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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Vom Saulus zum Paulus

Die Jüdin Margarethe muss als Hausmädchen beim SS Sturmbannführer Huber arbeiten. Mit dem gelben Stern wird sie schlimmer behandelt als eine Sklavin für den einen Sohn ist sie Freiwild, die Tochter misshandelt sie genau wie die Eltern. Bei einem Bombenangriff stirbt die Familie Huber, nur Margarethe überlebt.

Durch Zufall findet sie in den Trümmern die Kennkarte von der Tochter und gibt sich als sie aus. Eine abenteuerliche Flucht beginnt.
Es ist eine Zeitreise in die dunkelste Geschichte Deutschlands. Margarethe als letzte ihrer Familie muss überleben. Die Familie Huber ist in diesem Fall typisch. Karrieregeil, geltungssüchtig, nach oben buckeln, nach unten treten. Der 'Älteste ist voll im System .zuhause. Wilhelm ist kunstsinnig arbeitet bei der SS in Paris mag sich aber nicht die Finger schmutzig machen. Am liebsten Aktenschieben und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Als die Eltern sterben hofft er auf sein Erbe, als er das nicht so einfach bekommen kann lässt er sich einiges einfallen. Er braucht Margarethe um seine Pläne zu verwirklichen.
Die Autorin beschreibt die Menschen sehr authentisch, wenn man es mit der Geschichte vergleicht. Überleben, Macht, Zweifel, Angst alle Gefühle sind nachvollziehbar beschrieben.
Nur die Wendung gegen dem Ende, die Entwicklung vom Saulus zum Paulus erschien mir unglaubwürdig. Auch wenn die große Liebe eine Rolle spielt, ich weiß dass es das Stockholmsyndrom gibt, aber es war sehr gewagt.
Dieses Buch ist auch unter dem Titel "Licht der Hoffnung" erschienen.

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Ungewöhnlich

Anatomy von Dana Schwartz

Hazel will Chirurgin werden und das in Edingburgh im Jahr 1817. Ein Wunsch der für eine Frau unmöglich ist, selbst in einer Stadt in der die Medizin einen hohen Stellenwert hat. Mit allen möglichen Tricks und Verstellungen versucht sie an Vorlesungen und Unterricht teilzunehmen.
Gleichzeitig werden in der Stadt immer wieder Leichen ausgegraben um sie an Ärzte und der Universität für Forschungszwecke zu verkaufen.

Jack ist einer dieser Auferstehungsmänner.
Die beiden lernen sich unter ungewöhnlichen Umständen kennen und lieben. Noch ein Ding der Unmöglichkeit.
Das Buch ist eine Liebesgeschichte die so unwahrscheinlich ist wie Ostern und Weihnachten zusammen. Gleichzeitig ist ein Bericht über eine Zeit die gleichzeitig modern und noch im Aberglauben verhaftet ist. Die Medizin macht täglich Fortschritte, es wird geforscht, experimentiert an den Toten und an den Lebenden.
Einige Stellen in dem Buch halten den Leser vielleicht vom Essen ab, aber ansonsten spannend und gleichzeitig romantisch.
In Auszügen wird aus einem Lehrbuch aus diesen Jahren wie die Ärzte ihr Verhalten begründeten oder welche Lehren sie aus den Erfahrungen zogen.
Im Anfang ist das Buch etwas langatmig gewinnt aber dann an Tempo bis es am Ende vielleicht etwas zu schnell ist. Ich hätte da noch gern etwas mehr gelesen.
Im Ganzen wirkt das Buch gut recherchiert und die Mischung mit der Liebesgeschichte ist gelungen.

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Mal was anderes

Vilman kolme miestä von Gudrun Skretting

Vilma hat Angst vor Micromort, das sind alles Dinge, Ereignisse und anderes dass das Leben verkürzt. Also Zigaretten, Alkohol, aber auch Bananen das sie radioaktiv sein können, daher vermeidet sie sie. Dann liest sie das auch Einsamkeit ein Micromort ist. Das zu ändern ist nun weit aus schwieriger.

