Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Die perfekte Frau
Teddy von Emily Dunlay
Als ich das Cover gesehen habe und den dazugehörigen Klappentext gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme und wollte die Geschichte unbedingt anhören! Die Geschichte war in Teilen auch wirklich interessant und faszinierend, aber leider gab es auch immer wieder Längen in dieser Geschichte.
Inhaltlich geht es für den Hörer zurück in den Sommer 1969, Rom ist heiß und aufregend, voller Glamour und Intrigen.
Teddy Carlyle ist mit ihrem neuen Ehemann, der in der amerikanischen Botschaft arbeitet, nach Italien gekommen. Nach einigen Jahren mit schlechten Männern und schlechten Entscheidungen will sie nun ein neues Leben beginnen. Sie schwört sich, eine gute Diplomatengattin zu sein: glamourös, diskret, perfekt gekleidet und unerbittlich höflich.Teddy gelingt es zunächst gut, sie schließt neue Bekanntschaften auf Partys und Empfängen, ist glücklich mit ihrer kleinen Tätigkeit in der Botschaft. Doch nach nur wenigen Wochen, am 4. Juli, explodiert ihr neues Leben zusammen mit dem Feuerwerk am Himmel. Ein Fotograf schießt ein kompromittierendes Bild von ihr und dem amerikanischen Botschafter, nur wenige Augenblicke nachdem sie einen Mann aus der dunkelsten Ecke ihrer Vergangenheit auf der anderen Seite des Raumes gesehen hat. Beides Beweise für ihre Verkommenheit und Grund genug für ihre Familie, sie aus dem Verkehr zu ziehen – wie einst ihre lebensfrohe Tante Sister.In all diesem Chaos fasst Teddy einen Entschluss: Sisters Schicksal wird nicht ihr eigenes sein!
Der Schreibstil war locker und leicht und deshalb ist es mir nicht schwergefallen mich ganz auf die Geschichte zu konzentrieren. Es gab auch immer wieder Teile im Hörbuch, die mich faszinieren konnten und die ich gerne gehört habe und gerade der Anfang war wirklich sehr mitreißend erzählt. Aber je weiter ich gehört habe, desto öfter dachte ich, dass sich die Handlung leider immer wieder gezogen hat und teils ziemlich zäh war und es auch Wiederholungen gab. Die Person der Teddy war für mich auch schwer greifbar. Sie war mir nicht direkt unsympathisch, aber ich habe keinen Draht zu ihr gefunden und sie war mir oft viel zu naiv und nur auf ein leichtes Leben mit viel Geld aus. Oft habe ich während des Hörbuchs gedacht Teddy dreht sich nur um die Probleme der reichen Leute aber ernsthafte Sorgen hat sie nicht wirklich. Teils hat mich das auch ziemlich abgestoßen, wie sie alles dafür tut um zu der Elite zu gehören. War leider nicht so ganz meine Welt, da sie mir viel zu kalt und unnahbar rübergekommen ist. Der Schluss wurde dann nochmal kurz wirklich spannend und ich konnte mitfiebern das hat mir gut gefallen.
Die Sprecherin des Hörbuchs hat mir jedoch sehr gut gefallen. Sie hat schon vorgelesen und ich habe ihr gerne zugehört.
Fazit: Sprecherin sehr gut, Geschichte leider öfters zäh.
Das Leid der Verschickungskinder
Am Meer ist es schön von Barbara Leciejewski
Ich habe bereits einige Bücher der Autorin gelesen, die mir sehr gut gefallen haben, darunter auch "Fritz und Emma" und "Für immer und noch ein bisschen länger". Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wollte ich auch dieses Buch unbedingt lesen. Ich habe schonmal etwas von den schrecklichen Kuren der Verschickungskinder gehört und wollte mit diesem Buch gerne noch mehr darüber erfahren.
Die Geschichte macht einen auf jeden Fall nachdenklich und wird noch eine Weile nachhallen.
