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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ryria:

Das Leben der Samen

Als wir im Schnee Blumen pflückten von Tina Harnesk

Als wir im Schnee Blumen pflückten war anders als ich erwartet habe, aber dennoch auf eine ganz eigene Art und Weise berührend und interessant.
Während Máriddja und Biera als altes samisches Ehepaar am Ende ihres Lebens stehen, beginnen Kaj und Mimmi gerade erst ihr gemeinsames Leben in ihrem neuen Haus.

Beiden Paaren folgt das Buch und berichtet aus ihrem Alltag und ihrer Vergangenheit.

Kurze Kapitel sorgen hierbei für einen guten Lesefluss, der jedoch auch einfache Pausen ermöglicht. Statt einer durchgängig spannenden Handlung erhält man hier viel mehr kurze Lebensausschnitte und Kuriositäten. Hier hatte ich durch den Klappentext eher eine Art abenteuerliche Suche erwartet, jedoch fand ich auch diesen hier verwendeten Stil schnell angenehm zu lesen.
Der Nachteil war jedoch, dass so auch nicht groß Spannung aufkommt, daher würde ich den Roman eher für gemütliche Lesestunden empfehlen.

Hierbei erfährt man viel über die Kultur, Lebensweisen und Traditionen der Samen, allerdings ohne Erklärungen im Text. Das Leben wird hier beschrieben, als wenn dies die selbstverständliche Normalität wäre. Dies hat bei mir öfters dazu geführt, dass ich Textstellen nicht gut verstanden habe und mich gefragt habe, was gerade genau passiert ist. Ein Glossar mit den ganzen Begriffen hätte ich sinnvoll gefunden, dies war leider nicht vorhanden. Generell fand ich es aber schön, so in dieses fremde Leben eintauchen zu können.

Auch die Charaktere waren mir sympathisch, sie alle hatten ihre witzigen Eigenarten, die immer wieder zu lustigen Situationen geführt haben. Besonders Máriddja mit ihrer Liebe zu Ziegen hat sich damit schnell in mein Herz gestohlen - nicht zu vergessen ihre einzigartigen Gespräche mit der "Telefonistin" Sire!
Dabei bleiben die ruhigen, ernsten und traurigeren Momente jedoch auch nicht auf der Strecke. Insgesamt ein gelungener Mix, der jedoch zwischendurch auch kleine Längen aufweist und schwierig zu verstehende Beschreibungen verwendet.

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Abwechslungsreiche Spiele auf Leben und Tod

The Games Gods Play - Schattenverführt von Abigail Owen

Die Kombination aus modernen griechischen Göttern, spannenden und kreativen "Spielen" und einer Liebesgeschichte zwischen zwei sehr sarkastischen Personen hat schnell dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.
Die Kapitellänge ist optimal, der Schreibstil sehr angenehm zu lesen.

Ich mochte es besonders, dass sich zwischen den Spielen meistens etwas Zeit genommen wird, um die Beziehungen zwischen den verschiedenen Haupt- und Nebencharakteren weiterzuentwickeln - aber auch nicht so viel, dass es langweilig wird und man sich dringend das nächste Spiel herbeisehnt.
Diese Spiele selbst haben mir gut gefallen, sie waren doch alle recht unterschiedlich und voller spannender Ideen, ich konnte gut mitfiebern und mitüberlegen, wie man die Aufgaben lösen könnte.
Gewünscht hätte ich mir jedoch gerade auf den ersten 200-300 Seiten eine Übersicht der teilnehmenden Götter und ihrer Champions, ich musste doch mehrmals zurückblättern, um zu schauen, wer nochmal Person X war. Im Laufe der Spiele lernt man dann jedoch alle besser kennen und ich mochte es, eine große Menge an Charakteren zu haben und mir meine ganz persönlichen Favoriten hier auszusuchen.
Auch die Hauptpersonen Lyra und Hades habe ich recht schnell ins Herz geschlossen, ich mochte ihre Dialoge und Lyras Art, Hades zu ärgern und zu seinem weichen Kern vorzudringen.
Insgesamt ein echt spannendes und unterhaltsames Buch, auch wenn ich ein wenig Vorwissen über griechische Götter empfehlen würde, um den Überblick zu behalten und vieles ein bisschen besser zu verstehen.

