Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
War nicht meine Geschichte
Liebe,1 Audio-CD, 1 MP3 von Thomas Hettche
Der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört, denn der Beruf des Okularisten hört sich spannend an und hat mich interessiert und ich hatte mir eine sehr bewegende Liebesgeschichte erhofft. Leider muss ich aber sagen, dass die Geschichte mich so gar nicht packen konnte und es einfach nicht das richtige (momentan) für mich war.
Es geht in der Geschichte um Max, dieser stellt künstliche Augen her. Er ist Okularist. In seiner Praxis, über der Flamme des Bunsenbrenners, formt er feine Glaskugeln, versieht sie mit farbigen Äderchen, Iris und Pupille. Max weiß von der stillen Sprache der Blicke. An den Blitzschlag der Liebe aber glaubt er mit Anfang sechzig nicht mehr. Bis er eines Sommerabends Anna begegnet und ihn die Gefühle in ungekannter Wucht überwältigen. Anna geht es genauso, doch sie ist verheiratet, und so bleiben den beiden immer nur Tage, das zu leben, was nicht sein darf. Und immer sind da die Erinnerungen, die Träume, die Schatten. Das stürzt Max in Verzweiflung, denn er weiß, er hat seine große Liebe gefunden. Und er ahnt, dass sie ihn auf eine unheimliche Probe stellen wird.
Der Schreibstil war nicht so locker- und leicht wie ich das gedacht hatte, dennoch konnte man die Geschichte recht gut hören. Gestört hat mich, dass es relativ häufig zu elektronischen Nachrichten gekommen ist, diese sind immer mit Datum und Uhrzeit vorgelesen worden und haben meinen Hörfluss tatsächlich etwas gestört, da hätte ich es schöner gefunden wenn man die Nachrichten einfach hintereinander wegliest, da es ja auch zwei Sprecher für das Hörbuch gab. Die Geschichte wird aus Sicht von Max erzählt und Anna kommt immer nur kurz in den Nachrichten zu Wort.
Die Liebesgeschichte hat mir leider nicht gefallen, ich habe da keine Verbindung gespürt und konnte ihre Gefühle nur schwer nachvollziehen, vielleicht habe ich einfach etwas ganz anderes erwartet oder der Zeitpunkt war falsch. Aber leider konnte die Geschichte mich gar nicht packen. Einzig als über den Beruf von Max kurz erzählt wird, fand ich das interessant. Es war mir in Teilen auch zu philosophisch und hat mir deshalb nicht so recht gefallen.
Ich mochte die Stimme von Anna, die die Nachrichten gelesen hat sehr gerne und war enttäuscht, dass sie nicht mehr gelesen hat. Sie war sehr angenehm und hat gut gepasst. Die Stimme von Max war ganz okay, aber der Sprecher konnte mich leider nicht so mitreißen.
Wunderbar gelesenes Hörbuch
Wo der Wind die Namen trägt,1 Audio-CD, 1 MP3 von Anja Jonuleit
Ich habe schon einige Bücher von Anja Jonuleit gelesen und bin jedes Mal wieder begeistert wie die Autorin mich mitreißen kann mit ihren Geschichten. Deshalb wollte ich auch unbedingt mehr über ihr neuestes Werk erfahren und kann wieder einmal sagen, dass die Autorin mich mit ihrer Geschichte gepackt hat und diese unter die Haut geht und einen so schnell nicht mehr los lässt!
Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen geschrieben, einmal geht es ins Jahr 2023.
Hier folgt die 85-jährige Inge Sundermann widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik niederzuschreiben.
Und die Handlung geht zurück ins Jahr 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht. Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben.
Der Schreibstil ist sehr leicht und ich wollte in jeder freien Minute weiterhören. Die Autorin schafft es über das Thema im Buch sehr bewegend und lebendig zu erzählen. Dadurch, dass das Hörbuch quasi auf drei Ebenen geschrieben ist, einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit aus Sicht von der jungen Inge und einmal aus Sicht der Reporterin Helga, braucht es kurze Zeit um in die Geschichte hineinzufinden. Hier hilft jedoch sehr, dass alle Sichtweisen von unterschiedlichen Personen gesprochen werden und man deshalb gut unterscheiden kann in welcher Perspektive man sich gerade befindet.