Die Geschichte handelt von der damals 8-jährigen Susi, die sechs Wochen Kuraufenthalt an der Nordsee verordnet bekommt. Schnell jedoch stellt Susi fest, dass diese Wochen zu den schlimmsten ihres Lebens werden! Wer den Teller nicht leer isst, die Regeln bricht oder sich anderweitig aufsässig zeigt, wird von den Erzieherinnen hart bestraft. Kein Hilferuf dringt zu den Eltern durch, denn die Briefe der Kinder werden kontrolliert. Doch immer wieder schlagen Susanne und ihre Freunde den »Tanten« ein Schnippchen. Dann kommt es zu einem Vorfall, der Susanne noch Jahrzehnte später in ihren Alpträumen verfolgt, bis sie beschließt, sich endlich dem Trauma ihrer Kindheit zu stellen.
Ich weiss nicht genau ob es am Thema lag, aber diesmal empfand ich den Schreibstil der Autorin nicht so einnehmend und berührend wie in ihren anderen Büchern. Sehr schnörkellos wird vom Aufenthalt im Haus Morgentau berichtet und sehr erschütternd wird über das Leben der Kinder dort erzählt, aber die Geschichte konnte mich nicht ganz so sehr berühren wie ich das zunächst gedacht hatte. Das Buch wechselt kapitelweise zwischen der Gegenwart und 1969, die Zeit in der Kinderkur, der Strang in der Vergangenheit hat mir dabei besser gefallen als die Gegenwart. In dieser geht es um Susannes Mutter, die in einem Pflegeheim ihre letzten Tage verbringt. Die Schwestern und das Leben im Heim wurden hier etwas klischeehaft beschrieben wie ich finde und teilweise ist mir dieser Erzählstrang auch zu zäh gewesen. Mit der kleinen Susi dagegen konnte ich wirklich mitfühlen und es war wirklich schockierend was die Kinder damals alles erleben mussten und es war teilweise wirklich hart weiterzulesen.
Das Thema des Buches macht auf jeden Fall nachdenklich und ich finde auch sehr wichtig, dass über das Leid der Verschickungskinder berichtet wird und diese Schicksale nicht in Vergessenheit geraten. Das Ende des Buches ist mir fast etwas zu euphorisch gehalten und die anderen Bücher der Autorin fand ich vom Schreibstil her noch berührender als dieses, aber insgesamt auf jeden Fall ein Buch, dass ich alleine schon vom Thema empfehlen kann.
Richtig tolles Romantasy- Hörbuch
Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1 von Kristen Ciccarelli
4.5 Sterne
Ich höre sehr gerne fantasievolle Hörbucher und das Thema Hexenjagd konnte mich sofort packen. Die Geschichte ist auch wirklich wunderschön geschrieben worden und ich hatte sehr viel Spaß damit!
Inhaltlich geht es darum, dass seit Hexen von der gefürchteten Blutwache gejagt werden, Rune ein gefährliches Doppelleben führt.
Tagsüber spielt sie ein Mitglied der gesellschaftlichen Elite, nachts bringt sie unter dem Decknamen „Roter Nachtfalter“ Hexen in Sicherheit – und muss ihre eigene Magie verbergen. Um an Informationen zu kommen, beginnt Rune, den berüchtigten Hexenjäger Gideon Sharpe um den Finger zu wickeln. Als Gideon sich auf das knisternde Spiel einlässt, ahnt Rune noch nicht, dass er sie längst durchschaut hat.
Der Schreibstil war sehr locker und einfach daher kam ich sehr gut in die Geschichte rein und das Hörbuch hat mich die ganze Zeit fesseln und in seinen Bann ziehen können. Rune ist eine starke Protagonistin, die für die Frauen kämpft die als Hexe verurteilt werden sollen und die sogar bereit ist eine sehr gewagte Mission zu führen. Ich fand sie von Beginn an sympathisch und habe mit ihr mitgefiebert. Mit Gideon dagegen musste ich erst mal richtig warm werden aber je mehr man über ihn kennen lernt desto mehr mochte ich ihn. Zum Schluss wird die Spannung nochmal richtig angezogen und ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe.
Das Hörbuch wird abwechselnd aus Sicht von Rune und Gideo erzählt und deshalb war es eine sehr gute Idee dass das Hörbuch auch von einer weiblichen Sprecherin und einem männlichen Specher gelesen wird. So wusste ich immer aus welcher Sicht erzählt wird und beide Stimmen waren angenehm zu hören.