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Magie in der heutigen Zeit

WITCH - Das Herz der Freundschaft von Disney

Die Original-Serie war damals ein großer Teil meiner Kindheit, daher war ich sehr auf diese Neuerzählung gespannt.
Zunächst zu den Zeichnungen: Der Zeichenstil ist im ersten Moment etwas ungewohnt, aber hat mich dann doch schnell begeistern können. Sehr gelungene Kolorierung, detailreiche Hintergründe und eine moderne Gestaltung.

Man merkt, dass die Geschichte an die heutige Zeit angepasst wurde, was ich aber durchaus als positiv empfand, so fällt es heutigen Jugendlichen leichter, sich mit den Hexen zu identifizieren. Smartphones werden zur Kommunikation und als Hilfsmittel benutzt, Videocalls ans andere Ende der Welt, die große Schwester startet einen Live-Stream. Hierbei hätte ich es jedoch noch besser gefunden, wenn wenigstens kurz auf eventuelle Probleme hingewiesen würde, so fand Cornelia es zwar nervig, dass sie gegen ihren Willen in den Stream integriert wurde, aber dass die Schwester ungerührt ihre Schule dem Internet preisgibt, fand ich bedenklich.
Positiv hingegen erschienen mir die kleinen Änderungen im Charakterdesign, es wirkt alles ein wenig mehr divers, ohne es jedoch anzusprechen oder aufdringlich zu wirken. So werden den Lesern auf gutem Wege wichtige Werte vermittelt und mehr Möglichkeiten zur Identifizierung geliefert.

Zur Geschichte: Es gibt einige kleine und größere Änderung im Vergleich zum Original, aber das war ja auch irgendwie zu erwarten. Manches erschien mir davon durchaus passend, anderes hat mich die Stirn runzeln lassen. Grundlegende Charaktereigenschaften hätte ich jetzt eher nicht geändert, so blieb mir Taranee hier recht fremd und Elyons Handeln konnte ich teilweise so gar nicht nachvollziehen.
Auch das Pacing war doch etwas seltsam: Manche Szenen sind im Kontext eher unwichtig, aber ziehen sich über viele Seiten, während Kernpunkte der Handlung schnell abgearbeitet werden und man sich fragt, was gerade überhaupt passiert ist.
Ich hoffe auf einen Folgeband, dann kann man dies hier durchaus als nette Einleitung bewerten. Für einen Einzelband wirkt die Geschichte doch ein wenig zu offen für mich und ich kann mir vorstellen, dass man ohne Vorkenntnisse etwas verwirrt ist.

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Vier Leben, vier Tode und die Hoffnung am Ende

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly

Ich wusste nicht, dass ich dieses Buch gebraucht habe, bis ich es gelesen habe. Eine wunderbare Geschichte über den Kampf zurück ins Leben nach Verlust und die ungewöhnlichen Freunde, die wir manchmal auf diesem Weg finden.
Asher hat seine Mutter in einem Autounfall verloren und lernt zufällig in einer Trauergruppe die gleichaltrigen Leidensgenossen Sloane und Will sowie den alten Henry kennen.

Zusammen brechen sie zu einem Roadtrip auf, der sowohl sie als auch den Leser tief berühren wird.