Die einzelnen Personen sind nicht einfach schwarz-weiss gezeichnet, jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle handeln im Buch sehr lebensnah, genauso wie es eben auch gewesen sein könnte. Man kommt den Protagonisten auf jeden Fall sehr nah und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.
Die Geschichte ist sehr erschütternd, vorallem weil so viel wahres in dieser Geschichte zu finden ist. Das Hörbuch ist wirklich nur etwas für Leute die Schlimmes auch aushalten können, denn es wird nichts geschönt und das macht die Geschichte aber auch so wichtig. Im Nachwort erklärt die Autorin nochmal welche Personen und Ereignisse es damals wirklich gegeben hat, deshalb ist es sehr interessant zu hören.
Die Sprecherinnen haben alle sehr gut in ihre Rollen gepasst und angenehm vorgelesen. Sie haben die Geschichte richtig lebendig werden lassen und ich hatte sehr viel Freude beim anhören.
Ein Hörbuch, dass mich wieder einmal mitgerissen hat und so schnell nicht loslassen wird. Es regt zum Nachdenken an und wird noch eine Weile in mir nachhallen. Ich empfehle es an alle interessierten Leser weiter und gebe die volle Punktzahl. Die Autorin ist wirklich eine meiner Lieblingsautorinnen, mittlerweile.
Roman nach wahren Begebenheiten, der unter die Haut geht
Wo der Wind die Namen trägt von Anja Jonuleit
Ich habe schon einige Bücher von Anja Jonuleit gelesen und bin jedes Mal wieder begeistert wie die Autorin mich mitreißen kann mit ihren Geschichten. Deshalb wollte ich auch unbedingt mehr über ihr neuestes Werk erfahren und kann wieder einmal sagen, dass die Autorin mich mit ihrer Geschichte gepackt hat und diese unter die Haut geht und einen so schnell nicht mehr los lässt!
Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen geschrieben, einmal geht es ins Jahr 2023.
Hier folgt die 85-jährige Inge Sundermann widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik niederzuschreiben.
Und die Handlung geht zurück ins Jahr 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht. Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben.
Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und die Seiten fliegen deshalb nur so dahin, dennoch schafft die Autorin es über das Thema im Buch sehr bewegend und lebendig zu schreiben. Dadurch, dass das Buch quasi auf drei Ebenen geschrieben ist, einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit aus Sicht von der jungen Inge und einmal aus Sicht der Reporterin Helga, braucht es kurze Zeit um in die Geschichte hineinzufinden. Hier hilft jedoch sehr, dass alle Sichtweisen in unterschiedlichen Schriftarten sind und man deshalb gut unterscheiden kann in welcher Perspektive man sich gerade befindet.
Die einzelnen Personen sind nicht einfach schwarz-weiss gezeichnet, jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle handeln im Buch sehr lebensnah, genauso wie es eben auch gewesen sein könnte. Man kommt den Protagonisten auf jeden Fall sehr nah und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.
Die Geschichte ist sehr erschütternd, vorallem weil so viel wahres in dieser Geschichte zu finden ist. Das Buch ist wirklich nur etwas für Leute die Schlimmes auch aushalten können, denn es wird nichts geschönt und das macht das Buch aber auch so wichtig. Im Nachwort erklärt die Autorin nochmal welche Personen und Ereignisse es damals wirklich gegeben hat, deshalb ist es sehr interessant zu lesen.
Ein Buch, dass mich wieder einmal mitgerissen hat und so schnell nicht loslassen wird. Es regt zum Nachdenken an und wird noch eine Weile in mir nachhallen. Ich empfehle es an alle interessierten Leser weiter und gebe die volle Punktzahl. Die Autorin ist wirklich eine meiner Lieblingsautorinnen, mittlerweile.
Berührende Geschichte nach einer wahren Begebenheit
Ein unmoralisches Mädchen von Alice Fortress
Ich lese immer wieder gerne Geschichten die von wahren Begebenheiten erzählen, sie sind meistens interessant und berührend. Auch dieser Roman, der zugleich ein Auftakt ist, hat mich sehr erschüttert und wird noch eine Weile in meinen Gedanken sein.
Die Geschichte führt den Leser zurück in die siebziger Jahren der DDR, hier wächst Lucy in einer Welt auf, in der Moral und Macht unheilvoll ineinander greifen.