Fazit: Eine wirklich tolle Romantasy- Geschichte die ich empfehlen kann!
Sommerlich- leichter Liebesroman
Noch immer Zeit zu lieben von Heike Abidi
4.5 Sterne
Ich kenne schon einige Bücher der Autorin und jedes mal kann sie mich wieder begeistern und mit ihren Geschichten in den Bann ziehen. Deshalb war ich auch diesmal sehr gespannt und habe mich nach Schweden und Stockholm entführen lassen. Ich hatte ein paar tolle Lesestunden mit der Geschichte und hatte das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen.
Diesmal geht es um Isabel, Ende 40, hat die letzten Jahre ihre Mutter gepflegt und steht nun nach deren Tod vor einem Neuanfang. Sie will endlich wieder als Fotografin voll durchstarten. Ihr erster großer Auftrag führt sie ausgerechnet nach Stockholm, dabei hatte sie sich geschworen, nie wieder schwedischen Boden zu betreten. Der Verlust ihres Verlobten Oscar, der vor 25 Jahren bei einer dummen Wette ertrank, schmerzt noch zu sehr. Doch das lukrative Projekt in einem schicken Stockholmer Hotel kann sie nicht ablehnen. Die malerische Gamla Stan und die sommerliche Idylle der Schären verzaubern sie sofort wieder. Dass sie sich dort ausgerechnet in Hotelchef Lennart verliebt, war so nicht geplant. Isabels Gefühle für ihn sind stärker als ihr Widerstand. Doch dann erfährt sie etwas über ihn, was alles ändert und ihr neues Glück aufs Spiel stellt.
Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen, der der Schreibstil ist sehr leicht und gut zu lesen und passt daher sehr zu dieser sommerlichen Liebesgeschichte. Bildhaft und lebendig schafft es Heike Abidi Schweden und vorallem Stockholm zu beschreiben und man bekommt in diesem Buch auch den ein- oder anderen Geheimtipp was Ausflugsziele betrifft! Jedenfalls hat die Geschichte es geschafft, dass ich gerne einmal selbst dorthinreisen und alles erleben möchte. Auch kulinarisch geht es in diesem Buch sehr lecker zu und oft ist mir regelrecht das Wasser im Mund zusammen gelaufen!
Isabel ist eine sympathische Protagoistin, mit der ich von Anfang an sehr schnell warm geworden bin, aber auch Lennard ist ein toller Charakter und beide gemeisam versprühen viel Spaß und Humor! Die Geschichte liest sich sehr locker und flussig, das ein- oder andere konnte ich in der Handlung vorhersehen aber dafür hat mich der Schluss wirklich nochmal mithibbeln lassen und war eine Überraschung! Sehr gerne gebe ich diesem tollen Buch eine Leseempfehlung.
Beeindruckend geschrieben
Wie Blätter im Sturm von Anja Lehmann
Ich lese generell sehr gerne historische Romane über die Zeit des zweiten Weltkrie§s, aber dieser historische Roman konnte mich doch sehr überraschen und in seinen Bann ziehen. Die Geschichte geht ganz auf die individuellen Charakterzüge der verschiedenen Personen ein und zeigt nicht nur sympathische Personen, sondern sehr authentisch auch solche, die von einem Mensch zum Monster gemacht wurden.
Inhaltlich geht es um Viktor, einen jungen Mann aus Wien, dieser besucht eine Erziehungsanstalt in Deutschland. Weit weg von der Heimat erlebt er Schreckliches. Doch gleichzeitig verspricht die Karriere bei der Waffen-§§ genau das zu sein, was ihn seine „Verfehlungen“ vergessen lassen kann. Als er nach Wien zurückkommt, möchte er seine Jugendfreundin Alina heiraten. Doch die birgt ein Geheimnis, von dem Viktor auf keinen Fall erfahren darf. Die Spionin Katharina hingegen geht über Leichen, um der deutschen Abwehr von London aus brisante Informationen zu liefern. Frank, ein Wehrmachtsoldat und Claire, eine stolze Französin, lernen sich unter unglücklichen Umständen kennen. Eigentlich sind sie Feinde in dem irrsinnigen Krie§sgeschehen, doch mit der Zeit schaffen sie es, die unsichtbare Grenze, die man zwischen ihnen aufgebaut hat, zu überwinden und sich besser kennenzulernen. Weder die anderen S0ldaten, noch Claires Familie darf von der zarten Liebe erfahren, die sich langsam zwischen den beiden entwickelt.
