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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Superkräfte

Alle Farben meines Lebens von Cecelia Ahern

Alice sieht außer den Menschen die ihr gegenüber stehen auch ihre Aura. Sie sieht die Farben die Gefühle, Gedanken aber auch Krankheiten und Ängste aufzeigen. Als Kind wird sie als Freak bezeichnet. Ihre Mutter kann damit nicht umgehen, ihr älterer Bruder gibt sich größte Mühe. Als Jugendliche bekommt sie Hilfe und ein Freund sagt ihr sie hätte Superkräfte.

Dann kommt ein Mann der keine Farben hat. Ihr Mann, bei dem sie zur Ruhe kommt, der ihr Halt gibt, der sie liebt wie sie ist.
Das es Menschen gibt die für Alles und Jedes eine Farbe sehen oder zuordnen können habe ich gewusst. Für mich schwer vorstellbar und ich würde sagen für die Betroffenen oft eine Belastung.
Genau so beschreibt es die Autorin. Farben können bedrohlich sein, sie zeigen Emotionen mit denen es sich schwer umgehen lässt. Zum Beispiel in dem Buch sind Depressionen Blau, für mich eine schöne Farbe, Alice macht sie Angst die Farbe bewegt sich und sie will nicht davon berührt werden.
Dieser Teil nimmt sehr viel Raum in diesem Roman ein, das Schöne, die Liebe wird eher nebenher geschildert.
Cecelia Ahern schreibt immer über die Beziehungen zwischen den Menschen, wie gehen sie miteinander um, wie lässt sich das Schlechte ins Gute umkehren. Sie findet immer wieder neue Elemente die sie in altbekannte Rahmen setzt.

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Der Eroberer

Der eiserne Herzog von Ulf Schiewe

Guilhem Herzog der Normandie oder in der heutigen Zeit besser bekannt als Wilhelm der Eroberer. Der Normanne der die Sachsen unter Harold Godwinson besiegte und Englands König wurde. Wer waren die beiden Männer, wer ihre Frauen, wer ihre wichtigsten Gefährten und Gegenspieler?
Es ist ein historischer Roman der sehr dicht an den geschichtlichen Tatsachen geschrieben ist.

Vor der eigentlichen Geschichte gibt es ein ausführliches Ortsregister mit den alten Namen und die dazu gehörige heutige Bezeichnung. Dazu gibt es auch ein Namensverzeichnis mit den historischen Persönlichkeiten und den paar fiktiven Personen.
Der Ausgang der Schlacht von Hastings ist bekannt, aber wie kam es dazu, wie kommt der Herzog eines kleinen Landes dazu ein ein viel größeres, England anzugreifen und zu siegen.
Ulf Schiewe erzählt sehr spannend anhand der bekannten geschichtlichen Überlieferungen als ob er dabei gewesen ist. Wir Leser erleben in der Gegenwart, wie ein junger Mann ehrgeizig, charismatisch und mit vielen Feinden ( viel Feind viel Ehr ) erfolgreich um eine junge Frau wirbt, die ihm ebenbürtig ist. Wir sind hautnah dabei, wie er sein Land befriedet und erfahren genau wie er, wie es im fernen England aussieht.
Sein zukünftiger Feind Harold Godwinson hätte unter anderen Vorzeichen sein Freund sein können.
Der Autor beschreibt die Menschen und ihre Zeit so wie es gewesen ist, er wertet nicht, übertreibt nicht, schont uns Leser aber, in dem er die Beschreibung der Grausamkeiten auf ein Minimum beschränkt. Die Machtansprüche der Männer, die Vernunft der Frauen, die Folgen für die einfache Bevölkerung, die Einsprüche von Papst und Königen alles wird erwähnt und im Kontext zu den folgenden Ereignissen gesetzt. Obwohl von Anfang an das Ende des Buchs bekannt ist, war es vom ersten bis zum letzten Satz sehr spannend. Beim Lesen entstand bei mir der Eindruck das es nur ein kleines bisschen Vernunft, also auf die Frauen hören, gereicht hätte und es wäre alles anders gekommen. Viele Menschen wären irgendwann eines natürlichen Todes gestorben und der Lauf der Geschichte wäre bis heute ein anderer.
Ein Buch das solche Spekulationen bei mir hervor ruft, ist großartig. Eine unbedingte Leseempfehlung.