Das Lehrlingsheim, in dem sie lebt, ist ein Ort der Kontrolle, der Demütigung – und der heimlichen Sehnsucht nach Freiheit. Zwischen Zucht, Pflicht und Verboten entdeckt Lucy ihre erste große Liebe zu Tommy, einem jungen Traktoristen, dessen aufrechter Charakter sie fasziniert und zugleich in Gefahr bringt. Was als zarte Liebesgeschichte beginnt, verwandelt sich bald in ein Netz aus Lügen, Machtmissbrauch und Verrat. Der Heimleiter Becker zieht im Hintergrund die Fäden, während die Jugendlichen zwischen Anpassung und Aufbegehren zerrieben werden. Als Tommy verhaftet wird und Lucys Welt zusammenbricht, scheint auch ihr Glaube an Gerechtigkeit zu zerbrechen.
Der Schreibstil war von Beginn an sehr leicht zu lesen, sodass man das Buch in wenigen Tagen lesen könnte, da der Lesefluss sehr gut ist, aber dennoch habe ich für die Geschichte meine Zeit gebraucht. Das liegt daran, dass die Autorin die Erlebnisse im Lehrlingsheim sehr lebendig und ungeschönt geschrieben hat und man ganz in diese grausame Welt eintaucht, in der der Heimleiter eine große Macht hat! Die Geschichte ist sehr erschütternd geschrieben und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, zugleich gibt sie aber auch ein gutes Bild ab wie das Leben in der DDR ausgesehen haben kann.
Lucy ist eine schüchterne junge Frau, von wunderschönem Aussehen, die in der Vergangenheit aber durch ihren Vater kein leichtes Leben hat. Als Leser ist es manchmal nicht ganz einfach gewesen diese teils so naive Frau zu verstehen, aber sie sucht nach ihrer schweren Kindheit einfach immer nach Geborgenheit und Liebe und wird von den Männern schamlos ausgenutzt. Sie hat es nie leicht und verliert doch nicht den Glauben an die Liebe und an ihre Träume.
Ein sehr bewegendes Buch, dass ich auch mal zur Seite legen musste. Es ist nichts zum "mal eben weglesen" sondern die Geschichte hallt nach. Ich habe sie sehr gerne gelesen und kann sie jedem weiterempfehlen, das Buch ist allerdings nichts für schwache Nerven.
Wunderbarer historischer Jugendkrimi, zum miträtseln
Fräulein Renée und das kartografische Komplott von Kaja Grimme
Schon alleine das Cover hat mir gleich gefallen und ich wollte wissen was sich hinter dem tollen Bild wohl für eine Geschichte verbirgt. Ich bin auch sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe, denn ich hatte so viel Spaß mit diesem historischen Jugendkrimi bei dem man absolut gut mitraten kann!
Inhaltlich führt das Buch den Leser nach Deutschland ins Jahr 1908: Der junge Dichter Caspar Schütze heuert als Chronist bei der 17-jährigen Renée Graf an.
Ihre Regeln sind einfach: Nummer eins, das Kommando hat sie. Nummer zwei, sie entscheiden sich gegebenenfalls nicht für die vernünftige, sondern immer für die abenteuerliche Lösung. Nummer drei, Tradition ist nie ein Argument. Caspar lässt sich auf die ungewöhnliche Abmachung ein, hat er doch gerade keine andere Wahl. Das erste Abenteuer erwartet sie auch schon bald in Form einer Leiche, die sie in einem alten Forsthaus entdecken. Eine Spur führt zur ehrwürdigen Geographischen Gesellschaft Württemberg.
Der Schreibstil konnte mich schnell fesseln und in seinen Bann ziehen, einfach und locker zu lesen und dennoch hatte ich die Personen und Schauplätze schnell vor Augen. Sehr mitreißend, wollte ich in jeder freien Minute wissen wie das Buch weitergeht! Auch die Protagonisten sind ungewöhnlich und toll! Renee denkt sehr modern und ihrer Zeit vorraus, was sie schnell sympathisch macht, Caspar dagegen ist, nicht nur wegen seinem Sinn Zahlen und Namen in Farben zu sehen, geheimnisvoll.