Der Schreibstil war von Beginn an sehr mitreißend und sehr leicht zu lesen, daher sind die über 500 Seiten auch nur so dahin geflogen und ich hatte die Geschichte in wenigen Tagen gelesen. Die Autorin versteht es die Personen und Orte der damaligen Zeit wieder lebendig werden zu lassen und auch die unterschiedlichen Gedanken. Der Roman erzählt immer wieder von großer Liebe und Hoffnung in einer so dunklen Zeit, lässt aber auch die Gräueltaten und die schrecklichen Momente und Orte nicht aus. Die Kapitel sind immer wechselnd aus Sicht von Viktor, Katharina, Claire, Frank und Alina geschrieben, manchmal kommen auch mal Nebencharaktere zu Wort. Dies hat die Geschichte sehr abwechslungsreich und spannend gemacht. Ich kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen, da es nicht nur von mutigen und empathischen Menschen erzählt, sondern auch von Schicksalsschlägen, Hoffnungslosigkeit und was sich daraus in einer so dunklen Zeit alles erwachsen kann. Diese Ehrlichkeit habe ich bei diesem Buch sehr geschätzt, ebenso wie die ausgezeichnete Recherchearbeit der Autorin. Man hat ihr in jedem Kapitel das Herzblut abgemerkt und ich kann den Roman nur weiterempfehlen. Ein echter Geheimtipp!
Familiengeschichte zwischen Italien und Hamburg
Zypressensommer von Teresa Simon
Ich höre sehr gerne historische Romane, die mich in andere Zeiten und Orte führen und dieses Hörbuch hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe schon viele Bücher und Hörbücher zur Zeit des zweiten Weltkriegs gehört und gelesen, aber über Italien in dieser Zeit wusste ich noch recht wenig. Sehr gefesselt habe ich deshalb dieser berührenden Familiengeschichte gelauscht, die zwischen Italien und Hamburg spielt und auf zwei Zeitebenen spielt.
Inhaltlich reist die Hamburger Goldschmiedin Julia Matthiesen mit Ende zwanzig zum ersten Mal in das malerische Dorf Lucignano und ist überwältigt vom Zauber der Landschaft. Ihr kürzlich verstorbener nonno stammt von hier, seine Familie hat seit jeher Oliven angebaut, doch er ist nie in seine Heimat zurückgekehrt und hat darüber geschwiegen, was hier vorgefallen ist. Julia begibt sich auf die Spuren ihres Großvaters, unterstützt von dem attraktiven Italiener Matteo Conti. Bei ihrer gemeinsamen Suche wird ihnen von einer Frau erzählt, die die «Schwarze Eule» genannt wurde. Die Geschichte führt in die 1940er-Jahre, in die Zeit der «Resistenza», als italienische Partisanen sich in den Bergen versteckten und gegen die Faschisten kämpften; sie führt zu zwei Brüdern, den Olivenbauern Vito und Gianni, und zu einer tragischen Liebesgeschichte.
Der Schreibstil des Buches ist sehr leicht verständlich und bildhaft deshalb hatte ich keine Probleme der Geschichte zu folgen. Die Toskana wird einerseits wunderschön beschrieben mit leckerem Essen, schön gewachsenen Zypressen und kleinen Dörfern, aber in der Vergangenheit wird auch vom Schrecken der Besetzter und der Zeit der Resistenza berichtet und ich konnte ganz in die Vergangenheit eintauchen. Mich hat vorallem der Strang in der Vergangenheit sehr bewegt, der im Wechsel von Gianni der als Kriegsgefangener in Hamburg arbeitet und der "schwarzen Eule" erzählt, die für die Resistanza kämpft. Hier konnte ich mitfiebern und war sehr gefesselt und bewegt von der Geschichte. Der Erzählstrang rund um Julia konnte mich ebenfalls gut unterhalten, aber hier war mir einiges zu vorhersehbar und am Ende ließ sich auch vieles zu einfach lösen. Ausserdem hatte dieser Erzählstrang die ein- oder andere kleine Länge. Die Geschichte an sich konnte mich jedoch überzeugen und vorallem die Geschichte in der Vergangenheit lässt einen berührt zurück.