Als sie aus heiteren Himmel Briefe von ihrem verstorbenen Vater erhält, von dessen Existenz bisher nichts wusste, lernt sie neue Menschen kennen und die Liebe.
Vilma hat mir erstmal leid getan, ohne Familie, immer allein, nun diese sehr ungewöhnliche Überraschung. Nicht nur mit ihrem eigenen Leben geht sie besonders um auch nun mit dieser ungewöhnlichen Tatsache. Jeder Mensch hat einen Vater in einigen Fällen kennt man ihn nicht, aber wie hier wo er im fast wahrsten Sinne des Wortes tot vom Himmel fällt, ist das schon sehr skurril.
In diesem Stil geht die Geschichte weiter, ungewöhnliche Menschen und Verhaltensweisen, gewöhnungsbedürftige Ereignisse. Über allem steht eine große Toleranz, die wünschenswert im täglichen Leben ist.
Wenn man sich auf dieses Buch einlassen kann, dann nimmt man auch davon etwas mit in den Alltag.
Eine Empfehlung für alle die mal etwas Ungewöhnliches lesen wollen. Die sich trauen sich auf etwas Anderes ein zulassen.

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Der zweite Fall für Valeria Ravelli

Wintersterben von Martin Krüger

und auch hier geht es um ein einsames Dorf in dem ein Toter gefunden wurde. Ein ehemaliger Polizist, ermordet und vor seinem Tod auch gefoltert. Warum? Was hat er in dem Dorf gewollt, was hat er gesucht oder gewusst? Gemeinsam mit einem neuen Kollegen sucht Valeria nach Antworten, sie gehen verschiedenen Spuren nach und manchmal fühlt Valeria sich an ihre Vergangenheit erinnert.

Es wird wohl nie leichter werden.
Der Autor schafft es eine beklemmende, ja gruselige Atmosphäre zu schaffen. Seine Schauplätze liegen einsam in den Bergen umgeben von tiefen Wäldern. Die Menschen die dort leben mögen keine Fremden und vor allem keine Polizei, sie machen es unter sich aus. Das die Monster manchmal nicht aus ihrer Mitte sind und dadurch die Probleme sich nicht einfach so lösen lassen, diese Erkenntnis kommt oft zu spät. Die Ermittlerin Ravelli muss wieder ihren Schlaf und Seelenfrieden opfern, um zu verhindern das es noch mehr Tote gibt.
Ich mag diese verschlossene Figur, sie trägt ihre Gefühle nicht nach außen. Fast jeder kennt ihr Schicksal, trotzdem lässt sie sich nicht auf Nähe ein. Sie braucht keine Hilfsmittel um mit ihren persönlichen Problemen klar zu kommen. Sie hat welche und das Thema ist beendet.
Die Verbrechen berühren die Nerven weil sie so perfide sind. Ungefähr ab der Mitte hatte ich eine Ahnung um was es geht, das tat der Spannung aber keinen Abbruch. Wer und Wie das war die Frage die erst am Ende aufgelöst wurde.

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Zuviel auf einmal

Die Siegel des Todes von Peter Orontes

Elias muss etwas Schreckliches erlebt haben, denn er kann sich an seine Vergangenheit nicht erinnern. Nur sein Name und ein kupfernes Medaillon sind ihm geblieben. Aber andere wissen anscheinend wer er ist. Er wird verfolgt und gerät immer wieder in große Gefahr. Fast das gleiche Schicksal hat Ragnhild, sie weiß zwar um ihre Vergangenheit aber deshalb ist sie genauso allein und den Gefahren des täglichen Lebens ausgesetzt wie Elias.

