreiche Menschen mit ihren Angehörigen und teils Angestellten als Geisel genommen werden. Somit befinden sich 42 Menschen in der Hand der Geiselnehmer. Doch damit nicht genug, sie kapern die Fernsehsender und auf allen Kanälen wird ihre Show übertragen.

Eine Show in der die Reichen zur Rechenschaft für ihr Tun gezogen werden sollen. Die Zuschauer sind verwirrt und fasziniert zugleich. Bekommen sie doch eine Stimme um sich an der Verurteilung zu beteiligen.

Die Idee der Story fand ich super spannend, nur leider hat mir die Umsetzung so gar nicht gefallen. Nach dem relativ guten Einstieg in die Geschichte, velor ich durch die vielen Personen zwischendurch immer den Überblick. Die Kapitel sind ausserordentlich kurz und haben viele unterschiedliche Themen. Diese sind hoch aktuell und beschäftigen sich mit den drängenden Fragen der Menschen wie Umweltschutz,Ernährung etc.

Das Buch war für mich eher wie ein Drehbuch aufgebaut, hatte viele Wechsel und für mich persönlich zu viele Akteure. Zu keinem konnte ich im Verlauf eine Beziehung oder gar Sympathie aufbauen. Auch das Ende konnte mich dann nicht überzeugen und ließ bei mir viele Fragen offen.

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neuer Blickwinkel

2030 von Mauro Guillén

Mauro F. Guillén ist ein spanisch-amerikanischer Soziologe, politischer Ökonom und Managementpädagoge, der im März 2021 zum neuen Direktor der Cambridge Judge Business School und zum Fellow des Queen's College an der University of Cambridge ernannt wurde.

Das Buch beschäftigt sich aus wirtschaftlicher Sicht mit dem Jahr 2030, welches nicht mehr so weit entfernt ist.

2030 ist in vielen Ebenen ein Jahr welches für Prognosen und zielsetzungen genutzt wird, so auch in der Politik.
Breitgefächert beleuchtet der Autor die unterschiedlichen Perspektiven in denen sich ein Wandel heute schon abzeichnet und die in denen er erst beginnt.
Der demographische Wandel ist nicht neu, doch es noch mal so kompakt zu lesen gab mir ein verändertes Bild auf ihn. Auch wenn vieles Global stattfindet nutzte der Autor zur Veranschaulichung hauptsächlich die Daten aus den USA, was für mich als Leserin bedeutete über Europa und Deutschland selber nach dem passenden Zahlenmaterial zu forschen. Da hätte ich mir eine andere Aufbereitung gewünscht.

Wie verändert sich denn nun die Welt, was geschieht unaufhaltbar an Veränderugen? Dies wird in 2030 aus wirtschaftlicher Blickpunkten erklärt, was für mich ein völlig neuer Ansatz war.
Ich kann dieses Buch allen Interessierten ans Herz legen und vergebe gerne eine Leseempfehlung.

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Erwartungen übertroffen

Die Leuchtturmwärter von Emma Stonex

Emma Stonex hat mit ihrem Debut "Die Leuchtturmwärter" einen spannenden und komplexen Roman um das verschwinden der drei Leuchtturmwärter Arthur, Bill und Vince.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir durch den flüssigen und interessanten Schreibstil super schnell. Die Geschichte spielt im Jahre 1972, in der die Leuchtturmwärter Arthur, Bill und Vince spurlos verschwinden.

Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen und unterschiedlichen Perspektiven. Das Leben im Turm beobachte ich von aussen, die drei Frauen der Lauchturmwärter kommen in der Ich- Perspektive zu Wort. Dieser Sichtwechsel auf das Geschehen und Leben im Leuchtturm wird detailreich erzählt.
Dadurch ergibt sich nach und nach ein Gesamtbild und eine vielschichtige Charakterisierung der Protagonisten.
Jede Person hatte ihre kleinen Geheimnisse und ganz langsam kommt LIcht ins Dunkel.