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Schicksalsgemeinschaft

Café Leben von Jo Leevers

Henrietta hat ein Kindheitstrauma, dadurch hat sei eine Mauer um sich gezogen. Sie lässt keine Menschen oder Gefühle an sich heran. Daher ist sie für ihre neue Aufgabe prädestiniert. Sie soll todkranken Menschen helfen ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, damit Kinder und Enkel etwas über Oma und Opa erfahren wenn sie nicht mehr sind.

Ein Gedanke den ich anders fand, ich bin der Meinung Erinnerungen müssen lebendig erzählt werden. Aber in diesem besonderen Fall ist es wichtig. Denn Annie hat keine Familie, ihre einzige Schwester ist früh gestorben. Ihr hilft das Sortieren vielleicht und lenkt sie ab von ihrer Krebserkrankung. Annie erzählt sehr lückenhaft und nur dann wenn Henrietta auch etwas von sich preis gibt. Es entsteht eine Beziehung in der sich jede um die andere bemüht.
Der Roman ging mir an die Substanz, fatale Beziehungen, falsche Entscheidungen, Eltern die ihre Kinder vernachlässigen und Schlimmeres. Gleichzeitig wird von einer ungewöhnlichen Kontaktaufnahme die zu einer Freundschaft führt erzählt. Beide Frauen versuchen die Geschichte der anderen in die richtigen Relationen zu setzen. Das geht so weit das Henrietta in Annies Vergangenheit forscht und Überraschendes zu tage bringt.
Dadurch entsteht ein versöhnliches Ende.
Der Roman war nicht einfach zu lesen, weil er mich stellenweise emotional berührt hat. Im Ganzen war er aber schön.

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Umgang mit der Schuld

Als die Welt zerbrach von John Boyne

Die 91jährige Gretel lebt allein in einer großen Wohnung und will nur noch ihre Ruhe haben. Ruhe vor den Nachbarn, vor neugierigen Fragen, vor ihrem Sohn am liebsten allein die letzten Lebensjahre vorüber ziehen lassen. Sie hat allen Grund für dieses Bedürfnis, denn sie ist die Tochter des Lagerkommandanten von Ausschwitz.

Die Erinnerung an die Zeit und die Erkenntnis das sie trotz ihres damals jungen Alters schuldig ist macht sie einsam. Damals hat sie ihren Bruder verloren, sie fühlt sich mitschuldig an seinem Schicksal.
Der Autor erzählt ihr Leben jetzt und ihre Vergangenheit nach der Flucht aus Polen, mit gefälschten Papieren in Frankreich, Australien und dann in England. Sie hat dort geheiratet einen Sohn bekommen und ihre Geheimnisse bewahrt.
Nun zum Ende ihres Lebens zieht eine Familie mit einem Jungen in ihr Haus, dieses Kind erinnert sie an ihren Bruder. Die lange verdrängten Geheimnisse drängen hervor.
Die Person der Gretel ist auf dem ersten Blick schwer zu verstehen, damals ist ihr Verhalten verständlich aber heute hat man einen anderen Blick auf die Kinder der Täter. Als Außenstehende betrachtet man Schuld anders wie die Betroffene auch die Rolle des Jungen wirkt unnatürlich, ich kenne kein Kind das so spricht oder handelt.. Das ist nicht die einzige Frage in diesem Buch, es geht auch um Hinsehen oder Wegschauen. Wann muss man handeln und was ist angemessen.
Der Schreibstil ist genau wie beim erwähnten Vorgänger, manchmal sehr bemüht als ob der Autor nach passenden Sätzen gesucht hat. Die Betroffenheit wirkt persönlich und nicht ausgedacht.

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Herr Heimlich und Frau Wuchtel

Der kleine Herr Heimlich bastelt am Glück von Anke Loose

Der Wichtel Heimlich hat viel zu tun in dem Haushalt einer fünfköpfigen Familie mit Katze. Dort kennt ihn nur die Jüngste Lotta, sie ist seine Freundin die für ihn ab und zu etwas Leckeres wie saure Gurken mit Senf besorgt. Also ein entspanntes Wichtelleben bis im Haus von Oma Marthe etwas seltsames blitzt und blinkt.