Es ist nicht nur die Geschichte dieser beiden jungen Menschen, sondern auch die Geschichte der Menschen allgemein im 14. Jahrhundert. Je niedriger der Rang in der Gesellschaft desto mehr sind sie den Launen der Obigen ausgesetzt.
Das Buch hat mich unzufrieden zurück gelassen. Es war für mich zu sprunghaft geschrieben. Episodenhaft werden die Erlebnisse der beiden geschildert. Sie kommen irgendwo an, es wird der Tagesablauf und einige Ereignisse beschrieben und dann heißt es nach zwei Jahren passiert etwas Neues und das Abenteuer geht von vorn los. Warum, Wieso, Weshalb vor allem der Junge gejagt wird bleibt fast bis zum Ende im Dunkeln. Dabei hat er ein so auffälliges Mal, dass darüber schon an der einen oder anderen Stelle ein Hinweis gut gepasst hätte.
Erst am Ende klärt sich auch der Prolog auf, der die ganze Zeit nicht zum Buch gepasst hat.
Eben dieses Ende kam dann im Gegensatz zum Buch zu schnell und bestand nur noch aus Fakten ohne besonders spannende Ereignisse.
Angenehm war dagegen das der Autor mit Beschreibungen über Gewalttaten gespart hat. Als Leserin wusste ich was gemeint war, ich muss es aber nicht in jedem Buch ausführlich geschildert bekommen. Diese Sparsamkeit hätte ich auch bei einigen Personenbeschreibungen gut gefunden, denn die waren im Gegensatz zu den Ereignissen und Erlebnissen der Protagonisten sehr ausführlich ausgefallen.
Im Ganzen war das Buch gut zu lesen, nur die Spannung wurde Opfer der Sprünge im Schreibstil.

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Sich selbst in Frage stellen

Kopenhagen mon amour von Zoe Brisby

Das Cover, der Klappentext und auch die Autorin selbst suggerieren einen schönen, leichten ,lustigen und hyggeligen Roman um das Thema alternative Familienplanung.
Ich habe ein schräges, absurdes Buch mit vielen Slapstick Einlagen bekommen. Da ich die Autorin bereits kannte, war ich erstmal entsetzt.

Die beiden Hauptfiguren Brune und Justine waren dermaßen überzeichnet das man sie fast nicht mehr als junge Frauen, als Wesen aus Fleisch und Blut erkennen konnte. Sie bestanden nur aus Klischees, vorgefassten Meinungen, strikten Überzeugungen, sie waren mit Scheuklappen behaftet und hatten stellenweise ein Brett vorm Kopf.
Die Widersprüche zum realen Leben waren riesengroß, ebenso waren es die Ansagen mit den tatsächlichen Handlungen.
Ich wusste einfach mitten im Buch nicht mehr ob ich weinen oder lachen sollte. Weinen wegen der verschenkten Lesezeit oder Lachen weil es dermaßen absurd war das so eine Frau ein Kind in die Welt setzt und das dieses Kind ein normales Leben führen kann.
Am Ende des Buchs habe ich mich noch einmal richtig geärgert, ich fand es war überfrachtet und realitätsfern geschildert.
Weil ich mich so geärgert habe ging es mir nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder musste ich darüber nachdenken. Was wäre Wenn?
Wenn die Autorin gar keinen Roman über Kinderwunsch, Familienplanung, alternative Empfängnismethoden und um mit Justine zu sprechen, über Umweltschutz, gesunde Ernährung, Rettung aller Tierarten schreiben wollte. Sondern uns Lesern einen Spiegel vorhalten, weil wir so festgefahren in unseren Überzeugungen sind. Warum wollen wir unbedingt etwas und setzen alle möglichen Mittel dafür ein, was wir vielleicht gar nicht haben sollen, weil irgendeine höhere Macht, oder andere es andere Gründe gibt, es als nicht gut für uns ansieht. Warum wollen wir unbedingt unser Umfeld zu unseren Ansichten und Meinungen bekehren, das ist schon in früheren Zeiten nicht gut gegangen.
Gerade das Thema Umwelt und Klima wird zu- nehmend radikalisiert, da hilft vielleicht die Überspitzung mal wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen, Ich glaube das fast jeder mittlerweile tut was er kann, da braucht niemand jemanden an seiner Seite der zeigt wie viel man nicht richtig macht.
Brune spricht mit vielen Menschen über ihre Pläne und alle haben eine Meinung dazu, es wirkt über griffig, aber was wenn es nur sagen soll, das Leben ist nicht perfekt mach das Beste daraus.
Mit diesen Gedanken ist es ein wunderschöner Wohlfühlroman, ich musste mich nur im Nachhinein darauf einlassen. Schwieriger Fall aber notwendig.