Der Kriminalfall ist einfach super und es macht so viel Spaß mit beiden auf die Suche zu gehen, eine mysteriöse geographische Gesellschaft kennen zu lernen und historische Plätze in Stuttgart wie die Wilhelma zu besuchen. Das ich dort selbst schon gewesen bin und die Orte kenne, macht das Vergnügen natürlich noch größer. Die Auflösung konnte mich am Ende überraschen und da ein paar Fragen offen bleiben- obwohl der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist- freue ich mich schon jetzt auf einen zweiten Band der Reihe!
Fazit: Ein toller historischer Jugendkrimi zum miträtseln, nur zu empfehlen!
Berührende Familiengeschichte
Elbland von Claudia Rikl
Ich lese sehr gerne historische Romane und Familiengeschichten, die mich berühren können und diese Geschichte gehört absolut dazu!
Inhaltlich geht es um Nina, als ihre Mutter Irma stirbt, verliert diese den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je.
Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was das Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, leicht und locker sind die Seiten nur so dahingeflogen und ich wollte in jeder freien Minute weiterlesen und wissen was noch passiert ist.
Die Charaktere werden authentisch dargestellt, auch wenn sie keine Sympathieträger waren und ich ihnen nicht ganz nahe gekommen bin, so wurde ihre Gefühls-und Gedankenwelt doch sehr nachvollziehbar beschrieben!
Vorallem das Ende konnte mich sehr überraschen, es hat aber auch gut zu diesem Roman gepasst. Ein Buch, das noch ein wenig nachhallen wird und das auf jeden Fall sehr tiefgründig erzählt wurde. Gerne empfehle ich es weiter.
Ungewöhnliche Geschichte
Nachkoloriert von Patricia Malcher
Nach fünfzig Jahren hat Irma das Gefühl, im grauen Ehealltag mit Hermann festzustecken. Längst begraben sind ihre Träume von Kind, Abenteuer und Rebellion. Der Zeitpunkt für Veränderungen scheint überschritten. Da bringt ein schuldbeladener Verkehrsunfall tägliche Routinen ins Wanken. Die Begegnung mit dem 10-jährigen Vincent und einem Beo, der mit der Stimme eines Verstorbenen spricht, verstärken Irmas Wunsch nach einem farbechten Leben.
Nachdem ich diesen Klappentext gelesen habe, war ich sehr neugierig auf die Geschichte und kann am Ende sagen, dass ich froh bin das Buch gelesen zu haben, es ist unterhaltsam und etwas ganz anderes.
Schon der Schreibstil ist ungewöhnlich, kapitelweise wird aus Sicht von Irma erzählt, aber nicht in ich-Form sondern Irma spricht von "man". Die anderen Kapitel sind aus Sicht des Beos geschrieben und aus Sicht eines Vogels zu lesen ist natürlich auch sehr besonders! Durch diesen besonderen Stil muss man erst einmal richtig ins Buch reinfinden, ist aber dennoch immer nah an den Protagonisten dran. Ungewöhnlich ist auch, dass, obwohl man keine Kapitel aus Vincents Sicht hat, einem dieser Charakter als Leser am nächsten kommt, bei mir war dies zumindest der Fall!
Die Geschichte ist sehr besonders geschrieben und es gibt auch Wendungen im Buch, mit denen ich nicht gerechnet habe. Man ist sehr nah an den Protagonisten dran, obwohl Irma nicht unbedingt eine Sympathieträgerin für mich war. Etwas blass wirken die Nebencharaktere wie etwa ein Junge in Vincents Alter oder die Mutter von Vincent, diesen Personen wäre ich gerne noch etwas näher gekommen um ihr Verhalten besser nachvollziehen zu können.
Die Geschichte ist teilweise berührend, aber vorallem war sie für mich ein ungewöhnliches Leseerlebnis in jeder erdenklichen Weise. Gerne empfehle ich das Buch interessierten Lesern weiter.
Tolle Geschichte für junge Entdecker
Erde 13: Ein mitreißendes Abenteuer auf einem fremden Planeten für Kinder ab 10 Jahren von Andreas Langer
Levi und Gwendolin gehören zu den Auserwählten, die mit einer Expedition einen neuen Planeten besiedeln sollen, da die Erde unbewohnbar geworden ist Doch die Landung geht schief und die beiden Elfjährigen stranden in einer unbekannten Welt – voller Wunder, Rätsel und Gefahren. Zwischen purpurnen Seen und geheimnisvollen Tierwesen versuchen sie, die anderen Expeditionsmitglieder zu finden.