Emma Stonex gelingt es excellent ein großes Bild von Verlust, Angst, Trauer und Hoffnung zu präsentieren. Das karge Leben der Menschen um und im Leuchtturm, die Macht der Gezeiten und die Unterschiedlichkeit im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens rundeten für mich dieses Buch ab.

Den Ursprung zum Plot findet man übrigens um 1900 als wirklich Leuchtturmwärter verschwanden.

Meine Erwartungen an das Buch waren gänzlich andere, dennoch bin ich mehr als positiv überrascht worden und empfehle das Buch gerne weiter.

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Hochaktuell

Systemfehler von Wolf Harlander

In seinem neuesten Buch Systemfehler beschreibt der Autor Wolf Harlander die Konsequenzen unserer modernen und digitalen Welt.

Auf einmal ist es soweit: Das Internet fällt aus-ganz Europa ist betroffen. Kein Flugzeug, keine Behörde und keine Intensivstation funktioniert mehr.
Daniel Faber, von Berufs wegen IT Spezialist und Spiele -Entwickler gerät er ins Fadenkreuz des neuen BND Ermittlers Nelson Carius.

Nachdem er seine Unschuld beweisen konnte, macht er sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Computervirus.

Mich hat das Buch, genau wie 42 Grad des Autors schnell gepackt und hinterlässt ein wenig Angst vor der Zukunft bei mir. Die sehr große Abhängigkeit des Internets wird mir als Leser sehr eindringlich vor Augen geführt.
Die Protagonisten des Buches sind sehr gut charakterisiert und durch den Perspektivenwechsel bleibt ihnen genug Raum die Geschichte spannend zu gestalten.
Auch die unterschiedlichen Handlungsstränge passten für mich in das Gesamtbild des Buches.

Für mich ein empfehlenswertes Buch, welches ich nicht nur als Thriller, sondern auch als kleine Warnung an die Nutzer des Internets sehe.

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Barbara stirbt nicht von Alina Bronsky

"Barbara stirbt nicht" scheint auf den ersten Blick durch das Cover und den Klappentext ein humoristisches und kurzweiliges Buch zu sein.

Walter und Barbare sind seit Urzeiten verheiratet und die Rollen sind klar verteilt. Dann fällt Barbara durch eine ominöse Erkrankung aus und Walter ist auf sich gestellt, auch wenn Barbara noch im Haus ist.

Mehr schlecht als Recht kommt Walter mit der Situation klar, sogar Kaffee kochen ist so eine große Herausforderung, dass er erst einmal Coffee to go aus der Bäckerei kaufen muss-was ein Armutszeugnis.
Durch einen Fersehsendung kommt Walter nach und nach besser klar, was an der Grundsituation für mich jedoch nichts geändert hat, stößt er doch den Menschen in seinem Umfeld immer wieder vor den Kopf.

Dieses Buch kann ich nicht als humorvoll, auch nicht als satirisch bezeichnen. Für mich war die Beschreibung von Walter zu realistisch für einen Menschenschlag den es auch heute noch zu oft gibt. Seine Kinder und nichts um ihn herum ist ihm gut genug, alle sind mit zu vielen Fehlern behaftet in seinen Augen.
Barbara bleibt eine völlig blasse Figur in der Geschichte, überhaupt hat mir die Charakterisierung nicht gefallen, blieb sie doch sehr oberflächlich.
Ebenso war die Wandlung Walters zu unrealistisch und klischeehaft.

Dies ist für mich nicht das beste Buch der Autorin, da habe ich schon bessere von ihr gelesen.

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Beeindruckendes Werk

Vierunddreißigster September Roman. Gebunden. von Klüssendorf Angelika

Angelika Klüssendorf ist mit Vierundreißigster September ein wahrer Höhepunkt der Literatur gelungen.

Hilde und Walter, ein altes Eheppar-eingefahren und er ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse-herrisch, pedantisch und äußerst barsch, hatten sich arrangiert. Sie lebten mehr nebeneinander als miteinader ein trübsinniges Leben.

Dies ändert sich als Walter die Diagnose Hirntumor erhält. Er verändert sich enorm und wird der liebevolle Ehemann, den Hilde sich zeitlebens so sehr gewünscht hat. Doch leider ist es dafür nun zu spät. Mit Walters Veränderung völlig überfordert, erschlägt sie ihn am Sylvester Abend mit der Axt.