Die Sprecherin des Hörbuchs hatte eine sehr angenehme Stimme, die zum Roman gepasst hat und sowieso zu meinen Lieblingssprecherinnen im historischen Genre zählt. Sie liest sehr lebendig und schön und ich war wieder begeistert.
Fazit: Gerne empfehle ich das Hörbuch weiter, vorallem auch an Hörer, die sich für die Zeit der Resistenza in Italien interessieren.
Sehr berührende Geschichte rund um den Kindersuchdienst des DRK
Der Kindersuchdienst von Antonia Blum
Ich liebe historische Romane von denen ich noch etwas lernen kann und vom Kindersuchdienst hatte ich vorher noch nicht so viel gehört. Ich war deshalb sofort Feuer und Flamme als ich von diesem tollen Klappentext erfahren habe. Das Thema hat mich wirklich berühren können und ich habe ein paar tolle Stunden mit dem Buch verbracht!
Inhaltlich begleiten wir im Hamburg des Jahres 1955 die schüchterne Annegret und die vornehme Charlotte.
Die beiden arbeiten Seite an Seite beim Kindersuchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Doch als ein Geheimnis aus Charlottes Vergangenheit ans Licht kommt, droht ihre Freundschaft zu zerbrechen. Dabei braucht Charlotte gerade jetzt Annegrets Hilfe, um die Eltern der kleinen Monika zu finden, die als Säugling auf einem Bauernhof ausgesetzt wurde. Als dann auch noch der Kindersuchdienst vor dem Aus steht, liegt das Schicksal Tausender Waisen plötzlich in Annegrets und Charlottes Händen. Nicht nur ihr Chef steht ihnen dabei im Weg, sondern auch der gut aussehende Hauptkommissar Hartmann von der Kriminalpolizei. Dabei verbindet ihn und die beiden Frauen dasselbe Ziel: die verlorenen Kinder wieder zu ihren verzweifelten Familien zu bringen.
Der Schreibstil war sehr locker und gut zu lesen und konnte mich schnell in seinen Bann ziehen. Kapitelweise wechselnd ist das Buch aus Sicht von Annegret und Charlotte geschrieben, wobei ich Annegret noch eine Spur sympathischer fand und noch etwas mehr mit ihr mitgefiebert habe. Annegret hat es sehr schwer, denn da sie alleinerziehend ist findet sie keine Anstellung und nur durch die Notlüge ledig zu sein bekommt sie überhaupt den Job beim Suchdienst des DRK. Zudem hat sie eine Art Lese- und Rechtschreibschwäche die ihr sehr hinderlich ist und ihr Vorgesetzter versucht alles sie schnell loszuwerden. Sie steht also sehr unter Druck alles richtig zu machen und ist dennoch eine sehr tolle, freundliche und kompetente Mitarbeiterin. Charlotte stattdessen hat bisher immer alles in den Schoß gelegt bekommen vom reichen Elternhaus und erfährt im Kindersuchdienst erstmals was harte Arbeit bedeutet aber auch wie schön es sein kann einem Kind und seinen Eltern zu helfen und diese zusammenzuführen. Das Buch und das Thema konnten mich sehr bewegen und ich fiebere deshalb schon jetzt auf den zweiten Band der Reihe und kann es kaum erwarten ihn zu lesen. Die Autorin schafft es einfach wunderbar einen mit in eine Zeit zu nehmen in denen viele Kinder und Eltern sich aus den Augen verloren hatten und die dennoch auch schon von ein wenig Aufschwung erzählt. Ein wahrhaft großartiges Buch, das mich überraschen konnte und mir sehr gefallen hat. Unbedingte 5 Sterne und eine Leseempfehlung von mir.
