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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Thaliomee:

Intergalaktischer Reiseführer

Ab ins All! von Anne-Dorette Ziems

Die Autorin Anne-Dorette Ziems hat einen Master in Physik und arbeitet nach einem Voluntariat beim MDR nun als Wissenschaftsjournalistin. Ein vielleicht relativ neues Genre, das Fakten verständlich und teilweise humorvoll verpackt.
Anne-Dorette Ziems möchte die Angst vor der Physik nehmen und Menschen begeistern.

Dies merkt man schon an der Aufmachung des Buches, das Cover ist gestaltet wie die Ankündigung einer Comic-Serie, im inneren finden sich zahlreiche Abbildungen, wobei die Planeten alle Augen und Mund im Manga-Stil haben. Das hat mich am Anfang ein wenig irritiert, denn inhaltlich wirkt alles solide recherchiert und gut durchdacht. Diese XO-Planets stammen von Yalini Sivalingam, einer Comiczeichnerin, die sich ebenfalls gut im Bereich Wissenschaftskommunikation auskennt. So passt alles hervorragend zusammen, denn die Autorin schafft es mit einem Augenzwinkern Probleme und Möglichkeiten aufzuzeigen. Die Frage ist dabei: Wie und wo finden wir einen neuen Planeten? Eine Antwort ist dabei ziemlich sicher, dass die neue Erde ziemlich weit weg sein wird. Die Frage, was wir einpacken müssen, wenn wir dort hinfliegen ist also gar nicht so trivial. Natürlich muss Wasser und Treibstoff im Gepäck sein, beides wird aber doch schnell sehr schwer. Auf dem Planeten angekommen werden wir mit großer Wahrscheinlich keine optimale Atmosphäre vorfinden. Da kommt Terraforming ins Spiel.


Dieses Buch ist sehr unterhaltsam und gut zu lesen. Es ist ausdrücklich für Laien, man muss nicht Astrophysik studiert haben um es zu verstehen. Aber natürlich gibt es auch für Nerds noch einiges zu entdecken.

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Mehr als Dinosaurier

Steine und Gebeine von Rob Wilshaw

Dieses Buch für Kinder ab 8 Jahren ist eher als Vorlesebuch, als zum Selbstlesen geeignet (allein schon wegen der Schreibweise des kleinen a und der recht kleinen Schrift). Das macht aber überhaupt nichts, denn auch Erwachsene werden hier garantiert noch etwas lernen. Nach einer kurzen Einführung, in der erklärt wird, was Fossilien sind wer heute als Pionierin der Forschung gilt (nämlich Mary Anning) geht es los mit einer Übersicht der geologischen Perioden.

Diese werden dann nach und nach vorgestellt: Wie sah die Erde aus und wer hat auf ihr gelebt? Einzelne Tiere werden vorgestellt und näher betrachtet.
Das ganze Buch ist mit tollen Zeichnungen bebildert und in kurze Textabschnitte gegliedert. Dadurch macht das Lesen und Betrachten Spaß, auch wenn die Themen es durchaus in sich haben. Man kann sehr viel Neues lernen, aber auch gemütlich durchblättern und Bekanntes entdecken.

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Die feministische Serienkillerin

Du kennst sie von Meagan Jennett

Sophie arbeitet in einer Bar, sie hat es sogar ziemlich weit gebracht und könnte mit ihrer Position durchaus zufrieden sein. Aber als Frau erlebt sie beinahe täglich, wie Männer sich ihr gegenüber herablassend verhalten, angefangen dabei sie "Schätzchen" zu nennen, bis hin zu übergriffen.

Sophie hat das alles erlebt, bei sich selbst oder ihren Kolleginnen. Köche, die den Weg versperren, damit sie sich an ihnen vorbeizwängen muss, sexistische Sprüche von völlig unbekannten Männern, Rufe und Blicke. Den ersten Mord konnte ich deshalb fast nachvollziehen. Ein reicher Mann, der denkt er könne sich alles erlauben. Sophie wehrt sich und Sophie bringt ihn um. Danach folgen weitere, die es mehr oder weniger verdient haben. Die ganze Geschichte erinnert sehr vage an Aileen Wuornos, passiert aber in einem Umfeld, das wir alle kennen. Sei es die Bar oder das Volksfest oder einfach der Gang durch die Stadt.
Neben Sophie lernen wir auch die junge Polizistin Nora kennen. Natürlich passiert es auch ihr, dass Zeugen lieber mit ihrem männlichen Kollegen reden als mit ihr. Trotz guter Qualifikation wird ihr wenig zugetraut. Immer mehr baut sich eine Sympathie auf und die Geschichte verdichtet sich.

Ein spannendes, gut geschriebenes Buch über Serienkiller aus feministischer Sicht.

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Vermischung von Realität und Fiktion

Lupus von Tibor Rode

Das Cover verrät schon, dass es hier um den großen, bösen Wolf geht. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn mit normalen Wölfen hält sich der Autor nicht lange auf. Jenny ist Wolfsbeauftragte und vermisst eines Tages ihren Vater. Sein Auto wird gefunden, Graffiti am Hochsitz und sogar eine Leiche.

Aber mit jedem Fund treten neue Fragen auf, denn Jennys Vater ist nicht ihr Vater und damit liegt auch ihre Geschichte im Dunkeln. Zwischen dem ermittelnden Staatsanwalt Frederik und ihr beginnt es zu knistern, während der Fall immer weitere Kreise zieht. Ein Unternehmen, dass Schutzzäune für Weidetiere baut sichtet ein Tier, dass die KI sofort als Schattenwolf aus der Serie Game of Thrones erkennt. Jennys Vater scheint eine geheime Vergangenheit zu haben, die nach und nach beleuchtet wird. Lange ist nicht klar, was real und was Phantasie ist.
Das Buch ist spannend, man findet mit jedem Kapitel neue Details heraus und möchte unbedingt wissen wie es weiter geht. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Einziger Kritikpunkt ist Jennys Job als Wolfsbeauftragte des Landkreises. Das ist leider sehr schlecht ausgearbeitet, fast jeder Charakter weiß mehr über Wölfe als Jenny. Sie ist zwar Jägerin und Tierärztin, scheint mit Wölfen aber nicht viel am Hut zu haben. An vielen Stellen hat das auf mich sehr gezwungen gewirkt, als ob man diese Position wegen des Plots unbedingt einbauen musste.

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