Die Figuren wirken hierbei zutiefst authentisch, sie verhalten sich wie der Titel schon vermuten lässt so ziemlich gar nicht normal und dadurch sind sie doch total sympathisch. Man kann ohne Probleme mit ihnen mitfühlen und während ihrer Reise wachsen sie einem leicht ans Herz. Der Schreibstil unterstützt dies noch, er ist sehr leicht zu lesen und enthält sowohl lustige Stellen und Wortwitze als auch Passagen, die zum Nachdenken anregen und ein klein bisschen Weisheit vermitteln. Manchmal dachte ich, die Wiederholungen bestimmter Sätze und Gedanken wäre doch etwas zu viel, aber dann ist mir klar geworden, dass wir uns im Kopf von Asher befinden und es nur so richtig wäre, eben weil ihn bestimmte Sachen auch nicht loslassen.

Ich denke, manche Szenen der Handlung werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ohne große Dramatik und nur mit kleinen Alltagssituationen werden hier super Gefühle vermittelt. Daher schließe ich mit einem Zitat des Buches: "Auf dem Weg verliebte ich mich in ein Auto voller Fremder - und die Hälfte von ihnen war tot" - oder wie hier, alle von ihnen waren fiktiv und doch so real.

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Mordermittlung auf britische Art

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister von Robert Thorogood

Für mich war dies der erste gelesene Band der Reihe, aber der Einstieg ist gut gelungen, man lernt schnell und ohne Probleme die relevanten Charaktere und ein paar Hintergründe kennen.
Als der Bürgermeister stirbt, beschließen Mrs. Potts und ihre zwei Freundinnen kurzerhand, selbst bei den Ermittlungen mitzumischen und werden diesmal sogar offiziell von der Polizei als Beraterinnen eingesetzt.

Dies hindert sie jedoch nicht daran, die eine oder andere Regel zu brechen, auf herrlich unkonventionelle Art und ohne Rücksicht auf Verluste. Das Ergebnis sind so einige unterhaltsame und lustige Momente, generell kann der Krimi besonders mit seinem (britischen) Humor punkten.

Auch über das Privatleben der Damen und ihre kleinen und großen Probleme erfährt man so einiges, teilweise hatte ich sogar das Gefühl, der Mordfall ist die eigentliche Nebenhandlung und das "Drumherum" der Hauptteil. An manchen Stellen hat mir dies gut gefallen, an anderen hätte ich mir mehr Fokus auf den Fall gewünscht. So gab es einige Details, die für mich nicht ganz rund waren am Ende, auch wenn mir die Auflösung im Grunde zugesagt hat.

Der Schreibstil war sehr angenehm, kurze Kapitel und viele Dialoge fördern ein flüssiges Leseerlebnis. Trotz dem grausigen Mordhintergrund bleibt es gemütlich und stressfrei, für Fans von Cosy Crimes daher ein optimales Buch.

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Abwechslungsreiche und spannende Reise durch das 17. Jahrhundert

Das Lied des Gaukelspielers von Ann-Kathrin Wasle

Auf ungewöhnliche Weise beginnt dieses Buch am Ende der Reise: Eine junge Frau trifft auf den geheimnisvollen Fährmann Balthasar im Jahre 1674, doch wie sind sie beide dort gelandet? Um dies herauszufinden springt die Geschichte zurück ins Jahre 1618 und der Leser erwacht zusammen mit Balthasar ohne Erinnerung in einem zerstörten Dorf.

Die Suche nach Antworten führt uns einmal quer durch Deutschland und auch in das ferne Venedig, wo schon bald die Pest wüten sollte.

Ich fand es hierbei super spannend, dass man als Leser auf seine Reisen quasi mitgenommen wird und sich ebenso die ganze Zeit fragt, was damals passiert ist. Besonders begeistert war ich von den Perspektivenwechseln, immer wieder werden Abschnitte der Geschichte aus der Perspektive der Nebencharaktere erzählt, denen Balthasar begegnet. Passend zu den Personen ändert sich auch immer der Schreibstil ein wenig, sodass viel Abwechslung gegeben ist und einem die anderen Personen noch mehr ans Herz wachsen. Einige davon trifft man auch später wieder, auch wirkt die Geschichte wie ein großes Puzzle, an dem am Ende alle Teile ihren Platz finden.