Es sind schöne Geschichten, denn die Aufgaben des Wichtels sind vielfältig genau so wie die von Mama und Papa. Wäsche waschen und sortieren, Essen kochen und die Küche wieder saubermachen, den Garten pflegen und die Katze füttern, dafür sorgen das alle pünktlich aus dem Haus kommen und auch nicht die Pausenbrote vergessen. Es sind die alltäglichen Dinge mal aus einer anderen, kleineren Sichtweise erzählt. Also passend für Kinder um die fünf.
Auch Anderes wird angesprochen, zum Beispiel das Papa nicht weiß welche Kräuter welche sind, er daher immer die falschen für den Salat erntet, da gibt es Abhilfe oder das die Oma vergisst ihre Blumen zu gießen auch für dieses Problem gibt es eine spannende Lösung. Die Kinder werden angeregt mit zu machen, die kleinen Bastelaufgaben lassen sich gut in einem Nachmittag integrieren, da sie sehr einfach sind auch für die angesagte Altersgruppe geeignet.
Bis Kinder das Buch selber lesen können, dauert es etwas, denn der Text hat ein paar Wichtelworte die nicht ganz einfach sind, außerdem sind es längere und nicht sehr groß gedruckte Kapitel. Zum Vorlesen mit sehr schönen Bildern macht das Buch eine Menge Spaß.

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Eine neue Heimat

Svendborg 1937 von Tanja Jeschke

Die Familie Dinkelspiel hat es geschafft. Sie leben nun in Dänemark und versuchen heimisch zu werden. Oz, der Vater ist Kunsthändler, da ist es schwierig einen neuen Arbeitsplatz zu finden und alle sind in der schwierigen Situation von der Wohltätigkeit anderer abhängig zu sein. Die Kinder Meret, Ricarda und Friedrich haben unterschiedliche Einstellungen zum Leben in der Fremde.

Meret will dazu gehören. Wieder Teil einer Gemeinschaft sein, sie ist Jüdin aber das ist nicht alles in ihrem Leben, sie ist jung und will einfach unbehelligt leben. Ricarda die Ältere von den beiden Mädchen ist schon verlobt, aber der ist in Deutschland geblieben und studiert dort weiter Musik. Sie ist angehende Cellistin und will mit ihrer Musik die Welt erobern. Für sie ist das Judentum eine Lebenseinstellung. Friedrich ist erst drei Jahre alt und hat das Down Syndrom für ihn war das Leben in Deutschland doppelt gefährlich, seine Familie liebt ihn, beschützt ihn und tut alles damit er unbeschwert leben kann.
Die Autorin beschreibt nicht nur das Leben der Familie in einem unbekannten Land, mit wenig Geld und vagen Zukunftsaussichten. Sie erzählt von Gefühlen die Menschen auf der Flucht wie ein schweres Gepäckstück mit sich tragen. Der Verlust von materiellen Dingen, von Freunden, Verwandten und Geliebten. Die Angst vor allem was Deutsch ist, bei jedem Wort der Sprache das ein Fremder spricht, zusammen zu zucken. Sie erzählt von der Empfindung, Warum ich, warum meine Familie, wir haben doch nichts Unrechtes getan. Warum darf jemand in meine Galerie kommen und Bilder mitnehmen als ob es seine sind ohne das ich mich wehren kann.
Die Familie trifft andere Betroffene. Alle haben eine eigene Art mit ihrem Schicksal umzugehen. Aber das Warum und die Angst eint sie alle.
Das Buch spricht eine andere Facette der Verfolgung an. Nicht die toten Opfer kommen zu Wort sondern die Lebenden. Deren Schicksal ist genau so schwer, manchmal ist Überleben nicht alles.
Die Gedanken gelten für alle Menschen auf der Flucht ob damals oder heute.
Ein Buch das zum Nachdenken anregt.