Eine Lieblingsreihe von uns!
Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff von Michael Peinkofer
Mein Sohn und ich lesen sehr gerne Bücher gemeinsam und wenn es um fiktive Geschichten geht, ist Holly Holmes bei uns ganz weit vorne mit dabei! Wir kennen bereits den ersten Teil der Reihe und haben ihn geliebt und dieser hier steht dem ersten Band in nichts nach, im Gegenteil hat er uns sogar noch einen Tick besser gefallen!
Diesmal sind Holly Holmes, Dr.
Watson und ihre Freunde auf der Suche nach einem echten Hauptquartier. Doch bevor sie eins gefunden haben, wartet schon das nächste Rätsel auf sie: Ein geisterhaftes Piratenschiff ist vor der Küste des zauberhaften Städchens Marville aufgetaucht. Das müssen sich die Detektive genauer anschauen! Und so stoßen sie nicht nur auf einen echten Piraten, sondern auch auf einen Fluch, der bereits 400 Jahre darauf wartet, gebrochen zu werden. Ob das magische Detektivbüro auch diesen Fall lösen kann?
Wir lieben den Schreibstil von Michael Peinkofer und auch hier hat er wieder sein ganzes Können gezeigt und jede Menge Magie ausgeschüttet! Es ist so schön locker und leicht zu lesen und dennoch unglaublich bildhaft und lebendig wie das Städchen Marville und seine Einwohner beschrieben werden. Es gibt so viel zu entdecken und jede Menge Magie und Abenteuer! Diesmal geht es um ein geisterhaftes Piratenschiff und eine alte Seemannslegende die die Kinder vor Rätsel stellt. Wir haben wieder sehr mitgefiebert und mitgerätselt wie der Fall ausgeht und besonders gut gefallen hat uns, dass Menschen nicht immer so sind, wie sie auf den ersten Blick vielleicht scheinen. Der Fall war wieder sehr spannend und auch hier und da etwas gruselig, aber immer kindgerecht und sehr fantasyvoll erzählt- eben der perfekte Mix für uns!
Fazit: Wir lieben diese Reihe, wir lieben Holly und Dr. Watson, wir lieben das Städchen Marville und wir lieben die tollen Abenteuer! Wir können es kaum erwarten einen dritten Teil in die Hände zu bekommen und empfehlen das Buch natürlich 100% weiter!
Emotionale Geschichte in einem sehr lockeren Schreibstil
Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung von Beate Maly
4.5 Sterne
Ich lese immer wieder gerne historische Romane die mich in eine andere Zeit versetzten. Da ich gerade selbst ein Studium der Pädagogik absolviere, war diese Geschichte für mich Pflicht. Von der Autorin hatte ich ausserdem schon "Die Frauen von Schönbrunn" gelesen und auch diese Geschichte konnte mich packen.
Die Bücher von Beate Maly spielen meist in Österreich was ich sehr abwechslungsreich finde.
Diesmal geht es um die jüdische Lehrerin Stella, die 1946 in ihre zerstörte Heimat Wien zurückkehrt. Sie findet über eine Freundin eine Anstellung am Lindengymnasium, einer sehr renommierten Schule, doch mit ihrer fortschrittlichen Art der Pädagogik eckt sie dort bei einigen Kollegen sehr an. Sie ermutigt sie die Kinder über sich hinauszuwachsen, über erlebte Traumata zu sprechen und verabscheut Gewalt jeglicher Art. Doch kann sie sich in der immer noch männerdominierten Schule mit diesen Methoden beweisen und für ihre Klasse kämpfen? Und kann sie sich trotz ihres eigenen Traumas auf den liebenswürdigen Tischler Leopold einlassen?