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Briefe

Feldpost von Mechtild Borrmann

Durch Zufall erhält Cara alte Briefe die von der Front an eine Adele in Kassel geschrieben wurden. Sie forscht nach und erfährt von einer wunderbaren Liebe die verboten war. Sie erfährt von einer Familie die durch eine Entscheidung in das Visier der Nationalsozialisten geraten ist.
Cara ist in diesem Buch für die Autorin nur ein Mittel zum Zweck.

Diese Figur übernimmt das Nachforschen, sie trifft Zeitzeugen, sie bewertet aus heutiger Sicht die Ereignisse von damals. Sie erfährt aus den Briefen und den Berichten wie die Ereignisse auf die Menschen gewirkt haben, wie sie dadurch an ihre Grenzen gestoßen oder aber darüber hinaus gewachsen sind.
Es sind nicht die ganz großen Verbrechen und auch nicht die ganz großen Heldentaten von denen in diesem Buch berichtet wird. Es werden Mitläufer und ihre Gier beschrieben. Menschen die mal Freunde waren, wurden aus Bequemlichkeit und Angst zu Verrätern. Andere haben ihre Mitmenschlichkeit nicht verloren. Trotz Druck und Schmerzen schafften sie es ihre Anständigkeit zu bewahren.
Das Buch erzählt in zwei Zeitebenen, im Heute sind die Nachforschungen das Thema, die dann in den Jahren des Nationalsozialismus mit Leben gefüllt sind.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben, es beschreibt wie sich die Menschen verändert haben, wie die Macht korrumpiert, wie Menschlichkeit Freunde finden lässt. Freunde die auch nach Jahrzehnten die anderen nicht vergessen haben und deren Schicksal erfahren wollen.

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Superkräfte

Alle Farben meines Lebens von Cecelia Ahern

Alice sieht außer den Menschen die ihr gegenüber stehen auch ihre Aura. Sie sieht die Farben die Gefühle, Gedanken aber auch Krankheiten und Ängste aufzeigen. Als Kind wird sie als Freak bezeichnet. Ihre Mutter kann damit nicht umgehen, ihr älterer Bruder gibt sich größte Mühe. Als Jugendliche bekommt sie Hilfe und ein Freund sagt ihr sie hätte Superkräfte.

Dann kommt ein Mann der keine Farben hat. Ihr Mann, bei dem sie zur Ruhe kommt, der ihr Halt gibt, der sie liebt wie sie ist.
Das es Menschen gibt die für Alles und Jedes eine Farbe sehen oder zuordnen können habe ich gewusst. Für mich schwer vorstellbar und ich würde sagen für die Betroffenen oft eine Belastung.
Genau so beschreibt es die Autorin. Farben können bedrohlich sein, sie zeigen Emotionen mit denen es sich schwer umgehen lässt. Zum Beispiel in dem Buch sind Depressionen Blau, für mich eine schöne Farbe, Alice macht sie Angst die Farbe bewegt sich und sie will nicht davon berührt werden.
Dieser Teil nimmt sehr viel Raum in diesem Roman ein, das Schöne, die Liebe wird eher nebenher geschildert.
Cecelia Ahern schreibt immer über die Beziehungen zwischen den Menschen, wie gehen sie miteinander um, wie lässt sich das Schlechte ins Gute umkehren. Sie findet immer wieder neue Elemente die sie in altbekannte Rahmen setzt.

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Der Eroberer

Der eiserne Herzog von Ulf Schiewe

Guilhem Herzog der Normandie oder in der heutigen Zeit besser bekannt als Wilhelm der Eroberer. Der Normanne der die Sachsen unter Harold Godwinson besiegte und Englands König wurde. Wer waren die beiden Männer, wer ihre Frauen, wer ihre wichtigsten Gefährten und Gegenspieler?
Es ist ein historischer Roman der sehr dicht an den geschichtlichen Tatsachen geschrieben ist.