Doch was sie stattdessen entdecken, verändert alles: In einer verlassenen Raumfähre stoßen sie auf ein unglaubliches Geheimnis…
Meinem Sohn hat dieses Buch sehr gut gefallen, der Schreibstil ist einfach geschrieben und gut verständlich für die Altersgruppe, dennoch auch so mitreißend, dass er immer wissen wollte wie es weitergeht. Die Protagonisten fand es sympathisch und konnte mit ihren richtig mitfiebern und fand es toll auf dieses spannende Abenteuer zu gehen. Meinem Sohn hat das Abenteuer in diesem All sehr gut gefallen und er würde sich freuen wenn es noch mehr Bände in dieser Reihe geben würde.
Fazit: Tolle Geschichte für junge Entdecker, die das Abenteuer suchen. Gerne empfehlen wir es weiter. Etwas Luft nach oben für den nächsten Teil der Reihe.
Spannend und voller Twists
Ungelöst - Die erste Zeugin,1 Audio-CD, 1 MP3 von Arno Strobel
Ich habe diese spannende Geschichte als Hörbuch genießen dürfen und hatte sie in kürzester Zeit angehört, weil es so spannend war!
Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen.
Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt. Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll. Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer – Dr. Joachim Lichner – jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat. Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.
Der Schreibstil ist locker und leicht zu hören, dabei aber knackig spannend und so mitreißend, dass ich in jeder freien Minute wissen wollte wie die Geschichte weiter geht! Der Fall ist etwas komplexer aber dennoch kommt man immer gut mit und ist direkt am Geschehen. Der Thriller hat viele spannende Wendungen und einige unvollhersehbare Twists! Ich freue mich deshalb jetzt schon auf weitere spannende Fälle rund um Luisa und Ramin, denn der Auftakt war wirklich stark und wieder macht der Autor seinem Namen alle Ehre.
Der Sprecher hat mir ebenfalls richtig gut gefallen und hat ganz fantastisch und sehr lebendig vorgelesen, ich habe ihm gerne zugehört!
Durchwachsene Fahrt
Grüne Welle von Esther Schüttpelz
Nach dem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin setzt sich eine Frau in ihr Auto und fährt heim – bis eine Umleitung sie von ihrem Weg abbringt. Sie verpasst Ausfahrt um Ausfahrt, entfernt sich immer weiter von ihrem Zuhause, wo ihr Mann auf sie wartet. Nach einer ganzen Nacht und dem folgenden Tag wird klar: Vielleicht wäre es besser, wenn sie nie wieder zu ihm zurückkehren würde.
Denn so unheimlich die Finsternis der Landstraßen und Tankstellen auch ist, die wahre Gefahr lauert dort auf sie.
Der Klappentext des Buches hat mich richtig neugierig gemacht und auch der Anfang der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil konnte mich zunächst in den Bann ziehen und ich war gespannt wie die Fahrt der Protagonistin, die zunächst nur als "die Frau" bezeichnet wird, so werden wird. Auch die anderen Protagonisten werden übrigens nicht mit Namen genannt, sondern heißen nur "Der Mann der Frau" oder "die Freundin der Frau". Dies macht die Geschichte ungewöhnlich und auch ein Stück unnahbar, andererseits könnte man so jeden beliebigen Namen einsetzten.
Als die Protagonistin also wegfährt und sich immer weiter von ihrem Wohnort entfernt hat mir gut gefallen, dann jedoch trifft die Frau auf zwei Mitreisende und irgendwie wirkte die Handlung dann in meinen Augen zunehmend unrealistisch und es gab einige zähe Passagen die mich nicht so mitreissen konnten. Erst gegen Ende konnte mich die Protagonistin durch eine Wendung überraschen und das Ende hat dann für mich wieder gepasst und war stimmig.
Fazit: Eine etwas durchwachsene Geschichte für mich. Es gab richtig gute Abschnitte in diesem Buch, aber teilweise auch etwas unlogische oder unrealistische. Wen der Klappentext aber interessiert, der sollte der Geschichte ruhig eine Chance geben.