Gerade wenn man den Kopf manchmal etwas voller hat und dennoch historisch gut recherchierte Bücher lesen möchte, kann ich Beate Maly nur empfehlen. Denn ihr Schreibstil ist so locker und leicht, dass man sich sofort in die Geschichte hineinfallen lassen kann und ganz nebenbei und in wenigen Worten lässt sie das Wien, welches damals in Trümmern lag wieder auferstehen. Bildhaft beschreibt sie die kargen Wohngebäude, die kümmerlichen Essensrationen und die größtenteils geleerten Bibliotheken. Auch die verschiedenen Erziehungsstile werden sehr lebendig und teils sehr emotional beschrieben und die kämpferische Stella, die sich immer gegen Gewalt wehrt, wächst einem sehr schnell ans Herz. Die Autorin gibt einen guten Überblick wie es war als Jüdin in dieser Zeit wieder in die Heimat zurückzukehren und gegen welche Wiederstände man immer noch kämpfen musste. Die Geschichte erzählt aber ebenso vom Schwarzmarkt, von Heimkehrern und wie schwer es für Mädchen im Unterschied zu den Jungen war auf dem Gymnasium zu bestehen.
Ab und zu fand ich Stella fast ein wenig zu perfekt, aber andererseits kann ich mir vorstellen, dass man sich zu dieser Zeit immer wieder gerade gegen männliche Kollegen wehren musste. Auch manche Themen wurden eher oberflächlich behandelt und hätten noch etwas mehr in die Tiefe gehen dürfen, aber andererseits wurde ich von diesem Buch so mitgerissen, dass ich der Geschichte dennoch die 5 Sterne geben möchte. Ich finde es eine perfekte Lektüre für Menschen, die den Kopf voll haben und dennoch in eine andere Zeit eintauchen möchten. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und kann diesen kaum erwarten!
Fazit: Packende Geschichte, ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil!
Leider zu verworren und langatmig
Die Engel von Alperton von Janice Hallett
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich schnell fasziniert, denn ich lese sehr gerne Krimis und True Crime und das Buch hat sich richtig spannend angehört! Leider konnte das Buch für mich aber nicht ganz halten was es versprochen hat.
Inhaltlich geht es um die True-Crime-Autorin Amanda Bailey, die alles über den berüchtigten Fall der Engel von Alperton weiß.
Zahlreiche Bücher und Verfilmungen berichteten von der fanatischen Sekte, seit ihre Mitglieder vor achtzehn Jahren versuchten, ein Baby zu opfern, das sie für den Antichrist hielten. Mittlerweile scheint daher alles erzählt zu sein – doch nun ist das "Alperton-Baby" volljährig und könnte endlich interviewt werden. Amanda wittert ihre Chance auf einen echten Coup. Doch während sie immer tiefer in die Recherchen eintaucht, wird klar, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint. Und dass die Geschichte der Engel von Alperton noch lange nicht vorbei ist.
Ich bin war anfangs überraschte von dem Schreibstil, denn das Buch ist kein Fließtext, sondern setzt sich aus WhatsApp- Nachrichten, E-Mails und Protokollen zusammen. Zunächst fand ich das abwechslungsreich und mal was anderes und habe die Geschichte deshalb auch mit Interesse verfolgt. Leider wurde die Geschichte aber auch bald etwas zäh und langatmig zu lesen, da immer wieder unwichtige Nachrichten dazwischen plaziert wurden und sich anderes immer wieder wiederholt hat. Auch mit den vielen Namen wurde es immer anstrengender sich zu merken wer nun wer ist.
Die Protagonistin ist zwar sehr ehrgeizig, war mir aber unsympathisch, da sie mehrmals gezielt lügt und manipuliert um ihr Ziel zu erreichen. Ihr Kollege Oliver ist auch nicht viel sympathischer, und driftet ab der Mitte ungefähr sehr in abstruse Geschichten ab.
Das Thema des Buches kann faszinieren aber je weiter man liest, desto häufer wiederholen sich Passagen und machen das Lesen anstrengend. Hier hätte deutlich gekürzt werden dürfen.
Auch das Ende konnte mich nicht ganz zufrieden stellen, da es durch die vielen Personen verworren wirkt und es zu viele Zufälle gibt und es sich deshalb konstruiert angefühlt hat. Natürlich ist dies nur eine persönliche Meinung und anderen Lesern kann die Geschichte dennoch deutlich besser gefallen, ich kann aber leider nur 3 Sterne geben.