Vor der eigentlichen Geschichte gibt es ein ausführliches Ortsregister mit den alten Namen und die dazu gehörige heutige Bezeichnung. Dazu gibt es auch ein Namensverzeichnis mit den historischen Persönlichkeiten und den paar fiktiven Personen.
Der Ausgang der Schlacht von Hastings ist bekannt, aber wie kam es dazu, wie kommt der Herzog eines kleinen Landes dazu ein ein viel größeres, England anzugreifen und zu siegen.
Ulf Schiewe erzählt sehr spannend anhand der bekannten geschichtlichen Überlieferungen als ob er dabei gewesen ist. Wir Leser erleben in der Gegenwart, wie ein junger Mann ehrgeizig, charismatisch und mit vielen Feinden ( viel Feind viel Ehr ) erfolgreich um eine junge Frau wirbt, die ihm ebenbürtig ist. Wir sind hautnah dabei, wie er sein Land befriedet und erfahren genau wie er, wie es im fernen England aussieht.
Sein zukünftiger Feind Harold Godwinson hätte unter anderen Vorzeichen sein Freund sein können.
Der Autor beschreibt die Menschen und ihre Zeit so wie es gewesen ist, er wertet nicht, übertreibt nicht, schont uns Leser aber, in dem er die Beschreibung der Grausamkeiten auf ein Minimum beschränkt. Die Machtansprüche der Männer, die Vernunft der Frauen, die Folgen für die einfache Bevölkerung, die Einsprüche von Papst und Königen alles wird erwähnt und im Kontext zu den folgenden Ereignissen gesetzt. Obwohl von Anfang an das Ende des Buchs bekannt ist, war es vom ersten bis zum letzten Satz sehr spannend. Beim Lesen entstand bei mir der Eindruck das es nur ein kleines bisschen Vernunft, also auf die Frauen hören, gereicht hätte und es wäre alles anders gekommen. Viele Menschen wären irgendwann eines natürlichen Todes gestorben und der Lauf der Geschichte wäre bis heute ein anderer.
Ein Buch das solche Spekulationen bei mir hervor ruft, ist großartig. Eine unbedingte Leseempfehlung.

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Schicksalsgemeinschaft

Café Leben von Leevers Jo

Henrietta hat ein Kindheitstrauma, dadurch hat sei eine Mauer um sich gezogen. Sie lässt keine Menschen oder Gefühle an sich heran. Daher ist sie für ihre neue Aufgabe prädestiniert. Sie soll todkranken Menschen helfen ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, damit Kinder und Enkel etwas über Oma und Opa erfahren wenn sie nicht mehr sind.

Ein Gedanke den ich anders fand, ich bin der Meinung Erinnerungen müssen lebendig erzählt werden. Aber in diesem besonderen Fall ist es wichtig. Denn Annie hat keine Familie, ihre einzige Schwester ist früh gestorben. Ihr hilft das Sortieren vielleicht und lenkt sie ab von ihrer Krebserkrankung. Annie erzählt sehr lückenhaft und nur dann wenn Henrietta auch etwas von sich preis gibt. Es entsteht eine Beziehung in der sich jede um die andere bemüht.
Der Roman ging mir an die Substanz, fatale Beziehungen, falsche Entscheidungen, Eltern die ihre Kinder vernachlässigen und Schlimmeres. Gleichzeitig wird von einer ungewöhnlichen Kontaktaufnahme die zu einer Freundschaft führt erzählt. Beide Frauen versuchen die Geschichte der anderen in die richtigen Relationen zu setzen. Das geht so weit das Henrietta in Annies Vergangenheit forscht und Überraschendes zu tage bringt.
Dadurch entsteht ein versöhnliches Ende.
Der Roman war nicht einfach zu lesen, weil er mich stellenweise emotional berührt hat. Im Ganzen war er aber schön.

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