Angelika Klüssendorf hat es geschafft den Protagonisten des Dorfes in dem Walter und Hilde leben, Stimmen zu geben. Stimmen die aus dem Jenseits von Personen kommen, die selbst einmal Bewohner des Dorfes waren und nun einen Blick auf die noch lebenden Einwohner haben. So vielfältig wie das Leben selber sind die Personen charakterisiert und haben ihre ureigenste Geschichte.

Mit poetischem Einschlag und ausreichend Humor webt die Autorin ein zartes Netz und eine Verbindung zwischen Dies-und Jenseits die mich restlos begeistert hat. So einfach und banal die Beschrein´bungen auch sein mögen, spiegeln sie doch das Dorfleben auf eine ganz neue Art und Weise wider.

Für mich ist Vierundreißigster September ein reiner Lesegenuss gewesen und ich hoffe auf weitere Bücher in dieser Richtung.

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Nichrt ganz überzeugend

Böse von Jonas Wagner

Das Cover gefällt mir von der Aufmachung her sehr gut und auch die Leseprobe reizte mich das Buch zu lesen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, der Schreibstil des Autors liest sich flüssig und angenehm.

Katharina will mit ihrer 17 -jährigen Tochter Fenja neu anfangen, ihr altes Leben hinter sich lassen und nochmal ganz von vorne anfangen.

Sie zieht mir aufs Land in das kleine Dorf Hussfeld, welches auf den ersten Blick sehr idyllisch erscheint, doch schon nach kurzer Zeit ist Schluss mit der trügerischen Idylle. Im Dorf wird getratscht und die Einwohner haben keinerlei Interesse daran Katharina und Fenja in die Gemeinschaft aufzunehmen. Dann verschwindet Fenja spurlos....

Nach einem wirklich guten Einstieg und der Beschreibung der Protagonistinnen wird die Geschichte für mich leider zu Klischeehaft und mir waren die Zusammenhänge einfach zu platt. So konnte mich die Geschichte auch mit ihrer Vorhersehbarkeit nicht wirklich überzeugen. Sie wirkte nur noch konstruiert und teilweise auch an den Haaren herbeigezogen- Schade, da waren meine Erwartungen gänzlich andere.

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Vielschichtiger, fantastischer Thriller

Pacific Crest Trail Killer von Christian Piskulla

Mit " Pacific Crest Trail Killer" hat der Autor Christian Piskulla einen Thriller geschrieben dem ein Preis gebührt.

Mark Stenton, ehemaliger Marine und Polizist nutzt eine Auszeit um den Pacific Crest Trail, kurz PCT genannt zu wandern. Doch schon bald entpuppt sich der Wanderweg als Mörderweg.

Ein Mörder treibt sein Unwesen und sucht sich alleine wandernde junge Frauen um sie bestialisch zu ermorden. Das FBI heuert Mark an und er wird als Wanderer an den Ermittlungen beteiligt. Sein erstes Bauchgefühl, dass ein Serienmörder hier leichtes Spiel hat bewahrheitet sich auf grausame Weise.

Dieser Thriller hat alles, was ich mir von einem Thriller wünsche: Spannung, verschiedene Perspektiven auf Opfer, Täter, Angehörige und Ermittler. Gleichzeitig hat es der Autor auch noch geschafft die tollen Naturphänome des PCT einzuflechten. Der Blick auf die Randgesellschaften in der reichen USA und deren menschenunwürdigem Leben in Trailer-Siedlungen oder Motels, in denen mehr Ungeziefer und Schmutz existieren als ausserhalb. Obdachlose werden gedemütigt und gequält.
Trotz den 640 Seiten blieb der Thriller durch die kurzen Kapitel und die Perspektivwechsel durchweg spannend und punktete zudem durch unerwartete Wendungen.

Beim Pacific Crest Trail Killer handelt es sich für mich um einen der wenigen Thriller, dem ich eine unbedingte Leseempfehlung gebe.

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