Die geschichtlichen Hintergründe sowie die Beschreibung der damaligen Welt wirken ausführlich recherchiert und realistisch, man fühlt sich ein wenig wie auf einer spannenden Zeitreise. Zwar passen die magischen Elemente nicht so ganz zu diesem Realismus, jedoch sind sie nicht aufdringlich und fügen sich gut in den Glauben und die Vorstellungen der Menschen damals ein. Die Darstellung der Glaubenskonflikte und moralischen Probleme fand ich ebenfalls gut gelungen, diese haben auch zum Nachdenken angeregt.
Eine wunderbare Reise durch das 17. Jahrhundert mit interessanten Charakteren, die man so schnell nicht vergisst!

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Liebe in der Formel 1

Heart Racing von Katharina Juli

Ich muss gestehen, ich hatte vor diesem Buch absolut keine Ahnung von der Formel 1, daher war dies eine wunderbare Einführung in den Sport. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Liam, einem aufstrebenden Fahrer, sowie Ronja, einer talentierten, aber noch ganz neuen, Renningenieurin erzählt. Zusammen mit ihnen reisen wir um die Welt, jedes Kapitel spielt an einem anderen Rennwochenende und somit an einem neuen Ort.

Ein solcher Erzählstil war mir neu, aber fand die Idee echt spannend. Der einzige Nachteil war, dass größtenteils auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Liam und Ronja nur an diesen Wochenenden stattfindet und zwischendurch quasi auf Eis gelegt ist. Dies wirkte an manchen Stellen ein wenig seltsam, war aber größtenteils in Ordnung.

Wenn man neu in der Formel 1 Thematik ist, aber auch als Fan, erhält man interessante Einblicke hinter die Kulissen des Sports: Hinter dem erfolgreichen Fahrer steht ein riesiges Team, mit ganz unterschiedlichen Aufgaben. Den Sportaspekt des Buches finde ich daher gut umgesetzt, bei der Liebesgeschichte hat es mich gestört, dass teilweise Drama künstlich geschaffen wurde. Anstatt miteinander zu reden sind die Charaktere sturköpfig und in ihren eigenen falschen Vorstellungen gefangen. Schön zu lesende Fortschritte in der Beziehung und Charakterentwicklung sind 50 Seiten später plötzlich wieder vergessen. Im Großen und Ganzen mochte ich die Charaktere, auch die meisten Nebencharaktere, nur dieses Drama war mir ein wenig zu viel.
Insgesamt hat mir die Lektüre aber viel Spaß bereitet und auch mein Interesse an der Formel 1 geweckt. Auf den nächsten Band, in dem ein Nebencharakter die Hauptrolle übernehmen wird, bin ich schon gespannt.

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Unfreiwilliger Familienschatz

The Monet Family – Shine Bright Like a Treasure von Weronika Anna Marczak

Vorweg soll gesagt sein: Dies ist der erste Band einer Trilogie, am Ende bleiben dadurch die meisten Fragen noch offen. Fand ich etwas schade, da ich mir zumindest ein paar Antworten gewünscht hatte, aber so bin ich natürlich nochmal extra motiviert, die Fortsetzung zu lesen.
Falls man sich davon nicht stören lässt, erwartet einen eine spannende Geschichte über die 15jährige Hailie, die ihre bekannte Familie verliert und von ihren ihr fremden 5 Halbbrüdern aufgenommen wird.