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Ganz einfach Brot backen

Das große Brotbackbuch von Christina Bauer

Noch nie war Brot backen so einfach, die Autorin sieht nicht nur auf dem Cover freundlich und sehr sympathische aus. Auch ihre Texte wirken so. Bis in alle Einzelheiten wird das Brot backen erklärt, ohne das der Eindruck entsteht das man am Schulunterricht teilnimmt. Es sind einfach viele Tipps mit den dazu gehörigen Fotos die die Rezepte verständlicher machen und demjenigen der backt das Gefühl gibt, es wird alles gut.

Früher habe ich immer gehört Hefe sei schwierig, Christina Bauer erklärt warum sie empfindlich ist und wie wir sie hegen und pflegen auf das es ein perfektes Brot wird.
Es ist mein zweites Back Buch von ihr und mir ist seitdem kein Brot mehr misslungen. Es fängt mit einem einfachen Grundteig an, dann folgen sehr viele Informationen die man nicht alle sofort braucht, sondern sie kann man nach und nach durchlesen und umsetzen. Unter anderen wird erklärt wie man alle Zutaten austauschen kann und welches Mengenverhältnis man dann braucht. Weizenmehl gegen Roggenmehl tauschen dafür braucht es dann etwas mehr Wasser und möglicherweise Sauerteig statt Hefe.
Es gibt auch ein Rezept für Sauerteig, wie man ihn füttert, teilt und weiter verarbeitet. Vielleicht erinnern sich einige noch an "Hermann" einen Sauerteig bei dem man immer einen Teil verschenken musste damit er funktionierte,
Natürlich gibt es auch viele verschiedene Rezepte für Brote, Wecken und süße Teilchen .
Es hat wieder Spaß das Backbuch in einem Rutsch zu lesen und nun werde ich nach und nach und immer wieder Brot backen.

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Zusammen sind wir stark

Die Köchinnen von Fenley von Jennifer Ryan

Es ist Krieg und die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung ist äußerst schwierig. Alle müssen mit dem Kochen was gerade da ist. Da ist Phantasie gefragt und Können. Um die englische Bevölkerung zu motivieren gibt es Sendungen in der BBC die Rezepte vorstellen und andere Tipps geben wie man z.

B.: Eipulver verwenden kann. Der Moderator der Sendung braucht ein weibliches Pendant, deshalb wird ein Kochwettbewerb veranstaltet. Vier Frauen, unterschiedlicher geht es nicht, sehen darin eine Chance auf ein besseres Leben.
Die Autorin hat vier sehr unterschiedliche Hauptfiguren geschaffen, die durch die Personen in ihrem Umwelt deutlich heraus gehoben werden. Die Lady mit ihrem herrischen Ehemann, das Küchenmädchen und die Köchin des Herrenhauses, Die Witwe und ihre Kinder sowie die Chefköchin und die Männer in dieser Position.
Im Anfang sind die Grenzen der Sympathie sehr eng gesetzt. Es gibt schwarz und weiß, mit jeder weiteren Seite verwischen die Grenzen immer mehr. Die Grauzone wird breiter. Am Ende ist jede Frau sympathisch und hat ihr Profil verändert. Diese Entwicklung machen sie gemeinsam obwohl sie Konkurentinnen sind.
Die Kapitel sind mit der jeweiligen Person überschrieben, sie sind in diesem Abschnitt die Hauptperson aber nicht allein. Das macht beim Lesen den Zusammenhalt deutlich. Es erlebt nicht nur eine Protagonistin das Ereignis alle anderen haben einen Anteil.
Dadurch berührt das Buch, niemand ist je allein, zusammen sind wir stark.
Garniert wird die Geschichte mit Rezepten von denen ich mir einige vorstellen kann, sie einmal nach zu k.ochen. Sie verdeutlichen aber auch wie bitter die Situation damals war. Am spannensten fand ich die Rezepte ohne Ei oder Butter, ich musste die ganze Zeit daran denken was es heute für einen Hype um veganes Kochen gibt. In den Kriegsjahren geschah es aus Not.

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Schweigen

Die Rückkehr der Kraniche von Romy Fölck

Mutter geht es nicht gut. Ein Anruf der Freya und Anne nach Hause kommen lässt. Zuhause, das ist ein alter Resthof in der Elbmarsch bewohnt nur noch von Wilhelmine und Grete. Freya kommt aus Berlin, wo sie eine eigene Firma hat. Sie verkauft grüne nachhaltige Produkte. Anne studiert in Bremen Umweltfragen, sie ist Gretes Tochter.