Am Anfang braucht man kurz, um die Brüder unterscheiden zu können, jedoch sind sie doch recht unterschiedlich und gut charakterisiert, sodass man sich schnell ein Bild von ihnen bilden kann. Im Verlaufe der Handlung wird dieses dann weiter vertieft oder auch ein wenig auf den Kopf gestellt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, man fliegt durch die Seiten. Teilweise fand ich Hailie jedoch ein wenig nervig, ihre Entscheidungen waren nicht immer nachvollziehbar und manche Aktionen/Gedanken eher unnötig für den Verlauf der Handlung. An manchen Stellen reagiert sie erwachsen, dann jedoch wiederum wie ein noch jüngeres Kind und sehr unvernünftig. Klar, sie ist ein Teenager, aber manchmal empfand ich es als nicht ganz passend.
Positiv wahrgenommen habe ich jedoch hingegen die Entwicklung der Beziehung zu ihren Brüdern. Zwar gab es hier auch einige Stolpersteine und Rückfälle, aber es war schön zu lesen, wie sich die Familie kennenlernt und langsam annähert.
Auch potentiell triggernde Themen werden behandelt, aber wer damit kein Problem hat, kann sich auf eine spannende Lektüre freuen, in der sich die Charaktere auch weiterentwickeln.

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Zwischen Märchen, Realität und Horror

Cascadia von Julia Phillips

Kinder träumen ja gerne mal davon, dass ihre Zukunft wie im Märchen verlaufen wird: Happy End, Freundschaften und die Liebe halten ewig, alle sind glücklich. Cascadia interpretiert das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot neu und zeigt dabei auf, was passiert, wenn man selbst als Erwachsener noch diesem kindlichem Märchenglauben nachhängt.

Ähnlich wie im Märchen treffen zwei Schwestern auf einen Bären, der auf ihre Insel schwimmt und sich anschließend ungewöhnlicherweise weigert weiterzuziehen.
Während die jüngere Schwester Sam ihn so schnell loswerden will und Angst hat, ist die ältere Elena geradezu fasziniert von dem wilden Tier.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sam erzählt, sodass man als Leser eindrucksvoll mitbekommt, wie die Geschehnisse rund um den Bären und ihre schwerkranke Mutter ihrem mentalen Zustand zusetzen. Kombiniert mit den Beschreibungen rund um die Insel und ihrem trostlosen Job baut dies eine eindrucksvolle Atmosphäre auf, die immer mehr Untertöne von Horror annimmt, je weiter die Handlung fortschreitet.

Sam war mir hierbei nicht immer sympathisch, eher im Gegenteil, jedoch war sie ein durchaus interessanter Charakter. Teilweise hat mich ihr Verhalten jedoch doch etwas zu sehr gestört. Hierdurch sind ebenfalls einige Längen in der Erzählung entstanden, ich hatte das Gefühl, die Handlung tritt im Mittelteil etwas auf der Stelle. Insgesamt fand ich die Atmosphäre aber faszinierend und diese Interpretation des Märchens spannend.

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Weisheiten einer besonderen alten Dame

Tee auf Windsor Castle von Claire Parker

Tee auf Windsor Castle ist ein kleines, aber durchaus feines Buch über eine zufällige und doch sehr außergewöhnliche Begegnung. Kate nimmt an einer Führung durch Windsor Castle teil, verläuft sich auf der Suche nach der Toilette und freundet sich mit ihrer Retterin an: Betty, den meisten Menschen als Queen bekannt.

Es folgen viele unterhaltsame Dialoge, in denen diese zwei sehr ungleichen Menschen sich näher kennenlernen und auch voneinander lernen. Immer wieder teilt Betty auch ihre Lebensweisheiten mit Kate und dem Leser. Diese sind zwar nichts, was man nicht schon mal woanders gehört hätte, aber im Kontext doch ganz nett zu lesen.

Der Charme des Buches liegt hauptsächlich darin, dass Kate nicht ahnt, mit wem sie hier nachts noch um die Häuser zieht oder versteckte Liebespläne schmiedet. Betty kann hierdurch auch schön sie selbst sein, was zu einigen spaßigen Situationen führt. Auch Royals sind am Ende des Tages nur Menschen, dies wird hier ganz schön vermittelt.
Insgesamt ein süßes kleines Buch, besonders für Fans der Royals, das man gemütlich bei einer Tasse Tee auslesen kann.

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