. Grete ist Vogelwartin im Naturschutzgebiet. Auffallend ist, das alle drei Frauen Naturschützer sind und trotzdem sich schon vor Jahren von einander entfernt haben. Die Schwestern hatten Träume fern vom Hof zu leben aber nur Freya ist gegangen.
Alle haben Geheimnisse, Sorgen und Nöte aber keine spricht.
Jetzt sind sie gezwungener Maßen zusammen, werden sie ihr Schweigen brechen, zueinander finden.
Das Reden miteinander fällt schwer. Eher kann man die Vogelstimmen hören. Das Rauschen des Windes, das Surren der Insekten manchmal auch die Renovierungsgeräusche des Nachbarns. Diese Geräusche sind die Stimmen der Heimat, norddeutsch rau, aber von den Fortgegangenen vermisst.
Diese Stimmung nimmt mich als Leserin mit. Ich fühle mich trotz der Mißstimmung zwischen den drei Generationen wohl in diesem Haus. Der Geruch von frisch-gebackenen Brot liegt zwischen den Seiten. Die Atmosphäre endert sich ganz allmählich, hier ein Wort, dort eine liebevolle Geste. Lange vermisst in diesem Buch, aber am Ende ein Hoffnungsschimmer dass das Schweigen vorbei ist.
Die Autorin hat jeder Frau ein Gesicht und eine Geschichte gegeben. Sie sind die Starken, die Frauen mussten aufgrund ihrer Lebensumstände stark sein, sie hätten auch daran zerbrechen können. Die Männer als Nebenfiguren dagegen sind zerbrechlicher, zögerlicher weniger entscheidungsfreudig dargestellt. Das ist nicht als negativ empfunden sondern es entsteht dadurch ein sehr plastischer Hintergrund.
Ich kannte Romy Fölck bisher nur als eine herausragende Krimiautorin, seit diesem Buch bin ich der Ansicht, sie kann alles sehr gut.

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Lisa Fittko

Die Wagemutige von Caroline Bernard

Eine Frau wie man ich sie gern gewesen wäre, wenn ich in ihrer Zeit gelebt hätte. Sie war im Widerstand gegen Hitler. Sie musste aus Berlin über Prag nach Frankreich fliehen. Dort wurde sie als unerwünschte Ausländerin interniert. Ihr gelang die Flucht nach Marseille, 1940 gehörte die Stadt noch zum freien Frankreich.

Vorn dort half sie Flüchtlingen über die Pyrenäen nach Spanien.Von dort ging es dann weiter nach Portugal und dann in die USA oder nach Kuba. Das ist der Teil der der Wahrheit entspricht.
Der romanhafte Teil beschreibt die romantische Seite des Romans. Sie lebt nur für ihre Aufgabe, gemeinsam mit ihrem Mann geht der Widerstand über alles. Dann trifft sie einen Journalisten der die Frau in ihr sieht. Sie verliebt sich fühlt sich wieder als Frau wahr genommen, Etwas das völlig aus ihrem bisherigen Leben verschwunden bzw. nie dagewesen ist.
Die Autorin hat es sehr spannend geschrieben, diese Mischung aus Realität und Fiktion. Beides fügt sich so gut ineinander das auch der erfundene Teil glaubwürdig und nachvollziehbar wirkt.
Die Atmosphäre ist beklemmend beschrieben, Genau so stellt man sich die Angst, die Verzweiflung, das Hoffen auf einen kleinen Schimmer Zukunft in einem freien Land vor.Auch die Freude über einen Funken Menschlichkeit wird deutlich. Wenn eine Französin den gefangenen Frauen eine Tomate zu wirft oder jemand anders eine Flüchtige ein Stück auf seinem Fahrrad mitnimmt. Taten die wir heute nicht mehr beachten würden, in den beschriebenen Tagen waren es kleine Wunder.
Wiedermal ist es der Autorin gelungen mich in die Geschichte rein zu ziehen. ich freue mich über jedes neue Buch von ihr.

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